EU will uniformes Saatgut

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idna27 25-04-2013 21:23 - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
Hallo zusammen.

Das Thema ist ja nichts neues, das bald nur mehr zertifiziertes Saatgut das von von den Saatgutkonzernen genehmigt wurde, gekauft und verkauft werden darf.

Aber was kann man dagegen unternehmen?? Denn das dürfen wir uns nicht gefallen lassen, das nächste ist dann vielleicht das wir Gen Saatgut anbauen müssen!
Wer hat gute Ideen

Lg. Andi


Woodster antwortet um 25-04-2013 22:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut

Vielleicht, die Bauernvertreter samt Anhang, die nix hören, nix sehen und nur vom vollem Trog fressen, beim nächsten mal nicht mehr wählen?...




Heimdall antwortet um 25-04-2013 22:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
http://www.global2000.at/site/de/nachrichten/gentechnik/saatgut/

Was willst du gar dagegen machen?
Nicht mehr die selben Vollpfosten wählen wie bisher, andere RIchtungen einschlagen, das Thema unter die Leute bringen (weiß ja kein "Häusler" was davon")...
Gibt einiges was man als kleiner machen kann.

Lg



Gratzi antwortet um 26-04-2013 02:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
@idna27

kommt bald, kommt bald ...Sandos wartet bereits !

http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto

Bitte wo gibt es noch Genfreies Essen?
http://www.bionity.com/de/news/organisation/sandoz/p2/


wsae antwortet um 26-04-2013 05:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
ARCHE NOAH und GLOBAL 2000 setzen sich für ein nachhaltigeres EU-Saatgutrecht ein. Zum Schutz der Vielfalt, der Konsumenten und der bäuerlichen Saatgut-Kultur.
Zur Petition:
Freiheit für die Vielfalt! | Global 2000 Action Center
http://helfen.global2000.at/de/node/19


baerbauer antwortet um 26-04-2013 08:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
also meiner meinung nach soll ein saatgut schon registriert sein.
es kann nicht sein, dass die einen strenge vorschriften für die zuzlassung einhalten müssen bei saatgut und die anderen gar keine zulassungen brauchen. es muss ein mittelweg gefunden werden, damit man altes saatgut erhalten kann und es aufgrund der hohen registrierungskosten nicht zugelassen wird und daher eigentlich nicht legal saatgut ist.
für alte sorten sollten doch einfache, günstige zulassung reichen.
lg


Steyrdiesel antwortet um 26-04-2013 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
Genau bearbauer, absolut richtig.
Man muss klar differenzieren zwischen Handel und Erhaltung solcher Sorten.
Warum sollte irgend ein Gemüse oder Sonnenblumensaatgut beim Hofer oer Spar nicht die gleichen Kriterien erfüllen wie das Saatgut das man z.B. beim Lagerhaus bekommt?

mfg
Steff



mfj antwortet um 26-04-2013 09:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut

Ich würde jedem empfehlen, über das Thema erst etwas zu schreiben - nachdem man sich informiert hat...und vorallem den Inhalt kennt !!!

Nur weil die "Spenden-Mafia" zu Unruhen aufruft - muss der Fall noch lange nicht abgetötet werden.
 


wsae antwortet um 26-04-2013 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
Die Europäische Kommission will den Landwirten und Gärtnern in Zukunft die Verwendung von Einheits-Saatgut vorschreiben. Alte und seltene Sorten haben kaum Chancen auf eine Zulassung, ihr Anbau wird strafbar – auch wenn er im privaten Garten erfolgt.

Die EU-Kommission arbeitet an einer Neuregelung des europäischen Saatgut-Marktes in Form einer Verordnung. Damit wird eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom Juli 2012 verrechtlicht: Landwirte dürfen nur mehr amtlich zugelassenes Saatgut verkaufen. Bisher waren alte und seltene Saatgut-Sorten ausgenommen, die in althergebrachter Tauschwirtschaft gezüchtet und in meist kleinen Mengen gehandelt wurden. Geht es nach den Plänen der Kommission, dürfen Kleinbauern oder Privatleute ihr selbst gezüchtetes Saatgut in Zukunft nicht einmal mehr verschenken.

Viele konventionelle Gemüse- und Getreidesorten werden damit aus dem Anbau verschwinden, kritisieren österreichische Umweltorganisationen. Die verpflichtende Registrierung aller Sorten würde zu einer kompletten Vereinheitlichung führen. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft ist damit vollständig von der Saatgut-Weitergabe ausgeschlossen, heißt es im Begleittext zu einer gemeinsamen Petition von Arche Noah und Global 2000. Für sie sei das Zulassungsverfahren für Saatgutarten mit unüberwindbaren bürokratischen und finanziellen Hürden verbunden. Zudem befürchten die Umweltschützer eine strenge amtliche Überwachung. Beim Tausch nicht zugelassener Saatgut-Sorten drohen hohe Strafen.

Profiteure der Normierung sind allein die Lebensmittel-Konzerne, die schon jetzt den Großteil des Saatgut-Marktes unter sich aufteilen. Seit Jahren macht die Lobby der Agrarindustrie in Brüssel Stimmung für einen weiteren Schritt in Richtung Saatgut-Kartell. Ziel ist die Kontrolle der gesamten Lebensmittelproduktion durch einige wenige Großkonzerne. Schon heute werden kleinere Konkurrenten mittels Anzeigen von Monsanto und Co dazu gezwungen, ausschließlich ihr Saatgut zu kaufen. In Zukunft drohen nun auch Verwaltungsstrafen.

Der Konsument habe kaum mehr eine Wahlfreiheit, was auf seinem Teller landet, heißt es in einem offenen Brief von mehr als einem Dutzend Europäischer Umweltschutzorganisationen an Kommission und EU-Parlament. Weniger Vielfalt heiße auch weniger Farben und Geschmäcker, und schlussendlich weniger Lebensmittelqualität. Gefordert wird eine komplette Neuausrichtung des nun laufenden Reformprozesses. Saatgutanwendern müsse eine größere Sorten-Vielfalt zu Verfügung stellen, insbesondere Arten, die an lokale Bedingungen angepasst sind. Dies würde dazu beitragen, den Verbrauch an Pestiziden, Düngemitteln und Wasser zu reduzieren und die Verschmutzung von Böden und Wasser einzudämmen.

Initiativen wie jene der Umweltorganisationen oder ein entsprechender Antrag der Grünen im österreichischen Nationalrat werden aber wohl wirkungslos bleiben, solange nicht mehrere Mitgliedsstaaten gegen die geplante Verordnung auftreten. Noch ist der Beschluss nicht umgesetzt. Die EU-Kommission soll am 6. Mai ihren Entwurf vorlegen, danach muss sich das EU-Parlament damit beschäftigen.

Sollte das Parlament die Verordnung durchwinken, dürfen auch Privatleute ihre in Obst- und Gemüseprodukte nicht mehr verbreiten, wenn sie nicht den Wünschen von Monsanto EU-Normen entsprechen.

Es ist bezeichnend für die mangelnde demokratische Legitimation der EU, dass solche grundlegenden Entscheidungen durchgezogen werden, ohne dass die Bürger davon etwas mitbekommen. Ist die Verordnung einmal beschlossen, sind die Lebensmittel-Konzerne im Recht und die Bürger in der Defensive und werden größte Schwierigkeiten haben, die gesetzlichen Regelungen wieder rückgängig zu machen.

Die Abgeordneten des Europa-Parlaments dürften den Antrag zur Verordnung nicht einmal gelesen haben.
Sie kaufen ihre Lebensmittel im Supermarkt.
Quelle Deutsche Wirtschaftsnachrichten


mfj antwortet um 26-04-2013 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut

Regenbogen ;-))

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten sind eine „miese“ Anti-EU-Lobbywerkstatt von einem Journalisten namens Michael Maier, der nach missglückten Versuchen bei diversen Zeitungen jetzt mit einem Konsortium von halblustigen Blättern um sich wirft.
Sein Lieblingspartner ist übrigens der Kopp Verlag, ebenfalls hoch seriös

Zum Thema :
Vollkommener Quatsch ist, dass es in der Sache um Sorten von Hobbygärtner geht – bei dem Thema handelt es sich um den professionellen Handel.
Und der gehört natürlich in gesetzliche Zulassungen.




helmar antwortet um 26-04-2013 13:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
Hallo Mfj...aber die Hobbygärtner kann man leichter mobilisieren als alle anderen....;-). Und die wirklichen Profis unter diesen ziehen sich auch die Pflanzen selber und legen sogar selber Samenvorräte an.
Mfg, Helga


wsae antwortet um 26-04-2013 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
@mfj -
Im Kurier steht u.a.: "Wenn die Saatgut-Verordnung der EU kommt wie geplant, kann ich zusperren“, stellt der burgenländische Tomaten-Kaiser Erich Stekovics klar. Er hat 3200 Paradeiser-Sorten im Sortiment – nur für „20 bis 30“ gibt es eine Zulassung, wie sie sich die EU künftig für alle alten Sorten wünscht...."
Dass anscheinend nichts unmöglich erscheint, wurde mir klar, als ich folgende Meldung las:
In Frankreich jedoch ist die Brennnesseljauche verboten. Ende 2005 wurde dort ein Gesetz erlassen (Loi d’Orientation Agricole), das nicht nur die landwirtschaftliche Anwendung der Brennnessel verbot, sondern auch jede Verbreitung von Informationen über die Brennnessel strafbar machte. In der Praxis bedeutet dies, dass die Medien nicht mehr über die Wohltaten der Brennnessel in der Landwirtschaft berichten dürfen und dass die Abgabe von Brennnesseljauche nicht legaler ist als der Handel mit harten Drogen. Wird man erwischt oder angezeigt, droht ein Bussgeld von 75.000 Euro und ein zweijähriger Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen.
Frankreich fordert, dass für die Brennnesseljauche – wie für chemische Spritzmittel auch – eine offizielle Marktzulassung beantragt werden muss. Dazu sind aufwändige und kostspielige Studien nötig, die sich bis jetzt noch kein Öko-Landwirt, Öko-Winzer oder Hobby-Gärtner leisten konnte. Es heisst, man wisse viel zu wenig über die Brennnesseljauche und ihre möglichen Auswirkungen auf die Umwelt oder auch auf Flüsse und Seen. Aus diesem Grunde wurde die Brühe aus der Brennnessel vorsorglich verboten – und mit ihr auch andere traditionelle und seit Urzeiten bewährte landwirtschaftliche Hilfsmittel wie z. B. der Schachtelhalm oder Steinmehle....




Woodster antwortet um 26-04-2013 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut

Aber um Himmelswillen, warum muss alles z.g. der Großkonzerne reguliert werden?
Jeder soll in einer angeblich freien Marktwirkschaft alles verkaufen können.

Wenn Sorten besonders gut sein wollen, dann sollen sie sich prüfen und zertifizieren und weiß ich sonst sont was. Aber das für alles und jedes Saatgut vorschreiben zu wollen, ist doch kompletter Nonsens und Eingriff in das freie Versorungsrecht. Es ist nichts anderes, als ein weiterer Baustein in die Abhänigkeit von Konsorten wie Monsanto und Co.
Und die Politik hört nix, sieht nix, versteht wahrscheinlich auch nix - außer Handerl aufhalten wahrscheinlich.







mitmart antwortet um 26-04-2013 15:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
"Und die Politik hört nix, sieht nix"

Die hohe Politik ist ausgelastet genug um das Bankgeheimnis zu schützen, denn keiner von denen will das die ganzen Lobbyisten-Geldschiebereien irgendwie ans Tageslicht kommen .


wsae antwortet um 26-04-2013 17:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
Lebensmittelkrieg Streit um Saatgut - YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=LkCwZFlcccE

Vandana Shiva - Von Saatgut und Saatgutmultis TRAILER - YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=ahrSnl2GVUM

In den Agrarwissenschaften hat in den vergangenen Jahren eine zunehmende Privatisierung stattgefunden, die auch die öffentliche Forschung erfasst hat. Als Folge wird Wissen mehr und mehr als Privat- eigentum statt als Gemeingut verstanden.
Der Weltagrarbericht kritisiert die damit verbundene ausufernde Patentierung von Wissen, insbesondere von Saatgut und genetischen Informationen.
Er bezweifelt ihren Nutzen für Forschung und Wissensverbreitung und weist auf die Dominanz weniger multinationaler Unternehmen. Die Unternehmen horten Patente auf Saatgut, Pflanzen, Tiere und genetische Informationen und kontrollieren so mit komplizierten Lizenz-Systemen den internationalen Handel von geistigem Eigentum und natürlichen Ressourcen. Ihre Verwertungsstrategie für den neuen „Rohstoff Wissen” bestehe häufig nur darin, anderen seine Nutzung und Fortentwicklung zu verwehren.
Zahlen & Fakten
Die Umsätze des globalen kommerziellen Saatgutmarktes werden für 2009 auf 27,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die 10 größten Konzerne kontrollieren 74% des weltweiten Saatgutmarktes. Drei Unternehmen - Monsanto, DuPont (Pioneer) und Syngenta - beherrschen 53% des Marktes, der weltweit größte Saatguthersteller Monsanto allein kontrolliert 27%. Bei Zuckerrüben beträgt der Marktanteil der drei größten Saatgutproduzenten 90%, bei Mais 57% und 55% bei Sojabohnen....
Das Mindeste was man tun kann ist, bei der Petition zu unterschreiben -
Da fällt mir noch ein Spruch ein:
Verlierer wissen alles besser und finden Gründe, um nichts zu tun.
Gewinner sind lernbereit und tun es einfach.





179781 antwortet um 26-04-2013 20:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
mfj würdest du bitte den Beitrag von woodster kommentieren? Du bist doch sonst ein klarer Befürworter der Marktwirschaft. Bei diesem Thema setzt du dich für eine Regelung ein, die den freien Warenverkehr behindert und einigen wenigen, die genug Geld haben ein Monopol verschafft.
Gottfried


idna27 antwortet um 27-04-2013 13:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
Find ich echt super wie du informiert bist!

Aber das wichtigste wäre, das der Konsument kapieren würde, dass das nicht nur die Bauern treffen wird sondern auch sie selbst.
Die hoch gezüchteten Sorten die viel Ertrag bringen, brauchen auch viel Mineraldünger und viel Gift für Planzenschutz, sonst wird das nix.
Das schadet natürlich enorm der Umwelt und der Gesundheit der Menschen und bringt im Endeffekt nur den Chemie-, Saatgut- und Pharmekonzernen etwas.
Denn würde Gott das so gewollt haben, so hätte er bei der Erschaffung die Erde Monsanto, etc. und das Lagerhaus auch gleich auf die Erde gestellt.

Aber wie kann man den 0 8 15 Menschen endlich weis machen also die große Masse, dass wir so viel bewegen könnten und zwar mit Einheit, da könnten die nix machen.
Wie das Zitat:,,Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen auf hören zu kriechen".


mfj antwortet um 27-04-2013 17:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut

@Gottfried und alle Möchtegern-Saatgutvermehrer...wie oben schon beschrieben:

Ihr lauft einem "Fake" nach. (...oder wenn Öko´s mal wieder auf der falschen Spur sind ;-)

Die Quelle "DWN" ist unseriös - und beruht auf unbestätigten Quellen aus EU-Kreisen.
Alle anderen Medien "eiern" ungeprüft nach.

DAS IST DER EIGENTLICHE SKANDAL !!!

...aber interessiert niemanden.
Hauptsache "blöde EU"...und was zu schreiben.

Es geht klar um eine EU Anti-Kampagne, Angst- und Verunsicherungs-Geschäft, Spendensuggestion für Umweltvereine und NGO´s sowie endlich - Medienauflage für "bankrotte Schundblätter wie DWN und deren undurchschaubare Konsortien".

Wir leben halt im ausufernden Medienzeitalter, wo (Medien) Konsum gelernt sein will...aber Propaganda durchschaut halt nicht jeder !


P.S. Ihr könnt Euch wieder den "Feldzerstörungen" für Gentechversuche zuwenden... ;-))





Woodster antwortet um 27-04-2013 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut

@mfj, gut gebrüllt.

Aber Gottseidank lassen sich die Leute nicht mehr auf Dauer verarschen.
Auch die Zeit der gekauften Medien, der gekauften Studien, etc. läuft ab.
Dank Internet, Dr. Google und Co.
Das wird über kurz oder lang auch die abgehobene herrschende Politik vom hohen Ross holen.
Wenn nicht zuvor die horrenden Schulden - dank unserer Polit-Kapazunder - eine Republik nach der anderen in der EU versenkt.


wsae antwortet um 27-04-2013 21:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
Die gegenwärtige Interpretation bestehender Patentierungsverbote im Europäischen Patentrecht
gewährleistet keine notwendige Rechtssicherheit und -klarheit. Patente auf konventionelle Züchtungen werden nach wie vor erteilt. Der Umfang der Ansprüche ist extrem groß und kann sich über die gesamte Kette der Nahrungsmittelproduktion erstrecken. Das moderne Patentrecht läuft Gefahr, missbraucht zu werden, um Monopole über die Ressourcen und
Produkte der Nahrungsmittelproduktion zu erlangen. Wenn konventionelle Züchtungen als patentierbar
angesehen werden, sind die Folgen nicht nur für Bauern und Züchter zu spüren. Bei Patenten wie denenauf den Brokkoli, die Tomate oder die Melonen werden auch Lebensmittel als Eigentum beansprucht.
Hauptzweck dieser Patente ist es nicht, Erfindungen zu schützen, sondern Ressourcen zu monopolisieren.
Christoph Then & Ruth Tippe
Der gesamte Inhalt: http://www.no-patents-on-seeds.org/sites/default/files/news/npos_patente_report_march_2012_de.pdf



zehentacker antwortet um 28-04-2013 09:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
Regenbogen!
Jeder Betrieb, ganz egal was sein Produkt oder seine Dienstleistung ist, finanziert sich grundsätzlich durch den Verkauf seiner Ware. Ein Patent auf eine Motorenneuentwicklung, die angenommen 50 Millionen Euros gekostet hat, ja. Auf ein Medikament oder eine Pflanzenzüchtung nein. Du würdest natürlich Dein Geld in diese Firma investieren oder gratis in dieser Firma arbeiten. Es kann natürlich sein dass Du alle diese Forschungen weltweit von wen ( UNO ?) kontrollieren und finanzieren lassen willst, so eine Art Einheitsweltmacht für alle Forschungen. Die Aussage, dass erst die Züchtung die Bekämpfung von Krankheiten erforderlich macht, ist einfach falsch. Tuberkolose, Malaria, Tollwut, Kinderlähmung, Wundstarrkrampf, Pest, Kastanienminiermotte, Reblaus, wer die Art, die davon betroffen werden kann, gezüchtet? Oder umgekehrt, wer hat die Pesterreger gezüchtet, um dann mit Gegenmitteln das große Geschäft zu machen?


Restaurator antwortet um 28-04-2013 09:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
@mfj:
kann man alles so sehen wie du es darstellst und ähnlich einer sage steckt auch sicherlich ein stück wahrheit dahinter. es wird aber auch kein idealist davon seine familie ernähren können, dass er seine arbeitskraft unentgeltlich in den dienst der guten sache stellt und um gegen die konzerne und "mächtigen" antreten zu können braucht man schon eine gediegene finanzielle basis. aber zur sache selbst:
"Privatgärtner könnten auch in Zukunft ihr Saatgut wie bisher verwenden, beruhigt die EU Kommission in einer Aussendung. Sie seien von den neuen Regelungen zur Tier- und Pflanzengesundheit, die die Brüsseler Behörde Anfang Mai vorstellen wird, nicht betroffen. Diese würden ausschließlich für professionelle Akteure, wie beispielsweise Landwirte oder Gartenbaubetriebe, die pflanzliches Saatgut erzeugen, gelten." (zitat landwirt. com, siehe link).
den tausch der alten erdäpfel- und bohnensorten unter liebhabern kann ja noch durch eine organisation geregelt werden. wobei sich hier schon die frage stellt: diese organisation muss sich dann (siehe arche noah) über diesen saatguttausch finanzieren. damit kommen sie in einen bereich der erwerbsmässigkeit. auch kann so einer organisation die grösse ihres unterfangens (z.b. ganz österreich) das genick brechen. die ausnahmen sollen ja nur für "kleinstunternehmen" kommen.
auch frag ich mich: "meine" 2 baumschulbesitzer haben immer wieder alte schmankerl im sortiment stehen. ein jahr dies und im anderen das. in hinkunft wird das strafbar sein. wo und wie komme ich zu diesen sorten? und wenn ich selbst veredle (was ja die meisten besitzer alter sorten selbst nicht können): ab wieviel stück gilt das durch meinen landwirtschaftlichen betrieb - und sei er noch so gross oder klein - als professionelle herstellung?
setz dich auch mit dem thema auseinander, welche unserer besten und ältesten sorten wirklich gezüchtet worden sind. sehr viele sind einfach zufallsfunde. wenn bei mir bäumchen aus dem trester aufgehen setz ich die schönsten, kräftigsten, gesündesten nach einem jahr wohin wo sie nicht stören. nach ein paar jahren hat man früchte und kann die qualität der "neuen" sorte beurteilen. ich bin so z.b. zu einem perfekten jausenapfel gekommen, aber gründlicher als die eu haben diese sorte meine ziegen vernichtet :( ;)
ich meine: letzter ausweg zur rettung des obstes wäre dann - so wie früher - ein des veredelns mächtiger mensch der herumzieht, bei den leuten isst und schläft, im jänner auf seiner tour die reiser der verschiedenen sorten einsammelt und dann bei der nächsten tour jedem das drauf veredelt was gewünscht wird. aber auch der wäre mit dieser form des einkommens illegal.
ich mein, statt das die schei** politiker das leben leichter machen und die gesetze überschaubar machen, bauen sie fallstricke und verhindern ein leben, das unsere vorfahren über zehntausende von jahren geführt haben.
aber wenn du gerne irgendwann für auch deine kacke lizenzgebühren bezahlen willst, weil sie aufgrund der speziellen genetik deiner nahrung besser düngt wie biokacke, dann steht dir das natürlich frei.
 


Berschl antwortet um 28-04-2013 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU will uniformes Saatgut
Jeder Betrieb will Geld verdienen, manche auch gerne ohne Gegenleistung.
z.B. hatte es ein findiger Unternehmer um die Jahrtausendwende geschaft sich den Begriff Milenium 2000 schützen zu lassen- und seine Ansprüche weltweit einklagen lassen.
Wenn Monsanto und Konsorten es schaffen sich Patente auf Gene oder noch besser noch auf das System der Vererbung an sich erteilt zu bekommen, werden sie Lizenzen eintreiben wo sie können.
Im Extremfall hieße das, für die wirtschaftliche Verwendung einer patentierten Spezies wäre Gebühr zu entrichten weil ,angenommen, Duweißtschonwer das Recht auf ein bestimmtes Weizengen hat- egal ob Wildsorte oder gezüchtet.
zehentacker :
Wenn Kulturpflanzen Schutzmechanismen weggezüchtet werden erhöht sich die Krankheitsanfälligkeit.
Allerdings wird das gerne übertrieben dargestellt.


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