Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind

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Fidelio 05-04-2013 11:21 - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
Fleckvieh ist das klassische Zweinutzungsrind das auch immer mehr aufgespalten wird zwischen Milch oder Fleisch. Gibt es eigentlich noch reinrassige Fleckviehtiere ohne Rotbuntanteil.
Mfg. Fidelio


birgmann antwortet um 05-04-2013 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
Das Beste Zweinutzungsrind ist FVxSB. Mit wenig Aufwand was Gscheits. Die Stierkälber sind das dreifache Wert wie bei einer SB Kuh. Milch und Fleisch plus Gesundheit.


smerdi antwortet um 05-04-2013 12:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
hi fidelio.
Ganz reine FV Tiere wirst du kaum finden .... nur im FV-Fleisch-Bereich. Bei den FV Milchtypen sind sicher überall schon kleinste Anteile von RH zu finden. Aber diese scheinen ja nicht mehr auf.
Ich denke auch, dass wir diese gezielte Einkreuzung gebraucht haben.... (Euter, Milch)!!

Leider muss ich birgmann etwas widersprechen... derzeit ist das FV sicher eines der wirtschaftlichsten Rassen, ich habe sowohl Fleisch als auch Milch. Im Leistungsbereich rückt diese Rasse immer näher zu den reinen Milchrassen auf. Für das Stierkalb erhalte ich jedoch immer noch um ca. 40-50 % mehr als bei Kreuzungstieren. Und der Altkuhverkauf ist natürlich auch nicht zu verwerfen. Und zu der Fitness..... FV steht kurz nach der Rasse BV... auch hier habe ich gute Werte für diese Tiere. Natürlich hat diese Rasse auch ihre Nachteile die ich nicht genannt habe..... aber in Zeiten wo die Preise für Milch und Fleisch nicht konstant sind, gibt diese Zucht mir eine gewisse Sicherheit. Ich stehe sozusagen auf zwei Beinen!

mfg smerdi



179781 antwortet um 06-04-2013 13:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
Ja ja, SB Kreuzugen sind die beste Zweinutzungsrasse. Und die Stiermäster sind eh alle Trottel, dass sie die Kälber daraus dann um viel Geld kaufen, weil sie so gut sind.

Gottfried


Fendt312V antwortet um 06-04-2013 16:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
Wer FV x SB als Zweinutzungsrind sieht ist womöglich auf einer Bananenschale ausgeruscht.



birgmann antwortet um 07-04-2013 09:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
Die Erfahrung spricht für sich, in diesem Forum sind viele Besserwisser, die es selber nicht gemacht haben sollen nicht soweit das Maul aufreißen. Da haben viele die meisten Erfolge!!!!


helmar antwortet um 07-04-2013 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
Wenn man sich so die MLP-Ergebnisse anschaut, dann sind FV und Braunvieh gar nicht so weit von den reinen Milchrassen weg. Ein paar % RF( in Wirklichkeit HF, weil RF ein roter Farbschlag desselben ist) ist wohl in jeder FV Kuh. Und diese Kühe haben meistens viel Kaliber, und auch eine durchaus wirtschaftliche Milchleistung, und wenn man dann noch feststellt dass auch von der Nutzungsdauer einiges drin ist, braucht man sich nicht zu wundern wenn manchmal reine Milchrassen mit FV gekreuzt werden. In Österreich ist es interessanterweise auch eine Frage der Bundesländer. In manchen wird ziemlich ausgiebig gekreuzt, in anderen weniger.
Hallo Birgmann...........was hast den heute gefrühstückt? Rabiatperle.......;-) Zumindest liest sich deine Antwort so.
Ich habe von 1978-2012 FV gezüchtet, Stalldurchschnitt bei Dauergrünland, Heu/Grassilage/KF-Pellets in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt um/über 7000, einige male ( leider pfuschte der St.A. dann in die Abgangsstatistik) LL des Bestandes bei 30.000, und in den letzten Jahren habe ich FV hornlos gezüchtet. Und der jetzige Besitzer meiner ersten Kuh daraus ist mit dieser sehr zufrieden. Ich war immer mit FV sehr zufrieden, und habe darauf geachtet dass ich nicht allzuviel RF - Anteil in die Herde gebracht habe.
Mfg, Helga


179781 antwortet um 07-04-2013 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
Ich gehöre zu den Besserwissern, die gern das Maul aufreissen. Und nachdem ich etwa 30 Jahre Erfahrung mit Stiermast habe, muss ich da auch meinen Senf dazugeben. Unter einer Zweinutzungsrasse verstehe ich z. B., dass man mit den Tieren Milch und Fleisch erzeugen kann. Und Fleisch kann man sicher auch mit SB Kreuzungen erzeugen. Genau so könnte man mit Charolais Kühen auch Milch erzeugen. Ob das wirtschaftlich auch sinnvoll ist, will ich aber bezweifeln.
Es ärgert mich einfach, wenn immer wieder so Spezialisten auftauchen, bei denen das Stierkalb von ihren Kühen nur ein Neben- oder gar Abfallprodukt ist. Und trotzdem soll es jemand teuer kaufen, weil es ja ein "Zweinutzungrind" ist. In der Mast kommt es auch darauf an, dass die Tiere ihr Futter gut verwerten und ordentlich Fleisch ansetzen. Das geht halt mit Milchbetonten Tieren nur sehr schwer. Bei Fleckvieh war das bis jetzt noch ein ganz brauchbarer Kompromiss, mit SB oder BV ist das nicht der Fall.

Gottfried


Fidelio antwortet um 07-04-2013 13:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
Bei anderen Rassen wie zum Beispiel Pinzgauer unterscheiden wir jetzt auch zwischen reinrassigen Tieren und Tiere mit Red Holstein Blutanteil , ebenso bei Braunvieh, bis jetzt auch Original Braunvieh und übliches Braunvieh mit Brown Swiss Anteil unterschieden wird.
Kann es sein das man in Zukunft ebenfalls auf reinrassiges Fleckvieh ( Simmentaler ) ohne HF Anteil kommen wird.
Mfg. Fidelio


smerdi antwortet um 25-04-2013 15:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
Hi Fidelio.
Jaja das ist ja die große frage. Kommen wir wieder aufs reine FV zurück.....?? Ganz pingelig, nein kommen wir nicht da ja wirklich jedes Tier schon einen gewissen Anteil drinnen hat. Zumindest an den besten Stieren gemessen die ja eigentlich die zukunft der FV-population ist.
Aber andererseits scheinen die kleinen prozentanteile nirgends mehr auf. D.h. wir sind schon wieder in der reinzucht unterwegs. Klar werden immer wieder viele betriebe HF oder RF einkreuzen, diese tiere werden aber nicht in die zucht kommen. Das sind reine gebrauchstiere. Bin zwar selbst eine FV-züchter aber ich finde es trotzdem schade, dass tiere in zukunft KEINEN RF bzw HF anteil mehr aufweisen dürfen. Sollten das nicht die landwirte selbst entscheiden dürfen welchen samen sie verwenden?
mfg smerdi


golfrabbit antwortet um 25-04-2013 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
In Tirol ist ein ziemlich anderer Fleckviehtyp als im Osten Österreichs gefragt, außerdem haben wir es uns vom Verband auch nicht vorschreiben lassen, welche Einkreuzung erwünscht, erlaubt oder verboten ist - mit dem Ergebnis daß im neugegründeten Rinderzuchtverband Tirol sämtliche Arten von Fleckvieh aufgenommen werden (bis 24,9% RH = Fleckvieh A, 25 - 74,9 % = Fleckvieh C und alles darüber Holstein) Bei Ausstellungen und Versteigerungen gibts seither keine Probleme, für elegante milchbetonte Kreuzungen wird regelmäßig am meisten geboten - da kann auch ein Minderpreis bei Stierkälbern hingenommen werden.

@Gottfried
Ein Fremdblutanteil ist kein versteckter Mangel(läßt sich heutzutage binnen Sekunden im Computer abfragen) - wenn der Mäster dafür zuviel bezahlt, ist er m. M. nach schon selber schuld.


smerdi antwortet um 20-06-2013 13:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
@golfrabbit
bin schon deiner meinung ABER willst du auch mal einen stier an die besamung vermarkten siehts da wieder anders aus oder nicht?? Natürlich ist dafür intensive zucht nötig aber trotzdem ist es ein ziel vieler züchter (auch meins)!!!

mfg


golfrabbit antwortet um 13-01-2014 19:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
@smerdi
Nein, hinsichtlich Spitzenzucht habe ich keinerlei Ambitionen. Dafür fehlt mir der Grund, der Stallplatz, die Hingabe und wahrscheinlich auch das Können. Ich züchte (oder versuchs zumindest) leistungsbetonte Milchkühe mit mehr oder weniger RF-Anteil, schaue auf gute Euter/Melkbarkeit/Persistenz und Haxen sowie Fruchtbarkeit und Langlebigkeit( rechte Bauernkühe) Versteigern kann ich leider nur selten, dafür ziehe ich einfach zuwenig Jungvieh auf, deshalb werden meine Mädels bei guter Führung auch bis zum Ende behalten.
Die Spitzenzucht hat sich in den letzten Jahren teilweise derart weit vom Normalbetrieb wegentwickelt, Zuchtwerte sind für unsereins manchmal so nicht nachvollziehbar und Schauerfolge immer wieder so fragwürdig daß ich mit meiner Einstellung nicht allein dastehe. Außerdem traue ich mich zu behaupten daß wirklich gutes Geld nur eine Handvoll Bauern in ganz A mit diesem Geschäft verdienen.

Hannes


mostkeks antwortet um 13-01-2014 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fleckvieh das klassische Zweinutzungsrind
Zur Milchproduktion sind die FV x HF ideal. Alles eas nach der F1 folgt ist wie im Lotto. Am besten mit WBB belegen, dann passen die Kälber auch für den Mäster.
Ich habe meinen Bestand zum größten Teil über 90% FV und achte bei der Anpaarung auf einen ausgewogenen Milch und Fleischzuchtwert (nach der Fitness) und meistens hab ich 1-3 FVxRF mitlaufen.
LG
Was ich nicht verstehe wie ein Tier mit > 50% HF als Fleckviekuh gelten kann.


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