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schaf100 03-02-2013 10:52 - E-Mail an User
schaf 100
milchschafe oder milchkühe?Was würdet ihr raten?Will meinen betrieb neu ausrichten.
bitte nur ernst gemeinte ratschläge.



golfrabbit antwortet um 03-02-2013 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
Merke: zuerst Daten, Fakten, Neigungen, Standort, Ausbildung - dann evtl. ernstgemeinte Antworten.


schaf100 antwortet um 03-02-2013 11:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
27 HA grünland,zur zeit 80 mutterschafe 56 Lämmer,umsatz im jahr ca15000€ (Lämmer+Heu verkauf+ Förderung)Nebenerwerb,Landwirt aus überzeugung.LM Facharbeiter und Meister,lg



fgh antwortet um 03-02-2013 11:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
@schaf100:
Willst du vom Nebenerwerb auf Vollerwerb umsteigen?
Hast du eine Absatzmüglichkeit für die Schafmilch? Wie wäre es mit Ziegen? Wenn du eine Absatzmöglichkeit für Ziegenmilch hättest - die Ziege ist theoretisch das wirtschaftlichste Milchvieh, haben wir zumindest beim Facharbeiter immer wieder beigebracht bekommen, Absatz ist halt schwierig.


schaf100 antwortet um 03-02-2013 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
Hab eine flexible arbeit,wo ich mir die zeit einteilen kann,ist bei uns in salzburg eher schwierig,weiter weg zur molkerei ,weis wer der schafmilch verarbeitet?


golfrabbit antwortet um 03-02-2013 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
In Rotholz werden noch Schafmilchbauern aufgenommen - ganzjährige Heufütterung aber Pflicht.
Da für dich aber wahrscheinlich viel zu weit, bleibt wohl nur Direktvermarktung und die ist derart arbeitsintensiv daß sich ein Nebenerwerb wohl nicht ausgehen wird - bei gutem Absatz aber auch entsprechendes Einkommen.
Mein Cousin ist vor 3 Jahren auf Schafmilch eingestiegen und mußte anfangs schon viel Lehrgeld bezahlen. Mittlerweile läuft es deutlich besser, aber bis auf den geringeren Investitionsaufwand für einen Schafstall ist im Vergleich zur MIKU nicht viel um.


NiN antwortet um 03-02-2013 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
Ich würd die Milch sleber verarbeiten...

ich baue im Neubau eine kleine Käserei dazu! Und auch Joghurt!
diese Produkte sind im Direktmarketing bei weitem besser zu verkaufen!

Vor allem ist der bedarf an schafkäse gegeben! Und auch die Erlöse sind nicht schlecht!

Dann kannst leicht in den Vollerwerb wechseln...


Bioziege antwortet um 03-02-2013 14:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
hi schaf 100
hab meinen betrieb vor 6 jahren neu ausgerichtet.mein fazit:arbeitsbelastung und lebensqualität sehr verschlechtert.finanzielle situation sehr verbessert.
bei den kleinen käuern musst dich halt um viel selber kümmern.milchvermarktung-transport usw.bei kühen alles bequem von anderen geregelt.ohne gesicherten absatz lasst am besten die finger von
schaf und ziege.
p.s.ein hauptgrund der negativen arbeitssituation sind meine 10 milchkühe von denen ich mich aber heuer trennen muss(den winter schon 100 rundballen heu zugekauft)

m.f.g bioziege


frami antwortet um 03-02-2013 16:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
@ golfrabbit
........aber bis auf den geringeren Investitionsaufwand für einen Schafstall ist im Vergleich zur MIKU nicht viel um.

Ich möchte dir ja nicht zu nahe treten, aber ich denke du hast noch keine Deckungsbeiträge dieser beiden Produktionsspaten verglichen.
Im Hinblick auf die Arbeitsintensität ist die Direktvermarktung eine sehr zeitaufwendige Sache. Vor allem die Vermarktung muss gut gesichert sein. Im Bereich der Lieferanten ist der Zeitaufwand mit dem von Milchkühen vergleichbar. Jedoch mit massiven Arbeitsspitzen (konzentriertes Ablammen der ganzen Herde, Lämmeraufzucht) und extensiven Phasen (Trockenstehzeit der ganzen Herde). Die Arbeitsspitzen lassen sich mit gutem Deckmanagement in die ruhigere Zeit des Jahres steuern. Problem ist der Absatz, da die wenigen Molkereien zur Zeit kaum neue Lieferanten aufnehmen.


golfrabbit antwortet um 03-02-2013 16:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
@frami
Das Problem mit den Milchschafen ist: die Ludern geben nicht sehr viel davon - da reißt dich auch ein Milchpreis von 80 Cent+ nicht von den Socken. Heu(und auch Kraftfutter) geht aber auf, das hätt ich im Leben nicht geglaubt.
Direktvermarktung kann lohnender sein, aber sicher nicht alles im Nebenerwerb.


schaf100 antwortet um 03-02-2013 19:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
Danke einmal für eure interessanten Beiträge.Wie gesagt die Probleme bei Schafen kenne ich, hab seid 12 Jahren Mutterschafe. Nur die Einkommenssituation ist halt unbefriedigend. Bei Milchkühen ist das ganze wie im Casino, zuerst muss man 400.000-500.000€ investieren und man weiß nicht wie es in 2 oder 3 Jahren in Milchsektor aussieht, wie soll man da kalkulieren?


frami antwortet um 03-02-2013 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
Die Sache ist die, wir haben vor etlichen Jahren von Kühen auf Milchschafe (wir sind Milchlieferant)umgestellt und deshalb kenne ich die Deckungsbeiträge beider Sparten aus eigener Erfahrung sehr gut.
Obwohl, so wie jede Tierart, die Schafe zweifellos auch ihre Tücken haben, haben wir unsere Betriebsumstellung noch keine Sekunde bereut.

Es ist jedoch so, dass man aufgrund einer eigenen persönlichen Erfahrung nicht unbedingt andere zu einer Sparte ermutigen oder von einer abraten soll. Dazu sind einfach viele andere Dinge (persönliche Neigung, Familie, Gebäude, Flächenausstattung, Futter, ....) zu berücksichtigen.
Wenn jemand eine Betriebsneuausrichtung plant ist das Wichtigste: Informieren, Anschauen und vor allem Rechnen.


schaf100 antwortet um 03-02-2013 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
schaf 100
Wie viele Milchschafe hast du?


frami antwortet um 03-02-2013 19:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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