Exportkalbinnenproduktion

Antworten: 13
svried 19-12-2012 06:10 - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
Hi
Ich habe unsere Milchproduktion eingestellt und überlege in die Produktion von Aufzuchtkalbinnen zu gehen.
Wir haben ca 6 ha Grünland und 1,5 ha Silomais. (zupachtung möglich). Es wären im Stall ca.35 - 40 Kalbinnen möglich. Es sind keine grösseren Anschaffungen nötig.
Ich würde die zuchtkälber in den Versteigerungen ersteigern und mit 20 -22 Monaten wieder versteigern.
Würdet Ihr mir das empfehlen oder sollte ich in die Stiermast einsteigen
Würde mich über Ihre Antworten freuen.
Danke


tomsawyer antwortet um 19-12-2012 07:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
Probiers einfach, kannst ja nicht viel falsch machen. Die Zuchtkälber sind dereit billiger als ein Männliches Kalb und die Zuchttierpreise sind auch derzeit gut.


kraftwerk81 antwortet um 19-12-2012 11:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
damit spekulieren 90% derer die mit der Milchproduktion aufhören - ob das auf dauer dann noch so gut läuft? Seuchen sind auch ein Thema - da ist gleichmal die Nachfrage beim Teufel wenn Russland und die Türkei Importe sperren. Das kann Dir bei den Stieren nicht so leicht passieren.



Fidelio antwortet um 19-12-2012 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
Hallo !

Wie wärs mit Kalbinnenaufzucht für Partnerbetriebe.
Mfg. Fidelio


Hausruckviertler antwortet um 19-12-2012 13:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
Für den Export zu produzeren finde ich sinnvoller als für eine Versteigerung, weil die Gewährleistungen wegfallen, ausser dass sie sicher tragen und die Kalbinnen noch jünger (halbe Tragzeit) weggegeben werden können.
Die Unsicherheit ist dabei, wie lange der Markt gut geht. Das kann sich wie schon erwähnt durch Seuchen und Vorbehalte der importierenden Ländern sehr schnell ändern.


179781 antwortet um 19-12-2012 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
Allzuviel kann nicht schiefgehen. Die "Zuchtkalbinnen" die vorrangig exportiert werden, sind reinrassige Tiere mit mittlerem oder schwachen Leistungsniveau. Und es wird etwa soviel bezahlt dafür, wie in den Käuferländern der Fleischwert ist. Also ist der Markt wenn überhaupt nur von politschen Einflüssen und ev. von Tierseuchen gefährdet. Wo icheher ein Fragezeichen sehe, ist, dass viele Bauern die Kühe aufgeben wollen und dann Kälber für Mast und Aufzucht kaufen.

Gottfried


mostkeks antwortet um 19-12-2012 14:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
Momentan sind die Zuchtkälber billig, viel kann nicht schiefgehen! Kannst immer noch als Mastkalbinnen vermarkten sind momentan auch nicht schlecht.
LG


kraftwerk81 antwortet um 19-12-2012 14:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
@ Gottfried,

da warst Du noch nie in Ried, qualitativ hochwertige Tiere zu teils astronomischen Preisen!

PS: einen Fleischpreis wie in der Türkei hätten wir auch gern

@ mostkeks,
was ist denn so eine Mastkalbin aktuell wert bzw. gibt's da ein Alterslimit. Hab eine wo der TA im Sept. gemeint hat die wär trächtig aber jetz leider nimmer. Is mir aber zu alt (28 Mon) zum nochmal Besamen. Hat sicher so um die 750kg.


Paul10 antwortet um 19-12-2012 20:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
@SVRIED
Wie stellst du dir das genau vor? Für Export gerade mal eben tragend? Für Versteigerungen hochtragend oder abgekalbt? Bei abgekalbte hast das Problem das du die ja meken muß .Mit allen Risiken......... Hochtragend zu verkaufen bringt auch nicht das Geld. Melkbetriebe wollen Leistung sehen und bei nicht abgekalbte weiß das ja keiner wie die Färse einschlägt. Partnerbetrieb von einem Melkbetrieb zu werden ist auch nicht so einfach. Dann ist der Betrieb an dir gebunden und muß alle abnehmen. Ob gut oder schlechte Leistung.
Wenn du das platzmäßig hinbekommst, ist Bullenmast nervenschonender......
Gruß Paul


179781 antwortet um 19-12-2012 23:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
@kraftwerk
Da warst du sonst noch nirgend, wenn du in Ried von astronomischen Preisen für Zuchtkalbinnen redest.

Was ich gemeint habe, ist, dass die Masse der Exportkalbinnen nicht wirklich hochwertiges Zuchtvieh sind, sondern normale Massenware. Das heißt ja nicht, dass sie schlecht sind und in den Käuferländern sind es meist genau die richtigen Tiere. Und die kosten mit z. B. 1450 Euro eben nicht mehr, als sie bei den Käufern Schlachterlös bringen würden.
Deshalb braucht man auch keine Angst haben, dass dieses "Zuchtvieh" nicht mehr zu verkaufen wäre. Bis diese Länder eine Eigenversorgung aufgebaut haben und so von Importen unabhängig werden, werden wohl noch viele Jahre vergehen.

Gottfried


svried antwortet um 20-12-2012 06:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
Danke für die Infos
Ich glaube das die Kalbinnenaufzucht lukrativer ist, weil ich sie nur ca 20 - 22 Monate im stall stehen habe und nicht wie die Stiermast( unter 24 Monate).
Weiters ein grosser Kostenfaktor ist der niedriger Kraftfutteranteil gegenüber der Stiermast den ich ja voll zukaufen müsste.
Natürlich gibt es auch Risiken wie der Markt weiterverlaufen wird, die Tierseuchen, kalbinnen belegen damit sie aufnimmt, Trächtigkeitskontrolle,usw...
Danke


Rob1 antwortet um 20-12-2012 07:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
Glaub auch daß Du es probieren kannst. Zuchtkälber mit durchschnittlicher Qualität bekommst schon um 450 Euro netto und mit 21, 22 Monaten kannst sie schon verkaufen und nimmst 1450 , 1500 Euro ein. Was gibts denn schon für Tierseuchen ? Derzeit haben einige Länder geschlossen wegen dem Schmalenbervirus, ist ja alles nur Theater in diesen Länder gibts sicher auch diesen Virus und einen Schaden macht dieser Virus auch kaum.
Ich als Zuchtkäberverkäufer muß sagen, daß ich männlichen Kälber derzeit besser verkaufen kann als weibliche. Männliche Kälber kann ich auch schneller verkaufen. Die Zuchtkälber habe ich öfters 9 Wochen im Stall , mit 3 , 4 Wochen ist es öfters noch zu früh und wenn man dann 6 Wochen warten muß bis wieder ein Markt ist. Bin auch der überlegung ob ich nicht gesexte männlichen Fleischrassen einsetzen soll würde mehr bringen als ein Zuchtkalb daß ich 8, 9 Wochen halten muß und dann bekomme ich vielleicht 500 Euro .


mostkeks antwortet um 20-12-2012 09:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
@kraftwerk
und für alle die einen PlanB ihrer Zuchtkalbinnen brauchen, wenn mal eine nicht aufnimmt oder das Exterieur nicht entsprechend passt (bitte nicht a jedes Klumpat zualossn, da produziert man nur Probleme!)


 


mostkeks antwortet um 20-12-2012 09:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Exportkalbinnenproduktion
Ach ja, vergessen: Altersgrenze bei Mastkalbinnen ist glaub ich 24Monate (bzw22Monat bei Qualitätsprogramm)
Schwierig wirds glaub ich über 30 Monat,
Preislich ist auch die Bio-Jungkuh bis 48 Monate nicht uninteressant, aber wenns nicht an groben Fehler hat gibt man halt so eine Kuh nicht her.

LG


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