Frage an die Mostexperten!

Antworten: 7
Darki 11-10-2012 19:04 - E-Mail an User
Frage an die Mostexperten!
Hallo Zusammen

Ab wann (welchen Gärzeitpunkt), verwendet Ihr einen Gärspund?
oder verwendet Ihr gar keinen?
Mein Opa hat bei den Holzfässern nie einen verwendet...

Bitte um Tipps
Habe den Most derzeit in einem Holzfass (gepresst am vorigen WE) und Lagertemperatur derzeit 15 - 18°C

Bitte um Tipps da mir voriges Jahr ein Fass geschimmelt hat...

mfg


Julian95 antwortet um 11-10-2012 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an die Mostexperten!
Ich lass NIE Sauerstoff zum Most dazu --> Gärspund, durch Luft stören Keime die Gärung (ähnlich wie bei Silo)


G007 antwortet um 11-10-2012 19:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an die Mostexperten!
Mögliche Arbeitschritte:
Pressen
gleichzeitig Ascorbinsäure in das Fass geben
dannach Gelatineschönung
nach ca. 4-5 Stunden vorsichtig abpumpen
Gärhefe zusetzen
Hefenährsalz dazugeben
nach 1-2 Tagen Schwefel zusetzen
und Gärspund darauf



leitnfexer antwortet um 11-10-2012 19:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an die Mostexperten!
Hallo!

Will mich nicht gerade als "Experten" bezeichnen, aber ich würde auch sagen: Gärspund gleich von Beginn an aufstecken, das Fass aber nicht ganz voll Füllen(rd 90%) Damit in der hauptgärphase nix übergeht. Danach Most umziehen(vom Geläger weg) und in einem andern Fass vollfüllen bis in das Rohr des Gärspundes hinein.
Wenn es dir möglich ist, dann bei höherer Temperatur vergären, ev. auch das Fass Isolieren(damit die entstehende Wärme nicht so schnell entweicht).
Etwas Schwefeln beim umfüllen, eventuell auch schon beim ansätzen würde bestimmt auch nicht schaden.
Welche Hefe hast du verwendet?


Darki antwortet um 12-10-2012 04:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an die Mostexperten!
Hallo

Danke schonmal für die Antworten.
Ich setze meinem Most garnichts hinzu, da ich ihn ja selber trinke ;)
Die letzten 10 Jahre machte ich es so:
-In großes Holzfass gepresst
-ersten 1-2 Wochen oben das Loch offen (damit die restlichen Treber herausgeworfen werden)
-das Fass immer ganz aufgefüllt
-danach den Gärspund rauf
-wenn fast keine Gäraktivität mehr da ist überziehen
-dann noch ca. 1-2 Wochen den Gärspund rauf
-dann abstoppeln - fertig

Möchte wissen ob ich da grundsätzlich etwas falsch mache, wie gesagt voriges Jahr bildete sich in einem Fass Schimmel an der Oberfläche.

mfg


mostkeks antwortet um 12-10-2012 19:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an die Mostexperten!
Der Gärspund soll sofort auf das Fass, und dieses lässt du zu ca 20% leer, damit dein Most Platz hat für die Gährung. Wenn der Most vergoren ist ziehst du ihn alsbald vom Geläger und füllst das Fass Spundvoll (oder überlagerst den Most mit CO2 (Schankgas) wenn du dein Fass kleinweise entleeren willst.

Zum Einsatz von Schwefel (KPS):
Unmittelbar vor der Gährung ist absoluter Schwachsinn, da er die Gährung behindert (hemmt MO!)
Wenn, dann: Sofort nach (besser während) dem pressen auf 50mg freies SO2 (10gKPS/hl)
Dieser wird im Zuge der Gährung abgebunden und daher
nach der Gährung beim Abziehen vom Geläger wieder auf 50 mg freies SO2 aufschwefeln und halten.

"Mein Opa hat ...."
meiner hat auch irgendwie Most gemacht, von 10 Fässern war eines sehr gut! 4 weitere brauchbar und 5 haben wir im Frühjahr ausgeschüttet! Und wir mussten Obstklauben helfen und Most ausschütten....

LG und viel Erfolg


Restaurator antwortet um 13-10-2013 21:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an die Mostexperten!
der thread is zwar schon älter, aber meine frage knüpft hier an:
wenn der most vom geläger gezogen wird soll das fass vollgefüllt werden - bloss womit? den letzten most (der einzige in den letzten 25 jahren mit dem ich nicht zufrieden war) möchte ich nicht nehmen.
eventuell mit tiefgefrorenem süssmost?
oder z.b. von 60 liter fässern auf 50l fässer gehen und für den rest am wochenende biologische entsorgungsmaschine spielen?

meine zweite frage: meine alten mostbirnen (mindestens hundertjährig) haben teilweise überbaute kronen, bzw. sind die fruchtäste schon so lang, dass ich schnee- oder sturmbruch befürchte. auch nimmt von innen her der totholzanteil zu, die erntemengen sind jedenfalls immer noch enorm - heuer ca. 500 liter von 4 alten bäumen, wobei die birnen in der krone zu hoch hängen um geerntet werden zu können. schneidet ihr eure bäume von zeit zu zeit zurück oder lasst ihr sie einfach wachsen?

jedenfalls danke im voraus für kompetente antworten.
restaurator


Restaurator antwortet um 29-10-2013 14:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Frage an die Mostexperten!
muss den thread nochmals nach vorne befördern - wer kann meine frage beantworten?


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