Berkner 09-04-2012 22:53 - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Mal wieder etwas zu Anregen einer Diskussion, wo ihr mit hoffentlich Rechenfehler nachweisen könnt!

Die Autoren DI Paul PÖTZ und Dr. Elisabeth QUENDLER (Institut für Landtechnik, BOKU Wien) sowie Dr. Werner HAGMÜLLER (LFZ Raumberg-Gumpenstein, Außenstelle Wels) schreiben in dieser Ausgabe :

"…… Pro Sau und Jahr ergeben sich somit 3,8 Arbeitskraftstunden (AKh) bei 2,1 Würfen. …..
….. Beim Vergleich mit anderen Systemen muss ebenfalls beachtet werden, dass bei dieser Erhebung die Sauen und Ferkel nach drei Wochen in ein Gruppensäugesystem umgestallt wurden. Die Schweine befanden sich somit 21 Tage in der Welser Abferkelbucht."

Rechne ich richtig?:
365 bzw, dieses Jahr sogar 366 Tage im Jahr dividiert durch 2.1 Würfe pro Sau und Jahr ergibt eine Zwischenwurfzeit von fast 174 Tagen. Gegenrechnung: 2.1 x 174 = 365.4. Das stimmt?
21 Tage davon sind die Sauen im Abferkelstall, die Tragezeit beträgt 115 Tage. Das sind zusammen 136 Tage. Richtig?
Dazwischen versucht jeder, die Sau so schnell wie möglich wieder zu besamen und tragend zu bringen- oder? Dazwischen liegt nach den vorhergehenden Berechnungen eine Zeit von 174-136 = 38 Tage. Gegenprobe: 136 + 38 = 174. Richtig?
Was machen österreichische Wissenschaftler der Forschung für Biobetriebe, damit die Sauen dazu so eine lange Zeit benötigen??
Konkret bedeutet das, dass in dieser Bioproduktion j e d e Sau statistisch mindestens einmal umrauscht. Und wird eine Sau mal aus Versehen sofort tragen, wird dafür statistisch eine andere Sau automatisch zweimal umrauschen. So könnte man die Zahlenreihe beliebig fortsetzen.

Schon mal nachgedacht, da andere Spezialisten mit zu Rate zu ziehen, welche für diese Betriebe die Begräbnisszenarien gleich mit erarbeiten?
Tu felix Austria!!
Ich denke, dass ich mit meiner Empfehlung an bei einem kürzlichen Beitrag für das Aufhören des Betriebs, der von 32 auf 46 Produktivsauen erweitern möchte, gar nicht so falsch liege.
Österreichs Bonität ist ja international schon herabgestuft worden - oder?

Auch ihr werdet in der Agrarindustrie landen, wo wir schon lange sind. Ob ihr wollt oder doch!
Traurig, aber Realität: Stichtag für das beschleunigte Sterben ist der 31.12.2012 zum 1.1.2013
Um O.oo h kommt der Sensenmann.

Traurig, aber schon seit 30 Jahren Realist
Fritz
www.fritzberkner.de
Noch exakt 4 tage und 1 h zur Rente - smile!

1976 habe ich angefangen, Beratungen für Schweinestallhaltung zu machen. Damals gab es nur in der BRD (ohne DDR) mehr als 1.3 Mio Schweinehalter. Heute, nach 36 Jahren, werden Betriebe unter 20 Sauen und 50 Mastschweine gar nicht mehr statistisch erfasst und es gibt wohl noch so um die 50.000 Betriebe!!
Wie vilele davon am Stichtag sterben, ahnt man nur.
Wir haben übrigens 81,9 Mio Einwohner

Das würde mich doch mal Interessieren, ob ich da falsch gerechnet habe.



ANDERSgesehn antwortet um 10-04-2012 05:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

fritz, (der stallbauspezialist) hast du, dass schon
gehört, das bio-schweinezucht betriebe liebend
gern mit (weit über) 6 wochen säugezeit absetzen.

... es wird ja hoffentlich einen unterschied zw.
konv. und bio geben.....

durchgerechnet hab ich´s nicht und glaub mir
mir ist das total egal, genauso die 30 ferkel/sau/jahr-marke.




JD6230 antwortet um 10-04-2012 06:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Ein Bio-Betrieb darf gar nicht mit 3 Wochen Säugezeit absetzten.
Außerdem wurde ja auch geschrieben, dass mit drei Wochen zum GRUPPENSÄUGEN umgestallt wird.



sturmi antwortet um 10-04-2012 07:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
An und für sich ist´s ja pure Provokation wenn in einem der stärksten Schweineproduktionsgebiete Österreichs die "Bioschweine-Insulaner" ihren Versuch als "Welser Abferkelbucht" benennen!
MfG Sturmi


Berkner antwortet um 11-04-2012 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Danke Sturmi!

Ihr anderen Freunde verzeiht mir bitte, dass ich mich 44 Jahre lang konsequent vorwärts entwickelt habe bis zur Rente, die ich übermorgen erreiche - smile.

Nicht einmal auf meinem Lehrbetrieb (150 ha, geschlossenes System mit 60 Sauen) in 1966 hatten wir noch 6 Wochen Säugezeit - obwohl der dem ähnelte, wonach ihr zu streben scheint.

Wie wollt ihr in einer globalen Welt mit über 7 Milliarden Menschen mit diesen Methoden überleben, die bereits im dritten Viertel des letzten Jahrhunderts im letzten Jahrtausend durch geistige und technische Weiterentwicklung abgelöst wurden?
Ihr könnt doch nicht einen so großen Freiluftzoo aus eurem Land machen - stellt euch vor, es kommt keiner zum Besichtigen!
Ihr seid seit 1995 in der EU - und die liegt in der Welt.

Immerhin, habe wieder etwas gelernt. (die armen, abgezuzzelten Sauen - haben hoffentlich nach 6 Wochen noch genug Milch und die Zitzen schmerzen nicht allzu sehr, denn Zähne behandeln ist ja wohl auch nicht erlaubt!?
Rechne ich dann mal mit 6 Wochen Säugeziet , dann verbleibt nur noch ein Rest von 8 Tagen?
Da bin ich aber wiederum sehr skeptisch, ob ihr dann so geringe Umrauscherzahlen habt in diesen Wunderbetrieben - smile.

Also, nächste Runde der Diskussion, ich freue mich auf neu Argumente.
Fritz





Werner_Hagmueller antwortet um 12-04-2012 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Sehr geehrter Herr Berkner,
die Antwort auf Ihre Frage wurde zwar bereits gegeben, ich möchte trotzdem die Gelegenheit nutzen, noch etwas ausführlicher in die Diskussion einzusteigen. Tatsächlich beträgt die Mindestsäugezeit in biologisch geführten Betrieben 40 Tage, wobei auch eine verlängerte Säugezeit von 7 Wochen ohne Beeinträchtigung des 3-Wochenrhythmus möglich ist. Abgesäugte Sauen sind weniger ein Problem einer verlängerten Säugezeit, als viel mehr eines mangelhaften Fütterungsregimes. Da die Milchleistungskurve ab der 3. - 4- Säugewoche physiologischerweise wieder nach unten verläuft, ist ein Ausfüttern der Sauen auch bis zur 7. Säugewoche problemlos möglich. Eigene Untersuchungen am Standort Wels haben diesbezüglich interessante Erkenntnisse gebracht. Eine Studie aus Norddeutschland hat herausgefunden, dass der Substanzverlust bei 9 wöchiger Säugezeit gegen 0 geht.
Zu den Umrauschern: wir haben im langjährigen Schnitt unter 10 % Umrauscher und liegen damit in einem guten Bereich.
Für weitere fachliche Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Dr. Werner Hagmüller


ANDERSgesehn antwortet um 12-04-2012 21:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

@sturmi
du als bezirksansässiger kennst die beiden
brücken der besagten stadt, dazwischen
gibt´s eine zweigstelle von gumpenstein.
ich vermute daher der name.

@hagi
richte schöne grüße kollege berger und co
aus. die alte gilde lernte und perfektionierte
auf meinen betrieb die künstl. besamung.

@fritzI
rohre, eisen, zahlen und zentimeter haben
leider nichts mit laktose, maltose und co
zu tun. genau dort ist das übel der hohen
(min) 6 wochen säugezeit für bio´s begraben.
falls wirklich aufklärung besteht, aber ich
glaube nicht ...

lg
ANDERSgesehn.

ps: in meinen persönlichen versuchen (noch
immer 29 verschiedene futterkurven, aktuell)
ist das absäugen nicht das wirtschaftliche problem
(wenn die notwendige rückenspeckdicke nicht
unterschritten wird), sondern die RICHTIGE
"up-to-date" abgestimmte futterkurve der
säuglingsferkeln.




Berkner antwortet um 16-04-2012 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Liebe Freunde in Austria,
es besteht bei mir tatsächlich kein Aufklärungsbedarf an dieser Haltungsmethode, da ich mich mit solchem Haltungssystemen wirklich bis zum Tod nicht befassen werde.
Durch reversive Forschung kommt die Welt sicher nicht voran.
Herr Hagmüller, wenn sie 2.1 Würfe mit durchschnittlichlicher Wurfgröße von 12 Ferkeln haben, dann sind das 25.1/Sau und Jahr.
Wenn die abgesetzt werden, o. k..
Die Dimensionen der Abf. Bucht ist in der Zusammenfassung des Artikels nicht erkennbar.
5.5 qm Buchtenfläche wird in Zukunft verlangt, ich plane in D (noch) 5 qm, die man aber durchaus um 0.5 qm erhöhen kann. Dann sind aber 1-2 Ferkel mehr im Wurf, die spätestens nach 28 Tagen abgesetzt werden.
Wie sie mit ihren Leistungen, dem Flächenaufwand je produziertes Ferkel / Abferkelbucht bzw. je Gesamtstall mit einem Neubau ökonomisch überleben wollen, wird manchem ein Rätsel bleiben - mir auch.
Haben sie schon einmal Untersuchungen über die Qualität der Einstreu nur über einen Zeitraum von 5 Jahren gemacht, in welche sie das neugeborene Leben reinsetzen?
Über den Staubgehalt der Einstreu, welcher über den Atemtrakt in die Körper dieser neugeborenen Tiere und auch der Sauen kommt. Staubmessgerät der Fa. Hund einsetzen!! (http://www.hund.de/de/instrumente/staub-messgeraete.html)
Solche Untersuchungen wurden an der Uni Gießen schon vor mehr als 20 Jahren gemacht.
Ich kenne die Leute, die das gemacht haben - sollten sie ebenfalls mal machen und sich wundern.
Und dann sollten sie sich mal die Ausschlachtungen in den Schlachthöfen anschauen, wie "gesund" die Tiere da meist ankommen - im Vergleich zu Tieren, die lebenslang auf unterflur entlüfteten Ganzspaltenböden groß werden. Und das kann man mit guter Technik durchaus sehr tiergerecht bewerkstelligen - smile. Muss nur das nötige Fachwissen dazu haben.
All das ist bekannt, wird aber systematisch verschwiegen - warum wohl?
Weil auch sie das nicht ändern werden - genau so wenig, wie sie ein Rad neu erfinden müssen.

nichts für ungut, nun warte ich auf Ergebnisse zu diesen Fragen.

Schöne Woche und weiterhin eine Diskussion zur Rechtfertigung mittelalterlicher Haltungsspiele, für welche der östereichische Staat (und nicht nur der!) viel sinnloses Geld investiert, statt es zu sinnvoller Forschung zu verwenden.

Gruß von einem, der die guten alten Zeiten überwunden hat

Fritz
www.fritzberkner.de


Berkner antwortet um 16-04-2012 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
.... so langsam wird es ja interessant. Also "googelt man halt mal etwas nach den Spezialisten.
Deswegen auch der Link zum Originalbeitrag des jungen Kollegen Pötz zur Masterarbeit über die Welser Abferkelbucht:
https://zidapps.boku.ac.at/abstracts/oe_list.php?paID=3&paSID=9477&paSF=-1&paCF=0&paLIST=0&language_id=DE

Den werde ich jetzt mal studieren - mal sehen, wie man heutzutage sein Diplom bekommt - smile.

Öko - lgisch!

Gruß
Fritz, der sich vor exakt 46 Jahren mit so etwas während der landw. Lehrzeit rumplagen musste.
Seit 3 Tagen Rentner - smile.

Euer naturalisierter Professor Boxberger hat mir Ende der 80iger jahre mal anläßlich einer Sitzung des Fachausschuss für technik in der tierischen Produktion der DLG gesagt, dass ich es mit meinen Stallplanungen einstreuloser Schweineställe nicht bis zur Rente durchhalte - smile.
Die letzten drei Planungen, die Ende letzten jahres in Betrieb gingen, waren für insgesamt 1.100 Produktivsauen - alle Einstreulos.
Diese Prognose hat er verloren - er wurde bei euch vom Saulus zum Paulus!
Panta rhei - alles ist im Fluss.
Aber nur wenige Bäche fließen rückwärts!
Fritz


sturmi antwortet um 18-04-2012 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
@fritz
Bio boomt! Die Grünen haben in ihrem Parteiprogramm festgeschrieben: "Schluss mit der tierquälerischen Nutztierhaltung". Ziel der Grünen ist es eine flächendeckende Biolandwirtschaft in Österreich einzuführen!
In einem Parteiprogramm die Selbstversorgung eines Landes aufzugeben ist meiner Meinung nach grob fahrlässig! Österreich ist halt anders und bei der EU, so bricht keine Hungernot aus, GsD! ;-))
MfG Sturmi




Berkner antwortet um 20-04-2012 09:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Sturmi,
es haben schon so manche etwas eingeführt. Ein Landsmann von Euch war da mal besonders aktiv und hat damit die Welt verändert! Wieviele haben da mit gemacht und waren hinterher unschuldig und ahnungslos? Aber wir doch nicht ....!
Lies mal die angeführte Fleiß-Magisterarbeit! Niedlich! große Berichte über Versuche, etwas zu optimieren - smile. Wieviele Produktivsauen hat noch mal der Betrieb? In der Konsequenz musst du dann auch wieder zum Hakenpflug und zu archaischen Landbaumethoden übergehen! Handarbeit ist gefragt, das Volk beschäftigen!
Mit so etwas wollt ihr überleben?
Schau dir mal den Betrieb in Wels mit Google Earth an - dann siehst du die offenstehende Tür im südlichen Zugang zum Betriebsgelände. Da kann jeder rein und Raus spazieren, wie er gerade möchte.
Wir haben für so etwas Hygienevorschriften, Herr Hagmeister! SchHAaltHygV nennt sich das bei uns.
Würde man die zusammen mit QS oder QM anwenden, müsste man den Betrieb in Wels zusperren, wo sie forschen! Wo gibt es denn für diesen niedlichen Abferkelstall eine Hygieneschleuse?
Da können Katzen und Füchse rumstreunen, Vögel reinscheißen und reinfliegen u. v. andere Tiere mehr - Schadnager nicht vergessen!
Sollte reichen, das Szenario, um nicht nur das Projekt, sondern auch dessen geistige Väter zu brandmarken? In welcher Realität lebt ihr eigentlich?
Zumindest nicht in einer, welche euch künftig ernähren wird - denn das könnt ihr euch finanziell sicher nicht alle leisten.
Weitere Diskussionen erscheinen mir sinnlos, denn auch die Arbeit beschäftigt sich nicht annähernd mit irgendeinem wirklichen Problem, sondern ist Zeitverschwendung in Arbeitszeitmessungen, welche zumindest für mich irreal, aber fleißig sind. Zumindest sind sie nicht empirisch!
Nach wie vor gibt es zudem in der Schweinehaltung keine Nester, sondern fachtechnisch sind das "Wurfkessel" - welche in der Natur Zwecken dienen, die normalerweise in der Hausschweineproduktion gar nicht existieren! Oder züchtet ihr dort "Wolpertinger" ,(fliegende, eierlegende Wollmilchschweine) - smile!
Sollte man sich mal drüber informieren - wenngleich selbst in diesen Informationen oft auch das Wort "Nest" auftaucht!
http://de.wiktionary.org/wiki/Nest definiert allerdings recht allgemein - aber zumindest kommen keine Schweine als "Nestbauer" darin vor.

Gruß
Fritz



Werner_Hagmueller antwortet um 20-04-2012 10:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Sehr geehrter Herr Berkner,
ich war gerade dabei einen konstruktiven Beitrag zu schreiben (Stroheinstreu, Lungenbefunde,...), da kam ihr Beitrag online. Aus ihren Zeilen lese ich große Frustration. Es tut mir leid, dass Sie mit dem Biobereich Schwierigkeiten haben. Ich kann Ihnen nur anbieten - nachdem Sie nun Rentner sind und hoffentlich mehr Freizeit haben - uns in Wels zu besuchen. Wie Sie (zwar nur zynisch) bemerkt haben, sind wir als öffentliche Einrichtung daran interessiert, "offene Türen" zu haben und Weiterbildung anzubieten. Es würde mich freuen, vor Ort mit Ihnen zu diskutieren. Erfahrungsgemäß kann man in einem direkten Gespräch auch auf untergriffige und herabwürdigende Bemerkungen verzichten und anhand der Tatsachen Meinungen austauschen. Ich bin auch gerne bereit, Unterlagen zu den von Ihnen angesprochenen Problemkreisen zur Verfügung zu stellen, jedoch nicht, wenn der Gedankenaustausch auf dem aktuellen Niveau verläuft. Ich denke, Ihre Expertise ermöglicht Ihnen ein ansprechenderes Gesprächsklima.
MfG
W.Hagmüller


Berkner antwortet um 22-04-2012 23:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Guten Abend Herr Hagmüller,
danke für ihr freundliches Schreiben mit entsprechendem Angebot. Weiter als bis zu einem Aufenthalt Karpfhamer Fest werde ich auch dieses Jahr nicht kommen - sorry, aber Autofahren kostet viel Geld.
Gerne können wir aber privat ohne Belastung dieses Forums weiter diskutieren und Wissen austauschen.
46 Jahre praktische Erfahrung mit Kenntnis aller Verfahren von "biologisch bis industriell" mit entsprechender Kenntnis der Fakten und Erinnerungen an die (heute würde man sie ökologisch nennen) Schweineproduktion des großväterlichen Betriebs sowie ein intensiver Besuch (Pläne, Fotos und Filme) in alle zugänglichen Stallabteile des Bildungs- und Wissenszentrum für Schweinehaltung und -zucht LSZ Boxberg (www.landwirtschaft-bw.info/servlet/PB/menu/1044300/index.html) in 2009 (mit 13 GB Fakten nur darüber auf meinem PC) geben mir genug Sicherheit für jede Diskussion.
Zum Stroh habe ich mich schon vor Jahren geäußert, nachzulesen in meiner homepage - Wissenschaftliche Veröffentlichungen / Fachbeiträge in Zeitschriften / Links unter dem Titel
"Meine Gedanken zum Stroh - allen Freunden mit einstreulosen Haltungssystemen gewidmet! (1998 / 2006)".
Als Veterinär müssten sie doch eigentlich besonderen Wert auf prophylaktische Hygiene-Maßnahmen legen?
Warum sollten gerade Lehranstalten hiervon Ausnahmen machen, welche ein extrem hohes Gefährdungspotential durch nicht landwirtschaftlicher Besucher u n d Schweine haltende Landwirte aufweisen?
Wie sie in konkreter Fragestellung (keine der vielen sachlich exakt Fragen wurde bisher beantwortet!) Zynismus oder gar Frust meinerseits sehen wollen und können, verstehe ich nicht.
Das kann ich daher nur bedauern.
"Frustra = vergeblich bzw. umsonst" sind allerdings Diskussionen ohne Fakten!
Schönen Sonntag noch
F. Berkner
www.fritzberkner.de



sturmi antwortet um 23-04-2012 06:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
"....Hygiene-Maßnahmen....."
Wozu denn, bei den Bio´s gibts keine Probleme, Mahlzeit! ;-)))
MfG Sturmi

 


Berkner antwortet um 23-04-2012 23:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Sturmi,

ganz so einfach geht es denn doch nicht:
Als EU Mitglied gilt auch für Austria die VERORDNUNG (EG) Nr. 834/2007 DES RATES
vom 28. Juni 2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91.

Auf Seite 11 findet sich zur Krankheitsvorsorge und tierärztlicheN Behandlung:
i) Die Krankheitsvorsorge muss auf der Wahl geeigneter Rassen und Linien, Tierhaltungsmanage-mentmethoden, hochwertigen Futtermitteln und Auslauf, angemessener Besatzdichte und einer geeigneten und angemessenen Unterbringung unter h y g i e n i s c h e n Bedingungen beruhen.
Es wird also tatsächlich einmal dieses unangenehme Wort aufgeführt - smile!
Selbst darüber steht etwas geschrieben:
f) Zur Reinigung und Desinfektion dürfen in Gebäuden und Anlagen, in denen die Tiere gehalten werden, lediglich Reinigungs- und Desinfektionsmittel verwendet werden, ...............
Ansonsten siehe unter (17) Die ökologische/biologische Tierhaltung

Aber Hygienestandards sollten freiwillig eingehalten werden.
Gruß
Fritz


Berkner antwortet um 24-04-2012 00:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Sturmi,
noch ne kleine Ergänzung, die man nach etwas Beschäftigung mit der Materie findet und die durchaus für Austria und Wels gilt:

Neu: Hygienemanagement in der Bioschweinehaltung
von Barbara Früh (FiBL)
FiBL, Bioland, KÖN, Bio Austria, Merkblatt, 1. Auflage, 2011, 8 Seiten, Bestellnr. 1571, ISBN 978-3-03736-204-4
Durchsicht (u. a.: Werner Hagmüller (HBLFA)
Onlineversion (als PDF) abrufbar unter https://www.fibl-shop.org/shop/show.php?sprache=DE&art=1571
Beschreibung:
Das Merkblatt zeigt am Beispiel der Bioschweinehaltung, welche Maßnahmen der Hygiene, Reinigung und Desinfektion sich für Biobetriebe eignen, um den Keimdruck in der Tierhaltung niedrig zu halten.

Da steht doch sehr schön alles drin, was theoretisch einzuhalten wäre. Immerhin schon einige Antworten auf Fragen, die ich gestellt habe. Dazu gehören dann aber z. B. auch als Minimum eingezäunte Betriebe mit geschlossenen Türen!

Wenngleich die praktische Anwendung aller aufgeführten Maßnahmen wohl kaum die Risiken ausschließt, sondern allenfalls geringfügig abschwächt!
Und was nützt z. B. die schönste Hygieneschleuse, wenn
- man aus der heraus von Stall zu Stall spazieren muss,
- bei der täglichen Entfernung der Fäkalien mal einfach so in den sog. "Schwarzbereich" spaziert, um - den Festmist zu lagern und zur besseren Rotte zu stapeln und
- danach wieder in den Stall zurückgeht, um dann vielleicht z. B. neugeborene Ferkel zu behandeln?
Jede verseuchte Katze kann z. B. durch das Betriebsgelände spazieren und die nettesten Krankheiten verbreiten! Die hindert nicht einmal eine verschlossene Tür an der Betriebsumzäunung.

So könnte man das endlos weiter diskutieren und kommt dann fast zu dem Ergebnis von dir, lieber Sturmi!

Das ist dann schon frustrierend - smile - aber nicht für mich.
Wenn Herr Hagmüller das Wort Zynismus durch Sarkasmus ersetzen würde, könnte ich dem zustimmen.
Sarkasmus, also beißender Spott, kann durch direkte Aussage des Gemeinten oder mittels Ironie ausgedrückt werden und war schon in der Antike durchaus ein legitimes Mittel der Rhetorik, um Diskussionen in Gang zu bringen.

Gruß
Fritz


sturmi antwortet um 24-04-2012 06:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Danke Fritz für deine fachlichen Beiträge! Ich habe ja hier jahrelange Erfahrungen sammeln dürfen mit völlig weltfremden Biojüngern inkl. dessen Fans! Ihren fehlenden Hausverstand versuchen sie oftmals durch Arroganz zu überspielen. Da kann man sich als praktizierender Landwirt und Nutztierhalter einen Seitenhieb manchmal nicht verkneiffen. ;-)
MfG Sturmi




Sau007 antwortet um 24-04-2012 10:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Hallo Fritz!

durch deinen Diskussionsstil hast du es schon im TopAgrar-Forum geschafft, keine fachlich fundierten und vernünftigen Antworten mehr zu bekommen; hier werden deine Einträge wahrscheinlich auch kein anderes Ende finden ... schade!

statistisch gesehen, landen alle unsere Schweine, die wir hier in Österreich produzieren EU-weit im Müll und Heimtierfutter (geht sich gar nicht aus) also lass uns Alpenländlern doch unseren "Vogel" und unter bedingter Einhaltung der Hygieneverordnung und ohne Seuchenteppich vor jeder Stalltür unsere konventionellen und biologisch erzeugten Schweine für die Katz produzieren! ich bin selber für österr. Verhältnisse kein kleiner konventioneller Schweinehalter und in meinem Betrieb findet man auch Stroh ...

ich habe auch eine Diplomarbeit geschrieben und du weißt wahrscheinlich besser als ich, dass viele wissenschaftliche Ergebnisse/Studien mehr als fragwürdige Ergebnisse liefern und manchmal auch die Bedingungen/die Standorten wo diese Studien durchgeführt wurden Einflüsse auf die Ergebnisse schließen lassen ....

mit Stallplanern hatte ich viel zu tun und ich finde es toll, dass manche so sehr von ihrer Arbeit überzeugt sind und 100 % dahinter stehen ... aber frage ich mich doch immer wieder, ob es von uns Menschen wirklich so schlau ist, gerade in der Nutztierhaltung unsere Effizienz und Überlegenheit zu demonstrieren, wo unsere Gesellschaft doch vor Ineffizienz nur so strotzt ... wie gesagt statistisch gesehen produziere ich meine vielen Schweine für den Müll und für die Katz ...

und eines möchte ich noch anmerken, meine Jung- und Wartesauen stehen zwar auf mytoxoinbelastetem Stroh, aber mit Maschinenöl getraue ich sie mir nicht zu füttern ... also muss ich mir immer wieder die Frage stellen, ob die ressourcenschonende Industrialisierung wirklich so toll ist ... und wenn ich eine Zuchtsau wäre, dann würde ich wirklich viel lieber bei Dr. Hagmüller im Seuchenstall mein Dasein fristen, als in deinem zwangsbelüfteten Superstall ... ich fahr nämlich viel mit den tollen ÖBB-Zügen und von der dauernden Zwangsbelüftung bekomme ich immer Kopfschmerzen ... vielleicht kannst du dich in der Pension darum kümmern, dass die Lüftung bzw. Klimaanlage dort optimiert wird ... ich weiß den Unterschied zwischen Belüftung und Klima ... doch etwas Sarkasmus sei mir auch gestattet :-)

alles gute für die Pension und wenn du wirlich mal Dr. Hagmüller besuchen kommst, dann meld dich, denn ich würd mir die Anlage auch gerne mal anschauen ... übrigens habe ich eine Arbeit von Dr. Hagmüller gelesen und die Bio-Zuchtsauen haben bei dem Versuch in der Laktation wirklich wahnsinnig hohe Futtermengen vertilgt ... diese Futtermenge bring ich in meine Sauen nicht rein ... das Biofutter und die Bewegung bekommt den Tieren anscheinend ganz prächtig ....

und ein Punkt noch schnell, weil ich grad so gut unterwegs bin ... nachdem du das Pensionsalter erreicht hast, hast du lange genug gedient um sehr viele Änderungen bei den Haltungsbedingungen usw. mitzuerleben ... Gott sein Dank haben wir in Europa genügend Geld, dass auch andere und womöglich zukunftsweisende Produktionsbedingungen mit öffentl. Geldern gefördert werden und ich nehme an, dass die Ergebnisse und Erfahrungen der Bio-Schweinehalter betreffend der freien Abferkelungen für die Konvis bald sehr interessant sein werden ... ich war vor Jahren bei der bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft - glaub Schwarzau waren die Schweine - und die haben ein kleines Abteil mit aufklappbaren Abferkelständen und damals hat uns der Leiter der Anlage gesagt, dass das Abteil in ein konventionelles umgebaut wird, wei die freie Abferkelung nicht von Interesse ist - siehe da einige Jahre später ...

LG Sigi


Berkner antwortet um 24-04-2012 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Hallo Sigi,
kurz zur objektiven Info und Richtigstellung zu meinem Schreiben im Schweinetreff von top agrar:
1.
5 Jahre Zensur auf Betrieben eines mir namentlich bekannten sog. Fachmanns, der zuerst mir einen Prozeß androhte und dann - weil ich darüber nur gelacht habe - das gleiche Spiel mit der Redaktion trieb, welche es daraufhin vorzog, nachzugeben und mich zu zensieren. Wurde von einem Landwirt auf Nachfrage in Erfahrung gebracht und mir so mitgeteilt.
2.
Während dieser ganzen Zeit konnte ich unter meinen beiden anderen Vornamen Jo (-achim) und Cord weiterhin schreiben. Und nahezu jeder wußte, wer das war und ist!
3.
Danach hat man mich sogar zwei Jahre mit einem Freiabonnement beglückt, um dem Treff weiterhin etwas mehr "Leben" einzuhauchen.
4. Dieses wurde vor zwei Jahren aufgehoben, weil man nur noch Abonnenten dort diskutieren läßt.
Und Berkner hat kein Abonnement mehr seit 1990! Und das hatte gute Gründe.
Ich ziehe es übrigens nicht vor, anonym unter irgendwelchen Tarnnamen zu schreiben, sondern stehe mit vollem Namen zu dem, was ich schreibe - da gibt es nicht allzu viele in irgendwelchen deutschsprachigen Treffs!

Die bayer. Lehr und Versuchsanstalt heißt übrigens Schwarzenau und liegt bei Dettelbach am Main. Zur Info: Die Stalleinrichtung stammt überwiegend von der österr. Firma Schauer! Am 9. Mai2012 ist dort Tag der offenen Tür.
Das ist eine der wenigen Anstalten, die selbst kritische Besucher wie ich nach einem Besuch aller Stallungen und Betriebsteile als relativ gelungen bezeichnen. Schaust du unter http://www.lfl.bayern.de/lvfz/schwarzenau/ausbildung/24293/index.php

Zu deinen Ausführungen einige Fakten als weitere Anregung und Diskussionsbeitrag:
Habe mir gestern eure offiziellen österr. Statistiken über die Landwirtschaft angeschaut.. Auf Seite 44 der Statistik der Landwirtschaft 2010 finden sich folgende Zahlen zur Anzahl der Halter von Schweinen und zur Anzahl der insgesamt gehaltenen Schweine:
Jahr Schweinebestand Anzahl der Halter von Schweinen Durchschn. Anzahl von Tieren/Halter

2006 3.139.438 Mio 46.036 70
2010 3.134.156 Mio. 30.805 102
Nach nur 5 Jahren nahezu gleiche Tierzahl, Schrumpfung der Halter um 1/3 und um 46 % gestiegene Anzahl der gehaltenen Schweine pr Halter! und was passiert am 1. Januar 2013!?
Willst du / wollt ihr mir ernstlich weismachen, dass diese Entwicklung auf eine immer stärkere Bedeutung und Verbreitung der "Biohaltung" Rückschlüsse ziehen lässt?
Glaub´st, i bin deppert?

Bisher hat wenigstens dieser Treff mich noch ausgehalten - denn ich bin allemal in der Lage, Fakten anzuführen für das, was ich behaupte.
Den Treffbetreibern und dem Verlag hier übrigens einmal ein kräftiges und ehrlich gemeintes Dankeschön für unzensierte Foren!!

Lies mal beläufig die Hygienebroschüre richtig:
Es gibt in der dt. SchHaltHygV keinerlei Vorschrift für s o l c h eine aufgezeichnete Hygienschleuse gemäß den Anforderungen für über 3 Sauenplätze bzw. Mastschweine!!
Schaust du dir die Vorschriften in meiner Webseite an, die allerdings für Mozilla-Firefox und nicht für den MS Internet Explorer optimiert ist (der öffnet die homepage nur unvollständig).

Ich habe überhaupt nichts gegen deine konventionelle oder irgendeine andere Haltungsform mit Einstreu, wenn du sie ordentlich betreibst.

Wie aber mit einer solchen Arbeit wie die über die "Welser Abferkelbucht " jemand einen akademischen Titel bekommen kann, ist ein Mysterium für mich -man verzeihe mir diese Äußerung.
Mit Forschungen in einem staatlichen Betrieb mit 34 Produktivsauen und Ferkelaufzucht mit zusätzlich gehaltenen 30 Jungsauen. Dazu sind 6 Mitarbeiter sind speziell für den Bereich Schweine zuständig!
Wie dort gearbeitet wird, kann man ebenfalls nachlesen. Kommt in etwa dem nahe, wozu ich weitere Fragen gestellt habe.
Du willst mir doch nicht weismachen wollen, dass das irgendetwas mit Hygiene zu tun hat? Siehe dazu meine Bemerkung zuvor!
Da müsste Graf Strasoldo in Austria mindestens 150 Chinesen mit "Greencard" einstellen, wollte er seinen Betrieb in Gang halten - smile. Dann wäre er wohl aber nach einem Jahr pleite.

Siggi, es ist ja auch alles lieb, was ihr in diesen Größenordnungen macht, aber wie lange macht ihr es denn noch? Darüber wollt ihr ernsthaft diskutieren, ohne Argumente und Fakten zu haben, welches man nicht sofort "zerpflücken" kann?

(Wie?) Willst du 500 Produktivsauen mit Ferkelerzeugung bei Einstreuhaltung mit zwei Ak machen?
Also, nicht für ungut und viel Glück für deine Zukunft in der heimischenLandwirtschaft.
Eure ÖBB dürft ihr schon selber umkonstruieren, da braucht ihr keinen Deutschen.
Und denk dran: “Nur die Besten halten durch!” (Darwin´sche Evolutionstheorie!)
Die ÖBB fährt dann wohl auch nicht mehr so, wie man es immer in den alten Filmen aus den 50iger und 60iger Jahren sieht, in welche einige Phantasten eure Landwirtschaft wohl gern wieder zurückversetzen möchten?
Gruß
Fritz
wwww.fritzberkner.de


Berkner antwortet um 24-04-2012 21:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Sorry für Druckfehler:

Nicht Graf Strasoldo, sondern DI Maximilian H a r d e g g war gemeint!
http://www.hardegg.at/?page_id=20
Aber mit den ca. 150 "Greencard"-Chinesen für seine 1000 Zuchtsauen mit Vermehrung würde er nur hinkommen, wenn sie länger arbeiten würden als in der Versuchsanstalt in Wels - smile.
Fritz Berkner



teilchen antwortet um 25-04-2012 07:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

@sturmi, berkner, andersgesehn (oder andi)

Ihr habt sicher viel in Eurem Leben erfolgreich aufgebaut und geleistet, und Ihr seid überzeugt von Euren Haltungsmethoden.
Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen sollte es Euch leicht fallen, auch andere Methoden als ebenfalls erfolgreich gelten zu lassen. Vielleicht stecken ja andere Ziele dahinter.
Umso erstaunlicher ist es, wie sehr Ihr Euch gegen andere Haltungsmethoden explizit gegen Bio wehrt, und nur Eure eigene als die einzig richtige seht.
Intoleranz ist ein Resultat von Angst - wovor habt Ihr Angst?

Was ich auch nicht nachvollziehen kann: Bei Kindern regt man sich mittlerweile auf, dass sie zu "steril" aufwachsen und dadurch keine Widerstandskräfte aufbauen können. Es gibt mittlerweile Stallmist-Therapien gegen Allergien und Unverträglichkeiten. Warum sollte das bei Schweinen nicht auch funktionieren, dass Ihnen eine möglichst natürliche Lebensweise mehr Widerstandskräfte bringt als eine sterile Haltung? Der sterile Stall ist vielleicht gut für den Menschen, weil er kommoder arbeiten kann, aber ist er auch das beste für das Tier?

@Berkner
Ad Darwin
Die Besten müssen nicht immer die Größten sein, sondern die Flexibelsten, die sich am besten an neue Bedürfnisse anpassen können.
Ich darf das auch als Nicht-Schweine-Expertin sagen, denn das gilt so ziemlich für jeden Lebensbereich.

PS. das Foto unten ist kein gestelltes Werbefoto für "ahnungslose" Städter.




 
 


sturmi antwortet um 25-04-2012 08:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
@teilchen
Wenn Bio so zukunftsfähig ist frage ich mich warum diese Branche die meisten Förderungen zum überleben braucht?!
Bioprodukte sind weder gesünder, noch schmecken sie besser! Bio´s bedienen eine eltitäre Gesellschaft und die Anderen mit dem schlechtem Gewissen kaufen Discount-Bio bei Lidl, Hofer & Co! Co²-Bilanz?! Egal, hauptsache Bio und man kann ja nicht alles haben! ;-)
MfG Sturmi



sturmi antwortet um 25-04-2012 11:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
"Intoleranz ist ein Resultat von Angst - wovor habt Ihr Angst?"
@teilchen
Na die Intoleranz liegt wohl eher bei den Biojüngern, Tieraktivisten und Grünen!
Parteiprogramm der Grünen: "Schluss mit der tierquälerischen (=konv. strohlose) Nutztierhaltung!"
Ziel von Biofunktionären: "Flächendeckende Biologisierung Österreichs!"
Da wird man sich wohl noch zur Wehr setzen dürfen wenn die Abschaffung des konv. Bauernstandes geplant ist!
Wenn die Biobauern für ihre Kundschaft produziert ist das ja völlig in Ordnung. Wir konv. Bauern erzeugen qualitativ hochwertige Lebensmittel zum leistbaren Preis für unsere Konsumenten.
Daher haben wir genauso unsere Existenzberechtigung!
MfG Sturmi





biolix antwortet um 25-04-2012 12:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Sturmi , warum brauchen die angeblichen "Zukunftsbetriebe" überhaupt noch Förderungen ??
Und was bio betrifft, habe ich dir hier schon oft geantwortet das im Schnitt bio nicht mehr bekommt als konv... Und das halt die Umweltleistungen auch eben in einem Umweltprogramm die höchste Abgeltung verdient, das wirs sogar du "Kneissen":.. ;-))

lg biolix

p.s.und wehren kann man sich, aber die Natur hat sowieso ihre "Auswahlverfahren", die beginnen schon zu wirken, leider oder Gott sei dank, das kannst du dir aussuchen.. ;-)(


ANDERSgesehn antwortet um 25-04-2012 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

@tb
du gehörst zu den gebildesten leuten
hier im forum, aber dass du mich jetzt
in die gleiche schuhschachtel wie die
weiteren zitierten user stellst, schockiert mich,
denn meine beiträge im schweineforum
sind weder pro oder contra bio.

sondern dienen dem wohl der tiere.

@fritz
erkläre mal die zeitl. entwicklung des ferkel,
wann welches futter (laktose, maltose usw.)
im körper des tieres, "ohne probleme" auf-
genommen werden kann!

lg
ANDERSgesehn.




teilchen antwortet um 25-04-2012 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

@sturmi

Ich sag ja nicht, dass konventionelle Tierhaltung keine Berechtigung hätte. Sie hat andere Ziele, wie ich schon oben in meinem Beitrag geschrieben habe. Das ist legitim, und darum sollte es auch möglich sein, andere Haltungsformen gelten zu lassen.
Meine persönliche Meinung kennst Du ja bereits, ich bin für generell weniger Fleischkonsum, dann geht sichs leichter für alle auf der Welt aus.



teilchen antwortet um 25-04-2012 22:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

@ANDERSgesehn

Sorry, dass ich Dich gleich in ein Eck gestellt habe, wo Du gar nicht bist!
Wollte ich nicht.



Biohias antwortet um 25-04-2012 23:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Nach allem was ich hier und in anderen Foren mitbekommen hab ist
Anders der kompetenteste und der wirklich am objektivste User den ich kenne.
Jede Betriebsform hat in gewisser weiße seine Berechtigung,
da können sturmi und mister berkner sich wieder aufgeiln aber es is so....
Und wie schon immer gibts Betriebsleiter die eben sehr bemüht sind und andere die
so dahin wurschteln.
War auch schon in Wels beim Hagmüller und fand es sehr interessant,
er hat ahnung von dem was er sagt ;--)
In schwarzenau war ich in der Ausbildung,
weiß nicht was daran so besonders sein soll??




sturmi antwortet um 26-04-2012 07:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
"Jede Betriebsform hat in gewisser weiße seine Berechtigung,.."
@biohias
@teilchen
Ok, einverstanden! Solange aber diese Leute für ihre Ziele indirekt die konv. Landwirtschaft abzuschaffen versuchen werde ich auch weiterhin ihren Heiligenschein kritisch beleuchten. ;-)
MfG Sturmi




Berkner antwortet um 26-04-2012 13:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
.... "erkläre mal die zeitl. entwicklung des ferkel, wann welches futter (laktose, maltose usw.) im körper des tieres, "ohne probleme" auf- genommen werden kann! "

ANDERSgesehen,
gib mir eine Begründung dafür, warum du das von mir wissen möchtest, lieber Freund.
Ich wüsste nicht, dass ich darüber diskutiert habe bzw. eine Diskussion darüber angeregt habe.

Wovon ich nichts verstehe, darüber diskutiere ich hier auch nicht.
Es gibt zehntausende Kollegen, welche ihre Ferkel zwischen dem 21. und 28. Lebenstag absetzen und dies mit Erfolg machen.
Mich interessiert dabei ausschließlich, wie ich die Haltungstechnik dem Lebesnalter und den Körpermaßen der Tiere anpassen und funktionsgerecht gestalten muss.
Ich bin kein Fütterungsexperte, werde es nie werden (wollen) und überlasse das dir, Schweine so zu füttern, wie du es für richtig hältst.
Sollte das falsch sein, müssen das Spezialisten beurteilen - nicht ich.

Da musst du ein neues Diskussionsthema aufmachen, an dem ich mich nicht beteilige.

Zufrieden??
Danke
Fritz


Berkner antwortet um 26-04-2012 14:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
"Ihr seid überzeugt von Euren Haltungsmethoden. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen sollte es Euch leicht fallen, auch andere Methoden als ebenfalls erfolgreich gelten zu lassen."

Teilchen,
ich denke, das entsprechend ausgedrückt zu haben, jeden nach seiner Facon selig werden lassen zu wollen. Oder blendest du das einfach aus, obwohl ich es mehrfach geschrieben habe?

Dennoch gibt es bei allen praktischen SchweinehaltungenGesetze, die man dabei einhalten sollte.
Und wenn es denn in Austria keine SchHaltHygV (Schweinehaltungs-Hygienevorschrift) wie in Deutschland zu geben scheint:
Wenn man sich in Broschüren darin zu orientieren versucht,
- sollte man richtig zitieren und es vermeiden, nicht belegbare Thesen aufzustellen und zu behaupten, das würde deutscher Gesetzgebung entsprechen,
- sollte man versuchen, so viel wie möglich davon freiwillig einzuhalten und nicht nur darüber schreiben.
Mir scheinen eure Formulierungen mehr darauf abzuzielen, wie Krankheiten erkannt, gemeldet und dann bekämpft werden müssen - von Prophylaxe ist da weniger die Rede.
Schaust du in meiner homepage unter Veröffentlichungen, da ist einer von meinen Artikeln über Produktionshygiene im vollen Wortlaut als PDF Datei abrufbar. Ist schon 23 Jahre lang veröffentlicht, war aber schon vorher in meinem Kopf existent!
Das Vermeiden von solchen Maßnahmen in Abrede stellen zu wollen mit einigen wenigen Ergebnissen von besserer Immunität bei weniger sterilem Aufwachsen im Humansektor ist wenig überlegt.
Ich kenne die meisten diesbezüglichen Veröffentlichungen und stehe dem skeptisch gegenüber, denn ich habe die Versuchsanstellung hinterfragt
Ich bin lebender Gegenbeweis dieser Theorien und habe die ersten 5 Lebensjahre evtl. mehr auf dem "Bauernhof" erlebt als Du, nämlich durchgehend ca. 5 x 365/366 Tage pro Jahr.
Damit und mit meinen Allergien widerlege ich also deine Wunschvorstellung von einer heilen Welt im Dreck.

Mit diesem Bild kannst du mich nicht beeindrucken und mit nur zwei Messgeräten werde ich deine Träume innerhalb eines Tages so zerpflücken, dass du traurig wirst über den Dreck, in dem diese tiere Leben müssen.

Im Gegensatz zu dir w e i ß ich das.
Genau weiß ich, wie ich fast jeder deiner Argumente aus dem Stegreif durch mir bekannte Fakten wiederlegen werde.
Wenn du denn so objektiv bist, sieh es doch auch einfach mal ein!
Lies doch die Magisterarbeit und die Hygienebroschüre, analysiere sie und ziehe deine Schlüsse daraus. Stichworte dazu habe ich doch nun wahrlich genug gegeben?
Da gibt es Bilder, Grundrisse und bei Google Earth ein viel aufschlussreicheres Bild des Betriebes, was man sogar in der Ebene kippen kann und durch entsprechenden Schattenwurf alles das deutlich erkennen kann, was eben nicht unbedingt Argumente pro diesen betrieb und seine haltung darstellt.
Und wenn das sogar noch ein Veterinär schön redet - dann könnte man daraus z. B. Schlüsse ziehen, welche i c h n i c h t vollziehe.
Ich konnte mich als nicht beim Staat angestellter freier Selbstständiger nur 30 Jahre am Markt halten, indem ich funktionsfähige Stallanlagen konzipiert habe, welcher in a l l e n B e l a n g e n sämtlichen bekannten Gesetzgebungen der Schweinehaltung in Deutschland 100.00%ig entsprochen haben. Was gibt es daran zu monieren??

Warum glaubt die Spezies der Befürworter anderer Haltungsbedingungen in Diskussionen nun ständig, dies als nicht tiergerecht oder zeitgerecht oder weiß ich wie abwertend darstellen zu müssen?
Und warum versucht ihr Leuten wie Sturmi oder mir, die solches durch demokratische Gesetze legitimiertes Denken hier äußern, ständig irgendetwas unterschwellig oder auch offen zu unterstellen, was so absurd ist, das wir es leicht widerlegen können?
Ihr führt euch doch mit euren Beiträgen schon selber ad absurdum - wenn man sie nur ein wenig hinterleuchtet - smile.

Zu Diskussionsbeiträgen solltest du aber etwas mehr als nur Minimum-Kenntnisse der Schweinehaltung haben und wahrscheinlich sogar mehr als ich über die Ernährung eines Ferkels in den ersten Lebenswochen wissen.

Dennoch nichts für ungut, ich respektiere deine Meinung und freue mich, dass du damit einen Beitrag geleistet hast, den ich kommentiere.
Nicht jedoch bin ich von deinen Wissensstand zu diesem Thema überzeugt.

Freundlichen und schönen Gruß aus dem Herzen Deutschlands und Europas
Fritz



teilchen antwortet um 27-04-2012 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

Hallo Berkner,

mein persönlicher Beleg für die Stärkung der Abwehrkräfte durch Stallmist sind 18 Jahre intensiv-Bauernhofleben, 12 davon mit Entmistung per Muskelkraft, also sehr viel Nahkontakt mit allen möglichen und unmöglichen Bakterien.
Dennoch kann ich über keine einzige Allergie oder Unverträglichkeit meinerseits berichten.
Nicht einmal Fieberblasen krieg ich.

Ich bin jetzt auch nur ein Einzelfall und kein Ergebnis einer empirischen Studie, aber Dein persönlicher Beleg ist auch nicht mehr.
In Schweinehaltung habe ich nicht einmal Minimalkenntnisse, trotzdem erlaube ich mir, als erprobte Ausmistexpertin mit Dir über die stärkende Wirkung von Stallmist auf die Immunabwehr zu diskutieren.

In Wien gibt es eine großartige Neonatologin, Dr. Marina Markovic, die sich seit den 1980ern vehement dafür eingesetzt hat, dass Frühchen bei der Mutter bleiben und Körperkontakt haben sollen und nicht in den Brutkasten kommen sollen. Sie wurde lange dafür angefeindet, weil die Umgebung "ja nicht steril genug" sei. Schließlich hat sie aber mehr Babies durchgebracht als andere Ärzte mit dem Brutkasten.
Das hat jetzt zwar nicht direkt mit Stallmist zu tun, aber es zeigt, dass es die Natur doch am besten eingerichtet hat, dass das Leben sich durchsetzt.

Übrigens, wir Österreicher glauben auch immer, dass wir das Herz Europas sind ;-)
LG, Teilchen



ANDERSgesehn antwortet um 27-04-2012 21:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

fritz, zufrieden?

nein.
du stellst expliziet allergisch die 6 wochen
säugzeit an den pranger!

die 6 wochn im versuch von gumpenstein hat
den "natürlichen" (biologischen) verlauf der
nahrungsaufnahme des "saug"ferkel ihre richtigkeit!
ab ca 5,5 - 6,5 wochen kann ein (saug)ferkel
stärke (somit getreide) durch eigene enzyme
verwerten/verdauen, die in der konventionellen
haltung mit früher/antinatürlichen absetzzeitpunkt
GEKAUFT wird.

diese antwort dient für einen in der ernährung
unwissenden pensionierten stallbautypen,
denn wissenschaftlich braucht man´s nicht
durchleuchten, wenn jemand gegen etwas
ist.

zufrieden?

lg von konventionellen betrieb
ANDERSgesehn.

ps: text, gleicht deiner art und nicht meiner
und dient nur dazu, deinesgleichen den
spiegel vor deine nase zu halten.




ANDERSgesehn antwortet um 27-04-2012 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

@teilchen
out of topic.
österreich hat den wichtigsten teil
deutschland an selbiges verschenkt.

das soll etwas heissen ....

glg
ANDERSgesehn.




Berkner antwortet um 27-04-2012 23:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Diskussionspartner, seid gegrüßt, guten Abend.

Ob Andersgesehn richtig gesehen ist?
Schaust du unter http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Bayerns, ob der wichtigste Teil Deutschlands schon mal verschenkt wurde. Wenn du in Kriegen Verlorenes als verschenken bezeichnen willst – okay. Ich würde das eher als Verlust titulieren.
Warum glaubt du immer noch, ich wäre deppert und könne meine eigenen Texte nicht lesen und du müsstest sie mir in Spiegelschrift zeigen? Ich kann sie wirklich ohne deine Hilfe auf Stil und Druckfehler analysieren (ich diktiere nur, was die Spracherkennung dann in Text umsetzt und ich nicht mehr korrigiere!)?
Niedlich!
Wenn du mit 2 Wurf pro Sau und Jahr und der geringeren Menge von aufgezogenen und verkauften Ferkeln ökonomisch über die Runde kommst und glücklich damit bist, Ferkel 6 Wochen oder noch länger an der Sau rumzuzzeln zu lassen, hindert dich sicher niemand daran, das zu tun.
Ich schon gar nicht.
Ernsthafte Wettbewerber in der Schweineproduktion wird es dagegen u. U. freuen!
Und wahrscheinlich ahnst du nicht mal annähernd, wie viele nicht pensionierte und noch aktive Schweinehalter nicht nur anders denken als du, sondern ihre Ferkel auch anders ernähren und zwischen 21. Und 28. Lebenstag von der Sau absetzen und sie als abgesetzte Ferkel bis 30 kg in separaten Stallabteilen aufziehen. Ihr habt 1.5 Mio Ferkel pro Jahr in Austria, bei uns sind es ca. 30 mal mehr! Da kannst du mal davon ausgehen, dass gut 40 Mio. Ferkel bis spätestens zum 28 Lebenstag abgesetzt werden. Die repräsentieren sicher eine satte demokratische Mehrheit?
Du siehst also wirklich anders – aber nicht majoritätsmäßig, sondern minoritätsmäßig.
Wirst du als guter Demokrat schon anerkennen müssen.

Liebes Teilchen, wissenschaftlich präzise war deine Antwort nicht unbedingt, denn du hast vergessen, ab wann du im Mist aufgewachsen bist (Zeitpunkt ab der Geburt) . Das hat schon einen gewissen Einfluss!
Zu der angeführten Ärztin kann ich nichts sagen, da ich davon nichts weiß. Interessiert auch wirklich nicht so dringend zu diesem Thema – oder?
Aber dein und mein Beispiel zeigt doch schon, dass es da verschiedene Theorien gibt.
Das Verneinen von Hygienemaßnahmen steht bei uns im Land jedoch im Widerspruch zu demokratisch beschlossenen Regeln – und das akzeptiere ich – basta und ohne Diskussion. Vor Verabschiedung der Gesetzgebung habe ich meine Stellungnahme dazu eingebracht bzw. mit Veterinären abgestimmt, welche im Hygienesektor um Stellungnahmen gebeten wurden.
Mehr kann ich als Demokrat vorher nicht tun und was mir dann nicht gefällt, kann ich entsprechend demokratisch zu ändern versuchen.
Auch das habe ich jahrzehntelang getan und kann es nachweisen.
Beschäftige dich zusätzlich einmal etwas mehr damit, welche anderen Ursachen es für die steigenden Anteile von Allergikern in der heutigen Zeit gibt.
Würde mich z. B. mal kundig machen über Einflußfaktoren wie Stress, ungesunde Lebensweise, Bewegungsmangel, Ernährungsverhalten der Bevölkerung, hier dann noch mal über den steigenden Anteil von convenience food und …zig andere Faktoren.
Zum „Herzen Europas“ eine Richtigstellung von mir: Ich hätte schreiben müssen: „Zentrum der EU“.
Bitte dafür höflich um Entschuldigung für inkrrekte Bezeichnung.
Siehe dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelpunkt_Europas
Das ist in Luftlinie etwa 56 km von meinem Schreibtisch entfernt. Dann bin ich noch in Hessen – nicht in Österreich. Sorry.

Schöne Abend noch nach Austria.
Fritz
(und seid nicht traurig, dass eure Rente noch nicht in Sicht sit – smile!)




Berkner antwortet um 28-04-2012 00:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Teilchen, noch ne Ergänzung:
schaust du http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Institut-und-Poliklinik-fuer-Arbeits-Sozial-und-Umweltmedizin/de/index.html und dort unter Publikationen.
Mit Prof. Dennis Nowak habe ich schon vor mehr als 20 Jahren Kontakt gehabt und kenne einen Teil seiner Veröfffentlichungen.
Schaust du mal, was er zu Staub in Schweineställen schreibt.
Deren Verringerung war den dt. und östterreichischen Landw. Berufsgenossenschaften 1996 mal eine Tagung in Münster wert. Dorthin wurde ich vom Verantwortlichen Fachgebietsleiter eurer österr. BG eingeladen, da ich ihm Unterlagen zur Verfügung stellen konnte zum Thema.
Dies zur kurzen Info über meinen Wissensstand, der sich bis zum Rentenalter ganz orddentlich gesteigert hat. Ich zitiere dazu aus meiner eigen homepage aus dem Artikel über Stroh von 1998:

"In Ställen mit Einstreu gibt es nachweislich (im Vergleich zu einstreulosen Haltungssystemen) wahnsinnig höhere Werte von Stäuben (Feinstaub, alveolengängig!). Ihr solltet mal Eure Zeit im Büro nutzen und statt Literatur über Stolba-Familienställe und sonstiges mittelalterliches Geschreibse Literatur d a r ü b e r sammeln und studieren!
So etwas gibt es nämlich!
Da kann man schon bei den Schweinegesundheitsdiensten anfangen. Nachzulesen in namhaften vet. med. Magazinen! Solltet vielleicht auch einmal Hygienekongresse besuchen! Da kommt so etwas auch gelegentlich zur Sprache.
Dann ist ein Besuch bei den Berufsgenossenschaften in Deutschland und Österreich anzuraten. Die haben nämlich vor zwei Jahren einen speziellen Kongress über die Thematik Berufsunfähigkeit durch Krankheiten in der Landwirtschaft abgehalten. Dort ging es explizit um Einstreu, Unter- oder Oberflurabsaugung, Verringerung von Staub im Stall - hier speziell Schweinestall.
Da habe ich nachweislich keinen von Euch großen und angeblich allwissenden Theoretikern der Artgerechtigkeit gesehen - ich war dabei! Weiterhin solltet Ihr Euch einmal bei den Kollegen der Humanmedizin kundig machen, was dort so an Forschung läuft! Das dt. Zentralinstitut für Arbeitsmedizin macht schon seit Jahren empirische und Felderhebungen über die Schädigung von Landwirten in der Landwirtschaft!
57 % aller Landwirte in der Schweinehaltung erreichen nicht unbeschadet die Altersgrenze, sondern sind genau so verseucht wie die Schweine aus ihren Ställen!
Das kostet den Steuerzahler jährlich Millionen, um diese Freunde am Leben zu erhalten!"

Guten Morgen
Fritz


sturmi antwortet um 28-04-2012 07:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
"...Stärkung der Abwehrkräfte durch Stallmist..."
@teilchen
Nun, ich bin der lebende Beweis das Dreck und Staub im Schweinestall auf die Gesundheit gehen. Bekomme von der SVB die 3M-Staubmasken gratis und habe einen Kuraufenthalt als unter 50-jähriger hinter mir.
Als wir dann 2008 auf strohlose Stallhaltung umgestellt haben wurden meine Beschwerden schlagartig besser!
MfG Sturmi


sturmi antwortet um 28-04-2012 07:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
"...Mittelpunkt_Europas..."
@fritz
Der Mittelpunkt der EU wird wohl in Hessen liegen, doch der Mittelpunkt Europas liegt in Litauen! ;-)
Mittelpunkt Europas in Litauen nördlich von Vilnius!
Geografen des Institut Géographique National, des nationalen Geografieinstituts Frankreichs, errechneten 1989 den geografischen Mittelpunkt Europas als Masseschwerpunkt und ermittelten eine Stelle im Dorf Purnuškės etwas nördlich von Vilnius in Litauen mit den Koordinaten 54° 54′ 0″ N, 25° 19′ 0″ O.
MfG Sturmi


ANDERSgesehn antwortet um 28-04-2012 08:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

@fritz

ich antwortete nur aus REIN "natürlicher" sicht,
dass sollst du als sta"H"lbauer zur kenntnis
nehmen!

zur deiner info, ich selbst habe einen 3
wochenrhytmus mit typischer konventioneller
haltung, und mit deinem taschenrechner
inkl mwst kennst dich du sicher auch weiteres
ausrechnen, wie bürokraten zu zahlen kommen.
- somit lasse deine falsche beurteilung
über mich und mein betriebskonzept!

lg
ANDERSgesehn.

ps: leider (für dich) hat die natur eine um
vieles höhere gewalt, wie ein ölverarbeitetes
gehäuse mit niedervoltströmen von NUR
eins und null.




Berkner antwortet um 29-04-2012 19:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Anders gesehen - du siehst es halt anders und etwas verkniffen, scheint mir.
Bleib locker!

Liest du http://www.net-tribune.de/nt/node/106367/news/Und-Tschuess-Landwirte-nehmen-vom-Bio-Abstand, dann siehst du die aktuelle Tendenz - die bei euch sicher auch nicht wesentlich anders sein wird, wenn noch einige Jahre vergehen.

Sturmi,
ich hatte mich ja korrigiert und den Link dazu gesetzt.
Um Europas Mitte lass sie sich streiten, der Grundstein für die Mitte der EU liegt bei uns begraben - smile.
Deine Fakten kann ich mehr als bestätigen und lebende Beweise aus der praktischen Landwirtschaft dafür anführen, Die bestätigen die Ergebnisse von Messgeräten, welche manche offensichtlich noch nie in der Hand gehabt und selber Messungen durchführt haben?

Aber wer sich im Dreck wohler fühlt, den werde ich nicht dran hindern. Es sei denn, er produziert Lebensmittel in Form von noch lebenden Schweinen - dann ist es mir nicht mehr egal, wenn er die Spielregeln nicht einhält.
Dann wird er vom Spile ausgeschlossen - basta.

Aber objektive fakten hat bisher noch keiner vorgelegt von den Diskussionspartnern und die Links schauen sie sich offensichtlich auch nicht an?
Gruß
Fritz



biolix antwortet um 29-04-2012 23:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
GA !

Es ist doch immer wieder schön zu lesen das die "Wirtschaftlichkeit" die ethischen oder besser gesagt die tierisch artgerchten DInge verdrängt...

Herr berkner ich bnin mir sicher das sie sogar den Sturmi, nicht ganz des Andersgesehen bald überzeugen können, das man etwas gefunden hat, wo man Ferkel mit nach einer Woche bereits absetzen kann und somit noch mehr "Umläufe" im Stall und noch mehr Gewinn, gratulation !!!!

Die Schweinebauern werdens ihnen danken !!!

lg biolix

p.s. ich halts da eher mit Prof. Haiger, der mal auf einer Diskussion sagte: "Wer es nciht schafft seine Schweine und Rinder auf Stroh zu halten, der ist am darn und eher auch seinen Beruf verfehlt..."... ;-)


Berkner antwortet um 30-04-2012 00:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
biölix,

mir kommen die Tränen ob der immer wiederkehrenden Beschwörungen mit den gleichen Schlagworten!

99.9 & aller Leute, welche Schweine halten, haben den unlauteren Gedanken, damit Geld zu verdienen.
Alles andere "Geschwätz" ist Schönfärberei!

Jedes Bioschwein stirbt und wird weiter verarbeitet und dann verzehrt - jedes andere Schweine auch.
Und j e d e r , der in diesem Geschäft tätig ist, versucht -egal wie - möglichst viel Profit dabei zu machen!

Verleiht euch doch nicht ständig den Heiligenschein, ihr seid allenfalls scheinheilig!

Und greift ständig Andere an und diskriminiert sie, obwohl diese die bestehenden Gesetze nicht nur beachten, sondern übererfüllen.

Aber das merkt ihr schon gar nicht mehr.
Bisher kam fast kein einziges Argument , welches sofort widerlegt werden kann und null Fakten als Antworten aufgestellte Fragen. Es langweilt also immer mehr.
Da beeindruckt mich auch irgendein Professor nicht, welcher nie im Stroh sein Geld verdienen musste, sondern staatliche Entlohnung für sein "Geschwätz " bezieht, wahrscheinlich 30 Tage bezahlten Urlaub und sonstige weitere Vergünstigungen hat (te) - bei insgesamt weniger als 200 Arbeitstage pro Jahr.
Und danach emeritiert er mit nachfolgenden Privilegien und guter Pension.
Kenne keinen Schweinehalter mit ähnlichen Konditionen - selbst Bioproduzenten nicht!

ich habe übrigens bereits kurz nach Eintritt ins Leben einem Professor auf dem Schoß gesessen, welcher den gleichen Namen hatte wie ich und habe zwei Professoren als Onkel . Sorry, also musst du schon mehr auffahren, um mich wirklich zu beeindrucken - smile
Schöne neue Woche in der wohl weiterhin vergeblichen Hoffnung auf sinnvollere Antworten.

Gruß aus DE, welches in der EU und in der Wellt liegt
Fritz


Berkner antwortet um 30-04-2012 00:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Prof Haiger:
Siehe www.aurora-magazin.at/gesellschaft/haiger_angedacht.htm
https://forschung.boku.ac.at/fis/suchen.person_uebersicht?sprache_in=de&menue_id_in=101&id_in=91
Mit 75 Jahren laut Link im Ruhestand !

Schaust du mal, wer dieses Institut alles fördert:
https://forschung.boku.ac.at/fis/suchen.orgeinheit_geldgeber?sprache_in=de&menue_id_in=209&id_in=H932
... untervielen Anderen die Organsitaion "VIER PFOTEN"

no futhers comments
Fritz



biolix antwortet um 30-04-2012 06:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
GM !

also wirklich, sturmi sofort ein Protestschreiben an die BOKU, die arbeiten echt mit "Vier Pfoten" zusammen ?! ;-))))

Ja Herr Bekner, komisch, das mit "Geldverdienen" sich bei uns im Leben alles recht fertigt..

Nett, aber ich bin froh das ich in 5 Minuten zu unseren Kühen in den Stall gehe und Stroh einstreue und unsere Kälber noch bei ihren Müttern "saufen" können etc. etc...

Und wir verdienen auch Geld damit, nicht so viel vielleicht, aber wir leben auch gut.. ,-))

lg biolix

p.s. apropos Argumtente , ihr link bez. Bioausstieg, weils ein paar nicht schaffen, inkl. glaube ich die 900 nicht, da werden auch viele Betriebsaufgaben dabei sein, soll man echt ernst nehmen ?


sturmi antwortet um 30-04-2012 07:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
"...wir verdienen auch Geld damit, nicht so viel vielleicht, aber wir leben auch gut.. "
@biolix
Die einzige "Sauerei" ist das Low-Output-Betriebe mit schlechter Bonitur mit Steuergeldern überschüttet werden!
@fritz
Und solche Betriebe werden als zukunftsfähig hingestellt!
MfG Sturmi



biolix antwortet um 30-04-2012 08:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
;-))) Sturmi, hör doch endlich auf mit deinen Lügen !!

Der normale durchschnitts Ö bauer hat 600-700 Euro pro ha, und deine angeblichen "Zugeschütteten" bekommen wie viel aus deinen "Lügengeschichten" ???

lg biolix




teilchen antwortet um 30-04-2012 08:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

@sturmi

Aus deinem Beitrag vom 28.04. Um 07:20
"...Als wir dann 2008 auf strohlose Stallhaltung umgestellt haben wurden meine Beschwerden schlagartig besser!"

Das ist es ja, die Ställe werden den Bedürfnissen der Menschen angepasst, und nicht mehr der Tiere. Die Tiere können ihre Natur nicht mehr ausleben.

Das wäre so, als würde jemand beschließen, dass Du zukünftig auf einer beheizten Plastikmatratze schlafen sollst, weil es zuviel Arbeit macht, die Bettwäsche jede Woche zu waschen, und weil das unhygienisch wäre.
Du hättest es zwar dann warm und hygienisch, aber das Wohlgefühl und die Geborgenheit fehlt Dir komplett, und es wäre gegen Deine Natur, dass Du so in Ruhe schlafen könntest.

Jahrtausendelang haben Schweine sich auf dem Boden gewälzt um sich abzukühlen, und bauen Stress ab in dem sie mit dem Rüssel im Boden wühlen. Seit ein paar mickrigen Jahrzehnten wollen Stalloptimierer überzeugen, dass es für Schweine doch besser ist, wenn sie strohfrei auf Betonspalten leben, und damit sie sich nicht gegenseitig kannibalisieren, werden Ketten und Holzstücke zum Stressabbau an die Stallwand gehängt.
Das ist doch ein Vorwand, damit der Mensch nicht so viel Arbeit hat und seinen Gewinn optimiert.

In den 1960er und 1970er Jahren waren wir noch stolz auf jede Errungenschaft, die uns das Leben erleichtert hat. Viel Leistung in kurzer Zeit und auf wenig Raum.
In der Euphorie des wirtschaftlichen Aufbaus wird eine Frage immer wieder verdrängt: "Ist das was ich mache auch zum Wohle aller?" und die zweite Frage:"Gibt es jemanden/etwas, dem ich damit schade?"

Je besser es uns geht, umso mehr dürfen wir es uns auch leisten, uns diese ethischen Fragen zu stellen.
Ist es denn richtig, bei den Ressourcen als Ziel zu haben, die Weltbevölkerung flächendeckend mit Fleisch versorgen zu wollen?
Wäre es nicht zuerst einmal besser, die Menschen dieser Welt einmal satt zu machen?

Ich will nicht dauernd auf die Massentierhaltung hinhauen, und bitte nimm es nicht als Angriff, denn Du kannst nichts für den globalen Nahrungskreislauf.
Nur das Argument, dass man mit der Massentierhaltung ja die Welt ernähren müsse, zieht nicht.



sturmi antwortet um 30-04-2012 15:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
@teilchen
Lassen wir doch die Konsumenten entscheiden! Qualitativ hochwertiges, kontrolliertes und leistbares Fleisch aus der Region oder die Versorgung durch die Bio-Welternährer! Wer auf teures Bio-Grünzeug, Körndl und Fleischimitate steht möge es kaufen, bitte!
Der Oberwelternährer Biolix schafft es gerade mal auf - 50% Fleischverzicht, dabei propagiert er sein "Sonntagsbratenmodell"! ;-))
MfG Sturmi


sturmi antwortet um 30-04-2012 15:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
@biolix
Du bist natürlich total fixiert auf den konv. Stiermäster....
Ich zähle mich zu den Durchschnittsbauern (20-30ha) in der Lambacher Region! Ich bekomme mit EBP, Begrünungsprämie, Mulchsaat (keine ÖPUL-Gelder, dank Pirklhuber) 12500,- Euro, du hast aber ca. das 4-fache am Konto!
Die Frage ist ob man sich so eine ungerechte Verteilung nach 2013 auch noch leisten kann!
MfG Sturmi
PS: Jetzt geht´s zum Maibaumsetzen und ich bin mir sicher das der Maibaumbesitzer keine Tofuwürstl auf den Tisch stellt, ausser er ist Lebensmüde! :-P






biolix antwortet um 30-04-2012 18:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Also sturmi , warum soll ich die Stiermäster vergessen ?
Kannst du nicht mal ehrlich sein ?
Wenn du das ÖPUL nicht schaffst, bei uns schaffen es alle tut mir leid für dich und dann stimmen die zahlen...
Dann nimmst noch die Investförderung dazu etc. und rechnest das aufs ha um, weil ja "low input" betriebe sicher nichts investieren, dann kommt noch mehr raus... ;-))

Wo hast du denn das 4 fache her ? Kennst du meine Tierprämien von den Rindern, ach so die darf man dann nicht vergessen, und die doppelte Fläche etc. ... ;-))

lg biolix


Berkner antwortet um 30-04-2012 20:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Sturmi,

bleib cool und trink eine auf mein Wohl beim Maibaumaufstellen und danach.

Um Mitternacht werde ich ganz offiziell Rentner und schlucke darauf einen Eppelwoi
(Apfelwein/ Apfelmost) aus eigener Produktion.
Unsere Diskussionspartner würden ihn als Bioprodukt bezeichnen und teurer verkaufen wollen - für mich ist es ein ganz normaler "Stoff", von dem ich bis Anfang Dezember noch 150 l vernichten muss.

Könnte mal einige Liter zum Karpfhamer Fest im August/September mitbringen und ihr macht mal einen Ausflug über die Grenze zu einem Chat-Treffen auf deutschem Boden.
Ihr seid eingeladen - Du bekommst einen Gutschein für eine Brotzeit und eine Maß von mir.
Dann könnten wir es uns um die Ohren fetzen lassen und mal richtig schön diskutieren.
Ist eh billiger als Wels oder Ried, da nur Parkgebühren anfallen.
Was hältst du davon?

Gruß zum ersten Mai - auch an die anderen Diskussionspartner.
Dem Dr. Hagmüller scheint es die Sprache verschlagen zu haben oder die exakten Fakten fehlen?
Auch er kann ja mal den Ausflug machen, bekommt sicher auch einen Gutschein.
Den werde ich mir schon von meinen Geschäftspartnern erbetteln, ich armer Hund - smile

Fritz


biolix antwortet um 30-04-2012 23:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Apropos sturmi, hab grad gelesen, wusste gar nciht das ich schon auf 50% Fleisch verzichte, habe ich das wo geschrieben ? aber ja, wird schon besser... 30-40% werdens schon wenn meine Frau kocht und nicht die schwiemu.. ;-)))

Aber das schöne ist echt, man fühlt sich besser, und die Gewürze die es gibt, abseits des Schweinsbratls, möchte ich auch nicht mehr missen.. ;-)

Also Maibaum steht, gute Nacht...

lg biolix

p.s. was ist jetzt berkner, wann setzt man endlich die Ferkel mit einer Woche ab um die Umluafzeiten noch zu erhöhen ? das wäre doch das tollste für die Züchter, oder.. ;-)))(((




Berkner antwortet um 01-05-2012 00:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Biolix,
zurück zum Thema der Diskussion:
Unter http://www.q-s.de/dc_lw_schweinehaltung.html findest du in Downloads für Landwirtschaft – Schweinehaltung die Datei LF Landwirtschaft Schweinehaltung 01.01.12
Lade sie dir runter und schau dir vorrangig die Punkte 3.5.1 bis 3.5.4 und den Punkt 3.6.6. an und gib endlich Antwort auf die von mir gestellten und bisher unbeantworteten Fragen, die sich beim Lesen dieser Punkte für die Welser Abferkelbucht und das Stallgebäude stellen.
Das sind die Voraussetzungen in Deutschland für die Teilnahme am QS System.
Ich bin vom TÜV zertifizierter QMB und habe Betriebe nach QM System überprüft – das ist noch ´ne Stufe höher und führt zur Zertifizierung nach DIN/EN ISO 9001:2008.
Könnte das eventuell die Ursache dafür sein, dass ich mich vielleicht auf einem anderen geistigen Level bewege in Diskussionen im Vergleich zu deinem Gedankengut?
Und wenn du denn deine kindischen Vorschläge bezüglich des Absetzzeitpunktes von Ferkeln von der Sau selber überprüfen willst, steht dem sicher nichts im Wege.
Warum bringst du solch dummes Geschwätz in die Diskussion ein?
Ich kann dir die Passagen in dem angeführten QS Leitfaden gern noch mal konkretisieren, wenn du es nicht verstehst. Und dann schau mal, was bei dir im Argen liegen könnte.
Brauchst du Hilfe zum Erkennen und Suchen, kann ich dir gegen Bezahlung gern helfen - smile.
Prost 1. Mai – der April ist vorbei
Fritz




sturmi antwortet um 01-05-2012 09:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
@fritz
Guten Morgen!
Wir von der Feuerwehr haben die 26 m lange (von mir gespendete) Fichte aufgestellt und haben uns anschließend bei Schweinegrillkoteletts, Bier & Wein köstlich unterhalten! :-D
Das Kapfhammer Fest ist für mich jedes Jahr ein Fixpunkt in meinem Terminkalender. Mit den Firmen Quebag & Salvana habe ich seit Jahren sehr gute Geschäftskontakte.
Ja und wegen dem Biolix, den interessiert dein Fachwissen nicht, der lebt in seiner eigenen Welt! ;-)
Den Biolix kannst du meiner Meinung nach auf eine Stufe mit Balluch stellen.
MfG Sturmi






Berkner antwortet um 01-05-2012 22:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Servus sturmi,

dann haben wir uns ja wohl 10 Jahre lang jeweisl um weniger als 100 m Luftlinie verfehlt, denn weiter war ich jeweils nicht entfernt vom Quebag Stand!
Dann sehen wir uns also.
Freue mich drauf und habe mir heute ebenfalls einen schönen Schweinebraten geleistet.
Nachdem wir hier zumindest mit diesem Link eine neue Rekordzahl von Beiträgen erreicht haben, ohne auf irgendeine Frage auch nur eine Andeutung von Antwort zu erhalten, sollten wir abschließen.
Wer nichts zu sagen hat, wird es wohl auch künftig nicht tun.
Also lassen wir sie einfach ihre Ideen weiter verfolgen und glücklich werden in ihrer Gedankenwelt und sind weiterhin tolerant.
Schreib mir doch mal privat ne mail, damit ich deine Adresse bekomme. Mailadresse findest du in der homepage im Impressum.
Dann müssen wir das nicht hier besprechen.
Vielleicht organisierst du ja mal was bis dahin?

Gruß
Fritz
www.fritzberkner.de


Werner_Hagmueller antwortet um 02-05-2012 14:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
@ALLE
Nachdem die Diskussion nun schon fast zum Erliegen gekommen ist und die Themen sich weit vom Ausgangspunkt entfernt haben darf ich noch einmal zum eigentlichen Diskussionsthema Stellung nehmen. Die Welser Abferkelbucht wurde im Rahmen einer Diplomarbeit hinsichtlich der arbeitswirtschaftlichen Bedingungen untersucht. Dabei spielen weder die Anzahl der Buchten, noch die Anzahl der Sauen am Betrieb eine Rolle. Die verwendete Methodik befasst sich mit dem Zerlegen von Arbeitsschritten in kleinstmögliche Abschnitte, den sogenannten Arbeitselementen. Bei mehrmaliger Zeitnehmung einzelner Arbeitselemente ergibt sich ein stabiler Mittelwert, der dann auf die Anzahl der Buchten hochgerechnet werden kann und für 5 Buchten genauso wie für 30 Buchten verwendet werden kann. Ich empfinde es als unfair dem jungen Kollegen gegenüber, seine wissenschaftliche Arbeit zu diskreditieren, ohne fachliche Mängel ins Treffen zu führen. Das vorrangige Ziel einer Diplomarbeit besteht im Erlernen einer wissenschaftlichen Arbeitsweise mit sauberer Methodik.
Interessant ist die Arbeit vor allem hinsichtlich eines Vergleiches mit anderen freien Abferkelsystemen. Im Literaturvergleich schneidet die Welser Abferkelbucht besser als herkömmliche FAT-2 Buchten ab und stellt demnach aus arbeitswirtschaftlicher Sicht eine interessante Weiterentwicklung dar. Grund dafür dürfte in erster Linie das Wegfallen einer zweiten Mistachse und der hohe Sauberkeitsgrad im Liegebereich sein.

Ob freie Abferkelung mit Auslauf eine Option für Betriebe darstellt, können nur die BetriebsleiterInnen selbst enstscheiden. Dass eine verstärkte Beschäftigung mit dem Thema „Freie Abferkelung“ auch für konventionelle Betriebe langfristig interessant ist, zeigt die Entwicklung in verschiedenen Ländern der EU. Wenn beispielsweise die Dänen ankündigen, bis 2020 mindestens 10 % ihrer Ferkel in freier Abferkelung zu produzieren, gibt das einen Hinweis auf die Brisanz dieses Haltungsthemas. Ende letzten Jahres fand ein Workshop zum Thema „free farrowing“ in Wien statt und hat mir die Bedeutung dieses Themas wieder neu bewusst gemacht. Und deshalb finde ich es nicht zielführend, die beiden Haltungssysteme gegeneinander auszuspielen, sondern die Akteure sollten so bald als möglich gemeinsam an einer Weiterentwicklung der Haltungssysteme für ferkelführende Sauen arbeiten.

Ad Ferkelnest: natürlich gibt es keine Nester, in die Ferkel hineingeboren werden, dieser Terminus hat sich aber in der landwirtschaftlichen Fachpresse durchgesetzt. Man könnte auch das englische Wort „creep area“ verwenden, ich bin aber kein Freund von übertriebenem Fremdwortgebrauch. In der biologischen Schweinehaltung hat der Ferkelbereich noch eher „Nestcharakter“, wenn damit eine geschützte Atmosphäre mit temperaturmäßig angepasstem Kleinklima gemeint ist (Abweiser, Deckel,...). Man sollte aber m.E. nach nicht so streng mit der Begrifflichkeit umgehen, v.a., wenn man selbst Worte wie „Ferkelschutzorgane“ verwendet – sind diese Organe im Ferkel oder doch in der Sau zu finden, Herr Berkner? 

Zu der Aussage bezüglich Lungengesundheit bei Strohferkeln kann ich empfehlen, diverse status quo Analysen aus Österreich oder Deutschland zu lesen. Hier kommt meist deutlich zum Ausdruck, dass die Schlachthofbefunde bei Mastschweinen aus ökologischer Landwirtschaft weniger geschädigte Lungen aufweisen als bei konventioneller Haltung – dabei dürfte in erster Linie Ammoniak als Verursacher oder Wegbereiter in strohlosen Stallungen mit perforierten Böden eine Rolle spielen. Dass auf Bioschweinebetrieben im Gegenzug wieder andere Schwachstellen gefunden wurden (Endo- und Ektoparasiten), sei hier nicht verheimlicht.

Zu Stroh allgemein: Hier gibt es eine neuere Arbeit von Gutzwiller (CH), der mit belastetem Stroh Versuche bei Sauen durchgeführt hat und zum Schluss kommt, dass keine Unterschiede zu Tieren bestehen, die auf unbelastetem Stroh gehalten wurden.

Säugezeit: auch hier gibt es wissenschaftliche Untersuchungen zur Auswirkung einer verlängerten Säugezeit auf die Körperkondition von Zuchtsauen (Bussemas et al.) – die Ergebnisse entsprechen nicht dem oftmals geäußerten Vorurteil, lange Säugezeiten würden automatisch abgesäugte Sauen bedingen. Da die Laktationskurve der Sau nach 3-4 Wochen deutlich absinkt, ist bei gesunden Sauen und gutem Futter- und Fütterungsmanagement kein Absäugen zu befürchten

Abschließend noch ein Wunsch: Foren sollten m.E. nach dazu beitragen, interessierte Teilnehmer zu informieren, Fragen zu beantworten und strittige Themen sachlich aufzuarbeiten. Das fehlt mir in solchen Diskussionen zeitweise.

Mit freundlichen Grüßen
W.Hagmüller




Berkner antwortet um 02-05-2012 22:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Also - auf eine neue Runde mit Fakten:
Das Denk o r g a n ermöglicht den Menschen das Denken beziehungsweise das Nachdenken.
Das kann dann dazu führen, dass man sich im Duden, dem offiziellen O r g a n der deutschen und damit auch österreichischen Rechtschreibung, auf die Suche nach dem Wort „ O r g a n“ und seiner Bedeutung begibt.
Goggle ist dabei mal wieder hilfreich und liefert mehr als 190 Treffer, Herr Hagmüller!

Wichtigste Aussage dazu:
Ein O R G A N ist Einrichtung mit einer bestimmten Funktion als Teil des Ganzen.

Einige weitere Bedeutungen außerhalb der Bioologie, die erste speziell für Austria:
- Arbeitsinspektion: Bedeutung (in Österreich und in der Schweiz) = staatliches O r g a n zur Durchführung der Arbeitsschutzgesetzgebung; Gewerbeaufsicht
- der Presserat ist ein Presse o r g a n der freiwilligen Selbstkontrolle der Presse
- Staats o r g a n
- Verfassungs o r g a n
- Exekutiv o r g a n
- Polizei o r g a n = ausführendes O r g a n der Exekutive
- Kontroll o r g a n
- ein Gremium ist ein O r g a n
- ein Stiftungsrat ist ein mit bestimmten Aufgaben betrautes O r g a n einer Stiftung
- die βουλή (Bule, griech.), die Ratsversammlung, war ein wichtiges O r g a n des griechischen Staates (Stichwort Demokratie!!)
- ein Kontor ist ein O r g a n des Großhandels, welches Waren anbietet
- in der ehemaligen DDR gab es jede Menge rechenschaftspflichtige O r g a n e der staatlichen und wirtschaftlichen Kontrolle
So long!!
Wenn sie vielleicht etwas mehr Gewicht auf das Wort S c h u t z gelegt hätten!
So kann ich nur sagen: si tacuisses, philosophus mansisses.
Wer es nicht versteht, möge Google benutzen.

Wenn Ihr die Diskussionen in diesem Treff verfolgt, dann ging es hier erst um "ferkelschutzbügel in der Diskussion von heidi am 6.3.2011, dann mutierte es in das Wort Abferkelkäfig, nachzulesen in der Diskussion von Dallinger am 19.3.2011
Dahans stellte am 20.7.2011 die gute Frage nach "Metallkäfig oder Ferkelschutzbucht"!
Lest mal im Archiv nach, wer euch Österreicher hier auf des Wort "Schutzorgan" gebracht hat und wie es sogar letztendlich eure Minister dann verwendet haben. Könnte es sein, dass Berkner das war?
Die haben es offensichtlich gecheckt!?
Nachzulesen in der von mir angeregten Diskussionerweiterung über die Abmessungen von Kastenständen (https://www.landwirt.com/Forum/297792/Schweinezucht---Stoeger-wartet-auf-Vorschlaege-von-Berlakovich.html)
Dort kann man explizit in meiner eigenen Antwort vom 23-07-2011 18:06 die Definition des Wortes Ferkelschutzorgan nachlesen, Herr Dr. Hagmüller!
Lassen wir es also zu diesem Punkt gut sein.
Die Macht des Wortes hängt von der Kompetenz und der Authentizität desjenigen ab, der es spricht oder schreibt!
Man kann es so einsetzen, dass man mit einem Wort eine ganze Argumentation aufbauen kann, welche jeden Kritiker ganz schnell lahmlegen kann! Darum habe ich mich bemüht - nun dürfte es der Letzte verstanden haben.

Gruß aus Gießen
Frritz Berkner
Unser aktiver bundesdeutscher Tierschützer (Spenden nicht vergessen! verstieg sich dann am 1.12.201 zum Wort Abferkelgerkelgestell - smile



Berkner antwortet um 02-05-2012 23:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Herr Hagmüller,

zur ihrer Abferkelbucht:
1.
Schon mal etwas gehört von Ökonomie?
Dazu gehören auch Baukosten für umbaueten Raum, mit dem sie die Natur versiegeln!!
Zudem brauchen si für die Verfahrenskette mit Einstreu einen möglichst schadnagersicheren Lagerplatz mit Überdachung, einen den Vorschriften entsprechende Festmistplatte, wo 600 und mehr mm Jahresniederschlag die Nährstoffbilanz verbessern und aufgefangen werden müssen (oder leitet man sie in den Nahe gelegegen Fluss?) und wo zusätzlich eine jauchegrube vorhanden sein muss. Wieder sinnlose , gar nicht ökologische Flächenversiegelung !
Defineieren sie bitte mal das Freilaufglück für eine Sau mit säugeden Ferkeln in qm.
Zeigen sie mir eine Freilaufbucht auf der Welt, wo die Ferkelverluste bis zum Absetzen geringer sind als in einer o p t i m a l ausgeführten konventionellen Abferkelbucht mit entsprechender Technik (z. B. "Ferkelschutzorgan", perforiertem Boden, optimale Klimatisierung mit Unterflurabsaugung). 5.5 qm ist die gesetzlich künftig vorgeschriebene Minimumfläche in der teusersten haltungsstufe der gesamten Schweineproduktion! und wenn sie da 4.5 qm draufgeben - das ist Glück für die Sau??
2.
In der Natur zieht sich die Bache einige Zeit vor der Geburt zurück und baut einen ausgepolsterten W u r f k e s s e l aus Reisig. Dieser dient weitgehend dem Sichtschutz gegen Beutegreifer (so drücken es die Jäger aus). Er wird zusätzlich auch noch dazu dienen, dass die Frischlinge nicht so einfach abhauen können! Und Sroh gibt es nicht im Wald!! Kesselbau im Weizenfeld - peng!!
So etwas etwas braucht es nicht in der Schweinehaltung zur Erzeugung von Rohstoffen für die Nahrungskette!!
3.
orgprints.org/13968/1/Gutzwiller_13968.pdf
Nachlesen und schmunzeln! Ich zitiere :
"...der Anteil Sauen, die wegen Unträchtigkeit aus den Versuchen ausschieden....."
Einmal ein "Vorversuch" mit 8 Sauen, dann ein "Hauptversuch" mit 40 Sauen.
Wer hat´s erfunden? Die Schwyzer!
Gut, dass die nicht in der EU sind!

Ein weiterer Versuch einer sachlichen Aufarbeitung, die sie aber nicht erkennen können.
Gruß
F. berkner



Berkner antwortet um 02-05-2012 23:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Noch ein Nachtrag:
Äußern sie sich doch mal dazu, wie sie die Welser Abferkelbucht z. B. dem Graf Hardegg für die eventeulle nächste Erweiterung um 500 Produktivsauen mit 6 wöchiger Säugezeit verkaufen wollen.

Rein Raus- Stallbelegung, schadnagersicher, sicher genen Einflug von Vögeln, welche in das Futter scheissen könnten (Salmonellengefahr).
Wie stellen sie sich die nötige Hygiene für einen Jungsauenerzeuger vor?
das ganze Kozept so, dass er damit jederzeit ein QM System mit Zertifizierung nach DIN/EN ISO beginnen könnte?
Darauaf bin wahrscheinlich nicht nur ich gespannt.

Denn auch mit der Welser Abferkelbucht werden Basisprodukte für Lebensmittel erzeugt!
Schon mal etwas von HACCP gehört?
"Im deutschen Recht wurde das HACCP-Konzept erstmals mit der Lebensmittelhygiene-Verordnung von 1998 verankert. Die EG-Verordnung 852/2004 sieht ebenfalls die Anwendung des HACCP-Konzeptes in allen Unternehmen, die mit der Produktion, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Lebensmitteln beschäftigt sind, verpflichtend vor.
Am 1. Januar 2006 trat das 2004 angenommene Hygienepaket der EU in Kraft. Hierin wird verordnet, dass nur noch Lebensmittel, die die HACCP-Richtlinien erfüllen, in der Union gehandelt und in die Union eingeführt werden dürfen.
Schon zuvor mussten alle Unternehmen, die Lebensmittel herstellen oder mit Lebensmitteln in irgendeiner Weise umgehen, ein HACCP-Konzept haben. Seit 2006 muss es in einer dokumentierten Version vorliegen. Bei großen Unternehmen mit vielen Gefahren und hohem Risikopotential sind ausführliche Aufzeichnungen vorgeschrieben, bei kleinen Unternehmen genügen Reinigungspläne, Verifizierungsnachweise oder Personalanweisungen."
Aus http://de.wikipedia.org/wiki/Hazard_Analysis_and_Critical_Control_Points

So weit mir bekannt ist, ist Austria inzwischen auch in der EU

Einen wunderschönen Gruß aus dem Zentrum der EU
F. Berkner


Biohias antwortet um 03-05-2012 00:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
es geht es hier eigentlich um die welser abferkelbucht!!
und darum das sich menschen die evtl. nicht so allwissend sind wie sie herr berkner was das
perfekte Stallsystem angeht forschungen anstellen und denen es um Tierwohl und
ARTGERECHTE Halltung geht, mit Wühlmaterial etc. damit befassen was lösungen mit den eben
erwähnten Zielen sein können!!!! smile haha
dabei geht es nicht immer darum möglichst viele einheiten einer Tierart in möglichst kurzen Zeiträumen
zu betreuen sondern eben auch um das Gesamte und um Verbraucherakzeptanz
nicht um irgend eine definition von organen, sowie ihre ständigen abschweifungen mit völlig am Thema
vorbei gehenden erläuterungen mit irgend welchen regelungen und gesetzgebungen die in der
PRAXIS sowohl konventionell wie auch biologisch keine relevanz haben.
Und ich weiß durchaus wovon ich rede, ich weiß auch wie sehr sie teilweise von
''Experten'' , selbsternannt wie sie, kritisiert wurden.
Jetzt ist es ja kein Thema mehr und ihre verstaubten Studien interessieren ja auch keinen mehr.... smile
tut mir leid wenn ich das hier so schreiben muss aber sie haben in den augen von den meisten
Usern doch keine Glaubwürdigkeit mehr......
Und das eine Perforierte Vollspaltenbucht ohne auslauf nichts aber auch gar nichts mit den natürlichen Haltungsbedingungen zu tun hat wissen sie so gut wie alle anderen die das hier lesen.
Wer NUR den Hygienestatus und biologische Leistungen in den Vordergrund stellt hat in der
Tierhaltung nichts verloren. Klingt traurig, ist aber so.
Gut das sie jetzt in Rente sind.....
Gruß aus dem Süden Deutschlands


Berkner antwortet um 03-05-2012 18:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Biohias aus dem Süden unserer Republik,

dann macht die Versuche gefälligst mit Wildschweinen - nicht mit Hausschweinen des heutigen Typus
Das nämlich überwiegend Hybridschweine.
Schaust du mal unter Statistik und Demokratie und Wildschwein / domestiziertes Hausschwein!
Und schaffe als erstes sämtliche Erungenschaften der Zivilisaton ab - Stichdatum sagen wir mal 1850?

Dann bist d u jedenfalls nicht mehr in diesem Forum, der Rentner schon - smile

Fritz
der im Gegensatz zu dir mit Sicherheit besser weiss, worüber er diskutiert.
Er hat 16 Jahre lang die deutschen Schweinehalter und deren Stand der Technik bei der DLG als Gastmitglied im Ausschuss für Technik in der tierischen Produktion vertreten, bis er freiwillig gegangen wurde, weil man seine Thesen nicht widerlegen - aber schon gar nicht anerlennen wollte.
Nochmal smile
Irgendwann hart er dann auch mal nach mehr als 60 Jahren Familienangehörifgeit von zwei Mitgliedern (die beiden den gleichen Namen haben) diesen ehrenwerten Club verlassen.
Dort ist übrigens ein Österreicher namens Hardegg in leitender Funktion tätig.
Über das Kräfteverhältnis der beiden deutschsprachigen Schweinenation habe ich schon einiges erwähnt.
Kümmerst du dich mal um die Struktur.
Auch dann wird die Diskussionsbasis sehr dünn - es sei den man forscht für aussterbende Bestände - smile
Gruß in Süden


Schaf_1608 antwortet um 03-05-2012 18:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Herr bernker, ich respektiere ihr Alter, ihr Fachwissen und ihre Erfahrung rund um die schweinehaltung, aber ich kann einfach nicht nachvollziehen warum sie so verklemmt gegen andere Systeme vorgehen...
Was ist den dabei wenn es ein paar Schluchtenscheißer gibt die ihre schweine mit auslauf und auf stroh halten? kann ihnen doch vollkommen egal sein, wie sie selbst sagen alle österreichischen schweinehalter produzieren zusammen nicht genug um die katzerln der EU zu ernähren...
Sollen sie doch so ihre Tiere halten, sie müssen sich davor nicht fürchten, oder ziehen sie etwa in erwägung, dass die Konsumenten auf die idee kommen könnten, dass sie lieber ein Bioschwein zu essen und somit diese Haltung zu fördern?

Wenn sie schreiben, dass es nur ökonomisch ist, wenn man möglichst viele tiere auf möglichst wenig platz unterbringt und diese möglichst kurz hält, dann frage ich mich ob sie von wirtschaftlichkeit auch nur die geringste ahnung haben, meine kleine 12 Jährige Cousine kann wirtschaftlichkeit scheinbar besser erklären als sie, den sie weiß, dass jenes system wirtschaftlich ist, welches die größte spanne zwischen einnahmen und ausgaben hat...
Und selbst wenn die biologische Schweineproduktion zweimal soviele Aufwendungen hätte (durch Baukosten, Tierbetreuung, Fütterung usw) kann sie immer noch deutlich wirtschaftlicher sein, wenn eine spezielle Klientel bereit ist mir dafür den fünffachen preis zu zahlen....
glg


biolix antwortet um 03-05-2012 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Patrick was nicht sein darf und was viele nicht schaffen, das darf halt nicht sein... ;-)))

lg biolix

p.s. habe heute meinen schönsten Roggen aller Zeiten gestriegelt... es wird besser und besser und man lernt nie aus... aber schöner ists mit der Natur.. ,-)))


Berkner antwortet um 03-05-2012 23:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Patrick,

könnt oder wollt ihr es alle nicht verstehen?
Wie oft muss ich noch mitteilen, das jeder nach seiner Facon selig werden kann - wenn er denn die Spielregeln einhält.

Es kann auch in Österreich nicht jeder so einfach produzieren, wie er es möchte.
Lest es halt mal nach, was man euch an Links schickt. Wie öffnet man den Link?

- Mit Mausklick links (Maustaste dazu festhalten) den gesamten Link markieren, dann
- den Cursor auf das Markierte setzen und
- Mausklick rechts betätigen. Danach
- mit Mausklick links auf "KOPIEREN" drücken.
Browser öffnen und
- das Feld "Webseite öffnen" mit Mausklick links markieren. Dort ist normaler irgendetwas geschrieben als Standardeinstellung, die beim Öffnen des Browsers automatisch geladen wird.
Z. B. www.google.at o. ä... Dann
- den Cursor auf das Markierte setzen und
- Mausklick rechts bettätigen. Danach
- mit Mausklick links auf "EINFÜGEN" drücken.
Dann hast du den Link geöffnet.

Noch ne wiederum wahrscheinlich vergebliche Info zu den Grundvoraussetzungen für die Produktion von Lebensmittel in der EU:
Der Unterschied in der Tierseuchenbekämpfung zwischen Deutschland und Österreich

- Österreich reagiert in offensichtlich erst nach Ausbruch einer Krankheit/Seuche in der gleiche Konsequenz und betreibt erst dann eine Seuchenbekämpfung mit Nachsorge
- Deutschland agiert seit Juli 2000 hier bereits im Vorfeld und betreibt hierzu seitdem konsequente Prävention/Prophylaxe und versucht so die konsequente Schadensverhütung


Tierseuchenbekämpfung in Österreich

In Österreich werden die staatlichen strategische Ziele der Tierseuchenbekämpfung unter www.bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Tiergesundheit/Seuchenbekaempfung_Ueberwachung
definiert:

Ziele sind Wahrung des Schutzes der Gesundheit von Tieren und damit auch des Menschen (gesundheitlicher Verbraucherschutz); Sicherstellung der Unbedenk¬lichkeit und Qualität der Ernährung entlang der Lebensmittel¬kette – insbesondere im Bereich der Primärproduktion.
Dazu gibt es – aber erst für einen bereits eingetretenen Seuchenfall – exakte Anweisen für die dann nötige ordnungsgemäße Reinigung mit einem Desinfektionserlass, zu finden unter www.bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Tiergesundheit/Seuchenbekaempfung_Ueberwachung/Desinfektionserlass
Zuletzt aktualisiert am 1.7.2011 vom Bundesministerium für Gesundheit

Desinfektionserlass
Mittel und Verfahren für die Durchführung der Desinfektion bei anzeigepflichtigen Tierseuchen Durchführungsbestimmungen des Bundesministeriums für Gesundheit und Konsumentenschutz GZ 39.505/6-III/A/4b/96

Dieser Desinfektionserlass ähnelt der deutschen Geißler-Rojahn-Stein Richtline. Deren Originaltext nachzulesen in meiner Homepage.

Tierseuchenbekämpfung in Deutschland
In der deutschen Schweinehaltungshygieneverordnung ( SchHaltHyV) ist ordnungsgemäße die Reinigung von Stallanlagen in der Schweineproduktion durch die Ausführungshinweise des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zur Schweinehaltungshygieneverordnung vom 26. Juni 2000 in Anlage 2 - Abschnitt I - Nr. 1 exakt definiert:
Unter „einem baulichen Zustand, der eine ordnungsgemäße Reinigung sowie eine wirksame Desinfektion und Schadnagerbekämpfung ermöglicht“ ist zu verstehen, dass - über das zu Anlage 1 Abschnitt 1 Nr. 1 hinaus Festgelegte - Wände eine glatte, flüssigkeitsabweisende Oberfläche und keine Schlupflöcher und Verstecke für Schadnager aufweisen.
Zur „ordnungsgemäßen“ Reinigung und „wirksamen“ Desinfektion wird auf Abschnitt IV und V der Richtlinien des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten über Mittel und Verfahren für die Durchführung der Desinfektion bei anzeigepflichtigen Tierseuchen (Geißler-Rojahn-Stein, B 1.1b) verwiesen.
Zur Desinfektion sind DVG-geprüfte Desinfektionsmittel zu verwenden.

Abschließend die Frage, warum so manche von euch sich so vehement dagegen wehren, dass jemand offensichtlich erheblich mehr an Wissen besitzt als ihr und es anwendet und wenn ihr mich damit diskriminieren wollt .
Es ruft ein mildes Lächeln hervor, denn damit dokumentiert ihr doch nur die eigenen Mängel.
Was an eigenen Leistungen für Schweinehaltung eures Landes gibt euch diese Selbstsicherheit?
Das wäre mal einer entsprechend formulierten Thematik für eine Magisterarbeit im Fach Soziologie wert. Das wäre nach all den Äußerungen hier schon keine empirische Arbeit mehr, sondern hätte ein durchaus praktisches Grundgerüst - smile

Dennoch und wiederum eine freundlichen Gruß meinen so zäh an irgendwelche Kernaussagen vorbei schreibenden Diskussionspartnern.
Fritz



Schweinepreis antwortet um 04-05-2012 16:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"
Liebe Diskussionsteilnehmer,

der Inhalt der Diskussion entfernt sich immer mehr von der ursprünglichen Frage und mündete zuletzt in einen inhaltsleeren Grabenkampf zwischen ökologischer und konventioneller Schweinehaltung. Da diese Entwicklung den Regeln dieses Fachforums widerspricht, bitten wir davon Abstand zu nehmen.

Wir freuen uns über Fachfragen und Fachdiskussionen in diesem Forum. Für anderweitige Diskussionen steht das allgemeine Forum auf der Startseite zur Verfügung.


Mit der Bitte um Ihr Verständnis,

die Redaktion


ANDERSgesehn antwortet um 15-05-2012 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Beitag "Welser Abferkelbucht"

genau das will hier jemand sagen ...


 


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