Alternative Grünland Viehlos

Antworten: 30
weideder 29-12-2011 22:24 - E-Mail an User
Alternative Grünland Viehlos
14 ha Grünland sollen in Zukunft viehlos und biologisch bewirtschaftet werden; Seehöhe 830Hm; Nebenerwerb; ???


christian83ktn antwortet um 30-12-2011 00:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternative Grünland Viehlos
Hallo weideder!
Von wo bist du?

Gehören dir die Flächen oder willst du pachten?
Wenn du in der Nähe bist könnte ich dir die 14ha auch abnehmen (pachten) ;)


mfg
christian


179781 antwortet um 30-12-2011 00:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternative Grünland Viehlos
Viehlos und biologisch ist ein schwieriger Klimmzug. Wenn du das Gras als Heu oder Silofutter verkaufst, dann ist das nicht biologisch, weil der Kreislauf nicht funktioniert und zwar krass! Es gäbe vielleicht die Überlegung Biogas herzustellen, was aber mit viel Investition und täglicher "Stallarbeit" beim Betrieb der Anlage verbunden ist. Eine andere Möglichkeit wäre, einen Partnerbetrieb in vernünftiger Entferung zu suchen, der das Futter für seine Tiere brauchen kann und anteilsmäßig Mist/Gülle wieder auf die Flächen zurückbringt.

Gottfried



ginzo antwortet um 30-12-2011 07:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es bestünde die Möglichkeit, einen Wanderschäfer zu kontaktieren, wenn es einen gibt, in dessen
Route Dein Gebiet liegt.


Indianerlandwirt antwortet um 30-12-2011 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternative Grünland Viehlos
Ja, genau. Du kennst deinen Weg.


Haa-Pee antwortet um 30-12-2011 10:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternative Grünland Viehlos
da gibts nur mulchen denn fürs mulchen gibts auch geld!


leitnfexer antwortet um 30-12-2011 11:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternative Grünland Viehlos
Mulchen?
Ja, aber nur mit einem Bio-diesel getriebenen Ökomulcher, der vom Biolix gelenkt wird, alles andere ist halbe Sache! ;-)

Also, wenn man seine Flächen nicht benötigt, sollte man verpachten oder gleich verkaufen...?
lg
leitn, auch schon mal als Viehlos gewertet, weil er auf 0,495 Gve/ha gefallen ist


weideder antwortet um 30-12-2011 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternative Grünland Viehlos
Bin im Mühlviertel Zuhause, jedoch verpachten möchte ich nicht. Ich besitze außerdem auch noch 18ha Wald und 5ha Acker. Mulcher habe ich auch, jedoch keinen Ökomulcher und ... :-)
Eine Überlegung welche mir schon eine Weile im Kopf herumschwirrt: Einen Teil der Grünfläche aufforsten mit Obstgehölze, jedoch mit der primären Aussicht auf Wertholzproduktion; Als Vorsorge für meinen Sohn.


RichardGier antwortet um 30-12-2011 12:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Warum unbedingt Bio ? Denkbar wäre auch Futterverkauf ( dabei ist allerdings nicht viel zu verdienen ) in Verbindung mit Teilnahme an einem Naturschutzprojekt , " artenreiche Magerwiese " o. Ä. .Wenn die Flächen derzeit nicht die Kriterien hinsichtlich Artenreichtum für ein solches Projekt erfüllen , werden sie es spätestens nach ein paar Jahren Heuernte ohne Düngung tun . Das große Fragezeichen dabei ist , ob solche Naturschutzprojekte ( ökologisch wertvolle Flächen ) in der neuen Förderperiode weiterhin so gut dotiert werden .
Eine Verpachtung von Grünland im Berggebiet , insbesondere in steilen Lagen , ist immer heikel ;
Da können Flächen in wenigen Jahren dauerhaft ruiniert werden ( Trittschäden ) .


mostilein antwortet um 30-12-2011 13:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternative Grünland Viehlos
eure sorgen möcht i haben



rotfeder antwortet um 30-12-2011 15:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Das beste ist, das Futter selbst zu ernten und dann biologisch zu verkaufen. Ich kenne Landwirte, die machen das schon 20 Jahre so. Das auf den Wiesen mit der Zeit nichts mehr wächst, das ist Nonsens,
bzw. glauben das Bauern, die von biologischer Landwirtschaft keine Ahnung haben. Da dürfte ja aus dem Wald auch kein Holz verkauft werden.


AnimalFarmHipples antwortet um 30-12-2011 16:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Man muß es ja nicht als "biologisch" anbieten; was zählt, sind Qualität und Preis, und wenn man ohne Kunstdünger bzw. auch Unkrautbekämpfung (zB Ampfer) auskommt, kann man das ja ruhig dazu sagen.
Der Knackpunkt ist halt der Preis, weil wenn man sich trotz zumeist besserer Qualität an osteuropäischen Erzeugern orientieren muß, die um 15 Cent/kg frei Haus liefern, dauert es selbst bei 14 Hektar lang, bis man die Investitionen für (Gebraucht-)Maschinen, Lagerraum und Betriebsmittel wieder herinnen hat. Und wenn der Einheitswert über EUR 1500,- liegt, kommt auch noch die BSVG-Vollversicherung dazu.
Und die Qualität ist Glückssache, da kann einem ein unerwarteter Regenguß oder auch ein trockenes Frühjahr schon einen ziemlichen Strich durch die Rechnung machen, vor allem wenn man rein verkaufsorientiert produziert.


rotfeder antwortet um 30-12-2011 16:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Naja, ich bin davon ausgegangen, das die Maschinen usw. schon vorhanden sind. Eine Investition in den Fuhrpark halte ich auch für unrentabel. Doch wenn man nichts kaufen muß und die Heuarbeit ist einem nicht total läßtig, müßte es funktionieren, ein bischen Geld gibts ja von der AMA auch.


weideder antwortet um 30-12-2011 17:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternative Grünland Viehlos
Maschinen sind vorhanden und im besten Zustand;

Übrigends einen Dank für eure Beiträge; Finde ich sehr interessant.


weideder antwortet um 30-12-2011 17:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternative Grünland Viehlos
Maschinen sind vorhanden und im besten Zustand;

Übrigends einen Dank für eure Beiträge; Finde ich sehr interessant.


leitnfexer antwortet um 30-12-2011 17:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alternative Grünland Viehlos
Hallo!

Trotz allem würde ich, auch schon wegen der viel geringeren Agrargelder, nicht Viehlos Grünland bewirtschaften. Es könnte ja auch "nur am Papier" verpachtet werden, und du bewirtschaftest es selber weiter und machst es dir mit dem Pächter finanziell aus? Oder eben mit "Leihvieh", welches nur über die Weideperiode da ist?
Wie stellst du dir das mit den Obstbäumen vor, das sehe ich als schwieriges Projekt?(viel Arbeit, wenig ertrag?)
Aufforsten wäre natürlich eine Möglichkeit, wenn es genehmigt wird?



RichardGier antwortet um 30-12-2011 17:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@rotfeder: Natürlich nimmt der Ertrag auf ungedüngten Wiesen nach ein paar Jahren ,in denen der Dauerhumus die fehlende Nährstoffzufuhr noch abpuffern kann , ab -auf guten Schwemmböden weniger und langsamer, auf ärmeren Standorten stärker und rascher - um sich dann auf einem deutlich niedrigeren Niveau einzupendeln .
Der Vergleich mit Wald ist ein sehr schlechter : Wenn man auf einem Waldstück alle 20-30 Jahre einen Kahlschlag machen und dabei auch Äste und Nadeln mitverwerten würde , hätte man nach ein paar Umtrieben auch einen komplett degradierten Boden mit nur mehr kümmerlichem Baumwuchs .


rotfeder antwortet um 30-12-2011 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Das der Ertrag weniger wird bis zu einem gewissen Punkt ist klar. Doch das kann man auch als Vorteil sehen. Ich habe auch WF -Flächen, da darf auch nichts gedüngt werden, doch der Ertrag ist konstant niedrig, das heißt er nimmt nicht mehr von Jahr zu Jahr ab. Die Kosten und die Arbeit sind über die Förderung mehr als abgegolten. Das Futter ist noch die Draufgabe.


kraftwerk81 antwortet um 31-12-2011 00:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Kommt halt auch drauf an was mit dem futter dann gefüttert werden soll. Pferdeheu wär eine möglichkeit, da ist nährstoffarmes futter gefragt und dünger meist auch günstig zu haben.


weideder antwortet um 31-12-2011 11:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es gibt speziell gezüchte Sorten, welche eine größere Stammlänge aufzeigen; aufgezogen werden die Bäume in Hochstammform. Nutzen möchte ich das Obst (Schnaps), die Grünfläche (Mulchen oder Mähen; größerer Pflanzabstand) und den Stamm später als Wertholz.


emggg antwortet um 31-12-2011 11:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Laß Grünland Grünland sein,damit machst auch eine Vorsorge für deinen Sohn,vorallem bei eigener Viehhaltung.Birnbäume kannst in Randbereichen setzen dann hast Arbeit und Schnaps genug.


179781 antwortet um 01-01-2012 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo weideder
Das mit den Obstbäumen ist keine so schlechte Überlegung. Die Nachfrage nach Bioobst ist größer als das Angebot, die Preise sind recht gut. Da kommst du auf sehr gute Einnahmen je ha. Allerdings musst du schon auch entsprechend etwas dafür arbeiten und vor allem investieren. Die Bäume sind nicht billig und richtige Hochstammsorten brauchen halt auch lange, bis sie voll in Ertrag kommen.

Ich bin selber gerade dran, unseren Obstgarten deutlich zu vergrößern. Dazu will ich auf Weideflächen Hochstamm Apfelbäume im Abstand von etwa 12 auf 12 m pflanzen. Die Fläche kann weiter als Weide genutzt werden und im Herbst gibt es zusätzlich Obst zum Ernten. Wegen der Sortenwahl bin ich mir noch nicht so sehr im Klaren. Bis jetzt haben wir eher nur für den Eigengebrauch Speiseäpfel gehabt und darüber hinaus nur Mostäpfel zum Saftmachen.
Es ist dazu aber eine Vermarktungsorganisation im Aufbau, die ist bei der EZG Biogetreide im selben Büro untergebracht. Bei Bedarf kann ich dir die Tel. Nr mailen.

Gottfried


emggg antwortet um 01-01-2012 10:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@179781 Auf Weideflächen mußt guten Baumschutz anbringen(einzäunen)außerdem mußt Du mit Fallobst rechnen,-Gefahr z.B.Verschlingen von Äpfeln,


179781 antwortet um 01-01-2012 14:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das ist schon klar, dass man die jungen Bäume ordentlich einzäunen muss, sonst sind die gleich wieder weg. Da muss man eben die vier zusätzlic hen Zaunstecken und 16 m Stacheldraht je Baum investieren. Dafür braucht man nie unter den Bäumen herummähen.
Das Fallobst ist kein Problem. Hier ist das beweiden sogar ein Vorteil, weil da immer sauber aufgeräumt ist und nichts verfault unter den Bäumen. Das mit dem verschlucken kenn ich nur vom Hörensagen. Bei unst stehen etwa 80 Obstbäume in den Weiden und da hat sich noch nie ein Rind dran verschluckt. Was man eher beachten muss ist, dass im Herbst, wenn Fallobst anfällt die Tiere nur kürzere Zeit unter die Bäume gehen dürfen, weil sonst alles vertreten wird. Die kommen x mal am Tag vorbei, um nur ja keinen Apfel zu übersehen.

Gottfried


mostkeks antwortet um 01-01-2012 19:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!

Wenn du nicht zu weit weg bist könnte ich dir ja ein paar Kalbinnen über den Sommer borgen damit du auf deine 0,5 GVE/ha kommst. Ist im aktuellen Öpul schon interessant.

Bei Obstbäumen würde ich einen Teil auf Birnen setzten, Sind zwar schwieriger mit dem Zeitfenster zur Ernte, werden aber in den nächsten Jahren etwas knapper werden (Feuerbrand und vor allem Birnenverfall!)

Habe meine neu angelegten Obstbaumreihen immer abwechselnd 1 Apfelbaum Halbstamm und ein Birnenbaum Hochstamm gepflanzt. Die Äpfelbaume bringen früher einen brauchbaren Ertrag und sind in 70 Jahren wenn der der Birnbaum sich zur vollen Größe entwickelt schon wieder weg. Abstand ca. 5 m

Pflanzmaterial kannst du über die Aktionen von Bio-Austria günstig beziehen. Sorten möglichst Feuerbrand und Birnenverfall resistent.

Intensive Betreuung in den ersten paar Jahren zahlt sich auf jeden Fall aus und so wirst du bald schon Freude damit haben!

lg


Vierkanter antwortet um 01-01-2012 20:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hallo weideder!

biologisch bewirtschaften ohne wirtschaftsdünger wird nicht ganz leicht sein.....

ich habe ebenfalls auf meinen GL flächen (in Hofnähe) viele neue Obstbäume (alte Sorten, Hochstamm, hauptsächlich Mostobst wie zb. Landlbirne, Püllerbirne, etc.) gepflanzt um meine Streuobstwiesen aufrecht zu erhalten, da im Laufe der Jahre natürlich einige Bäume dran glauben mussten.......habe jetzt rund 300 Obstbäume für die Most- und Schnapserzeugung

weiteres habe ich (natürlich im laufe der Zeit) gut befahrbare GL Flächen zu Ackerland gemacht + auf mehreren Flächen Christbaumkulturen, Pappeln und Miscanthus gepflanzt

meine GL Flächen werden geheut (Rundballen) und dann verkauft (Nachfrage momentan bei mir zu mindestens groß)
letzter Schnitt unter den Bäumen eventuell silieren und nicht mulchen

eventuell beschäftigst du dich auch mit Kompostierung, aber gut, da werden sicher viele aufschreien ;)

LG Richard



weideder antwortet um 01-01-2012 21:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Möchte mich voll auf die Forstwirtschaft konzentrieren; Dazu habe ich mir dieses Jahr auch einen Waldwirtschaftsplan erstellen lassen und bin ehrlich gesagt sehr begeistert von diesem Service. Wir haben bereits dieses Jahr begonnen diesen Plan umzusetzen.

Meine Begeisterung für die Landwirtschaft ist sehr groß, jedoch zwingt mich eine Allergie für die Aufgabe der Rinderhaltung. Ich möchte jedoch diesen Umstand dazu nützen mich positv in eine andere Richtung zu entwickeln und mich an neue Sachen zu probieren. Dazu bin ich auch einfach zu sehr mit dem Grundstücken verbunden, um diese zu Verpachten.

Danke für eure Vorschläge und Ideen


biolix antwortet um 01-01-2012 21:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hi !

sicher biol. Wirtschaften und eine "Vieh und Düngegemeinschaft" anstreben wenn geht.. sonst ist schon vieles angesprochen... passt eh einiges.. Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg und halte durch.. ,-))

lg biolix


hofer steiniger antwortet um 19-12-2012 21:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hallo weideder

was für eine allternative auf dem grünland hast du gefunden?
stehe ebenfalls vor dem selben problem?
danke für eine antwort.

mfg


weideder antwortet um 10-04-2015 23:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus.

Die Antwort hat sehr lange gedauert. Bitte entschuldige.

Bin noch in der Umstellungsphase aber noch nicht am Ende vom Weg.

Hast du eine Alternative gewählt.

LG Max



Haa-Pee antwortet um 11-04-2015 10:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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gut ding braucht weile.....

also nach gut 4 jahren sollte man schon ergebnisse der alternativen grünlandbewirtschaftung bereit haben?

der gängige weg ist verpachten,aufforsten,umackern,parzellieren,


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