Grundstücke stärker besteuern!

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Hirschfarm 23-10-2011 13:00 - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Der WIFO Chef Aiginger fordert Grundstücke stärker zu besteuern , da man Kapital nicht höher besteuern kann da es sonst ins Ausland abwandert müsse man bei Grund und Boden den Steuerhebel ansetzen! Wärs nicht besser das WIFO abzuschaffen und die Steuern dort zu belassen wo sie sind oder Sie vielleicht gar zu senken?


traktorensteff antwortet um 23-10-2011 13:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Ich habe die Sendung nur nebenbei geschaut, aber SO hat er das nicht gesagt (kann es aber überhört haben). Er hat gemeint, dass die Grundsteuer damals ein Bagatelle war und es heute noch vieel weniger ist. Wenn sie zumindest immer an die Inflationsrate angeglichen worden wäre, würde sich heute niemand aufregen, so Aiginger. Außerdem hat er glaube ich gar nicht ausdrücklich "landwirtschaftlichen Nutzgrund" erwähnt.


Fetzerl antwortet um 23-10-2011 15:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
In einem hat Aiginger recht: eine Inflationsanpassung hat es bei der Grundsteuer nie gegeben und daher blieb die auf sehr niedrigem Niveau. Als pauschalierter Landwirt kann ich nur sagen: Ich zahl gern ein bisserl mehr Grundsteuer; wenn dafür die Pauschalierung dafür erhalten bleibt; ist das schon ok....
Wenn dabei noch ein bisserl Unterschied gemacht wird - Häuser, Industrie und Gewerbe werden höher besteuert ist es umso besser. Insbesondere bei dem hohen Flächenverbrauch durch Industrie und Wohnbau kann eine höhere Grundsteuer gar nicht schaden, vielleicht wird dann ein wenig bewußter gebaut.

LG, Franz



remus antwortet um 23-10-2011 16:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
ich bezahle pro 1ha wald ca 2euro grundsteuer das traue ich mir einem nicht -bauern gar nicht zu sagen könnte von mir aus um den faktor 10 höher sein


Lucky antwortet um 23-10-2011 16:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
meiner meinung gehöhrt die grundsteuer abgeschaft nicht erhöht.
warum soll man steuern zahlen unabhängig ob man was damit verdient oder nicht.
und wenn man was verdient gibts eh die einkommensteuer


remus antwortet um 23-10-2011 16:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
wenn du dir die grundsteuer nicht leisten kannst dann bist du auch nicht wert diesen grund zu besitzen
also verkauf einfach
wer sich bei diesen grundsteuerbeträgen für landwirtschaftliche flächen aufregt das muß wirklich ein schnorrer allerserster güte sein


ANDERSgesehn antwortet um 23-10-2011 17:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!

grundsteuer ist eine doppelte steuer.

der ertrag von grund wird auch
schon wo anders besteuert.

lg
ANDERSgesehn.




MUKUbauer antwortet um 23-10-2011 18:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
ist ja nur gut das viele nicht wissen wo noch überall Steuern bezahlt werden aufgrund des Besitzes von Grund und Boden ...

andere Länder haben auch 25% Mwst

Und eine Aussage hatte er noch - Treibstoff jährlich um 6% zu erhöhen ...




Lucky antwortet um 23-10-2011 18:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
da gehts nicht ums nicht leisten können sondern ums Prinzip.
verdiene ich geld zahle ich einkommensteuer. ist ok
kaufe ich mir von dem geld grund bezahle ich grunderwerbssteuer. ist ok
verdiene ich wieder geld damit zahle ich wieder einkommensteuer ist auch ok.
aber nur das ich steuer für den besitz zahlen soll das ist komunissmus und kann nur dazu führen das niemand mehr grund besitzen will.


agromueller antwortet um 23-10-2011 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Die Grundsteuer ist in ihrer Wirkung eine Vermögensteuer.
Die einzige, die es in Östereich derzeit gibt. Ob sie nun
als hoch oder niedrig empfunden wird, sie ist ungerecht.
Von keinem anderen Vermögenswert wird derzeit eine
Steuer eingehoben. So schau ma nämlich aus.


Lucky antwortet um 23-10-2011 18:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
nichts hinzuzufügen



179781 antwortet um 23-10-2011 18:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Die Grundsteuer auf landwirtschaftliche Flächen ist nicht hoch, deshalb regt sich von den Bauern kaum einer drüber auf. Wenn aber der Staat mehr Geld haben will, dann gehört nicht die Grundsteuer erhöht, sondern die Pauschalierung abgeschafft. Bei Arbeitnehmern wird die Steuer auch nach ihrem Einkommen berechnet und nicht nach den Sachwerten an ihrem Arbeitsplatz.

Gottfried


BSE1 antwortet um 23-10-2011 18:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
das ist ja nicht so tragisch, ob die Steuer auf landwirtschaftlcihen Flächen erhöht wird oder nicht. Wenn sie drastisch erhöht wird, legt man el als erzeugender Betrieb halt wieder auf die erzeugten Produkte um - ist ja nciht das Problem. Im endefekt zahlt es ja eh der Konsument. Wäre stark dafür, die Ausgleichszahlungen und Förderungen abzuschaffen - lege es dann einfach auf die Produkte um - wo dies nicht geht geht sich die Produktion nicht mehr aus - auch gut, muss man sich halt eine Sparte suchen wo Lohn und Arbeit noch zusammenpassen. Und es dauert nicht lange, dann sind gewisse Produkte, besonders jene, (die jetzt zu "ganz günstig gefördert werden") wieder Mangelware und der Preis passt dann auch wieder.

Momentan finde ich, dass die Arbeiterkammer und am Meisten hilft, die Produktpreise zu heben. Sie machen die Produktion weniger, wollen die Förderung abschaffen und die Arbeiter und Angestellten schnallen es noch nicht, dass sie dann über die Produktpreise zur Kasse gebeten werden. Die Illusion, dass alles billiger aus dem Ausland kommt, wird bald vorbei sein, der "Frühling" in Ländern der 3. Welt und sogenannten armen Ländern, die die Lebensmittel als Devisenbringer verwenden, tun das Ihrige dazu. Da will die Bevölkerung zuerst selber genug zu essen haben, bevor sie die Lebensmittel ans Ausland verschleudern.




179781 antwortet um 23-10-2011 19:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
@ BSE:
Wo bist du Hause, wenn du zusätzliche Kosten einfach auf des Produkt umlegen kannst. Bei uns und in den Nachbarländern, geht das nicht so einfach. Das hast du vielleicht in der Schule gelernt. In der Praxis schaut es so aus, dass der Markt den Preis vorgibt und der Produzent muss zusehen, damit zurechtzukommen.

Gottfried


golfrabbit antwortet um 23-10-2011 19:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
@BSE1
Sind aber schon sehr gewagte Thesen deinerseits! Fürchte aber leider daß das ganze kein Ponyhof ist und es halt doch für so manchen ein Problem darstellt deine Art der Flexibilität nachzuvollziehen.

Josef(Rinderwahn-negativ getestet)


BSE1 antwortet um 23-10-2011 19:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
auch immer "Rinderwahn-negativ" Genau "das" hat mich damals zum "teilweise" Direktvermarkter gemacht. Kunden sind zufrieden, und da ist es für mich kein Problem, eine Teuerung zu erklären, die es ja unbestritten in der Produktion gibt.
Weiß schon das meine "Thesen" etwas gewagt sind, aber es muss ja so kommen - wer anders soll die höheren Produktioonskosten denn bezahlen? Wenn eine Lohnerhöhung sonst irgendwo durchgestzt wird (sehr vergönnt), muss es auch der Konsument wieder übers Produkt bezahlen. Bei den Lebensmitteln reagiert die Preiserhöhung etwas "gemächlicher", aber die kommt auch wenn andere Förderungen wegfallen bzw. andere Kosten dazukommen!!


joholt antwortet um 23-10-2011 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
@BSE1 Du hast mit deiner einstellung vollkommen recht nur das sehen viele Bauern nicht ein weil sie verlernt haben selbständig zu denken und vorallem zu handeln.
mfg


BSE1 antwortet um 23-10-2011 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User




Woodster antwortet um 23-10-2011 20:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
@BSE 1, ja bin deiner Meinug.

Aber warum fällt fast allen nur eine neue Steuer, oder Steuererhöhung ein? Wir haben bereits einen der höchsten Durchschnittssteuersätze in der EU.
Wie wärs einmal mit einem gröberen Kosten-Check der Verhinderungsbürokratie?
Hier einmal richtig auszumisten hätte zwei Vorteile.
a) Hier schlummern Milliardenbeträge, die sinnvoller eingesetzt werden könnten, wie z.B. einer Steuersenkung.
b) Die Unternehmer, Landwirte könnten sich wieder aufs wesentliche konzentrieren und kostengünstiger arbeiten...



rotfeder antwortet um 23-10-2011 21:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Hallo!
Liebe Kolegen fordert nicht immer eine Steuersenkung, die bringt uns nichts. In unserer Gegend ist es zumindest so, das die Landwirte nur sehr geringe Landwirtschaftssteuern zahlen, ich sage mal unter 1000 Euro im Jahr. Das zahlt mein Sohn in einem Monat an Lohnsteuer. Wir zahlen zwar genug an Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Mehrwertsteuer, usw. aber die Grundsteuer usw, ist nicht der große Brocken. Wer nicht viel Steuer zahlt, dem bringt eine Steuersenkung um sagen wir 5% auch nicht das große Geld. Ich bin auch nicht für eine Steuererhöhung, doch mit dem ist-stand könnte ich schon leben.


binido antwortet um 23-10-2011 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Von den einigen Hundert Millionen Grundsteuer die jährlich anfallen, kommen ca. 26 Millionen von der Land und Forstwirtschaft


Joe_D antwortet um 23-10-2011 22:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
wenn die Getreidepreise aus den 60igern auch inflationsbereinigt würden ...... währe es sicher interessant einen internationalen Kostenvergleich zu betrachten


baerbauer antwortet um 23-10-2011 23:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Steuern zahlen ist ok, aber wenn der Staat selbst nur den Verwaltungsapparat aufbläht und dann nach neuen Steuern sucht, dies kann nicht funktionieren.
Wurden schon jemals Förderungen, Subventionen, Sozialleistungen per Index angepasst? Wenn Sozialleistungen, Beihilfen, Löhne etc. per Gesetz lt. Inflation angepasst würden, dann gäbe es viele Arbeitslose, eine schlankere Verwaltung und der Finanzminister kann nicht vor jeder Wahl eine Steuerreform machen wo er Geld verteilt.
lg



leitnfexer antwortet um 23-10-2011 23:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
dummerweise ist die Infaltion auch nur ein willkürlich ermittelter Wert, der nie auf alle gerecht umgelegt werden kann. Sinnvoll wäre es vielmehr, eine null Preissteigerung anzustreben, und dafür auch keine Lohnerhöhungen verhandeln zu müssen. Aber da unser System auf ewigem Wachstum beruht, muss es zwangsweise eben irgendwann krachen....


Hirschfarm antwortet um 23-10-2011 23:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
@rotfeder: Du irrst gewaltig! Die Bauern zahlen mit jedem Produkt und jeder Dienstleistung die sie kaufen mindestens 50 % versteckte Steuern. Beispiel: Arbeitsstunde werkstätte: 72 € brutto - Stundenlohn Mechaniker: 7,5€.
Und zur Grundsteuer: Zahlen wir dann von den Subventionen die wir vom Staat bekommen die Grundsteuer an den Staat? (Mauer Öhling läßt grüssen!)
mfg


Joe_D antwortet um 24-10-2011 07:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
würde es keine Inflation geben, würden die der Staatsschulden explodieren..... mit dieser Metode konnen sich ja Griechenland Italien ec. gut über Wasser halten ..... mit dem Euro ging das nicht mehr im gewohntem Tempo ....sich änder wollten sie sich aber auch nicht.....b.z.w. den wird in einer Demokratie wohl niemand wählen der das geändert hätte ...... ;-)


leitnfexer antwortet um 24-10-2011 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Genau aus dem Grund sind die Giechen(und auch wir) ja zur EUSSR beigetreten worden....


Joe_D antwortet um 24-10-2011 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
"beigetreten" worden.... ;-))))))))))


rotfeder antwortet um 24-10-2011 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Hallo!
@Hirschfarm, das habe ich ja versucht zu sagen. Das die Arbeit viel zu stark besteuert ist, und es auch ander Steuern gibt. Doch das Thema heißt: Grundstücke stärker besteuern. Und da denke ich, das man mit dem istzustand ganz gut dran ist und man nicht schlafende Hunde wecken soll indem man nach einer Senkung von diesen Steuern ruft.


iderfdes antwortet um 24-10-2011 18:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Wie schon mehrfach erwähnt, halte ich die Grundsteuer für sehr bedenklich, da sie eine Ungleichbehandlung darstellt. Und die verschiedene Behandlung von Grund- und Barvermögen hat ja nach einer Klage beim Verfassungsgerichtshof zur Aufhebung der Erbschaftssteuer geführt. Wenn man auf Besitz Steuern einhebt, dann müsste man auf jeglichen Besitz Steuern einheben, auch für das Geld am Konto Steuern zahlen, nicht nur für die Zinsen. Bis jetzt hat sich nur noch kaum jemand darüber aufgeregt, weil die Steuern im Vergleich ziemlich niedrig sind. Wenn es aber wirklich zu einer drastischen Anhebung kommen sollte, wie Aiginger schon mehrmals vorgeschlagen hat (also fast 1000 Euro im Jahr für ein Haus beispielsweise), dann könnte ich mir schon vorstellen, dass sich großer Widerstand regt und eine Sammelklage beim Verfassungsgerichtshof zur generellen Aufhebung führen könnte. Oder eigentlich müsste.


Restaurator antwortet um 24-10-2011 19:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
ungleichbehandlung haben wir eh schon in vielen bereichen.
die einen z.b. setzen kinder in die welt und schauen, dass sie die bestmögliche ausbildung bekommen und "produzieren" sozusagen die zukünftigen steuer-, pensions- und krankenkassenzahler. dafür geht definitiv mehr auf als man bekommt. das heisst, die ganze familie muss sich "einschränken" (abgesehen von den dazugewonnen ideellen werten, aber die stellen ja keinen handelswert dar und sind auch nicht handelbar). dass das alter in dem man kinder in die welt setzt jenes ist, in dem man ohnehin in den unteren einkommensbereichen dümpelt macht die situation nur noch prekärer. wer kann schafft sich noch ein eigenheim für die familie und nimmt dem staat somit die wohnversorgung ab.
die anderen lassen - übertrieben formuliert - die sau raus, verprassen (fast) alles.
und im alter?
wer keine kinder hat lässt sich von den kindern der anderen mitversorgen und geniesst seine zusatzpension für die den anderen nie etwas geblieben ist.
die kindergrosszieher haben weniger pension weil ihre kinder ja auch die kinderlosen bedienen müssen, für die einschränkungen aufgrund der kinder "bezahlen" sie mit geringerer pension.
wer sich nie ein eigenheim vom mund abgespart hat bekommt im altersheim oder als pflegefall vom ersten tag weg staatliche zuschüsse (die wieder die kinder der anderen bezahlen müssen), wer fleissig war, dem nimmt man alles weg bevor er dieselben zuschüsse bekommt.
wir z.b. haben alles auch im hinblick auf einen leichteren start unserer kinder erspart und erarbeitet. falls ich ein pflegefall werde aknn ich nur hoffen, dass ich mich rechtzeitig wegräumen kann damit meine kinder und enkel das, was ich für sie geschaffen habe bekommen und nicht irgendein geldsack oder eine bank damit geht.
einige meiner arbeitskollegen ohne kinder haben dann das leben eines kapauns hinter sich und brauchen sich über sowas den kopf nicht zerbrechen.
langer rede kurzer sinn: es gibt schon soviel grössere ungerechtigkeiten, dass mit sicherheit niemand in der politik davor zurückschreckt wenn sie sich noch ein paar ungerechte perversitäten einfallen lassen.


traktorensteff antwortet um 24-10-2011 21:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Restaurator
Dem kann ich mich nicht anschließen. Dass der derzeitige Generationenvertrag nicht funktioniert, wenn die Leute immer älter werden und die Jungen weniger, war schon sehr lange klar. Wobei ich kurz einschieben muss, dass die Entwicklung eh zu begrüßen ist. Denn nur wer Arbeit hat, kann Steuern und Pensionen zahlen, und Arbeit wird zukünftig immer weniger. Außerdem sollten wir heilfroh sein, dass wir keinen Zuwachs wie in den 50er/60er-Jahren haben! Die heutigen Pensionen werden eh schon lange nicht mehr von den Einzahlern (Erwerbstätige) gezahlt, sondern vom allgemeinen Budget bezuschusst! Also trägt jeder dazu bei, auch die in Pension befindlichen "Kinderlosen". Und natürlich wie gesagt: Nur wer Arbeit hat, zahlt ein. Kinder sind also nicht der Garant dafür, auch Pensionseinzahler zu haben!

Das System "Junge zahlen für Pensionisten" muss sowieso abgeändert werden. Auch sollte nicht vergessen werden, dass immer mehr Leute keine Kinder bekommen können bzw. dass der Single-Anteil laut verschiedenen Vorhersagen steigen wird. Ohne Partner keine Kinder. Sollte man die dann "bestrafen"? Das geht doch nicht.


Restaurator antwortet um 24-10-2011 22:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
@traktoremsteff:
bestraft soll natürlich niemand werden, aber eine gewisse "chancengleichheit" sollte schon für alle da sein.
auch geht es nicht darum, dass es zu einem "überschuss" an kindern kommt, aber die waage sollte es sich schon halten.
sogar wenn die arbeit "weniger" werden sollte - was ich nicht glaub' - dann muss man halt die vorhandene arbeit auf alle aufteilen so gut das geht. in der landwirtschaft wird das natürlich nicht funktionieren, so wie bei allen selbständigen berufen, aber bei angestellten schon. wär sicher besser und billiger als das ein teil arbeiten geht um eine arbeitslose masse durchzufüttern.
warum ich mit lebenslanger durchrechnung (bei erzwungener 8jähriger teilzeitbeschäftigung) und zu erwartender niedriger pension jetzt die fetten pensionen jener, die genau meine voraussetzungen für ihre pensionen haben, mitfinanzieren muss stösst mir auch auf. da wirkt der generationenvertrag auch nur in eine richtung.
allerdings bezeichnen die soziologen unsere jahrgänge nicht umsonst als "generation x", als die generation die ordentlich einzahlt und nix rauskriegt.
es fahren halt die am besten, die es sich politisch richten konnten. zu erwarten, dass die welt gerecht ist wär' sowieso blauäugig.
allerdings: wenn ich mit meine hund' in der wiese lieg' und meine geiss'n kommen schmusen oder ich hol mir a feines stück lamm aus der tiefkühltruhe, dann geht mir das sowieso alles am a... vorbei und i weiss, dass i für meine schönsten momente eigntlich nur a familie, stück land und a paar viecher brauch.
a höhere grundsteuer tät mich da aber dann doch treffen...


Haa-Pee antwortet um 25-10-2011 00:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
die grundsteuer ist im vergleich zu anderen steuern wirklich niedrig dass muss akzeptiert werden.

es sollte aber unterschieden werden ob es sich um reine spekulationsgrundstücke handelt oder ob es sich um in bewirtschaftung befindliche grundstücke zb in der bergbauerzone 4 handelt!

den eines sollte dem staat auch klar sein die jenigen grundbesitzer würden rein aus materieller hinsicht nicht mit so einer hingabe ihre landwirtschaftliche grundstücke bearbeiten.
das macht man nur weil es eben eigentum ist und zu eigentum baut man eben auch eine emotionalle beziehung auf.

wären die landwirtschaftlichen grundstücke vom staat gepachtet würde eine regelrechte landflucht eintreten! weil um das geld mäht und ackert in österreich auch an sonn und feiertagen keiner !

die besteuerung sollte sich nicht auf reinenbesitz sondern auf gewinne beziehen!


biolix antwortet um 25-10-2011 07:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
GM !

also haapee, da bin ich fast mal vollkommen bei dir, nur zum letztn Satz , eine geringe Steuer, z.b. 0,5% über einen Besitz von einem WErt von über 10 Mio, denn dann bist halt auch Reich und könntest noch 2 Generationen allein vom Besitz leben, ist meiner Meinung nach ok, und geht auch in dei Richtung vom Traktorensteff, wenn alles Geld nun in LW Grundstücke "flüchtet", ist das Geld halt dort und dort kannst das wieder holen...
Und wer nicht in dem schönen Land leben möchte, na ja, der braucht auch nichts beitragen und kann gehen..;-)

lg biolix


Christoph38 antwortet um 25-10-2011 13:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Man sollte vielleicht im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Grundstücken auch mal erwähnen, dass Wiesen und Äcker für die Allgemeinheit auch nicht jene Kosten verursachen, wie es zB. Wohngebäude tun, wo es Ver- und Entsorgungseinrichtungen bedarf.

Vielmehr ist es im allgemeinen so, dass gerade landw. Flächen oft und gerne für öffentliche Anliegen verwendet werden, zB. für Leitungsrechte oder bei Hochwasser dürfen die Bauern die Retentionsflächen zur Verfügung stellen. Grundabtretungen zum reinen lw. Nutzgrundpreis etc.

Der Landwirtschaft werden also zugunsten der Allgemeinheit etliche Pflichten aufgebürdet, soviel sollte auch mal erwähnt werden.


Interessierter antwortet um 25-10-2011 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Geld muß her, soweit einmal klar. Zum Glück für uns Bauern sind bei einer Grundsteuer auch viele andere betroffen, jeder Eigenheimbesitzer und auch die Mietwohnungen usw., also wird man sich gut überlegen wieviel man der nichtbäuerlichen Bevolkerung zumuten kann, auf uns Bauern wird man wohl wenig Rücksicht nehmen.


Josefjosef antwortet um 25-10-2011 16:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Die Pauschalierung in der Landwirtschaft abschaffen, dient sicher nicht dem Staat, damit dieser höhere Steuern aus der LW lukriert.
Für wie dumm haltet ihr eigentlich das Finanzministerium?
Was glaubt ihr wäre los, wenn jede Landwirtschaft wie eine "Firma" behandelt würde und nicht pauschaliert wäre?
Viele Bauern bekämen Steuergeld zurück und das auf Kosten der Allgemeinheit! Das Finanzminiererium müßte bluten!
Auch die Sozielversicherungsbeiträge würden aus dem Einkommen und nicht vom Einheitswert berechnet.
Aber die dummen Bauern und deren Vertreter wollen diese Geschenke ja nicht annehmen.

So schauts aus!



Lucky antwortet um 25-10-2011 18:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
da hast du recht. würde man geld ohne pauschalierung machen hätten sie die finanzministerin schon längst abgeschaft.


mostkeks antwortet um 25-10-2011 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
Natürlich kann man jeden Bauern wie eine Firma behandeln! Ust. und Sozialversicherung alles ohne Pauschalierung. Der eine zahlt ein wenig mehr der andere bekommt a Kleinigkeit zurück, aber fast jeder braucht einen der Ihm die Büroarbeit macht und einen Steuerberater damit er nicht draufzahlt! Unterm Strich wird der Staat nicht viel mehr bekommen aber der notwendige Verwaltungsaufwand währe enorm (wieder Arbeitsplätze!)

Würde so manchen (vor allem alten) Betriebsführer die Entscheidung leichter machen sich von seinem Fleckerl Grund, das er in seiner Freizeit so hingebungsvoll bewirtschaftet hat zu trennen.

Die "Strukturbereinigung" geht in Österreich eh so zaghaft voran!

LG

Ps. Bei mir währs laut meinen Aufzeichnungen unterm Strich wurscht ob Pauschalierung oder nicht, aber halt ein paar Stunden mehr Arbeit.
Währe eine Überlegung wert, die Arbeitszeit dem Finanzminister und die Fläche dem Nachbarn zur Verfügung zu stellen, um auch einen wichtigen Beitrag für die Strukturbereinigung zu leisten.



baerbauer antwortet um 25-10-2011 21:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grundstücke stärker besteuern!
@Josefjosef
Ein Freund (er hat nen guten Job) wollte den pauschalierten Betrieb seiner Eltern übernehmen und komplette Buchhaltung machen (wollte einiges auslagern, a bisserl investieren, seine Frau anstellen(arbeitet Teilzeit wegen der Kinder), damit diese auch mal eine gute Pension bekommt) um keine EK-Steuer zu bezahlen. ABER dies wurde ihm verweigert. Pauschalierung ist schon für die Schotter Mitzi auch gut, denn die Steuer kommt immer, egal wie gut der Bauer wirtschaftet.
lg
Christian


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