Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...

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gdo 03-08-2011 08:34 - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
Höchster Zuwachs an Lebensmittelmarkenbeziehern seit 2009
36% von Alabamas Bevölkerung von Lebensmittelmarken abhängig - das ist 1 von 3.

Ein pikantes Detail: das Food-stamp-Programm ist an JPM (eine der größten Banken in Amerika) outgesourct (weil es scheinbar billiger ist, wie wenn es die Regierung selbst macht) - der wiederum nach Indien ougesourct hat.
Ob in der Kostenkalkulation berücksichtigt wurde, dass die Kosten der Foodstamps in die Höhe gehen und weitere Jobs verloren gehen und damit auch die Steuereinnahmen weiter sinken usw.???

Frage: ab wieviel % von Lebensmittelmarkenbezieher der Bevölkerung kippt das Ganze Gefüge - wann sind es zuviel?

Food Stamp Use Surges By Most In Years As Alabama Foodstamp Recipients Double In May

http://www.zerohedge.com/news/food-stamp-use-surges-most-years-alabama-foodstamp-recipients-double-may
 


traktorensteff antwortet um 03-08-2011 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
Ja, wie ein Dritteweltland und im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Wohlstand.
Das ist es schon lange nicht mehr!

Und bei uns ist folgendes in der Zeitung - 30.7.2011 (zwar Kronenzeitung, aber doch):
"In Schuldenfalle droht jetzt Mangelernährung"
Durch die hohen Lebensmittelkosten sparen die Leute immer mehr an Nahrung, weil sie zuerst auch ihre laufenden Kosten und Kredite decken müssen.


BSE1 antwortet um 03-08-2011 11:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
ja, steff so seh ich das auch. Die Leute sparen lieber selber beim Essen, nur damit sich dann Zigaretten, Alkohol, Hund- und Katzenfutter und der Urlaub finanzierne lässt.
Mir gefallen immer die Sendungen wo Leute jammern, wie schlecht es Ihnen geht, dass sie kaum was zu Essen hätten und wärend des Interview die 3. Zigarett anzünden und noch der Reisekatalog" am Tisch liegt.
Aber jeder wie er will!!



tch antwortet um 03-08-2011 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
Von denTypen die Fernsehen vorgeführt werden lässt sich ableiten das alle denen es finanziell Scheisse auch so sind.....!?

lg
tch


AnimalFarmHipples antwortet um 03-08-2011 12:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
In Österreich muß niemand unterm Ausgleichszulagenrichtsatz leben (Ausnahme: ein angeblicher Freund von Moarpeda, aber bei dem ist die EU schuld an allem); das ist zwar nicht viel, aber man kann damit schon auskommen, um die Grundbedürfnisse zu decken.
Warum es sich trotzdem bei vielen nicht ausgeht, liegt an unrealistischen Konsumerwartungen, zB daran, daß sich niemand mehr ein Leben ohne Handy vorstellen kann, obwohl immer noch genügend Telefonzellen herumstehen usw. usf.
Und daran, daß es Mode geworden ist, auf Pump zu leben - was eine Spirale in Gang setzt, aus der man selbst mit einem durchschnittlichen Einkommen nur schwer wieder herauskommt.
Man braucht sich ja nur unsere Großelterngeneration anschauen: Nicht wenige davon sind Mindestpensionisten, aber sie finden ihr Auskommen und hinterlassen uns sogar noch Sparbücher - ganz einfach weil Sparen bei denen noch einen Wert darstellt.
Daß es "den Kindern einmal besser gehen soll", ist inzwischen zu einer Forderung an die Politik geworden, die wir uns selber nur mehr noch insoweit auferlegen, als es sich bei uns selber grad ausgeht (und wenn das nicht der Fall ist, weil das neue iPod ein Must-Have ist und der Fernseher so flach sein muß wie der Fünfhunderter, den wir dafür ausgelegt haben, usw., dann sind halt die Politiker schuld; oder die EU ...)


Tyrolens antwortet um 03-08-2011 13:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
Handy, Flatscreen und iPod sind doch für die meisten keine Kostenfallen.
Als Kenner der Jugendkultur kann ich sagen, dass an guten Wochenende schon mal 300 Euro versoffen werden, das Auto mindestens ein Audi A3, besser A4 sein muss und wenn mal die große Liebe gefunden ist, geht's erst richtig bergab. Eigentumswohnung gekauft oder Haus gebaut, in der Ehe kracht's gehörig und das Schicksal ist besiegelt.


Summsumm antwortet um 03-08-2011 17:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...

http://oe3.orf.at/teamoesterreich/stories/428375/

Beeindruckend finde ich den letzten Satz: ein Viertel unserer Landsleute hätte keine 800 Öken für eine Reparatur. Und dabei hör ich immer, "wir" sind so reich.


tch antwortet um 03-08-2011 21:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
Hallo Afh

Frag mal Unterhaltspflichtige Männer und Frauen wie das ist mit der Mindestsicherung, da kräht kein Hahn danach.

lg
tch


edde antwortet um 03-08-2011 22:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
ja wie wahr...die sozialen ungleichgewichte wachsen weiter-auch bei uns

wo ist heute die partei, welche für die menschen da ist, die sich schwer tun im leben ? schulisch, körperlich, problembehaftet ?

sind es die sozialisten ?die längst zu nadelstreifmarionetten verkommen sind.

oder die konservativen ? die für die wirtschaft billige arbeitskräfte ermöglicht durch allerlei liberalisierungsmassnahmen.

oder sind es gar die frauen in der politik ? die quoten fordern mit allem nachdruck, aber nicht an den hochöfen, auf den dächen am bau, nicht bei den paketzustellern-nein sie fordern quoten in best bezahlten führungspositionen.
warum setzt sich eine frau rauch kallat für den bundeshymnentext ein und nicht für gerechten lohn in den unzähligen leiharbeiterinnenfirmen ? für fulltimejobs in den geschäften ?für einen kollektivvertrag für die hohe zahl an beschäftigten bei den freiberuflern ?all diese subfirmen mit ihren miesen geringfügigkeitsgrenzjobs, in denen dann weit mehr stunden gearbeitet wird ohne einen cent dafür ?

warum hört man so wenig von den wirklichen problemen dieser von ausbeutung geknickten menschen dieses landes ?

warum bekämpft geradezu heute die sogenannte linke, auch wenn diese bezeichnung etwas überholt ist die kirche so vehement?
es ist gerade die kirche,die caritas, welche fast schon als einzige diese misstände immer und immmer wieder anspricht !

es ist bezeichnend in diesen tagen, ja besser könnte man die richtung gar nicht beschreiben, in die unsere gesellschaft zusteuert, nämlich der deal um die schuldenobergrenze in amerika.
da einigt man sich auf gewaltige kürzungen im sozialbereich, und die steuern der reichen bzw die faktische steuerfreiheit wird nicht angetatstet !

ich hab den dringenden verdacht, dass eine sogenannte unterschicht durchaus von den bemittelteren gewollt ist, um billige putzfrauen, kindermädchen,bauhilfsarbeitern etz zur verfügung zu haben und um sich von dieser unterschicht klar abzuheben-ein system ähnlich dem indischen kastensystem.

mfg







Summsumm antwortet um 04-08-2011 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...

Eine solche Partei gibt es nicht, weil keiner sie wählen würde.

Zum einen hält sich jeder, ders noch irgendwie derschnauft, selber für den guten Mittelstand, auch wenn das Auto geleast, und das schmucke Häuserl eigentlich der Bank gehört und das Konto am Limit ist. Schließlich tut man ja alles, nicht zu denen da unten zu gehören.

Die Betroffenen, meistens eh von Haus aus ein wenig hoppadatschert, sind auch keine Zielgruppe für die Politik, weil die eh nix davon verstehen.

Und Hand aufs Herz: Wer zahlt freiwillig dem Helfer, der Putzfrau, 2 Teuros mehr die Std., wenn ers auch 2 weniger haben kann.

Und natürlich die bösen geldgierigen Banken. Wessen Geld "arbeitet" eigentlich dort? Komisch, unter dem Kopfpolster arbeitet Geld nicht, liegt da und wird nicht mehr. Und wer in der glücklichen Lage ist ein Sparbuch zu besitzen möchte schließlich dass sein Geld so fleissig wie möglich arbeitet. Das sind dann die guten Zinsen. Die bösen sind die, die wir zahlen müssen.

Und weil an dieser Leine ganz schön viele hängen, bleibt für die da unten nix über. Ausserdem: wir sind ein reiches Land. Geht eh allen gut. Sollen nach Afrika schauen.


5299 antwortet um 04-08-2011 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
@edde

Etwas, das so viele Verbrechen am Buckel hat und sogar in heutigen Zeiten noch Kinder missbraucht, gehört zu Recht bekämpft.
Leider sind die Linken die Einzigen, die keine Kirchenpolitiker in ihren Reihen haben, die diese Verbrechen weiterhin decken.

Dass heute die adelige Oberschicht, die hier lange Zeit auf Kosten der restlichen Bevölkerung sich es hat gut gehen lassen, weg ist, wurde gegen die Kirchen erkämpft.
Religiöse Organisationen wie die Kirchen halten immer zu den undemokratischen Kräften, weil sie nur dort gut gedeihen.


Hirschfarm antwortet um 04-08-2011 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
Essensmarkerl - Das ich nicht lach! Beim Anonym (ist sicher kein Diskonter) gibts 10 Semmeln um 79cent! Wenn du selber kochst und intelligent einkaufst kommst du mit 3€/Kopf und Tag durch. Wenn einer behauptet sich die 3 Euro nicht leisten zu können dann soll er einmal einen Betriebswirtschaftskurs machen.

mfg


gdo antwortet um 04-08-2011 13:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
edde ... offiziell gibt es die Kasten nicht mehr ... aber du findest genau dasselbe unter anderen Namen - einer davon ist "Gesellschaftsschichten", ein weiterer VIPs, oder Mittelschicht, Sozialhilfeempfänger, oder Ausländergsindl, .....

Es zahllose Merkmale, die die einzelnen "Kasten" ganz eindeutig von einander unterscheiden ... zahllose dieser Unterschiede kann dir jedes Kind aufzählen ... aber man sagt halt nicht mehr Kasten dazu ...


Himlayalover antwortet um 04-08-2011 14:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
@edde natuerlich drueckt man gern ein Auge zu wenn wer billig die Drecksarbeit verrichtet. Wer will die eigendlich auch schon selber machen? Ohne des Auslaendergsindl muesst wahrscheinlich dann die FPOE-Jugend am Wochenende zum Spass das Wiener Kanalsystem reinigen. Auch nicht grad realistisch oder?
Ohne billige Arbeitskraefte geht der Kapitalismus gar nicht. Demokratie und Kapitalismus ist eigentlich ein absoluter Wiederspruch. Wie die von den Konzernen bezahlten Politiker und Medien das der Bevoelkerung trotzdem verkaufen, zeugt wiederum von der allgemeinen Verblendung der Bevoelkerung.
Ein Zitat passt da ganz gut:

"Das ist das Geheimnis der Propaganda; den, den die Propaganda fassen will, ganz mit den Ideen der Propaganda zu durchtränken, ohne dass er überhaupt merkt, dass er durchtränkt wird."

Wenn die Deutschen Auto Konzerne Steuern zahlen muessten waehren sie schon lang nicht mehr dort. Wenn die Arbeitskraefte in Indien und China nicht so billig waeren, haett ma alle nicht so a geiles Handy und so an billigen Computer.
Das Problem sind wir.
Was verbindet uns eigendlich noch ausser vielleicht der Sprache?
Traditionen gehen verloren, Glauben ist schon verloren, Essen tut auch jeder was ihm halt am besten schmeckt auch wenns aus Japan kommt.
Wer kennt schon all seine Nachbarn, und wozu auch?
Die Globalisierung ist viel mehr als nur ein paar FreeTradeAgreements und Steuerbefreiungen fuer Konzerne (weil die sind ja international und zahlen nur Steuern auf den Cayman Inseln), es ist der Verfall unserer Traditionen, unserer Kommunen ( Doerfer), unserer Identitaet.
Jetzt frag ich euch Landwirten: Ist es das billige Handy und die billigen Arbeitskraefte wert, dass man nix kriegt fuer sein Produkt, dass ma zusperren muss wegen der neuen EU- Auflagen, dass die Kinder den Hof net uebernehmen wollen weils viel zu viel Arbeit is, weil entweder du nimmst dir einen Kredit oder du bist nimmer "wirtschaftlich"?
Unsere Vorfaeter haben Jahrhunderte gekaempft mit Bauernbefreiung und Revolution.
Noch ein Zitat dazu:

"Und wer nicht Verstand genug hat, die Macht festzuhalten, der hat auch nicht Verstand genug, sie wieder zurückzugewinnen."

Ich hoffe das ist falsch.

P.S: Zitate nur um die Relevanz von vergessenen Aussagen in Kontext zu unserer Zeit zu bringen.




beginner antwortet um 04-08-2011 15:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
@Himlayalover

Schön geschrieben.

Aber ändern wird deswegen keiner was...die die zurück zur Natur wollen,...ein Fleckerl Erde,..selbst was anbauen,..etc...das sind die "SPINNER"...auch hier im Forum.
die die "Out of the Box" denken wollen sind die die "zuerst mal eine LW-Schule" besuchen sollen.

Alles im großen Radl wie bisher.. halt




Mark99 antwortet um 04-08-2011 16:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Hirschfarm
Ich finde es schon eine sehr eigenartige Einstellung für einen Landwirt wenn dieser vorschlägt die Bevölkerung soll sich möglichst einfachst und billigst ernähren. Wenn sich alle nur von Brot, Nudeln, Bohnen, Gemüse und Milch ernähren könnten wir Landwirte nicht mal die Hälfte der heute produzierten Nahrungsmittel verkaufen und wo wären dann die Erzeugerpreise?
Leider entwickelt sich die Gesellschaft weltweit derzeit viel zu stark auseinander und der maßlosen Gier einer gewissen Schicht ist entgegen zu wirken da sind Konzepte und Ideen gefragt, es darf auch nicht so sein das die die wirklich viel leisten die Dummen sind. Diese Finanzsystem wo nur noch Zahlen verschoben werden und nichts greifbares produziert wird aber viele letztlich abgezockt werden gehört dringend reformiert. Diese tollen Gewinne dort entstehen nicht von alleine sondern das Geld wird nur verschoben meist bezahlen die ärmsten der Armen auch noch das meiste (Hungerlöhne, niedrigste Preise für Rohprodukte, Baumwolle, Kaffee, Kakao, Bananen auch Getreide und vieles mehr)
mfg mark


traktorensteff antwortet um 04-08-2011 16:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
@ Himlayalover
Nur zur Info, gestern war im Fernsehen eine Reportage über "Die härtesten Jobs Österreichs" und bei den Wiener Kanalreinigern waren ganze 0 Ausländer dabei! Hat mich auch gewundert, anscheinend ist die Arbeit zwar unangenehm aber gut bezahlt.

Globalisierung ist ein interessantes Thema. Muss wirklich alles so billig, und demnach aus China usw. sein? Wäre es nicht besser, man zahlt den Arbeitnehmern anständige Löhne, auch für "mindere Arbeit" und produziert dafür alles am und um den Heimmarkt herum? Keine Arbeitslosigkeit, keine Sozialleistungszahlungen (Arbeitslosengeld) für den Staat, weniger Steuereinnahmen nötig, keine Frühpensionierungen... man darf auch mal träumen. Andere Länder machen es vor. In skandinavischen Ländern sind die Preise hoch, dafür aber auch die Löhne. Oder unser Nachbar Schweiz! Das ist wohl das bessere System, als überall den Lohn zu drücken, damit die Leute auf den billigen Mist aus Fernost zurückgreifen müssen.

Im Moment verdienen dadruch die Konzerne auf Kosten der Menschen und der Staaten. Aber bald wird es eh aus sein, das System ist am Ende, weil die Staatsschulden zu groß geworden sind.


gdo antwortet um 04-08-2011 17:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
Himalayalover ... die Banken haben längst die Macht übernommen.
Der Zug - die Macht zurückzugewinnen - ist längst abgefahren.

Notwendigerweise wird die Macht auch wieder mit Panzern (z.B. 200 von D für Saudiarabien/Bahrein) verteidigt. Von den Bankern natürlich. Und nicht vom Volk.

Daher will ich in die Berge. Das begreift heute noch keiner.
1930ff habens auch die wenigsten begriffen. Und die ganze Welt hat dann 15 jahre darunter gelitten, weil keiner die Folgen sehen wollte. Es ist das Problem der Imbalances (die total ausser Kontrolle geraten), global diesmal, aber das wird keiner der Politiker oder Banker, die sich immer für Globalisierung ausgesprichen haben jemals zugeben.

Letztlich ist es ist ein Zyklus, der sich wiederholt.


5299 antwortet um 04-08-2011 17:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
Essensmarken wird als Wort hier gerne von manchen verwendet, weil es so schlimme Erinnerungen weckt.
Bei uns heissen die Zuwendungen vom Staat an jene, die sich das Leben nicht selber finanzieren können halt Förderungen.
Da gibt es Wohnbauförderung, Wohnbeihilfe, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Kindergeld und vieles andere, das dazu führt, dass eine alleinerziehende Mutter ohne Job heute einen besseren Lebensstandard hat, als vor hundert Jahren der Kaiser.

Das soziale Ungleichgewicht ist klein geworden.


gdo antwortet um 04-08-2011 18:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
5299 ... du irrst ... es ist nur "kaschiert/amskiert/verdeckt/augenausgewischt" ... darauf wirst du spätestens dann draufkommen, wenn die Kassen leer sind.


Himlayalover antwortet um 04-08-2011 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
traktorensteff: Eigentlich war die Kanalreinigung eher metaphorisch gedacht allerdings nur weil im Orf keine Auslaender zu sehen wahren heisst das noch lang nix. Hab auch schon fuer die Stadt Wien gearbeitet, Baeume aus dem Wald schleppen, meine "Koleggen" waren alle keine Oesterreicher. Meine Vewandten sind Weinbauern, Da gibts auch keine oesterreichischen Arbeiter. Ich glaub wir wissen eh alle das Knochenjobs, wenn nicht gut bezahlt, kaum einer machen will. Verstaendlich irgendwie...
Gdo: Der Vergleich mit 1930 ist interessant man frage sich mal was sich die Deutsche Bevoelkerung gedacht hat im Jahre 1923 als ploetzlich das Geld nichts mehr wert war. Ich will ja auch nur Gedanken stimulieren, weil normalerweise zitier ich so Leut wie den Goebbels eh net.
5299: Ich muss dir Recht im Unrecht geben. Das wir eine "Solidaritaets-Gesellschaft" haben stimmt schon (drum reden sie im deutschen Bundestag ja auch ueber Zwangs-Hypotheken). allerdings liegt es immer in der Definition von Woertern wie "Lebensstandard".
Das "soziale Netz" gibts in Oesterreich sicher, aber warum glauben alle dass es das nur im Sozialstaat gibt? Eigendlich leben wir Menschen deswegen ja in Gemeinschaften (Familie, Dorf, usw.), da koennt naehmlich eine alleinerziehende arbeitslose Mutter auch ohne Beihilfen ueberleben.
Ich weiss das ist alles sehr weit hergeholt, aber man sollte sich einmal Gedanken darueber machen dass wir vielleicht dermasen mainstream-Individualisten geworden sind das unsre "echten" Sozialstrukturen wie Familien- Dorf- und Haus gemeinschaft zu Grunde gehen und wir bei allem nur noch auf Papa-Staat angewiesen sind. "divide et impera" haben die Roemer dazu gesagt, teile und herrsche.
Nur so ein Gedanke...




Hirschfarm antwortet um 04-08-2011 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die sozialen Ungleichgewichte wachsen weiter ...
@Mark99: Die meisten Menschen die ich kenne (und da sind auch Sozialhilfeempfänger dabei) gehen ganz normal in den Supermarkt und kaufen sich beliebig Ihre Produkte. Je nach Einstellung und Geldbörserl halt Clever oder Bioprodukte oder Kaviar und Lachs. Ich wollte mit meinem Beitrag nichts anderes aufzeigen als daß es in Österreich jedermann/frau möglich ist sich ohne große finanzielle Aufwendungen zu ernähren. Und wenn man nicht soviel Geld hat, dann kann man sich halt keinen Kaviar kaufen. Aber Essensmarkerl braucht in Österreich kein einziger gesunder ,mündiger und im arbeitsfähigen Alter befindliche Bürger.
mfg und guten Appetit
p.s.: Von uns Landwirten wird doch auch schon seit geraumer Zeit gefordert daß wir zu Billigstpreisen produzieren. Warum soll ich dann vom Konsumenten etwas anderes erwarten?


5299 antwortet um 04-08-2011 23:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@gdo

Dann scheib mal, wo ich mich angeblich irre.
Die Kassen sind doch eh immer leer, dass macht aber nichts, weil ständig nachgefüllt wird.

Jedenfalls geht es jenen Leuten, die wenig Geld verdienen, auch gut. Das halte ich für richtig.


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