OECD und FAO warnen !

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edde 19-06-2011 13:06 - E-Mail an User
OECD und FAO warnen !

in anbetracht der wachsenden weltbevölkerung sehen fao und oecd die erhöhung der landw.produktivität als unbedingt notwendig an.

grosses gefahrenpotenzial bergen hohe lebensmittelpreise insbesondere in ärmeren ländern der welt.

na da würd ich mir in hinblick auf die neue eu-förderperiode beim öpul schon überlegen, wie sinnvolll extensivierungsförderungen denn sind .

das beste wäre unter diesen neuen umständen einen ordentlichen sockelbetrag pro betrieb mit einbeziehung von in der landwirtschaf beschäftigten personen, und eine hektarförderung-und ende.

und die hälfte dieser kontrollore und andere zehrer vom jetztigen system müssten sich eben beim ams melden wie beschäftigte anderer überholten branchen auch.

mfg


179781 antwortet um 19-06-2011 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
OECD und FAO warnen !
Die selben Leute, die vor 5 Jahren der Landwirtschaft vorgehalten haben, dass sie zu viel produziert, behaupten jetzt, dass sie zu wenig produziert. Das selbe mit den Entwicklungsländern. Bis jetzt hat man immer gehört, unser System mit Niedrigstpreisen für Produkte und Förderung der Erzeuger sei Schuld an der Armut dieser Länder. Nun behaupten ebenfalls die gleichen Leute, dass hohe Preise für Agrarproduke schlecht für diese Länder sind. Obwohl bei denen der Export von Agrarprodukten meist ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaft ist.

Soviel zur Glaubwürdigkeit der von edde zitierten Organisationen.

Fakt ist, dass unsere Gesellschaften nach dem altbewährten System "panem et circenses" regiert und verwaltet werden. Wenn aber die Zeit der billigen Lebensmittel vorbei ist, dann bekommen viele ein Problem damit.

Dass die Förderung von Extensivierung ein Ende hat, steht glaube ich sowieso ausser Zweifel. Was wir viel eher in Zukunft brauchen werden, ist eine Beschränkung auf eine nachhaltige Landwirtschaft, die mit Maß und Ziel wirtschaftet.
Das Ernährungsproblem in vielen armen Ländern hat nach wie vor die Ursache in einer Politik der ungerechten Verteilung. Auch eine auf Nachhaltigkeit angelegte Landwirtschaft kann die Weltbevölkerung ernähren.

Gottfried


traktorensteff antwortet um 19-06-2011 14:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
OECD und FAO warnen !
Am 13.6. konnte man folgende Meldung lesen:
"FAO will nachhaltigere Landwirtschaft"
Extensiv ist nachhaltig, zumindes nachhaltiger als Intensiv...

Die Frage ist aber auch: Wie beeinflusst die landwirtschaftliche Produktion in Österreich die Lebensmittelsituation in einem "Hungerland"? Gibt es da wirklich einen Zusammenhang? Und wenn ja, wie groß ist diese Vernküpfung?
 



Haa-Pee antwortet um 19-06-2011 14:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
OECD und FAO warnen !
gottfried ich kann nicht immer deine meinung teilen aber diesmal hast du auch für mich bei dem thema OECD FAO lebensmittelversorgung und sicherheit genau getroffen!

OECD,FAO und dgl organisationen sind fahnenstangen im wind......die sich drehen wie es eben gerade weht...!

fakt ist dass niedere lebensmittelpreise enorm stützend für die volkswirtschaften sind auch in den industrieländern es is wird mit heroischem kalkül auf niedere lebensmittelpreise getrachtet.

es liegen soviele flächen weltweit brach die mit know how und investitionen in eine höhere produktivität kommen dass ich mir keine sorgen um die versorgung oder gar exorbitante lebensmittelrohstoffpreise mache.

an niederen rohstoffpreisen ist die gesamte wertschöpfungskette intererssiert dass die zeiten des "billigen fressens" wohl der vergangenheit angehören und landwirte wieder den platz in der gesellschaft erhalten den sie vor 50 jahren und mehr innehatten ist wieder mal an der zeit.

die derzeit höheren preise haben sich bei mir nachdem die produktionskosten nahezu davongaloppierten die letzten 3 jahrzehnte noch nicht mal ansatzweise relevant in höherem einkommen niedergeschlagen.

für mich ist die lebensmittelpreis diskussion eine schaumschlägerei bei der im endeffekt weniger öffentliche preisstützung in der künftig neuen GAP installiert werden!


179781 antwortet um 19-06-2011 18:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
OECD und FAO warnen !
"Extensiv ist nachhaltig, zumindes nachhaltiger als Intensiv.."

Das würde ich so nciht behaupten.

Es gibt "extensive" Wirtschaftsformen, die sich nichts um ihren Boden scheren und einfach das abernten was dort wächst. Bis es nicht mehr wirtschaftlich ist und dann wird es aufgegeben. z. B. Brandrodung von Regenwald für Viehweide, die nach 10 oder 15 Jahren nichts mehr trägt. Oder Bewässerungswirtschaft in Steppengebieten die die Böden innerhalb einer Generation durch Versalzung unproduktiv macht.

Und es gibt auch "intensive" Wirtschaftsformen, wo durch viel Einsatz die Fruchtbarkeit der Böden nachhaltig verbessert wird. z. B. Landwirtschaftsformen die durch richtige Fruchtfolgen und angepassten Viehbestand, sowie die entsprechende Form der Bodenbearbeitung langsam aber sicher vorwärtskommen.

Diejenigen Krämerseelen, die von einer Jahresbilanz zur nächsten den Geldertrag optimieren wollen, gehören in der Regel in die erste Kategorie. Man stellt sie uns oft als Beispiel hin, weil sie eben auf die Schnelle viel Geld machen und die für die Gesallschaft wichtigen billigen Rohstoffe zu Verfügung stellen.

Die Bauern wären gut beraten, wenn sie "intensiv" nicht über den möglchst hohen Einsatz von Landtechnik und Agrarchemie definieren, sondern über den intensiven Einsatz von Können und Arbeit um gute Erträge zu erzielen Wenn die Produktpreise passen und der Aufwand für Umweltleistungen abgegolten wird, dann stimmt bei diesen Betrieben auch die Rechnung.. Eine Mehrheit in der Gesellschaft stellt sich das so vor und ist bis zu einem bestimmten Grad bereit dafür zu bezahlen.

Gottfried




Paul10 antwortet um 19-06-2011 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
OECD und FAO warnen !
Hier im Landkreis wird nun gerade das regionale Raumordnungsprogramm gestrickt .Die ganze Gegend (Sietland) wird als Natur und Landschaftsschutzgebiet vorgehalten.......... Dagegen laufen wir nun Sturm........ Ja und wen wundert es dann das die Jugend andere Wege geht?
Andersrum hab ich mal Bodenproben von meinem Biobauern Nachbarn genommen .Absolut nix an P und K drinn Es wächst auch nur Gras und Kraut das ich garnicht kenne......Ist das nun nachhaltig?. Der lebt aber auch vom Gehalt als Gym Lehrer.........
Gruß Paul


ah1 antwortet um 19-06-2011 21:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
OECD und FAO warnen !
die niedrigsten wirtschaftstrukturen sind agrarstaaten, zb. viele afrikanische staaten.
steigende preise sind also entweder egal bzw. bei etwas export sogar positiv für diese länder!

zum intensiv und extensiv: kommt wieder auf die definition an. hängt das vom ertrag ab?
man kann mit hohen erträgen sehr wohl nachhaltig sein, mit nährstoffrückführung, humusförderung,...


krähwinkler antwortet um 20-06-2011 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
OECD und FAO warnen !
Die Gleichung der Entwicklungsorganisationen, dass steigende Lebensmittelpreise den Hunger fördern, trifft nur unter bestimmten Bedingungen zu: Da müssen die Preise der Grundnahrungsmittel sprunghaft steigen. Steigen sie nur langsam und stetig an, regen sie die Produktion der kommenden Ernte an, sie verbessern dadurch das Angebot. Auch die ärmeren Menschen können sich dabei besser auf die veränderten Verhältnisse einstellen.
Nicht die Tatsache, dass die Preise hoch sind, produziert Hunger, sondern das Tempo des Anstiegs. Ein langsamer Anstieg ermöglicht es auch den Staaten, darauf zu reagieren und die unteren Einkommensschichten zu entlasten (siehe Brasilien).
Sollten die Preise weiter steigen, brauchen sich die Bauern keine Vorwürfe zu machen. Eine vernünftige staatliche Einkommenspolitik muss die Ärmsten in die Lage versetzen sich gesund ernähren zu können. Sozialpolitik ist Hungervermeidungspolitik durch Verbesserung der untersten Einkommen.




alfalfa antwortet um 20-06-2011 11:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
OECD und FAO warnen !
@ 1. Beitrag von Gorttfried:

Glaub de Thematik kann ma ned so einfach aufschlüsseln bzw. argumentieren:
Mit jeglichen Subventionen (egal ob direkt oder indirekt) die unsere Bauern erhalten wird unterm Strich der Preis für Rohstoffe billiger, weil ma dadurch einen Einkommensausgleich substituieren kann. Populistisch formuliert: Der Staat wendet immense öffentliche Mittel auf, damit unsere Bauern mehr produzieren als wir benötigen, getrieben von Rohstoffen (zb. Soja) die wir aus anderen Erdteilen zukaufen. Damit uns diese Praxis ned den Markt zusammenhaut, werden weitere Mittel aufgewandt damit die überschüssigen Produkte außerhalb der EU abgesetzt werden können, mit den Ergebnis, dass in diesen Ländern die Märkte zugrunde gerichtet werden (zb.: EU- Milchpulver wird in Jaimaika billiger abgesetzt als diese es produzieren können, obwohl keinen nennenwerten Winter).
Eine allgemeine Preissteigerung von land. Rohstoffen trifft logischerweise auch jene Personen mehr, die einen höheren Anteil des Einkommens für Lebensmittel ausgeben. Folglich gibt es vor allem in der EU/ Österreich mit aktuell 11% des durchschnittseinkommen bei weitem mehr Spielraum als in den Ländern der 3. Welt. Schlussendlich wäre das aus der Agrarsubventionen die beste Entwicklungshilfe die wir im Stande sind zu leisten, wobei gerade all jene Länder die Agrarprotectionismus betreiben ein hohes Interesse an schwachen Agrarmärkten in anderen Ländern (vor allem der 3. Welt) haben.
lg


franz12345 antwortet um 26-06-2011 09:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Laut der FAO Initiative" Save Food" Werden zur Zeit Weltweit 1,2 Milliarden Tonnen!!!!!!! Lebensmittel entweder weggeschmissen, oder verderben beim Transport oder bei der Lagerung. ich hab zwar keine Ahnung wie die zu den Zahlen kommen, aber wenn man sich anschaut was bei uns alles entsorgt wird kann ich mir gut vorstellen das das stimmt, oder sogar untertrieben ist. Soviel zur Lebensmittelknappheit
Gruss fm


Muuh antwortet um 26-06-2011 22:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Heute wurde der Brasilianer Jose Graziano da Silva in Rom zum neuen Generaldirektor der UNO- Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) gewählt. Topfavorit Franz Fischler konnte sich nicht durchsetzen und schied im ersten Wahldurchgang mit nur 10 Stimmen frühzeitig aus.


edde antwortet um 26-06-2011 22:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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dann kann sich Fischler wieder intensiv um sein "gut so"-projekt kümmern .

haben ja bestimmt schon alle konsumenten auf das deißigste gütesiegel gewartet !

mfg


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