Guntamatic BMK 20/30 - wer hat Erfahrung mit diesem Heizkessel?

Antworten: 7
flori007 13-02-2011 08:47 - E-Mail an User
Holzvergaser
Hallo!
Wer hat Erfahrungen mit einem Guntamatic BMK 20/30 Heizungskessel?
Lg Florian



Bauernhaus antwortet um 13-02-2011 09:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Holzvergaser
Hallo Flori007!
Ich weis, dass ich deine Frage nicht beantworte, aber vielleicht ein Gedankenanstoß! (weil mir gerade fad ist)
Du hast einen Nebenerwerb. Wie lange noch?
Könnte mir vorstellen, dass du auch passende Räumlichkeiten für eine Hackschnitzelheizung hast. Wenn die Räumlichkeiten einigermaßen passen, kostet die vielleicht um ca. € 10.000,-- mehr. Mußt du Brennmaterial dazukaufen? Wenn ja, heizt du mit HS mindestens um ein Drittel billiger. Also rechnen sich die Mehrkosten in 10 bis 15 Jahren.
Von der Bequemlichkeit überhaupt nicht zu reden. Die Stromkosten werden auch immer wieder übertrieben. Zumindest bei der Hargassner nicht nennenswert. (geringerer Kraftaufwand gegenüber viele andere) Habe auch lange überlegt, würde sie niemehr hergeben.
Meine Bedenken beim Holzvergaser waren schlussendlich die Puffertemperatur. Unser Haus ist mittel bis schlecht isoliert, jedoch gut erhaltene Fassade, deshalb ist der Vollwärmeschutz derzeit kein Thema. Wir brauchen ab so 0 Grad abwärts eine Vorlauftemperatur von mindestens 55 bis 60 Grad. Konnte mir nicht vorstellen, vielleicht bin ich e falscher Meinung, dass ich da mit einmal Einheizen, 3.000 Liter Puffer, über den Tag komme und morgends soll es ja auch noch wenigstens bis ca. 8.00 Uhr, bis zum nächsten mal Einheizen, warm sein. Außerdem ist der von den Kesselerzeugern angegebene Holzverbrauch mit Vorsicht zu genießen. Meine Schwester braucht für ein ähnliches Haus 40 rm Metterscheiter. Ich brauche trotz vielem Warmwasserverbrauch (Viehbetrieb, ebenfalls Nebenerwerb), außerdem ohne Puffer, also Wärme kommt direkt vom Ofen, ca. 60 m³ Hackschnitzel.
40 rm Meterscheiter x € 65,-- = € 2.600,--
60 m³ Hackschnitzel x € 20,-- = € 1.200,--
Also gut überlegen. Wie gesagt, soll nur ein Gedankenanstoß sein. Kommt natürlich auf die Verhältnisse (Räumlichkeiten, Brennmaterial aus eigenem Betrieb usw.) darauf an.




0815 antwortet um 13-02-2011 17:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Holzvergaser
@bauernhaus,
Flori wird sich auch was gedacht haben, wenn er sich zu einem Vergaser entscheidet. Bei diesem Wärmebedarf wird es auch das günstigste sein. Wo kann man den sonst am besten Abbruchholz verbrennen? Für den Hacker ist das sicher nicht geeignet. Ich sehe es bei uns, mindestens 1/3 des Holzbedarfes stammt nur von „Nägelholz“. Schneiden das mit der MS auf halbe Meter ab, und gleich auf Paletten geschlichtet. Wenn wirklich oft länger niemand zum einheizen da ist, dann ist ein Pelletsofen als Zusatz immer noch günstiger als eine HS-Anlage, wo man wieder angewiesen ist auf speziell zubereitetes Brennmaterial. Aber gerade als Viehhalter kann mir niemand erzählen, dass niemand zum heizen Zeit hat, wo auch das Vieh versorgt werden muss! Man kann sich das auch einfach herrichten. Noch was zu den HS, wo bekommt man heute schon ordentliches Hackgut? Ich sehe es ja bei uns, was da alles zusammen gehackt wird, das ist einfach nur für Großanlagen geeignet, aber nicht für Microanlagen, wo das Brennmaterial nur so „dahinsiedet“. Man braucht ja nur im Forum nachlesen, was sich da alles abspielt! Warum spalten viele HS-Anlagenbesitzer auf einmal ihr Holz auf einmal auf? Als Zeitvertreib sicher nicht!
Bin nicht generell gegen HSHen, würde sagen, ab 50 KW Wärmebedarf würde ich auch eine machen, aber sicher nicht ohne Stückholzkessel, denn wohin sonst mit dem Altholz? Und auf der sicheren Seite bin ich auch, wenn 2 Systeme eingebaut sind! So störungsunanfällig sind sie HSH nicht, wie sie da im Forum beworben sind! Wer glaubt, eine HSH von heute hält 20 Jahre, der glaubt auch an das Christkind! Wird aber auch der Vergaserkessel seine Störungen haben, aber es sind nicht so viele mechanischen Teile eingebaut die eingehen können. Elektronik ist eh überall gleich empfindlich, ob HSH oder Vergaser!



rotfeder antwortet um 13-02-2011 17:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Holzvergaser
Hallo!
Bei uns gibt es Biomassekraftwerke, denen kann man das Abbruchholz gut verkaufen, gehackt oder ungehackt, das ist egal. Zeit hat man immer als Bauer, auch zum heizen. Aber man hätte auch Zeit, das Geschirr zu spülen, die Kühe mit der Hand zu melken, das Heu
mit der Schubkarre heimzuführen, usw.


schoosi antwortet um 13-02-2011 17:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Holzvergaser
ja und mit an 15er mahn


RÜCKSCHRITTE im Forum häufen sich sehr oder auch Tips dazu!! selber an Mercedes fahren und an Mostquitsch anpreisen


schoosi antwortet um 13-02-2011 17:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Holzvergaser
obergäriger 0815,

warum soll eine HSH nicht 20 Jahre halten, außer wenns Haus weggrissn wird???


Bauernhaus antwortet um 13-02-2011 21:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Holzvergaser
Hallo 0815!
Du hast schon Recht mit dem Nagelholz. Aber Nägel bis 150 mm machen dem Hacker und dem Ofen nichts aus. Ab 25 cm tu ich auch Spalten. Ist mir und meiner Tochter lustig. So 5 Stunden pro Jahr, dann ist die Sache wieder erledigt. Die Meterscheiter verkauf ich dann um € 60,-- (überwiegend Hartholz) und kaufe mir um das Geld vom Nachbarn halb getrocknete Hackschnitzel.
Zeit zum Heizen ist relativ, mag es jedenfalls um 6:00 Uhr warm in der Wohnung. Lieber beim Auto sparen.
Würde mich interessieren, ob Flori das Brennmaterial zukaufen muß. HS-Benützer wechseln sicher nicht mehr zum Holzvergaser.





flori007 antwortet um 14-02-2011 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Holzvergaser
Danke für die Anregungen. Leider war bis jetzt wirklich niemand dabei, der Erfahrung mit dem Guntamatic-Holzvergaser hat. Die Hackschnitzelheizung war auch eine Überlegung, glaube aber dass es sich erst bei mehreren Haushalten wirklich rechnet. Beim Vergleich von 40rm Scheitholz mit 60m³ Hackschnitzel hab ich Bedenken. Denke mir das Hackschnitzel üblicher Qualität vom Heizwert nicht an gut getrocknetes Scheitholz herankommen
Die Frage wie lange der Nebenerwerbsbetrieb noch läuft, kann ich so nicht beantworten. Wenn uns weiterhin Gesundheit geschenkt ist, sicher noch 7-10 Jahre. Ob sich eines unserer Kinder dieses Hobby, Nebenerwerb auf kleinen, unebenen und nicht zusammenhängenden Flächen, leisten wird, ist eher unwahrscheinlich und wäre ein eigenes Forumsthema.
Holz wird keines zugekauft und derzeit heizen wir mit einem der ersten Holzvergaser die gebaut wurden. Es st ein Unical mit einem Druckgebläse und mehr als 20 Jahre alt. Die billigste Lösung wäre bei diesem Ofen den Kesselkörper zu tauschen, alles andere von der Steuerung bis zu den Türen u. Zubehör würde passen, er ist nur 15cm höher und die Seitenverkleidungen dadurch zu kurz. Kostet in Deutschland ca. € 2500.- Allerdings hat man dann wieder Standard wie vor 25 Jahren. Es geht eigentlich nur um den Tausch des Kessels. Der Guntamatic würde am besten zusagen, haben aber keine Betreiber dieses Kessels für genaue Auskunft gefunden. Die Alternative wäre der Favorit unseres Installateurs. Ein ETA-Kessel, dieser wurde bis vor kurzem exakt baugleich unter Buderus verkauft. Hier wäre Service und Betreuung optimal.
Vielleicht meldet sich doch noch ein Betreiber?
Lg Florian



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