Bio-Futtergetreide - weiß jemand die aktuellen Preise?

Antworten: 57
j7810 26-01-2011 09:08 - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Wie sind die derzeitigen Bio-Futtergetreidepreise (Umsteller) für Triticale, Erbsen, Hafer von Bauer zu Bauer?




norbi10_0 antwortet um 26-01-2011 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
habe ende dezember triticale U1 für 203€/t gekauft ohne steuer

mfg


biojoe325 antwortet um 26-01-2011 15:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Wo sind die Helden, die im Herbst der "neuen" Agentur ihre Ernte verkauft haben? Ihr habt ja sicher schon eine Abrechnung! Was habt ihr bekommen? Für Roggen, Weizen, Hafer, Dinkel was wurde euch bezahlt? Mein Getreide liegt noch zu Hause, Ankaufpreise hat mir Keiner konkret sagen können und verschenken kann ich es im Frühjahr immer noch. Wenn aber schon konv. Braugerste über 250 € und Weizen schon die 300 € Marke anzielen soll, so glaube ich sind die 203 € schon sehr günstig. Erzielte Getreidepreise sind doch kein Betriebsgeheimnis, sagt es was ihr bekommen habt, ihr helft euch selbst und könnt dann auch Druck auf irgendwelche Aufkäufer ausüben!! Und ihr Bauern - die untereinander Getreide handeln - werden doch nicht so blöd sein und sich gegenseitig die Hosen ausziehen. Was nichts kostet ist nichts wert und wer den anderen über den Tisch zieht der wird, wenn überhaupt nur einmal verkaufen!! L.G.Joe


208 antwortet um 28-01-2011 07:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
ich denke auch das es schon fragwürdig ist das manbeim weizen 1 drittel mit 320 €/t finalabgerechnet hat und den rest akonto 170€/t minus dienstleistungskosten ich denke da müßte schön langsam eine nachzahlung von mehr als 200€/t kommen ansonsten ist das wieder ein betrug an den bauern und die neue gmbh stellt sich auf eine stufe mit der alten


biolix antwortet um 28-01-2011 07:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
GM !

also 208 , bitte Realistisch bleiben, glaubst ds die anderen Aufkäufer nochmals 70 Euro nachzahlen um auf 37ß zu kommen ? ,-))

aber natürlich steigt grad alles, nur Verträge werden auch vor der Ernte gemacht etc., inkl. gestern ruft mich ein DEmterbauer an, und fragt wie es bei der Biogetreidevermarktung so läuft und berichtet mir das es relativ schelppend geht bei ihnen, udn beim Roggen eher ganz schlecht...

darum hoffe ich natürlich auch das ein 3er am Ende zumindest beim Weizen davor steht.. ;-)

lg biolix

p.s. zum joe glaube ich wars, ja wennst alles gelagert hast, dann musst du ja jetzt genau wissen was am "freien Markt" zur zeit zu erziielen ist , bzw. was du für Angebote hast, kannst ja du uns mal informieren, danke !


Stonebear antwortet um 28-01-2011 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Hallo j7810

Biohafer verkauft an konv. Bauern Preis €180,- /t ,denke fairer Preis für beide Seiten ohne lange Transportwege und Geld bar auf die Hand.

mfg


Tyrolens antwortet um 28-01-2011 10:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Hm, wenn ich da rechne... 8 to konventionell gedroschen, 280 Euro für die Tonne bekommen... Lohnt sich Biogetreide noch?


Vierkanter antwortet um 28-01-2011 10:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
ja Tyrolens, da gib ich dir recht.......in diesem Fall kann ich mir nur denken, dass Bio etwas für Individualisten ist, und nicht für jene, die daraus höhere Profite als der Konventionelle machen wollen.


Tyrolens antwortet um 28-01-2011 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Was ja auch im Sinne des Bio-Gedankens wäre.


mfj antwortet um 28-01-2011 10:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise

...der Herrgott wird´s vergelten....


Leo7 antwortet um 28-01-2011 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
mfj, sei doch net so einseitig in der dualität der dreieinigkeit...
auch die Fraugöttin wird´s vergelten.

....den "ertrag" beschränkt nur das denken.

lg
leo




Stonebear antwortet um 28-01-2011 11:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
@Tyrolens

Hast recht das lohnt sich nicht aber es lohnt sich Bioalternativenanbau und Direktvermarktung von Biorindfleisch und bevor meine Rinder eine Pansenübersäuerung bekommen verkauf ich lieber konventionel.

mfg


Stonebear antwortet um 28-01-2011 11:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise

Übrigens was haben die letzten Meldungen mit der eigentlichen Fragestellung zu tun ???


mfj antwortet um 28-01-2011 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise


Ich denke nur in alle biologischen Richtungen, Leo und Georg...damit hat´s zu tun ;-))






biolix antwortet um 28-01-2011 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Mahlzeit !

das sind ja wieder die konvi. Spezialisten unterwegs..;-))

komisch das im Grünen Bericht die Durchschnittserträge von konv. mit ca. 4000kg am ha angegeben werden... aber am abend kopier ichs euch rein.. ;-)


lg biolix


Tyrolens antwortet um 28-01-2011 12:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Wahrscheinlich drücken die Bios den Schnitt.



biolix antwortet um 28-01-2011 12:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
,-)))

nein die sind separat... ;-))

aber wo hattest du die 8000 kg, mit welchen Aufwand, und für alles hast echt 280 ,- bekommen, alles Premiumweizen, und alles schon ausbezahlt, verrat uns wohin du vermarktet hast, danke !

lg biolix


Tyrolens antwortet um 28-01-2011 12:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Wo sind die separat ausgewiesen?

8 to sind nun wirklich nicht so viel. Heuer wurde selbst im Burgenland deutlich mehr gedroschen. Der Aufwand hält sich in Grenzen, wobei höhere Erträge in dieser Qualitätsklasse natürlich auch etwas mehr Nährstoffe brauchen, vor allem Stickstoff. Vermarktung vorzugsweise nach Italien. Gute Ware reißen die einem aus der Hand. Bezahlung binnen 4 Wochen, 2% Skonto.


Stonebear antwortet um 28-01-2011 13:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise

Frage:

Wer hat die größten Erdäpfel ???


Tyrolens antwortet um 28-01-2011 14:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Der klügste Bauer. ;)

Weiß jemand zufällig, woher dieser Spruch kommt?


Hirschfarm antwortet um 28-01-2011 15:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Tyrolens: Schreib bitte nicht so einen Schmarrn. Wenn du den Höchstertrag aus dem Burgenland mit 8to Weizen (den es vielleicht sogar gegeben hat) mit dem Höchstpreis der Saison multiplizierst wirst du ungefähr um 100% daneben liegen. Die Durchschnittserträge im Burgenland dürften 2010 ungefähr bei 5 to Weizen gelegen sein und die Durchschnittspreise (ganze Vermarktungssaison) werden irgendwo bei 200 bis 220€ zum liegen kommen. Was stimmt ist, das seit 15 Jahren heuer erstmalig mit konventioneller Getreideproduktion mehr Produkterlös pro ha zu erzielen war als mit Bio.
Das System ist im Bio-Vertragsanbau auch ein ganz anderes und basiert auf relativ konstanten Auszahlungspreisen. Gänzlich anders verhält es sich in der konventionellen Produktion. z.B.: Mais November 2009 90€ Mais jetzt 235€.


Tyrolens antwortet um 28-01-2011 15:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Hirschfarm, ich habe bloß geschrieben, was möglich ist. Dass es genügend gibt, die weniger geerntet haben und Qualitätsware (war ja heuer das größte Problem) schon gar nicht ist ebenso unbestritten, wie die Tatsache, dass viele auch vorzeitig vermarktet haben.
Das ist ja auch das, worauf Biolix anspielt. Die Erträge sind im großen Durchschnitt deutlich niedriger, was aber nicht daran vorweg täuschen darf, dass man heuer mit Weizen sehr gut verdienen konnte.
Wenn ich 100% daneben liegen möchte, rechne ich mit 10 to Ertrag und 300 Euro, dann kommt man pro ha auf 1.500 Euro, 50% daneben dann komme ich immerhin noch auf 1500 Euro pro ha Erlös und sogar das ist noch ein recht ordentlicher Erlös (2009 wurde für Qualitätsware um die 180 Euro bezahlt).



Biohias antwortet um 28-01-2011 15:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Ja stimmt schon heuer hat man als konvi ungefähr den gleichen Gewinn wie bio.
is ja immer auch stark abhängig von den energiepreisen, die intensität ist im konvi anbau ja
wesentlich höher...
aber sonst rechne mal am bsp. triticale:
bio ca. 40dt x 25€= 1000 - festkosten=ca. 600-variable(ca. 200) =ca.400€
konvi. ca. 70dt x 17€= 1190 - festkosten= 790-variable(ca.350)= ca. 440€
die werte ham wir gestern beim stammtisch(drei bio, drei ned) überschlagen,
dürft im schnitt in unsrer region auch hinkommen...
mfg


Tyrolens antwortet um 28-01-2011 16:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Das stimmt. Wenn man vergleichen möchte, dann sind vor allem die Dünge- und PSM-Kosten im konventionellen Anbau ein ganz wesentlicher Faktor; eigentlich jeder Faktor, der bei der Betrachtung einzelner Früchte die größte Rolle spielt.


Hirschfarm antwortet um 28-01-2011 16:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
@tyrolens 5to mit 210€ ist 1050€ , plus 100% ist 2100€. 280 € mal 8 to ist2240€ pro ha. Aus meiner Sicht sogar mehr als 115 % daneben.
mfg


Stonebear antwortet um 28-01-2011 17:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Hab Urlaub gemacht im Südburgenland und da siehst ja fast nur Mais, wie sieht denn da die Rechnung aus ?

mfg


Tyrolens antwortet um 28-01-2011 17:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Hirschfarm, ich kann auch mit total ausgewachsenem Weizen rechnen, den's noch dazu verhagelt hat, dann bist du irgendwo bei 500 Euro.

Die E-Weizen Preise lagen Mitte August schon bei 230 Euro, Mitte September schon bei 265 Euro. Du kannst nicht auf der einen Seite einen freien Markt fordern und dann gleichzeitig dein Getreide direkt nach der Ernte beim Händler auf den Hof kippen und hoffen, dass er dir einen guten Preis macht. Du musst auch dazu sagen, dass die 5 to ebenso nur eine lokale Aufnahme sind.
Ich habe jetzt extra noch mal nachgesehen. Die Weizenernte war im Burgenland im Jahr 2010 um fünf% höher als im 5-Jahres-Schnitt. So schlimm war's mit dem Wetter also nicht und wenn du wirklich nur auf 5 to kommst, solltest du dir vielleicht eine andere Frucht aussuchen.


biolix antwortet um 28-01-2011 18:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Nabend !

als deine konv. "feuchten" Träume sind ja fast schon ... na egal... ;-))

Du hast keinen eigenen ha WEizen und redest so, von wegen noch 8000 kg auf diesem ha..;-)

schriebst hier wieder im Biothreat und am Ende war ich es wieder der begonnen hat..;-)

Komischm, hier müssten doch alle Konvies schon posten wie toll nciht heuer alles ist und bei 8000 kg so einen toleln Gewinn, alles Premium Weizen, darum verlangt der SChweinezüchter im anderen threat ja eine Förderung.. ;-))

Aber bei 8000 kg am ha wird ja doch was überbleiben...


Diese Überheblichkeit, der letzte Satz, wer im Burgenland 5 to schafft, der kann stolzer sein als du glaubst... wo lebst du eigentlich ?

Hier aus dem Grünen Bericht von 2010:

"2008. Die Weizen-Durchschnittserträge
des Jahres 2009 lagen mit 4,93 t/ha weit unter
denen des Vorjahres (5,69 t/ha)."

also die Preise hast auch dabei: soll ich dir den Durchschnitt der letzten 5 Jahre sagen ?

ja ich sag ihn dir, um die 125 Euro die Tonne.....

Und schreib uns mal den Aufwand bei 8000 kg Weizne den "du" hast... ;-)))

lg biolix




Leo7 antwortet um 29-01-2011 01:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
mfj...du genialer...ich weiß! ;-))


MF7600 antwortet um 29-01-2011 12:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
will jetzt wissen was der gewinn aus der weizenerzeugung mit der schweinehaltung zu tun hat.
mein durchschnittsertrag lag bei 6500kg/ha preis 245inkl.mwst 2/3 der ernte eingelagert und im september verkauft.
1/3 liegt noch unverkauft im lager.
ertrag in unserer gegend war 4500-5500kg ohne fungizid und 6000-7500kg mit fungizid(alles qualitäts oder premiumweizen)!
mein durchschnitspreis der letzten 5 jahre waren 173€/t inkl.mwst.
variable kosten 2010 inkl. lohndrusch 347€/ha.



MF7600 antwortet um 29-01-2011 12:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
@georg 1973
ja mit mais kann der weizen heuer bei weitem nicht mit bei preisen von 250 aufwärts und trockenmaiserträgen von 10-13t


rusticus antwortet um 29-01-2011 14:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
@mf7600

du schreibst von var. kosten 2010 i.h.v. 347,-/ha - das kommt mir extrem wenig vor.
was rechnest du da hinein?
ich hatte 2010 alleine var. maschinenkosten von 390,-/ha (incl. lohndrusch und ust) beim weizen.




MF7600 antwortet um 29-01-2011 19:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
saatgut, düngemittel, pflanzenschutz, var. maschinenkosten diesel,... + lohndrusch

also sämtliche maschinenkosten(fix und variabel) bei WW 2010 290€/ha


Tyrolens antwortet um 29-01-2011 19:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Extensive Kulturführung und Wirtschaftsdüngereinsatz?


MF7600 antwortet um 29-01-2011 22:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
wirtschaftsdüngereinsatz und intensive kulturführung


biolix antwortet um 30-01-2011 11:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
MZ !

danke, MF, das sind Zahlen wo man dann auch rechnen kann, der Bioschnitt war die letzten Jahre zwischen 250 und 350 inkl. MWSt. und der Ertrag sicher um ca. 1/3 weniger... da waren die letzten jahre eben auch Bio vom Verdienst pro ha her besser, daher wäre eine Ausrichtng schon alleine deswegen auf "Förderoptimierung" oder "Häckselbauer" ja ganz schlecht und gegen die eigene Brieftasche gewesen..;-))

Ja und heuer kann man es den konv. BäuerInnen nur vergönnen, das sie wieder ein gutes jahr haben, und vielleicht auch mal eines wieder, wo sie ein wenig besser verdienen als die BiobäerInnen, das vergönn auch ich Ihnen..;-)

lg biolix


MF7600 antwortet um 30-01-2011 21:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
mein ertrag war die letzten jahre aber um 20% höher. weizen war 2009 eine extreme spätsaat.
und ich brauch keine 20 oder 30% leguminosenanteil oder irgend so ein zeugs!
der bringer ist sowieso der mais, weizen hab ich nur zu 25% in der fruchtfolge.



Biohias antwortet um 31-01-2011 07:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
@MF:
''und ich brauch keine 20 oder 30% leguminosenanteil oder irgend so ein zeugs!''
warum ?? baust ackerbohnen, hast 40dt und 30€ dann passts doch auch oder??
, bei dem geringen Aufwand!!!


MF7600 antwortet um 31-01-2011 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
300€ x 4t(?) = 1200€
weizen 250€ x 6,5t = 1625€
mais(30%feucht) 165€ x 14t = 2310€, feuchtmais war spätlieferung alles was ich früher gedroschen habe hab ich getrocknet und eingelagert.
noch fragen?


Tyrolens antwortet um 31-01-2011 08:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Im Biolandbau wird man mit Ackerbohnen als einzige Leguminosen nicht weit kommen, oder? Ich denke, MF spielt da eher auf mehrjährigen Kleegrasanbau an.
Der Aufwand ist bei Ackerbohnen nicht so ohne, vor allem weil die Ertragsschwankungen hoch sein können. Im konventionellen Anbau sind die Aufkäufer recht wählerisch. Wenn alles passt kann man mit Ackerbohnen jedoch sehr gut verdienen. Im Endeffekt kommt man durch den Anbau von Ackerbohnen aber auch bloß auf 20% Leguminosenanteil.


MF7600 antwortet um 31-01-2011 08:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
richtig eigentlich wollte ich den kleegras luzerneanbau ansprechen.
mit ertragsschwankungen hast du auch recht, denke dass 4t als langjähriger schnitt unrealistisch sind!



Biohias antwortet um 31-01-2011 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
also wenn wir als biobetrieb schon 40dt die letzten 13jahre haben dann kann's doch nicht so schwer sein die konventionell hinzukriegen...
Die ertragsschwankungen sind natürlich schon immens, 2010 ca.32dt 2009 42dt 2008 51dt etc.
was iwie viele vergessen ist der super vorfruchtwert und die auflockerung der fruchtfolge.
mehrjährigen kleegras anbau ham wir noch nie gemacht, überjährig und normalerweise ersten
schnitt verkaufen an benachbarten biomilchviehbetrieb zum silieren und weitere mulchen
ihn machts glücklich und durch die abfuhr vom ersten schnitt kommt das kleegras erst richtig
in schwung;-)



MF7600 antwortet um 31-01-2011 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
ackerbohnen sind ja bio und konv. relatv gleich in der kulturführung, da wird der wenige stickstoff im boden wahrscheinlich noch positiv sein.
wieviel % deiner ackerfläche sind kleegras?


Biohias antwortet um 31-01-2011 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
je nach jahr zwischen 12 und 20% im schnitt ca. 16%
heuer sinds nur 12, dafür noch 5%soja und 15% Ackerbohnen
also heuer insgesamt ca. 32 % Leguminosenanteil


MF7600 antwortet um 31-01-2011 10:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
die 12% sind dann unproduktive fläche mit mehr oder weniger keinen einnahmen.


Biohias antwortet um 31-01-2011 10:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
den ersten schnitt verkauf ma an den milchviehbetrieb und die nachlieferung vom stickstoff
liegt je nach bestand bei 50-80kg/ha. wenn ich danach weizen bau hab ich immer, bis auf dieses jahr, zum teil, meinen kleber/protein ghabt für e-weizen,
auch auf den flächen ohne gülle...
allein das is schon viel wert, ertragssteigerung is ja auch noch da.
und das kleegras hat einen guten phytosanitären effekt, ein guter bestand hat einen gewaltigen
einfluss auf den unkrautdruck in den nächsten 2-3 kulturen.
Außerdem ist das kleegras ein humusmehrer...
also uns reichen die vorteile um kleegras zu bauen, obwohl ichs nicht selbst im betrieb
verwerten kann wie die kuhbetriebe..
der mehrertrag und die qualitäten sprechen dafür.
mfg


Tyrolens antwortet um 31-01-2011 10:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Übermäßig Stickstoff im Boden ist für Leguminosen nachteilig.
Die Bestandsführung ist im konventionellen Anbau schon anders. Das beginnt beim Herbizideinsatz, geht über Insektizide bis zu diversen Tricks um den Schotenabwurf zu verhindern. Dafür wird man dann, sollte alles klappen, auch mit deutlich höheren Erträgen belohnt.


Haggi antwortet um 31-01-2011 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Also wenn ich mir eure Stikstoffführung so durchlese, dann muß ich da mal nachfragen, ob im Dauergrünland da auch solche Erfolge erziehlt werden können, oder ob das nur bei reiner Kleeeinsaat machbar ist (Verdrängung / Konkurenz,...)

Hätt als Grünlandbauer da gerne ein paar Tipps von den Fachleuten ;)

SG
Wolfgang


Tyrolens antwortet um 31-01-2011 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Ich verstehe die Frage nicht ganz. Aber wenn du den Klee los werden möchtest, dann ist das Düngen von Stickstoff (mit einer Ausnahme -> CULTAN) der beste Weg dazu. ;)


Biohias antwortet um 31-01-2011 12:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
''Übermäßig Stickstoff im Boden ist für Leguminosen nachteilig.''
@Tyrolens
Da hast du recht, darum sind die leguminosen ja auch so ''qualifiziert'' für den ökolandbau.

@Haggi
Ich bewirtschaft mein grünland nur extensiv und mach zwei schnitte im jahr.
das heu kommt dann nach österreich, schon seit jahren immer zum gleichen betrieb;-))
Beim Dauergrünland ists natürlich auch nicht ganz einfach mit der stickstoffversorgung,
da bin ich aber wirklich kein fachmann, meine betriebsschwerpunkte sind eher ackerbau und
schweinemast.
gibt aber sehr interessante versuche von der lfl in bayern und auch in niedersachsen.
muss mal mitm nachbarn reden...
mfg


Tyrolens antwortet um 31-01-2011 12:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Oh, die Nmin Werte können auch im Ökolandbau höher sein als manch einer vermutet. Es ist mehr eine Sache der Fruchtfolge und wie man mit dem Boden umgeht. Die Naturwissenschaft gilt überall. Kleines C/N Verhältnis, intensive Bodenbearbeitung...


Biohias antwortet um 31-01-2011 12:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
ja schon aber meine ''standart'' fruchtfolge ist z.b.
kleegras-Winterweizen-Winterroggen/Triticale-ZF-Ackerbohnen/Soja/Erbsen-
Winterroggen/Triticale
natürlich je nach boden und anderen faktoren.
aber so sind bei mir die körnerleguminosen nach zwei HF Getreide, und auf Roggen/Triticale kommt bei mir nur selten Gülle und wenn dann wenig, somit ist der Boden etwas ''leer''
und die Leguminose wächst besser, hat mehr ertrag und bringt mehr als vorfrucht.
ich hab selber eine getreidereinigung/aufbereitung und weiß genau wieviel dt von welchem
schlag und welche fruchtfolge etc. so kann ich den ertrag optimieren und optimal mit
meinen teils sehr verschiedenen Böden die fruchtfolge umsetzen.
was in einem feld super hinhaut kann im nächsten ein kapitaler fehler sein.....



Tyrolens antwortet um 31-01-2011 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Ja, das meinte ich, dass man die Nmin Vorräte beim Anbau von Leguminosen vorher abbauen muss.
Baust du absichtlich nach Kleegras gleich Weizen an? Es gibt ja viele, die bauen nach Kleegras erst mal Roggen an, weil sich die Mineralisierung doch etwas zieht und erst im zweiten Anbaujahr nach Kleegras volle Wirkung zeigt.


Biohias antwortet um 01-02-2011 12:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Naja der stickstoff der im ersten jahr mineralisiert soll mir recht sein, ist auch immer sehr unterschiedlich, aber auf weizen kommt bei mir eigentlich immer gülle, wenn möglich.
aber grundsätzlich hast du recht, die mineralisierung
des stickstoffs aus leguminosen dauert generell länger und ist unberechenbar, kenne
auch betriebe die zuerst roggen oder dinkel baun, die haben aber oft keine gülle.
mfg


Tyrolens antwortet um 01-02-2011 12:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Gülle scheint mir bei Bio überhaupt der springende Punkt zu sein. Ich weiß von Betrieben, die erfahren durch die Gülleausbringung Ertragssteigerung von 1/3.


Biohias antwortet um 01-02-2011 12:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ja 1/3 müsst ca. hinkommen, als bsp. heuer Weizen Capo 38dt ohne gülle, achat mit gülle 49dt
obwohl der Capo mehr Ertragspotenzial hat!!!
bei gleichen sorten ca. 10-15dt ertragsunterschied....


Haggi antwortet um 02-02-2011 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bio-Getreidepreise
Alles schön und gut! Aber das ganze ist ja immer der Ackerbau, nicht das Grünland...
Ich wollt wissen, ob eine Kleereiche Nachsaat mir da auch bei der Stickstoffversorgung Verbesserungen weiterbringt?


Tyrolens antwortet um 02-02-2011 22:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Du meinst wenn deine kleereiche Nachsaat als Vorfrucht dient? Sofern du Bodenbearbeitung machst - ja.


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