Stainzer Milch - wie geht es weiter?

Antworten: 20
Seppbauer 25-11-2010 20:51 - E-Mail an User
Stainzer Milch
Hallo , wer weiss, wie es mit der Stainzer Milch bzw. den Lieferanten weitergeht ? Heute war ja Präsentation dieses Geheimnisses - zumindest für Vorstände.


BCh antwortet um 25-11-2010 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Hallo!

Was ich weis waren heute die "Bergländer" in Stainz und gestern die "Obersteirer" um ihre Pläne zu präsentieren!!

Die "Kärntner" haben selber genug Probleme da brauchens nicht noch eines!!

Entschieden wird am Dienstag!

Mich stört die Art und Weise gewaltig wie hier vorgegangen wird und ohne Vorwarnug wird über die Köpfe der Lieferanten hinwegentschieden!
Der Geschäftsführer hatt es nicht mal nötig ein Mail zu beantworten und vom Obmann bekommst einen Roman zum lesen wie gut sie sind und was sie alles machen!

Der ganze Vorstand und Aufsichtsrat gehört unter einen großen Tuchent und es darf jeder Lieferant einmal draufhauen! Es kann keiner den falschen erwischen!!

MfG


Seppbauer antwortet um 25-11-2010 22:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
... na na na mal langsam
seit 3 Jahren endlich einmal eine richtige Entscheidung der Obrigen... was besseres als diese Einsicht der eigenen (Milchpreis)schwäche konnte uns ja nicht passieren, aber mal sehen was da noch rauskommt -doch noch länger eine Preisdifferenz in dieser Höhe wär ja himmelschreiend - welcher Betrieb kann schon Fehlbeträge in Höhe der Direktzahlungen ausgleichen?



boecklhofer antwortet um 26-11-2010 15:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Wieso, was is denn los mit der Stainzer Milch?


Seppbauer antwortet um 26-11-2010 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Anscheinend wird an der Fusion mit ??? gebastelt - und ein grosses Geheimnis draus gemacht....


walterst antwortet um 28-11-2010 07:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Kleine Zeitung von heute:

Stainzer Milch kommt unter ein neues Dach

Das weststeirische Traditionsunternehmen sucht Unterschlupf bei größerer Molkerei. Favorit ist eine "steirische Lösung", die am Sonntag gefunden werden soll.


Die schwierige Lage auf dem Milchsektor zwingt die traditionsreiche Stainzer Molkerei, als Unternehmen Unterschlupf bei einem größeren Milchverarbeiter zu suchen. Am Sonntag soll eine Vorentscheidung fallen, bestätigte Fritz Gruber, Obmann der Obersteirischen Molkerei (OM), welche die rund 500 bäuerlichen Genossenschafter der Stainzer Molkerei zum Zusammenschluss eingeladen hat. Aber auch Berglandmilch, der heimische Milchriese, hat Interesse an den Weststeirern, die eine starke Marke aufgebaut haben.
Marke soll nicht angetastet werden

Grundbedingung jeder Lösung sei, so ist zu erfahren, dass die starke Marke nicht angetastet wird. Wo Stainzer Milch draufsteht, müsse diese auch künftig drin sein, lautet das Credo der Weststeirer. Favorisiert wird offenbar eine "steirische Lösung", also ein Zusammengehen der Stainzer mit der OM. Die Stainzer sind mit einem Jahresumsatz von zuletzt 21 Millionen Euro die kleinste Molkerei der Steiermark. Die OM ist rund viermal größer, Berglandmilch seit der kürzlichen Fusion mit Tirol Milch fast 40-mal so groß.

Der Vergleich zeigt, dass die starke Marke der Stainzer allein im Milchgeschäft mit seinem dichten Wettbewerb offenbar nicht ausreicht. Druck geht dem Vernehmen nach auch von den weststeirischen Bauern aus, die einerseits Milchlieferanten und andererseits genossenschaftliche Eigentümer sind. Sie hoffen, dass sie künftig einen besseren Bauernmilchpreis haben.



Woodster antwortet um 28-11-2010 21:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Was ist den hier die "starke Marke"?

Wenn sie startk genug wär, müßte sie nicht Unterschlupf suchen...
und wenn Sie am Konsumenten vorbeiproduzieren, sind sie selbst schuld.

Wir und unsere Bekannten haben jahrelang die Stainzermilch gekauft.
Da war die Milch noch nicht totpasteurisiert. Sie hielt nur einige Tage, und man wußte es ist noch ein Lebensmittel. Irgendwann kam dann - "Länger Frisch". Ultrakurzerhitzt auf 140 Grad. Der Tod für jede Milch. Hab mit Stainzermilch korrespondiert. Aber denen war das wurscht.
Ab da an hab ich mir wieder einen Bauern gesucht. Direkt von der Kuh, ohne Zutodebehandlung. Das ist Milch.

Die Stainzer hatten nicht den Mut die biologische Schiene kompromisslos zu fahren. Haben dann das gemacht was alle machen. Die Rechnung erhalten sie jetzt.




walterst antwortet um 29-11-2010 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Während sich die Marke Stainzer bisher in der Werbung als David gegen Goliath oder sogar als gallisches Dorf gegen die Römer dargestellt hat, scheint man sich nun dem größten aller möglichen Partner zu unterwerfen.
Der Hunger der Bergland ist noch lange nicht gestillt.


fabian antwortet um 30-11-2010 06:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Lieber IG - Freie Milch - walter st !

Die Stainzer Milch füllt doch euer "A faires Joghurt" ab.

Warum übernimmt die IG Milch - Freie Milch Austria nicht die besagte Molkerei ?

Da könnte die Freie Milch ihren "Milchhunger" stillen und zeigen wie´s geht !

Das "unterwerfen" wäre auch kein Problem.
Die Bauern hätten dann auch Redeverbot (Milchpreis - Freie Milch) !!!


walterst antwortet um 30-11-2010 07:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
GUten MOrgen Fabian


horni antwortet um 30-11-2010 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Hallo Woodster!

Würdest Du einmal die Homepage der Stainzer Milch anklicken (www.stainzer.at), dann würde Dir im Eingangsvideo langsam und verständlich die Vorgangsweise der Mikrofiltration erklärt werden.
Denn genau so wird die Stainzer Milch länger haltbar gemacht, eben durch feinste Filtration von Keimen aus der Milch und nicht durch Hocherhitzung wie es zum Teil andere Molkerein machen.
Von Zutodebehandlung kann hier wirklich nicht die Rede sein und soweit ich weiß war die Stainzer Milch die erste Molkerei in Österreich mit dieser Mikrofiltrationsanlage, also fällt auch Dein Argument daß sie auch nur das machen was alle tun.

Also zuerst informieren dann Argumente in die Welt setzen.

Mfg
Horni


Christoph38 antwortet um 30-11-2010 08:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
In den Salzburger Nachrichten war heute ein Bericht, dass es Richtung Bergland geht.

Bin schon gespannt wann es soweit ist, dass alle österreichischen Molkereien bei der Bergland untergeschlüpft sind.


karl0815 antwortet um 30-11-2010 09:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
In Österreich gibts in fünf Jahren sowieso nur noch maximal 2 bäuerliche Genossenschaften, den Rest (Sbg, NÖ,...), werden sich ein paar ausländische Molkereien aufteile(warten eh schon wie die Geier)
Dazwischen wirds einige Liefergemeinschaften geben, die so dahinvegitieren.

Wofür sich die Stainzer Bauern entscheiden, ist einzig deren Angelegenheit!


Woodster antwortet um 30-11-2010 17:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
@Horni,

dann war die Auskunft von Stainzer-Milch damals wohl falsch.... (ganz kurze Zeit ultrahocherhitzt...) Auf Nachfrage dann Antwort: 140 oder 142 Grad... das macht überhaupt nichts... hab dann noch geantwortet, ok dann halten Sie einmal nur kurz den kleinen Finger rein...

Aber es ist im Grunde eigentlich egal, wie die Milch zu Tode behandelt wird.
Wenn die Milch sich möglichst lange nicht mehr verändern darf, weil fast alle organischen Stoffe und Enzyme entfernt werden, was soll dann das noch sein?
Wenn nur das Ziel verfolgt wird, dass ein Produkt möglichst lange im Regal stehen kann, leidet halt die Qualität. Und eine solche möchte ich nicht mehr...
HG


Seppbauer antwortet um 30-11-2010 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
@ woodster : richtig, bei der ESL wird zuerst auf 140 C erhitzt und anschliessend mit den Keramikfiltern die "schwimmenden Leichen" = tote Keime entfernt - das ergebnis kennen wir- ich trink sowieso nur schwarzen Kaffe...


Seppbauer antwortet um 30-11-2010 21:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Gratulation an die Berglandmilch

und den Vorstand der Stainzer Milch für diese Entscheidung...

meine Anfrage ist nur warum so lange gewartet wurde - Preisabstand in den letzten beiden Milchwirtschaftsjahren bis heuer Sept. - 2,87Ct entspricht einem Milchgeldverlust von 2,15Mio Euro - so kann man auch Bauerngeld vernichten oder ....einer kann nicht 500 erhalten, aber 500 einen ganz gut...


walterst antwortet um 30-11-2010 23:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
@seppbauer
Deine Art der ESL-Herstellung muss eine neue und bisher unbekannte Methode sein.

Bei der Mikrofiltrationsmethode werden erstens niemals 140 Grad erreicht iund zweitens ist die Pasteurisation der Filtration nachgeschaltet.
Wäre ja widersinnig, den Hochleistungsfilter zu verwenden und dann trotzdem mit der problematischen Temperatur arbeiten.


Seppbauer antwortet um 01-12-2010 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Richtig Walter , natürlich, wird zuerst "angewärmt" (ca.80 Grad), gefiltert und dann erhitzt - die Höhe der Temperatur beträgt max. 127 Grad für 3 sek. weiteres wie Nährstoffverluste usw. siehe zB Milch&Markt.




Woodster antwortet um 02-12-2010 09:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
@horni,

wie war das mit informieren??

Ob 140 Grad oder 127 Grad - das wertvolle Naturprodukt Milch ist hin, weil alles organische und für die gesunde Ernährung Wichtige damit zerstört wird. Ok, was bleibt sind anorganische Elemente. Dann kannst aber auch gleich Milchpulver anrühren...
Das wäre dann gesünder, weil das Homogenisieren wegfällt.



tch antwortet um 02-12-2010 09:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Hallo Woodster

Was empfiehlst Du?
Milch abkochen?
Oder einfach Rohmilch für alle?
Wie löst Du das "Problem" der Haltbarkeit

tch


Woodster antwortet um 02-12-2010 18:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stainzer Milch
Wir haben im Ort gottseidank einen Milchbauern, der einen Automaten aufgestellt hat, der täglich mit Rohmilch befüllt wird.
Wir holen die Rohmilch, lassen sie im Kühlschrank meist über Nacht stehen und schöpfen in der Früh den Großteil des Rahms ab. Wäre sonst zu fett. Wir trinken die Milch im Sommer oft auch roh. Ansonsten wird die Milch dann erwärmt, bis sich eine zarte Haut bildet. Hat dann gute Schlürf- und Trinktempartur. Der Rahm wird dann mit einem einfachen kleinen Mixer zu Butter verarbeitet.
Dauert ca. 2 Min und gibt super Frühstücksbutter.
Nachdem die Milch auch nicht homogenisiert ist, trinkt sich diese Milch angenehm. Die homogeniserte Milch trinkt sich irgendwie ölig, schleimig. Das merkt man erst, wenn man wieder einmal eine "Packerl-Milch" probiert.

Wir machen das schon seit einigen Jahren so und möchten das nicht missen. Hoffentlich betreibt der Bauer den Automaten noch recht lange... und wir haben die nächste Bäurin in der Nähe, die wunderbares Brot macht. Mit Dampfl.... Also frische Milch, Brot, Honig von den eigenen Bienen zum Frühstück... das Gute liegt so nah! Einfach herrlich.





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