Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne

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kali 17-10-2010 13:19 - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Die US-Behörden ermitteln nun gegen die Gensaatgut-Industrie wegen wettbewerbsfeindlichen Verhaltens. Sie gehen dem Verdacht von Preisabsprachen zwischen den großen Konzernen nach. Die Farmer ringen derzeit auch mit Unkraut, das gegen das Schädlingsbekämpfungsmittel Roundup des Agrarkonzerns Monsanto mittlerweile resistent ist. Ein zweites Problem für die Landwirte ist die Verunreinigung von konventionellem Kukuruz durch die genetisch veränderte Saat.
Letztes Jahr stieg der Preis für gentechnisch veränderte Kukuruzsaat um 32 Prozent und für gentechnisch veränderte Sojasaat um 24 Prozent. Es gebe zu wenig Konkurrenz, erklärte sich ein Farmer den exorbitanten Preisanstieg.
Ich hoffe daß wir uns noch lange gegen diese Gen-gschicht wehren können.
mfg kali



traktorensteff antwortet um 17-10-2010 14:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Sehr interessante Nachricht aus dem Traumland des mfj! ;-)

Gentechnik - US-Bauern proben den Aufstand

http://orf.at/stories/2018389/2018366

US-Farmer proben den Aufstand gegen gentechnisch verändertes Saatgut. Obwohl die Mehrheit der Bauern das Gengetreide als Fortschritt sieht, werfen einige ein kritisches Auge auf die Technologie. Die Landwirte im „Corn Belt“ der USA, einer riesigen Region im Mittleren Westen, wo vor allem Kukuruz angebaut wird, empören sich derzeit lautstark über die Preise für das gentechnisch veränderte Saatgut.

Die US-Behörden ermitteln nun gegen die Gensaatgut-Industrie wegen wettbewerbsfeindlichen Verhaltens. Sie gehen dem Verdacht von Preisabsprachen zwischen den großen Konzernen nach. Die Farmer ringen derzeit auch mit Unkraut, das gegen das Schädlingsbekämpfungsmittel Roundup des Agrarkonzerns Monsanto mittlerweile resistent ist. Ein zweites Problem für die Landwirte ist die Verunreinigung von konventionellem Kukuruz durch die genetisch veränderte Saat.

Fall beschäftigt Supreme Court
„Wenn man konventionellen Kukuruz anbaut, daneben der Nachbar aber den gentechnisch veränderten, fliegen Pollen natürlich herüber“, so John Schmitt, ein Kukuruz- und Sojafarmer aus dem Mittleren Westen im „Christian Science Monitor“. Er musste sein Getreide wegen der Kontaminierung durch Genkukuruz billiger verkaufen.

Sogar der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten (Supreme Court) schaltete sich in das Thema ein. Er hob erst kürzlich eine Anordnung gegen die Pflanzung von genetisch veränderter Alfalfa, einer Futterpflanze, auf.

Vor allem die Preise regen auf
Eine steigende Zahl der Bauern stellt laut „Christian Science Monitor“ immer mehr die Technologie infrage und sei es nur, weil sie sich über die steigenden Kosten ärgern. Letztes Jahr stieg der Preis für gentechnisch veränderte Kukuruzsaat um 32 Prozent und für gentechnisch veränderte Sojasaat um 24 Prozent. Es gebe zu wenig Konkurrenz, erklärte sich ein Farmer den exorbitanten Preisanstieg.

US-Justizministerium ermittelt
Das US-Justizministerium geht den Beschwerden über wettbewerbsverzerrendes Verhalten und Preisabsprachen zwischen den Konzernen nach. Saatgutgiganten wie etwa Monsanto erhöhten die Preise, kauften kleinere Konkurrenzunternehmen auf oder drängten sie einfach vom Markt. Außerdem gaben sie Genprodukten den Vorzug vor traditionellem Saatgut, so die Vorwürfe.

Viele Landwirte sind mit der Situation unzufrieden, arbeiten allerdings mit dem genetisch veränderten Saatgut weiter. Einen Dämpfer musste der Saatgutgigant Monsanto allerdings bereits einstecken. Viele Bauern verweigerten den Kauf der neuesten und teuersten Version des Saatgutes, die der Konzern forcierte.

„Sie glauben einfach Monsanto“
Ein Großteil des Erfolges des Gensaatgutes sei dem Herdentrieb zu verdanken, sagte ein Landwirt, der konventionelles Saatgut anpflanzt, gegenüber dem „Christian Science Monitor“. „Sie glauben Monsanto, wenn der Konzern ihnen sagt, dass sie damit mehr ernten können.“

Der rapide Anstieg bei den Anbauflächen mit Hilfe der Gentechnik bekam erstmals einen Dämpfer. Die Fläche vergrößerte sich im letzten Jahr nur noch um ein Prozent von 85 auf 86 Prozent der US-Gesamtanbaufläche. Das sei der geringste Anstieg seit 2001, so der „Christian Science Monitor“. In Illinois ging die Anbaufläche von Genmais von 84 Prozent auf 82 Prozent zurück, die von Sojabohnen fiel von 90 auf 89 Prozent.

Studie sieht Gensaat skeptisch
„Die Technologie wurde wirklich viel gehypt“, so Doug Gurian-Sherman, Autor einer Studie für die Vereinigung besorgter Wissenschaftler aus dem Jahr 2009. Das Ergebnis der Studie: Die Steigerung der Ernte kommt fast ausschließlich über den Anbau von konventioneller Saat. „Sogar als Milchmädchenrechnung geht es sich aus: Konventionelle Saat hat mehr Ertrag als Gengetreide.“

Monsanto bestreitet gar nicht, dass vieles an den Erntezuwächsen dem konventionellen Samen zuzuschreiben ist. Aber die Biotechnologie habe geholfen, „die Ernten zu schützen, die sonst durch Insekten und Unkraut vernichtet worden wären“, so die Monsanto-Sprecherin Mimi Ricketts.

Sogar wenn konventionelle Saat bessere Erträge einfährt als die gentechnisch veränderte, haben es US-Bauern schwer, sie sich zu beschaffen. Die meisten konventionellen Samen werden von den US-Konzernen nur in Kombination mit Gensaatgut verkauft.


wildduck antwortet um 17-10-2010 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne

....ermitteln! Ja, endlich! Wurde auch Zeit, ist schliesslich nicht viel gemacht worden in
den letzen 10-15 Jahren. Ausser ein bisschen GV beobachtet. Ein paar Versuche nach
dem Prinzip Versuch und Irrtum.

Hier ein Beispiel--> Arkansas, kann auch Kanada sein, ist egal. Gleiche Probleme. Die
Flächen wurden einfach gesperrt! UNglaublich!

GENTECH-Planze ist zum Superunkraut geworden.
- Raps ist hebizidresistent geworden. Diese sind noch nach 10 Jahren keimfähig.
Die Resultate zeigen, dass beim Anbau von trans- gentechnisch veränderten Raps-
Kulturen ein Faktor ist, der eine funktionierende Koexistenz als unwahrscheinlich erscheint.
Der grossflächige Anbau mit den herbrest. Raps-Sorten bewirkte, dass Durchwuchsraps,
als Folge wieder heranwachsen kann.--> Das heisst widerum, das Rapssorten, die nach der Uebertragung von Genen aus den Sorten neue und somit mehrfache Resistenzen gegen
Unkrautvertilgungsmittel bereits ausgebildet haben. Das ist eine Realität der letzten
15 Jahre.

ES IST WOHL NUR EINE FRAGE DER ZEIT, bis der Verbrauch an Unkrautvertilgungsmittel
wegen Gentech-Pflanzen stark ansteigt, da immer mehr erforderlich wird, die neu
entstandenen " Superunkräuter " mit UVM zu bekämpfen!

Gruss wd






little antwortet um 17-10-2010 14:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
He mfj!

Was ist los. Du müßtest doch schon längst antworten: das das alles Lug und Betrug ist und das sich die vorhergehenden Schreiberlinge das alles nur aus den Fingern saugen. Weil du hast sicher schon viel besser geforscht und studiert und kannst alles wiederlegen!
WO BLEIBT DEIN BEITRAG?!?!?!?!?!?!?

Dein dich liebender
little


Josefjosef antwortet um 17-10-2010 18:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
wahrscheinl. ist der Scheck aus USA noch nicht eingetroffen. :-)


mfj antwortet um 17-10-2010 19:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne


Ja, was ist denn hier los ?

Da ist man mal ein paar Tage nicht im Forum, und schon geht alles drunter und drüber ;-))


Geht ´s noch peinlicher, liebe Rudolf-Steiner-Jünger?
Da stellt Kali ein pseudoreligiöses Propagandageschwafel in einen Thread - ohne Quellenangabe – und Euch läuft gleich der „Geifer“ im Mund zusammen.

Dass was Kali behauptet – hat noch nie ein kompetenter, sachlich und aufgeklärter Gentechnikkenner abgestritten.
Ja, es wird sogar landauf- und landab davor gewarnt, dass diese einseitige „Nischen- und Monopolstellung einiger Agro-Konzerne “ diesen Zustand sogar heraufbeschwört und fördert.

Wenn „führende Industrie- und Forschungsnationen in Mitteleuropa – aufgrund von politischer Wankelmütigkeit, unkompetenten selbsterhaltenden, machtgeilen Umweltvereinen, und esoterisch KUHHORN – vergrabene Weihnachtsmännern eine wissenschaftliche freie Forschung versagt – wissenschaftliche analysierten Studien - ignoriert, muss man sich nicht wundern – wenn Kapital – Macht – und Abhängigkeit in falsche Hände gerät.

Was schreiben sich ein paar die Finger wund, dass wir diese zukunftsweisende und unumstößliche zwingend notwendig Technologie, nicht in ein paar kapitalistische egozentrische Hände geben, sondern – offen, aufgeklärt und zielgerichtet unserer gesamten Landwirtschaft zur Verfügung stellen.
Nur so, wird sich die bäuerliche Landwirtschaft in Zukunft etablieren können.
Mit „gesegneten Verbots- und Dummgeschwätz- Parolen“ werden wir die Situation unserer Landwirtschaft noch in hundert Jahren nich ändern.

Dass dies der große Wunsch, vieler gutlebenden Ökolobbyisten und Funktionäre ist, brauchen wir nicht sonderlich zu erwähnen.

Glaubt Ihr wir werden die Zukunft so meistern, wie die gute Frau im folgenden Link verkörpert?
Als ich den Artikel gelesen habe – habe ich sofort an Theres gedacht ;-))

„Die mit dem Salat tanzt...“


http://www.ln-online.de/regional/stormarn/2841973


Au Backe !!!
Anthroposophie pur...oder zurück ins Mittelalter !!






Biohias antwortet um 17-10-2010 20:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
oh ja zurück ins mittelalter!!!
ich bin dabei!!!!


biolix antwortet um 17-10-2010 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Nabend !

MFJ bin ich im falschen Film ??

Was meinst mit "wenn Kapital – Macht – und Abhängigkeit in falsche Hände gerät.. "

Monsanto ?

Kapitalisismus ist das Gegenteil vom Kommunismus, und da herscht nun mal auch die "freie Wirtschaft" und Macht hat der mit dem Kapital und den Patenten...

Jetzt willst gerade du den Staatlichen EIngriff, wo sogar Monsanto die harausgabe von Studienuntersucheungen zu GVOS der EFSA verweigert und sich auf den patentschutz berufen ? Wie sollte das gehen ? Bzw. GVOs werden nicht besser und sicherer in Staatlicher Hand, und sogar in Greenpeacehand würde ich sie ablehnen... ;-))

Darum danke ich den Demterbauern mit ihren Züchtungen, toll was sie da machen, von wegen Mittelalter, das ist high tech mit dem Wissen eben von heute, das alles mit zu verbinden, und wir werden vielleicht mal froh sein das wir solche Saaten zur Verfügung haben...

Aber wenn das dein einziges Argument war zu dem Beitrag, wennst lesen kannst sind genug Quellenangaben drinnen, und da braut sich einiges in den USA zusammen bei den Bauern..

Ja ist ja auch nciht ohne Grund das in Kanada seit 10 Jahren keine neuen GVO Konstrukte ihre Zulassung bekommen haben...

lg biolix


mfj antwortet um 18-10-2010 08:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne


Ach Biolix, Dein „Brotaufstrich“ bleibt immer derselbe – ideologisch...

Man kann Zukunftsthemen nicht ideologisch thematisieren.
Bei den ganzen Polarisierungen bezüglich Entwicklung und Fortschritt - die nicht wissenschaftlichen Prinzipen als Grundlage akzeptieren – spielen „religiöse und säkulare Ressentiments“ eine viel zu große Rolle.

Selbst wenn man dieses Forum betrachtet – wo etwa schätzungsweise 70% Biobauern- und bäuerinnen vertreten sind – erstarken natürlich die „alte Glaubensströme“ und „eingetrichterte Dogmen“ der eigenen Idee.

Ich nehme das ja gar niemanden krumm, oder ärgere mich maßlos darüber, es zeigt sich nur die Wirkung wie „heute –Öffentlichkeitsarbeit“ betrieben wird.
Und Lobbyismus findet auf beiden Seiten statt.

Das Du die Gefahren von „Groß-Kapital“ nicht verstehst – ist weniger tröstlich. Wir können hier zwar manifestieren – das es die Grundlage unserer Marktwirtschaft ist – bei einseitiger Anhäufung oder Bündelung ist es „sündig“.
Ich weiß jetzt nicht ob Du das jetzt wieder verstehst.

Die Probleme die heute mit der Gentechnik verbunden sind, kann man als „Neurosen“ bezeichnen.
Heute fühlt man sich automatisch verpflichtet – Verantwortung zu instrumentalisieren – und damit Aufmerksamkeit zu erreichen. Ob daraus Elend, Symptomatik oder man daraus einen „Schießbudenstand“ aufzieht, ist egal.
Und vor allem praktisch.

„Die Aufklärung wird trotzdem (irgendwann) siegen“ - Biolix.

Es gibt auch die geistige Evolution – die irgendwann selbsterdachte Moralbegriffe- und Beschränkungen über den Haufen wirft.
Euer Naturverständnis ist ideologisch geprägt, meines ist evolutionär. Und da treffen wir uns wieder bei Glaubensfragen und div. Religionen....





179781 antwortet um 18-10-2010 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Euer Naturverständnis ist ideologisch geprägt, meines ist evolutionär

Es gibt Biobauern, deren Naturverständnis ideologisch geprägt ist, da hast du sicher Recht. Die meisten, die ich kenne, bemühen sich aber, die Natur so zu verstehen, wie sie funktioniert und danach zu nutzen. Das ist wahrscheinlich der wesentlchste Unterschied zur konventionellen Wirtschaftsweise, wo sehr oft versucht wird, alles mögliche was die Natur macht, zu bekämpfen (im Fachjargon "pflanzenschützen"). Das ist auch eine ideologisch geprägte Wirtschaftsform.

Und die Evolution wird auch die Gentechniksache richten. Sie hat immer schon so funktioniert, dass es gute und schlechte Entwicklungen gegeben hat und langfristig immer das übriggeblieben ist, was unter den gegebenen Umständen am besten funktioniert hat. Ob es z. B. richtig ist, Anbaumethoden, die gegen die Natur sind und deshalb Probleme verursachen (wie etwa Maismonokultur) dadurch fortzuführen, dass man Planzen konstruiert, die einen Giftstoff enthalten, mit dem sie Insekten in ihrer Umgebung schädigen möchte ich stark bezweifeln. Wenn du die Natur mittels Evolution entscheiden lässt, wird so ein Konstrukt von selber wieder verschwinden.

Gottfried


mfj antwortet um 18-10-2010 08:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne


Hallo Gottfried,

du hast als einer der wenigen Biobauern begriffen, das die „Grüne Gentechnik Debatte“ den inzwischen gewonnenen Erkenntnisse anzupassen ist.

Die Potentiale von herkömmlichen Zuchtmethoden sowie die verbesserten und angepassten Anbaumethoden sind noch nicht ausgereizt.
Kurzsichtig wäre daher die Gentechnik zu jetzigen Zeitpunkt übrig.
Langfristig wäre ein „Stopp“ der Biotechnologie aber verantwortungslos.

Warum?

Weil wir uns damit ökologische Zukunftsoptionen blockieren.
Die Plausibilität wie der Öko-Landbau für sich die „nachhaltige Landwirtschaft“ vereinnahmt – ist „Aktivistisch“.

...und wir sind einer Meinung – das sich evolutionärer Fortschritt immer am Erfolg messen muss. Sollten die Erfolge der heutigen Gentechnik nicht den Erwartungen entsprechen – wird sie sich nicht durchsetzen.

Bedenklich halte ich nur die Tatsache – dass nur sechs Weltkonzerne – sich in biotechnischen Verfahren bewegen.

Diese Tatsache ist das Ergebnis von populistischer Neo-Naivität und idyliischer Gartenlaube-Stimmung und wird mittlerweile politisch „gezimmert“ und heraufbeschwört.

Der "Coup der Gentech-Gegner“ ist naiv.
Wir schieben Fortschritt in Richtung Kapital und Abhängikeit. Genau in das Abteil - wovor uns die "selber" warnen wollen.
...und das im Dienste unserer "ehrlichen" Humanität...!!!






Tyrolens antwortet um 18-10-2010 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Nun, du wirst doch nicht der Meinung sein, dass es für eine Pflanze positiv ist, wenn sie vom Mehltau befallen ist, den nicht zu bekämpfen sondern sich weiter ausbreiten zu lassen?

Im Übrigen schauen sich die Wissenschaftler das meiste doch noch immer von der Natur ab.
Dass es Pflanzen gibt, die sich mittels Giftstoffen vor Konkurrenten oder Schädlingen schützen, hat sich die Natur selbst ausgedacht. Dazu gibt es unzählige Beispiele in der Natur.


Fallkerbe antwortet um 18-10-2010 12:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Hallo,
Die entscheidende Frage ist halt auch, wie lange die Biobauern sich ihre Ideologien leisten können, wenn der Steuerzahler die Zuwendungen nach 2013 drastisch reduziert.
mfg



biolix antwortet um 18-10-2010 14:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Mahlzeit !

danke gottfried, mit der Natur und nicht dagegen ist das Prinizig des Biolandbaus, und badarf gar keiner Ideologie udn keiner "Eintrichterung" wie es z.b. die Werbungen der Chemieindustrie in den LW Hochglanzmagazinen bedarf... Nein einfacher hausverstand, und die Logik der natur ein wenig zu durchschauen... ;-)

mfj: Also wennst nun gerade du sagt " 6 Konzerne, das Groß-Kapital", dann bist doch du gerade der Verfechter der freien Wirtschaft, bzw. vertrittst das hier, das wiederspricht sich doch..
Also wer hat ihnen das "Zugeschoben", du tust so als ob nicht gesamte System danach ausgerichtet ist inkl. patentrecht das das so sein soll/ muss, aber nicht gott gewollt, du wirst uns nun erklären wie wir das von den 6 Multis weg bekommen.. ;-)))

Und die Polarisierung bei GVOs entsteht dadurch das man eben nicht das Vorsorgeprinzip walten lääst, inkl. wie du schreibst warum lässt man sie nicht weiter forschen, ja bitte forschen, aber Round up ready wurde sofort freigestzt und wird angewendet, nutzt aber nur dem Konzernen und nicht mal den Bauern die das nun selbst merken...

Wie gesagt den Nutzen der GVO Saaten, die bis jetzt auf den Markt sind konntest nicht mal du uns bis jetzt sagen, ausser das einzige Indische Beispiel, das ich mirt gerne in 10 Jahren ansehen werde...

und das ewige darstellen mit der Gentehcnik wirds ökologischer, brrrr, das ist ja nun deine größte Märchenstunde pur, bringt seit jahren noch mehr Monokulturen, vernachlässigt noch mehr Fruchtfolgen, weil s geht ja dann auch ohne, SChädlingsressistenzen werden mehr, etc. etc...

Ja tiroler du kennst sicher den unterschied ob man mehltauressistente Pflanzen züchtet oder ob man ihnen ein BT-Gen einsetzt, das ist ein großer Unterschied und das weißt du,..

lg biolix

p.s. fallkerbe keine Sorge, die ersten BiobäuerInnen haben es ohne "Zuwendungen" geschafft, und der Funke ist zu einem Feuer geworden, udn das löscht man nicht so schnell, bzw. gibts schon soo viel Überzeugte die erkennen was mit Mutter Erde und nicht gegen sie wirklich möglich ist.. ;-))






Leo7 antwortet um 18-10-2010 18:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
hallo

i kenne eine (grüne) pflanze, die ohne menschlichem zutun , roundup ready ist - selbst gesehn, selbst erlebt. fragt mich nicht danach, i sags euch ganz sicher nicht!


die natur is einfach genial und niemals zu hintergehen, weil sie einfach authent is.
und das ist genau das, was uns menschen in eine sackgasse gebracht hat, weil wir fast auf allen linien des daseins eine inszenierung aufführen, eine sogenannte mentalkotzerei und klugscheißerrei betreiben, dass sich die "balken" so lang noch biegen müssen, bis wir auf den scheißer fallen müssen.
da brauchts net den umgang mit gen oder bio - da brauchts das sehen des eigenen ichs und dessen auswüchse, die im kleinen passieren - in den familien.
i mag das alles gar nimmer lesen, so wurscht is mir das geworden, ob gen- forschung hin oder hornfüllen her
die evolution funktioniert auch ohne uns....durch unser zutun - seie es bio im konventionellen denken und handeln oder der substrawirtschaft - wird diese evolution nur verschleiert und demzufolge aus irgendwelchen ängsten, die emotional gefangen sitzen, niemals beschleunigt oder verlangsamt.
@mfj
deine sätze:
Es gibt auch die geistige Evolution – die irgendwann selbsterdachte Moralbegriffe- und Beschränkungen über den Haufen wirft.
Euer Naturverständnis ist ideologisch geprägt, meines ist evolutionär. Und da treffen wir uns wieder bei Glaubensfragen und div. Religionen....

find ich einfach und ehrlich großartig!!

so, jetzt hab i selber mentalgekotzt und kluggescheißert genug
guten abend.
leo




beginner antwortet um 18-10-2010 19:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
@Leo..

sehr schön gesagt


mfj antwortet um 18-10-2010 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne



@ Leo – damit könntest Du reich werden....;-))
Danke für Dein Lob !!
...und das aus dem Mund von einem Biobauern !



@Biolix – Du wirst heute noch schlecht träumen....

Ich habe Dir das schon mal geschrieben: Gentechnik und Biolandbau werden eines Tages zusammenwachsen.
Nichts aber auch gar nichts, unterscheidet beide Varianten in der Selektion von Zuchtmaterial.

Die Gentechnik benutzt eben Verfahren ein „isoliertes Gen“ mit bekannten Eigenschaften an das Erbgut des anderen hinzuzufügen.
Die übertragenden Gene können aus anderen Pflanzen, Bakterien, Pilzen, oder aus irgendeiner Wildform stammen.

Die „große Unbekannte“ ist – man weiß (noch nicht) von Pflanzen nicht das Gen – das resistent macht – Pflanzen sind im Gegensatz zu Pilzen oder Bakterien viel schwieriger zu erforschen.
Darum sind erste Versuche mal nicht die große Nummer. Solcher Gentransfer findet in „natürlichen Evolution“ sowieso statt, nur zufälliger und ungezielter.

Warum sich gerade Biobauern – gegen diese „natürliche Art“ von Pflanzenschutz so vehement wehren – ist eigentlich unbegreiflich.

Schau mal, der Leo – hat eine „Wunderpflanze“ entdeckt !
Er darf sie nicht mal nennen, aus Angst was entdeckt zu haben – was Euren Ansprüchen widerstrebt. Da erfreut Ihr Euch lieber wieder an der „Bordeaux Brühe“ ;-)))

Ob man den Bacillus thuringiensis aus Naturstämmen – wie im Biolandbau verwendet, oder praktischerweise künstlich und reiner züchtet – ist doch Jacke wie Hose...

Ich hätte gerade dem Biolandbau – die Gentechnik als „Werkzeug der Zukunft“ empfohlen, weil es die ökologischste Form von „nachhaltiger Landwirtschaft wird, nämlich Krankheiten nicht nur zu behandeln und durchzustehen - sondern garnicht aufkommen zu lassen.

Das Ihr Funktionäre und Sprachrohre - Euch hier so vergaloppiert – weckt den Verdacht – das Ihr Euer ideologisches Gepäck mitschleppen müsst.
Und Ihr braucht als Verkaufsargument für Euere Produkte ein „Schreckgespenst“.

Ich überzeuge lieber mit Leistung – statt mit „entlarvten Sehnsüchten“ zu wackeln...





Biohias antwortet um 18-10-2010 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Zitat:

''Warum sich gerade Biobauern – gegen diese „natürliche Art“ von Pflanzenschutz so vehement wehrt – ist eigentlich unbegreiflich.''


eigentlich begreifts jeder mfj, nur du nicht.
eigentlich echt schade, um dich mein ich


Moarpeda antwortet um 18-10-2010 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
@mfj

schreib oder denkfehler in deinem zitat:

"Es gibt auch die geistige Evolution – die irgendwann selbsterdachte Moralbegriffe- und Beschränkungen über den Haufen wirft".

ich würde sagen es ist eine höchst ungeistige DEvolution im gange.

....und die selbsterdachten moralbegriffe verschwinden nicht, weil sie zur machterhaltung wesentlich sind.

...und beschränkungen in materieller hinsicht sind ein adäquates mittel zur machterhaltung durch eine unbeschränkt verfügende clique




wildduck antwortet um 18-10-2010 21:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
...ich komme zum Schluss aus verschieden Gründen und gebe hier noch meine Meinung
ab.

Quintessenz:

Gentechnik im allgemeinen Sinn, ist das künstlich, designte Mittel einen systhemisch,
leisen und substielen Krieg, der weltweit, punktuell und hochoffizell Menschen
auslöschen soll.


Gruss WILDDUCK



biolix antwortet um 18-10-2010 22:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
nabend !"

also schön langsam meine ich das du eine wenig, na nenn mals mal "schwachsinnig" bist lieber mfj wenn du schreibst :

"Ich habe Dir das schon mal geschrieben: Gentechnik und Biolandbau werden eines Tages zusammenwachsen.
Nichts aber auch gar nichts, unterscheidet beide Varianten in der Selektion von Zuchtmaterial"


Ich meine du machst dich lächerlich über die Demeterzüchtung und im nächsten Atemzug schreibst du diese beiden Sätze...da lach ich mich ja mal wieder krummmmmm...;-))

Artfremde Gene wurden nochniemals zuvor in eine Pflanze vor der Gentecjhnik eingesetzt, udn wir haben das hier schon zig mal diskutiert und abgeklärt wo die Unterschiede sind, aber du bsit echt soweit das immer und immer wieder umzudrehen, entweder bist wirklich so gut bezahlt oder eben wie o.a. ..;-))

Das du dich mit der gentechnik über die Evolution stellst, so ungefähr als die "Götter die es können.." ist der näxhste Irrsinn... Hier auf dieser Mutter Erde gitbs für alles einen Plan, nichts ist zufällig in Mutter Natur da bin ich mir sicher, genauso wenig das der Mensch zufällig solche Dinge aufführt, udn darum lernen wir täglich, da wir auch Aufgaben brauchen, ich hoffe du auch mal.. ;-))

lg biolix

p.s. udn ja 3. Schwachsinn, es sit ein Unterschied ob man den Bazillus kurzfristig anwendet, oder in eine Pflanze einpflanzt das bestätigen zig Untersuchungen z.b. bez. Schädlingsresistenz und natürlich die weitere Entstehung von Allergien nach dem Verzehr...

Und keine Sorge ich schlafe und Träume heute sicher toll... ;-))



"


Tyrolens antwortet um 18-10-2010 22:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
".... Hier auf dieser Mutter Erde gitbs für alles einen Plan, nichts ist zufällig in Mutter Natur da bin ich mir sicher..."


Ha ha, der Witz des Tages... Also die Natur hat alles für einen Plan... wer macht dann den Plan? Der Herrgott? Hätte ich mir nicht gedacht, dass einer hier noch so offen gegen die Evolutionslehre und für die Schöpfungslehre argumentiert.
Mein lieber Schieber, der Zufall ist ein ganz wichtiges Bestandteil der Evolutionslehre.


biolix antwortet um 18-10-2010 23:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Tiroler, immer wieder nett, oben keine Antwort. aber gleich wieder "groß" da..;-))

Also du meinst die Evolution hatte keinen Plan, auch gibts nichts Kosmisches wie ihr ja auch die DemeterbäuerInnen, nenn mals mal "veräppelts"., obwohl hier auf dieser schönen Welt alles fließt und wir spüren was uns wirklich verbindet..,-))

Aber nur ihr habt den Plan mit den GVO Spezialisten..;-)I
Ich hab schon ehrliche gott sei danke getroffen, die zugegeben haben wie zufällig alles abläuft in den tausenden von Petrischalen.. "missgeburten" sind noch das harmloseste, mann kann nur froh sein das dies in Hochsicherheitslabors stattfinden, nur was da noch auf uns zu kommt... ok... mit eine wenig "Gott vertrauen" und dem "Mutter Erde wirds schon richten..." nach Leo schlaf ich trotzdem gut heute...

gute nacht...

lg biolix


tch antwortet um 18-10-2010 23:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Gäbe es keine Gentechnik wäre ich vermutlich schon ausgelöscht und auf dem unterirdischen Komposthaufen gelandet...

tch


biolix antwortet um 18-10-2010 23:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Kennst du schon den Unterschieid zwischen der Roten udn der Grünen Gentechnik ? ;-))

lg biolix

p.s. wir sprechen hier immer über die Grüne..


wildduck antwortet um 18-10-2010 23:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne

...der Witz des Tages!

Mit den Dummen muss man halt leben.

Tyrolens und tch ;-(((


tch antwortet um 18-10-2010 23:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Hallo Biolix

Gibts gute und böse Gentechnik?
Würdest Du die gute Gentechnik verwenden?

Mache Bios keine großen Geschäfte?
Seids net so verbohrt Leitln....

tch


tch antwortet um 18-10-2010 23:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Ja Wildduck wir halten Dich im Forum aus.

tch


Josef_Knecht antwortet um 18-10-2010 23:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
mfj

Gentechnologie ist ein Gebiet der Biotechnologie...
in der Dummheit und Ignoranz liegt Dein Dasein..

...veritas odium parit


wildduck antwortet um 18-10-2010 23:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
...josef

Einer der Gründe, warum ich das Thema hier abgeschlossen habe, ist die Ignoranz von
mfj. Aber diesbezüglich noch Propaganda zu machen grenzt schon an ,,,,,,,,,,,,,,, lgwd


wildduck antwortet um 18-10-2010 23:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne

tch ...AHA gerade ins Kollektiv geruscht! Du G'scheiter. ;-)))

Treffen sich zwei Planeten:

Planet 1: " Wie geht's "
Planet 2: " Schlecht, ich habe homo sapiens"
Planet 3: " Ja, das ist schlimm, aber das geht vorüber "

Das war jetzt nicht schwarz, nur für speziell für dich. :-----------------------------------------)))))







Leo7 antwortet um 19-10-2010 01:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
@ all, die sich angesprochen "fühlen"

alle sind wir reich ;-)) diese pflanze, von der ich spreche zeigt nur,
dass der mensch sich seine lebenszeit mit hirnwixereien vergeudet, anstatt sich
physisch, mental,spirituell, emotional, geistig an dem zu erfreuen, was ist.
Da muß man schon gut "hinschauen" im innen die "kleinen" dinge zu erkennen -
der emotionale "misthaufen" der menschheit im außen erfordert "blindheit" auf allen ebenen, um ihn mental verleugnen zu müssen....

Bio braucht auf unauthentischer weise kein lobbying, auch von mir nicht.
bio ist eine der vielen herzintelligenten antworten der natur auf die konditionierte gekränktheit des liebe suchenden kindes in kollektiv menschlicher form, die sich z. b. auch
im tun der konventionellen landwirtschaft wiederspiegelt (BEKÄMPFUNG!?)


da spricht wer vom plan; das ist nicht nur glaube, das ist fakt.
der menschliche körper ist solch ein plan, freier wille ist plan.

auch in tir-lol ist es so, das der zufall evolution betreibt:
welch ein ZU - FALL!!
zu-fall wird durch impuls bei resonanzgleichheit mit "dem" plan
"ausgelöst"


die natur betreibt "gentechnik ohne technik" in höchster form.
der mensch maßt sich an, erwacht (erwachsen) zu sein??

die angst, von den sechs materialisierten multies ausgeslöscht zu werden ist grundlos, unbegründbar, da der unmaterialisierte siebente "konzern" mutter erde die führende stimme spricht und ständig geistig augenscheinlich für den realen menschen ver- materialisiert.

emotionen sind authent, und durch nichts zu ver-inszenieren.
kränkung anderer - mehr oder weniger - ist ausdruck eigener kränkung - mehr oder weniger.
alles im aussen, jede handlung ist der spiegel des eigenen selbst.

seid lieb gegrüsst zur guten nacht ;-)
leo

p.s. wir ent-wickeln uns weiter - auch von manch "angeschissener" umwickelder windel




mfj antwortet um 19-10-2010 07:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne


Ja, liebe Leute – das Thema braucht Aufarbeitung.
Mit „Emotionen, Bauchgefühl und Spirit“ und was man dann nicht kennt „Kopf unter die Bettdecke“ zu stecken – ist es nicht getan. Leo, so einfach ist der Kleiderschnitt nicht.

Eines wird hier deutlich sichtbar, und ehrlich gesagt überrascht es mich.

Die Biobauern, angeführt von Biolix - haben keine VISIONEN mehr.

Es wird nicht reichen, ein paar Kuhhörner zu vergraben, einen „Wunder Miraculix -Sud“ zu fabrizieren, um Salate herumzutanzen und Doktrin-Funktionärschulungen zu veranstalten.


Wenn die „Effizienz“ im Biolandbau nicht steigt – hat sie verloren.
Dann wird sie die Ansprüche der „ Reichen und Satten“ abdecken können, garniert mit viel Blabla und geimpften Talern, aber nie eine weltumspannte Bewirtschaftungsform werden.

Ich sehe es an den vielen Zuschriften von Biobauern aus diesem Forum.

Sie sind regelrecht dankbar – auch mal die andere Seite zu hören. Neue Standpunkte zu sehen, das ewige Schwarz-Kariert zu verlassen, und offen und verbotsfrei zumindestens darüber nachzudenken (zu dürfen).

Auch wenn bei vielen die derzeitige Skepsis noch überwiegt – so wird die Aufklärung, die Weiterentwicklung, die Möglichkeit - in riesige Chancen neuer Verfahren einzusteigen – irgendwann sich durchsetzen, und Euch/Dich „altbackenen Knickerbocker – Vertreter "alias Biolix" in die Wüste schicken...
Ein "angeketteter Biolandbau" ist in sich selbst und seinen Verordnungen gefangen.

Das schlimme daran ist, die verbohrte Haltung des ökologischen Landbaues wäre mir ja egal - aber Nein - sie beeinflusst unser ganzes Landwirtschaftssystem in Österreich.
Ein österreichweites Gen-Anbau-Forschungs- und Studienverbot ist und wird durchgesetzt.
Der Öko-Lobbyismus beinflusst eine ganze Wirtschaftssparte...



Ein großes Pendel lieber Josef Knecht, lässt sich am sichersten von seinem Aufhängungspunkt aus analysieren, dazu reicht oft die Stuhlhöhe nicht – und wenn man auf die Lehne steigt – wird’s wackelig...so wie bei Dir ;-))






Moarpeda antwortet um 19-10-2010 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
@biolix

ich meine, dass weder die evolution noch die devolution einen plan hat.

der ganze "brei" bewegt sich in die richtung in welcher er am leichtesten überleben kann


Leo7 antwortet um 19-10-2010 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
grad in der früh las ich mir ein paar markante sätze der biorichtlinien auflage sept. 2010 von bio austria durch...grad im vorwort einiges an regnisation - meines erachtens ein alleiniger
ausdruck der person, die ihn verfasst hat.
da geb ich dem mfj son ein wenig recht....von visionen steht da offensichtlich nichts geschrieben, eher die angst und abwehrhaltung der funktionärsoberschicht im bereich, von "außen" angetastet zu werden - auch von den biobauerinnen und biobauern selbst kritik erfassen zu müssen.
aber wer zwischen den zeilen lesen kann, und das WIR SCHAUEN AUFS GANZE erfassen vermag, der weiß,dass bio nicht nur mit Pflanze, Tier und Boden zu tun hat.

Mfj, wenn du ein gewisses unbehagen meiner selbst dem herrschenden biolandbau gegenüber, den du subjektiv wahrnimmst zu erkennen glaubst, dich und dein ego damit labst und damit von visionslosikeit sprichst, dann nenn ich das missbrauch.
Biolebt heute schon visionen vom morgen - die kleinen netzwerke von genialen menschen, die ihr tun zur authentizität beitragen, sieht man nicht mit augen wie deinen.
du lebst im hauptanteil deiner subpersönlichkeit im sog, eingezwängt von konzernen, deren schuß, geistige gesetze zu missbrauchen, zielgerichtet nach hinten los geht.
Dir sei gut geraten, mal unter deiner bettdecke den gestank deiner selbst zu orten.
ich hätts nicht geglaubt, aber du steckst wirklich im kopf fest - könnt mir vorstellen, dass du unter schweren verdauungsstörungen leidest - zugeben wirst es zwar nicht, aber ich hoff wenigstens dir selbst gegenüber - sonst belügst du die "schöpfung" weiterhin.

Die abwehrhaltung und dauernd an bio anzudocken, zu garsten und zu provozieren lenkt nur von der sterbenden materie einer irrideologie ab, die jeder mensch erfassen kann, der die augen nicht nur im kopf hat.
aber auch das gehört zum plan. danke mfj

leo








Tyrolens antwortet um 19-10-2010 09:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Der Peda hat's begriffen. Den großen Plan gibt es nicht, der würde nämlich ein Bewußtsein voraus setzen.
Die ganze Evolution läuft ganz einfach über Rekombination oder Mutation ab. Da greift niemand ein, das ist alles eine Zufallssache. Was funktioniert hat, setzt sich durch, was gescheitert ist, verschwindet.

Diese ganze Bio-Attitüde finde ich lahm. Von beiden Seiten. Was soll man auch groß darüber diskutieren. Ist ja nix revolutionäres sondern eigentlich konventioneller als die sogenannte konventionelle Landwirtschaft.


traktorensteff antwortet um 19-10-2010 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Lieber mfj,
wiedermal lustig zu lesen, was du so interpretierst und von dir gibst...
Die Bio-Bauern haben also keine Visionen... aha.

Was heißt "Effizienz", bei dir wohl Maximierung des Outputs, also der Erntemenge. Nur hängt das, was man herausbekommt, mit dem zusammen, was man hineintut, bzw. was beim Input möglich ist. Und hier ist Nachhaltigkeit angesagt, was natürlich den kurzfristigen Output beschränkt. Eine "weltumspannte Bewirtschaftungsform", naja, wenn man sich die Konzerne ansieht, auch produzierende Agrarkonzerne, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering. In unserer Lebensspanne brauchen wir nicht an das "Weltumspannende" denken, aber an das Regionale!

Das mit den "Zuschriften von Biobauern", na, das lasse ich jetzt mal unkomentiert, bevor ich dich der "übertriebenen Darstellung einer Unwahrheit" bezichtige... ;-) "riesige Chancen ", hoppala, da bist du ins Verkaufsgespräch abgerutscht! ;-)

Und wieder die Frage: Wer beeinflusst hier wen im "Landwirtschaftssystem". GVO macht GVO-freies Produzieren unmöglich. So ist es nun mal.


beginner antwortet um 19-10-2010 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
@Leo

Du hast wohl recht, dass Gentechnik von der Natur selbst betrieben wird.

Aber ich denke dass du auch der Meinung bist, dass das so weit entfernt von der Menschlichen Gentechnik liegt wie Arzt und Metzger. Manchmal glaubt man vielleicht es ist das Selbe..aber gut tut, wer genau hinsieht...*gg*

Ich denke dass einfach bein den Biobauern, ein Teil oder der Großteil mit Herz macht, was sie machen. Das ist der Unterschied.

beginner


biolix antwortet um 19-10-2010 12:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Hallo !

Danke steff, und genau das will er nicht akzeptieren, und wie man an seinem vorletzten Absatz sieht, ärgert ihn das sogar ganz arg, und man muss eigentlich Angst haben das er schlecht träumt.. ;-)

Visionenen hat der Biolandbau genug lieber mfj, nur die Vision "der biolandbau braucht gvos.." die habe ich nicht mal noch in der hintersten Reihe gehört.. ,-)

Komisch, sogar die konv. Ö Agrarlobby lehnt doch die Grüne Gentechnik komplett ab, warum hast du so große Angst vor der bio- Lobby ? ;-)

Ja lieber Leo, bei 20000 BiobäuerInnen un Ö , ists nicht mehr so leicht Visionen bzw. Weiternetwicklungen durchzusetzen, das sie von allen getragen werden..
Aber siehe die neue Kraftfutterauflage oder zig weitergehende Leistungen die BIO AUSTRIA BiobäuerInnen erbringen ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, udn es wäre schön wen mehr junge, überzeugte BiobäuerInnen wie du nachkommen und ihre Visionen für den Biolandbau im Großen zur Umsetzung verhelfen.. ich würde es mir wünschen.. ;-))

lg biolix und mahlzeit..


Leo7 antwortet um 19-10-2010 13:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
roman, i bin völlig deiner meinung und danke für die motivation, die du der sache bio schenkst, aus deiner herzoffenen überzeugung und das ist ein geschenk, wenn einer so authent ist wie du.
mir hat das vorwort zu denken gegeben, weil es eine art von angst rezitiert - wer von außen soll bio etwas anhaben - das meinte ich...da fehlts an der überzeugung des verfassers selbst

das wir Bio´s uns in richtlinien bewegen, die erdacht, erforscht und gelebt werden müssen - und eine nachhaltige weiterentwicklung erfordert, ja für das bin ich offen und überzeugt, dass es immer besser sein kann, aber zu zeit halt das beste ist....es zeigt einfach, dass bio lebt.
alle unter einen hut zu bringen schafft nicht einmal eine glückliche henne, wenn sie ihre kleinen kücken unter die federn bringen will...;-))

und whow , 20.000 biobäuerinnen und biobauern in Ö - dass muss man sich erst mal auf Zunge zergehen lassen. tut gut, soviele menschen am gleichen weg - als kollektiv neben einem selbst zu spüren....

und die streitbarmachung, dass bio keine visionen hat, zeig nur, dass das konventionelle agrar-denker-ideologie-system bald am ende angelangt ist.
oder wer von den konventionellen bauern unter euch hat visionen, wohin der weg führen soll..um es überspitzt zu sagen, wie der weg ins verderben abgemildert werden kann??
ich bin überzeugt davon, dass ein großteil der konventionellen Landwirten die wahre vision im Biolandbau sehen - bewusst oder unbewusst spielt keine rolle.

Kotzer und Motzer braucht die welt wie die Nacht den Tag - gell Zu-fall-bringer ;-))

wenn das visionen sind, dann versteh ich den sinn des wortes ja überhaupt nicht, dann gnade mir die matrix, wenn es besser sei, mit gift und genen bewusstheit zu erlangen.

tiroler, du schreibst deine eigene wahrheit hier herein: für den plan brauchts bewusstheit. und die fehlt dir einfach. ist halt so - kann transformiert werden - deine sache, niemals meine - d.h. nicht, dass mir alles bewusst ist, aber i sagt dir nur, dass mir "mehr" bewusst ist als dir - und das ist meine sache...dort wo du bist - war i schon ;-))

beginner, danke danke danke - du bringst bewusstsein mit herz an den tag.
schönen tag, alles liebe
leo



Tyrolens antwortet um 19-10-2010 19:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Ach bitte Leo, du sagst also, dass du Bewußtheit hast. Dieses Wort gibt es ja nicht mal. Meinst du Bewußtsein? Die Worte alleine zeigen ja schon den Unterschied. Für Bewußtsein muss man Sein und Sein hat etwas mit Selbstreflexion zu tun und das ist wiederum eine Sache die sich mit dem Ich, Überich und Es zu tun hat.
Alles in allem harte Arbeit. Es hilft dabei kaum, sich über die Befruchtung durch diverse Kosmen zu erfreuen.

Aber wenn es dir hilft können wir gerne über jenes Trauma sprechen, dass dich zu dem gemacht hat, das du heute bist. Ich bin mir sehr sicher, dass es da ein sehr prägendes Erlebnis gab...


Leo7 antwortet um 19-10-2010 21:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
tri-loller, sei net auf traumatisch aus...BEWUSSTHEIT gibts..du sollst doch nicht immer im wiki nachschaun, um deine selbstinszeniert künstlich gemachte intelligenz an den mann zu bringen.
...les net soviel schwachsinn...wart, i kopier dir da was rein:
Das Gewissen selbst im Gegensatz zum Überich bindet nicht, das Gewissen macht!
ES ist tätig, man müsse sehen, ob dies fähig sei, das zu leisten

wann endlich wird dich dein eigenes wissen überholen??

kosmische grüsse dir wünsch ;-))
leo
p.s sei dir wie immer "sehr" sicher, für dich hast du immer recht.
i sprech gern mit authentischen menschen über die eigenen erfahrungen, womöglich traumen. dein angebot stinkt leider wie immer.
zerbrich dir nicht den kopf...i´m on the road again



mfj antwortet um 20-10-2010 12:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne


Lieber Leo, Traktorensteff und Biolix

Die letzten Beiträge von Euch klangen doch sehr „Selbstverliebt...“
Naja, auch Eigenlob kann Thesen für eine Weltanschauung konstruieren.

Dein Zitat Biolix: Komisch, sogar die konv. Ö Agrarlobby lehnt doch die Grüne Gentechnik komplett ab...

Wundert Dich das?

Österreich hatte die letzten 10 Jahre eine Studie – wo Wirkungen von GVO´s beinhalten.
Die bekannte „Mäusestudie“ über die wir hier auch schon diskutiert haben.
Kennst Du das wissenschaftliche „Peer Review“ darüber ?

Österreich zieht die Studie zurück !!

http://www.transgen.de/aktuell/1167.doku.html

Warum hört man darüber kein „Sterbenswörtchen“ ?
Man schweigt es tot. Hauptsache die Bevölkerung wurde verunsichert, Bioverband und Greenpeace wurde lobend auf die Schulter geklopft – für die Voraussicht – und die Wahrheit interessiert keinen Schwanz.

Österreich konnte keine wissenschaftliche Bewertung nachliefern. Oder auf deutsch gesagt. Die Studie hat voreilige Schlüsse gezogen – die nicht haltbar sind...

Aber Gerüchte sind in Österreich auch wichtiger, als Fakten. Unsere politischen Vertreter sind wahre „Nieten“. Allesamt und unhängig der Farbe. Es hat nicht einer in der Gentechnik-Sache eine „objektive ergebnisorientierte Haltung“.

Das bei Euch Visionen und vorallem beim Leo, mit so einer berümten
imaginäre „Akasha – Chronik“ gemeint ist, habe ich mir schon gedacht.
So eine Weltenchronik vertritt der biologische Landbau.

http://de.wikipedia.org/wiki/Akasha-Chronik


Nein, liebe Freunde – die Naturwissenschaft versteht unter Visionen was anderes.





biolix antwortet um 20-10-2010 13:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Mahlzeit !

komisch, warum schickt er dann das aus unser Herr Minister:

http://minister.lebensministerium.at/article/articleview/84869/1/8111


13.10.2010
Berlakovich: Studien bestätigen österreichische Position der Ablehnung von Gentechnik


Zwei Projekte zur Gentechnik-Risikoforschung hat das Lebensministerium gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium abgeschlossen. "Österreich ist im Anbau gentechnikfrei und das soll auch so bleiben. Bei uns besteht weder Bedarf, noch Nachfrage oder Notwendigkeit, gentechnisch verändertes Saatgut anzubauen. Wissenschaftliche Studien untermauern unsere Position“, so Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich der heutigen Präsentation von Forschungsergebnissen des laufenden Forschungsprogramms des Lebensministeriums zur GVO – Risikoforschung....

Die Bio-Lobby ist echt toll, was die zsambringt..;-)

lg mehr am abend biolix




Hirschfarm antwortet um 20-10-2010 17:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Ich wart noch immer auf den Weizen und Mais an dem sich Knöllchenbakterien ansiedeln. Warum gibts das noch immer nicht? Echt schwach, diese Züchter!


Leo7 antwortet um 20-10-2010 17:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
mfj,
bist du der wiki-intellekt oder der tirloller??
beide vertritt ihr die geistige weite der konventionellen landwirtschaft?
schön, da kanns nur bio weitergehen
lg
leo

p.s i wusste es, dass du mehr an bio interessiert bist und eigentlich deine arbeit als konventioneller bauer vollkommen verfluchst.
nur vertausch dein erdachtes nicht mit er-lesenem und kopiertem., erklär mir du, was du unter dieser akasha-chronik verstehst....aber ja, du bist ein suchender und in bio wirst dich dann wirklich spüren können.....deine natur-wissen-schaft schafft dich, wobei die naurwissenschaft an forderster reihe mittlerweile zugib, dass sie mit dem heutigen stand an grenzen gekommen ist. wofür wirbst du wirklich? das kann doch nicht wirklich deine überzeugung sein, dafür schreibst du zu inauthent, weil du dauernd nur zitierst und ver-linkst. ts ts ts



diewahrheitist antwortet um 20-10-2010 17:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
@ mfj:

Zunächst bitte bei den Fakten bleiben:

Woraus ist zu ersehen, dass Österreich diese Studie zurückgezogen hätte? Das steht nur in der Überschrift (einer eindeutig zuordenbaren Webseite), lässt sich aber dem Inhalt des Artikels nicht entnehmen.

Faktisch wurden nur von Seiten der EFSA und von Lobbyisten der Gentechnik-Befürworter Zweifel an der Studie angemeldet (aber selbst nichts hilfreiches zur Klärung der Datenauswertung beigetragen). Welche Zweifel genau vorgebracht wurden und wie stichhaltig diese sind (was eigentlich das einzige interessante an diesem Artikel wäre), wird mit keinem Wort erwähnt. Es geht zunächst also um das bloße Zweifel-Schüren, was für mich als Akademiker definitiv nicht wissenschaftlich ist. Wie ist der genannte Peer-Review zu bewerten?

Wird nun angezweifelt, dass es die Probleme beim Nachwuchs gegeben hat oder nicht? Oder geht es nur mehr um Details der Auswertung, aber nicht mehr um die (einfach feststellbaren und auch festgestellten) Auswirkungen auf die Nachkommen?

Was meiner Ansicht nach von Befürwortern der Gentechnik ausgeblendet wird: Das anscheinend nicht aus der Welt zu schaffende Problem der Koexistenz.

Dieses ist noch keiner praktikablen Lösung zugeführt worden, denn sobald freigesetzt wurde, gibt es Vermischungen, die nicht rückgängig gemacht werden können. Hier einen Persilschein auszustellen mit dem Argument, die Technik sei ungefährlich, halte ich angesichts der postulierten und wissenschaftlich möglichen Risiken für unverantwortlich.

Ich würde sagen: Entweder man lässt GVO sortenweise zu, *nachdem* sie von *unabhängigen* Forschern auch auf Langzeitfolgen untersucht wurden und eine Gesundheitsgefährdung (Mensch, Fauna, Flora) faktisch ausgeschlossen werden kann (keine Annahmen, sondern Gewissheiten!; wie im Betriebsanlagenrecht übrigens) und selbst eine Gesundheitsbeeinträchtigung nicht angenommen werden kann oder man bleibt beim Testbetrieb mit klar abgesteckten Grenzen (bis diese Frage zufriedenstellend und endgültig geklärt ist). Oder man verbietet sie, damit nicht Unbeteiligte die Risiken aufgebürdet bekommen, ganz zu schweigen von der bis dato fehlenden Haftung für Schäden, die aus der Verwendung (und dem Profit aus) dieser Technik resultieren. Der Gefährdungshaftungsansatz wäre in diesem Fall der einzig richtige, verbunden mit einer Beweislastumkehr.

Die wirtschaftliche Komponente wie anbieterseitige Monopolbildung sind gesondert zu betrachten, aber eben auch gleichzeitig zB auf EU-Ebene, aber auch einzelstaatlich wettbewerbsrechtlich zu prüfen (was zB im großen Heimatmarkt, den USA ,faktisch nicht passiert, die Auswirkungen zeigen sich seit heuer vermehrt).

Ich freue mich nichtsdestotrotz, dass du - mfj - dich immer wieder der interessanten Diskussion stellst, auch wenn immer wieder pauschale, nicht belegbare Vorwürfe vorkommen, mit denen jede der beiden "Seiten" zurechtkommen muss.

Mfj, was machst du eigentlich beruflich? Würde mich echt interessieren!

Denn du scheinst gutes Allgemeinwissen und Eloquenz zu besitzen, hast nicht nur einschlägigen wissenschaftlichen Hintergrund und bist dennoch nicht in der Lage, ganz unabhängig Stellung zu beziehen, was einen Schluss auf spezielle Arbeitgeber nahe legt ;)

mfg
diewahrheitist


Leo7 antwortet um 20-10-2010 20:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
lange rede kurzer sinn - wie so oft ,sehr in wortvielfälltigster akademischer textur verschwommen - nur nachteile.
wenn´s schon die wahrheit sein soll, wo ist deine authentische "wahrheit"?
man muss wirklich erst den arsch aufgerissen haben, bevor man bemerkt, dass man danach die ganze scheiße nicht zurückhalten kann.
das sag ich als mensch an der basis schnurgerade aus dem bauch raus.
leo


mfj antwortet um 20-10-2010 23:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne


Hallo „die Wahrheit ist“...

Es ist richtig – eine offizielle Meldung darüber gibt es nicht, weder von der Veterinärmedizinischen Universität Wien, noch von der österreichischen Regierung.
Der Vorgang ist aber in den Protokollen des „Ständigen Ausschusses“ vermerkt:
pdf – Seite 4 – Vermerk : Long-term reproduction studies on mice


http://ec.europa.eu/food/committees/regulatory/scfcah/modif_genet/sum_19102009_en.pdf


Du bist aber auch recht kritisch. Wenn schon der FL. diesen Vorgang aufgreift – als einzige österreichische Fachpresse...;-))

https://www.landwirt.com/Universitaet-Wien-zieht-Studie-ueber-Langzeitfolgen-von-GVO-Mais-zurueck,,8259,,Bericht.html

Die EFSA hat gar keine Möglichkeit ein Peer Review zu starten. Ihre Bewertungs-Analyse stützt sich eben auf wissenschaftliche Beurteilungen. Gleich zu Beginn wo die „Mäusestudie“ nur in einem Forschungsbericht veröffentlicht und nicht wie üblich in einem Fachjournal – stellten unabhängige Wissenschaftler die Aussagen als „sehr gewagt“ dar.
Greenpeace sah natürlich schon Feuer unterm Dach, Bio-Austria verteilte „grüne Krawatten...und Biolix schrieb gleich einen 3 Seiten kopierten Eintrag. „gggg“

Gut dargelegt wurde es seinerzeit in folgenden Artikel – man beachte das Erscheinungsdatum !!!

http://www.biosicherheit.de/aktuell/593.gen-mais-impotent-wissenschaftlichen-studie-politik.html

Über Koexistenz und Patentrecht – müssen wir uns mal ausgiebig separat unterhalten.
Das würde den Thread hier sprengen.


Ja, beruflich – ich hab´s zwar schon 10 mal geschrieben – aber wer es noch einmal wissen will...kein Problem.

Ich bewirtschafte einen kl. Milchwirtschaftsbetrieb in Vorarlberg, und bin aktiver Gesellschafter in einem großen Milchwirtschaftsbetrieb in Deutschland.
Diese Lösung war erforderlich, weil der Betrieb in Vorarlberg nicht genug expansionsfähig ist, in einem "verträumten" Fremdenverkehrsgebiet liegt, und nur begrenzte Verarbeitungs-Strukturen vorhanden sind.

Wo bin ich denn Deiner Meinung nach, nicht ganz „unabhängig in meinen Stellungsnahmen“?






wildduck antwortet um 21-10-2010 00:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne

Tja mfj, jeder sucht sich seine Hirarchie! Nimmt mich jetzt ein wenig Wunder* wie der
dasistdiewahrheit damit umgeht und welche Entscheidung er trifft! grussWD


biolix antwortet um 21-10-2010 09:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
GM !

ja mfj, und wo gehst du auf die anderen sehr gut erkannten DInge ein von diewahrheit ist, was die Langzeitfolgen udn die Unbedenklickkeit von GVOs betrifft, und eben der Beweisumkehr, es geht ja eh "nur" um unserer Gesundheit ?

lg biolix


Tyrolens antwortet um 21-10-2010 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Ah ja, in unserer Welt gibt's ca. Hunderttausend andere Faktoren die sich noch viel stärker auf die Gesundheit niederschlagen. Über die wird aber nicht gesprochen, weil unsere NGOs sich halt GVOs als Lieblingsthema ausgesucht haben.

Ehrlich, ich verstehe dieses Theater rund um GVOs nicht, vor allem, weil die sowieso über die Hintertür rein kommen. Sollte das ganze eine Sackgasse sein, dann jedoch nicht. So einfach ist das in einer Welt, in der nicht nur das Staat das sagen hat. Der Kunde entscheidet. Verboten sind da mehr das Werkzeug totalitärer Systeme.

Wäre der Biolix Kaiser von Österreich, würde er uns wahrscheinlich zu täglich 60 Min Zwangskuscheln verpflichten.


Moarpeda antwortet um 21-10-2010 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
@tyrolens

"Wäre der Biolix Kaiser von Österreich, würde er uns wahrscheinlich zu täglich 60 Min Zwangskuscheln verpflichten"


.....wie meinst denn das, gentech befürworter mit gentech gegnern???? ;-)))


biolix antwortet um 21-10-2010 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Mahlzeit Tiroler !

also du meinst weils eh schon genug Stoffe gibt und unsere Umwelt eh schon zerstört ist und unsere Gesundheit täglich sowieso gefährdet ist. sollen wir uns dem nächsten unwiederruflichen zusätzlichen Risiko aussetzen, das ist dein ernst ? ;-(

Nein danke, wie du schreibst, wir haben genug davon, und der Biolandbau nur als ein Beispiel und ein ökosozialer Lebensstil dazu, ist mir da wirlich lieber, als "Kaiser" würde ich den täglich propagieren und seine Vorteile, und da würde sich viel verändern aber sicher nicht mit Verpflichtungen.. ,-)

lg biolix

p.s. aber eigentlich möchte ich gar kein kaiser sein.. ;-)


traktorensteff antwortet um 21-10-2010 15:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
@ Tyrolens
Also, ist es eh schon "wurscht", wenn noch eine mögliche Gefährdung akzeptiert wird? Gott sei Dank kümmern sich Menschen um die Thematik, auch um andere Dinge, die leider weniger in der Öffentlichkeit präsent sind.

Zitat: "Verboten sind da mehr das Werkzeug totalitärer Systeme"
Immer wieder erstaunlich, welche Verbindungen man knüpfen kann! ;-)

Zitat: "Der Kunde entscheidet"
Lektüre für dich: "Studie bestätigt: Gentechnik-Kennzeichnung lässt Verbrauchertäuschung zu" (07.10.2010)
http://tinyurl.com/2wvwctf

Noch gar nicht erwähnt: Die Unmöglichkeit der Ko-Existenz und die Tatsache, dass es in Ö 1 Mio. Menschen gibt, die Armutsgefährdet sind und deswegen zwangsweise zum billigen GVO-Produkt greifen MÜSSTEN, weil es für sie keine andere Möglichkeit gibt uvm.


Tyrolens antwortet um 21-10-2010 16:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Jetzt habt ihr gerade seiteweise geschrieben, dass GVOs so teuer sind (Saatgut, PSM, usw).
Unlogisch, nicht.

Ich sehe die Gefahr durch GVO als nicht sonderlich große. Die Welt steht in den USA noch und auch in Kanada und Südamerika, obwohl hier seit langem GVO angebaut werden. Ebenso scheint in Deutschland die Welt noch nicht untergegangen zu sein. In Spanien auch nicht. Ebenso in Ungarn nicht. Warum also dieses Geweine? Ich versteh's ja, weil die Bios durch die GVOs wirklich ein Problem bekommen könnten.

Es ist wirklich, angesichts anderer Probleme die wir haben, echt ein eher kleineres Problem.
Ich sehe die großeren Herausforderungen dieser Welt eher in gesellschaftlichen Problemen, um wieder den Kreis in Richtung Totalitarismus zu schließen. Da kannst dann schon Bio vom Feinsten essen, wenn Kriminelle deine Lebenserwartung auf 40 Jahre beschränken oder du für den Staat in den GULAG oder ins KZ wandern musst.

Ohne Zweifel aber leben wir in einer Welt der Luxussorgen.




mfj antwortet um 21-10-2010 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne


Das was Biolix und Traktorensteff machen, ist die faktenfreie Diskussion.
Wichtig, und da geben sich auch die Umweltverbände die Hände – ist – eine faktenorientierte Diskussion zu vermeiden, aber trotzdem die Diskussion am Laufen zu halten.
Das schürt Unsicherheit und Vorbehalte.

Eines muss man allerdings Euch beiden beipflichten. Die gentechnischen Kulturpflanzen außer BT-Baumwolle, die heute am Markt sind, ist der Nutzen noch nicht wirklich überragend.

Aber das ist nur eine Frage der Zeit bis jene Produkte kommen, die sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch einen unübersehbaren „Nutzvorteil“ bringen.
Der Biolandbau wird sich a la long – mit dem Thema anfreunden müssen...wenn er aus der „Schnupf-Tabak-Dose“ raus will ;-)

Spätestens wenn gentechnisch veränderte Pflanzen in nachwachsenden Rohstoffen – fossile Träger ersetzen, Verarbeitungsvorteile durch optimierte Inhaltsstoffe ergeben – ist die ideologische Basis – wie sie heute geführt wird – unakzeptabel und uninteressant.
Der Markt will immer die besten Produkte haben.

Der begrenzte Faktor „Energie“ ist im 21 Jahrhudert nur noch mit dem Einsatz von gen- und biotechnologischer Methoden erfüllbar, und es wird nur mit Hilfe der Biotechnologie eine Annäherung an die CO2-neutrale Kreislaufwirtschaft möglich sein.

„Das ist nun mal die Wahrheit“ – auch wenn Sie auf Fakten nicht mehr antwortet ;-))






Biohias antwortet um 21-10-2010 22:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
''Nutzvorteil“ bringen. Der Biolandbau wird sich a la long – mit dem Thema anfreunden müssen...wenn er aus der „Schnupf-Tabak-Dose“ raus will ;-)

wenn du mal nicht zu viel schnupfst....


traktorensteff antwortet um 21-10-2010 23:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
@ Tyrolens
Dein erster Absatz, auf was beziehst du dich genau? (kenn mich nicht aus)

Es geht um den "größeren Zusammenhang". Die Frage ist, wie weit soll man das Bibelzitat "Macht Euch die Erde untertan!" wirklich verfolgen und wo sind die Grenzen. Ist doch nichts negatives, wenn eben Leute meinen, dass GVO Monokulturen, die Ausbäutung der Böden und nicht-nachhaltige Entwicklungen fördert. Außerdem, was nicht sein muss, muss doch nicht unbedingt sein.

@ mfj
Welche Fakten soll ich vorbringen, wenn ich nicht will, dass Mais-Pflanzen im Wurzelbereich Gift gegen den Maiszünsler produzieren und man doch lieber eine ordentliche Fruchtfolge wählen sollte, um Schädlingsbefall zu minimieren?
Welche Fakten, wenn GVO die Verringerung von lokalen Sorten bewirkt?
Welche Fakten, wenn GVO das Totspritzen weiter fördert und das Nachdenken über andere Unkrautbekämpfungsmaßnahmen zurückdrängt?

Ja, es ist immer witzig, wenn dann die Umweltschutz-Keule ausgepackt und vom Ersetzen von fossilen Energieträgern und CO2-Neutralität geredet wird! Gegen das kann man ja NICHT sein! ;-) Verarbeitungsvorteile? Betrifft die Wirtschaft (billiger produzieren!).

Aber mach dir nichts draus, ein gewisser Generaldirektor, von dem unlängst hier die Rede war, hat bei einem Vortrag, bei dem ich dabei war, auch von sich gegeben, wie toll die GVO im Ersetzen von fossilen Energieträgern sein wird und wie viel CO2 man einsparen kann! Bei dem Vortrag hat man (auch bei den angegebenen Fakten, Kennzahlen uvm.) einfach nur den Kopf schütteln müssen!


biolix antwortet um 21-10-2010 23:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
nabend !

Faktenfrei ;-)))

Man lese die Beiträge von Mfj genau, man leiste sich nicht "Luxusprobleme" wo man sich, danke dir Steff, über das alels Gedanken macht, ist doch "Faktenfreier Luxus".. ;-))

Aber schau steff , das kapiert ja nicht mal der tiroler, da meinen sie alles wird billiger, weniger Pestizide, und schau was komtm raus das Gegenteil, eben weil sies nicht verstehen was es wirlich langfirstig bringt... Mutter ERde verzeiht viel, hoffen wir das Beste, das hat wenig mit "Luxus" zu tun, sondern mit blanken überleben.. ;-(

lg biolix

p.s. Fruchtfolge, gesunde Humusreiche Böden, gesunde Lebensmittel die uns gesund erhalten und nicht Krank machen, Biodiversidät, wirklich Bauernhöfe etc. etc. alles blanker Luxus, für Chemiefritzen wie den Tiroler udn dem mfj, lebe die auf einer anderen Mutter Erde ?


wildduck antwortet um 22-10-2010 00:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne




Ist Zustand

Zeit und Zeitfaktor

Nationale Ebenen

Übergreifend

Aktiv Informieren

Zusammenhalt

...





________________________

Lösungsorientiert





Tyrolens antwortet um 22-10-2010 00:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Wundert mich direkt, dass bei den bösen, bösen Konvis überhaupt noch etwas wächst. *ggg*

http://www.youtube.com/watch?v=yPNJOQSt1kA

Nachhaltigkeit funktioniert ganz ohne Bio-Heiligenschein.


diewahrheitist antwortet um 22-10-2010 03:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Hallo mfj!

Habe leider kaum Zeit, hier mitzulesen, aber ich versuch's ;)
Ging nicht früher (man beachte die Uhrzeit meines Postings...)


Danke für deine Reaktion!

1.) Zu dieser Studie:
Auch in den genannten Protokollen des st. Ausschusses steht nichts Neues - es scheint so zu sein, dass diese Studie Mängel hinsichtlich der wissenschaftlichen Auswertung hat, die gewonnenen Fakten aber dennoch - was die Varianz betrifft - eindeutige Schlüsse zulassen, die zur Sicherheit mit höheren n wiederholt werden sollten, was von der AGES empfohlen und von der BReg damals auch als Ziel angegeben wurde, aber anscheinend nicht mehr erfolgte - warum eigentlich? Das frage ich mich wirklich... Diesen Test zu erweitern müsste angesichts der möglichen Erkenntnisse doch höchst lohnenswert sein - für Gegner wie Befürworter der Zulassung - jeder hat ja felsenfeste Wahrheiten ;)

„Die EFSA hat gar keine Möglichkeit ein Peer Review zu starten.“ - Sie könnte aber die Messungen selber auswerten und somit jeden der bemängelten Auswertungsfehler ausschließen – die Daten der Studie wurden bekanntlich zur weiteren Auswertung freigegeben.

Wenn der "Genmais" andere/höhere Vitamin-Konzentrationen etc hat, die negative Auswirkungen auf die Probanden zeigen (wie an anderer Stelle als ein Grund für die Nachwuchs-Probleme angeführt), dann gehörte eben die Rezeptur der Ration angepasst, daran soll(te) ein wissenschaftlicher Test nicht scheitern.

Ja - kritisch zu sein ;) ist ja per se nichts schlechtes - wenn man dabei objektiv bleibt oder es zumindest versucht :) Gerade in diesem Fall wurden offensichtlich von verschiedenen Medien Schlagwörter unkritisch übernommen, ohne den Inhalt in einer für derartige Überschriften notwendigen Tiefe zu kennen.

2.) Zu der Frage der Veröffentlichung in Fachjournalen: Was wo veröffentlicht werden darf, ist nicht immer objektiven Kriterien zugänglich (ist blöd, aber Faktum, besonders in wirtschaftlich und politisch sensiblen Bereichen wie diesen), gerade wenn - wie im Falle Gentechnik - generell so viel auf dem Spiel steht. Das ist auch daraus ersichtlich, dass kaum staatlicher Aufwand betrieben wird, eigene, unabhängige Wissenschaftler nachhaltig und gut ausgestattet auf diese Problematik anzusetzen, bei der EFSA ist dies beispielsweise offensichtlich: Sie hat zu wenige eigene Wissenschaftler, sie muss auf jene der zu prüfenden Unternehmen zurückgreifen und das kann beim besten Willen keine objektive Beurteilung sichern. Das alleine hinterlässt eine schiefe Optik.

3. ) Zudem sind die in diesem Zusammenhang genannten Quellen nicht als neutral einzustufen:
Das steht selbst dort:
http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/lexikon/transgen
http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/lexikon/biosicherheit

Habe mir zuvor die diversen Seiten angesehen und fast überall steht eine gewisse Lobby finanziell dahinter, es ist teilweise ein Karussell mit Eigenverlinkungen – auch nicht vertrauenerweckend.

Nur zur Erklärung - das meine ich mit „nicht ganz unabhängig“. Auch die Auswahl der verwendeten Quellen zählt dazu. Zudem wird von dir die Ablehnung von Gentechnik in der Landwirtschaft meist als rückständig und irrational hingestellt, obwohl berechtigte Zweifel nach wie vor nicht ausgeräumt werden können. Andererseits gibt es von anderer Seite fast religiöse Ablehnung gegen alles Neue und Moderne. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen ;) Manches kann man ohnehin leicht entkräften, wenn man auf erfolgreiche Techniken verweist, die sich durchgesetzt haben, ohne aber jede Kritik an moderner Technik generell als falsch hinzustellen, was mir an deinen Stellungnahmen manchmal aufgefallen ist. Ist halt mein persönlicher Eindruck – verstehe mich bitte nicht falsch, ich lese gerade deine Postings überaus gerne, da sie interessant, praxisnahe, weltoffen und durchdacht sind.

Danke, dass du (anscheinend doch zum x. Mal) geschildert hast, was du beruflich machst. Vor allem manches Detailwissen muss wirklich einem intensiven Selbststudium entstammen, was dich auszeichnet. Keiner in der bisherigen Forums-Diskussion hier dürfte sich auch nur annähernd so gut mit Gentechnik auskennen. Trotzdem: Audiatur et altera pars...

Ach ja: Ich sehe jetzt keine akute Notwendigkeit, Gentechnik in unseren Breiten für die Erzeugung alternativer Energien einzusetzen, gerade in Österreich. Gibt es da schon konkrete Projekte?

@ Tyrolens (@ 21-10-2010 12:02, 16:14):
Mit demselben Argument könnte man jede Gesundheitsschädigung bzw. -gefährdung rechtfertigen, weil sie ja nicht die einzige ist und daher mangels eindeutiger kausaler Rückführbarkeit ohnehin unbeachtlich sei. Es geht aber im Kern darum, ob diese potentielle Gesundheitsgefährdung überhaupt *notwendig* ist! Was nicht sein muss, gehört in diesem Fall verhindert. Die Unfallgefahr beim Autofahren nimmt man der Vorteile halber ja in Kauf, aber dennoch wird viel Aufwand betrieben und weiter betrieben werden, um die Opfer möglichst gering zu halten – auch hier gibt es systembedingt auch wieder die Gefährdungshaftung (EKHG).
Wie stark sich was niederschlägt, ist noch immer Gegenstand von Kontroversen, es ist also nicht einmal das Risiko außer Streit gestellt.
Und alles die Wirtschaft entscheiden zu lassen, ist definitiv nicht der Weisheit letzter Schluss – sie hat andere Maßstäbe – darum soll es auch gerechtfertigte Verbote geben dürfen – das hat noch nichts mit totalitären System zu tun, auch das ist Teil eines (fürsorgepflichtigen) Rechtsstaats.

Weiters spricht nichts dagegen, dass GVO teuer und billig gleichzeitig sind – nur für wen. Für den Bauern möglicherweise teu(r)er im Einkauf, aber ohne sichtlichen Mehrertrag, tw aufgrund der Monopolstellungen im Handel dennoch billig für den Konsumenten und jedenfalls billiger als Bio-Ware --> schon ist der scheinbare Widerspruch aufgelöst.


Vielleicht wird diese Technik auch mich einmal überzeugen, wer weiß...

Auf jeden Fall soll deren Einführung nicht über den Weg eines mit allen Mitteln abgesicherten Monopols (wie in den USA) stattfinden – genau das wird zur Zeit und schon seit Jahren in der EU versucht.

So, hoffentlich war das jetzt nicht zu *faktenfrei* (interessantes Wort übrigens, © mfj?). Bin gespannt auf die Reaktionen :)

mfg
diewahrheitist


Tyrolens antwortet um 22-10-2010 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Thema Gefährdung und Relevanz.

Natürlich besteht die von dir beschriebene Gefahr. Aber das Ganze ist doch eine Frage der Abwägung und der Prioritäten. Keiner soll die Augen verschließen, aber sich wohl überlegen, was er mit seinen Ressourcen macht. Das Thema GVO war ja bei uns ein gefundenes Fressen. Die NGOs litten an Themenarmut, den Grünen kam der Naturschutz abhanden (ÖVP und SPÖ hatten ja alle Wünsche erfüllt), also musste ein neues Thema her und zwar eines, das möglichst lange köchelt.
Anders ausgedrückt. Mir wär's egal, würde mein Nachbar GVOs anbauen, würde ich neben Tschernobyl II wohnen. Ich würde meine ganze Kraft in die Schließung des maroden AKWs stecken.

Zum Thema Gefährdungshaftung: Das ist eine zumindest bei uns politische Sache. Seitens der EU wurde bisher immer die Stellung bezogen, dass das Verbot des GVO Anbaus eine subsidiäre wäre. D.h. jeder Mitgliedsstaat soll erst mal selbst entscheiden. Man wollte sich auf keinen Fall die Finger verbrennen. Der miese Peter lag somit bei den Mitgliedsstaaten und die haben u.a. mit recht benachteiligenden rechtlichen Normen reagiert. Teilweise eben nach dem Motto: "Anbauen darf man zwar im Grunde, aber wenn etwas passiert (schon wieder ist etwas passiert. ;) ), dann soll der Anbauer juristisch mit sämtlichen Nachteilen rechnen müssen." Teilweise ist es ja nicht mal nötig, dass der Kläger nachweisen muss, dass der Beklagte tatsächlich der Schädiger ist/war.

Es soll auch nicht die Wirtschaft entscheiden (damit sind wohl die Saatgutproduzenten gemeint?), sondern entscheidet doch letztlich der Kunde. Ich halte unsere Landwirte für mündig genug, dass sie selbst entscheiden können. Als liberaler Mensch habe ich gerne die Option, auch wenn ich sie nutzen würde.

Teurer/billiger. Dezidiert wird von den Hetzern behauptet, dass Landwirte durch den Anbau von GVOS reihenweise in die Pleite stürzen. Gleichzeitig behaupten sie, dass der Weltmarkt mit billigeren GVOs überschwemmt wird. Ja wie denn nun. Entweder der Landwirt zahlt beim Anbau drauf, weil irgendwas nicht so funktioniert wie erwartet, oder der Anbau haut hin und durch das entstandene Mehrangebot am Weltmarkt sinken die Preise (schon wieder). Ich lasse jenen Fall außer Acht, wo die Preise fallen, weil die Nachfrage sinkt. Das ist ja hier definitiv nicht der Fall. Wir gelangen hier an die Heuchelei wo Menschen sich offen gegen GVOs stellen aber spätestens beim Einkauf von Futter- oder Lebensmitteln nicht mehr drauf achten, ob GVOs enthalten sind oder nicht.
Ähnlich scheint es mir beim Thema Monsanto zu sein. Als Monsanto einen recht ordentlichen Wachstumskurs hinlegte, war der Jammer groß, man hatte wohl Angst, Monsanto würde die Weltherrschaft übernehmen. Jetzt, wo's mit Monsanto bergab geht, ist der Jammer schon wieder groß, warum auch immer. Man sollte sich doch freuen... Aber das ist wieder ein Mechanismus jener, die von der Panikmache leben. "Nein, Freunde, mit Nichten ist die Gefahr gebannt. Sie lauert noch immer und überall". Nicht nachlassen, sondern kämpfen, kämpfen, kämpfen. Oder einen Fördervertrag unterzeichnen und monatlich 50 Euro auf das untenstehende Konto überweisen". ;)



mfj antwortet um 22-10-2010 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne


Lieber „dieWahrheitist“

Erst mal, Danke - für Deine interessanten Ansatzpunkte in der Diskussion.
Ehrlich, ich habe schon geglaubt – im ganzen Kreis der „hier“ schreibenden Gentech- Gegner gibt es nicht einen, der aus seinen „ideologischen Scheuklappen“ hinausblicken kann, und aus dem Fluchtgalopp in einen sicheren Gedankentrab überwechseln kann.
Aber Du hast die „Herde „versprengter Fluchtgehilfen“ gerettet ;-))

Ja, die Frage wo würde in Österreich überhaupt die Gentechnik gebraucht oder gewollt sein – ist natürlich richtig und wichtig.

Keine Frage – zur Sicherstellung unserer Nahrungsmittel-Versorgung brauchen wir sie derzeit nicht. Grundprodukte haben wir selber ein Paar, den Großteil können wir mit Sicherheit aufgrund unserer erfolgreichen Wirtschafts- und Finanzpolitik wahrscheinlich immer zukaufen.

Ja, wir können uns sogar eine „großflächig extensive, stark subventionierte Biolandwirtschaft“ leisten, wo die erzeugten Produkte eigentlich Nebensache oder "Chrömle" sind – und der Umweltgedanke- und Verträglichkeit oberste Priorität haben.

Das diese Bewirtschaftungsform nicht mal das Grundprinzip der eigenen propagierten Kreislaufwirtschaft aufrecht erhalten kann, und auf konventionelle Grund-Erzeugnisse zugreifen muss – ist nur ein Schatten eines gefährlichen Sehfehlers, im Umgang mit Windmühlen...

Unsere überwiegend kleinstrukturierte Landwirtschaft, gekoppelt mit landschaftlichen Besonder- und Schwierigkeiten, Extremverhältnissen und hohem Grünlandanteil prägen diese Wegversuche und die „häufig eingeschlagene Kuschel-Richtung von Opa´s Bauernhof“.

Jeder, der hier einen Betrieb führt – müsste merken, das die Prinzipen von idyllischer, romantischer und kleinbäuerlicher Landwirtschaft – im Grunde längst versagt haben.
Wir hängen ausgeliefert am Fördertropf einer sensiblen Gesellschaft – die es sich derzeit noch leisten kann/will – uns als „naive Umweltpolizisten, Happy-Landschaftsgärtner und rustikale Museumspfleger“ zu beschäftigen.
Mit so einem winzigen Schwarzbuch von einem Weißem – kommen wir dann ganz schön ins schwitzen, weil uns die Argumente ausgehen...und auch fehlen.


Ich halte die jetzige Landwirtschaftsform in Österreich für ein Auslaufmodell.
Ein „Fein-Kostladen“ wie wir es sein sollten, hat nur eine bestimmte Käuferschicht und Frequenz, und die Vergleichs- und Billigangebote in einer globalisierten Marktwirtschaft sind nicht aufzuhalten.
Als Überdachung für eine gesamte Landwirtschaft ist es sowieso ungeignet.

Die Frage die sich unsere Landwirtschaft/politik stellen muss ist, glauben wir - mit unserer isolierten, marktfremden und fast produktionslosen Status in eine weitere Generation von braven anspruchslosen Bauern hinüberwechseln oder retten zu können, oder das es gar vererbbar ist ?
Oder suchen wir rechtzeitig „ökologische Alternativen“ – die uns vor dem „Siechtod“ retten ?

Gerade der Blick auf die Probleme unserer künftiger gesellschaftlichen Entwicklungen zeigt, das unsere endlichen Fossilen Rohstoffe einen deutlichen Mangel an Ersatz-Innovationen und Ausweichmethoden aufzeigt.

...Bioplastik, industriell verarbeitungsfähige Nawaros Kulturpflanzen mit Inhaltsstoffen, die zu „konkurrenzfähigen Preisen“ produzierbar sind , Eingriffsmöglichkeiten in Agro-Ökosysteme, Bedarfsgerechte Nachauflaufverfahren in der Pflanzenproduktion, Primärstoffwechsel die Wachstum und Fruchtbarkeit transgenen Pflanzen tatsächlich verbessern usw. wären landw. Produkte - die am Markt nicht nur gefragt sind, sondern auch bezahlt werden. Das alles ist nur mit gentechnischen Verfahren möglich und verwirklichbar.

Natürlich haben hier Umweltverbände kein Interesse - die Landwirtschaft als Kunden zu verlieren oder zu entlassen, die Problembewirtschaftung aufzulösen und "übrig" zu werden.
Da kettet man doch lieber "Großvaters Bauernhof" an einen Standart von Entwicklungslosigkeit - und läßt sich selbst als "Zwischenwirt" darauf nieder !!

Mit vergrabenen Kuhhörnern und verbrannten Mausen im Zeichen des Skorpions - ist das nicht möglich.

All dies ergibt ein „Focus“ – wo ich sage – mein Gott, an was denken denn die vielen Nicht-Fachleute,
welche die Grüne Gentechnik, willentlich und wissentlich negativ bewerten.

Kann so eine Bewertung, sicher eintretende Veränderungen grundsätzlich in Frage zu stellen, eine Perspektive intuitiv negativ bewerten.
Wieso wird das politisch überparteilich vertreten?

Dieser Forschungsschwund wir unsere „Kinder“ wie eine „Steinzeitkeule“ treffen...und uns auch schon !!!







biolix antwortet um 22-10-2010 12:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Nur zum letzten Satz, da gebe es soooo vieles zu sagen, was unserer Kinder wie eine Steinzeitkeule treffen wird ob ohne GVOs oder mit, sehen wir jetzt schon auf unserer Mutter Erde.. mfj, wo lebst du eigentlich ?

Den Resourcenhunger werden die GVOs nciht lösen, den Hunger, die Ungleichverteilung, die Umweltschäden etc. ich lese nirgenst von dir wie man das mal in Griff bekommen möchte anstatt an einer neuen Risikotechnologie bereits zu basteln udn diese sogar schon Anzuwenden ohne, wie ja diewahrheitist schrieb, Absicherung...

na dann mahlzeit.. biolix


diewahrheitist antwortet um 22-10-2010 23:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
@ Tyrolens:

Den Umweltorganisationen generell Böses zu unterstellen, greift aber schon zu kurz. Es gibt viel berechtigte Kritik (fragwürdige Tierschutzaktionen, vor allem das Negativ-Campaigning, immer wieder realitätsfremde Träumerei ohne Praxisbezug und mangelndes Fachwissen), aber dennoch steht grundsätzlich das freiwillige und ehrenamtliche Eintreten für Werte dahinter, ob man diese nun teilt oder nicht. Nur ihrer selbst willen wird keine solche Organisation auf Dauer Bestand haben.

Zur Abwägung: Eben! Man muss abwägen (das Gewicht vergleichen): Was ist wichtiger? Intakte und sich langsam weiterentwickelnde Natur oder marginale (zT nicht einmal belegbare) wirtschaftliche Vorteile, verbunden mit unabsehbaren Konsequenzen für die Natur, da systembeding radikale Einschnitte in die Natur passieren können. Nur weil Amerika noch steht...

Und eine Gefährdungshaftung ist keine rein politische Sache, sondern eine zutiefst praktische. Das heißt Gefährdungshaftung: Dafür, dass man eine (technische) Gefahrenquelle (für die Allgemeinheit) schafft, sie aber dennoch benutzen darf, hat man verschuldensunabhängig für dadurch verursachte Schäden zu haften, wobei Verschulden subjektive Vorwerfbarkeit bedeutet. Also rechtlich benachteiligend ist da gar nichts, es geht ja um den Ersatz von Schäden, die man bereits bewusst (insoweit, als dass man bewusst die gefährliche Technologie verwendet und sich mit ihren Risiken abfindet) verursacht hat. Und dieser Ersatz steht dem Geschädigten wohl unzweifelhaft zu. Und Verschulden bedeutet nicht Kausalität (die war vermutlich mit "tatsächlich der Schädiger ist/war" gemeint).

Unter "Wirtschaft" verstehe ich in diesem Fall nicht nur den Anbieter v/o Saatgutproduzenten, sondern auch den potentiellen Käufer. Daher soll nicht nur der Kunde entscheiden.

Ich würde diese ganze Debatte etwas unaufgeregter angehen, dann bleibt auch mehr Platz für Argumente als für Emotionen... auch das ist übrigens ein gesellschaftliches Problem.


@ mfj:

Trotz jeder Globalisierung glaube ich nicht, dass wir in Ö mit einer Massenproduktion à la Niederlande oder Norddeutschland oder gar Neuseeland (bei Milch), Amerika, Kanada etc aufgrund unserer Topografie mithalten können, das ist fast ausgeschlossen. Der Strukturwandel wird weitergehen, aber man muss dennoch selbst die Zukunft mitgestalten und die Richtung vorgeben und sich nicht dem allgemeinen Herdentrieb nach vollständiger Industrialisierung der Landwirtschaft hingeben. Höhere Qualität und Lebensmittelsicherheit werden spätestens beim nächsten Skandal wieder großgeschrieben werden und generell höhere Standards zeichnen Österreich immerhin auch im weltweiten Wettbewerb aus, nicht nur bei der Landwirtschaft. Wenn damit die Umwelt geschützt und regionale Arbeitsplätze erhalten/geschaffen werden können, umso besser. Dass soetwas nicht massentauglich ist, glaube ich nicht, so teuer sind unsere Lebensmittel nicht - trotz Gütesiegel etc. Nur das Bewusstsein, regionale Wertschöpfung und eigene Arbeitsplätze zu schaffen sowie vernünftiges Marketing (nicht zuviele Siegel etc, das ist momentan das Problem) gehören noch intensiviert, dann kann man nicht nur Nischen erobern, sondern Standards setzen (sonst gäbe es heute weit sparsamere Autos, nur halt ohne Klimaanlage, Knautschzone, Airbag,..). Es muss zudem nicht unbedingt Bio sein, auch gehört auch einmal postuliert, mit welchen Auflagen europäische Betriebe - im Speziellen die österreichischen - zu wirtschaften haben. Dieser Mehrwert gegenüber dem Weltmarkt(standard) wird in der nun aufkommenden Debatte über >2013 eine wesentliche Rolle spielen. Gegen unnötige Bürokratie könnte man dabei auch gleich vorgehen.

Es stimmt, das bloße Festhalten an alten Strukturen bringt kaum etwas, man muss sie den aktuellen Gegebenheiten anpassen, aber oft sind die Strukturen nur das Mittel zum Ziel - wir müssen uns endlich bewusst werden, wohin wir wollen, erst dann kann man eine konsequente Strategie dorthin planen und umsetzen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass die nordamerikanische Landwirtschaft ein Vorbild sein kann, da weiß ich schon zuviel darüber ;)

Im Übrigen stimme ich biolix' zweitem Absatz (22-10-2010 12:27) zu.

mfg
diewahrheitist


biolix antwortet um 23-10-2010 00:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne
Nabend ein letztes mal heute !

Danke die wahrheitist ( obwohl es mit der Wahrheit wie leo meinte, nie so ein genaues ist..;-)) )
Ich kann jeden Satz von dir nur unterstreichen..mag aber nciht mehr, sie sollen mal das letzte wort haben..

Bezeichnend ist fpür mich das es ihnen nicht geht um ein wirklcihes Weiterkommen, denn das Infragestellen vom Biolandbau im Grundsätzlichen das mfj hier seit Monaten betreibt, zeigt ja eigentlich nur das er kein wenig Objektiv ist, sondern nur so tut und einem Ziel seines Dranges der sehr wohl von seinem Betrieb gesteuert ist im wachsen mit GVOs die Hoffnung ich weiß nciht auf was, inkl. natürlich alle Phrasen eines Chemiemultilbbiisten drischt wie "all die Unwissenden wie wir es sind wenn es um die GVO Frage geht.." nur um eines zu nennen... Da Frage ichmich gleich warum wir alle überhaupt noch wählen dürfen, sind wir alle "wissende Politker"..;-))

Nein aber Scherz bei Seite, kommt dann wieder mit dem "Hoffnungsschimmer" Nawaros, alles im Schema, wie du DWI schon aufgezeigt hast, von wegen "objektive Stellen", die alle gesponsert von den Multis sind, in der EFSA zig Querverbindungen zu den Konzernen bestehen, was soll man da denken, wissen, spüren...

Ginge es wirklich um die Themen, zukunftsfähige Ernährungssysteme zu schaffen unter der Premisse Humus zu vermehren, gesunde natürliche Vielfältige Lebensmittel zu erzeugen, nicht um des Profites Willen zu handeln, etc.etc. dann würde ich einiges Annehmen, aber so nur leere Phrasen, und die Gott sei dank waren wir nicht bei den ersten dabei, wir können es vielleicht noch erleben das die Länder die die ersten waren wieder umkehren, man wird sehen, udn wie Leo schön schreibt, die WElt wird dadruch nicht unter gehen, das vertrauen Mutter Erde sit die einzige, udn wirklich "Mutter Erdboden" der alles wieder "heilen" kann, davon bin ich überzeugt,wird das schon hin bekommen, hat ja auch Milliarden HelferInnen in sich, darum denk ich da sehr positiv..,-)))

Gute Nacht, udn danke DWI, ich kann viel lernen aus deinen Beiträgen !

biolix


wildduck antwortet um 23-10-2010 00:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne

Wir müssen uns endlich bewusst machen wohin wir wollen----> Zeit!
Lösungsorientiert handeln.
Boi- Konfi Streit und auch Tierschützer, Konsumentenstreit ablegen. Besser informieren,
zusammenhalten, da GVO zwar national abgwälzt ist, aber auch eine Chance ist, da es
vom Thema her übergreifend ist...
So könnte man agieren und Ziele setzten.
Von mir aus wissenschaftlich abgestützt. Wirtschaftlich überzeut das Ganze eh nicht.

Gruss auch an die Mastbullen mit Heach Fonds Tunnelblick



mfj antwortet um 24-10-2010 11:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gensaatgut das große Geschäft der Konzerne


Hallo „die wahrheitist“,

...nach der Arbeit soll man ruhen – oder in einem Forum schreiben ;-))

Ich sehe aus deiner Antwort keine Visionen herausklettern – eher Versuche, Missstände, Gegebenheiten und Verbohrtheiten zu erklären.

Wichtig oder zielführend ist nicht das, was wir gerne hätten, sondern zu was es uns hinführt.
Wir werden keine „amerikanischen Verhältnisse“ bekommen – dazu fehlen die Voraussetzungen – zu glauben, man könne „Cola und Pepsi“ aber mit selbstgepressten Johannisbeersaft den „Garaus“ machen – ist naiv.

Wer heute freier Konsument ist – der will sich alles leisten, wozu er Lust und Laune hat.
Auch hier wird die Lebensmittel-Industrie reagieren und vor allem agieren.

Selbst Entwicklungen in Trendbereichen wie Bio-Lebensmittel und Convenience Food stehen vor ganz neuen Entwicklungen und Erkenntnissen.
Ob man es dort verschläft oder frühzeitig aufnimmt – ist keine Sache von Gläubigkeit, oder Zauderhaftigkeit.
Es wird alles in herkömmlichen und zukunftsfähigen Margen geben, wenn die österreichische Landwirtschaft allerdings glaubt – den Future Food Nahrungsmittelmarkt nicht zu brauchen, soll sie es eben lassen.

Das Fazit unserer Landwirtschaft schaut aber anders aus:

Wir haben ganz wenig überlebensfähige Betriebe, moderne, tragende und innovative Betreibskonzepte. Und auch die Strukturen in der Weiter-Verarbeitung von landw. Produkten ist denkbar schlecht und unproduktiv – was aus den mangelhaft aufgestellten LW-Betrieben zurückrotiert.
Statt unsere Produktivität zu erhöhen (darunter meine ich nicht die Menge, sondern die Produktionskosten) definieren wir unser System über erhoffte und zugewandte Förderzahlungen – die wir in regelmäßigen Abständen – verteidigen und rechtfertigen müssen.

Wenn ich sehe, wie viele brave und fleißige Bauern – Ihr hart verdientes Geld in Ihre „zukunftslosen Betriebe“ stecken, Eltern, Großeltern, Geschwister usw. als Arbeitskraft benötigen – um arbeitsmäßig über die Runden zu kommen, und am Jahresabschluss erkennen müssen – man lebt von der Substanz... kann dies nicht der Weg der Zukunft sein.

Der bäuerliche Weg von „verträumten, idyllischen und märchenbehaftenden Landhöfen“ ist vorbei und Trugschluss.
Wenn sich die Landwirtschaft - und damit Ihre Eigentümer und Bewirtschafter nicht schnellstens auf neue Wege machen...ist es zu spät.
Wir brauchen keine Reservatspolitik, verlogene unwirkliche Ökologie und vor allem keine Ideologie oder Glaubensrichtung – die uns ständig was verbietet.

Die Tradition von Selbstgeißelung und der Kasteiung hat eine lange und blutige Geschichte in fast allen Kulturepochen erlangt, um sich selbst und den anderen seinen unbedingten Glauben zu beweisen und dessen Redlichkeit.

Der Mensch muß richtig liegen wenn er aus Überzeugung sogar sich selbst foltert, oder nicht?
So müsste man Eure Aussagen bewerten und geraderücken. Von den Verblendungen, kosmischen Wahrnehmungen und „Mutter Erde-Erscheinungen gar nicht zu reden ?


Du hast mir noch keine Antwort gegeben, warum das Zurückziehen der „Österreich Studie“ so klammheimlich und unkommentiert vonstatten gegangen ist.

Wäre hier Aufklärung nicht von Nöten ??


http://www.chemie.at/pub/Article373-Laborpraxis.asp





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