Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz

Antworten: 22
sturmi 16-09-2010 15:05 - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
Wie gefährlich sind Tierschützer?
Dazu Steve Solley, ein international gefragter Analyst und Sicherheitsberater im Bereich Terrorismus mit dem Schwerpunkt Umwelt- und Tierschutzextremismus: "Es gibt auch in Österreich große Probleme mit militanten Tierschützern."
Radikale Tierschützer werden in Österreich mit dem Anti-Mafiaparagrafen bekämpft. Dies hält der Anti-Terrorexperte Steve Solley für falsch. Österreich braucht eigene Gesetze nach dem Vorbild Großbritanniens und den USA! Diese Staaten haben extra für den militanten Tierschutz speziell zugeschnittene Gesetze eingeführt.
Seit 6 Jahren berät Solley auch österreichische Behörden und Unternehmen.
Das ganze Interview hier:
http://img340.imageshack.us/img340/9595/news20101009terrorexper.jpg
Da kann man als Nutztierhalter nur hoffen dass dann auch Taten folgen und besondere Gesetze, auf diese radikalen Tierschützer zugeschnitten, im Parlament verabschiedet werden.
MfG Sturmi









Felix05 antwortet um 16-09-2010 17:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
Sturmi,

eine Frage:
Hast du ganz persönlich schon mal Probleme mit Tierschützern gehabt oder fährst du nur Trittbrett?
Dieses Thema scheint dir ganz schwer im Magen zu liegen...
Der Solley ist ja ganz ein Harter; vergleicht Tierschützer mit Terroristen.

Gruß, Lutz!


muk antwortet um 16-09-2010 21:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
Ja Ja ÖVP und schüssel wiedmeten sich diesen terroristen und erziehlten bei der wahl platz 1. ( bundestierschutzgesetz) gott sei dank nur eínmal platz 1 , den das war schaden genug.


helmar antwortet um 16-09-2010 21:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
Hurrah...juchei....a Freudenschrei...unsern Mukl ham ma wieder!
Mfg, Helga


Else antwortet um 17-09-2010 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz

Jössas, mein "Lieblingsthema" wird von einem "Trittbrettfahrer" behandelt :-)

Das wäre genau das richtige Thema für den Gnadenhofbetreiber, Vet. und Rechtsgelehrten namens "AnimalFarmHipples"

Zum selbsternannten Berater S. kann sich ein jeder Informationen beschaffen.
Ich tu Euch dazu jetzt amal nix hereinkopieren, gell?
Sonst werds ma wieder alle fuchtig ...




sturmi antwortet um 17-09-2010 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
"Hast du ganz persönlich schon mal Probleme mit Tierschützern gehabt..."

Hallo Lutz!
Zu deiner Frage, Nein habe ich nicht jedoch kenne ich Kollegen persönlich die betroffen waren!
Daher wirst du mir eine gewisse Emotionalität dieser Thematik gegenüber zugestehen, oder?!
Das es in den vergangenen Jahren immer mehr Probleme mit Tierschützern gab wirst du ja hoffentlich nicht bestreiten.
Das der Anti-Mafiaparagraf herhalten musste um kriminellen Tierschützern habhaft zu werden war ja keine ideale Lösung, das bestreitet auch niemand.
Es ist wohl legitim wenn die Behörden und Unternehmen einen anerkannten Sicherheitsexperten zu Rate ziehen. Großbritannien und die USA sind uns da schon einen Schritt voraus und haben die Gesetzgebung soweit verändert um militante Tierschützer aus dem "Verkehr" zu ziehen.
MfG Sturmi





Else antwortet um 17-09-2010 19:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz

Der Busch ist schuld:


"Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt."

Wilhelm Busch 1832-1908


Des is mei Extra !


Else antwortet um 17-09-2010 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz

Ich habe nun doch für Euch gesucht u.a. dieses gefunden:


"Prof. SORENSON: Die meiste Gewalt geht von der Tierindustrie gegen die Tiere aus!
Am 10. September 2010 sprach der kanadische Univ.-Professor in einem überfüllten Hörsaal der Uni Wien

In den USA und in England gibt es eigene Gesetze gegen Tierschutzaktivismus. Ein von der Tierindustrie bezahlter selbsternannter „Experte“ fordert bereits in den österreichischen Medien ähnliche Gesetze. Geht von TierschützerInnen wirklich eine Gefahr aus oder fürchtet die Industrie nur um ihre Profite?

Prof. Sorenson ist Soziologe und hat sich mit diesem Thema professionell auseinandergesetzt. In seinem Vortrag am 10. September vor weit über 100 HörerInnen stellte er sein eindeutiges Ergebnis vor: Die Tierindustrie wurde durch die legitime Kritik seitens der Tierrechtsbewegung so stark unter Druck gesetzt, dass sie ihre Macht und ihr Geld dafür einsetzte, die AktivistInnen in den Augen der Öffentlichkeit und der Politik zu kriminalisieren. So habe die pharmazeutische Industrie in den USA im Jahr 2010 bisher bereits 135 Millionen Dollar und die Agrarindustrie 35 Millionen Dollar nur in das politische Lobbying investiert. Prof. Sorenson zögert auch nicht, die betreffenden Firmen und die von ihnen gekauften PolitikerInnen beim Namen zu nennen.

Tatsächlich, so Prof. Sorenson, habe sich erwiesen, dass Straftaten von Tierschutzseite weit übertrieben werden

Eine Studie von 1993 hat gezeigt, dass von 313 Straftaten zwischen 1977 und 1993 in den USA die große Mehrheit leichter Vandalismus wie z.B. Graffiti betraf. Die zweithäufigste Art von Straftat war die Befreiung von Tieren. Das sei mit dem, was herkömmlich als Terrorismus bezeichnet werde, nicht zu vergleichen. Oft im Gegenteil, so Prof. Sorenson, würde die Befreiung von Tieren aus Massentierhaltungen, Pelzfarmen oder Tierversuchslabors sogar von der Mehrheit der Bevölkerung begrüßt.

In den USA hat die gezielt forcierte Terror-Hysterie solche Ausmaße angenommen, dass 1271 staatliche Organisationen und 1931 private Organisationen mit insgesamt 850.000 MitarbeiterInnen gegründet wurden, die sich mit Anti-Terror Maßnahmen beschäftigen

Allein in der Hauptstadt Washington mussten 33 neue Gebäude geschaffen werden, um diese Bürokratie unterzubringen. Diese Anti-Terror Industrie übertreibt natürlich im eigenen Interesse jede Terrorgefahr und ist sehr leicht dafür zu gewinnen, Personen wie TierschützerInnen als TerroristInnen einzustufen, um ihre Existenz zu rechtfertigen.

In den USA und in England gibt es bereits eigene Gesetze gegen Tierschutzaktivismus, die öffentliche Meinung zum Tier- und Umweltschutz ist sehr negativ. Das ist das Ergebnis von fast 20 Jahren Propaganda durch die Tierindustrie. Prof. Sorenson beendete seinen Vortrag mit einer Warnung vor einer ähnlichen Entwicklung in Österreich und mit dem Aufruf, dass sich die Polizei lieber mit den tatsächlich gewalttätigen Praktiken der Tierindustrie, die durch die Terrorvorwürfe gegen den Tierschutz kaschiert werden, beschäftigen soll."





sturmi antwortet um 17-09-2010 19:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
@else
Wieder mal von deiner Lieblingshomepage kopiert und drunter steht dann:
Jetzt spenden: Unterstützen Sie den VGT!
MfG Sturmi


helmar antwortet um 17-09-2010 19:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
Liebe Else........wir beide haben ja auch noch in unserer Jugend das Sauabstechen am Hof miterlebt........und was man da für "normal" angesehen hat. Und wenn ich an manche Tierverladungen, oft genug Bauer und Fleischer in einem Zustand, der ihnen auf der Stelle den Führerschein gekostet hätte, in Fahrzeugen, mit Hendltreppe und uneingestreut, da schauts heute schon um einiges besser aus. Denn Blutergüsse von Schlägen auf den besten Teilen, die lässt heute niemand mehr von den Abnehmern durchgehen.
Mfg, Helga


Else antwortet um 17-09-2010 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz

geschätzter surmi,

ich habe viele Lieblingshompädschn. Und tu viel spenden.
Den Zwei-, drei- vier- und mehr Pfoten. Dem Tierheim, dem Gnadenhof, JA!Natürlich und auch dem VgT!
Das ist schon ein Grund, als Terrorist angeklagt zu werden!
Die VgT HP ruf ich gar nicht mehr auf, weil Du mich vermutlich überwachen läßt :-))))

Ich lebe deshalb in Angst und Schrecken, weil ich mich fürchten tu, abgeholt zu werden - von de Schweine-SOKO.

Angstvoll und ergebendst grüßend, else

Ach ja, der Caritas und dem Roten Kreuz habe ich auch gespendet.




Else antwortet um 17-09-2010 20:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz

Aber Helga,

Du weißt schon, daß es um den Transport alleine nicht geht.

Unsere zwei Schweindal haben einen nicht zu knappen Saustall gehabt mit Einstreu und regelmäßig Auslauf.

Nur der Saustecher war a Bauer und Alkoholiker ...


sturmi antwortet um 17-09-2010 22:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
"Nur der Saustecher war a Bauer und Alkoholiker ..."
@else
Armes Psycherl....
MfG Sturmi


afairerpreis antwortet um 18-09-2010 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
Für was wäre das notwendig, wer kein Tier quält braucht auch vor keinen Tierschützer angst haben. Außerdem gibt es für Eier von freilaufenden Hühnern mehr Geld und mehr Betriebe können davon leben!


biolix antwortet um 18-09-2010 08:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
Gm !

danke a fairer Preis, und so ist es...

Und drum sollte man froh sein das nicht militante Gruppen das wie unten angeführt ansprechen und fordern, das ist nur zum wohle der BäuerInnen !

lg biolix

15.09.2010
Tierschutzindikatoren gefordert

Netzwerk will Intensivmast von Hühnern und Puten stoppenBonn - Das "Netzwerk Bauernhöfe statt Agrarfabriken" fordert ein Ende der "Intensivmast von Hühnern und Puten". Der bundesweite Zusammenschluss von 120 Bürgerinitiativen und Verbänden sieht sich dabei durch die EFSA bestätigt.


"Die Forderung der EFSA nach Entwicklung von Tierschutzindikatoren und deren systematischer Überprüfung unterstützen wir", erklärte Netzwerk-Sprecher Eckehard Niemann in einer Pressemitteilung. Er forderte die EU und die national verantwortliche Politik zu einer unverzüglichen Überarbeitung der Vorschriften zur Nutztierhaltung auf.

Der massive Widerstand gegen Agrarfabriken und die Lobby der Agrarindustrie werde sich fortsetzen, bekräftigte Niemann. Damit werde man für baldige politische Veränderungen im Tierschutz-, Umwelt- und Baurecht und in der Agrarpolitik sorgen. Davon könnten nicht nur Verbraucher und Umwelt profitieren, sondern auch die Landwirte selbst über höhere Einkommen.

Zu schnelles Wachstum sorgt für Tierschutzprobleme

Niemann bezog sich auf eine Serie von EFSA-Veröffentlichungen über den Einfluss der genetischen Auswahl beziehungsweise der Haltungsformen auf das Wohlbefinden von Broilern und deren Zuchttieren. Darin kommt die Behörde zum Schluss, dass ein zu schnelles Wachstum von Masthühnern für Tierschutzprobleme sorgt.

Netzwerk "Bauernhöfe statt Agrarfabriken"

Dem "Netzwerk Bauernhöfe statt Agrarfabriken" gehören unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die Tierschutzorganisation PROVIEH, der Deutsche Tierschutzbund, der Evangelische Entwicklungsdienst sowie Stiftungen und kirchliche Gruppen an. (AgE)



helmar antwortet um 18-09-2010 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
Lieber Biolix......diese Platte läuft schon lange.....und gar nicht so wenige ältere, aber auch jüngere Bauern sagen, wenn es mit den Vorschriften in der Tierhaltungen so weitergeht könnens.............und sagen wir mal, 10 000 Hühner auf 2 ha Freiland, ist das denn keine "Massentierhaltung"? Auch wenn sie sich bio nennt.
Mfg, Helga


biolix antwortet um 18-09-2010 09:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
hallo !

also helmar, wennst glaubst das diese MAssentierrhalter genauso streng kontrolliert werden wie die kleinen Bäuerinnen, na dann glaubs mal weiter..

Und was verbreitest schon wieder für einen SChmarren über Biohühner ????

Also Auslauf Hühner Mast 4 m2 pro huhn, und bei Legehennen 8m2 und bei Bio Austria sogar 10m2...

Also erspar mir deine Unwahrheiten !

lg biolix


Else antwortet um 18-09-2010 16:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
>>>"Nur der Saustecher war a Bauer und Alkoholiker ..." @else Armes Psycherl.... MfG Sturmi


Else antwortet um 18-09-2010 16:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
Fortsetzung:
Ja, Du hast recht, dem Saustecher und Bauern sein Sohn ist auch Scheinebauer und tatsächlich ein armes Psycherl geworden.
Naja, der Alkohol und die mangelnde Treffsicherheit ...

Und das Schweingeschrei und die giftigen Gase täglich haben bestimmt auch dazu beigetragen, daß da Bua so woarn is. Traurig.



mfj antwortet um 18-09-2010 16:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz

Der Terrorist als Gesetzgeber.

...der gute Prantl hat´s zwar nicht als erstes entdeckt, aber für Österreich publik gemacht.

Wie man mit der Angst, Nöte- und Panikmache Gesetze macht....oder durchbringt.


http://www.droemer-knaur.de/sixcms/media.php/201/LP_Der_Terrorist.pdf




Else antwortet um 18-09-2010 16:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
http://www.orf.at/stories/2015116/2015115/

„Politik mit der Angst des Bürgers“
Die österreichischen Rechtsanwälte warnen vor dem schleichenden Verlust der rechtsstaatlichen Kriterien durch politische Unbedachtheit. „Es besteht die Gefahr, dass der Rechtsstaat beschädigt und in manchen Bereichen sogar ausgehöhlt wird.“ Mit diesen Worten hat der Präsident des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages, Gerhard Benn-Ibler, den diesjährigen Anwaltstag in Salzburg eröffnet.
Vor 250 Vertretern aus Justiz, Politik und Wirtschaft warnte Benn-Ibler vor einer drohenden Rückentwicklung des Rechtsstaats. Als unübersehbaren Angriff auf den Rechtsstaat bezeichnete er etwa die immer stärker werdenden Tendenzen, persönliche Freiheiten gegen eine nur scheinbare Sicherheit zu tauschen. Nach jedem Anlassfall werde immer tiefer in Grundrechte eingegriffen, um immer neue Überwachungsmaßnahmen durchzusetzen - nach dem Motto: „Wer nichts zu verbergen hat, braucht keine Angst zu haben.“ „Wir wollen keinen durchsichtigen Staatsbürger“, sagte der ÖRAK-Präsident. Hier werde mit der Angst des Bürgers Politik gemacht.
Gesetzeslandschaft „unübersichtlich“
Generell sei zudem eine Verstrafrechtlichung immer weiterer Lebensbereiche zu beobachten, so Benn-Ibler. „Zwischen erlaubtem und strafbarem Handeln gibt es einen Bereich, in dem ein solches Handeln zwar sittlich verwerflich, aber noch nicht strafbar ist“, so Benn-Ibler. Dieser Bereich werde immer schmäler. Die Folge: Der Bürger könne nicht mehr klar erkennen, wo die Grenze zur Strafbarkeit verläuft. Dadurch verliere das Gesetz seine Wirkung. „Was man nicht mehr beachten kann, davor verliert man die Achtung“, so Benn-Ibler.
Die für die Bürger immer unübersichtlichere Gesetzeslandschaft verursache ein Gefühl der Unsicherheit. „Wir wollen daher klare, scharf abgegrenzte Straftatbestände, die das strafbar Verbotene eindeutig erkennen lassen“, sagte Benn-Ibler. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Kritik der Rechtsanwälte am geplanten Terrorismuspräventionsgesetz.
Bereits im Vorfeld des Anwaltstages kritisierte Benn-Ibler im Gespräch mit der APA das geplante Gesetz. Durch dieses könne es zu einer Einschränkung der Meinungsfreiheit kommen. Die Tatbestände im entsprechenden Entwurf seien nicht exakt genug definiert, es gebe „keine klare Grenzlinie, was erlaubt und was verboten ist“. Wenn etwas einmal Gesetz werde, habe man nicht mehr im Griff, bei welchen Sachverhalten es angewendet wird. Damit ziele er auch auf den umstrittenen „Mafia-Paragrafen“ 278a StGB, der im Tierschützerprozess angewandt wurde, ab, bestätigte Benn-Ibler auf Nachfrage.
„Tausende Euro Kopierkosten“
Auch die finanzielle Enge, in der sich die heimische Justiz seit geraumer Zeit befinde, schade dem Standort Österreich sowie der Rechtsstaatlichkeit. „Eine funktionierende Justiz bedarf entsprechender Ressourcen“, so Benn-Ibler. Die Justiz sei seit einigen Jahren über ihre Grenzen hinaus belastet, weitere budgetäre Maßnahmen seien daher unumgänglich.
„Bei der Justiz darf es kein Kaputtsparen geben“, so der ÖRAK-Präsident in Hinblick auf die bevorstehende Sanierung des Staatshaushaltes. Eine Budgetsanierung auf Kosten des Rechtsstaates sei strikt abzulehnen. Schließlich sei die Justiz bereits jetzt selbsttragend, sieht man vom Bereich des Strafvollzugs ab.
Es sei aber ebenso abzulehnen, wenn dem Bürger durch drastische Gebührenerhöhungen, wie etwa für Aktenkopien, immer größere Hürden in den Weg zu seinem Recht gestellt würden. „Wenn für umfangreiche, aber nicht ungewöhnliche Aktenumfänge plötzlich mehrere tausend Euro Kopierkosten anfallen, trägt auch das zur Einschränkung des Rechtsstaates bei“, so Benn-Ibler. Für viele Menschen in diesem Land seien diese Hürden nur mehr schwer zu überwinden.

Link: Österreichischer Rechtsanwaltskammertag (ÖRAK)



Else antwortet um 18-09-2010 16:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1053114

Tierschutzprozess: Der erste Verhandlungstag nach der Sommerpause: Ja derfen’s denn des?
14.9.2010

Gedanken zum Herbstbeginn- eine Ansichtssache von Dr. Gernot Neuwirth - Teil 2

Pünktlich am 1. September geht der Prozess gegen die Tierschützer-Sündenböcke, die so gut wie ohne Beweise wegen Gründung einer imaginären „kriminellen Organisation“ angeklagt sind, weiter.


Wieder müssen die 13 dreimal pro Woche von Wien (und auch von Tirol) nach Wiener Neustadt fahren, samt ihren Rechtsanwälten. In der Mittagspause müssen sie, um nicht zu verhungern, um ihr Leben rennen, um die zu jedem Termin herangekarrten 30 Polizeischüler am Weg zur Kantine zu überholen und sich nicht hinter ihnen anstellen zu müssen.

Wieder hält es Ihr Berichterstatter nur einen halben Tag lang aus, denn wieder versteht es die Richterin, durch Abblocken vieler Wortmeldungen von Verteidigung und Angeklagten eine Atmosphäre zu schaffen, in der das Skurrile vom Beklemmenden überschattet wird.

Da diese verbotenen Fragen dann wohl auch nicht im offiziellen Protokoll aufscheinen werden, ist es umso wichtiger, dass ein unabhängiges Protokoll über jeden Prozesstag geführt wird. Das lässt sich z.B. unter „Tierschutzprozess 41“ googeln (41 ist die Zahl des gewünschten Prozesstages). Dieser Bericht umfasst schon viele hundert Seiten, gibt aber jedes Mal auch eine Kurzfassung für eilige Leser.

DDr. Balluch erzählt Ihrem Berichterstatter übrigens, dass die Richterin sogar jene Fragen und Antworten, die sie zulässt, hinterher nochmals redigiert: In den wenigen Protokollen, die fertig sind, findet sich z.B. zwar ihre Rüge, weil er nach der Mittagspause seinen halbvollen Teller in die Verhandlung mitgebracht hat, aber seine komplette Antwort – eben die Sache mit den hungrigen Polizeischülern - fehlt.
Ja derfen’s denn des?
Dem Laien kommt das ja fast wie Dokumentenfälschung vor. Ist es aber nicht. Eine Richterin darf das offenbar wirklich. Aber auch die Angeklagten dürfen manches, was einen naiven, biederen Bürger wie den Berichterstatter zunächst überrascht. Einer hat am letzten Verhandlungstag vor der Pause gefehlt, war im Spital. Wird er eine Bestätigung bringen? Er schüttelt nur wortlos den Kopf. Und eine Angeklagte wird gefragt, ob sie sich in einer vorgespielten Fernsehaufzeichnung einer Nerzbefreiung hinter einer Tiermaske wiedererkennt. Wird sie ja oder nein sagen? Sie sagt nichts.

Auch das darf sie.

Aber das wird an der Einstellung „des Gerichts“ (auch Einzelrichter/innen bezeichnen sich als „das Gericht“) wohl auch nicht mehr viel ändern. Eine Täterschaft bei der Nerzbefreiung ist zwar nicht bewiesen und anscheinend auch (noch) gar nicht angeklagt, aber das Video und die anschließende Einvernahme eines Experten für Tierstress haben sehr wohl einen Sinn, und der beleuchtet deutlich einen weiteren perversen Aspekt dieses Prozesses: Dem Beobachter scheint es nämlich, als ob die Richterin dem Staatsanwalt in den Mund legen möchte, auch hier wie schon früher bei einer Schweinebefreiung „Tierquälerei“ anzuklagen. Das haben sie sich offenbar von der kanadischen Justiz abgekupfert, die die Robbenschützer seit Jahren wegen Tierquälerei verfolgt, wenn sie die kleinen Seehunde mit ungiftiger Farbe besprühen und sie damit vor den Knüppeln der Robbenjäger bewahren.
Kollege
Das ärgerliche Trauerspiel wird nur selten durch Skurrilitäten aufgehellt, etwa wenn der - übrigens keineswegs hundertpozentig unsympathische – Experte über einen geschädigten Nerzfarmer als „Kollege“ spricht. „Kollege?“ fragt ein befremdeter Balluch. Ja, meint der Sachverständige, er spreche über andere Menschen meist als Kollegen (und das ist bei Uni-Professoren tatsächlich oft so). „Sind wir auch Kollegen?“ fragen gleich ein paar Angeklagte. Warum nicht, meint der Sachverständige. Also spricht ihn Balluch gleich als Herr Kollege an - was ihm die Richterin sofort verbietet. Aber der Herr Kollege sagt, dass er nichts dagegen hat, und daher bleibt es trotz des Richterinnenspruchs bei dieser Anrede. Jedoch bekommt der Herr Kollege nun Benimmunterricht von der Richterin. Denn als er einem Angeklagten eine Frage beantworten muss, dreht er ihm das Gesicht zu. Das aber darf er ihrer Meinung nach nicht. „Schauen Sie MICH an, wenn Sie antworten, Herr Sachverständiger!“ richtet sie ihm die Wadln nach vorne.
In Zeiten wie diesen
Es ist und bleibt ein Trauerspiel: In Zeiten, wo wir demnächst alle gewaltig zur Kassa gebeten werden, wirft die Justiz mit Millionen um sich. Kann wohl schon lange nicht mehr anders, weil sie in dem Augenblick, wo sie zurückrudern würde, auch von den weniger kritischen Medien wegen fahrlässiger Verschwendung von Steuergeld attackiert würde. Will mit einem sich selbst erfüllenden Paragraphen die Existenz einer düsteren Geheimorganisation beweisen, treibt sich selbst immer mehr in die nächste Instanz. Vielleicht bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der ja dann hoffentlich ein Machtwort spricht, wenn die Beweislage so dünn bleibt, wie sie nach vielen Jahren Observation und fünf Monaten Prozess immer noch ist.
Stacheldraht
Aus Protest gegen den Prozess und gegen den § 278a und gegen die Versuche einflussreicher Kreise, diesen Gummiparagraphen noch zu verschärfen und damit weiterem Missbrauch Tür und Tor zu öffnen haben am Tag vor der Prozess-Fortsetzung fünf angeklagte Tierschützer, mit Stacheldraht gefesselt, vor dem Parlament demonstriert.
Petition zum § 278a
Unterstützer wie Amnesty International, Global 2000, Vier Pfoten, Reporter ohne Grenzen, Attac, Greenpeace, SOS Mitmensch, SOS Regenwald usw. bürgen dafür, dass hier nicht die parlamentarische Demokratie ausgehebelt, sondern im Gegenteil ein letztes Mindestmaß an Rechtsstaat und demokratischer Kultur gerettet werden soll. Bitte teilnehmen!

www.demokratie-retten.at



Else antwortet um 26-09-2010 12:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Militanter Tierschutz: Österreich braucht eigenes Gesetz
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/J/J_06378/fnameorig_195525.html

6378/J XXIV. GP
Eingelangt am 17.09.2010
Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich.

ANFRAGE
der Abgeordneten Brunner, Freundinnen und Freunde an die Bundesministerin für Inneres betreffend Kriminalisierung von politischem Aktivismus – Beratung von „Terror-Experten“

In der Ausgabe von „News“ Nr. 36 vom 9. September steht unter dem Titel „Wie gefährlich sind Tierschützer?“ zu lesen: „ Steve Solley ist ein international gefragter Analyst und Sicherheitsberater im Bereich Terrorismus mit dem Schwerpunkt Umwelt- und Tierschutzextremismus. Seit sieben Jahren berät der frühere Beamte einer Spezialeinheit der britischen Polizei europäische und amerikanische Strafverfolgungsbehörden und Regierungsstellen sowie international tätige Unternehmen im Umgang mit militanten Tierschutzaktivisten.“ Auf die Frage: „Beraten Sie auch Kunden in Österreich?“ antwortet Solley: „Ja, ich bin seit sechs Jahren auch in Österreich tätig und bin in regem Kontakt mit Behörden und Unternehmen. ….“. Solley empfiehlt: „Österreich braucht eigene Gesetze gegen diese Extremisten“. News: „Unsere Justiz bekämpft derartige Gruppen als ‚organisierte Kriminalität‘, also mit dem Anti-Mafia-Paragrafen, was absurd scheint. Bei großen Bankskandalen wird der Anti-Mafia-Paragraf nicht angewandt, gegen ein paar Tierschützer allerdings schon.“ Solley: „In Großbritannien und den USA haben wir Mitte der 90er-Jahre damit begonnen, eine eigene Sondergesetzgebung für dieses Problem einzuführen. Ich arbeite daher in vielen Ländern auf das Ziel einer besonderen Gesetzgebung hin, die auf diese Art von Verbrechen zugeschnitten ist.“ Schließlich empfiehlt Solley „betroffenen“ Unternehmen: „Auf keinen Fall sollte versucht werden, mit den Tätern zu verhandeln. Die Polizei muss schon beim ersten Anzeichen einer Kampagne eingeschaltet werden.“
Offensichtlich operieren im Hintergrund „Berater“, die von der Politik und Unternehmen dafür bezahlt werden, Strategien zu entwickeln, unliebsamen Protest oder nicht genehme Kampagnen der Zivilgesellschaft zu verhindern und als „Verbrechen“ darzustellen, damit die Macht- und Profitinteressen ungehindert ausgeübt werden können. Anstatt den Fokus auf die Ermittlungen bei den Banken- und Korruptionsskandalen zu legen, wird offensichtlich alles unternommen, AktivistInnen der Tierschutz- und Umweltszene einzuschüchtern, sie strafrechtlich zu verfolgen, finanziell zu ruinieren und damit mundtot zu machen.
Mit dem § 278a StGB wurde bereits die Möglichkeit geschaffen, die Arbeit von kritischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) massiv zu unterdrücken und diesen „Mafiaparagrafen“ missbräuchlich immer häufiger gegen die Zivilgesellschaft einzusetzen. Dabei reicht für den Ermittlungsauftrag die bloße Unterstellung der Bildung einer kriminellen Organisation bereits aus, um das gesamte Arsenal an Überwachungsmethoden zum Einsatz zu bringen.

Diese massiven Überwachungs- und Androhungsmethoden verhindern jede Aktion oder Kampagne – sei es im Bereich Tier- oder Umweltschutz. Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgende
ANFRAGE:

1. Berät Herr Solley auch das Innenministerium? Wenn ja,
a. Wie lautet der genaue Auftrag?
b. Welche Dienststelle hat wann den Beratungsauftrag erteilt?
c. Wie wurde der ursprüngliche Kontakt hergestellt?
d. Auf welcher Rechtsgrundlage erfolgte die Beratungstätigkeit?
e. Wurden dem Berater dabei Informationen, die dem Amtsgeheimnis unterliegen, zugänglich gemacht? Falls ja: auf welcher Rechtsgrundlage?
f. Wie lauten die bisherigen Ergebnisse der Beratungstätigkeit?
g. Wie viele Mittel wurden für den Beratungsauftrag bisher aufgewendet?
h. Wie viele werden bis Auftragsende zur Verfügung gestellt werden?

2. Berät Herr Solley auch österreichische Strafverfolgungsbehörden?
a. Wie lautet der genaue Auftrag?
b. Wie viele Mittel wurden für den Beratungsauftrag bisher aufgewendet?
c. Wie viele werden bis Auftragsende zur Verfügung gestellt werden?

3. Berät Herr Solley Ihres Wissens auch Unternehmen (z.B. der Bekleidungs-, Pharma- oder Tierhaltungsindustrie etc.) und wenn ja, welche?
4. Berät Herr Solley Ihres Wissens auch die Firma Kleiderbauer?
5. Welche fachlichen Kompetenzen hat Herr Solley (Studienrichtung, abgeschlossenes Studium etc.)?
6. War es der Rat von Herrn Solley, den § 278a StGB auf die Tierschutzszene in Österreich anzuwenden?
7. Arbeiten Sie auf Rat des genannten Experten auf eine besondere Gesetzgebung hin, die auf das „Verbrechen“ ziviler Ungehorsam zugeschnitten ist?
8. Wie hoch belaufen sich die Kosten für den Ermittlungsaufwand für den Tierschutzprozess bis jetzt?




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