Team Österreich Tafel

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Hirschfarm 17-03-2010 22:05 - E-Mail an User
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So heisst eine neue Aktion von Hitradio Ö3 und Rotem Kreuz. Aufgabe ist es für hilfsbedürftige Menschen Lebensmittel einzusammeln die sonst weggeworfen würden. Was ich dabei nicht verstehe ist wie es möglich ist das es in einem Land wie Österreich,wo man 700€ Mindestsicherung bekommt und gleichzeitig locker mit 3€/Tag für Lebensmittel auskommen kann, solcher Aktionen bedarf.
Oder anders gesagt alles darf was kosten nur es fressn soi umsunst sei.


teilchen antwortet um 17-03-2010 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nun ja, wenn Du in der Stadt wohnst, und eine Miete von 500,- EUR zahlst, das ist eh schon Untergrenze, dann noch Strom und Gas, dann bleiben Dir vermutlich noch 50,- EUR zum Leben...
Menschen die Eigentum oder Vermögen haben, müssen zuerst die Substanz aufbrauchen, bevor sie Anspruch auf Mindestsicherung haben. Die Wohnung gehört dann schnell dem Amt, so iss a wieda net.

Zitat aus der Aussendung der Caritas:
„Die von Statistik Austria im Jahr 2008 durchgeführte EU-SILC Erhebung ergab, dass in Österreich rund eine Million Menschen armutsgefährdet sind. Die Hälfte davon kann sich einen absolut notwendigen Mindeststandard nicht leisten, wie z.B. Heizen, neue Kleidung, Nahrungsmittel, Arztbesuche, Freunde einzuladen, regelmäßige Zahlungen oder unerwartete Ausgaben. Die Ergebnisse zeigen, dass jemand, der einmal in dieser Armutsfalle gefangen ist, nur mehr schwer wieder herauskommt.“ so Mag. Matthias Till von der Statistik Austria.




Hirschfarm antwortet um 17-03-2010 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Genau das ist der Punkt auf den ich hinauswill. Die Miete mit 500€ wird nicht infragegestellt und ist unantastbar. Aber 100€ im Monat fürs Essen sind zu teuer. Meiner Meinung nach passt das irgendwie nicht zusammen.



teilchen antwortet um 17-03-2010 22:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Hirschfarm

Das ist nicht ganz richtig, das teure Wohnen wird nicht ganz widerspruchslos hingenommen. Es gibt bereits Bewegungen, die Wohnen als Grundrecht fordern, also dass Wohnen nichts kosten soll. Das sind Forderungen aus dem kommunistischen Eck.

Dennoch, Wohnen ist ein anderer Markt, der zum Großteil dem freien Spiel von Angebot und Nachfrage unterworfen ist.
Ein Teil des Wohnungsmarktes ist reguliert, wie Gemeindewohnungen und geförderte Wohnungen, die unter bestimmten Voraussetzungen günstiger zu haben sind als die Wohnungen auf dem freien Markt.
Fakt ist, dass Wohnraum Mangelware ist, und daher ein begehrtes Gut. Immobilienunternehmer sind nur so viele tätig, wie der Markt verträgt.

Lebensmittel hingegen werden im Überfluss produziert und werden auf einen mehr als gesättigten Markt geworfen. Neue Absatzmärkte sind schwer zu erschließen. Wer z.B. einen Markt wie China bedienen will, muss in so großen Mengen liefern, dass das ein kleines Land wie Österreich gar nicht produzieren kann.

Die Betriebe in Österreich produzieren viel mehr, als verbraucht wird. Es leben viel mehr Betriebe von der Lebensmittelproduktion, als auf einem freien Markt Platz hätten.
Das die Lebensmittelversorgung gesichert ist, ist gut und wichtig, und wird auch mit öffentlichem Geld entsprechend abgegolten.
Der Wert von Lebensmitteln kann dadurch aber nicht steigen.

Eins ist aber auch klar:
Österreichs Bauern gehören vielleicht nicht zu den Reichsten, mit Sicherheit aber auch nicht zu den Ärmsten in der Bevölkerung.
Zum Reich werden muss man sich andere Branchen suchen.




50plus antwortet um 18-03-2010 08:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Hirschfarm

Ich gebe dir 100%ig recht, Übrigens auch beim Aussiedeln mit Mastställen im anderen Thread - ich mußte nur den "hinterlistigen" Spaß los werden - man hat ja eh sonst nix zu lachen ;-))))
Ja, 700 € gehen sich wirklich schwer aus - wenn man 3 Hunde u. 2 Katzen mitverpflegen muß, oder das eigene Pferd schon 400 € im Monat kostet. Zigaretten darfst nicht vergessen....

Mein Beitrag mag wieder vielen nicht gefallen - ist aber leider nicht aus der Luft gegriffen.....


lg
50plus


Christoph38 antwortet um 18-03-2010 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Habe zuerst gedacht du meinst die Projekt Österreich Tafel (Die Zeit. Das Ziel. Die Chance.) von der staatstragenden Rede unseres Vizekanzlers im ca. Sept/Okt. 2009. ;-)

Was die Armutsbekämpfung betrifft bin ich jedenfalls dafür, dass neben staatlicher Absicherung auch freiwillige Initiativen erfolgen.
So gesehen halte ich die Lebensmittelsammlung oder auch die Sozialmärkte für gute Einrichtungen. Wo der Staat mit Geld hilft, tritt daneben die Hilfe in anderer Form.

Die Mindestsicherung von € 700,- kann wohl keine Rechtfertigung bieten, dafür einzutreten es dürfte keine privat organisierte Lebensmittelsammlung geben.

Was das teuere Wohnen betrifft, bin ich der Meinung, dass es durchaus angebracht ist, dass die Mindestgesicherten nicht unbedingt in den teuersten Städten wohnen müssen, sondern auch überlegen sollten, ob nicht der Umzug aufs Land oder gar in ein Wegzugsgebiet sie finanziell deutlich entlasten könnte.





helmar antwortet um 18-03-2010 09:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Christoph.......da kann ich dir zustimmen. Besonders weil sehr viele Lebensmittel in Originalverpackung und vor der Ablaufzeit im Müll landen. Ja, liebes Teilchen, auch aufs Wohnen hat man ein Recht, aber nur zu fordern passt halt auch nicht wirklich. In meiner Gemeinde hat es immer billige Wohnungen gegeben, aber die wollte niemand so recht.....bis dann Pensionisten eingezogen sind. Und es sind keine Substandardwohnungen, sie sind halt nicht in Neubauten.
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


iderfdes antwortet um 18-03-2010 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also meine kleinere Hälfte ist im Rahmen dieser Aktion auch beim Verteilen tätig und nach ihren Aussagen kann da eigentlich jeder kommen und sich etwas abholen. Ohne Nachweis, wie das etwa in Sozialmärkten üblich ist.


Stonebear antwortet um 19-03-2010 14:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dem Bedürftigen sagt man "Tischlein deck dich".
Dem Bauern sagt man "Esel streck dich".

mfg


Haa-Pee antwortet um 19-03-2010 21:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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möchte dazu anmerken dass wir schon seit 2 jahrzehnten in der immobilienbranche investiert sind.
vermieten auch für motorboote und campingwagen in unserer halle.
stall haben wir einen sehr alten, dafür aber mehrere mietobjekte in der nahen stadt.

aber so einfach ist das auch wieder nicht mit dem wohnungsmarkt geld zu verdienen wie es sich anhört!

es ist leider ein gesellschaftliches phänomen geworden dass essen absolut nichts oder wenig zu kosten hat!
alles andere von stundenlangen handygeprächen urlauben auf ibiza und dgl jegliche summen keine rolle spielen!



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