18-02-2010 12:15  sturmi
Lohndumping in deutschen Schlachtbetrieben
Die Lohnkosten in deutschen Schlacht- und Zerlegebetrieben sind etwa halb so hoch sind wie in Österreich. Daher könne der österreichischen Fleischindustrie und dem Handel in Deutschland geschlachtetes und zerlegtes Fleisch "zu rui­nösen Preisen" angeboten werden.
Das österreichische Arbeitsrecht erlaube eine Beschäftigung nur mit Mindestentlohnung auf Basis des Kollektivvertrags. Dies verursache Lohnvollkosten von zirka 18 bis 20 Euro je Stunde. In Deutschland dagegen müsse eine Mitarbeiterstunde am Zerlegeband zu Vollkosten mit rund zehn Euro kalkuliert werden. Das ist nur möglich weil es in Deutschland keine Mindestlohnregelung gibt und weil dort das sogenannte Entsenderecht von Arbeitnehmern aus den neuen EU-Staaten in Osteuropa anders ausgelegt wird als in Österreich
Die österreichische Zerlegebranche beziffert den Wettbewerbsvorteil der deutschen Konkurrenz mit zirka sieben Cent je kg. Mindestens die Hälfte davon müsse durch geringere Auszahlungspreise an die Bauern kompensiert werden. Demzufolge beläuft sich der jährliche Schaden für österreichische Schweinehalter auf geschätzte 15 Mio. Euro, hat VLV-Geschäftsführer Schlederer errechnet. (Bauernzeitung)
http://www.bauernzeitung.at/netautor/napro4/appl/na_professional/parse.php?id=2500,69275,,
MfG Sturmi

  18-02-2010 14:27  Johannfranz
Lohndumping in deutschen Schlachtbetrieben
Vor einiger Zeit wurde in einem Kimi aus der Serie "Tatort" dieses Problem spielerisch abgehandelt,wobei die dubiosen Machenschaften in diesem Bereich (denkbar sehr wirklichkeitsnah) wiedergegeben wurden.Natürlich wurden hierbei diese Misstände dank der professionellen Ermittlungsarbeit des Komissars in eineinhalb Stunden aufgeklärt und die Drahtzieher des Mordes in diesem Zusammenhang überführt.


  18-02-2010 14:44  Christoph38
Lohndumping in deutschen Schlachtbetrieben
So gesehen ist es nur logisch dass wir den Deutschen ihr Lohndumping mit gleicher Münze heimzahlen bzw. noch was drauflegen.
Wo die Deutschen mit gering bezahlten Ausländern im Schlachtbetrieb dumpen, halten wir mit unbezahlten Familienarbeitskräften am Bauernhof dagegen.

Da können lange Dumping betreiben, so schnell geht uns die Luft nicht aus, weil das Geld bei uns aus Nebenerwerb, Gästerzimmern, Skihütten, Baugrundverkauf etc. kommt. ;-)

Ich meine mich als 1-2 Schweinbetrieb haben sie erledigt, aber die anderen Ösis halten kräftig dagegen.

  18-02-2010 19:16  josef58
Lohndumping in deutschen Schlachtbetrieben
Ich bin kein Schweinemäster aber anscheinend gehen bei uns die Uhren anders ,bei einenSchlachtbetrieb in meinen Wohnort werdenwöchentlich hunderte oder tausende Schweine aus Deutschland oder von noch weiter weg angekarrt . Oft schon am Vortag,Sie müssen dann samt Fahrer die ganze Nacht auf einen Parkplatz vor dem Schlachthof warten.Angeblich werden die Schweine nach der Schlachtung wieder nach Deutschland zurück gebracht. Frage wieso das Ganze wen die Schlachtung in Deutschland billiger ist. Steckt da etwas anderes dahinter???


  26-02-2010 20:48  tristan
Lohndumping in deutschen Schlachtbetrieben
hallo josef
wieso das ganze? ist doch einfach: Die deutschen Schweine kommen zu uns, weil hier besser bezahlt wird.
Österreichisches Schweinefleisch wird nach Deutschland exportiert, weil unsere deutschen Freunde gerne Ö-Qualität essen.
;-)
hde tristan