Wann findet endlich ein umdenken statt?

Antworten: 18
schellniesel 06-02-2010 23:45 - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Klasse statt Masse!

Immer aggressivere Beizungen beim Mais wegen dem Maiswurzelbohrer mehr Auflagen sind die folge teurer zukauf von Soja ,...... um nicht Unnötig Platz im Stall zu verschwenden weil das Schwein statt 6,5 Monate 8 Braucht bis es Schlachtreife erreicht
Doch auf die alternative die Langfristig nur Vorteile hat will sich keiner einlassen: Fruchtfolge! mit angepasster Fütterung.
Bei Rindermast, Milchwirtschaft sieht es ähnlich aus! ohne teures Kraftfutter und intensiver Getreide Einsatzt um Höchstleitungen zu erzielen,.... um den markt zu Überschwemmen!

Fairerweise muss man dazu sagen das auch die Regierung hier beisteuern müsste um die Heimische Landwirtschaft diesen schritt leichter zu machen! Sie vor dem Markt im Ausland schützen! Der Verbraucher kann es nicht!! den je Günstiger desto besser!
Denn ich glaube noch das Landwirte Hierzulande diesen Weg eigentlich nicht gehen wollen! Doch sie Müssen es!

Mfg schellniesel
Den


antach antwortet um 07-02-2010 06:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Hallo
Es gibt nur zwei Lösungen man macht es über ein Gesetz oder man macht es über den preis also für solle Lebensmittel so einen niedrigen Preis bezahlen das man zum umdenken gezwungen wird.


Thuban antwortet um 07-02-2010 09:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Ein Umdenken findet erst statt, wenns richtig weh tut, wenn man gar nicht mehr anders kann.
Wenn die Weltwirtschaft anzieht, der Ölpreis nach oben schnellt und lw Flächen zur Energieerzeugung hergenommen werden.
Dann werden Lebensmittel teurer, aber auch lw. Betriebsmittel. Ob für den Bauern mehr überbleibt, ist also fraglich. Es muss sich wohl jeder Landwirt überlegen, wie er seine Produkte besser vermarktet oder anderes Einkommen erwirtschaftet. Nur Masse zu produzieren und zu schlechten Preisen abzuliefern - das wird sich nur für die allergrösseren Betriebe ausgehen.




Fallkerbe antwortet um 07-02-2010 09:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Hallo,

Wie würde wohl eine Volksabstimmung ausgehen, die den freien Wahrenverkehr innerhalb der EU verbieten oder zumindest mit Strafzöllen belegen möchte?


mfg



sisu antwortet um 07-02-2010 09:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Hallo!
Man kann nicht auf der einenSeite billig Kunstdünger, Saatgut und Brennholz in Oststaaten kaufen, und auf der anderen Seite vom Endverbraucher verlangen er soll nur Produkte unserer Landwirte kaufen.


pepbog antwortet um 07-02-2010 11:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Wie würde eine Volksabstimmung ausgehen:
Finanzielle Förderung aller Bauern auf Kosten der Lohnsteuerzahler JA oder NEIN !
Wahlberechtigt sind alle Österreicher ab 16 Jahren.
Wundert es noch jemand wenn es 100% im waagrecht liegendem Seewinkel Bergbauernförderung gibt?
Ist doch alles Antragssache und dessen Befürwortung.


179781 antwortet um 07-02-2010 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Böden wäre ein Hauptfrucht-Leguminosenanteil von rund 20 % nicht nur sinnvoll, sondern sogar notwendig. Aber da gibt es ein Abkommen mit den USA, das den Europäern untersagt, mehr als eine bestimmte Menge Körnerleguminosen anzubauen, praktisch einen Handelschutz für die US Sojahändler. Ausserdem würden dann weniger Düngemittel und Agrarchemikalien gebraucht, das ist auch schlecht für das Geschäft. Zudem wären in Summe weniger Getreide, Fleisch und Milch auf dem Markt, was zu höheren Preisen führen könnte.
Also alles Sachen die den Bauern und ihren Vertretern nicht in den Kram passen.


Gottfried


biolix antwortet um 07-02-2010 13:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Hallo Gottfried !

diese abkommen gibt es meines wissens schon lange nciht, das ist nur eine große Ausrede, damit wir ja nicht ordentliche Fruchtfolgen zsam bringen.. ;-))

lg biolix


Tyrolens antwortet um 07-02-2010 13:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Warum sollten 20% Fruchtfolgeanteil von Leguminosen notwendig sein?

Das klingt schon wieder nach Zwang, quasi wie's beim Biolix ist, der sich auch dazu verpflichten musste, ich glaube 25% Leguminosen in der Fruchtfolge zu haben.
Leguminosen sind keine Wunderpflanzen. Jedenfalls sehe ich kleinen Grund, warum man sie aus Bodenschutzgründen anbauen sollte. Was ich aber sehe ist, dass sich sowohl Soja, also auch Ackerbohnen recht gut vermarkten lassen und Leguminosen freilich auch die Fruchtfolge auflockern können. Letzteres kann aber so ziemlich jede Frucht, die nicht Weizen, Mais oder Raps heißt.


179781 antwortet um 07-02-2010 14:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Hallo Tyrolens
Wenn du ein Bauer wärst, und zwar einer von denen, die die Welt nicht nur vom Traktor aus betrachten, sondern auch einmal eine Schaufel in die Hand nehmen, dann würdest du das leichter verstehen.
Wenn etwas notwendig und sinnvoll ist muß man darin ja nicht gleich einen Zwang sehen. Eine nachhaltige Landwrtschaft setzt halt gewisse Sachen voraus. Das was wir in der Mehrheit heute machen, wird nur von kurzfristgem betriebswirtschaftlichem Denken bestimmt.

Gottfried


Tyrolens antwortet um 07-02-2010 15:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Du hast geschrieben, dass ein Leguminosenanteil von 20% notwendig ist. Notwendig heißt für mich, dass ich etwas machen muss. Wenigstens wenn ich halbwegs sorgfältig arbeite.

Eigentlich sollte dir aufgefallen sein, dass ich ein Freund der Direktsaat bin. So viel zum Thema, ich sähe die Welt nur vom Traktorsitz aus.


179781 antwortet um 07-02-2010 15:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Das mit der Direktsaat ist ja schon ein guter Ansatz. Die Leute die sich damit beschäftigen haben meist einen etwas besseren Draht zu ihrer Arbeit als die Masse.
Jetzt brauchst du nur noch drauf zu kommen, dass ein sehr wichtiger Grundstoff aller Pflanzen, nämlich Stickstoff in rauen Mengen in der Luft vorkommt und dir darüber Gedanken machen, wie sinnvoll das ist, diesen - ohne Zwang, um deine Formulierung zu verwenden - ausschließlich aus industrieller Produktion zuzukaufen.

Gottfried


Tyrolens antwortet um 07-02-2010 16:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
20% Leguminosen bedeutet, dass du jedes fünfte Jahr auf deinem Acker Leguminosen stehen hast. Selbst wenn man optimistisch ist und von einer N-Gesamtbindung von 400 kg/ha ausgeht, sind das schmale 80 kg pro Jahr.
Kurzum Leguminosen haben eine interessante Vorfruchtwirkung uns sind auch dementsprechend die Erträge der Folgefrucht meistens recht gut. Aber die N-Bindung aus der Luft reicht bei weitem nicht aus, um die N-Versorgung aller Folgefrüchte zu decken.


179781 antwortet um 07-02-2010 16:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Was lernt man daraus: Bei der Annahme, dass eine Leguminosenvorfrucht die Nachfrucht noch zur Hälfte mit Stickstoff versorgt, sind bei 20 % Leguminosenanteil in der Fruchtfolge schon einmal 30 % weniger Stickstoffzukauf nötig. Also durchaus gute Nachrichten für die Bauern. Und es stellt sich noch mehr die Frage, die schnellniesel als Thema hatte. Und das alles nur mit dem dürftigen Verständnis der bisherigen konventionellen Landbewirtschaftung. Wenn man da noch die vielen Möglichkeiten, die die Natur zur effizienten Nutzung von Nährstoffen hat mit berücksichtigt, wird es erst richtig interessant.
Aber nachdem selbst Tyrolens in dieser Angelegenheit sich als durchaus lernfähig erweist, glaube ich, dass dieser in nicht allzu ferner Zukunft sich mit biolix ein Wettrennen um die besten Ideen zur nachhaltigen Landwirtschaft liefert.


Tyrolens antwortet um 07-02-2010 18:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Ha ha. Mit Biolix werde ich mich nie messen, weil wir zwei komplett verschiedene Ansätze verfolgen.

Ich kann dir aber sagen und ich glaube, du hast dich nur nicht richtig ausgedrückt, dass Leguminosen ein (!) Baustein in einer erfolgreichen Fruchtfolge sein können.
Mit Bio und Konvi hat das überhaupt nichts zu tun, sonst würden wir hier nicht Unmengen an qualitativ hochwertigen Konvi-Ackerbohnen nach Italien exportieren.
In Sachen N-Effizienz gibt's noch ganz andere Tricks. Man sollte sich vor Augen halten, dass meistens bei der N-Düngung mit einer Effizienz von um die 60 bis 70% zu rechnen ist. Dabei spielt es übrigens keine so große Rolle, ob das N organischer oder anorgansicher Herkunft ist.


biolix antwortet um 07-02-2010 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
da fällt mir nur mehr wieder ein ofe oje ein, leider ....

Wie viel Prozent im Ackerbaugebiet machen Leguminosen aus Tiroler ?
Wahnsinnig viel wir Exportiert, pfauu, auf wieviel ha werden Ackerbohnen gebaut, in % bitte.. ;-)

Mit ihm möchte ich mir auch keinen WEttstreit machen, ich machs lieber selber zu hause, udn mit vielen vielen BäuerInnen die gerne diesen Weg gehen wollen...

Wären wir wenigstens schon bei den 20% Leguminosenanteil, wäre schon viel errericht.. ;-))

lg biolix


179781 antwortet um 07-02-2010 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Ich glaube da werde ich zu Thema Pflanzenernährung noch ein eigenes Thema anfangen. Mir fehlt nur noch die provokante Überschrift. Dann können sich die Biofanatiker, die positven und die negativen, wieder einmal richtig befetzen.
Aber heute mag ich nicht mehr.

Gottfried


schellniesel antwortet um 07-02-2010 19:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wann findet endlich ein umdenken statt?
Ihr seit schon bei Leguminosen!
Ich wäre bei uns schon froh wenn man den Schweinebauern klar machen könnte das sie auch Gerste Füttern können und so die Mais Fruchtfolge wenigstens teilweise brechen könnten.

Der nächste schritt wäre dann wohl auch Soja wenigstens mal selbst versuchen bei den Preisen die man im Einkauf zahlt kann man einen Versuch schon mal Riskieren müssen Ja nicht gleich auf einmal 20ha sein!

Nach Gerste würden sich super Zwischenfrüchte bauen lassen die wiederum dem Boden und auch der Folgefrucht helfen würden.

Aber Hoffnungslos scheint es ja nicht zu sein! einige hier verstehen wenigsten was ich meine und beschimpft bin ich ja auch noch nicht worden:-))
Mfg schellniesel



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