IG-Milch...Zeit zum Neuanfang

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edde 31-01-2010 11:56 - E-Mail an User
IG-Milch...Zeit zum Neuanfang
eigentlich jammerschade um diese sicherlich sinnvolle gemeinschaft-zusammengeschrumpft auf angeblich unter 3000 mitglieder-von über 100000 österreichischen bewirtschaftern von grünland.

so viel gäbs konstruktiv in die agrarpolitik einzubringen-insbesondere im bereich grünlandbewirtschaftung. ig bedeutet ja in erster linie "grünland und milch"--alles hat sich auf den ohnedies nicht wirklich beeinflussbaren milchpreis konzentriert.
GRÜNLAND--das ist dich sooo viel. mutterkuh, damwild, pferdehaltung,auf zehntausenden auch kleinen und kleinsten höfen verteilt.
dort wo kein häcksler mehr die flächen bewirtschften kann, kein doppelschwader einsetzbar ist, kleinstparzellen,dort wo alles unternommen werden müsste schon aus sicht des österreichischen fremedenverkehrs, diese strukturen zu erhalten.
was geschieht : aufzeichnungen wann wo wieviel grasfläche auf welcher parzelle abgeerntet wurde, tagesaktuell, jedes fass jauche, jedes fleckerl kartoffel,die frage aller sanktionen,bürokratische schikanen wohin man schaut.
alleine aus der investitionszurückhaltung vieler kleinbauern entsteht der fremdenverkehrsrepublik ungemeiner volkswirtschaftlicher schaden, ganz zu schweigen von den auswirkungen auf die ländliche entwicklung.ich würd de IG dringend zu einem neuanfang raten-mit leuten mit sympathischer sprache, mit einem mitgliedsbeitrag der nicht weh tut, dadurch erhielte die IG wieder ihre breitenwirkung,mit dem themenschwerpunkt grünland ,mit einer monatlichen zeitschrift welche sich aus firmeninseraten finanziert,insgesamt mit einem sympatischen auftreten welche es auch jedem BB-mitglied vorbehaltlos ermöglicht ergänzend zu ihrer politischen verbundenheit gerne IG-Mitglied zu sein .
themen gäbs für die IG genug , und es ist selten zu spät für einen neuanfang.

mfg



helmar antwortet um 31-01-2010 12:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
IG-Milch...Zeit zum Neuanfang
Aber auch mit neuen Leuten....
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


Haa-Pee antwortet um 31-01-2010 12:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
IG-Milch...Zeit zum Neuanfang
absolut nicht notwendig!

was sich nicht auf längere zeit rentiert ist ein auslaufmodell!

das muss jedem auch wenn es sehr weh tut klar sein.
es heisst umorientierung und nicht auf jedem grünlandflecken mit dem motormäher herumkraxeln..
das sollen die jenigen machen die sich vom gemütlichen schreibtisch aus immer neue und meist sinnlosere auflagen mit den anschliessenden sanktionen einfallen lassen...

es gibt auch kaum noch fassbinder,kürschner,schuster,wagner,alles vor jahrzehnten systemerhaltende berufe und weit verbreitet!
und gehen sie jemanden ab?
nein die jenigen haben sich umorientiert und neue berufsfelder erschlossen dass sollen sich auch die landwirte überlegen nicht jedes fleckerl gras abzumähen usw...

ich für meinen teil mulche schon längst nicht gut maschinell bearbeitbare flächen,denn geld gibts auch noch fürs mulchen dass muss ich nicht verfüttern oder aufwendig bearbeiten.

die IG ist gescheitert am eher unabdingbaren wandel der zeit......!


grasi1 antwortet um 31-01-2010 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
IG-Milch...Zeit zum Neuanfang
Hallo Helmar, du bist sicher eine nette Person und würdest sicher in einer neuen IG mitarbeiten, du hast doch immer so gute Ideen, oder?
Es ist im endefekt auch egal ob IG oder BB oder sonst irgendwer, hauptsache die Rahmenbedingungen stimmen.
Die jetzige Bauernvertretung sagt doch bei jeder Gelegenheit sie müßten die Rahmenbedingungen schaffen oder liege ich da falsch?
Wenn sie Rahmenbedingungen schaffen wollen, die für die Bauern passen müssen wir von der "Almosenförderpolitik" wieder wegkommen ist meine Meinung.
Wenn sich die Vertretung (EU-weit) einig wäre, könnten sie Übernacht eine Regelung treffen die für alle passen würde, aber sie wollen nicht, oder dürfen nicht!
Freie Marktwirtschaft heißt Kapitalismus und der wird sicher nicht funktionieren!
Es kann nicht sein das wenige Organisationen das höchstmögliche Kapital aus ihren "Untertanen" schlägt, das trifft nicht nur die Bauern sondern auch viele andere Menschen.
Wenn du zb. Sportveranstaltungen anschaust, wie da die Leute behandelt werden, VIP-Gäste und das "normale Fußvolk" die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer.
Ich bin ein großer Sport-fan, aber wie die Entwicklung jetzt vor sich geht sollte man solche Sportveranstaltungen als "normales Fußvolk" meiden.
Ich könnte noch viele Beispiele erwähnen aber dafür ist mir jetzt nicht zumute!


helmar antwortet um 31-01-2010 19:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
IG-Milch...Zeit zum Neuanfang
Hallo Grasi.............ich und nett, auweija.......Nun, es gibt einige Rahmenbedingungen welche die Politik weltweit schaffen könnte, und das wären verpflichtende Standards. Und zwar solche welche Tierschutz und der Umwelt entsprechen. Aber da fängt es ja schon an, Landwirtschaft kann gar nicht anders und muss sich an die Gegebenheiten orientieren welche vor Ort sind. Und diese sind in unserem kleinen Land schon sowas von verschieden.
Wenn man in manchen Gegenden die Landwirtschaft unbedingt halten will, dann muss man für eine Geldleistung für Bewirtschaftung als Allererstes sorgen. Ob es dann immer die Milcherzeugung ist, oder auch eine andere Form der Grünlandverwertung darf da nicht zum Glaubensbekenntnis werden. Aber auf Dauer muss aus der Landwirtschaft zumindest ein Einkommensbestandteil für Höfe vorhanden sein, denn drübertauchen geht nur für eine sehr kurze Zeitspanne.Und wie einige Beispiele zeigen, dann das entsprechende Produkt erst auf den Markt bringen. Sei es nun Heumilch aus seltenen Rassen, mit der Werbung dass es was Besonderes ist, aber auch Fleisch von einem gewissen Label(ALMO wär ein Beispiel). Aber auch das ist ein Spiel von Angebot und Nachfrage...........
Am Anfang der IG war sie tatsächlich eine Iniative, welche Rinderhaltung im Grünland vertreten hat, und aus meiner Sicht war das der richtige Ansatz, denn es kann doch nicht sein, dass ausschliesslich die Milch, wie später dann sehr vehement propagiert wurde, der Zweig der Profis und alles andere, von der MUKU bis zum Schaf, was für Deppen im Grün- und Bergland ist.
Leider ist mit den Jahren, und daran ist auch der BB, oder besser ein Grossteil dessen Führung, nicht unschuldig, jeder Versuch einer Gesprächsbasis untergraben worden. Und es wurde seitens vieler IGler geradezu sektenartig agiert. Dies war die Zeit, als ich 2007 mich schaudernd aus der IG Milch verabschiedet habe. Aber scheinbar gibt es gar nicht so wenige Mitglieder der IG der Anfangszeit, welche inzwischen das Weite gesucht haben. Wenn man sich so die Liste von Führung und Ansprechpartnern anschaut.....
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


edde antwortet um 31-01-2010 22:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
IG-Milch...Zeit zum Neuanfang
@ejankl

der sog. freie markt wurde demokratisch durch eine beachtliche mehrheit der bundesbürger gewählt durch den EU-Beitritt.obs uns als bauern passt oder nicht ist kalter kaffee.

ich war IG-Mitglied und hab gerne 25 euro im jahr bezahlt. die plötzliche erhöhung auf 55 euro hab ich als unverschämt empfunden und hab dann nimmer mitgemacht.
auch hat mir das auftreten, die sprache, der umgangsstil mit milchstreikverweigeren,die anbiederung an eine partei, das einseitige milchpreisbemühen,das dämliche vollpflastern des ganzen landes mit 40-cent-tafeln und plastikkühen etz nimmer gefallen.

wenn eine bewegung von 6000 zahlenden mitgliedern auf angebliche 3000-manche sagen nur mehr 2000 mitgliedern schrumpft wärs natürlich und notwendig alles tabulos zu überdenken.
wenn die verbliebenen mitglieder dieser ihre organisation weiterhin bedingungslos die treue halten ist es natürlich ihre sache, dennoch ist eine derart kleine organisation politisch unbedeutend.



mfg


tch antwortet um 31-01-2010 23:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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5407 Mitglieder- dürfte aktuell sein, sonst wäre das geändert

lg
tch


Hirschfarm antwortet um 01-02-2010 08:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@hamberg
Da sich jede Art von Landwirtschaft zumindest ohne Ausgleichszahlungen nicht rentiert sind wir Landwirte ein Auslaufmodell. So deine Aussage.
Wenns keine Subventionen mehr gibt steigt automatisch der Produktpreis und die Inputkosten sinken im gleichen Ausmaß sodaß sich Landwirtschaft genauso gut oder schlecht rentiert wie heute. Landwirtschaft kann sehrwohl auch ohne Subventionen rentabel sein.


karl0815 antwortet um 01-02-2010 09:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
IG-Milch...Zeit zum Neuanfang
Ich war auch einige jahre bei der IG und habe bezahlt, doch seit dort nur mehr Querulanten und heißblütige Möchtegernagrarpolitiker am Werke sind , bin ich ausgetreten(so wie sehr viele bei uns in der Gegend).
Die Fundis blieben übrig; daher kann ich mir die gut 5000 Mitglieder fast nicht vorstellen.
Wünsche der IG trotzdem alles Gute, denn die Idee dahinter war wirklich gut!!


bauernmilch antwortet um 01-02-2010 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Es würde mich interessieren, da es ja in Bayern jetzt auch eine faire Milch gibt, wieviel in Österreich noch verkauft wird, da man sie ja nur mehr sehr selten in den Regalen zu kaufen bekommt?


karl0815 antwortet um 01-02-2010 11:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
IG-Milch...Zeit zum Neuanfang
Ich glaube, in Ö ist die faire Milch nur mehr sehr regional (wenn überhaupt noch) gelistet!


helmar antwortet um 01-02-2010 20:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
IG-Milch...Zeit zum Neuanfang
Habe heute das Prospekt der Wahlwerbung der NÖ SPÖ Bauern für die LW Kammerwahl bekommen. Und dorf wird u.a. gefordert, dass es Verträge mit der MIlchabnahme zwischen Bauern und Molkereien geben soll. Aber auch eine Übernahmegarantie für jede gelieferte Menge will man...........und auf der Kandidaten liste auch ein IG Milchbauer. Muss mal schauen ob bei den Freiheitlichen Bauern auch solche Kandidaten sind oder ob nicht nur die rotweissrote Kuh bei den Genossen weidet.
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


Christoph38 antwortet um 02-02-2010 08:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ ejakl
Beruhige dich, er hat ja nichts gegen das System Haider geschrieben. ;-)


edde antwortet um 02-02-2010 09:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
IG-Milch...Zeit zum Neuanfang
@ejankl

ich hab seinerzeit gegen den eu-beitritt gestimmt, weil ich es für besser hielte dass sich österreich stark an die schweiz annähert wirtschaftlich, mit uneingeschränkter demokratie,sozusagen einen engen wirtschaftsraum mit der schweiz errichtet.
schweiz deswegen, weil die schweiz immer sehr gut mit ihrer staatsform gefahren ist. auch die gografischen gegebenheiten , insbesondere aus sicht der landwirtschaft sind sehr ähnlich.
doch all das ist wie ich schon geschrieben habe "kalter Kaffee"--wennst den ausdruck nicht kennst solls heissen wir müssen uns wohl damit abfinden so wies aussieht.

darüber hinaus würd ich dir raten, mal den traktor in der garage zu lassen und stundenlang schnee schaufeln,das macht müde und beruhigt.

mfg




cowkeeper antwortet um 02-02-2010 14:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
IG-Milch...Zeit zum Neuanfang
@ejankl

ein Bauer, der 500000 € oder 1Mio in einen neuen Stall gesteckt hat, der sich jetzt nicht rentiert,... lass mich mal überlegen.

Ja der ist DUMM (gewesen, jetzt ist er gescheiter, aber natürlich mit bissl viel Lehrgeld)

Es kann nicht sein, dass die LW eine geschützte Werkstätte ist, wo jeder investieren kann was er glaubt und danach fordert, das sich das irgendwie rentieren soll. Aber die Wirtschaft dankts ihm, denn er kann ja nicht mal in Konkurs gehen (weil vor dem privatkonkurs erst die LW verkauft wird, und da kommt wieder genügend Geld rein.)
Darum sind Bauern so gern gesehene Geschäftspartner, man kann viel verlangen, und es besteht fast kein Risiko eines Zahlungsausfalls.

lg cowkeeper



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