Antworten: 12
Waldtanne12 26-01-2010 20:24 - E-Mail an User
Dämmung
Hallo

Ich möchte im Haus im 1. Stock neu dämmen . Wer hat ja Erfahrungen mit der Dämmung mit den Wänden und am Dachbodendämmung. Unser Haus ist 100 Jahre alt.

MfG
Waldtanne Stmk


Taurus antwortet um 26-01-2010 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
Hast Du am 03. 01. 2010 zuwenig Antworten bekommen, oder ist Alzheimer bei dir schon so weit vorgeschritten?

LG A.


Restaurator antwortet um 26-01-2010 21:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
bissi unfreundlich, der kollege :-)
@adampower: vielleicht war bei den antworten für ihn net des gelbe vom ei dabei?
zur sache:
ich bewohn auch ein mindestens 200jähriges haus - die meisten wände sind aus stein, mit lehm verfüllt. hält die wärme 2 - 3 tage lang. beim dachbodenausbau bin ich so vorgegangen:

O zwischen den sporen (mit hinterlüftung) 12 - 14 cm steinwolle
O dann im rechten winkeln mit zwei 5/8er staffeln auf 10cm aufgedoppelt
dazwischen wieder 10cm steinwolle
O nächste schicht: 35mm föhrenbretter geschraubt, dicht an dicht (entspricht 20er mauer laut baukunde und is sehr billig)
O dampfbremse
O2 5 mm heraklith, an den stössen mit textilglasgitter verspachtelt (noch besser wär' flächig, reicht aber)
O 20mm kalk - gips - putz

ausser verputzen und föhrenbretter kann man alles im alleingang machen und die materialien sind günstig.
die hinterlüftung hab ich g'macht, weil ich den angaben über diffusionsoffene dampfbremsen nicht traue: das glaub ich erst wenn die so gebauten häuser in 40 jahren noch ohne schäden stehen.
rigips würd ich vermeiden, der strahlt und man kann nix aufhängen.



Waldtanne12 antwortet um 26-01-2010 22:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
ja hallo

Bei alten Häusern ist eine aufwendige Dämmung erforderlich.

Bei mir habe ich 50 cm starke Aussenwände aber für die Küche nur 33,5 cm minderstarke aussenwand . Dämmung ist innen ca. 8 cm vorgesehen..

Zu den Dachbodenwänden ist leider nichts gedämmt. Es wurden lediglich nur Nagelbrettern mit 3-4 cm Heraklith Platten und Kalk-Gips Putz gemacht..

Zum Dachboden haben wir eine Holztramdecke mit WienerZiegelKinker gefunden:

Zur Sanierung muss ich die Wienerberger Ziegel rausnehmen und eine Dampfsperre drauflegen und anschliessend wird eine 25 -30 cm starke Polyster Dämmung mit Brandschutzplatten verlegt.

MfG
Waldtanne


Restaurator antwortet um 26-01-2010 22:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
deine wienerberger ziegel liegen also dachbodenseitig auf der dachbodendecke?
warum willst die rausgeben? du kannst auch so z.b. mit sand ausgleichen (nur soviel, dass die gröbsten unebenheiten weg sind), dann dampfbremse. darauf würd ich aber 10/10er - staffeln auflegen, dazwischen isoliermaterial (am besten lekka), darauf dann 24mm - bretter nageln. immer davon ausgehen, das 1cm holz in etwa 6cm ziegel entspricht. den branschutz solltest du ja raumseitig haben und nicht im dachboden.


Waldtanne12 antwortet um 26-01-2010 22:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
ja genau .

Diese Tramdecke ist nicht so stabil, mein Berater hat es mir empohlen die Wienerberger Ziegel rausgeben wegen des Gewichtsdrucks für die Platten...
Für die Seitenwände habe leider nicht so viel Platz für die Brandschutzplatten weil ja oben so viel Dachpfetten sind.
Es ist nicht so einfach beim mir im Haus zu dämmen...

MfG
Waldtanne


Holzwurm357 antwortet um 27-01-2010 09:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
Hallo!
@ Waldtanne,

du schreibst hier von Dachbodenwänden:

Hast du a: ein ausgebautes Dachgeschoss, oder ist
b: nach der Tramdecke Schluss und echt nur mehr Dachboden

Zu a: Wenn du das Dachgeschoss für Wohnzwecke nutzen willst, brauchst du die Tramdecke nicht extra zu dämmen, nur ausgleichen und die Hohlräume mit TelWDF, Leca oder Protelitt ausfüllen.
Allerdings musst du die Sparren, Kehlbalkendecke, Kniestöcke und Giebelwände ordentlich dämmen. Am Besten so wie's der Restaurator gesagt hat, allerdings müsste diese 35mm Vollschalung schon in Nut und Feder sein, ansonsten bringts gar nix wegen der Fugen!
Und das ist nicht gerade billig!!
Normal reicht eine 22mm Sparschalung, (ca.20cm Abstand) oder zur besseren Befestigung eine Vollschalung mit Fugen von 0,5-1cm. Achtung, nur schmale Bretter verwenden, Holz arbeitet.
Ob du dann Heraklith und Putz oder Rigips drauftust, bleibt dir überlassen, Rigips ist einfacher und sauberer zu verarbeiten, und beim Putz musst aufpassen, das du damit nicht alles dichtmachst.
Befestigung von Möbeln, etc, ist ja bei beiden Systemen gleich.

Zu b: Wenn die Tramdecke der oberste Abschluss deines Wohnbereichs ist, brauchst du drüber nicht mehr zu dämmen (Dachbodenwände?!)
Vorsicht mit Porozell. Am besten 2 x Latten 10cm hoch über Kreuz und dazwischen Tel- oder Steinwolle. Drüber dann noch eine 19mm Verlegeplatte mit Nut und Feder, und dann hast einen stabilen ebenen Dachboden, der auch leicht zu reinigen ist.
Falls du am Rand Probleme mit der Dämmung wegen anliegender Fusspfetten, Mauerbänken oder Stichbalken hast, kannst du dort auch einen grosszügigen Schacht drüber bauen ( mit Latten und auch Verlegeplatten oder Rauschalung drauf), und diesen ordentlich isolieren.
LG, Gerhard!


Restaurator antwortet um 27-01-2010 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
@holzwurm:
das mit den brettern stimmt so nicht, nut und feder wär' nur für den brandschutz von bedeutung, erhöht aber den isalotionswert, das stimmt schon.
nachdem sich aber vor UND hinter den brettern isoliermaterial befindet wirken die fugen als luftgefüllte kammern, somit ensteht eine isolierung. man könnte auch 1x längs, 1x quer arbeiten, dann würde nut und feder ebenfalls wegfallen.
nur zum vergleich:
wenn du nur an grobmaschigen pulli anziehst im winter wird's kalt. wennst aber a leiberl drunter und a hemd drüber hast isses sicher wärmer als nur hemd und leiberl allanig.


Holzwurm357 antwortet um 27-01-2010 17:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
Hallo Restaurator,

hm, der Vergleich mit dem Pulli ist super!!

Da hast natürlich recht, stillstehende Luft ist natürlich überhaupt die beste ´Dämmung, natürlich muss rundherum auch genug isoliert sein, d.h. zurzeit würd i an Parka auch noch drüberziehen, gg!
Was mich interessieren würde: wie bzw. wo hast du die E-Installationen angebracht? In den Heraklith eingestemmt oder unter die Kiefernbretter?

Lg, Gerhard


Restaurator antwortet um 27-01-2010 18:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
hallo holzwurm!
prinzipiell gehe ich von einem verteilerkasten mit allem, was zum licht gehört nach oben, rest nach unten.
die e-installation ist so aufgebaut: die schläuche für die lampen und dazugehörigen schalter hab' ich in der decke verlegt und zwar spitzbodenseitig AUF den föhrenbrettern (von unten auf die durchzüge geschraubt) mit schellen (vom spitzboden aus kommt ma ja dazu bevor ma isoliert). die verteilerdosen sind im spitzboden an den sporen befestigt: man muss nur nach fertigstellung alles, was aus dem "spitzbodenboden" :-) herausschaut ummanteln damit sich in den e-schläuchen durch das aufsteigen der warm-feuchten wohnraumluft kein kondenswasser bildet. ich hab, um mir diese arbeit zu sparen, der einfachheit halber lauter feuchtraum-dosen genommen und nach fertigstellung der installation im sommer alle eingangsstellen der schläuche und die deckel mit silikon verklebt. dadurch bleibt das system geschlossen und es kann keine warme, feuchte luft aufsteigen. durch die 2. ebene auf der spitzbodenseite mit 10er-staffeln ist jeder richtungswechsel möglich.
die schläuche für die steckdosen laufen etwas höher als die steckdosen selbst. befestigt sind sie raumseitig an den stehern zwischen denen die erste dämmschicht der wand steckt (bei mir an den seitenwänden 16cm). danach ist raumseitig 10cm im rechten winkel aufgedoppelt, entlang dieser staffeln kann man die leitungen gut befestigen. zum festen mauerwerk hin gehe ich zwischen den tram im fussboden. dort kann ich, bedingt durch den fussbodenaufbau (siehe "spitzbodenboden"), auch beliebig die richtung wechseln.
die öffnungen für die steckdosen und verteilerdosen hab ich aus den darauf befestigten brettern und heraklithplatten etwas grösser ausgeschnitten. durch diesen spalt zwischen dose und heraklith / brett hab ich dann ausreichend pu-schaum eingefüllt. dadurch gibt es keine löcher in der dampfbremse und die dose hält perfekt, auch kann beim einziehen kein schlauch mehr herausrutschen.
der nachteil an dem ganzen war, dass die e-installation sehr gut vorbereitet werden musste, sonst gibt's stehzeiten mit nachdenken. ausserdem kann man nicht alles auf einmal machen, man muss die e-installation mit dem restlichen ausbau "mitwachsen" lassen > erste dämmschicht > schläuche mit überlänge vorlegen > 10cm aufdoppeln > darauf die schläuche zusätzlich befestigen > 2. dämmschicht > föhrenbretter draufschrauben und darin die dosen ausschneiden > dampfbremse > heraklith > dosen einsetzen, einschäumen (überstand für putz net vergessen) > verputzen
bei mir is übrigens net ganz so kalt, mei fettes schaf liegt bei unsere -14 grad immer noch lieber draussen statt im unterstand :-) aba an parka hab i trotzdem an!
herzliche grüsse
karl



Holzwurm357 antwortet um 28-01-2010 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
Hallo Restaurator,

da hast dir ja was angetan mit deinem Ausbau.
Ist aber sicher ein gut ausgeklügeltes und funktionierendes System.
Nur soviel Zeitaufwand könnt i mir im gewerblichen Innenausbau nit leisten.
da wird zuerst mit Elektriker und Installateur ausgredet, dann ausgebaut bis zur Dampfbremse und Sparschalung=Installationsebene, und dann können die andern werkeln.
Wenn die fertig sind, muss i mal die Löcher in der Dampfbremse verkleben (Installateure und Elektriker passen da ja von natur aus nicht auf), und dann gehts ans Rigipsen, oder was auch immer.

bei uns is GottseiDank nit grad so kalt, aber -7 grad und a bissl Sonne. Da lässts sichs schon aushalten. Man arbeitet ja schliesslich schneller, damits warm wird, gg!

Lg, Gerhard!


Kallo antwortet um 28-01-2010 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
In "Konkret" kann man fast jede Woche mal von "Schimmel in Wohnung" sehen. Aber in Bauten, die oft noch sehr jung sind!
Oft glaube ich, dass oft etwas "kaputt isoliert" wird! Vor lauter isolieren kann keine Luft mehr zirkulieren, sodass der Schimmel blüht. und mehr lüften? Wie soll den das gehen, wenn untertags niemand zu Hause ist? Und wenn ich mehr lüfte, dann kostet das wieder Energie! Das soll es gleich ein wenig bei den Fenstern "hereinziehen"! Die kalte Luft wird eh beim Heizkörper erwärmt!



Restaurator antwortet um 28-01-2010 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dämmung
@kallo:
vom "zuviel isolieren" entsteht kein schimmel. der entsteht aus anderen gründen:
X) oft sind die neuen fenster sind zu dicht, keinerlei luftzufuhr von aussen mehr. bei festbrennstofföfen kann dadurch sogar raumseitig ein dermassen grosser unterdruck entstehen, dass der ofen nicht mehr richtig zieht. eine verpuffung, z.b. im kachelofen mit einer schweren beschädigung desselben ist möglich.
X) es wird falsch oder gar nicht gelüftet.
X) schimmel entsteht immer dort, wo wasser kondensiert. das passiert immer am kältesten punkt, sprich wo die isolierung am schlechtesten ist. bei grossbauten arbeiten die firmen oft sehr schlampig und passen das dämmaterial in der breite und höhe nicht ein. dort entstehen dann solche kondenspunkte. öfters verwenden sie auch z.b. 10cm dicke dämmwolle für einen 14 cm hohlraum. die folge: das dämmaterial sitzt in sich zusammen, unterhalb der decke entsteht eine kältebrücke, es schimmelt.
X) falsche farben verwendet: leimfarben z.b. sind ein guter nährboden für schimmelpilze. kalkfarben aus dem baumarkt haben in der regel einen sehr hohen anteil an leim- oder dispersionsfarben, damit nichts abkreidet.
X) rigips: gips ist hygroskopisch, also wasseranziehend. die imprägnierten platten nehmen meines wissens gleich viel wasser auf wie die "weissen", allerdings verzögert. die gipsplatten nehmen rund 10% vom eigengewicht wasser auf.


Bewerten Sie jetzt: Dämmung
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;220730




Landwirt.com Händler Landwirt.com User