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karl0815 24-01-2010 08:57 - E-Mail an User
gammelkäse
Guten Morgen!

Um welche Molkerei handelt es sich bei der Firma Prolactal? Von denen musste ja viel Käse aus dem Verkehr gezogen werden. Hab noch nie von dieser Molkerei gehört. Und wem gehört diese Molkerei eigentlich(hört sich ja nicht gerade nach einer Genossenschaft an)?

mfg karl


Tyrolens antwortet um 24-01-2010 10:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Ist auch keine Molkerei, sondern ein Handelshaus.

http://www.prolactal.com/de/kontakt/

Und die ist eine Tochter der http://www.artax.at Holding.


Latellaplatz 1... *ggg*





karl0815 antwortet um 24-01-2010 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Und wem gehört dieses "Handelshaus"??
Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein!..................Und den Schaden durch den Listerienverseuchten Käse haben wider einmal wir Bauern!



Tyrolens antwortet um 24-01-2010 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Hab ich doch schon geschrieben. Der Artax AG.

Wem die Artex AG gehört, weiß ich auch nicht. Vorstandsvorsitzender ist jedenfalls Walter Mayer...

Warum sollen die Bauern die Haftung für den miesen Käse übernehmen?


walterst antwortet um 24-01-2010 17:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
ich kann tyrolens nicht ganz folgen bzüglich "Handelshaus"
Nach meiner Erinnerung ist das Werk, von dem der Käse kommt, in Hartberg. Eventuell besser bekannt unter dem alten Namen Lactoprot.
Ein Trockenwerk und starker Resteverwerter.
Inwieweit das Werk noch dem Bergland-Konglomerat nahesteht weiss ich nicht.


Muuh antwortet um 15-02-2010 14:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Das schlimmste ist eingetroffen

Listeria-Befall in österreichischem Rohmilchkäse
Gesundheitsbehörden bestätigen sechs Todesfälle
Berlin/Wien - Die Rückrufaktion zweier Käsesorten wegen erhöhtem Listeria-Befall eines deutschen Discounters durch den österreichischen Käsehersteller zieht offenbar weitere Kreise.

Denn mittlerweile stehen nach Rechercheergebnissen der Österreich-Ausgabe des "dlz agrarmagazins" zumindest sechs Todesfälle im Zusammenhang mit dem zurückgezogenem Käsematerial.

Ganzer Artikel
http://www.agrarheute.com/?redid=327704




walterst antwortet um 16-02-2010 14:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Ein ganz bitterer Vorfall. Für die gesamte heimische Molkereiwirtschaft eine schwierige Sache.

Dabei wird in den betreffenden Produkten kein oder kaum heimische Rohware verwendet.


Halodri antwortet um 16-02-2010 14:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Welche Käsesorte ist betroffen?



eranz antwortet um 16-02-2010 15:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Hallo,

Auf Kurier.at gefunden:

http://kurier.at/nachrichten/1978091.php


eranz


Christoph38 antwortet um 16-02-2010 15:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
"Neben der Listerien-Verseuchung sollen die hygienischen Bedingungen teilweise "schlampig" sein, berichtete die Quelle. Der Topfen und andere Rohstoffe würden oft "billigst im Ausland gekauft" und in schmutzigen Verpackungen geliefert. Mitarbeiterinnen mussten bereits abgelaufenen Quargel kosten und auf seine Genießbarkeit beurteilen. ..."

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/540060/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

"Hartberger Bauernquargel"


walterst antwortet um 17-02-2010 08:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=472849

Hartberg Steiermark Deutschland Holland.....?

Auszug:

Echter Hartberg-Käse?

Inzwischen ist in Österreich und Deutschland die Suche nach den Schuldigen angelaufen. So wird Prolactal etwa verdächtigt, bereits im Herbst vergangenen Jahres über positive Proben aus ihren Produkten Bescheid gewusst zu haben. Wie ein Informant der APA mitteilte, soll das Unternehmen intern bereits seit Oktober 2009 nach der Kontaminationsursache für die Verseuchung mit Listeria gesucht haben. Vereinzelt sollen die Proben doch über den Grenzwerten gelegen sein. Auch die hygienischen Bedingungen in dem Betrieb seien laut dem Bericht "schlampig" gewesen.

Bei Prolactal wurde dies bis zuletzt dementiert. Dort schiebt man vielmehr die Schuld an deutsche Zulieferer. So hat etwa das Unternehmen zugegeben, für die Käse-Erzeugung keine steirische Frischmilch, sondern (billigeren) Topfen aus dem Nachbarland zugekauft und für die Weiterverarbeitung zum "Hartberger Bauernquargel" verwendet zu haben. Brisant: Die Milch zur Herstellung des deutschen Topfens soll wiederum aus Holland stammen.


walterst antwortet um 17-02-2010 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Im April 2006 haben Präsident Grillitsch und MInisterin Rauch Kallat eine bessere Kennzeichnung von Milchprodukten angekündigt.
Wenige Tage später habe ich mich bei Grillitsch für die Unterstützung in Fragen Kennzeichnung bedankt, aber gleichzeitig meine Bedenken angemeldet, dass hinter seiner Initiative die nötige Ernsthaftigkeit fehlt. Er hat mich daraufhin fast gefressen. Ich hab trotzdem gesagt: "Das wird nichts" "Und das weisst Du jetzt schon?" hat Grillitsch vom Podium geschrien. "Ja" hab ich gesagt.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20060407_OTS0156/bauernbund-fordert-klare-kennzeichnung-von-milchprodukten


karl0815 antwortet um 17-02-2010 09:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Es handelt sich bei dieser Firma um ein "österreichisches" Unternehmen, das deutschen Topfen aus holländischer Milch in der Steiermark zu "österreichischem"Käse für deutsche und polnische Lebensmitteldiskonter verarbeitet. !?!
Und keiner weiß, wem dieses Unternehmen gehört(wem die österreichischen Milchbauern diesen enormen Imageschaden zu verdanken Haben)!!

Sind wir in Kasachstan????



Tyrolens antwortet um 17-02-2010 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Walter, glaubst du, dass jemand, der bei LIDL kauft, auf die Kennzeichnung achtet?
Ich habe selbst in meinem Umfeld so einen LIDL-Fanatiker. Billig muss es sein, sonst nix.


BSE1 antwortet um 17-02-2010 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
bin schon gespannt, wie lange es noch dauert, bis die Konsumenten mal hören, woher der "echte Nordtiroler" kommt.
Dass hier billigstes Massentierhaltungsfleisch von überall aus der Welt herangekarrt wird, um es dann als echtes Ö Produkt "umzukennzeichnen", wissen halt nur die wenigsten!! Aber irgendwann (nach einem Skandal als "Hartberg") werden auch hier mal alle draufkommen, und dann jammern wieder die österreichischen Schweinemäster, wie "arm sie sind und ungerecht in Misskredit geraten. Davor wird aber "Konsumentenaufklärung" sehr still geschrieben - könnt ja sein, dass auch hierzulande einiges "schief" läuft!!

Und dieserlei Dinge gibt es ja zur genüge - wart nur noch auf den Aufruf, doch besser zum "Käseimitat" zu greifen, weil die anderen so "ungesund" seien.
Kommt aber davon, dass man vorher immer lieber sehr leise ist, um ja nichts aufzudecken. Ein kleines "Skandalchen" bringt dann wieder Liecht in diverse Machenschaften - nur blöd für die "Ehrlichen" die erwischte es dann ein zweites mal. (das erste mal schon beim "Ehrlichsein"')


JosefP. antwortet um 17-02-2010 11:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Artax ich glaube das sind Reste der AMF die Raifffeisen nicht haben wollte.

Mayer, Aichinger, Schneider das sind alles ehemallige AMF Grössen!

mfg


karl0815 antwortet um 17-02-2010 11:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Jetzt wirds schon interessanter:

Da haben sich also Leute bei der Begrabung der AMF(und gleichzeitigen Schwergeburt der BGLM) ein Paar "Gustostückln" unter den Nagel gerissen!

Gibts diese ganze AMF-Milchwirtschaftsfonds-Molkeieigeschichte der Jahre 1990-2000 noch irrgenwo nachzulesen, denn das war alles vor meiner Zeit als aktiver Landwirt und man hört immer nur dort und da einen Brocken???

mfg karl


walterst antwortet um 17-02-2010 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
@karl

ich denke, am ehesten kannst Du im Archiv vom Wirtschaftsblatt was dazu finden.


Muuh antwortet um 24-02-2010 12:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Der Fall zieht weitere Kreise

http://noe.orf.at/stories/425164/

http://ooe.orf.at/stories/425197/


walterst antwortet um 24-02-2010 13:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Ein Trauerspiel.

Ich verstehe nicht, dass von den Ursachen/Fehlerquellen nichts bekannt wird.
Da ist wohl noch mehr faul an der Sache.

Weniger als 2km entfernt von der Lactoprot/Prolactal ist das Topfenwerk der ehem. Molkerei Ernst. Wird glaube ich noch von der NÖM betrieben.
Der inländische Topfen-Nahversorger war aber nicht billig genug mit dem Speisetopfen als Quargel-Grundprodukt.


helmar antwortet um 24-02-2010 14:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Was hat bei den Lebensmitteln nicht schon alles gegammelt? Zuerst gab es Schlagzeilen, und dann ist wieder Gras und sonst allerlei drüber gewachsen. Wenn es überhaupt was Gutes an der Sauerei gibt, dann die Rückverfolgbarkeit..........aber wie ist es bei vielen Konsumenten, oft auch aus Einkommensgründen? So billig es nur geht. Und kein Wunder, wenn man eine Meldung im Teletext liest: bis zur Hälfte des Einkommens, in manchen Fällen sogar noch mehr, muss inzwischen in manchen Städten fürs Wohnen ausgegeben werden.
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


soamist2 antwortet um 24-02-2010 14:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
bemerkenswert finde ich die lethargie mit der sich nik b. dem problem stellt




Muuh antwortet um 24-02-2010 14:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Sehr bedenklich wenn das stimmt, was aus der FPÖ-Zanger Presseaussendung steht:

Besonders kritisch äußert sich Zanger anlässlich der Tatsache, dass
dieser von Listeria-Bakterien verseuchte Käse außerdem als
österreichisches Produkt mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet wurde.


"Es ist wichtig festzuhalten, dass hier
kein Tropfen österreichischer Milch verwendet wurde! Und wie schafft
es ein solches Produkt, das AMA-Gütesiegel zu bekommen?"

Wirbt nicht "Konkret"- Moderatorin Claudia Reiterer für das AMA-Gütesiegel?





wernergrabler antwortet um 24-02-2010 15:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Hallo!

Was ich komisch finde:

Es sind sicher nicht nur 6 Käse verkauft worden.
Ich glaube stark, dass etwas anderes, evtl. eine Krankheit oder eine Allergie, mitgewirkt haben muss.
Alleine von dem ist es in meinen Augen fast nicht möglich ...
Da müsste es mehr Fälle geben.
Ein gesunder Mensch "verdaut" dies ohne große Probleme.
Jedoch passt irgendwas nicht, kann das schon stark schaden und eben auch zum Tod führen.

mfg
wgsf


Icebreaker antwortet um 24-02-2010 15:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Muuh, diese Frage (" wie schafft es ein solches Produkt, das AMA-Gütesiegel zu bekommen?") stellt sich mir und vielen anderen ebenso.
Zumal ja explizit betont wird:

"Auch Gütesiegel sagen meist nichts über die Herkunft der Rohstoffe. BIO-Siegel garantieren nur die biologische Produktion.
SICHER aus Österreich kommen Produkte, die das AMA-Gütesiegel tragen (siehe Wissen)"
http://derstandard.at/1266541337541/Weit-gereistes-Essen-aus-Oesterreich

Fazit: Sicher ist nix im Leben. GAR NIX.
Nicht mal ein Arbeitsplatz, für den man bereits jahrelang schuftet ... (unglaublich, wie viele derzeit arbeitslos werden, weil die Firmen in Konkurs gehen. Aber das ist ein anderes Thema)

mfg Ice




Icebreaker antwortet um 24-02-2010 15:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
NS zu Firmen und Konkurs: Natuerlich meine ich damit alle, die aus "wirtschaftlichen Grünen" arbeitslos werden.



Fallkerbe antwortet um 24-02-2010 15:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Hallo,

Um als Österreichisches Produkt zu gelten müssen nur über 50% der Wertschöpfung in Österreich erwirtschaftet worden sein. Das scheint beim Quargel wohl der fall gewesen zu sein.
Das "osterreichische" und "made in austria" ist ja nicht nur der Landwirtschaft vorbehalten, auch das Verarbeitende Gewerbe kann "Österreichisch" sein.

mfg




Muuh antwortet um 24-02-2010 15:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse

Die Kennzeichnung mit dem AMA-Gütesiegel ist nur dann zulässig, wenn 100% des Rohstoffes (in diesem Fall Milch) aus Österreich stammen.

In der Presseaussendung gab es bereits eine Korrektur und wird durch "Käse aus Österreich ersetzt"


walterst antwortet um 24-02-2010 16:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
@fallkerbe

Das mit den 50% Wertschöpfung ist ein gerne (auch von Bauernvertretern und Leuten die es wissen müssten) nachgequatschter Blödsinn, der seine damals noch reellen Wurzeln in der Zeit des "Made in Austria" - Wirtschafts-Gütesiegel lang vor EU-zeiten hat. Wer sich erinnern kann: Günter Tolar in einem durchaus unterhaltsamen Quiz "Made in Austria" mit viel Info über Firmen und Produkte.

Dieses damalige Siegel hat mit den heutigen Siegeln nicht das geringste zu tun und diese 50% Wertschöpfungsklausel gibt es überhaupt nicht mehr.

Das hat am MOntag abend Gott sei Dank sogar LK-Präsident Wlodkowski bedauernd erwähnt, dass der Quatsch "leider auch von eigenen Leuten weitergesagt" wird

Bei einem Milchprodukt ist automatisch das Veterinär- oder Genusstauglichkeitskennzeichen auf dem Produkt mit AT M-STXX nach der alten Regel oder AT XXXXX nach der neuen Regel, sobald irgendein Verarbeitungs- oder Verpackungsschritt erfolgt ist. Egal welchen Wertschöpfungsanteil dieser Arbeitsschritt abwirft.


mfj antwortet um 24-02-2010 22:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse

Das ganze Konsortium hat einen komischen Strukturaufbau.

Während auf der einen Seite "Billigerzeugnisse" für Discounter erzeugt werden, hat die "Mutterfirma Artax" eine große "Sozialkomponente" im Entwicklungshilfebereich und Gender-Bereich.

Dass passt weder zusammen, noch macht es Sinn. Komisch auch die Bio-Zertifizierung mit dem Verband: Ernte ist Leben. Das ist ja ein deutscher Verband.
Warum wird in Österreich mit deutscher Milch Produkte erzeugt, die sowieso wieder nach Deutschland ausgeführt werden.
Österreich ist ja kein Billiglohnland - wo das Sinn machen würde. Er gibt ja nirgends Betriebstätten-Mangel.
700 000 € Exporterstattung kann ja nicht allein der Grund sein ?

Gibt es niemand hier aus der Steiermark, aus Hartberg - der die Firma näher kennt.




walterst antwortet um 25-02-2010 08:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
heute Nacht in €CO auf ORF 2 kommt vielleicht etwas Licht in das ARTAX-Dunkel


Gratzi antwortet um 25-02-2010 08:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
ist am nur am Papier, wie willst das bei der Milch 100% nachvollziehen, hat die Milch ein Mascherl? Hab das alles schon gesehen bei Eier aus Bodenhalten.... wurden eben die Käfige " gummiert"


Gratzi antwortet um 25-02-2010 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Firmentex von Protactal

Wertvolles aus Milch



Die Prolactal GmbH (vormals: Lactoprot Alpenländische Milchindustrie und Handels GmbH) produziert und vertreibt ein umfangreiches Sortiment an Milch- und Molketrockenprodukten sowie Milch- und Molkederivaten. Diese werden sowohl in konventioneller Qualität als auch auf Basis von Biomilch und Biomolke angeboten. Prolactal erzeugt und vermarktet dabei Spezialitäten für Bereiche wie Schokolade, Eiscreme, Backwaren oder Babynahrung. Zur Produktpalette gehört darüber hinaus der Sauermilchkäse, bestens als „Hartberger Quargel“ und „Fastenkäse“ bekannt. 130 Mitarbeiter an fünf Standorten erzielten im Jahr 2007 einen Umsatz von 65 Mio. Euro.

Als Mitglied der Artax Unternehmensgruppe ist es Prolactal möglich, auf das Know-how ihrer internationalen Schwestergesellschaften zurückzugreifen und Synergien zu nutzen. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung der Gruppe fokussiert sich Prolactal nun verstärkt auf die Entwicklung, Herstellung und den weltweiten Vertrieb von Konzentraten und Spezialprodukten mit funktionalen Eigenschaften. Diese Schwerpunktsetzung wurde im Mai 2008 auch durch die Umfirmierung (Prolactal folgte Lactoprot) unterstrichen und lässt eine klare Abgrenzung zum Single Ingredient-Bereich in der Artax-Gruppe erkennen. Die Single Ingredients wie z.B. Kasein oder Kaseinat werden von der Schwestergesellschaft Lactoprot Deutschland GmbH vertrieben, während Rovita GmbH die „pikante Linie“ abdeckt.




Gratzi antwortet um 25-02-2010 09:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
ich möchte mich den Text in Standart anschliessen .........." am besten man kauft immer das billigste.
da ist der Anreiz für Betrüger geringer und wenn man doch betrogen wird, ist wenigstens die betrugshöhe geringer. "......... deshalb kaufe ich in Sopron bei Tesco ein, hab mir noch nie den Magen verdorben!




walterst antwortet um 26-02-2010 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
das ist der Beitrag in E€O

http://tvthek.orf.at/programs/1346-Eco/episodes/1263511-Eco/1266005-Artax--Der-Milch-Multi-hinter-dem-Quargelskandal


Muuh antwortet um 26-02-2010 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Der mit Listerien verseuchte Quargel zeigt die Schwächen bei der Lebensmittelsicherheit auf - Geändert wird anscheinend nichts

http://derstandard.at/1267131899827/Quargel-Skandal-belastet-Behoerden


Gratzi antwortet um 26-02-2010 21:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
am besten nichts mehr in Österreich kaufen ist sicher am besten.



walterst antwortet um 27-02-2010 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Ich habe die AMA/AMA-Marketing zwar bisher verteidigt, wenn der Vorwurf kam, dass am Bauernquargel das AMA-Gütesiegel gewesen sein soll - das stimmt natürlich nicht. Das Gütezeichen wäre zum Tode verurteilt, wenn da was dran wäre.

Aber ich hätte nicht gedacht, dass sich die AMA trotzdem am Konsumentenbetrug mit dem Quargel beteiligt, uund zwar bis heute.

Noch jetzt stehen die Quargelprodukte auf der AMA-Seite "Käsewelten" und zwar mit einer klaren Regions-Herkunftsangabe!!!!!!!!!!

Bauernquargel mit Paprika


Allgemeine Informationen
Herkunftsland: Österreich
Bundesland: Steiermark
Region: Hartbergerland

Produktionsbetrieb: Prolactal GmbH
8230 Hartberg, Ferdinand Leihs Straße 40
Vertrieb: Concept Fresh VertriebsgesmbH
Hobelweg 20, 4055 Pucking

Milch Informationen
Kuhmilch: 100%

Käse Informationen
Käseart: Sauermilchkäse (SMK)
Reifungsart: Sauermilchkäse
Käsegeschmackswelt: g'schmackig
Reifedauer 1-2 Woche(n)
Rinde genießbar: ja
F.i.T.: 0%
Fett abs.: ca. 0%
Allergene: Milch und Milcherzeugnisse
Laktose: nicht enthalten
Salz: Kochsalz

Sonstige Informationen
Überwiegend vermarktete Produktionseinheit: andere
Höhe: 6 cm
Länge: 9.5 cm
Breite: 4.5 cm
Gesamtgewicht 0,2 kg
Beschreibung der Charakteristik:
Quargel gehört zur Gruppe der Sauermilchkäse, und wird aus Magermilch hergestellt. Nicht nur Käsegourmets wissen die Qualität eines Quargels zu schätzen. Quargel ist ein hochwertiges Paket aus viel Eiweiß und wenig Fett - mit wichtigen Vitaminen und Mineralien.

Hersteller
Concept Fresh VertriebsgmbH


walterst antwortet um 27-02-2010 08:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
seid ihr einverstanden mit dem Mail, das ich grade an die AMA versendet habe?

S.g. Damen und Herren!

Ich halte es für angebracht, die Seite "Käsewelten" zu überarbeiten.

Es ist fragwürdig, ob man die Prolactal-Produkte in der bisherigen Form dort anpreisen soll.

Es schockiert mich, dass sich die AMA mit der Angabe einer Herkunftsregion beim Bauernquargel an der Konsumenten-Irreführung beteiligt.

Handlungsbedarf!!!

mfg



helmar antwortet um 27-02-2010 08:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Lieber Walter, ich weiss nicht ob dir an meiner Zustimmung etwas liegt, aber diesem Fall hast du sie!
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


walterst antwortet um 27-02-2010 16:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Die betreffende Internetseite ist schon vom Netz.

Die AMA hatte im Vorjahr scheinbar den richtigen Riecher.
Wer sich erinnern kann: Geisterkühe auf Plakaten und eine neue Internetseite

"Unser Milchparadies - es lebt - wie lange noch"
Das war der Slogan dieser Internetseite und es gab an der Seite einen Milchbauernzähler, der von rund 39000 auf etwas über 37000 heruntergezählt hat.
Jetzt ist auch diese Seite - das MIlchparadies - verschwunden.


grasi1 antwortet um 27-02-2010 18:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Hallo Walter, frag gleich einmal bei der AMA nach, was mit unserem Marketingbeitrag geschieht, denn wir brav Monat für Monat abgezogen bekommen.
Jeder andere Geschäftszweig, egal was für einer, sie alle sagen ohne Werbung kann man nichts verkaufen.
Wir zahlen für jeden Liter Milch einen Werbebeitrag, ich sehe aber kaum eine Werbung für Milch oder ein Milchprodukt das wirklich in Österreich mit Österreichischer Milch hergestellt wurde.
Nein, da muß Quargel mit Holländischer Milch aus Deutschland importiert werden und für solche Sachen gibt es sogar Werbung auf der Internetseite von der AMA! (oder gab sie)
Unsere Vertretung spricht sich doch auch auf einmal für eine ordendliche Kennzeichnung der Herkunft von Lebensmittel aus.
Nur sollte die Bauernvertretung dies auch einmal in eine große Tageszeitung oder im Fernsehen, Radio usw. bringen, in der Landwirtschaftszeitung hat es keinen Sinn, wir wissen es ohnehin, das wir eine klare Deklarierung brauchen.
Das war nicht immer so, als damals der Steinbichler Leo, (man kann stehen zu ihm wie man will) ist schon einige Jahre her, der kritisierte die Kennzeichnung der Lebensmittel schon lange, wurde aber unter drückt in seiner Meinung.
Es kann nicht sein das ein Produkt, das mit Ausländischer Beteiligung (Milch, Fleisch, etc.)
in Österreich verpackt wurde, auch als ein Östereichisches Produkt bezeichnet wird.



walterst antwortet um 28-02-2010 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
So, jetzt hat Prolactal angeblich die Ursache gefunden:

http://kurier.at/nachrichten/1982110.php

Der (versehentliche) Wechsel von Listerienhemmenden Kulturen im November soll schuld sein.

Wenn das überhaupt mit der Wahrheit etwas zu tun hat, dann kann es nur maximal die halbe Wahrheit sein.

1. Von einem Wechsel der Kulturen bis zur Reifung und dem Verkauf plus die Inkubationszeit plus den Krankheitsverlauf vergehen mehrere Wochen. Da hat es ja vorher schon längst Krankheitsfälle gegeben.
2. Wenn bei der Quarglproduktion Schutzkulturen/Konservierungsmittel gegen Listerienwachstum eingesetzt werden müssen, dann bedeutet das, dass man anscheinend beim Rohstoff schon eine Listerienbelastung in Kauf genommen hat, obwohl es sich beim billigen deutsch/holländisch/internationalenresteverwerter-Industrietopfen um ein pasteurisiertes Produkt handelt.
3. Auf die Nulltoleranz für Listerien, die beim AMA-Gütesiegel oder vor dem EU-Beitritt gegolten hat, pfeift man bei Prolactal und lies auch positiv beprobte Chargen an "Bauernquargel" in den Handel gehen.


walterst antwortet um 28-02-2010 12:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Im MInutentakt gehts jetzt weiter mit Neuigkeiten zum Gammelkäse und zitzerlweise kommt man dem Problem näher:

Der Dungkäfer wars!

http://steiermark.orf.at/stories/426061/


walterst antwortet um 02-03-2010 07:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Noch viele Fragen offen. Berechtigte Zweifel von Fachleuten. Wildes Firmengeflecht. Ominöse Käfer.

Nachträglich herzliche Gratulation zum "Steirischen Lebensmittelpreis 2009", der vergangenen Mai von der Wirtschaftskammer an Prolactal verliehen wurde.

Käfertaxi:
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,344678

Firmengeflecht:

Das dichte Geflecht der Quargel-Erzeuger
Linzer Milchkonzern Artax hat Problem mit steirischem Quargel

LINZ. Der Listerien-Quargel der Prolactal-Käserei in Hartberg (Steiermark) gibt auch dem Mutterunternehmen eine herbe Duftnote. Die Linzer Artax AG ist eine mit pikanten Firmenverflechtungen und vielen prominenten Namen.

Vor zehn Jahren haben die Ex-Vorstände der aufgelösten Raiffeisen-Holding für die Milch- und Fleischverarbeitung (Austria Milch & Fleisch, AMF), Generaldirektor Gerald Aichinger und sein Finanzvorstand Walter Mayer, die Artax AG gegründet. Ihr Sitz ist ganz bescheiden in einem Altstadthaus in der Linzer Hofgasse. Von dort aus werden 250 Millionen Euro Jahresumsatz geschaukelt und 800 Mitarbeiter in Tochterunternehmen in Österreich, Deutschland, der Slowakei, den USA und anderen Ländern geführt.

Im Hintergrund: Fries

Aichinger und Mayer haben sich nach 1995 jene AMF-Teile gesichert, die nicht zu den neuen Molkereigenossenschaften (Bergland, NÖM, Gmundner etc.) und den Verarbeitungsbetrieben passten (Landhof, Senna, Maresi & Co wurden zur Vivatis AG der Raiffeisen-Landesbank OÖ).

Artax sammelte Betriebe, die sich der Verwertung der Milchüberschüsse widmeten, vor allem die Lactoprot-Milchtrocknungswerke. Das ist auch heute noch ein Großteil des Artax-Geschäfts: internationaler Aufkauf preiswerter Überschussmilch, Zerlegung in ihre Bestandteile und daraus Gewinnung von Rohstoffen für die internationale Lebensmittelindustrie. Der Hartberger Quargel macht nur ein Prozent des Umsatzes aus.

Das Geflecht aus Firmen und Stiftungen rund um Artax riecht ebenfalls nach Überfluss: Die AG gehört zu je 50 Prozent Privatstiftungen Aichingers und Mayers. Mayer ist Vorstand, dem Aufsichtsrat sitzt der Badener Rechtsanwalt Rudolf Fries vor, der als Großaktionär von Böhler-Uddeholm Schlagzeilen gemacht hat. Fries ist auch Gesellschafter der MBR-Liegenschaftsbeteiligung, die ihren Sitz ebenfalls in der Linzer Hofgasse hat und in der Walter Mayer Geschäftsführer ist.

Und Fries ist Vorsitzender der Mayer-Privatstiftung; Stellvertreter ist dort Otto Bruckner sen., der Patron des Linzer Handelskonzerns VOG (Großaktionär Raiffeisenlandesbank). In der Bruckner-Holzner-Privatstiftung, die bei der VOG das Sagen hat, ist wiederum Fries stellvertretender Vorsitzender. Außerdem gibt es eine Lactoprot-Privatstiftung, die den Stiftungen von Mayer und Aichinger gehört – Vorsitzender Mayer, Stellvertreter Aichinger. Der wiederum ist nicht nur Großgrundbesitzer in der Slowakei (3500 Hektar Grund, 1700 Rinder), sondern er ist auch in der Industrie investiert, als Zehn-Prozent-Eigner der Huemer Investment (Autozulieferer Polytec) und von PPI Ebensee (einst Steiner-Freizeitmöbel).


Christoph38 antwortet um 02-03-2010 08:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Da muss schon mehr schiefgehen als ein paar Käfer ...

Laut Ages wären erste Verunreinigungen bereits im Frühjahr 2009 erfolgt, da Erkrankungen bereits im Juni 2009 vorlagen.
So gesehen erscheint er fraglich dass der Austausch der Konserierungsmittel im Nov. 2009 die Ursache sein soll.

http://www.salzburg.com/online/homepage/aktuell/Neue-Zweifel-im-steirischen-Quargel-Fall.html?article=eGMmOI8V3XwUs3mAsU8BOiruroP5VzS0DCI1iuY&img=&text=&mode=&


walterst antwortet um 02-03-2010 09:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Bitter für die österr. Milchbauern: Prolactal, der Verarbeiter ausländischer Milch und Milchreste, wird wahrscheinlich weniger Schaden davontragen, als starke Käseexporteure, die echten heimischen Käse erzeugen. Wir dürfen also brav büßen.
Der Quargel selber macht bei Prolactal nicht viel aus und die anderen Produkte gehen in die Industrie und haben weniger Gefahrenpotential.


walterst antwortet um 04-03-2010 18:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Das THema wird uns noch länger beschäftigen.

Jetzt kommt man grade erst drauf, dass im Herbst und im Jänner die Prolactal ihren Quargel bei Sozialmärkten entsorgt hat.

Langsam kommt mir der Verdacht, dass das ganze von den Roten inszeniert ist: Quargel ist ja nicht umsonst ein Rotschmierenkäse!!!
Mit Biologischen Kampfmitteln wollte man unter den Pensionisten aufräumen, um sich einen Gesichtsverlust durch Pensionskürzungen zu ersparen, dann noch die bedürftigen dezimieren und die stinkende Ursache wollte man den Schwarzen in die Schuhe schieben. War aber ein schöner schiss in die Hose.

verzeiht mir meinen Galgenhumor



Muuh antwortet um 04-03-2010 19:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Interessante gegensätzliche Aussagen in Kurier

"Die Firma Prolactal hatte mit uns Kontakt aufgenommen", erklärt SOMA-NÖ-Geschäftsführer Walter Feninger. Die Frage, die er jedem Lieferanten stellt: "Warum wird der Käse an uns weitergegeben?" Ihm sei gesagt worden: Der Käse sei lebensmitteltechnisch einwandfrei, finde aber keine Abnehmer. Gegenüber der APA erklärt das Unternehmen, den Käse auf Ersuchen der Einrichtungen weitergegeben zu haben.


karl0815 antwortet um 05-03-2010 21:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
gammelkäse
Jetzt verstehe ich auch schön langsam, warum die Medien an einigen Toten(derzeit 7) so gar nicht interessiert sind:da stinkt´s ja bis ziemlich weit nach oben, da wird ein sorgsam gepflegter Mantel des Schweigens drübergelegt!



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