Flächenkompostierung - Erfahrungen?

Antworten: 5
DJ111 30-03-2009 16:41 - E-Mail an User
Flächenkompostierung - Erfahrungen?
Ich habe vor auf Flächen versuchsweise geschredderte Garten und Strauchschnittabfälle, im Sommer auch Rasenmähergras von Sportplätzen und so, direkt am Acker auszubringen, da ich diese in größeren Mengen bekommen könnte und mir die Kosten einer aufändigen Kompostierung ersparen möchte.

Wer hat Erfahrungen mit sowas?

Drainagerohrreiniger antwortet um 30-03-2009 16:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flächenkompostierung - Erfahrungen?
Was ist bei der normalen Kompostierung aufwändig???

Ich gehe mal davon aus dass Du keinen Kompostwender und keine befestigte Fläche hast?

Du erhältst 1a Dünger wenn du kompostierst. Kannst auch noch Korallalgenkalk dazugeben, und wenn Du KE oder EM nach der Heißen Phase dazugibst, dann wird der Erfolg nicht lange auf sich warten lassen.

Trotzdem halte mich auf dem Laufenden mit deiner Flächenkompostierung.

DJ111 antwortet um 30-03-2009 17:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flächenkompostierung - Erfahrungen?
Du hast recht.

Ich müsste mal eine Miete aufsetzen und ein paar mal wenden. Aber was noch teurer ist: Errichtung einer entsprechenden besfestigten Fläche mit Sammelgrube usw.

Das alles könnte man sich ja ersparen, wenn man das Material direkt vom Schredder auf die Fläche aufbringt

Kathi antwortet um 30-03-2009 18:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flächenkompostierung - Erfahrungen?
Hi

wennst du das so ausbringst hast du eine Mulchung aber keine Kompostierung.

Nur durch die Mieten und das regelmäßige Wenden kommt es zu den hohen Temperaturen und der Kompostierung der Grünschnitte.

lg
Kathi




Newbie antwortet um 30-03-2009 20:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flächenkompostierung - Erfahrungen?
Es gibt auch andere Meinungen:

" Die organische Decke darf nicht zur Oberflächenverdichtung führen, und sie darf auch nicht zu anaeroben Vorgängen, zu Fäulnis und Gärung führen. Man kann demnach als Bodendecke kein Material gebrauchen, das mechanisch abdichtet (Laub, Folien), und man darf die Decke nicht so dick anlegen, dass sie eine Art von Eigenkommpostierung durchmachen kann und Nester von Fäulnis und Gärung zu bilden vermag. Dadurch werden nicht nur pathologische Verhältnisse der Garung produziert, sondern es wird auch die übermäßig starke Entwicklung gewisser Bodentiere (Schnecken) gefördert.
...
...
Das Anbringen einer organischen "Nährdecke" ist nicht identisch mit dem althergebrachten Begriff des "Mulchens"; beim Mulchen stellt man die physikalische Wirkung der Bodenbedeckung in den Vordergrund, eine Wirkung, die man folgerichtig auch mit anorganischen Materialien nachzuahmen versucht hat (Kunststofffolie oder org. Materialien, die keine eigentliche Bodennahrung darstellen wie Stroh, Holzwolle, Sägemehl, Torf, Laub usw.)
....
....
Kein organischer Dünger darf länger lagern als unbedingt erforderlich. Die Kompostierung, auch in idealer Form, muss vermieden werden, wo immer es geht, und das Material der "Flächenkompostierung" zugeführt werden. ... Der Humusbauer und -gärtner muss versuchen, jeden Dünger sobald als möglich an den Boden zu bringen und darf ihn nicht einarbeiten."

aus: Bodenfruchtbarkeit - Eine Studie biologischen Denkens
von: Dr. Hans Peter Rusch
Verlag: OLV
ISBN:3-922201-45-8

179781 antwortet um 30-03-2009 22:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flächenkompostierung - Erfahrungen?
Das mit der Flächenkompostierung ist wenn man es richtig macht eine tolle Sache. Nur wo willst du z. B, Grasschnitt, der im Mai und Juni in großen Mengen anfällt "flächenkompostieren"? Mit einem Spezialgerät zwischen den Maisreihen oder extra dafür eine Fläche brachliegen lassen?

Gottfried

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