Elektrischer Radlader Kramer KL 25.5e im Test

Mit dem KL 25.5e hat Kramer 2016 einen elektrischen Radlader im mittleren Leistungssegment auf den Markt gebracht. Wie hat sich der leise Lader im Praxistest auf einem Milchviehbetrieb geschlagen?
Die geringe Lautstärke, vor allem aber der abgasfreie Betrieb des KL 25.5e ist gerade bei der Arbeit innerhalb von Gebäuden ein wichtiger Pluspunkt für Mensch und Tier.
Die geringe Lautstärke, vor allem aber der abgasfreie Betrieb des KL 25.5e ist gerade bei der Arbeit innerhalb von Gebäuden ein wichtiger Pluspunkt für Mensch und Tier.
Kramer stellte 2016 mit dem Modell KL 25.5e erstmals einen elektrisch betriebenen Radlader vor. Der Entwicklung dieses Laders war eine detaillierte Marktanalyse vorangegangen, bei der insbesondere die generelle Akzeptanz eines Elektrofahrzeugs sowie dessen technische Anforderungen im Fokus standen. Entstanden ist so ein Radlader in der Klasse mit 0,65 m³ Schaufelvolumen, der auf dem bestehenden Modell KL 19.5L von Kramer basiert. Rein äußerlich unterscheidet sich die 4,1 t schwere elektrische Version kaum von seinem dieselbetriebenen Kollegen. Die Kipplast des KL 25.5e, den es sowohl mit einer Standard- als auch mit einer verlängerten Ladeanlage (beim Testmodell verbaut) gibt, liegt bei 2,5 t. Die Stapelhöhe beträgt gut 3 m und der Schaufeldrehpunkt 3,3 m (jeweils mit der verlängerten Ladeanlage).

AGM-Batterie als Kontergewicht: Die Ladezeit beträgt zwischen sechs und sieben Stunden.
AGM-Batterie als Kontergewicht: Die Ladezeit beträgt zwischen sechs und sieben Stunden.
Wartungsfreie, robuste Batterie
Wurden während der Markteinführung des Elektroladers verschiedene Batterietypen angeboten, so gibt es heute bei Kramer nur noch die Blei-Säure-Vlies-Batterie. Zur problemlosen Entnahme der Batterie sind dafür vorgesehene Staplerlaschen vorhanden, sodass das Aggregat mit geringem Zeitaufwand entnommen oder ausgetauscht werden kann. Die Kapazität dieser AGM-Batterie – AGM steht für Absorbent Glass Mat, zu Deutsch: saugfähige Vliesmatte – beträgt 416 Ah.

Zwei Elektromotoren
Der KL 25.5e kann mit den gängigen Anbaugeräten genutzt werden. Betreffend Gerätewechsel gibt es nichts Neues zu vermelden.
Kein Problem mit Lasten bis 1.750 kg: Der KL 25.5e im praktischen Einsatz mit Stapelvorrichtung.
Kein Problem mit Lasten bis 1.750 kg: Der KL 25.5e im praktischen Einsatz mit Stapelvorrichtung.
Im Inneren des Laders arbeiten zwei Elektromotoren, die speziell für sogenannte Flurförderfahrzeuge wie Stapler etc. konzipiert sind. Ein erster Motor sorgt für den Fahrantrieb, ein zweiter ist für den Betrieb der Arbeitshydraulik verantwortlich.
Der Fahrantrieb ist stufenlos regelbar. Es gibt zwei Fahrbereiche (schnell, langsam), die maximale Geschwindigkeit liegt bei 17 km/h.

Allrad-gelenkt
Der KL25.5e basiert auf dem Kramer-typischen Konzept: Der ungeteilte Rahmen verhindert, dass sich der Abstand zwischen Kontergewicht und Ladeanlage verändert. Die Nutzlast, der Schwerpunkt und die Standsicherheit bleiben unabhängig vom Lenkwinkel gleich. Dank Allradlenkung – eine Vorderachslenkung gibt es bei diesem Modell nur als Option – und Lenkeinschlag von 38° ist der Lader bei einem Wenderadius von 2,7 m recht wendig.

Der elektrische Radlader KL 25.5e von Kramer war ab Oktober 2016 rund 450 Stunden auf einem Milchviehbetrieb im Einsatz – täglich zwischen drei und fünf Stunden.
Über die praktischen Erfahrungen und alle Testergebnisse berichten wir in der LANDWIRT Ausgabe 11/2017.

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Aktualisiert am: 19.05.2017 10:08
Gebrauchte Hoflader