Holzpreise regional unterschiedlich

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tomsawyer 26-10-2020 20:22 - E-Mail an User
Holzpreise regional unterschiedlich
In den westlichen Bundesländern kostet das Blochholz ab 2b, 3a+ 80 Euro netto.
In Waldviertel kostet das Holz 2b+ 69 Euro netto, bei allen größeren Sägewerke der gleiche Preis ! Schuld soll das Käferholz sein, keine Rede dass sehr viel Holz aus Tschechien kommt. Eigentlich sollen diese Tschechen Sägewerke auch bei den Straßensanierungen mit zahlen müssen. Ich werde kein Holz an die heimischen Sägewerke verkaufen, da verkaufe ich lieber in andere Bundeländern, auch wenn der Preis wegen dem Transport unter 69 Euro ist.

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Heimdall antwortet um 26-10-2020 21:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Holzpreise regional unterschiedlich
Was mir am besten an dem ganzen gefällt, im SBG Bauer steht man soll den guten Holzpreis nutzen.
Guter Witz 2b aufwärts um 75-80 Euro zu verscherbeln.
Mich kotzt die ganze Forstwirtschaftliche Wertschöpfung in letzter Zeit richtig an.
Ein Hängerzug Faserholz bringt keine 900€ mehr, Hackgut muss man froh sein wenns einem wer abnimmt, wo sind wir denn da..
Und der Waldverband schwelgt schonwieder in selbstbeweihräucherung


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textad4091 antwortet um 26-10-2020 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Heimdall: Nutzungs"empfehlungen" wundern mich ehrlich gesagt gar nicht. Schließlich kommt derzeit überwiegend Schadholz auf den Markt, es wird aber sicherlich auch "normales" Blocholz A-C, eben 2b aufwärts, gefragt sein ... wie immer halt. Nur ist eben selbst dieses viel zu wenig Wert, wenn man dran denkt, dass es vl. noch in einem der Gebirgsgaue zu ernten ist.
Ein Frächter meinte zum (Bloch)Holz aus Tschechien ein mal, er weißt nicht was die Sägeindustrie vor hat- Schließlich wird des ganze Käfer- und Schadholz mit der Zeit nicht besser, und dann brauchen's plötzlich wieder "gutes" Holz von "heimischen" Wäldern ...

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Ferdi 197 antwortet um 26-10-2020 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ca. 500 LKW Züge mit Holz fahren von Tschechien durchs Mühlviertel OÖ / Waldviertel Nö jeden Arbeitstag zu den großen Sägewerken in NÖ und mittlerweile sogar bis in die Nördl. STMK.
Im Frühjahr 2020 waren es so ca. 260 LKW Züge und das hat sich in der Krise nochmal ab Aug. 2020
verdoppelt.
Dabei ist aber immer öfters auch sehr schönes / frisches Fichtenholz, wenn man die LKW - Fuhren sich so ansieht.
Der Preis ist so ca. um die 45,-€ inkl. Lieferung nach Österreich für Frischholz ab 2a.
Dafür werden in Tschechien einiges an Forstförderungen ausgeschüttet, um ihr Nadelholzbestände auszudünnen, auch in Hinblick auf Schadholzminimierung.


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fgh antwortet um 27-10-2020 08:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die Preise differieren aufgrund der Frachtpreise aus DE bzw. Tschechien. Nutzungsempfehlung kommt daher, dass die Sägewerke dann doch irgendwie was schönes frisches auch bräuchten...

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tomsawyer antwortet um 27-10-2020 09:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja aber um 69 Euro schneide ich nichts frisches, schönes.....

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fgh antwortet um 27-10-2020 09:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich schneide seit Dezember 2017 (Windwurf) nur so viel um wie ich muss... leider war das 2019 durch den Käfer gar nicht so wenig...

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Vollmilch antwortet um 27-10-2020 09:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich habe keinen wirklichen Wald und die letzten Fichten hab ich im Vorjahr umgeschnitten.
In unserer Gegend kann man entweder jetzt eine gesunde, schöne Fichte umschneiden oder nächstes Jahr einen dürre.

Alles Gute!
Vollmilch

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inim antwortet um 27-10-2020 09:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß euch!
Ja die Sägewerke haben sich heuer ein wenig verspekuliert weil bei uns nur wenig Käfer und Schadholz angefallen ist. Weil aber vom ( Ausland ) nur minderwertige Waare kommt ist es ihnen wieder eingefallen das es auch Österreichische Waldbauern giebt und von denen soll jetzt das frische und Gute Holz kommen.
Nur bei diesem geringen Preisanstieg werden sich nur wenige Waldbauern bereit erklären die Motorsägen anzuwerfen.
Wie mir aufgefallen ist kommt von Slowenien seit einiger Zeit fast kein frisches Holz mehr nach Kärnten, auch sind voll beladene LKW,s mit Käferholz wieder zurückgeschickt worden.
Die Wirschaft braucht derzeit gutes Holz , aber bezahlen will man dafür nur wenig.
Lg Inim

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fgh antwortet um 27-10-2020 09:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ist aber noch ein langer Weg, bis auch was dafür bezahlt wird - noch kommt scheinbar auch noch so genug schönes mit und keiner weiß wie es nächstes Jahr bei uns wird...

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Heimdall antwortet um 27-10-2020 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Solange der Preis nicht dreistellig ist hat es doch keinen Sinn etwas umzuschneiden was nicht sein muss?
Ich räume auch keine Gipfel/CX mehr aus dem Wald wenn es nicht sein muss (Käfer etc). Bevor ich es den Heizwerken schenke und die gutes Geld damit verdienen lass ich es verfaulen.

Jeder sollte einen Teil vom Kuchen haben.
Reich werden wir eh mit 100 Euro á fm nicht.

Ich hoffe einfach, dass im Ausland irgendwann mal das Holz ausgeht :(

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fgh antwortet um 27-10-2020 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Fichte dürfte wenn es mit dem Käfer so weitergeht mal knapper werden, vorausgesetzt die Wirtschaft braucht weiterhin so viel Holz....

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KaGs antwortet um 27-10-2020 14:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@heimdall
Das mit dem dreistelligen Preis haben sich schon mehr so vorgestellt, leider kommts aber dann ganz anders als erwartet! Wenn auch für die guten Stücke 100 Euro aufwärts gezahlt werden, kommts aber darauf an, wie qualifiziert wird! Beim sortieren wird der Preis gemacht! Da nützen die 100 Euro plus gar nichts, wenn bei einem "braunen Minifleckerl" dann gleich auf CX gedrückt wird. Es muss sich auch der Preis für Faserholz und CX - Bloche erfangen, sonst hat auch der "Lockpreis" wenig Sinn. Bei jeder Nutzung fällt halt auch CX und Faser an.

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textad4091 antwortet um 27-10-2020 14:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ KaGs: So ist es: WIr können bei FIchten Normalsortiment (A-C, ab 2b) von dreistellig ohnehin nur träumen. Bei Lärche wär's schon eher drinnen ...
Mir ist es auch eher lieber, sämtliche Sortimente haben einen ansprechenden Preis als Lieferant- Denn sagen wir mal so, eine Endnutzung ein paar Jahre hinausschieben ist nicht so schlimm, wie eine (Erst)Durchforstung, bei der ma aktuell nur draufzahlen würde (Gegen eine glatte Null bei Erstdurchforstungen hab ich da nicht einmal was, wenn die Arbeit gut gemacht ist).

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Aequitas antwortet um 27-10-2020 19:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich persönlich werde heuer den Holzeinschlag so weit wie möglich reduzieren.
Holz ist geduldig, wenn jeder weniger liefert und hoffentlich kein Schnee oder Sturmschaden auftritt gibts vielleicht noch Hoffnung auf einen besseren Preis,...



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waldbiolux antwortet um 27-10-2020 19:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Auf HOLZKURIER.com ein Artikel. "Was kommt nach Käfer? Weltweiter Holmangel ? " Die Holzmengen
die jetzt durch Käfer auf den Markt kommen werden einmal fehlen. Preislich wird es noch einige Zeit dauern, aber wenn die Schadholzmengen eimal ausbleiben, kann das Pendel schnell wieder auf die andere Seite ausschlagen.

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Ferdi 197 antwortet um 27-10-2020 22:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Holzmangel? Das vermuteten auch unsere Vorfahren wie die Motorsäge immer öfters im Wald eingesetzt wurde.
Da haben die sich auch getäuscht, ebenso wie vor ca. 25 Jahren die ersten Harvester kamen.
Der Holzvorrat nimmt immer mehr zu, durch bessere Züchtung / Saatgut, nicht so langen Umtrieb, teilw. auch Düngung und durch andere Waldpflege wie vor eben 50 Jahren oder mehr.

Sollte in Österreich der Holzpreis tatsächlich, schätze mal über 100,-€ exkl. über längere Zeit sein, dann wird das eine oder andere Sägewerk / Plattenwerk / Papierproduktionswerk,.. von den großen Internationalen Konzernen eben abwandern. Die Werke sind meistens eh nach einer gewissen Zeit voll Sanierungsfähig und somit bauen die dann eben dort neue Werke wo der günstigste Rohstoff vorhanden ist.

Die dortigen Regierungen kommen denen natürlich mit hohen Förderungen / auch von der EU bzw. mit einer eher lockeren Forstgesetzgebung auch gleich entgegen. Damit dann dort über ca. 2 Jahrzehnte genug günstiger Rohstoff eben vorhanden ist.
Das war ja eh fast die Erpressung, von Seite der Holzindustrie, wie die Politik die großen Rundholz Importe so im April / Mai nach NÖ irgendwie ändern wollte.




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fgh antwortet um 28-10-2020 07:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gebe dir recht waldbiolux...ist nur der Frage wer noch große Fichtenvorräte hat, wenn der Käfer mal fertig ist....

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 28-10-2020 14:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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die Frage stellt sich nicht, weil die Prognose bullshit ist in mehrfacher Hinsicht.
a)der Käfer wird nie fertig sein weil Dürreperioden immer wieder sein werden.
b)bei einem Temperaturanstieg die Baumgrenze sich einfach nach oben verschiebt. Ergibt neue Kulturstandortfläche für Fichte. Deswegen auch ausreichend Holzvorrat kurzfristig für die nächsten 100 Jahre was Österr. Tschechien Slowakei Slowenien Bayern zb betrifft.
c) kommt der Temp.-anstieg nicht, dann auch kein Holzmangel in Sicht.

https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/holz-und-markt/holzmarkt/preisentwicklung-von-nadelholz#c84804


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Heimdall antwortet um 28-10-2020 23:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also einen Anstieg an Holzvorrat wegen Temp. Anstieg glaube ich kaum, zumindest mittelfristig nicht. Zumindest nicht wenn es um Fi A B C 2b+ geht.
In dieser Höhe wächst nutzbares Holz in so kurzer Zeit sicher nicht nach. Sollte es, wird der Abtransport das nächste Hindernis...

Weiß jemand um da Thema Holzdiesel genauer Bescheid?
Das wäre meiner Meinung nach eine sinnvolle Nutzung von Schwächeren Qualitäten, welche auch den Preis stabilisieren könnte..

Heimdall

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 29-10-2020 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ich hab zwar nicht hingeschrieben das verglichen zum status quo bei Temp anstieg der Holzvorrat steigt, aber so dramatisch sinken dass Holzmangel entsteht wird er vermutlich nicht, so wie einige hier behauptet haben. Lesen ist schon schwierig für manche ;-)

zum Thema Holzdiesel. Einige Menschen in Österreich weisen schon seit Jahren drauf hin, dass man so wie Argentinien aus Zuckerrohr , man aus Holz Bioethanol erzeugen könnte für Verbrennungskraftmaschinen, also Motoren,Heizwerke usw. Wär toll für die regionale Wertschöpfung. mfg




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