Anschluss an Abwasserkanal

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georg.o(86v6) 05-07-2020 19:35 - E-Mail an User
Anschluss an Abwasserkanal
Hallo!
Meine vollbiologische Kleinkläranlage wird in Kürze die behördliche Altersgrenze erreichen. Dann muss ich eine neue bauen oder an den Abwasserkanal der Gemeinde anschließen.
Das Problem dabei ist jedoch dass der Kanal, welcher in ca. 600 Meter Entfernung ist und auch ca. 35 Meter höher liegt. Daher brauche ich eine sog. Hebeanlage.
Weiß jemand ob bei dieser Hebeanlage regelmäßig eine Überprüfung von der Behörde verlangt wird (ähnlich wie die Kleinkläranlage)? Oder wird die Funktion nur durch mich überprüft um mich vor stinkender Überraschung zu bewahren.
Mit welchen Kosten für Bau der Anlage und laufende Stromkosten sind zu rechnen? Einfamilienhaus mit 5 Bewohnern im Bundesland Salzburg. Anschlusskosten und Leitungsbau sind hier nicht die Frage, nur die Hebeanlage.

Bitte um Hilfe.

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heilei antwortet um 05-07-2020 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Anschluss an Abwasserkanal
Hallo,
hast eine Sonderabmachung mit der Gemeinde?
Für eine Hebeanlage ist doch der Kanalbetreiber zuständig, Anschlusskosten sind ja ohnehin ein Wahnsinn.
Warum keine Kleinkläranlage mehr, ist bestimmt billiger?
Grüße aus NÖ

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macgy antwortet um 06-07-2020 08:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn auf Eigengrund der Anschluss zu tief liegt, ist es Sache und Kosten des Grundeigentümers für eine ordnungsgemäße Einleitung zu sorgen

Auch die Wartung und Kontrolle unterliegt dem Grundeigentümer

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Peter1545 antwortet um 06-07-2020 08:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich bin anderer Auffassung. Die Gemeinde muss die Infrastruktur stellen, sonst reicht eine Senkgrube und diese muss von Entsorger oder Bauern geleert werden.


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macgy antwortet um 06-07-2020 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grundsätzlich ist der Kanalanschluss Ländersache, also kann man es nicht für Österreich pauschal sehen

Wenn, OHNE erheblichen Aufwand, ein Kanalanschluß möglich ist an das öffentliche Netz, MUSS angeschlossen werden

Anders sieht die Sache in stark zersiedelten Gebieten aus, wie z.B Stmk Tirol o.ä

Dort kann man sich eine Kläranlage selbst errichten, natürlich auf eigene Kosten für Bau, Wartung und Instandhaltung

Senkgruben oder früher Sickergruben, sind schon lange nicht mehr zulässig, oder nur mit massigen Auflagen

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Peter1545 antwortet um 06-07-2020 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eine Senkgrube ist keine Sickergrube sondern eine Güllegrube für menschl. Exkremente. Ist auch sicherlich überall zulässig. Die Frage ist nur muss der Entsorger kommen oder darf es ein Bauer ausfahren.

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Grosswaging antwortet um 06-07-2020 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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In O.Ö. muss man an das öffentliche Kanalnetz nur anschließen, wenn die Liegenschaft innerhalb des 50m Bereiches eines Kanalstranges liegt.

Ansonsten Senkgrube.
Kann von Bauern ausgebracht werden.
Entsorgungsnachweise sind jährlich der Gemeinde vorzulegen.

Oder private Kleinkläranlage.

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textad4091 antwortet um 06-07-2020 13:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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"Kann von Bauern ausgebracht werden.
Entsorgungsnachweise sind jährlich der Gemeinde vorzulegen."

Meinst du mit ausgebracht auf Wiese oder Acker, oder zur Kläranlage geführt? Eher zweiteres, oder?




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heilei antwortet um 06-07-2020 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Anschluss an Abwasserkanal
Hallo,
Senkgruben (auch Dreikammer) zu errichten ist schon lange nicht mehr erlaubt.
Nur mehr Kleinkläranlagen, wenn möglich im Häuserverbund, außer bei Alleinlage.
Bauern dürfen noch in die Güllegrube einleiten.
Bei Bio?
Grüße

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macgy antwortet um 06-07-2020 13:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Am besten mit der jeweiligen Landesregierung Rücksprache halten, die ist gemeindeunabhängig

Auf der zuständigen Gemeinde wird man nur die Variante erfahren, die am teuersten ist, bzw für die Gemeinde am lohnensten ;-)

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Grosswaging antwortet um 06-07-2020 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nein, ausgebracht bedeutet auf Wiese oder Feld !!

Gemeinde ist der beste Ansprechpartner !!!!

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KaGs antwortet um 06-07-2020 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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jedes Bundesland kocht eine eigene Suppe. In NÖ gilt die 50 m Grenze meines Wissens nicht. Wird halt drauf ankommen wo die 50 m zu verlegen sind. Wenn nur 20 m zum Hauptstrang sind und eine Dükerung unter einem tiefen Graben notwendig ist, wird es auch zu teuer sein. Gleich in meiner Nachbarschaft so ein Fall. (Trockenes) tiefes Wildbachgerinne hätte ganz schöne Kosten verursacht für die Gemeinde. So wurde (und bleibt) halt eine Senkgrube. Bei mir waren es 70 m zum Schacht, wäre ohnehin Anschlusszwang gewesen. War aber keine Hexerei die 70 m auf eigenem Grund zu verlegen. Für das alte Haus wären hohe Anschlusskosten gewesen, da große Grundfläche. Jetzt hängt ein kleines Haus am Kanal mit moderaten laufenden Kosten. Bin froh, nichts mehr mit der Senkgrubenräumerei tun zu haben. Lasst sich ja nicht vermeiden, dass viel Glump dabei ist, was dann auf der Wiese herum liegt.
Bei Viehhaltung wäre das einleiten in Güllegrube möglich gewesen. Nicht möglich allerdings, die BIO sind, und Projektlieferanten sind. (Es sein denn, es hätte sich das geändert in der Zwischenzeit)

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katharina.p(vse15) antwortet um 06-07-2020 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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xaver75 antwortet um 06-07-2020 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo, unter "lk oö häusliche Abwässer richtig lagern und entsorgen" gibt es ein wenig Lesestoff. ,-)

mfg

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Aequitas antwortet um 07-07-2020 07:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das weicht jetzt etwas ab, aber wenn man bedenkt wie oft die Rückhaltebecken bei heftigen Regenfällen übergehen (habe ich oft genug gesehen) und das ganze ungeklärte Schmutzwasser pur in den Bach gelangt, finde ich die Lösung mit Hausabwasser in die Güllegrube viel besser, zudem verdünnt es noch die Gülle.

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macgy antwortet um 07-07-2020 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Anschluss an Abwasserkanal
@Aequitas

Auch fast jede Pumpeneinheit im öffentlichen Abwassernetz hat so einen Überlauf in öffentliche Vorfluter / Bach / Gerinne

Nur, würdest du soetwas installlieren, würdest du Strafe zahlen, bis du schwarz wirst

In unserer Nachbargemeinde, haben viele , aus Faulheit, auch gleich das Dachwasser in den Schmutzwasserkanal angeschlossen
Bei stärkerem Regen ist die Kläranlage übergegangen

Gemeinde ist durchgegangen, alle Häuser / Anschlüsse...überprüft...und diejenigen mussten heftige Strafe zahlen, oder bei nichtumänderung saftige Anschlussgebühren nachzahlen, teilweise im 5-stelligen Bereich

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foschei antwortet um 07-07-2020 20:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,
habe seit 1997 eine Pflanzenkläranlage.Funktioniert einwandfrei!Bin auch aus Salzburg.Kannst gerne anschauen kommen
Sg



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Aequitas antwortet um 09-07-2020 20:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn man bedenkt das in Deutschland je nach Bundesland Betriebe für Siloballen eine betonierte Fläche samt Oberflächenwasserfangbecken brauchen und hier das reine Abwasser in den Bach kommt bei starken Regenfällen ist schon mehr als fragwürdig.



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Century antwortet um 09-07-2020 20:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Aequitas: In D ist es kein Stück besser, wenn in den Städten die Anlagen voll oder einfach völlig marode sind, werden auch ungeklärte Abwässer ind Bach/Fluss/Meer abgelassen.

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mittermuehl antwortet um 11-07-2020 15:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Anschluss an Abwasserkanal
In unserer Gemeinde in Ö können Häuser die zu weit von Kanal entfernt sind sich entweder für eine eigene Pflanzenkläranlage oder eine große Senkgrube entscheiden. Die Gemeinde sorgt für die entleerung der Senkgrube und bringt alles zur Gemeindekläranlage bzw. pumpt es halt in den nächsten Kanalnschluß . Das wird über die "Kanalgebühr" abgerechnet. Ich kenne da eine Grube die keine 40 Meter vom Kanal weg ist. Ab er dazwischen ist ein Bach und sie wollten das Rohr nicht an der Brücke anbauen.....


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