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H.159.345.s 17-06-2020 22:43 - E-Mail an User
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Guten Abend

Gibt es hier Landwirte die von der Milchwirtschaft in einen anderen Betriebszweig gewechselt haben? Quasi neu orientiert....
Ich wäre über Erfahrungen dankbar. ( Wie ging es euch mit dem Schritt, die Umstellung, plötzlich das monatliche Einkommen weg oder anders usw.) Vlt gibt es sogar ehemalige Vollerwerbslandwirte die diesen Schritt gingen.

Beste Grüsse



meki4 antwortet um 18-06-2020 05:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja, zu Kalbinnenmast, damit ich mein Grünland verwerten kann.
BG M.


FloW4 antwortet um 18-06-2020 06:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Habe auch seit April keine Milch mehr.



meki4 antwortet um 18-06-2020 07:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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H.159....
Du bist wahrschwinlich auch aus einer Gegend, wo man ohne Milchkühe kein richtiger Bauer ist, und schon am abhausen ist.
Weil Du schreibst, ehemalige Vollerwerbsbauern. Warum soll man ohne Kühe den Vollerwerb aufgeben?
Ich lebe jetzt genauso gut, habe mehr Lebensqualität. Jetzt gesehen, hätte ich die Kühe schon bei Betriebsübernahme schmeissen sollen.
BG M.


jakob.r1 antwortet um 18-06-2020 07:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich H159, mir war 1997 schon der Milchpreis zu niedrig, obwohl er damals bei umgerechnet 45 Cent/kg lag. Hab dann das Milchkontigent noch verkauft und den Schritt nie bereut. Wie meki schon schreibt hast Du ohne Milchkühe eine höhere Lebensqualität weil Dich niemand zwingt 365 Tage im Jahr parat zu sein. Als angenehmer Zusatzeffekt hast Du die Möglichkeit ausserlandwirtschaftlichen Tätigkeiten nachzugehen, bei denen man leichter und kürzer mehr Gewinn machen kann. Oder Du bleibst in der Landwirtschaft und setzt die vorhanden Maschinen überbetrieblich ein, bzw. bist als Betriebshelfer unterwegs, weil wir wissen ja nicht ob Du einen "Beruf" ausserhalb der Landwirtschaft erlernt hast oder nicht....
Auf alle Fälle ist es heute mehr denn je ein kluger Schritt, Dich von der knechtenden Milchviehhaltung zu befreien.
Beste Grüße
Jakob


Richard0808 antwortet um 18-06-2020 08:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@h.159... wäre in die Richtung Geflügel etwas für dich?

Ein Bauer bei uns im Dorf ist vor 2 Jahren von Milchkühen auf Legehennen Aufzucht (Bio) umgestiegen.
Er schwärmte davon das es gut läuft und baut gerade einen zweiten Stall dazu.



meki4 antwortet um 18-06-2020 09:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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h 159 - was hast Du für Voraussetzungen - nur Grünland, oder gemischter Betrieb wie ich?


H.159.345.s antwortet um 18-06-2020 11:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke für eure Antworten.
Also ich habe reines Grünland keinen Acker und Forst.
Wir überlegen ernsthaft die Milchwirtschaft aufzugeben und etwas ,,anderes,, zu machen. Die grösste Angst hinter diesem Schritt ist halt das man plötzlich sein Milchgeld verliert also nicht falsch verstehen das fixe Einkommen ist halt Mal weg.
@Richard0808 ja Hühner haben wir schon angedacht . Wobei dies wahrscheinlich eine grosse Investition werden wird.... Ansonsten auch Kalbinenmast oder Ochsen. Irgendwas wo man halt trotzdem monatlich ein fixes Einkommen hat.
Danke


Vollmilch antwortet um 18-06-2020 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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"monatlich ein fixes Einkommen" - schwierig (Ponyhof vielleicht?)

Wie hoch soll das Einkommen sein? Vollerwerb / Nebenerwerb? Wieviel Fläche steht zur Verfügung?

Alles Gute!
Vollmilch




H.159.345.s antwortet um 18-06-2020 12:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Beim Milchgeld hast ja monatliches Geld. In anderen Betriebszweigen Stelle ich mir das schwieriger vor oder denke ich falsch?!
Rund 60ha Grünland welches derzeit gemäht wird. Dann noch Hut und Dauerweiden. Nichts auf Pacht.


richard.w(7n417) antwortet um 18-06-2020 12:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja du denkst falsch ;)
Nix für ungut, aber jede Firma rechnet mit dem Jahreseinkommen. Man muss es sich halt einteilen. Das ist bei monatlicher Abrechnung einfacher, das wars auch schon mit den Unterschieden.



mostkeks antwortet um 18-06-2020 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hast du über Sonderkulturen nachgedacht?
Leichter ist das meist parallel zu den Milchkühen zu starten um ein paar Erfahrungen zu sammeln. Anderseits binden die Butterhirsche doch auch recht viel Zeit die einen Neustart ausbremsen.
Schau dir mal Kulturen an die zu mehr als 50% importiert werden. Vielleicht ist was dabei was dir Spaß macht.
Bei uns in der Gegend sind noch jede Menge Bio-Enten gesucht, Bio Pute - Truthahn, ...Geflügel generell

Himbeeren sind rar, Heidelbeeren wäre Platz, Bio-Gemüse mit Direktvermarktung,.... Kräuter, Gewürze Pflanzen für Wirkstoffe (zB. Waldland)

Haselnüsse aus At sind rar

Würde mal ein paar Kurse besuchen die dich interessieren vielleicht ist was dabei?
Und erwarte dir kein Wunder, die meisten Dinge die etwas abwerfen sind doch wieder viel Arbeit.

Verarbeitung und Direktvermarktung bringt etwas Unabhängigkeit und wieder ein regelmäßiges Einkommen.

Aber es hält sich auch in unserer Gegend hartnäckig die Meinung das ein einstellen der Milchlieferung ein Ende (Scheitern) des Betriebes ist. Derweil gibt es bei uns erst seit ca. 45 Jahren eine Milchabholung und die Landwirtschaft hat es vorher schon gegeben und wird es auch nachher noch geben.

Viel Erfolg und frohes Schaffen!


FloW4 antwortet um 18-06-2020 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bin jetzt ohne Milch auch im Vollerwerb, untern Strich geht mir vermutlich nicht einmal viel Geld ab.
Stelle gerade um auf Kalbinenmast, 4-5 Kühe bleiben für Milch für die Kälber, und dass ich nicht alle zukaufen muß.
Bei mir ist halt der alte Anbindestall ein Problem.
Jetzt warte ich einmal wie es mit der nächsten Förderperiode wird.


meki4 antwortet um 18-06-2020 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei 60 ha Grünland kannst sicher soviele mästen, das Du jedes Monat eine Box verkaufen kannst. -
Das schaff ich nicht, weil ich 30 ha Grünland hab und damit 85 Mastplätze füttere.
BG M.


179781 antwortet um 18-06-2020 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das mit dem monatlichen Einkommen wurde schon erwähnt. Sollte in der LW eigentlich kein Problem sein, wenn das Geld unregelmässig hereinkommt. Hauptsache ist, dass über das Jahr gerechnet genug hereinkommt.
Die ganze Sachen die z. B. mostkeks erwähnt habt sind sicher überlegenswert. Der größte Unterschied ist da halt, dass man dann wirklich als Unternehmer denken und handeln muss. Weil bei den Milchkühen ist der Bauer nur der Stallknecht. Die Milch wir abgeholt, einmal im Monat gibt es Geld dafür. Nachdenken wie und warum braucht da keiner. Tun auch die wenigsten. Bei allem was irgendwie ein spezielles Produkt hervorbringt, muss der Bauer nicht nur die Produktionstechnik beherrschen sondern auch - und das ganz besonders - das verkaufen. Das ist in der Regel bei solchen Sachen eine größere Herausforderung als das produzieren.
Also wenn du mit den Milchkühen nicht mehr weitermachen willst, dann gibt es zwei grundsätzliche Richtungen: eine arbeitsextensive Nutzung für das Grünland suchen (Kalbinen, Ochsen, Mutterkühe) und die freiwerdende Arbeitszeit für einen Zuerwerb einsetzen, oder das unternehmerische Risiko eingehen und eine Alternative suchen, die je ha genug Geld abwirft. Verpachten ginge auch, aber wer das als erstes überlegt, dem werfe ich "Feigheit vor dem Feind" vor.

Gottfried


jakob.r1 antwortet um 18-06-2020 13:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüße Euch, -- ja wie Vollmilch schon angeregt hat vielleicht auf Einstellerpferde umsteigen. Dies funktioniert aber nur in der Nähe einer größeren Stadt wenn beim Beitragseröffner nicht schon ein Pferdebetrieb in der Nachbarschaft ist. Ansonsten kommt, wie von mir üblich, -- der Vorschlag auf Einnahme von maximaler Staatsknete zu gehen. Das erfordert jedenfalls seeeehr wenig Eigenkapital zum Umstellen, bzw. gar keins. Da ich vermute das Beitragseröffner (Vorname wäre nett) aus Österreich kommt, kann ich leider nicht detailiert raten weil wir in Bayern andere Fördertöpfe haben. Ich würde die Bioprämie mitnehmen und dann versuchen, die für naturschutzfachliche Zwecke geeignete Flächen gegen Entgelt so zu bewirtschaften wie die das möchten, z.B. Schnittzeitpunktauflagen usw. Das natürlich alles unter der Prämisse, das Du mit dem Verpachten Deiner Flächen nicht besser fährst. Das monatliche Einkommen ist überhaupt nicht so wichtig, wie Du jetzt fühlst, das Geld ist halt etwas anders einzuteilen wenn es in größeren Abständen kommt. Als reiner Grünlandbetrieb bist Du vielleicht in einer touristisch interessanten Gegend, da wäre auch zu überlegen z.B. freiwerdende Gebäude in Ferienwohnungen umzubauen. Erkundige Dich vorher nach Förderungen oder Leaderprogramme. Bisher noch nicht angesprochen wurde z.B. das Verpachten von Flächen nach Erbbaurecht, da kämen dann sogar monatliche Einnahmen in Form von Mietzahlungen rein. Möglich ist auch
mittels Warmluftheutrocknungsanlage das Heu maschinell in kleine Säcke zu verpacken und in Baumärkten, Einkaufstempeln usw als Hasen- und Meerschweinchenfutter
zu vermarkten. Hier aber vorher Abnahmeverträge einholen. Wenn Du Flächen hast, die für eine hochgeständerte Photovoltaikanlage günstig liegen, und bei Euch dies genehmigungsfähig ist, dann installiere eine Freiflächenanlage und verkaufe den Strom gegen monatliche Abschlagszahlungen des Stromabnehmers. Unter der Anlage können ganz normal Schafe, Ziegen usw grasen, also zum Stromverkauf Pachteinnahmen vom Schäfer.
Soweit mal erste Möglichkeiten, den Kollegen hier fällt sicher noch mehr ein.
Beste Grüße
Jakob


mittermuehl antwortet um 18-06-2020 15:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Einstellpferde und Stadt stimmt nur bedingt. Ich bin 70 km südlich von Wien. Und Neunkirchen würde ich nicht als große Stadt (das ist die nächste Stadt) bezeichnen) Ich habe immer 10-12 Einstellpferde. Die Besitzer wohnen zum Großteil im Ort, kommen mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Die mit dem Auto kommen fahren maximal 15-20 Minuten. Somit eine sehr regionale Angelegenheit. 3 haben sich auch erst ein Pferd gekauft nachdem sie wußten das ich einen Einstellplatz biete. Aber man muß mit Menschen können....


Sonst ist eh schon fast alles gesagt worden...



richard.k(p6614) antwortet um 18-06-2020 16:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Jakob, hast du das Wort "Warmluftheutrocknungsanlage" ins Landwirt-Forum geschrieben? Du traust dich was...



jakob.r1 antwortet um 18-06-2020 19:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich mittermühl, ich habe nur den Fehler gemacht, das ich von den angegebenen 60 Hektar Grünlandfläche ausgegangen bin und für diese Menge an Pferden
dachte ich, das man eine größere Stadt in der Nähe haben sollte....
Richard, oje oje dann werde ich wohl gesperrt werden....
Schönen Abend noch,
Jakob


meki4 antwortet um 18-06-2020 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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zurück an den Anfang.
Warum willst Du unbedingt ein monatliches regelmäßiges Einkommen? Wenn eine Box Mastvieh 14 Tage später fertig ist, wird es auch egal sein.
Beim Mastvieh kannst Du jederzeit den Abnehmer wechseln, wenn einer schlecht zahlt.
Bei der Milch mußt Du dir am Schädl sch... lassen, wenn ein Schreiben kommt - "ab nächsten Monatsersten soviel Ct weniger pro kg Milch" - das mußt Du einfach hinnehmen.
Ich mach 2 Schienen, einen Stall 10er Boxen und einen mit 5er Boxen, jeweils mit Quarantänestall für die neuen Einsteller. Wenn ich so ca. 55 -60 Stk im Jahr verkaufen kann, dann wäre es - gerechnet alles mit 5er Boxen - fast für jedes Monat eine Abrechnung. Leider fehlen mir das 13. und 14. Gehalt.
Am liebsten wärs mir ohne Vieh, aber es muß jemand die Wiesen fressen.
BG M.


H.159.345.s antwortet um 18-06-2020 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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An euren antworten sehe ich Mal wie Betriebsblind man quasi über die Jahre wird. Sind viele Vorschläge da hätte ich niemals dran gedacht.

@meki4 fixes Einkommen deshalb weil ja trotzdem monatliche Fixzahlungen sind. Aber ich denke einfach das ich da falsch denke wie schon geschrieben wurde.

Woher kauft ihr eure Ochsen oder Kalbinnen?
Ich Stelle mir vor das da die Spanne ja trotzdem knapp ist weil so billig bekommst die ja auch nicht oder . Und ich müsste quasi mais und gesamte Kraftfutter zukaufen.


fgh antwortet um 19-06-2020 06:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ochsen und Kalbinnen musst nicht zwangsweise Mais zukaufen, außer eben als Kraftfutter.
Kalbinnen ist in unserer Gegend gerade preislich nicht so toll, zumindest wenn es reine FV sind.... meine FV-Kalbinnen werden deswegen soweit brauchbar Mukus..


meki4 antwortet um 19-06-2020 07:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Meine Einstellerkalbinnen bringt der Viehhändler/Fleischhauer. Ist zwar die teuerste Lösung, aber ich hab nicht die Zeit, da selber 10er oder 5er Partien zusammenzuklauben. Hab auch kein passendes Transportfahrzeug. Einstellermärkte gibt es bei uns nicht (Nö Nord). Und beim Kälbermarkt gibt es nur wenige Einsteller - und da zahst dir nur Krankheiten mit heim.
BG M.


falkandreas antwortet um 19-06-2020 07:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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60 ha Grünland kein Kf zukauf erwünscht,da würde sich Kalbinenaufzucht für Flächenknappe Milchviehbetriebe anbieten und bei den aktuellen Preisen natürlich Heuverkauf und wenns mit Heu nichts wird , Silage an Kalbinen verfüttern


fgh antwortet um 19-06-2020 07:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Einen Teil der Fläche langsam mit Spezialkulturen nutzen wäre ev auch interessant - viel Arbeit ist man als Milchviehhalter ja gewöhnt - bei Sepzialkulturen ist es dann wenigstens besser entlohnt.


falkandreas antwortet um 19-06-2020 07:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@meki Du bewirbst gerade dein System mit dem du vor einen Monat sehr verzweifelt geklungen hast??


meki4 antwortet um 19-06-2020 08:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich schreibe, so wie ich es mache. Vorgestern Abend hab ich aber geschrieben, das es mir ohne Vieh am liebsten wäre, weil ich mit Acker und Forst genug Arbeit hätte.
Aber für den Fragesteller sieht es anders aus, er hat nur Grünland.
Werbung mache ich keine - zusätzliche Kalbinnenmäster passen nicht zum spärlichen Einstellermarkt, weil die Mutterkuhbetriebe immer weniger werden..
BG M.
. . .Stiermast mit reinem Grünland würde ich niemandem raten.


Vollmilch antwortet um 19-06-2020 08:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ochsenmast vielleicht aber schon!

Alles Gute!
Vollmilch


meki4 antwortet um 19-06-2020 09:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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dazu ist in der letzten Landwirt Zeitschrift ein Beitrag drinnen.
Vielleicht ist er hilfreich.
BG M.


franzmartin.s(5hf1) antwortet um 20-06-2020 11:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@meki4
Bei uns im seengebiet im salzkammergut sind mehrere die Stiermast nur mit Grünland betreiben!
Du hast halt den Maisanteil im Kraftfutter enthalten!! Ist halt wieder eine Kosten Rechnung Frage wenn man selbst die Maschinen zum Maisanbau nicht hat und die Silage muss halt passen! Wir bekommen halt immer schöne Einsteller über die Rinderbörse! Ist halt zur Zeit ein sehr schlechter Preis bei den Stieren, das demotiviert halt sehr!! Und die Preisschwankungen sind überhaupt hoch sommer vergleich zu Winter!!


Draußen antwortet um 20-06-2020 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Schauen, ob du mit einer Arbeit, die du kannst und gerne tust, Geld verdienen kannst, und aus dem Grünland förderungsoptimiert hochwertiges Pferdeheu machen. Mit Geflügel können gute Leute auch gutes Geld verdienen, nur glaube ich, dass sich viele mit dem tatsächlichen Arbeitsaufwand etwas anschwindeln.


meki4 antwortet um 20-06-2020 15:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo franzmartin!
Um wieviel ist bei Dir der Preis runtergerasselt durch Covidkrise?
Ich bin mir nicht im klaren, ob mich mein Händler besch... hat.
Wenn diesmal die Abrechnung wieder nicht passt, werde ich mir einen neuen Abnehmer suchen.
BG M.
. . . . zur Stiermast. Ich hab soviel Grünland, das ich nicht auch noch Mais bauen möchte. Und wäre nur Ärger wegen Wildschweinen.


H.159.345.s antwortet um 20-06-2020 19:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mir würde auch eine Mastform in den Sinn kommen. Welche weiss ich noch nicht genau. Natürlich werde ich nichts überstürzen. Ich habe mit einem Hühner Bauern geredet der Mast betreibt dieser sagte zu mir er musste seinen Nebenjob aufgeben um die Hühner zu Betreuen! Ich weiss leider nicht genau wieviele er hat. Überall ist's zum Arbeiten. Ich sehe nur einfach die Milchwirtschaft gegen die Wand fahren und bevor ich etwas investiere und mir das Aufhören nicht mehr leisten kann, gehe ich den Schritt ev vorher.
Weiss vlt jemand wo man einen Mastbetrieb ansehen kann bzw würde mir von euch jemand seinen Zeigen ( vorallem diejenigen die im Vollerwerb sind). Kann man theoretisch in ein ,,Radl,, kommen und jedes Monat fix seine gewissen Stücke verkaufen?
Mfg


meki4 antwortet um 20-06-2020 19:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Du brauchst nur Deine Boxengröße so machen, das Du jedes Monat eine fertig hast.
Mir wäre aber 4 Wo. im Quarantänestall etwas zu kurz. Ständig neue Tiere bergen halt die Gefahr von Rindergrippe und Lungenentzündung, ausser du bekommst Fresser, die öfters geimpft sind. Das soll anscheinend funktionieren.
Ich bin Vollerwerb - aber nur mit dem Grünland könnte ich es nicht sein. Bei mir sind Ackerbau und Forst die größeren Betriebszweige, das Grünland wird mir schön langsam zum lästigen Beiwerk.
Hab es immer gern gemacht, aber mit zunehmenen Alter schwindet die Freude. Da füttert man das ganze Jahr, und wenn sie zum verkaufen sind, ist plötzlich ein sch..... Preis und es bleibt nicht das erhoffte übrig.
BG M.


Tiroleradler antwortet um 20-06-2020 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Weil hier mehrfach Geflügel als Alternative genannt wurde eine Frage an Geflügelprofis:

Ich frage mich immer wie sich das für Betriebe rentieren soll, welche
100% des Futters zukaufen müssen?

Oder wird in Geflügelbetrieben ohnehin fertiggemischtes Zukauffutter anstatt
betriebseigenen Getreides verwendet?

Öfters schon wurde bei uns im Westen von LW-Vertretern die Eierproduktion
als Alternative propagiert, so richtig kann ich den dargelegten Kalkulationen
aber keinen Glauben schenken.


falkandreas antwortet um 20-06-2020 20:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@H........ Wenn du eine grösser Partie verkaufst zb alle 3 Monate, dann musst du dir das Geld für 3 Moate einteilen, traust du dir das nicht zu ?? :) übrigens, die Tiere die du in einen Monat einstellst kannst du normalerweise wieder in einen Monat verkaufen, ich hoffe das ich dir mit meinen klugen Ratschlägen geholfen habe:)


ewald.w(88y8) antwortet um 20-06-2020 20:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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also bei 60 ha grünland stellt sich erst mal die frage, ob du biologisch wirtschaften kannst, dh ob du an den stall angrenzende weideflächen zur verfügung hast?

wenn ja würde ich ochsen-und oder kalbinnenmast betreiben und schauen, einige weniger attraktive flächen als irgendwie speziell geförderte flächen zu bewirtschaften.

ein grosser unsicherheitsfaktor sind die neuen förderrichtlinien, aber dass es künftig mehr denn je richtung ökologisierung gehen wird kannst sicher annehmen.

bei konventioneller fleischproduktion wirds wahrscheinlich durch diese unseligen importkontingente aus südamerika künftig knapper denn je zuvor.


franzmartin.s(5hf1) antwortet um 20-06-2020 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@meki4
Ich kann dir leider nicht sagen um wie viel der preis in der Krise gefallen ist bei mir weil ich im Februar die letze größere Menge verkauft habe und die nächsten erst im juli wieder fertig habe!!
Habe den Preisverfall nur auf der ama Seite verfolgt!!



franzmartin.s(5hf1) antwortet um 20-06-2020 20:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@meki4
Ich kann dir leider nicht sagen um wie viel der preis in der Krise gefallen ist bei mir weil ich im Februar die letze größere Menge verkauft habe und die nächsten erst im juli wieder fertig habe!!
Habe den Preisverfall nur auf der ama Seite verfolgt!!



H.159.345.s antwortet um 20-06-2020 20:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@falkandreas doch doch das traue ich mir schon zu ;)
Habe da wirklich einen gravierenden Denkfehler gehabt.....

Flächen sind fast alle arrondiert.
Hab noch dazu einiges an Hutweide.

Für mich ist die Arbeit ansich kein Problem. Das gegen die Wand fahrende System und trotzdem ist man jeden Tag zur selben Zeit angehängt jedoch schon!


matl99 antwortet um 20-06-2020 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@tiroleradler

Ich habe einen ehemaligen Mähdrescher Fahrer Kollegen der sich auf Hühnermast spezialisiert hat!

Sein eigenes Getreide geht in den Verkauf, gefüttert wird nur Fertigfutter, das er relativ teuer vom Geflügel-Abnehmer beziehen muss!

Somit kann die Handelsfirma, obwohl sie von dutzenden Bauern einkauft, immer die halbwegs gleiche Qualität liefern!

Mfg


richard.w(7n417) antwortet um 21-06-2020 07:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@H.159.345.s: nimms nicht schwer, das mit dem monatlichen Einkommen in der Milch wurde über Jahrzehnte so verbreitet. Auch heute wird Milch von einigen "Beratern" und Kammern als höchstes Ziel angepriesen. Der Grund ist klar, die Wertschöpfung am Betrieb KANN sehr hoch sein, wenn man das gut in Griff hat. Meiner Meinung brauch aber Milch am Betrieb ausreichend verfügbare Arbeitskraft. Früher war das noch öfter gegeben. Der Vater macht viel Arbeit, die Mama melkt und genug Kinder sind da. Diese Bedingungen sind nicht mehr überall gegeben. Wenn du der einzige Melcher und Traktorfahrer am Betrieb bist, dann muss Milch enden. Ansonsten muss man in die Automatisierung investieren. Das passt nicht zu jedem Betrieb und nicht zu jedem Betriebsleiter. Zudem brauchst du eine Molkerei in deiner Nähe, die auch in der Lage ist Milch zu veredeln und halbwegs vernünftige Preise zu zahlen. Letzteres kann man nur bedingt beeinflussen. Dann steht plötzlich die ganze Welt neben der einen Produktionsform Milch offen, wie du an den vielen Ideen und Tipps oben siehst.


meki4 antwortet um 21-06-2020 08:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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sehr treffend geschrieben.
Es herrscht immer noch die Meinung, wennst mit der Milch aufhörst, bist kein Bauer mehr - und schon vorm abhausen.
Ich hab jetzt auch weniger Einnahmen - aber was Strom und Wasserkosten weniger sind, hätte ich auch nicht geglaubt.
BG M.


Vollmilch antwortet um 21-06-2020 09:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich bin eher mit der Meinung konfrontiert, "du musst ein fester Trottel sein, wenn du noch immer Kühe hast!"

Da gibt es offenbar regionale Unterschiede. ;-)

Alles Gute!
Vollmilch


jakob.r1 antwortet um 21-06-2020 10:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüße Euch, wenn man im Internet stöbert findet man noch eine Möglichkeit für Gegenden in denen man von Landwirtschaft leben können muss. In Österreich gibt es in 5141 Moosdorf die Marblelution Zuchtstation für Koberinder. Die haben ungefähr das Geschäftsmodell das man von denen Kobekühe kaufen muss zum Festpreis von 10Tausend Euro/Kuh (Mutterkühe) Den Samen bekommt man für 50 Euro/Portion. Das Kalb muss enthornt werden, Stierkälber kastriert, dann kauft die Firma das Kalb als Jährling zum Festpreis von 3500 Euro zurück. Nach 10 Kälbern kauft das Unternehmen die Kuh für 3 Tausend Euro zurück. Details kann ja jeder bei denen anfragen, wer dies als künftigen Betriebszweig für sich vorstellen kann.
Beste Grüße
Jakob


cowkeeper antwortet um 21-06-2020 12:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Jerder, der in dieses Geschäftsmodell vertrauen hat, soll das unbedingt machen! Der Markt für extrem überteuertes "Spezialfleisch" ist, wie jeder weiß, ein schier unersättlicher.


enzi99 antwortet um 21-06-2020 13:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Jakob, was ist so besonders an dem System mit der Kobezucht? Pro Kuh und Jahr bleiben da bestenfalls 2750€ minus Tierarzt (Enthornen, kastrieren,.....), Ausfallsrisiko, event. Nachbesamung,...


jakob.r1 antwortet um 21-06-2020 13:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich enzi, ich habe keinesfalls das System beworben weil es für mich eh nicht in Frage kommt wegen der besseren Verwertung von Investitionskapital im Gästebetrieb. Ich wollte nur die Möglichkeit zur Ergänzung aufzeigen.
Beste Grüße
Jakob


gbgb antwortet um 21-06-2020 14:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!

60 ha, fast arrondiert, Weiden (also vermutlich Grünlandgebiet)
Milchkühe werden da nicht das Verkehrteste sein, bin aber kein Fachmann.

Weil Du schreibst vom "...an die Wand fahren".
Milch wird man immer brauchen und das System kannst Du eh nicht beeinflussen. Abgeholt und pünktlich bezahlt wird sie ja immer werden.

Anderes mit weniger Arbeit wird es natürlich auch geben.
Leben musst Du halt davon können.

Und weil von Hühnern die Rede war.
Bei einem Hühnerstall wäre es ja bezügl. Tiergesundheit ein Vorteil, wenn andere Hühnerställe möglichst weit weg sind.
Arbeitsspitzen mit fremden Leuten am Betrieb gibt es aber auch.
Und dann die riesigen Investitionssummen, ich würde mich da nicht drübertrauen.
Obwohl diejenigen, die ich kenne, die dürften damit gut zufrieden sein.

Freundliche Grüße


xaver75 antwortet um 21-06-2020 17:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei der Flächenausstattung würde ich auch eher extensiv Weidemast, Mutterkuhhaltung betreiben, wenn keine Kühe mehr gemolken werden sollen.
Zusätzlich auf ein paar ha wanderhuhn.at oder ähnliches

Beim vom Jakob erwähnten Projekt sehe ich auch eine eher knappe Rechnung, 10 Kälber im DURCHSCHNITT sind sicher unrealistisch.,bei zB nur 7 Kälbern hat man da schon 1000 Euro Kosten pro Jahr nur für die Kuh, Haltung , Besamung, Jungtieraufzucht, … kommen auch gleich noch 2000 dazu.

mfg


meki4 antwortet um 21-06-2020 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die ganze Milchviehhaltung ist auch eine Managmentfrage. Es gibt Betriebe, die sind mit 20 bis 30 Kühen bis fast mittags im Stall - und welche mit 100 Kühen mit geregelter Arbeits- und Freizeit (auch ohne Robi).


ewald.w(88y8) antwortet um 22-06-2020 19:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ein 100 Kuh-Betrieb mit geregelter Freizeit.........wie schön




meki4 antwortet um 22-06-2020 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn meine Mutter zu den Veranstaltungen der Frauen (nicht von "die Bäuerinnen") geht, sagt sie, die "100 Kuh Bäuerin" ist auch immer dabei, die haben eine gute Zeiteinteilung. Andere wiederum mit 20 oder 25 Kühen krebsen bis 11 vormittags im Stall herum - und haben nie für was Zeit.


geba antwortet um 22-06-2020 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn wer glaubt, das 100 Kühe von "allein" gehen lügt sich selber an!

Das der Roboter die Kühe melkt stimmt schon, aber das Ganze drumherum, geht halt nicht alleine!

Mein junger Nachbar meinte das auch noch vor ein paar Jahren:

"Das Ganze ist nur eine Sache des Managements"

heute versinkt er völlig und ganz in Arbeit, trotz der "Spezi"-Mithilfe.

Nur zugeben will er es nicht, weil er sich jetzt schämt


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