Antworten: 17
matze.n(pyh1) 26-03-2020 19:21 - E-Mail an User
Tretmist
Hallo zusammen,
hat von euch jemand mehr erfahrung mit Tretmiststall,
würde gerne meinen alten Stall (früher Anbindehaltung Milchkuh) auf Tretmist für Bullenmast umbauen .
Bin aktuell am überlegen ob der Mist zum Futterbarm oder weg vom Futterbarm (umgekehrter Tretmist) soll...
gibts hier erfahrungen ?


Mfg


eklips antwortet um 26-03-2020 19:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
stöber mal das Archiv durch.
Dabei solltest du auch mit "Trettmist" suchen, weil das gerne falsch geschrieben wird.


179781 antwortet um 26-03-2020 20:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Stiermast mit Tretmist funktioniert normalerweise gut. Wichtig ist, dass du Stroh preiswert zur Verfügung hast und das Einstreuen einfach technisieren kannst. Jeden Tag mit der Gabel Stroh austeilen, oder gar zu den Tieren in die Box hinein müssen ist auf Dauer nichts.
Den Mist kann man überall hin bewegen lassen. Wir haben eine Box wo er an der Seite herauskommt. Die eleganteste Lösung, die ich bis jetzt gesehen habe, war ein Stall, wo unter dem Futtertrog ein Schlitz ist, bei dem der Mist durchgetreten wird. Der Bauer hat unter dem Futtertisch einen Keller gemacht, wo der Mist hineinfällt und wenn genug drin ist mit dem Hoflader wegtransportiert wird. Und was ich auch schon gesehen habe: Aufgehängte Blechtröge, wo der Mist drunter herausgedrückt wird und einmal täglich mit einem speziellen Schieber am Hoflader weggeschoben wird.
Hinten hinaus geht auch, das ist baulich am einfachsten zu lösen, weil der Mist aussen am Gebäude herauskommt. Aber man braucht mehr Stroh oder hat dreckige Tiere.

Gottfried



sts antwortet um 26-03-2020 20:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Weniger Stroh braucht man, wenn der Platz vorne beim Futtertisch gleichzeitig Mistachse ist und täglich geräumt wird. Beim Fressen wird doch fällt der meiste Mist an. Wenn dieser durch die ganze Box nach hinten getreten werden muss, braucht man sicher das meiste Stroh. Tretmist ist super für Tiere bis 300kg, darüber steigt dann der Strohverbrauch deutlich an.


matze.n(pyh1) antwortet um 26-03-2020 20:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Erstmal Danke für die Info ,
ja das mit dem der Mist vorne unterm Futtertrog raus kommt hab ich auch schon als Foto gesehen....
dazu ist aber leider mein Stall zu alt und klein.

Da mir nur ca 5m Buchtentiefe zur Verfügung stehen hätte ich gedacht der Mist soll weg vom Futtertisch .
Futtertisch -dan ca 3m tiefe mit 6% Gefälle ,wo täglich neu eingestreut wird und dan mind. eine 20cm Mistkante
dahinter dan 2 Meter (gerade Fläche,wo der sich der Mist sammeln sollte) wo sich die Tiere auch aufhalten können also als Mist -und Liegefläche

zum Entmisten dan die Tiere nach vorne richtung Futtertisch sperren und mit dem Lader Misten .

würde das so Funktionieren ? oda sollte man die bereiche von der Tiefe anders einteilen ?

Danke !



179781 antwortet um 26-03-2020 22:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Auf den 6 % Gefälle wird die Einstreu nicht liegenbleiben, das wird auf Dauer eine Rutschbahn, wo sich die Stiere allerlei Verletzungen holen können. Für Maststiere braucht es nur minimal Gefälle, das reichen 2 % damit es in eine Richtung geht. 5 m Buchtentiefe ist knapp, da funktioniert höchsten 1 GVE je lfm Troglänge. Eben betonieren und Gatter so machen, dass die Tiere nach hinten gesperrt werden können. Dann vorne den Mist wegräumen. Das müsste mit zwei oder drei mal die Woche gehen. Oder eine Kante einbauen und mit Schrapper den Mist rausbringen. Der muss aber so stabil sein, dass er das auch aushält.
Die andere, wichtigere Frage ist, wie klein denn der Stall ist. Weil wenn die Raumhöhe zu wenig ist und da kommt auch noch die Mistmatratze dazu, dann gibt es mit dem Stallklima Probleme.
Und um wie viele Tier geht es? 5 oder 10 gehen schon einmal in einem Provisorium auch, aber wenn es 50 werden oder gleich ein Bestand in Vollerwerbsgröße, dann muss dazu eine professionelle Lösung her.

Gottfried


matze.n(pyh1) antwortet um 26-03-2020 22:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Wir haben aktuell auf der einen Seite des Futtertisches gute 30 Mastbullen, aber auf Spalten.
Auf der anderen Seite dan ,wie beschrieben waren früher Milchkühe (mit Hand entmistung)und jetzt leer ...
jetzt möchten wir gerne diese seite auch mit Bullen nutzen ,da hab ich für die einfachste Lösung an Tretmist gedacht!
Stückzahl hätte ich auch wieder auf die knapp 30 Tendiert...
nebenerwerb...

ich glaub platz sparrender wäre wirklich ein Mistschieber der vorne am Futtertisch läuft ...


Naja höhe knapp 3m ...hab drüber einen Stroh/Heuboden ,von dort aus will ich dan einstreuen..


eklips antwortet um 26-03-2020 23:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Die Variante mit Mist unter Futtertrog gabs auch mit Schubstange. Für eine ordentliche Lösung mit 5 m Tiefe fehlt mir ein wenig die Phantasie, aber man müsste halt auch genau wissen, was das Gebäude von den Maßen hergibt. (Stützen, Länge, wohin muss der Mist usw...


matze.n(pyh1) antwortet um 26-03-2020 23:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
bei Tretmist ist je Breiter die Buchte desto besser ?!
bei den Spalten hab ich auch nur eine Buchtenbreite von 4,50m
stall lange hab ich 21m


xaver75 antwortet um 27-03-2020 00:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Mir fehlt auch ein wenig die Phantasie, hab beim Friesacher in Anif vor ca. 15 Jahren mal so einen 40cm tiefen Tretmiststall gesehn, die ganze Fläche eingestreut, zum ausmisten kommen die Stiere in den Auslauf und die gesamte Fläche wird mit Traktor abgeschoben.
Bewegen tun siech die Tiere halt etwas gemächlicher, sauber waren sie, ob von tierschutzseite her was dagegen sprechen würde, keine Ahnung.

mfg


Vollmilch antwortet um 27-03-2020 07:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Guten Morgen!

"Höhe knapp 3m" - Ich kenne nur einen Milchviehbetrieb mit Tretmist, da gab es durchaus auch mal über 1m Misthöhe.

... KNAPP!

Alles Gute!
Vollmilch


Peter06 antwortet um 27-03-2020 07:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
@Threadersteller:
Es wurde zwar schon angesprochen, aber die Tretmist- oder Tiefstreuvariante setzt vor allem zwei Dinge voraus:

1. Einstreu
Muss in ausreichender Menge und zu wirtschaftlich vernünftigen Bedingungen zur Verfügung stehen.
Stroh zu den üblichen Marktpreisen zuzukaufen, wird sich wirtschaftlich kaum darstellen lassen. Und wenn hier gespart werden muss, ist das ganze System eine einzige Katastrophe.

2. Misthaufen
Für den Lagerraum ist ein ausreichend grosser Platzbedarf zu berechnen.
Zusätzliche Manipulationen sind umständlich, und mit dem Anlegen von Feldmieten wird es auch immer komplizierter...


eklips antwortet um 27-03-2020 08:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
@vollmilch
Bei Stieren kriegt man 1 m Misthöhe eher nicht zusammen, da müsste man eine Gruppe komatöser Mudl eingestellt haben, aber grundsätzlich stimmen Deine Bedenken. Das Gefälle muss ja auch hergestellt werden.


LaLi antwortet um 27-03-2020 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Hallo Matze!

Ich würde dir empfehlen das Gefälle Richtung Futtertisch und vorne dann eine 2m Schrapperbahn!
Kenne einige solcher Ställe funktioniert recht gut!
Wenn du die Möglichkeit hast wäre es sinnvoll in diesem Bereich mit den Kälbern zu beginnen, die du dann immer weiter sperrst, so das sie ab der halben Mastdauer dann auf der Spalten-Seite sind und die volle Liegefläche ausnutzen können!
Die teure Variante, wie Boden raus Güllekeller rein, Spalten drauf, wird ja keine Option sein, oder?

Hoffe ich konnte dir Helfen!

Bleibts Gsund

Thomas


Vollmilch antwortet um 27-03-2020 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Ich halte selbst eine verfügbare (Luft-)Raumhöhe von 3 m für knapp. Wenn das Stallklima nicht passt, macht Stiermast wenig Freude!

(Ich kenne mich ja nur bei Kühen aus (so recht und schlecht) , aber wenn ich mich recht erinnere war der Planungsansatz (vor 20 Jahren) 35m3 Luftraum / GVE.)

Alles Gute!
Vollmilch


179781 antwortet um 27-03-2020 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
die zwei letzten Antworten sind wohl die wichtigsten und richtigsten bis jetzt. Den Umbau so zu planen, dass dort mit den jüngeren der erste Mastabschnitt ist und die dann auf die Spalten zu Endmast nachrücken wenn sie schwerer werden.
Und das mit dem Stallklima von Vollmilch möchte ich ganz dick unterstreichen. Wenn das nicht passt, dann verspielst du mit Grippe behandeln und noch mehr durch die Krankheit verursachte schlechte Leistung das Geld, das eigentlich zu verdienen wäre.

Gottfried


eklips antwortet um 27-03-2020 10:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Die Stallklimafrage habe ich fälschlich ausgespart, weil ich mir Tretmist in einem Warmstall gar nicht so richtig vorstellen will.


matze.n(pyh1) antwortet um 27-03-2020 14:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tretmist
Danke für eure Meinungen !

Spalten rein ist hald viel Arbeit ... und ich habe mir hald auch gedacht mit Tretmist mehr fürs Tierwohl zu tun ...

bei der 2m Schrapperbahn dan dahinter also zwischen einstreu bereich und Schrapperbahn keine Abtrennung ?


ja ist schwierig mit deinem alten STall..
alternative wäre den kompletten Stall von einer Seite zu befuttern und , Quasi vor die Spalten einen Futtertisch und nach den Spalten Tretmist ..

aber ich Plane bei meiner Mast immer so das Alle Tiere gleichzeitig Fressen können ..also mind 70-80cm pro tier (bei ca 600kg lebendg.) am Fresstisch .. dan kom ich wieder auf meine gleiche Masttierstückzahl wie ich jetz schon auf den Spalten habe.


wen ich mehr Tiere in die Box befülle aber nicht so viel Fressplätze hab .. hab ich das befürchten das einige weniger oder mehr Kraftfutter ect. bekommen



Bewerten Sie jetzt: Tretmist
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;617193




Landwirt.com Händler Landwirt.com User