Futtermischwagen stationär

Antworten: 7
User Bild
Gerold S.494 07-03-2020 14:20 - E-Mail an User
Futtermischwagen stationär
Hallo,
Bin auf der Suche nach einem stationären Futtermischwagen.

Der Stall wird neu gebaut für 30 Milchkühe + Nachzucht. Die Befüllung ist mit einem Heukran (sowohl Heu als auch Siloballen) vorgesehen.
Es wird 2/3 Silo und 1/3 Heu vermischt. (eventuell auch Mineralfutter/Salz -> händische Fütterung wird aber wegen dem Kontakt zu den Kühen bevorzugt)

Der Auswurf erfolgt direkt auf ein Förderband. Da die Kühe/Nachzucht gegenständig angeordnet sind wären 2 Auswurfslöcher auf das jeweilige Förderband wünschenswert.

Hat jemand Erfahrung mit solchen stationären Mischern? Vor allem das auflösen der Rundballen (Silo) bereiten mir Sorgen. Eignet sich ein vertikaler Mischer besser oder doch ein horizontaler?

Mfg Gerold

User Bild
xaver75 antwortet um 07-03-2020 16:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futtermischwagen stationär
Heu hat im Futtermischwagen nichts verloren.

User Bild
wickinger83 antwortet um 07-03-2020 17:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futtermischwagen stationär
Genau so ist es Xaver. Solche Anlagen laufen in Salzburg einige. Pellon Vertreter kann dir da Weiterhelfen.
Wir mischen Ausschliesslich Siloballen mit einem Siloking Mischwagen. Kein Problem.
mfg wickinger

User Bild
wurmsma antwortet um 07-03-2020 18:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futtermischwagen stationär
Bei uns hat einer einen von der Firma Scherfler.
https://www.scherfler-landtechnik.at/


User Bild
sugus antwortet um 07-03-2020 19:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futtermischwagen stationär
In der schweiz ist kuratli spezialist auf dem gebiet
Laufen viele mischer davon
Für siloballen gehen liegende walzen viel schneller zum mischen

User Bild
179781 antwortet um 08-03-2020 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futtermischwagen stationär
Ein stationärer Futtermischwagen ist im Prinzip nichts anders als ein normaler ohne Fahrwerk, an dem beim Antrieb ein Getriebemotor angeflanscht ist. Für den Zweck braucht man keinen teuren Exoten kaufen.
Wichtig ist das richtige System zu finden. Rundballen sind eine Herausforderung, für die nicht jedes System geeignet ist. Wenn man so einen großen Brocken Futter auf einmal hineingibt, das noch dazu nicht auseinanderfällt, wie ein geschnittener Block aus dem Silo, sondern aufgerollt ist, dann ist das am Anfang eine extreme Belastung für das Material und braucht ordentlich Antriebsleistung. Am besten vor dem Kauf das in Frage kommende Modell bei einem Betrieb anschauen, der auch Rundballen verarbeitet. Da bekommt man gleich einen Eindruck, wie der arbeitet. Wenn der z. B. unter 80 PS Traktorleistung nicht geht, kann man sich ausrechnen, welchen Stromanschluss man für Stationärbetrieb braucht.
Die andere Überlegung ist, ob diese Technik für dein Vorhaben überhaupt notwendig ist. Heu in den Futtermischwagen ist Unsinn, das wurde schon erwähnt. Wenn du da mehr davon hineingeben willst, brauchst du einen sehr großen Mischer und viel Energie um das kleinzukriegen und zu mischen. Bei der vorgesehenen Technik mit Bandfütterung bietet sich an, einen guten Rundballenauflöser und eine einfache Dosiereinrichtung für das Heu vor das Band hinzustellen und die beiden Futtermittel miteinander auf das laufende Band zu dosieren. Wenn es sein soll geht da auch noch eine Schnecke vom Kraftfuttersilo dazu um eine aufgewertete Ration herzustellen.


Gottfried

User Bild
siw5 antwortet um 08-03-2020 19:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futtermischwagen stationär
Hallo,

habe seit ca 14 Tagen einen Keenan Mischwagen in Betrieb. Dieser wurde auf stationären Betrieb umgerüstet und wird mit einem 18 kW EMotor betrieben (im Forum ist ein Thread von mir, ca 2 Monate alt).

Ich betreibe den Mischwagen genau so wie du es vor hast. Befüllt wird mittels Hängedrehkran, der Mischwagen steht ebenerdig im Stadel. Das Futter wird mit einem Querförderband auf mein Futterband ausgetragen, welches die Mischration den Kühen vorlegt.
Meine Ration besteht zur Zeit aus ca 30% Mais, 20% Heu 1. Schnitt, 20% Heu 2. Schnitt, 20% Heu 3. Schnitt und 10% Luzerneheu aus Quaderballen, Melasse und Futterkohle. Bin noch am Verlegen einer Wasserleitung um auch KF in die Ration vernünftig einzumischen. Warum ein Mischen von Heu keinen Sinn ergeben soll erschließt sich mir nicht.
Die Vorteile der Mischration ergeben sich auch bei (fast) aussschließlicher Heufütterung
+ konstante, gleichmäßige Ration - ergibt konstanten Pansen pH-Wert
+ kein ausselektieren einzelner Schnitte
+ erleichterte Futtervorgabe, nur einmal je Mahlzeit Futter vorlegen
+ Füttern in ca 10 min - Mischen ca 20 Minuten für 2 Tage
+ Einbringen von div. "Mittelchen" in die Ration nur durch Mischration möglich

Nicht zu unterschätzen ist allerdings der große Volumensbedarf des Mischers bei hohem Dürrfutteranteil in der Mischration - Hinzugeben von Wasser hilft allerdings.


PS: Im Winter mische ich auch Grassilageballen hinzu. Der Silageballen wird mittels Göweil RBS zerteilt und mit dem Kran in den Mischwagen "portioniert". Die Paddel vom Keenan bzw. die Messer am Boden der Maschine arbeiten diesen sofort auf.

User Bild
Gerold S.494 antwortet um 08-03-2020 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futtermischwagen stationär
Danke für die Antworten,

Bin der Ansicht das es durchaus sinnvol ist Heu und Silo mittels Futtermischwagen zu vermischen. Gründe dafür hat siw5 sehr gut beschrieben.

Ein Ballenauflöser (habe ich jetzt im Anbindestall) und eine Dosieranlage ist eine super Sache für engen Raum, jedoch nicht für einen Neubau. (meiner Meinung nach)

Werde mir das System von Kuratli genauer anschauen, besonders die Spezialisierung für Rundballen gefällt mir sehr.

Mfg Gerold

Bewerten Sie jetzt: Futtermischwagen stationär
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;614929





Landwirt.com Händler Landwirt.com User