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Richard0808 08-01-2020 06:43 - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Hallo,
habe gestern per Mail meine Einzelbetriebliche Genehmigung für das Enthornen meiner Kälber bekommen.
Bin positiv überrascht das es so schnell ging, abgeschickt hab ich den Antrag am 15. Dezember.
Wird anscheinend von meiner Biokontrollstelle mitkontrolliert.

Wie geht es euch?
Genehmigung schon bekommen?

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eklips antwortet um 08-01-2020 07:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Am 11.12. angesucht. Bisher keine Rückmeldung außer Sendebestätigung

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richard.w(7n417) antwortet um 08-01-2020 07:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
19.12. gesendet, noch nix bekommen, Tirol

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tomsawyer antwortet um 08-01-2020 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Ausnahmen bestätigen die Regeln ! Ob das gut geht, wenn jetzt 80% der Bio Rinder Halter so ein Ansuchen stellen ? Stellt Ihr nicht auf genetisch hornlos Tiere ?


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meki4 antwortet um 08-01-2020 08:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Die Deppen, denen diese Regelung eingefallen ist, sollen mal mit behornten Rindern arbeiten. Oder sich die Unfallstatistiken lesen.
Warum soll es für Biobauern keinen Arbeitnehmerschutz geben?
Nennt mir eine Berufsgruppe, wo die Arbeitssicherheit verschlechtert statt verbessert wird.

Ich wünsche allen Rinderbauern eine unfallfreie Arbeit!
BG Meki

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richard.w(7n417) antwortet um 08-01-2020 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Ein Teil ist bei meinen genetisch hornlos. Nebenbemerkung: jetzt lass ich wie man das in Neusprech sagt: "natürlich hornlos".
Bei mir gehts da rum die noch nicht natürlich hornlosen weiterhin enthornen zu können, damit kein Wirbel im Stall herrscht.

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mihoel2101 antwortet um 08-01-2020 09:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Zur Info für OÖ: Habe gerade mit der zuständigen Stelle (OÖ Landesregierung, Abteilung Ernährungssicherheit und Veterinärwesen) telefoniert. Ab kommender Woche werden die Genehmigungen versandt, sofern eine beantragt und erteilt wurde. Das Enthornen von Kälbern bis 6 Wochen ist laut deren Auskunft ab dem Datum der Antragstellung gestattet.

Für unseren Betrieb haben wir allerdings entschlossen, nur noch genetische hornlose Stiere einzusetzen um hier in Zukunft nicht auf "Ausnahmen" angewiesen zu sein. Man sieht ja wie schnell sich hier (Weide, Auslauf, Enthornen) der Wind drehen kann.

LG, michael



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kraftwerk81 antwortet um 08-01-2020 10:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
.. solange im BIO nicht auch genetisch hornlose Tiere vom Handel ausgeschlossen werden > so wie's ZZU zB schon handhabt

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xaver75 antwortet um 08-01-2020 10:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Typisch Bio, eh grad von der EU wegen der Weideverpflichtungsausnahme aufgeplattlt wordn, und scho wieder die nächste Ausnahme. ,-)
Ob da der "Konsument" mitspielt?

mfg

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Richard0808 antwortet um 08-01-2020 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
@kraftwerk81 von ZZU werden die Stiere nicht vorgeschrieben, das Logo von ZZU im Stierkatalog kennzeichnet lediglich eine Empfehlung und ist keine Vorgabe.

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eklips antwortet um 08-01-2020 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Um 9.13 Uhr die "Vorläufige Genehmigung" erhalten

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kraftwerk81 antwortet um 08-01-2020 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
@ Richard0808
ich spreche von der Fleischvermarktung dieser hornlosen Tiere

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textad4091 antwortet um 08-01-2020 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
@ kraftwerk81: In Anbetracht des zumindest in der Steiermark für ZZU zertifizierten Schlachtbetriebs kanns't die Schlachtrindervermarktung von ZZU eh getrost als Ettikettenschwindel sehen- keinesfalls wegen der Herkunft der Tiere, sondern eher, weil der Schlachthof Graz meiner Meinung nach nicht mit Standarts, welche bei ZZU groß geschrieben und von den Produzenten entsprechend gefordert werden, einhergeht ...
So sehe ich zumindest die Situation in der STMK- In OOE ist sie gefühlt wohl besser, da es mehrere Schlachtbetriebe für ZZU gibt.

Dass ZZU bei den Schlachtrindern keine genetisch Hornlosen Tiere nimmt, und jetzt bei BIO auch noch um eine Ausnahmegenehmigung für's Enthornen angesucht werden muss, ist sowieso ein schlechter Scherz (Bio-Kontrolleure sehen das mit dem "Schlachtrinder müssen unbedingt Hörner haben" ebenso^^).
Zynisch gesehen: Ich warte ja nur noch drauf, bis "genetische Hornlosigkeit" als böse "Gentechnik" angesehen wird, und diese aufgrund von "genetischer oder antrainierter Hirnlosigkeit" ebenso auf die schwarze Liste kommt ... Sogar so manche Berufskollegen sehen das ja so "Den genetisch Hornlosen fehlt ja was, ohne, dass sie es überhaupt wissen" ^^

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179781 antwortet um 08-01-2020 13:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Vor meinem geistigen Auge sehe ich gerade den hardcore Biofreak Xaver mit wallender Mähne und Rauschebart neben seinem Gesinnungsgenossen Lampert auf einer Wolke über die Lande schweben. Dort machen sie sich gemeinsam aus, mit welchen zusätzlichen Maßnahmen sie dem Biobauernvolk hineindrücken, wie weit Bio gehen soll.
Wenn so Massnahmen wie enthornen oder Nasenring bei Zuchtstieren nicht mehr mit biologischer LW vereinbar sind, dann gehört auch Klauenpflege verboten, weil das macht in der Natur auch keiner und Ohrmarken einziehen erst recht. Und das schlimmste ist den Kühen die Milch wegnehmen, auch melken kommt in der Natur nicht vor und darf daher nur mit Ausnahmegenehmigung erlaubt werden.

Gottfried

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meki4 antwortet um 08-01-2020 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
ja, ja - die genetische Hirnlosigkeit.

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enzi99 antwortet um 08-01-2020 13:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Zitat: ".. solange im BIO nicht auch genetisch hornlose Tiere vom Handel ausgeschlossen werden > so wie's ZZU zB schon handhabt"

Das höre ich das erste mal. Wo steht das bitte geschrieben, dass ZzU hornlose Tiere nicht vermarktet? Bitte um Quellenangabe!

Und finde es gegenüber den Konsumenten fairer, dass Biobetriebe ansuchen fürs enthornen. Man muss ja das ganze auch Begründen warum es sinnvoll ist seine Tiere zu enthornen.
Die konventionellen Kollegen, so könnte man sagen, können ihre Tiere sogar unbegründet enthornen....

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xaver75 antwortet um 08-01-2020 13:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Der @Gottfried hat erkannt, wies laufen soll, bei entsprechendem Weidegang ist die Klauenpflege obsolet, Von den Ohrmarken werden angeblich keine Signale ausgesendet, irgendwas braucht man ja, Brandzeichen werden wahrscheinlich gesellschaftlich nicht besser akzeptiert.
Das die Hörner für das Wohlbefinden der Rinder nicht ganz umsonst sind, sollte auch bekannt sein.
Der Milchkonsum wird am Biosektor auch eher rückläufig werden, vegan boomt.

Für diejenigen, welche mit gewissen Einschränkungen nicht zurechtkommen, gibt es auch andere Wege, Landwirtschaft zu betreiben. ,-)

mfg

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richard.w(7n417) antwortet um 08-01-2020 13:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Wer glaubt bei Weidegang brauchs keine Klauenpflege zeigt ja wie weit die Hirnlosigkeit oder zumindest Unwissenheit bei Einigen schon drin ist. Da kannst die Stallhaltung gleich generell verbieten. Die Frage ist nun, ob das nur eine Ausnahme oder genetisch so ist.

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xaver75 antwortet um 08-01-2020 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Künstliche Klauenpflege ist von der Natur nicht vorgesehen, mit der Anbindehaltung wurde es sinnvoll, mit den Laufställen notwendig und ein Wirtschaftszweig.

mfg

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mittermuehl antwortet um 08-01-2020 16:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Klauenpflege-Hufpflege braucht man immer. Je mehr Fläche die Tier zum laufen haben, desto weniger. Aber ganz verzichten ist nicht. Ich habe Pferdem Schafe Ziegen die 365 Tage im Jahr auf der Weide stehen. Wer nicht lange Schotterstrecken hat, muß von Zeit zu Zeit etwas zwicken, schneiden, raspeln oder schleifen... Warum sollte es bei einem Rind anders sein. In der "Natur" haben die Ur-Rinder weite Strecken auf der Futtersucher zurück gelegt, Selbt im Almbetrieb schaffen wir das nicht mehr... Ein Tier das schlecht dasteht oder womöglich Schmerzen hat, bringt auch weniger Leistung...

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grasi1 antwortet um 08-01-2020 17:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Und ja keine künstliche Besamung!


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mittermuehl antwortet um 08-01-2020 18:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Wo steht das?

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tomsawyer antwortet um 08-01-2020 19:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
vielleicht bei den Demeter Bauern .

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KaGs antwortet um 08-01-2020 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
Läuft genau so wieder wie bei der Weideverpflichtung. Zuerst werden eh die Ausnahmen ohne viel hinterfragen gewährt, auf einmal ist Schluss. Weil die Ausnahmen eh laut EU nicht rechtskonform waren. Jetzt werden gegen Gebühr (sollte ja auch wer verdienen dürfen dabei) eh weiter erlaubt sein. Dass es wegen der Hörner und größeren Tierbestände mehr Unfälle gibt, spielt keine Rolle. Da schweigt auch die Unfallversicherung auf einmal. Aber wehe, ein Schutztrichter fehlt wo auf einer Gelenkwelle! (will aber nicht Schutzausrüstungen bei Gelenkwellen in Frage stellen) Nur sollte sich da die Unfallversicherung bzgl. Hörner da auch mal zu Wort melden!
Noch was, will die Grünen nicht in Schutz nehmen, aber die weltfremden Verordnungen kommen eh von den eigenen Reihen! Da jetzt die Grünen in der Regierung sitzen (und träumen) haben die Bauernvertreter jetzt ihre Sündenböcke. Leichter wird's allerdings jetzt für die Landwirte sicher nicht, nur "ökosozialer". Was auch immer das heißen mag.

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norbert.s(suk5) antwortet um 08-01-2020 23:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
sorry wenn ich blöde Frage...
was hat hornlos mit Bio zu tun?

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richard.w(7n417) antwortet um 09-01-2020 07:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Enthornen im Bio
@norbert: eigentlich nichts würde man meinen wenn man zb an Unfallverhütung denkt. In der Bioverordnung wurde für das Enthornen eine Ausnahmegenehmigung gemäß Artikel 18 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 eingeführt. Diese Ausnahme wurde in Österreich ohne einzelbetrieblichen Antrag erlaubt. Das muss sich nun ändern, jeder muss Gründe angeben warum er diesen Eingriff am Tier machen muss. Für den einzelnen Betrieb wird das geprüft.

Die Ausnahme in der der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 lautet mit der Überschrift "Umgang mit Tieren":
"(1) Eingriffe wie das Anbringen von Gummiringen an den Schwän­zen von Schafen, das Kupieren von Schwänzen, das Abkneifen von Zähnen, das Stutzen der Schnäbel und Enthornung dürfen in der öko­logischen/biologischen Tierhaltung nicht routinemäßig durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen oder wenn sie der Verbesserung der Gesundheit, des Befindens oder der Hygienebedingungen der Tiere die­nen, können einige dieser Eingriffe von der zuständigen Behörde jedoch fallweise genehmigt werden. "

Wir haben eine Richtlinie nicht gut umgesetzt, nicht mehr und nicht weniger.