Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft

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ziervi 02-11-2019 21:39 - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Mache seit drei Jahren ein Einkommenssteuererklärung beim Finanzant Teilpauschalierung . Betrieb 42 ha Lw Nutzfläche Milchviehbetrieb Kalbinnenmast Stiermast kleiner Betrieb Milchlieferung 160.000 kg laut Betriebskonzept 5000 Arbeitsstunden pro Jahr - Das Einkommen der letzen drei jahre beläuft sich fast konstant auf 10.000 Euro. Das ist ein Stundenlohn von sage und schreibe 2 Euro. Es arbeiten hier 2 Personen im Vollerwerb (sonst nich zu schaffen ) 10.000 Euro : durch 2-5000 ist doch ein super Einkommen oder. 5.000 durch 12 macht aus rechnet selber kein Urlaub Kein Krankenstand 365 Tage Job aber nur nicht jammern es hätte schlimmer kommen können. Sind ein Auslaufbetrieb genau wie es sich die Molkereiwiertschaft vorstellt


nicotiana antwortet um 02-11-2019 22:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Ein Witz vor langer Zeit in unsrer Gegend: Ein Kuhbauerverdient 1 Schilling pro Stunde, ein Saubauer 10.- . Wem bleibt letzten Endes mehr? Der Kuhbauer arbeitet 10 Std., der Saubauer nur eine, 9 Stunden hat er Gelegenheit das Geld zu verbrauchen, dem Kuhbauern ist es nach den 10 h schon zu dumm, also bleibt ihm der ganze Lohn. ( Ich gönns den Schweinehaltern aber, daß sie momentan etwas Gewinn machen können.


2587 antwortet um 02-11-2019 22:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
wie es so schön heißt mit der Landwirtschaft verdienst du kein Geld nur an der Landwirtschaft denke so ist es auch und wird nicht anders werden den die was investiert haben können nicht aufhören und die anderen hören sowieso auf nur ob der große Betrieb soviel verdient mit der Masse ist auch fraglich vergönne es jedem und noch ein wenig mehr!!!




179781 antwortet um 02-11-2019 23:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
10.000 Euro im Jahr sind 834 Euro netto im Monat. Da muss man schon sparsam sein, damit man über die Runden kommt.
Und zwei Leute in einem Betrieb mit ca 25 Kühe mit Nachzucht sind auch so eine Sache. Was tun die den ganzen Tag?
In Wirklichkeit werden die Zahlen etwas anders ausschauen, als sie in der Buchhaltung und im Betriebskonzept stehen.
Aber die Tendenz stimmt schon. Die Einkommensentwicklung passt nicht mit dem dafür notwendigen Einsatz zusammen.

Gottfried


xaver75 antwortet um 03-11-2019 02:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
1 Mio investieren, 60 Kühe plus Nachzucht, Robi und dann läuft das Ganze mit den halben Stunden im Nebenerwerb.
Stall idealerweise auf 20 Jahre abbezahlen oder mit Baugrundverkauf finanzieren, dann passt auch der Stundenlohn. ,-)

mfg


Vollmilch antwortet um 03-11-2019 07:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Guten Morgen!

Was heißt "Auslaufbetrieb "? Betrieb mit Auslauf oder ein Betrieb, der ausläuft?

Wenn die Zahlen aus den Büchern mit der Realität übereinstimmen, wird man etwas unternehmen müssen. Wie sehen die einzelnen Betriebszweige aus, sind alle profitabel?

5000 AKh sind schon recht viel, 2500 Stunden pro Person sind (in der Landwirtschaft) wiederum recht wenig...

LG Vollmilch


Aequitas antwortet um 03-11-2019 08:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Wenn das Einkommen bei Vollerwerb und Teilpauschalierung beim Finanzamt mit 10 000€ rauskommt passts ja wunderbar.
Punktlandung sozusagen.

Sollten 20 000€ rauskommen zahlst du ja 7000€ Steuern.
Bei Einheitswertpauschalierung mit z.B. 20 000€ Einheitswert x Steuersatz - SVB und Ausgedinge kommt ja oft ein Negatives Einkommen raus.

Zitat: Steuersätze: Das Einkommen von 11.000 bis 18.000 € wird mit 25% versteuert. Von 18.000 bis 31.000 € sind es 35%. Zwischen 31.000 bis 60.000 € sind es 42% und von 60.000 bis 90.000 € 48% Steuern. Bis 1.000.000 € sind es 50% und darüber 55%.


jakob.r1 antwortet um 03-11-2019 08:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Grüß Dich Ziervi, Du bist einer der wenigen Milchviehbetriebe die hier ehrliche Zahlen präsentieren, --die Anderen machen sich selbst noch was vor vonwegen die Talfahrt ist bald beendet, oder "es hätte noch schlimmer kommen können" --- ja und überhaupt ist ein Arbeitsplatz zu Hause schon einige Entbehrungen wert...…
Da Einkommen von 10Tausend Einkommen ist sicher "das zu versteuernde Einkommen" aus dem Du Deine Privatausgaben nehmen kannst.
Klar schreiben hier einige, das Dein Betrieb als Vollerwerb für 2 Personen zu klein ist, --- aber man kann sein eigenes Hamsterrad in jungen Jahren noch gehörig mehr in Schwung bringen und da noch "nebenbei" einer ausserlandwirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen um von einem Einkommen unter Sozialhilfeniveu auf ein erträgliches
oder besseres Einkommen zu gelangen. Im Alter aber, wenn man nicht mehr so leistungsfähig ist und trotzdem hohe Kredite zurückzahlen muss, da zerreisst es dann so Manchem und für die Kinder ist so ein Leben nicht überlegungswert um den Betrieb zu übernehmen. (Oder aber Übernahme und sofortige Schuldentilgung durch Grundstücksverkäufe wenn noch soviel Masse vorhanden ist.)
In Deinem Falle ist wohl ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende. Wenn Du in einer Gegend lebst vielleicht in Nähe Biogasanlage, dann würde ich diesen Verrückten die Flächen verpachten und hätte plötzlich ein höheres Einkommen als vorher durch die Pachteinnahmen und keinen nennenswerten Stundenaufwand mehr, -- also eine sehr hohe Stundenentlohnung. Die viele Freizeit kannst Du mit Deiner Familie nützen, oder ab und an was ausserlandwirtschaftliches Arbeiten wenn es Dir Spaß macht.
Wenn Du in einer Bergbauernregion lebst, wo kein Schwein die steilen und/oder kupierten Flächen gegen Geld pachten möchte, dann mache einfach Staatsknetenoptimierung, also Bio ohne Produktion und auf die Flächen maximale Naturschutzflächenpflegeverträge. Ich komme z.B. in Bayern auf rd. 900 Euro/Hektar
Staatsknete und arbeite in der Landwirtschaft ca.650 Stunden im Jahr. Durch den geringen Aufwand an Betriebsmittel ist der Gewinn dementsprechend hoch und die Arbeitsstundenentlohnung eben auch.
Da die Schere zwischen Kosten für Betriebsmittel und Lebenshaltungskosten künftig noch schneller noch weiter aufgehen wird, ist der am Besten dran, der das sinkende Schiff noch rechtzeitig verlässt.
Beste Grüße
Jakob



gbgb antwortet um 03-11-2019 08:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Guten Morgen!

@Aequitas
Ob in Deiner Berechnung nicht ein Denkfehler ist?

Bei 20.000.- würde das - glaube ich - ca. so aussehen:
Bis 11.000.- trotzdem keine Steuer
11.000.- bis 18.000.- 25% wäre 1.750.- Steuer
18.000.- bis 20.000.- 35 % wäre 700.- Steuer
Gesamte Einkommenssteuer also 2.450.-

Auch der Spitzenverdiener zahlt 55 % erst für den Betrag, der 1.000.000.- übersteigt.
Für die ersten 11.000.- muss auch er nichts zahlen.

Wünsche einen schönen Sonntag.


Vollmilch antwortet um 03-11-2019 08:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Teilpauschalierung - Finanzamt - gehe ich richtig in der Annahme, dass die Steuererklärung nur eine Person mit 10.000 € Einkommen betrifft? Das würde auch die Konstanz des Einkommens (bei schwankenden Milchpreis) zum Teil erklären. ;-)

Die Kunst liegt wohl darin, die Ausgaben unter 70 % der Einnahmen zu halten.

So wie gbgb die Steuer berechnet, stimmt.


LG Vollmilch


Aequitas antwortet um 03-11-2019 09:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
In Bayern schaut die Staatsknetenoptimierung sicher besser aus als in Österreich.
Vor ca 15 Jahren wars glaube ich noch anders, da schielten die Bayern neidisch nach Österreich wenns um Flächenprämien geht, jetzt ists wieder anders rum.

@ziervi

Mit deinen Betriebsdaten wenn die Fläche großteils Eigengrund bzw geringen Pachtkosten haben leben die meisten Landwirte nicht schlecht.
160 000€ Milch ergiebt ca:

60 000€ Milchgeld
30.000-40 000 Rinderverkauf
Holzverkauf je nach Lage xx?
15.000-20.000 Förderungen

Ca 95.000-120.000 Einnahmen:

Ausgaben:

SVB ca. 9000€
Saatgut: 1000-2000€
Düngemittel Mineraldünger: 0-1000€
Pflanzenschutzmittel: 500-1000€
Futtermittelzukauf: ca 5000€
Lohnunternehmer: 1000€
Tierarzt: 3000€
Strom: 3000€
Diesel: 5000€
Wartung Maschinen Reperaturen, Gerfüge Wirtschaftsgüter: 5000€
Versicherungen: 2000€
Sonstiges: 1000€

Ausgaben ca: 35.500-38.000

Ergibt eine Überdeckung von ca. 60.000-80.000€ /Jahr
Daraus müssen noch investitionen gestemmt werden und Privatverbrauch abgedeckt.

lg












Aequitas antwortet um 03-11-2019 09:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@gbgb

Stimmt, da ist mir ein Fehler unterlaufen , mit 20 000€ Einnahmen würde er 2450€ Steuern zahlen.




Vollmilch antwortet um 03-11-2019 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Aequitas: für meinen Geschmack schätzt du die Ausgaben recht niedrig. Ich schaff das jedenfalls (bei ähnlicher Betriebsgröße) nicht!

Ansonsten Zustimmung.

LG Vollmilch


Juglans antwortet um 03-11-2019 09:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@aequitas: Mit Verlaub aber deine Kostenschätzung fällt unter die Kategorie Stammtischgeschwätz.
mfg


Aequitas antwortet um 03-11-2019 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Juglans

Welcher Kostenblock genau scheint dir unschlüssig und Stammtischgeschwätzmässig?
Das es +- sicher eine Schwankungsbreite gibt in der Aufstellung ist klar, kommt auch drauf an ob ein Betrieb sich alles machen lässt oder alle Arbeiten selber erledigt.
Kommt der Tierarzt zum besamen oder Eigenbestandsbesamer,..
Oder ob reiner Grünlandbetrieb und Kraftfutter zukauft oder Acker/Grünlandbetrieb der bis auf Eiweissfutter und Mineralfutter nichts zukauft.

Aber die Zahlen waren nicht aus der Luft geschnappt. Mache seid 12 Jahren eine Einnahmen/Ausgabenrechnung, (LK Aufzeichnungsbuch) und wurden auf seine Flächen/Tierbestand nach meiner Einschätzung angepasst . Wie gesagt welcher Kostenblock scheint unrealistisch?

Wenn man noch genauer in die Materie will müsste man ergänzen.

Selber mahlen oder Mischzug.
Siloballen, Hochsilo oder Fahrsilo
usw usw













FeSt antwortet um 03-11-2019 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Respekt, wer heutzutage mit den Einnahmen im klassischen Vollerwerb noch das Auslangen für seine Familie findet.


hjokl antwortet um 03-11-2019 11:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Ihr rechnet irgendwie nicht richtig, hier wird s erklärt wie der Hase läuft.

https://www.arbeiterkammer.at/infopool/wien/Agrareinkommen_Mai_2011.pdf

ist zwar schon ein paar Jahre her aber das gilt sicher auch heute noch.

Ziervi die Einkommensteuererklärung für Landwirte in Österreich ist schon etwas mysteriös, bzw. steuerschonend.

Probiers mal mit dem Cash Flow.
Am Jahresende die Privatausgaben, Investitionen und veränderung der Rücklagen oder Darlehen.
Mir ist klar dass hier keine Afa und div. berücksichtigt wird, aber das hat der Betrieb im vergangenen Jahr geleistet.
Diese 3 Posten zusammenzählen und durch 12 dann schaut es evt. anders aus.
gruss jakob




Lendl00 antwortet um 03-11-2019 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Interessant ist, dass sich die AK so sehr mit der Landwirtschaft beschäftigt. Was wollen die damit bezwecken??

Aber interessant ist, dass die Studie einen großen Fehler hat.
Vom landw. Einkommen lt. Grünem Bericht muss noch die SVB Zahlung abgezogen werden, wogegen beim Nettoeinkommen von einem Arbeitnehmer keine Abzüge mehr abgezogen werden. In dem Bericht wird aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass landw. Einkommen mit dem Nettoeinkommen von Arbeitnehmern zu vergleichen ist.
Die SVB Zahlungen werden nämlich dem "Privatverbrauch" zugerechnet.




FXST antwortet um 03-11-2019 12:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Diese Zahlen alleine geben nur ein sehr oberflächliches Bild der Einkommenssituation deines Betriebes wieder.
Man braucht viel mehr Daten und Zahlen vom Betrieb…alles andere ist Kaffeesudleserei…



Obersteyrer antwortet um 03-11-2019 13:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Aequitas Hallo Bei deiner Rechnung fällt mir auf , kein Versicherungspaket? (Feuerversicherung usw) , 30-40000 Euro aus dem Rinderverkauf sehr hoch angenommen, Betriebsumlage Finanzamt fehlt , gesamte Reinigungkosten ,Kraftfutter ?, Lohnunternehmer also 1000 Euro ist sehr nieder alleine wenn ich Ballen machen lasse bin ich weit darüber?, Maschinenneukauf?, würde sagen bei deiner Rechnung fehlen mind. 10-15000 Euro an Ausgaben,für so einen Betrieb!! Gruss Obersteirer



xaver75 antwortet um 03-11-2019 13:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Aequitas
Milchkühe plus MAST, da dürfte schon ein wenig Acker dabeisein, könnten genausogut (bei Vollpauschalierung) 20000 SVB sein?

mfg


mittermuehl antwortet um 03-11-2019 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@ziervi Ich vermisse in deiner Aufstellung die Lister der Eigenentnahmen in Naturalien. (Wohngebäude, Heizmaterial, Lebensmittel,...) Das solltest du zu deinen 10 000 € dazu rechnen


powerjosl antwortet um 03-11-2019 15:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Einkommensermittlung mittels Teilpauschalierung:
160000 kg Milchverkauf a 40 Cent. ist. €. 64.000,-
Abzüglich 70%. Ausgabenpauschale. € 44.800,-
Ergibt Einkommen. €. 19.200,-


Vollmilch antwortet um 03-11-2019 15:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Schuldzinsen, Pachtzinsen, SVB...

LG Vollmilch





powerjosl antwortet um 03-11-2019 15:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Man bräuchte den Einkommensteuerbescheid um die Lage zu beurteilen!
Das eine ist sicher, die Einkommenssituation in der Land und Forstwirtschaft ist sehr schlecht! Aber daran wird sich nicht bald was ändern!



Vollmilch antwortet um 03-11-2019 15:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Mit dem Einkommensteuerbescheid kann man nur die Steuerlast beurteilen. Mehr würde ich da nicht hineininterpretieren.

LG Vollmilch


FeSt antwortet um 03-11-2019 15:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@70%
Bei Veredelungstätigkeit (Haltung von Schweinen, Rindern,
Schafen, Ziegen und Geflügel) beträgt die Ausgabenpauschale 80 % der auf diese Tätigkeit entfallenden Betriebseinnah-
men.

@usw.
*abzüglich 13% Grundfreibetrag (max.€3900,-)
*Sonderausgaben:
-Kirchensteuer
-Wohnraumsanierung
-Spenden

Aber wir können noch so viele Posten aufzählen, direkt gesagt, bräuchte es mind. den doppelten Umsatz bei Minimierung bzw. Halbierung des jetzigen Arbeitskrafteinsatzes, um in den Bereich eines würdigen theoretischen Stundensatzes (Gewinn/Akh) zu kommen.


Aequitas antwortet um 03-11-2019 16:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Obersteyrer

Versicherungen habe ich mit 2000€ bewertet:
Bündelversicherung Feuer Sturm,Rechtschutz, Haus und Stall bezahle ich 1600€
Autoanhänger: 6€
4 Traktoren: 2x73€ 2x 93€ : Ergibt 1938€ bei mir mit vermutlich mehr verbauter Fläche.

Betriebsumlage Finanzamt fehlt , gesamte Reinigungkosten:
Finanzamt wird gut 1000€ ausmachen, Reinigungskosten/Reinigungsmittel macht nicht das Kraut fett.
Das wird bei den 6000€ (Wirtschaftsgüter und Sonsitges ) vermutlich abgedeckt sein.

30-40000 Euro aus dem Rinderverkauf finde ich unterste Grenze bei der Kuhanzahl und Ausmast der Tiere. Wäre interessant was ziervi sagt wie gut die Zahlen getroffen wurden.

Kraftfutterzukauf (Eiweiss) mit 5000€ wenn man Getreide selber erzeugt finde ich im möglichen Rahmen.
Wenn man sich alles Pressen lässt kommst du mit 1000€ sicher nicht aus, dafür hast aber wieder vermutlich weniger Diesel kosten. Wenn man aber komplett eigenmechanisiert ist, selber mähen, zetten, schwaden, Ladewagen, verdichten,... braucht man vielleicht die 1000€ für sonstiges wie MEX Mobil.

Das Maschinenkauf nicht eingerechnet ist habe ich ja geschrieben das man aus den Einnahmen noch die Investitionen tätigen muss.

@xaver75

Stimmt SVB ist sehr variabel, aber da er die Teilpauschalierung in seiner Betriebsgröße macht wird es eher wegen der SVB sein. Hier wird er in der Mindestbeilage sein was auch deutlich unter den 9000€ ist.






manfred.f(8bk19) antwortet um 04-11-2019 01:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Ich hab die Erfahrung gemacht das ein Betrieb wie meiner 30 ha Landwirtschaft 30 ha Wald. Ca 20 Milchkühe und dazu noch die Nachzucht Bio seit 24 Jahre. Mit den Einkommen ausgekommen ist. Hab immer klein und bei Bedarf grösser Investiert. Ja der Laufstall ist etwas in die Jahre gekommen. Aber hab nie Groß Ersparnisse angelegt. Doch die letzten 3 Dürre Jahre haben bei uns sehr an die Nerven gezogen. Die schwachen Ernten die Futtermittel zukäufe. Der natürlich Abstockung von Vieh. Hab Gestern erst Bilanz gezogen. 10000 Euro hat sich mein Kleines Vermögen reduziert in Jahr. Noch 2 Jahre und bei mir fängt die Schuldenfalle an. Zukunftsaussichten sind etwas trüb.


ewald.w(88y8) antwortet um 04-11-2019 08:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@manfred

was du beschreibst sollte der agrarpolitik wirklich zu denken geben.

bio braucht noch mehr wie konventionell gute wachstumsbedingungen.

mit handelsdünger lässt sich doch einiges kompensieren.

fichtenwälder sind auch hoch problematisch und haben als finanzieller rückhalt extrem an gewicht verloren.

gerade für die in österreich so bedeutende berglandwirtschaft mit dauerwiesen wird es entscheidend sein, ob fördergelder mehr von acker richtung wiesen wandert!






GaHi antwortet um 04-11-2019 09:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Hallo, laut unserem Agrarlandesrat auf der Rieder Messe gehts uns ja gar nicht so schlecht, bloß die Stimmung ist zur Zeit etwas schlecht
http://www.ubv.at/aktuell/gehts-noch-schlimmer/


manfred.f(8bk19) antwortet um 04-11-2019 10:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Ja es gibt mir zu denken. Ich führe meinen Betrieb sicher nicht sorglos als Biobetrieb sicher nicht so intensiv kam immer Aus mit meinen Grundfutter und auch mit Kraftfutter. Zukäufe hielten sich in Grenzen. Hab auch gelernt das man von der Politik zurzeit nicht viel erwarten selbst bei der Dürre Grünland bin ich rausgefallen. Ein Umdenken findet statt setze jetzt seit 20 Jahren wieder auf SiloMais und verzichte auf mein Wintergetreide und auf die Rotklee mischungen. War vor 3 Jahren noch mit den Gedanken zum Stallneubau beschäftigt. Doch jetzt sehe ich mir mal die Zukunft an.


mittermuehl antwortet um 04-11-2019 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Ich denke das Klimawandel und KJimaplan der Regierung der Faktor für das landwirtschaftliche Einkommen der Zukunft sein werden.

Der Klimaplan der Regierung zum CO2-Ausstoß ist recht unklar. Nur bei der Landwirtschaft ist er eindeutig. Weniger Kunstdünger - mehr Biodiesel - mehr Biogasanlagen zu Gülleverarbeitung... Was das kosten darf ist schon wieder unklar.

Ich würde auch etwas Abwarten und schaun was die Zukunft bis 2022 so bringt bevor ich viel neues Geld wo reinstecke.... Nicht weil ich glaube das alles schlechter wird. Aber die Spielregeln könnten verändert werden.

Trockenheit ... südlichers NÖ .. Bucklige Welt ... ich weiß gar nicht mehr wie echter Regen ausschaut. September - Oktober warten "Schönwetter". Die Wiesen sind zwar schön in den Herbst gegangen, aber am Grundwasserspeigel und den Bächen merkt man einen Wassertiefstand. Nach ein paar cm ist die Erde trocken.




FeSt antwortet um 04-11-2019 13:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1138847896304719&id=130441460478706


sts antwortet um 04-11-2019 13:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Die Einkommensentwicklung aufgrund der aktuellen dürren Jahre ist natürlich nicht gut. AberTeilpauschalierung heißt dass nur die Einnahmen aufgezeichnet werden und die Ausgaben pauschal mit 80% der Einnahmen abgezogen werden, der Rest ist steuerpflichtig (und SV) Dies sagt aber trotzdem sehr wenig über das tatsächliche Einkommen aus. Bei einem Betrieb in dieser Größenordnung im Vollerwerb müssten schon 30 -40% der Einnahmen als Einkommen übrigbleiben, sonst muss man sich dringend Gedanken machen, wo hier ein größere Optimierung vonnöten ist


powerjosl antwortet um 04-11-2019 13:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Wenn der Agrarlandesrat das wirklich gesagt hat, dann ist er doch ziemlich weit weg vom Fenster!


Obersteyrer antwortet um 04-11-2019 18:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Aequitas Hallo Also wenn du 42 ha selber mähst kreiseln Schwadern ,dazu ein Auto bin ich mir 100% ig sicher das mit 5000 Euro bei weitem nicht auskommst! Zweitens hast wennst es pressen lässt mind.1000 Ballen das würden 14000 Euro sein,also massiv mehr , presst er sie selber sind wir wieder bei weit mehr als 5000 Euro oder Liter zusätzlich Netz und Folie , 3500 Euro für Folie und ca. 1000 Euro fürs Netz , 5000 Euro brauche ich schon für Diesel mit 16 Mutterkühen plus Nachzucht ,15 ha Grünland mit 2 Traktor Hoftrak und ein Auto, kleiner Bagger und ein bisschen Forst ,selber pressen und Wickeln , . Kraftfutter brauchen die meisten auch mehr als 5000 Euro . Gruss Obersteirer


Aequitas antwortet um 04-11-2019 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Obersteyrer

Wenn du es schon so genau wissen willst musst du ziervi Fragen wie seine Daten sind und wer näher bei seinen Betriebsdaten liegt.

42ha LN sind vielleicht 20ha Acker und 22ha Wiesen.

Ich habe 15ha Acker 23ha Grünland 8ha Wald, 40 Milchkühe, Ausmast fast aller Tiere (komme mit 5000-5500€ Dieselkosten die letzten 3 Jahre im Schnitt aus. (Auto wird aber nicht an der Hoftankstelle getankt) Bis auf Mähdrescher, (Silomais teilweise selber siliert, teilweise Lohner mit Mexmobil) wird alles selbst erledigt.

Folien Fahrsilo brauche ich im Jahr ca 1500€, Heu lose mit Bodentrockung und Hallenkran.
Ob ziervi alles presst, lauter Fahrsilos hat oder lauter Hochsilos oder Heutrocknung kann ich in meiner Glaskugel leider nicht sehen. Bei geschätzen 25 Kühen mit Mast und der Flächenausstattung für Eiweissfutter ob er 5000-10000-15000 Braucht kann ich auch nicht sagen. Auch das weiss meine Glaskugel nicht. Vermutlich hat er auch noch Einnahmen aus Forst.

Meine Aufstellung war eine grobe Schätzung mit Bezug auf die meisten Einnahmen und Kosten,kann sein das ich weit daneben bin, aber ich denke das ich nicht so weit entfernt bin.

lg


Heimdall antwortet um 04-11-2019 19:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Großes Problem sehe ich bei andauernden Wetterkapriolen.
Ich habe 2018 um mehr als 600€ pro GVE Grundfutter(!) zugekauft. 2019 bin ich derzeit bei 300 wird aber auch noch mehr. Das frisst einfach den Gewinn auf.
Nebenbei mache ich ca 50% vom Einkommen aus dem Forst, was heuer auch mehr als in die Hose ging.
Wenn da ein paar Jahre so laufen gute Nacht...

Ansonsten bin ich ganz zufrieden.
Muss nicht immer das neueste haben, meine Traktoren z.B. sind alle älter als 15 Jahre. Lasse aber viel machen (teilweise mähen, pressen ...).

Von großen investitionen würde ich auch abraten momentan, aber die "riesenställe" wachsen auch bei uns wie die Schwammerl ;).

Heimdall


Vollmilch antwortet um 04-11-2019 20:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Hallo!

Hier mal meine Ausgaben für knapp 46 ha und 30 Milchkühe + weibl. Nachzucht:

Futtermittel (RES+Mineralstoffmischung): 8622 €
Tierarzt: 1845€
Besamingskosten (durch Tierarzt) : 2574€
Melktechnik+Fütterungstechnik: 3187€
Sonstiges (Stall) : 348€

Ausgaben für gesamten Futterbau (Saatgut, Düngung, Pflanzenschutz, Lohndrusch): 11117€
Maschinen(Reparatur und Wartung): 10558€
Versicherung (inkl. privates Wohnhaus) : 2567€
Steuern: 1253€
SVB :11356€
Diesel: 6519€
Sonstige Gemeinkosten: 2160€

Strom (inkl. Privat) : 3200€

Auto ist privat versichert und wird privat getankt.

Insgesamt Ausgaben von knapp 71.200€
Einnahmen im gleichen Zeitraum: 140.006€

LG Vollmilch



xaver75 antwortet um 04-11-2019 20:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Pachtflächen?

mfg


richard.k(p6614) antwortet um 04-11-2019 21:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Danke Vollmilch und Respekt von meiner Seite!



xaver75 antwortet um 04-11-2019 21:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Ist der Pachtgrund gratis?
Afa?

mfg


Vollmilch antwortet um 04-11-2019 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Entschuldigung, Pachtzinsen in Höhe von 5800€ habe ich vergessen anzuführen, die Summen sollten aber stimmen.

AfA? - kann ich nicht sagen, müsste ich nachschauen(-rechnen) ist auch nur eine kalkulatorische Größe.

LG Vollmilch


richard.k(p6614) antwortet um 04-11-2019 22:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Und da wären wir wieder bei Frage nach der Laufzeit für die AfA... für die Finanz zB ist dein Traktor nach 10 Jahren nichts mehr wert.



2472660 antwortet um 04-11-2019 22:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@vollmilch
jetzt rechnest du noch, dass du dafür eigenen grund und boden (geerbt) haben musst bzw müsste man die ganze fläche als pacht kalkulieren - das sind sagen wir 46ha a 350€/ha 16.000€.

weiters die verzinsung des eingesetzten kapitals - könnte zb 600.000€ a 2% sein, also weitere 12.000€

dann das unternehmerrisiko, keine arbeitslosenversicherung, krankenstand und urlaubsansprüche, könnte man noch mit zumindest 5000€/jahr veranschlagen

sind in summe 33.000€/jahr abzuziehen von deinen 70.000 überschuss, da bleiben dann noch 37.000 übrig für vl. 2 AK mit wahrscheinlich 5000AKh, dann bist wieder unter 10€ reiner arbeitslohn - so funktionierts in der Landwirtschaft......


dietmar.s(2cz6) antwortet um 04-11-2019 22:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Vollmilch
hallo,seh ich das richtig zu zahlst den svb betrag für 2 Personen der ausmacht 11356€? ich zahl mit 23ha ln und 13ha forst 11200 euro. Find ich schon spannend dass sich Österreich da Sozialstaat nennt.


richard.k(p6614) antwortet um 04-11-2019 23:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@2472660

Jetzt wirds absurd. Vollmilch hat eine einwandfreie Cash-Flow-Berechnung angestellt. Was du dir da aus den Fingern saugst, um die Berechnung möglichst schlecht zu machen... ohne Worte.


Vollmilch antwortet um 04-11-2019 23:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
5000 AKh sind es sicher nicht! Und mir ist vollkommen klar, dass ich Netto unter 10 €/ Stunde verdiene.
Obiges Beispiel war übrigens ein gutes Jahr, heuer geht davon einiges ab! Sollte nur zeigen, dass 70 (oder 80) % nur eine Annahme sind.

Planung und Kalkulation sind die eine Sache, beruhen auf Annahmen und Schätzungen. Was wirklich übrig bleibt (€) steht auf einem anderen Blatt.

LG Vollmilch


Vollmilch antwortet um 04-11-2019 23:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Der SVB Beitrag ändert sich bei gemeinsamer Betriebsführung nicht, ich hab früher für mich allein das gleiche gezahlt, wie jetzt (in Summe) zu zweit. Deine Böden und der daraus resultierende EHW sind vermutlich "besser".

LG Vollmilch


JD6230 antwortet um 05-11-2019 06:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Die teilpauschalierung mit der 70/80er Regelung wird auch nur in den schlechten Jahren beanstandet. In den guten Jahren will niemand eine Änderung.... komisch ????


Vollmilch antwortet um 05-11-2019 07:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Guten Morgen!

"Pauschalierung" ist eben ein Fremdwort!

LG Vollmilch


Richard0808 antwortet um 05-11-2019 07:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Vollmilch warum machst du keinen Eigenbestadsbesamer, könntest du dir einiges an Geld ersparen, und vorallem die blöde warterei auf den Tierarzt fällt weg.

Zu deinen Tierarzt kosten muss ich sagen Hut ab, ist wenig für 30Kühe +Nachzucht.


Vollmilch antwortet um 05-11-2019 07:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Ich finde, meine Tierärzte machen das recht gut!

Das Einsparungspotential sehe ich nicht so hoch an.

Die niedrigen Tierarztkosten werden durch die Schlachtkuherlöse (leider) kompensiert! ;-)

LG Vollmilch


jakob.r1 antwortet um 05-11-2019 08:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Grüße Euch, -- ich verstehe nicht warum von "niedrigen" Tierarztkosten geschrieben wird. Jeder Euro für den Tierarzt zeigt mir, das ich was falsch mache, sonst würden die Tiere ja nicht krank. Tierarztkosten entstehen natürlich wenn ich nach möglichst hoher Milchleistung giere, in einen eh total überfüllten Milchmarkt und damit spreche ich alle Milcherzeuger an, -- nicht nur Forumskollegen.
Ich habe jedes Jahr nur die Kosten für die Blutentnahme bei den Kühen, als Nichtmilchviehhalter vorgeschrieben,-- ansonsten wenn eine Kuh aufgrund einer Verletzung was hat.
In den letzten 10 Jahren waren diese Kosten bei Null, und anstelle der Besamungskosten kaufe ich mir einen jungen Stier nicht zu teuer ein und verkaufe diesen wenn er für den Menschen beginnt gefährlich zu werden zu einem besseren Preis an den Metzger, als meinen Einkaufspreis.
Den Blödsinn mit einem teuren Samen von einem super hochgezüchteten "Vererber", dessen Nachkommen natürlich krankheitsanfälliger sind, mache ich schon seit Aufgabe der Milchviehhaltung 1997 nicht mehr mit dem Erfolg von gesunden Tieren. Die Gier nach immer höherer Milchleistung bei den Zuchtverbänden wird sich bald
von selbst erledigen wenn immer mehr Bauern nicht mehr bereit sind höhere Preise für krankheitsanfälligere Tiere bei den Versteigerungen zu generieren.
Beste Grüße
Jakob


geba antwortet um 05-11-2019 09:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Hallo Vollmilch!

Als SVB Beiträge bei 46ha: €11356,- sind schon extrem wenig!

Auch Strom mit €3200,- ist relativ wenig.

Pacht? Oder alles Eigengrund?

Ausgaben mit €71000,- schrecken mich für Deinen Betrieb dieser Größe nicht!


Trulli antwortet um 05-11-2019 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Hallo!
Interessanter Forumseintrag! Das hat mich veranlasst, auch meine Daten hereinzustellen...
Unser Betrieb: Kalbinnenmast mit zur Zeit 48 Stk. (27,2 GVE), 16 ha landw. Nutzfläche, davon 10ha Grünland, 3ha Getreide, 3ha Feldfutter...im Nebenerwerb. Vermarktet werden die Kalbinnen über ein AMA- Gütesigel Qualitätsprogramm der Rinderbörse...
Hatten den Betrieb gemeinsam geführt, doch nach der letzten Einheitswertfeststellung (25-30% Erhöhung) sind wir auf 16000.- geklettert. 2200.- Euro/Quartal SVB Beitrag waren jedoch schon die "Schmerzgrenze", somit sind wir einer weiteren Erhöhung der SVB- Beiträge sofort ausgewichen, und mit 2017 in die Sozialversicherungsoption mit Teilpauschalierung gewechselt! Vorher aufgeteilt auf beide, jetzt ist meine Frau alleinige Betriebsführerin mit knapp 900.-/ Quartal SVB Beiträge....
Das Einkommen im Jahr 2018 belief sich nach Gewinnermittlung für die Einkommenssteuererklärung auf 9200.- Euro, somit unter der Einkommensteuergrenze....
Einnahmen: 53500 Rinderverkauf
9300 AMA- Zahlungen
Ausgaben: Trockenmilch 572
TMR, Mineralst. 520
Pacht 570
Finanzamt 508
SVB 3564
TGD 83
Tierarzt 1200
Kälberzukauf 15100
Maschinenring 5100
Versicherungen 3127
Betriebsmittel(LGH) 3930
Reparaturen 4800
Gebäude und Afa nicht berücksichtigt


riener antwortet um 05-11-2019 09:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
jakob.r1 schreibt....

.... Jeder Euro für den Tierarzt zeigt mir, das ich was falsch mache, sonst würden die Tiere ja nicht krank.....

da braucht man gar nicht mehr weiterlesen wenn jemand einen solchen Blödsinn schreibt.


mittermuehl antwortet um 05-11-2019 09:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Ich denke Vollmilch ist Stromproduzent. ....die 3200€ werden der Zukauf sein...

Die TA-Kosten auf die GVE umgelegt sind auch nicht wirklich hoch.

Die SV auf die ha umgelegt entspricht ca. meinem Wert. (Ich zahle nur mehr pro ha weil ich Einstellpferde haben).

Schaut nach echten Zahlen aus. Zumal sie ja für ein gutes Jahr stehen sollen. Da bleibt einiges an Polster für Notfälle.... Ich wäre froh ich hätte auch so schöne Zahlen.

Und glücklich ist er auch noch damit. "Ja darf er das den"... ;)


Vollmilch antwortet um 05-11-2019 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Hallo!

Mittlerweile zahle ich eh mehr an die SVB. Die Zahl war noch vor der "Neufeststellung".
Pachtzinsen hab ich weiter oben schon nachgetragen.

Strom kauf ich 19.000 kWh zu (ca. 16ct/kWh).

@jakob: ich bin leider nicht so perfekt als Tierhalter wie du!

LG Vollmilch


Vollmilch antwortet um 05-11-2019 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
3500 kWh Strom mach ich mir selber...

LG Vollmilch


Richard0808 antwortet um 05-11-2019 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Durchschnitt der TA Kosten für Milchvieh liegt zwischen 90 und 100€ je Kuh/Jahr
Besamung 30-35€ je Kuh/Jahr
(Quelle AK-Milch)

Bei meinem Einheitswert von knapp unter 30.000€ zahle ich 1700€ SVB im Quartal, bei der Steuererklärung bekomme ich meist 200-300 Euro Gutschrift.
Bin aber im Nebenerwerb


jakob.r1 antwortet um 05-11-2019 10:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Grüß Dich Vollmilch, das hat überhaupt nichts mit Perfektion zu tun, -- ich habe halt genetisches Material zur Verfügung welches noch natürlich ist und nicht hochgezüchtet, -- das genügt mir als Mutterkuhhalter der nur Tiere hält weil Sie zum Erreichen der maximalen Staatsknetenausbeute vorgeschrieben sind.
Habe schon 1988 auf Laufstall umgestellt und die Hörner bleiben dran, --die Tiere sind nur 5 Monate im Stall.
Aber interessante Einstellung von riener, das für einen erfolgreichen Betrieb die Tierarztkosten dazugehören.....
Ich bin aber bei einigen von Euch eh kein Landwirt, weil ich nur ca.650 Arbeitsstunden im Jahr mit Landwirtschaft verbringe, --- aber daraus von den Erträgen gut mit Euch mithalten kann was die Gewinne aus Landwirtschaft anbelangt.
Beste Grüße
Jakob


manfred.f(8bk19) antwortet um 05-11-2019 10:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Interessant sind für mich die Zahlen die am ende Des jahres effektiv noch bleiben. Mit mein Lebenskosten und das was man sich gönnt in sinne des Wohlstandes. Sind aber Menschen die nicht in Saus und braus leben. So ein Betriebskonzept ist meines Erachtens sinnvoll aber oft zu gut berechnet und durch einige umstände schlechter Ertrag dürre und unerwartete Nicht beeinflusbare Faktoren gefährdet.


riener antwortet um 05-11-2019 10:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
jakob schreibt.......

....Aber interessante Einstellung von riener, das für einen erfolgreichen Betrieb die Tierarztkosten dazugehören.....

ja sicher, wer zuviel beim Tierarzt spart , spart sicher am falschen Fleck.


HansT3 antwortet um 05-11-2019 11:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Richard0808

Bei 30000€ Einheitswert müsstest du irgendwo bei 3200€ pro Quartal sein.

Somit wirst du vermutlich für den Ehepartner extra einzahlen oder wie läuft das?
Wäre schon komisch wenn du mit dem 3fachen EHW so ca. das selbe zahlst wie ich.


geba antwortet um 05-11-2019 11:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Hallo Vollmilch!

Nochmal?

€140000,- Bruttoeinnahmen?

Ich bin kein Milchviehhalter aber:

30 Kühne = ca. 250000kg Milch x 40ct = €100000;_!
ca. 15 Stierkälber = ca. €8000,-!
Dabei habe ich schon "gute Zahlen" genommen.


Ich habe 23ha mit ca 40GVE und Zahle die gleiche SVB!!!

Hoffentlich stimmt da ALLES!!!


Vollmilch antwortet um 05-11-2019 11:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@jakob: für dein Betriebskonzepts fehlt mir die nötige Eigenfläche. Ich vermute mit 20 ha Eigengrund komm ich nicht auf genug "Staatsknete" um davon eine Familie ernähren zu können.
Es fehlt bei uns weiters an Tourismus und Forstwirtschaft.
So muss ich halt weiter einer Arbeit nachgehen, die (in der Regel) Spaß macht.

LG Vollmilch


Vollmilch antwortet um 05-11-2019 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Hallo geba!

98000€ Molkerei
2400€ Direktvermarktung
5800 € männliche Kälber
1600 € Zuchtkälber
10300 € Altkuherlös
23000 € Förderungen

(Werte sind jetzt nur circa, ich hab die Bilanz beim Güllefahren nicht mit! ;-))

LG Vollmilch


xaver75 antwortet um 05-11-2019 11:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@HansT3

Der Richard kommt durch den Nebenerwerb über die Höchstbemessungsgrundlage, da wird dann gegengerechnet.
Ich war, als ich noch arbeiten ging mit damals 15300 EHW auch drüber, als ich aufgehört hab, hab ich mal kurz geschluckt. ,-)

Bin derzeit bei 18ha auf 17300 EHW, überlege nach dem mitlesen hier, mich mit der Teilpauschalierung intensiver zu beschäftigen.

mfg


Richard0808 antwortet um 05-11-2019 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@HansT3 weil ich im Nebenerwerb bin.
Ich stehe mit den 1700€ im Quartal bei der Höchstbemessung an auch wenn ich 40.000 Einheitswert habe zahle ich nicht mehr SVB.

Respekt an Vollmilch, viele trauen es sich nicht ihre Zahlen zu nennen


HansT3 antwortet um 05-11-2019 11:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Richard0808
Alles klar, wäre halt gut wenn man das gleich im jeweiligen Beitrag erläutert. Hab mich etwas mit dem Beitragsrechner gespielt und bei Teilung auf zwei Personen kommt man eben auf ähnliche Werte die du genannt hast bei deinem EHW. Höchstbemessung ist mir schon auch bekannt.

Welcher Wert aus der unselbstständigen Arbeit wird hier verwendet für die Berechnung?
Beitragsgrundlage vom EHW (Quartalswert?) + ??????? darf maximal die 6090€ Höchstbeitragsgrundlage ergeben?


jakob.r1 antwortet um 05-11-2019 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Grüß Dich Vollmilch, ich bin auch zwischen 18. und 43. Lebensjahr ausserlandwirtschaftlich zum Arbeiten gegangen. Eine Zeitlang im Fernverkehr LKW gefahren,
dann als Holzakkordant teils selbstständig und dann 7 Jahre lang als Flughelfer bei einer Hubschraubertruppe im europäischen Alpenraum. Wir war immer schon klar, das ich mit 110 Hektar Eigenfläche, halbe Wald, halbe Grünland, zu wenig verdiene um eine Familie ernähren zu können. Die ersten 10 Jahre habe ich auch intensiv Milchviehhaltung mit 25 Milchkühen betrieben, aber mir eben immer einen Mindeststundenlohnerlös auferlegt. Der war mit Milchvieh nie und nimmer vor 30 Jahren schon erreichbar, weil eben zu viele gebundene Arbeitsstunden. Wir hatten zwar damals schon einen höheren oder den gleichen Milchpreis wie Ihr heute und die Betriebsmittelpreise, Versicherungen... waren ein Klacks zu aktuellen Lage. Trotzdem habe ich erst nach 10 Jahren (wegen der Bindungsfrist der Förderungen Stallumbau für Milchviehhaltung) das Kontigent mit Härtefallanteil verkauft und die Flächen den Nachbarn zum Abernten geschenkt weil die Möglichkeiten zur Staatsknetenoptimierung damals nicht gegeben waren. Mein Geld habe ich hauptsächlich in fremden Wäldern verdient damals. Mir wären auch die aktuellen 47 Tausend Euro Staatsknete plus
ca. 10Tausend aus Viehverkauf zu wenig um eine Familie ernähren zu können. Ich würde auch mit 20 Hektar Eigenfläche Landwirtschaft nichts anderes machen solange die landwirtschaftlichen Erlöse so lächerlich bleiben, --- als den Betrieb im Nebenerwerb führen.
Nun werde ich 61 und habe mir das Leben halt etwas gemütlicher eingerichtet als in den leistungsfähigen jungen Jahren.
Beste Grüße
Jakob


mittermuehl antwortet um 05-11-2019 13:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
Nicht vergessen daß das drücken der SVB auch ein drücken der eigenen Pension bedeutet. Das Hoffen auf eine Ausgleichszulage kann manchmal etwas trügersich sein..

@jakob.r1 ... 110ha Eigengrund ... 47000€ Förderung ... keine Möglichkeit damit seine Familie zu ernähren ... muß eine sehr große Familie sein.... ;)


Vollmilch antwortet um 05-11-2019 13:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@jakob : ich glaube, wir alle kennen deinen Lebenslauf. Und wir haben uns schon öfters über unsere unterschiedlichen "Betriebsphilosophien" unterhalten.
Wenn ich mal 61 bin, werde ich vielleicht auch in deine Richtung optimieren. Momentan ist das für mich aber noch keine Option.

Mir wurde das Talent gegeben, mit meinen Flächen meine Familie ernähren zu können. Du hast andere Talente.

"Es ist doch schön, dass Allah die Menschen in ihrer wunderbaren Vielfalt geschaffen hat!" (frei nach Robin Hood, König der Diebe)

LG Vollmilch


Richard0808 antwortet um 05-11-2019 18:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@HansT3 kann ich dir leider nicht erklären wie der SVB Beitrag mit meinen Nebenerwerb Einkünften abgerechnet werden, kenne die Berechnungssätze nicht....
Vieleicht weiß das hier ja jemand im Forum?

Weiß nur Monatlich wird mir vom Lohn gut 600 Euro SV abgezogen, der Dienstgeberbeitrag liegt bei 700 Euro(Gerechnet ohne 13 und 14 Lohn, ohne Gewinnbeteiligung und ohne Akkordprämie)

Rechne ich jetzt beide Krankenkassen Beiträge zusammen bin ich im Quartal auf 4070 Euro.
Und das als kleiner Nebenerwerbs Bauer mit meinen 25 Butterhirschen.

Lohnsteuer komme ich locker auf über 7000Euro im Jahr.


@jakob wenn ich in meiner Firma so rede wie du hier im Forum würden die mich Kopfüber am Kran aufhängen.
Du bekommst 47tsd Euro Förderung für 650Arbeitsstunden im Jahr.
Ein normaler Metallfacharbeiter muß für dieses Geld fast 3 mal so lange arbeiten wie du. Muss auch seine Familie ernähren und hat aber keine 20 Meter langen Weißtannen um die Einkünfte aufzubessern....

Und ganz ehrlich du erinnerst mich an Leiharbeitet bei uns in der Firma die eigentlich die gleiche Einstellung haben wie du, ein paar Monate Arbeiten dan bekommen die wieder volle Arbeitslosen Bezüge- den Zeitraum ausnutzen und wieder minimal Arbeiten gehen.....
Also maximale Staatsknete abgreifen wie du es machst....
Nur mit dem Unterschied das die sich keine MB-Trac Luxus Sammlung leisten können.


thomastotschnig antwortet um 05-11-2019 22:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft



Ziegenbua antwortet um 06-11-2019 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
"Nur mit dem Unterschied das die sich keine MB-Trac Luxus Sammlung leisten können."

Dazu hätte es einer gewissen Erbschaft bedurft


hjokl antwortet um 06-11-2019 10:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Richard0808
@jakob wenn ich in meiner Firma so rede wie du hier im Forum würden die mich Kopfüber am Kran aufhängen.

Richard du mußt natürlich schon dazusagen dass das nur mit 110 ha Eigengrund möglich ist.
Mit diesem "Kapital" erwirtschaftet manch anderer auch dieses Einkommen mit so relativ wenig Stunden.
Mateschitz wird auch einen hohen Stundensatz beim Verwalten seines Vermögens haben, da redet niemand vom aufhängen.
Es gibt viele Bauern mit unter 40 ha wovon die Hälfte gepachet ist.
gruss jakob




HansT3 antwortet um 06-11-2019 10:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
@hjokl
Er bekommt ~900 aufs Hektar, schreibt er ja. Das sind bei den 47tsd dann ca. 52ha. Der Rest von den 110ha wird Wald sein und da wirds wohl auch in D keine Förderung dafür geben.


richard.w(7n417) antwortet um 06-11-2019 10:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Für Wald - oder besser gesagt die Bewirtschaftung des Waldes - gibts sehr wohl Förderungen. Zb ist der Tiroler Waldpflegeverein einer der größeren Förderungsempfänger in Westösterreich, selbstverständlich weil Förderungen an die Waldbesitzer weiter gereicht werden (zb für Aufforstung oder für Seilbahnen im Schutzwald).

Der Rest hier wird eher zur Neiddebatte als eine Diskussion zur Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft. Jedem das seine, aber reich wird der Jakob und der Richard nicht, egal wie sehr sie in 2 Jobs oder mit Förderungen sie sich abmühen.


HansT3 antwortet um 06-11-2019 11:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
@Richard0808

Hab mal nachgefragt auf der Kammer bzgl. der Berechnung der Höchstbeitragsgrundlage im Nebenerwerb.

Man nimmt das steuerpflichtige Monatseinkommen aus seinem Brotjob. Ich find die Position z.B. auf meinem Standard Lohnzettel nicht, müsste ich vermutlich bei der Lohnverrechnung erfragen (es ist nicht einfach der Brutto Lohn).
Bei 14 Gehälter müsste man dieses steuerfplichtige Monatseinkommen mal 14 nehmen und wieder durch 12 Teilen wurde mir gesagt.

Dann sucht man sich passend zu seinem EHW die Beitragsgrundlage aus der verlinkten Tabelle.
https://www.svb.at/cdscontent/?contentid=10007.718725&portal=svbportal&viewmode=content

Sobald beide Werte zusammengezählt die 6090€ (aktueller Höchstbeitrag) überschreiten, kann man sich weiter damit befassen.

Mir wurde auch noch gesagt, dass man sich da selbst drum kümmern sollte weil das nicht von Haus aus irgendwie berücksichtigt wird.


Richard0808 antwortet um 06-11-2019 18:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Mir gehts nicht um Neid, es soll jeder bekommen was einem zusteht. Keiner bekommt nur zum spaß Förderung man wird e vorne und hinten Kontrolliert.
Jedoch wenn ich wie Jakob das lang und breit trete mit wie wenig Arbeitsaufwand ich wieviel Förderung bekommen kann wirft das ein schlechtes Bild auf die Bauernschaft!!
Und einem Arbeiter interessiert es nicht ob er jetzt 100 oder 200 ha hat.
Der hat seine 1000m2 Grund mit Haus für die er 40Jahre Raten zahlt und für den bist du mit 10ha schon Reich...

@HansT3 danke für die Infos, und ja man muß bei der SVB um Beitragsoptimierung ansuchen damit der Nebenerwerb mit der LW abgeglichen wird.



jakob.r1 antwortet um 06-11-2019 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Grüß Dich Richard, es kommt aber noch schlimmer mit dem schlechten Bild über die Bauernschaft das ich so abgebe. Schaue einfach mal meine zwei Youtube Videos an, wie ich
oder der Sohnemann vom Liegestuhl aus mit dem funkgesteuerten Motormäher einen Hang abmähen.....
Schmunzelnde Grüße
Jakob



2472660 antwortet um 06-11-2019 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
wieder mal ein beispiel dafür, dass die lw-förderungen hauptsächlich eine förderung des besitzes ist und nicht der bewirtschaftung!
ohen eigengrund würd das konzept vom jakob nicht funktionieren....


florian.m(w9437) antwortet um 06-11-2019 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Grundsätzlich hat der jakob ja recht wie er es macht. Allerdings damit zu prahlen ist unnötig. Außerdem steht er auf veraltete nichthangtaugliche traktoren. Alles neue ist ja blöd.
Bei den motormähern sind aber die neuen das non plus ultra. Während allerdings unsere alten motormäher jährlich an wert gewinnen verpulvert er hier sein geld da er mit dem motormäher nicht auf 4278,3 gut bezahlte stunden kommt. Somit ist das nur ein teures hobby.

Vielen von uns landwirten wäre der gedanke so zu arbeiten ein dorn im auge. Zu recht.
Aber es ist erlaubt :-)


Obersteyrer antwortet um 06-11-2019 19:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommenentwicklung in der Landwirtschaft
@Jakob Hallo Wenn man mit 110 Hektar Eigenfläche keine Familie ernähren kann ,läuft aber wirklich etwas falsch! 55 Hektar Wald selbst bewirtschaftet ,und das gleiche Grünland mit Ausgleichzahlungen reicht locker!! Gruss Obersteirer



gbgb antwortet um 06-11-2019 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Guten Abend!

Auch in früheren, nicht geförderten Zeiten werden sich Bauernhöfe, die mit viel Eigengrund ausgestattet sind, finanziell leichter getan haben als solche mit wenig Grund.

Der Jakob kann auch nur in Anspruch nehmen, was für ihn passt und was angeboten wird.
Für das Angebot sind aber diejenigen verantwortlich, die es beschlossen haben.

Ob da alles gerecht ist, darüber ließe sich sicherlich diskutieren.
Wie schon geschrieben, ein Normalverdiener hat dafür lange zu arbeiten.
Dass bei höheren Summen das Verständnis der Mitbürger dafür nicht gegeben ist, kann ich daher gut nachempfinden.

Freundliche Grüße



mittermuehl antwortet um 07-11-2019 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Zumindest kann man den Spruch; ""Wir ernähren Österreich" nicht mit dem Jakob in Verbindung bringen. Er ist ein hoch geförderter Landschaftsgärtner der auf Oldtimer UND moderne Spielzeuge steht.

Da Produziert mein Ponyhof ja nach mehr Lebensmittel und ist weniger auf Förderungen angewiesen.

Aber ich lebe auch viel Bescheidener als er. Auch wenn ich nicht verstehen kann mit den Flächen nicht auszukommen und lieber LKW zu fahren muß man sagen: "Er hat die Regeln nicht gemacht... Er nutzt sie nur Zweckentfremdet". Aber vielleicht ist das die heimische Landwirtschaft der Zukunft?


dietmar.s(2cz6) antwortet um 07-11-2019 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
natürlich bist du auch auf förderung angewiesen mittermuehl. Nur blendest du es aus. Wird das Gesundheitssystem gefördert, nimmst du es in Anspruch? bist du drauf angewiesen? soll ich noch weiter nachbohren ? mfg

>Da Produziert mein Ponyhof ja nach mehr Lebensmittel und ist weniger auf Förderungen angewiesen.



mittermuehl antwortet um 07-11-2019 10:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Ich hab gesagt "weniger" angewiesen. Sie helfen mir schon sehr. Aber es würde auch ohne gehen und ich müsste nicht aufhören nur weil die Förderung eingestellt werden würde. Aber ich könnte nicht im Liegestuhl liegen und meinem Mähroboter bei der Arbeit zusehen sondern würde noch bescheidener leben müssen. Du darfst gerne zum Nachbohren vorbei kommen. So lustig ist meine Leben nicht.

Das Gesundheitssystem ist eine staatliche Pflichtversicherung und keine Förderung. Es ist eine Versicherung deren Leistungen ich dankbar annehmen.

Die Pension ist eine Versicherungsleistung die auch mal haben werde,

Die Ausgleichszulage zur Pension ist wieder eine Förderung die ich nicht bekommen werde.. Meine Pension wird etwas drüber liegen. Jemand der deutlich weniger eingezahlt haben wird, wird in Summe gleich viel Geld in die Hand bekommen. Ich gönne es ihm.

Das Arbeitslosengeld von Angestellten wieder eine Versicherungsleistung einer Pflichtversicherung. Da habe ich auch schon Bezüger erhalten.

Hier wird immer Förderung mit Versicherungsleistung verwechselt.

Jakob hat seinen Betrieb zu 100% auf Förderungsoptimierung ausgelegt und fährt anscheinend sehr gut damit. Ich habe versucht möglich Förderungsunabhängig zu sein - und lebe nicht so gut. Der Erfolg gibt ihm Recht. Ist einfach so.


dietmar.s(2cz6) antwortet um 07-11-2019 11:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
mühli, ist echt nett mit dir zu diskutieren. Du redest von Förderungen. Kreidest mir an dass ich Förderung mit staatlicher Pflichtversicherung verwechsle. Selber "verwechselst" du aber Förderung mit staatlich verpflichteter Ausgleichszahlung.


jakob.r1 antwortet um 07-11-2019 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Grüße Euch, ich bin mit meiner Flächenausstattung bei uns im Dorf nur ein mittelgroßer Betrieb. Es sind ca. 30 Betriebe, alle zwischen 80 und 220 Hektar Eigenfläche.
Deshalb ist es für mich "normal" und nichts Besonderes. Meine Arbeitsstundenzahl ist rein nur Landwirtschaft, --da ich meine Forstflächen auch selbst bewirtschafte stecke ich da jährlich auch eine Menge Arbeitsstunden rein und der Rest geht in den Gästebetrieb. Ich arbeite also an Jahresstunden auch nicht weniger als meine Forumskollegen und der Großteil der Förderungen sind eben Honorierung der Pflege der eigenen Grünlandflächen. Nachdem ja die Direktzahlungen immer mehr gekürzt werden und dieses Geld in Umweltleistungsmaßnahmen umgeschichtet wird, ist es nur folgerichtig wenn ich mich darauf einstelle und ab kommenden Jahr viele neue Programme aufnehme die in Bayern angeboten werden. Ich hätte gar nicht die Zeit für z.B. Milchviehhaltung weil es bei mir keinen Maschinenring oder Lohnunternehmer gibt, --ich bewirtschafte den Betrieb gemeinsam mit meiner Frau ohne zusätzliche Helfer. Allerdings wird künftig der Sohnemann seine Fliesenlegerfirma verkleinern und
sich langsam in den Betrieb einarbeiten den er dann gerne übernimmt mit seiner Frau. Das meinte ich mit "mit 61 Lenzen nun etwas leichter einrichten".
Für diejenigen Forumskollegen die mich als schwarzes Schaf hier im Forum empfinden sei zum Nachdenken empfohlen, das ich doch den Milchmarkt und den Fleischmarkt jährlich um die Produktion von ca. 50 Kühen entlaste, --also gewissermaßen auf wichtige Einnahmen verzichte damit Ihr bessere Preise haben könnt.
Das ich meinen Motormäher alle 5 Jahre durch einen neuen ersetze und auch sonst noch Hobbygeräte oder Maschinen selbst habe die bei Euch der Maschinenring oder der Lohnunternehmer bereitstellt hat ganz einfach einkommenssteuersparende Gründe.
Beste Grüße
Jakob


mittermuehl antwortet um 07-11-2019 13:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Dietmar: …. Unsere Meinungsverschiedenheit könnte daran liegen das ich "staatlich verpflichteter Ausgleichszahlung" mit Förderung gleichsetze. Das machen auch 95 % der Bevölkerung. Wie auch immer - die staatlich verpflichteter Ausgleichszahlung" ist keine Versicherungsleistung. Sie war eine Ausgleich für die Öffnung des Marktes. Mehr eine Wahlzuckerl als sonst was. Sie wurde auch nie "auf ewig" zugesichert.

Wurde die Textilindustrie, Möbelherstellung, Schuherstellung, Bauwirtschaft, usw. mit einer staatlich verpflichteter Ausgleichszahlung bei der Marktöffnung beglückt? Nein. Und wir laufen nicht nackt herum, haben Schuhe, und eine Wohnzimmereinrichtung im Haus. Und das ganze so billig wie noch nie. Wir würden ohne staatlich verpflichteter Ausgleichszahlung nicht verhungern. Der Markt braucht das "billige Hapi-Hapi" aus Österreich nicht zwingend. - Leider. Nicht das ich das schön finde...

Wahrscheinlich sehen Jakob und ich die Lage sehr ähnlich. Ich denke auch das er die staatlich verpflichteter Ausgleichszahlung/Förderung mit einen Zeitlichen Ablaufdatum versteht. Er hat auf auserlandwirtschaftliche Arbeit und maximale staatlich verpflichteter Ausgleichszahlung gesetzt (ohne dabei sehr viel zu produzieren).. Er hat viel Fläche und bekommt viel Förderung. Ich hab kaum Fläche und mir eine Produkt gesucht das dem Konsumenten mehr wert ist als normale Lebensmittel weil ich gerade mal 4-5000€/Förderung im Jahr bekomme. Wenn ich eine gute Arbeit neben der Landwirtschaft wieder finden würde, würde ich es auch machen und den Ponyhof reduzieren... dann wäre es wieder ein Hobby..

Ich denke das wir die Problem nicht ganz so unterschiedlich sehen.


dietmar.s(2cz6) antwortet um 07-11-2019 13:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
ich berufe mich da auf ein österreichisches Bundesgesetz, Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Landwirtschaftsgesetz 1992, Fassung vom 07.11.2019 .( Habs dir schon mal reinkopiert.
Du stellst dich manchmal schwer von Begriff, macht aber nix.)
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10010681

Für eine Gesetzesänderung bedarf es glaub ich eine 2drittel Mehrheit im Parlament. Das Gesetz wird solange in Kraft sein.
Das Gesetz hat eine Entwicklungsgeschichte die sicherlich schon Jahrzehnte zurückreicht.
Ein Wahlzuckerl ist etwas das man verspricht umzusetzen nachdem gewählt wurde. Das Landwirtschaftsgesetz hat ja schon vor Eu beitritt bestanden. Kann daher aus logischen Gründen kein Wahlzuckerl sein.

Wir können das gern öfter durchkauen lieber Ponnyhofbetreiber.







mittermuehl antwortet um 07-11-2019 13:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Mit dem Text hast du Natürlich recht. Steht ja alles drinnen. Ziel - Möglichkeiten der Umsetzung, Nur keine verpflichtende Beitragshöhe der Förderung. (Die Stilllegungsprämie ist auch nicht mehr ganz am Puls der Zeit.)

Die Ziele finde ich auch sehr gut. Aber konkret sehe ich da nichts was eine Förderungssumme oder Förderungsart für die nächsten Jahre garantiert. Das ist so formuliert wie der Klimaplan.


Ist das Gesetz im Verfassungsrang? Dann braucht es zu Änderung eine 2/3 Mehrheit. Ist aber egal weil es ja nur Absichtserklärungen sind.




FeSt antwortet um 07-11-2019 14:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
@mittermuehl
Das System/"Maschinerie"/"Monster" garantiert für sich selbst.


hubi97 antwortet um 10-11-2019 08:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
mit den Zahlen im Grünen Bericht wird nur Neid geschürt ! Es müssten endlich die SVB Beiträge berücksichtigt werden. Aber das wollen die Agrarpolitiker nicht, weil dann JEDER sehen würde, wie schlecht es den österreichischen Bäuerinnen und Bauern geht !
der sogenannte Weltmarktpreis ist ein Preis zu dem NIEMAND auf der Welt produzieren kann, nicht mal die großen US Farmer, die vom Staat unter Trump mehr unterstützt werden, als die Bauern der EU !!!

1995 bei EU Beitritt haben sich viele Erzeugerpreise der österr. Landwirte Halbiert und uns wurde vor der Wahl Ausgleichszahlungen zugesichert (plus Deggressive AZ für die ersten 4 Jahre).
Leider hat sich diese Ausgleichszahlung seit EU Beitritt Halbiert !! Unter anderem hautsächlich, weil die Inflation NIE berücksichtigt wurde !
Jede andere Branche, von den Lehrern bis zu den ÖBBlern , Pensionisten bis zu den Beamten bekommen jedes Jahr etwas mehr Lohnerhöhung als die Inflation !!!



florian.m(w9437) antwortet um 10-11-2019 10:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft
Was war denn der gedanke der ausgleichszahlungen? Das angesprochene „happa-happa“ musste günstig sein.
Es gab 2 möglichkeiten.
Die ausgleichszahlungen auf damals rund 96%der konsumenten oder auf 4% der bauern zu verteilen. Weniger aufwand war natürlich das geld den bauern zu geben. Wie schon geschrieben erhalten wir viel weniger als damals.
Wäre das geld jährlich auf die konsumenten aufgeteilt worden wären die beträge heute sogar höher, da der konsument eben nicht so eine minderheit wie wir bauern sind...


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