Stierkälber aus der Milchviehhaltung

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paul.e(s943) 05-05-2019 19:03 - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Das Thema mit den Stierkälbern aus der Milchviehhaltung ist ja nicht nur in den Medien sehr präsent, sondern ist auch für viele Bauern und Bäuerinnen ein Thema, dass ihnen nahe geht und wofür wir eine Lösung finden müssen. Wir haben rund 40 Holstein-Kühe und jedes Mal, wenn der Viehhändler die 3-Wochen alten Stierkälbchen abholt ist es für mich eine Qual sie ihm mitzugeben, da ich nur ahnen kann, wie es ihnen im weiteren Leben gehen wird (der Großteil geht wohl nach Spanien und Italien). Seit Jahren überlegen wir uns schon, welche Alternativen es gibt (bitte keine Rassen-Diskussionen). Pro Jahr machen wir ein paar Milchmast-Kälber, aber wenn wir das bei allen machen würden, wäre nicht mehr viel Milch für die Molkerei. Wir haben auch schon überlegt, sie als Ochsen selbst zu mästen (wir haben keine klassischen Holstein, sondern sie haben auch noch etwas Fleisch auf den Knochen (dafür auch nicht so viel Milch ;) - aber wenn weder Stallplätze, noch Futterfläche vorhanden sind, wäre das finanziell eine Rechnung, die sich leider nicht ausgeht. Ich könnte mir gut vorstellen, die Stierkälber solange sie Milch bekommen (4 Monate) bei uns am Hof zu behalten und dann als Fresser an einen Betrieb zu verkaufen, der z.B. von Mutterkuhhaltung auf Ochsenmast umsteigt. Allerdings erklärt mir jeder, dass das weniger rentabel ist als Mutterkuhhaltung, was ich mir nicht vorstellen kann. Außerdem hat man ja auch weniger Arbeit (keine Abkalbungen, keine Sorgen wegen Trächtigkeit,...). Ich denke die 4 Monate alten Kälber müssten rund 550€ kosten, damit die Kosten bei uns gedeckt sind (die Arbeit nicht, aber das wäre es mir Wert dass ich weiß, dass die Stierkälber kein Abfallprodukt mehr sind). Hat jemand von euch Erfahrungen, ob das mit Holstein Kälbern wo gemacht wird (wie gesagt unsere sind sicher etwas fleischiger als der Durchschnitt - bestätigt auch der Händler) bzw. ob sich die Rechnung wirklich nicht ausgeht? Unser Betrieb ist bio - ändert nichts was die Thematik angeht weil das konv. und bio betrifft, aber sicherlich was das Rechnerische angeht. Vielleicht gibt es ja im Forum jemanden aus dem Raum Oberkärnten / Salzburg, der es einfach einmal mit ein paar Stierkälbern probieren möchte (ich könnte mir zum Beginnen auch vorstellen, dass ich die Ochsen mit 2 Jahren wieder zurück nehme und ein Futtergeld für jeden Tag bezahle und schaue, ob sich die Rechnung für uns dann ausgeht.

Schönen Sonntag aus Kärnten,
Paul

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Vollmilch antwortet um 05-05-2019 19:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Hallo Paul!

Ich kann dir leider nicht weiterhelfen aber ich finde es super, dass du dir konkrete Gedanken machst, die Situation zu verändern!

LG Vollmilch



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179781 antwortet um 05-05-2019 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Ist gut, wenn sich jemand solche Gedanken macht. Für die Aufzucht bis zum Absetzer brauchst du bei weitem nicht so viel Milch, wie für ein Mastkalb. Aber ob dir bei dem Fresserpreis noch etwas für Arbeit Stallplatz und das Kalb übrigbleiben ist eine Rechenaufgabe.
Nachfrage nach Ochsen für die Mast im Biobereich ist gut. Allerdings sind auch hier die Preise nicht berauschend. Und ob da jemand Tiere dafür einstellen will, die nur wenig Fleisch drauf haben aber viel Futter brauchen, ist eine eigene Frage.
Die Zukunft bei reinen Milchtypen ist eher der Einsatz von gesextem Sperma auf die besten Kühe und alle anderen werden mit Fleischrassestieren belegt.

Gottfried

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peter.z(cgu8) antwortet um 05-05-2019 19:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
In der Schweiz ist das Spermasexing im Biobereich Verboten. Wenn dies aber in Österreich erlaubt ist durchaus eine gute Möglichkeit die Männlichen Milchrassenkälber auf ein Minimum zu Reduzieren. Auf Konventionellen Schweizer Betrieben hat sich das gesexte Sperma schon seit paar Jahren etabliert.


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Der R. antwortet um 05-05-2019 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Da du über Rassewechsel nicht nachdenken möchtest: "probieren geht über studieren"
Finde jemanden, der einen Stall verpachtet oder im Lohn mästet, mäste deine Tiere, komme für die Kosten auf, verkauf deine Ochsen und dann weißt du, warum das keiner machen will.
(Übrigens: Fleckvieheinkreuzung ist kein Hochverrat und auch nicht verboten. Es soll auch den einen oder anderen Vorteil haben.)

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paul.e(s943) antwortet um 05-05-2019 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Danke für die Antworten,

Gesextes Sperma lässt sich bei unserem Stier leider nicht bestellen. Und verzichten möchten wir auf den Stier sehr ungern (zumal wir abgesehen von NZ - Genetik wohl kaum vergleichbare Genetik bekommen würden)

Wir haben aktuell gerade einen Fleisschtier, aber damit lässt sich das Problem aber nur reduzieren, nicht vermeiden.

@Fleckviehkreuzung: nein es ist natürlich nicht verboten, aber bei Vollweide (Vorteil für leichtere Tiere), 0kg Kraftfutter und aktuell 8 Jahren Nutzungsdauer mit ca. 6000l kann ich mir schwer vorstellen, dass ich mit FV bei uns am Hof zufrieden wäre...

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2472660 antwortet um 05-05-2019 20:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
gesextes sperma bringt auch nur kurzfristig entspannung - was machst nachher mit den vielen kalbinnen?? vor allem grösser gedacht als bis zur eigenen stalltür....
hf-stiere mästen ist nicht generell uninteressant (war vor einem halben jahr ca sogar ein artikel im landwirt) und fv-einkreuzen (wenn du auf weidegenetik setzt vielleicht bis 50%) ist auch eine vernünftige maßnahme (haben selber mit diesen kreuzungstieren sehr gute erfahrungen - kannst den heterosiseffekt nützen)

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LaLi antwortet um 05-05-2019 21:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Als Milchviehhalter mit HF Kühen würde ich schon über Gesextes Sperma nachdenken!
HF + Blauweißbelgier sind im Verkauf gleichwertig mit FV, und zur Nachzucht auf die besten Kühe Gesextes Sperma(20€ Mehrkosten für sicher weibliches Kalb) vom besten Stier!
Und auch die HF+BB Kalbinen sind in der Mast gefragt!
Mfg Thomas


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Heimdall antwortet um 05-05-2019 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Ich habe nach einiger herumforscherei einen Betrieb in naher Umgebung (30km von mir) gefunden, der nur HF mästet. Der kauft mir die Kälber mit 3 Wochen um 100.- ab.
Dafür habe ich das Problem von dem du sprichst bei Hf/Piem Kreuzungen.

Vielleicht gibts bei dor auch wo einen Betrieb der HF mästet?
Lg
Heimdall

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tomsawyer antwortet um 05-05-2019 21:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Ja alles kann man nicht haben ! Ich würde auch gesextes Sperma einsetzt und Fleischrassen auf das schlechtere drittel nehmen. Meinst wirklich dass Du mit Fleckvieh so viel schlechter fährst ? 6000kg bei Kurzrasenweide ist auch beim Fleckvieh drin.

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kraftwerk81 antwortet um 06-05-2019 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
also BIO Fresser produzieren geht sich mit BIO Vollmilch nie und nimmer aus (es sei denn man hat viel minderwertige Milch die nicht zur Vermarktung taugt).. selbst bei BIO Kalbfleisch darf nicht viel schief gehen.

... btw... auch viele FVxWB und FVxCH Kreuzungen gehen nach Italien, Spanien, Polen... Kreuzungszucht mit Fleischrassen ist kein Allheilmittel. Man müsste nur die Mast in Ö rentabel machen.

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michelle.f(pdi3) antwortet um 06-05-2019 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Hab genau das selbe problem wie du, haben auch HF und immer das leidige Thema wenn die kleinen in den lkw ins ungewisse steigen.
Ich hab mir derweil mal mit gesextem sperma abgeholfen, nur funktioniert es bei mir fast zu gut ;) hab nun zu viele kuhkälber und belege jetzt mal ein jahr lang nur mehr noch mit fleckvieh. Weiß-Blau Belgier setze ich nicht mehr ein, da tun mir die kühe einfach viel zu leid wenn sie ein 50 kilo kalb ausdrücken müssen. Das ist nicht in meinem sinne den damen so wiederum schmerzen aufzudrücken.
Und bezüglich Rassenumstellung, warum kann es eigentlich nie einer einsehen das man einfach seine Holstein Friesen hat? Ich schreib doch auch nicht immer wieder spöttisch unter beiträge von fleckvieh bauern warum nicht eine andere rasse? Musste das mal loswerden den diese dauerhafte schlechtmacherei der hf ist für mich echt ein Ärgernis.

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kraftwerk81 antwortet um 06-05-2019 14:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
... genauso wie die Schlechtmacherei der WB.. haben mit WB durch die Bank leichte Geburten

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xaver75 antwortet um 06-05-2019 14:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Ich hab auch bei FV/WB eher mehr normalgroße Kälber als mit rein FV.

mfg

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mostkeks antwortet um 06-05-2019 16:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Habe selber Fleckvieh und Bio, aber selbst da ist es nicht wirklich rentabel die männlichen Kälber all zu lange zu füttern. Gehen zum größten Teil in die konventionelle Mast aber zumindest im Umkreis von wenigen km.
Kreuze gelegentlich RF ein da die F1 sehr produktiv und robust ist. Diese werden wiederum mit Fleischrasse belegt. Habe da immer WBB genommen und damit sehr leichte Geburten, selbst bei Kalbinnen. So ein Kalb kommt bei einer Fleckviehkuh leicht raus. Die Schwergeburten sind in der Reinzucht ein Problem, da die Kühe so extrem bemuskelt sind und diese Muskelmasse den Geburtskanal einengt.
Das ist auch der Grund warum diese Rasse bei ZZU verboten ist. Verwende jetzt BA und CHA
Ich finde es toll wenn sich ein Betrieb ernsthaft Gedanken über den Verbleib seiner Tiere macht.
Ich gönn mir den Luxus und gebe keine Zuchttiere an Länder ab wo sie einmal geschächtet werden.
Die Kühe mit denen ich meist über 10 Jahre zusammengearbeitet habe gehen direkt an den nächsten Schlachthof.

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kraftwerk81 antwortet um 06-05-2019 16:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
... das Doppelendergen gibt's genauso bei CH und BA... wie so vieles bei ZZU ein überflüssiges Verbot..

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paul.e(s943) antwortet um 12-05-2019 10:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
weiß jemand, warum die Mast in Italien/Spanien/Portugal rentabel ist? Bessere Fleischpreise können es ja kaum sein oder? Richtlinien? Billigeres Futter?
@WB: Ich habe schon von vielen gehört, dass die Kreuzungen recht problemlos kälbern, aber wenn ich mir die reinrassigen Stiere ansehe (ist leider auch bei anderen Rassen mittlerweile ähnlich) kommt mir ehrlich gesagt der Graus. Findet ihr das nicht auch unnatürlich? Bei >15.000kg Kühen geht es mir übrigens ähnlich ;)

Mag für manche vielleicht komisch klingen, aber ich schätze es sehr, dass ich mit dem eigenen Stier unabhängiger bin (Ich kenne die Vorfahren, brauch keine Kataloge, weiß dass das Problem sicher nicht am Besamer liegt...) und deshalb möchte ich wegen gesextem Sperma nicht darauf verzichten, auch wenn ich weiß dass es mir bei meinem Problem mit den Stierkälber natürlich hilfreich wäre...

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Century antwortet um 12-05-2019 10:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Weil nicht jedes Land so strenge Haltungs- und Fütterungsvorschriften hat, wie unsereins.

Wir sind in Österreich, da muss der größte Schwachsinn der aus Brüssel kommt nochmal übertrieben werden, um seine Identität nicht einzubüßen^^

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paul.e(s943) antwortet um 20-02-2020 17:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Nachdem das Thema gerade wieder aktuell ist, bring ichs wieder nach vorne.
Was würdet ihr sagen wäre ein realistischer Preis für die Aufzuchtkosten eines Bioochsen für den Zeitraum 4 Monat bis 30 Monate? (nachdem ich weiß, dass eine normale Vermarktung über Fleischhändler vermutlich nicht rentabel ist, würde ich die Ochsen nach dem Absetzen her geben und mit rund 30 Monate zurück nehmen und selbst vermarkten). Wenn sichs gar nicht ausgeht wars zumindest ein Versuch... Ich denke gerade für Nebenerwerbsbetriebe könnte die Aufzucht von 4-30 Mo doch interessant sein oder? Im Vergleich zu Muku weniger Risiko/Aufwand!?

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kraftwerk81 antwortet um 20-02-2020 21:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Ein BIO- Ochse mit 4 Monaten hat ca. 1800ltr. Milch gesoffen. Meine bioheimilch kostet grad 56ct > macht € 1.008,-. Dann noch sag ich mal pauschal €100,- für das Basiskalb.
Aufzucht für weiter 26 Monate, also ca 800 Tage mal ich würd mal sagen 1,50 sind nochmal € 1.200,-
Das sind dann schon € 2.300,- aber da ist noch keine Ausmast, kein TA dabei bzw auch nicht etwaige Ausfälle berücksichtigt..
Ich würd sagen das geht sich bei entsprechender Genetik und Selbstvermarktung vielleicht aus.. unter normalen Umständen zahlst drauf.

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xaver75 antwortet um 20-02-2020 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
1300,-

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Kernarnold antwortet um 21-02-2020 13:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Lieber Kraftwerk81. Wenn deine Kälber in 4 Monaten 1800ltr Milch bekommen, verleihe ich dir einen Orden für die beste Strategie zur Reduktion des Milchmengenüberschusses. Du solltest sie dann aber nicht mehr weitermästen, sondern gleich zu Kalbfleisch verarbeiten.
Ich glaube in einer LANDWIRT-Ausgabe einmal eine Vollkosten-Rechnung für Biokälber gelesen zu haben. Meines Wissens €780.- für fertige Fresser mit 4 Monaten.
Es scheitert nicht an Kosten, sondern an der Arbeitszeit, solche Kälber zu erzeugen.
MfG Arnold Kern

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2472660 antwortet um 21-02-2020 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
pauls frage war ja: fütterungskosten ab 4 mo
da kannst dich an die aufzuchtskosten der kalbinnenaufzieher orientieren und die liegen so im bereich von 1,40€/tag - also so um die 1000€ für die 24 monate

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xaver75 antwortet um 21-02-2020 15:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
@Kernarnold
Bei Mutterkuhhaltung wird das schon hinkommen.

Was wäre erst los, wenn die auch noch zum melken anfangen? ,-)

mfg

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Kernarnold antwortet um 22-02-2020 21:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Naja hier geht's eindeutig um Kälber aus Milchkuhhaltung. Ich würde aber vorschlagen, das Defizit so kurz als möglich wachsen zu lassen.
Deshalb Erzeugung von konventionellem Kalbfleisch aus diesen Kälbern.
Wenn die Öffentlichkeit will, das diese Kälber in Österreich leben und sterben, wird sie dafür bezahlen müssen.
MfG Arnold Kern

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falkandreas antwortet um 23-02-2020 12:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Und was ist wenn die Bevökerung nicht will das bewusst Abfall produziert wird für den es in Österreich keinen Markt gibt?

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ewald.w(88y8) antwortet um 23-02-2020 13:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
sehr richtig, kernarnold

wenn die bevölkerung das fordert, wird sie dafür bezahlen müssen !!!

anders funktioniert es für die bauern nicht

und wenn gewisse gesellschaften unbedingt geschächtetes fleisch wollen und sie dieses nirgends mehr wo her bekommen (was aber nicht passieren wird), müsssen sie eben kuchen essen

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falkandreas antwortet um 23-02-2020 13:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Und was ist wenn die Bevökerung nicht will das bewusst Abfall produziert wird für den es in Österreich keinen Markt gibt?

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watcher antwortet um 23-02-2020 15:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Hat wer Erfahrungen mit gesextem Samen? Wäre eventuell eine Verbesserung.

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kraftwerk81 antwortet um 23-02-2020 15:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Warum soll das eine Verbesserung sein.. kuhkälber für die Mast sind ja noch sinnloser und zuchtkalbinen sind ja jetzt schon viel zu viele am Markt. Auch diese dürfen ha nicht mehr exportiert werden

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falkandreas antwortet um 23-02-2020 19:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
@kraftwerk Das würde sicher eine Verbesserung bringen,weil gezielt Kalbinen produziert werden und der Rest mit Fleischrasse belegt werden könnte.
@ Paul verabschiede dich von dem Gedanken das Schwarzbunte Kälber in Österreich verkauft und gewinnbringend gemästet werden können,das geht nur in Ländern wo es eine Schlachtprämie gibt . Wenn du willst das sie in Österreich gemästet werden gib zu jedem Kalb 100 € dazu. Du hast in meinen Augen schon naive Ansichten. Kurzrasenweide mit 6000 kg ist mit Fleckvieh nicht Möglich,gesexter Samen nicht möglich ich will auf den Stier nicht verzichten, Kalb mit 4 Monaten muss 550 € kosten sind ja meine Kosten, schwarbunter Ochse für Direktvermarktung,da werden dir die Edelteile die gefragt sind schnell ausgehen,und im Verarbeitungsfleisch wirst du ersticken,ich habe den Eindruck du suchst einen dummen,damit du dein Gewissen beruhigen kannst.
Du als Biobetrieb solltest daran denken das in der Legehühnerhaltung wo die Hähne ebenfalls wertlos sind der Legehennenbetrieb die Aufzuchtkosten der Hähne bezahlen muss,und ich glaube das es auch in der Milchwirtschaft im Biobereich soweit kommen wird. Zu bedenken ist auch wie sich reine Milchrassen mit Bio rechtfertigen lassen

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2472660 antwortet um 23-02-2020 20:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
@ falkandreas
besonders die lebensleistungs- und grundfuttereffizienzzüchter schwören auf milchrassen - diese schleppen nicht ihr ganzen leben 150kg fleisch unnötig in der gegend herum - es ist also alles eine frage der sichtweise und es gibt nicht die eine richtige lösung!
das fleisch der milchrassentiere ist ja nicht per se schlechter, es ist einfach die ausschlachtung niedrig, der anteil wertvoller teile,.
es ist kein "abfall" wie du schreibst, sondern nur eine frage der wirtschaftlichkeit - wenns einen prämie zur mast von kälbern mit verpflichteter inlandsschlachtung geben wird , werden auch die fleischrassekälber profitieren....

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kraftwerk81 antwortet um 23-02-2020 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
.. wie auch immer.. momentan gehen FV und Fleischrassekälber genauso in den Export.. die hätten ja scheinbar potential für die Mast.. warum also?

..und Wenn's so kommt dass einheimische Kalbfleisch gepusht wird.. was ja eu rechtlich schwer möglich sein wird fahren halt stattdessen holländische Kälber nach Spanien..

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falkandreas antwortet um 23-02-2020 22:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Da kann ich euch beiden ja teilweise zustimmen,aber es handelt sich bei diesen Kälbern in Österreich um Abfall. Wie würdest du eine Bohrmaschine die in Österreich nicht mehr wirtschaftlich zu reparieren ist nennen? In Afrika kann sie auf Fragwürdige weise recycled werden.
Wenn es für alle Kälber eine Schlachtprämie gibt ist das Schwarzbunte wieder wertlos in Österreich weil dann wieder die Fleckviehkälber,die jetzt in den Export gehen mit Milch gemästet werden

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paul.e(s943) antwortet um 27-02-2020 17:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
@falkandreas
Weltweit werden Schwarzbunte gemästet, da ist es doch etwas vermessen das als großes Problem hinzustellen (glaub nicht, dass die Amis quer-finanziern und dort gibts Feedlots mit 100% Holstein).
Ich behaupte nicht, dass 6000kg bei Vollweide ohne KF nicht möglich sind, aber eine schwerere Kuh kann nicht aus dem selben Futter gleich viel Milch produzieren (dann wäre wohl jeder mit Holstein ein Idiot), weil sie mehr für die Erhaltung braucht (wenn eine Kuh 100kg schwerer ist, muss sie rund 700kg mehr Milch geben um gleich effizient zu sein - sagen die Gstudierten). d.h. sie hat entweder weniger Milch beim selben Futter oder braucht besseres Futter oder frisst um das mehr (d.h. Futter für weniger Tiere).

Wie sich reine Milchrassen in Bio rechtfertigen lassen? Indem man sie lange nutzt (bei 3 Jahren wirds nat. schwierig) und sie dadurch in Summe zumindest sicher nicht weniger effizient sind (150kg mehr Fleisch (das zusätzliche Gewicht muss ich ja auch drauf füttern) 8 Jahre lang mitschleppen/erhalten gegenüber 4 Stierkälber die dann eine bessere Mastleistung haben - die Rechnung wird spannend).

und wenn man Holstein 8 Jahre nutzen will wirds im Katalog/mit gesextem Sperma eng mit der Auswahl, daher der eigene Stier.

Und ja ich wäre so naiv 100€/Kalb drauf zu legen, wenns hilft eine gute Lösung zu finden...


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kraftwerk81 antwortet um 27-02-2020 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Kann nur von mir (ehemaliger HF Zuchtbetrieb) behaupten dass die Holstein bei mir verhungern würde aber FV bzw. Kreuzungen gut funktionieren

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falkandreas antwortet um 27-02-2020 21:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Na dann, reduziere deine Milchkühe und mäste deine Stierkälber aus.Die Milch braucht sowieso keiner und die fertigen Mastrinder werden sie dir aus der Hand reißen. Was machts du eigentlich mit deinen 15 überschüssigen Kalbinen ,ich nehme an die Jungdamen treten eine entspannende Reise nach Aserbaitschan oder Iran an,da hast du keine Moralische bedenken weil da stimmt ja die Kohle! Du willst an deinerProduktion nichts ändern und einen dummen finden der dir den Abfall möglichst teuer abkauft ich freue mich schon auf das Inserat das du deine Kälber mit einer mitgift von 100 € abgibst wenn sie in Österreich gemästet werden .

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paul.e(s943) antwortet um 27-02-2020 23:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Für was antwortest du eigentlich, wenn du eh nur spöttischen Schwachsinn loswerden willst?
Zur Info: Mit ein bissl nachdenken müsst dir klar werden, dass man mit 6.000kg Holstein nicht groß den int. Zuchtviehmarkt bedienen wird. die Kalbinnen gehen auf einen Betrieb der ähnlich denkt und keine eigene Nachzucht hat. Tut mir Leid dass das nicht in dein Bild passt, aber in dem Fall eh sinnlos vernünftig zu antworten.

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m_hoada antwortet um 28-02-2020 08:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
@ Paul
Zuerst einmal ein großes Kompliment zu deiner Art Milchwirtschaft zu betreiben. Ich weiß ja nicht wie viele Kühe du hast, aber grundsätzlich ist eine Milchproduktion die nicht nur den Allerletzten Liter im Blick hat zu begrüßen. Auch muss man sehen, dass in vielen Ländern diese Art der Milcherzeugung bei den Kosten führend ist. Die reine Rationsberechnende Fütterung in Großstallungen ist Absolut nicht meins.

zu den Kälbern. Es würde schon eine Möglichkeit geben diese Kälber als Stiere oder Ochsen am Markt unterzubringen. Dazu müsste man aber den derzeitigen Anfall in Österreich an billigen "Faschierfleisch" und Wurstfleisch reduzieren. Damit würde Platz geschaffen die Vorderviertel dieser Tiere unterzubringen. Solange aber Unmengen an Rindern (im speziellen Kühe) in Österreich geschlachtet wird, die aus Nachbarstaaten im Osten herangekarrt werden, ist es schwierig.
Wie viele Wurstsorten sind mit Ama Gütesiegel zertifiziert? Die Ganzen schlechteren Qualitäten von Ausländischen Tieren landen bei uns in der Wurst oder im Faschierten von Fertigprodukten. Ein Weiterexport dieser Ware ist einfach nicht wirtschaftlich. Aber hauptsächlich der Verarbeiter kann sagen wir kaufen ja eh vom Österreichischen Schlachthof.

Auch in der Burgerbranche könnte man bei gutem willen ohne weiters diese Tiere unterbringen. Nur wird dort auch zuerst einmal das "Besserbemuskelte" Tier bevorzugt.
In der Direktvermarktung sehe ich das Problem an der Menge die du Verkaufen kannst. da bist in Konkurrenz mit Jungrinderproduzenten. Auch darfst du die Kosten die zusätzlich entstehen ( Fleischhauer, Verpackung, ausbringen,SVB...etc.) nicht vergessen. Das ist nicht mehr ganz billig.

mfg

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kraftwerk81 antwortet um 01-03-2020 14:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
So schaut das in den Usa aus

https://www.facebook.com/1070922209781244/posts/1354990631374399/

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eklips antwortet um 02-03-2020 06:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
danke, interessant

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paul.e(s943) antwortet um 02-03-2020 10:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
@kraftwerk: Danke für das Video. Müssen wir so wie die Amerikaner anscheinend mehr Mexikaner einstellen, damit das funktioniert.

Weiß von euch wer, ob in Österreich tatsächlich 70% vom Kalbfleisch importiert werden?

Zumindest gib´s ja Ansätze:
https://kaernten.orf.at/stories/3035451/

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textad4091 antwortet um 03-03-2020 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
@ m_hoada: "Es würde schon eine Möglichkeit geben diese Kälber als Stiere oder Ochsen am Markt unterzubringen."

Aber nicht die 14-Tage alten Hungerhaken, über dessen Preise sich die Verkäufer jedes mal aufs Neue wundern^^

Bei Absetzern mit +-3 Monaten hat ma kein Problem mehr- weder mit Nachfrage, noch mit dem Preis. Nur die heilige Milch muss ma ihnen in entsprechender Menge gönnen in der Zeit. Aber auf das sind so manche Betriebe ja nicht mehr ausgelegt^^

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kraftwerk81 antwortet um 05-03-2020 13:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
wenn das der Std. ist kann ich gut damit leben:

https://youtu.be/ezXTdpkg7VA

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textad4091 antwortet um 05-03-2020 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
@ kraftwerk81: Verbände, Vereinigungen und Co werden halt nur ja keine Fehler eingestehen. Man stelle sich vor, ma pfeifft auf allzu milchbetonte Vererber, verlangt bei einer gewissen Rasse beim Zuchtziel mehr als nur "mehr Milchleistung", und vermarktet am End einen gewissen Teil der Tiere noch selbst von Bauer zu Bauer/Mäster/Händler ...

Aber wie's in der Bauernschaft halt so ist: Selber keine Fehler eingestehen, es passt eh ois.

Zum Thema an sich: Der Transport nach Spanien oder Italien an sich wär eh nie das Thema. Aber spätestens danach haben österreichische Behörder nix mehr zu melden. Und dann landen wiedermal Nutztiere über Umwege in Nordafrika und dem nahen Osten, wie sie gemeuchelt werden.

Und die andere Frage: Wie soll man überhaupt bei 14 Tage alten Stierkälbern, die bislang nur mit Milch getränkt wurden, überhaupt für einen entsprechenden Transport mit Wasserverorgung und Co sorgen? Lernen's des Wasser saufen dann sofort in Bergheim?

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xaver75 antwortet um 05-03-2020 17:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stierkälber aus der Milchviehhaltung
Wenn man das Video sieht, möchte man nur noch Kälber für den Export erzeugen.
Irgendwie fehlen am Schluss die entscheidenden Informationen, werden 1 Jahr gemästet,...…. zu Tode gestreichelt?
Bei meinen Kälbern ist nach 2 Wochen der Nabel oft noch nicht abgefallen, soll man da gleich bei der Geburt einkürzen?

mfg

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