Stiermast Stallumbau

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Oak 04-04-2019 12:09 - E-Mail an User
Stiermast Stallumbau
Ich spiele mit dem Gedanken evtl. meinen alten milchviestall auf Stiermast umzubauen.
Ich habe 25 ha Grünland und 8 ha Ackerland zur Verfügung.
Der Stall ist 20 Meter lang und auf einer Seite 7,5 m breit auf der andere 4m breit, mittig ein futtertisch mit 4m.
Hätte mir gedacht auf der einen Seite junge Tiere und auf der anderen die größeren.
Güllelager wäre genug vorhanden, also würde ich zu vollspalten tendieren.
Füttern würd ich am liebsten ohne mischwagen.

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179781 antwortet um 04-04-2019 21:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stiermast Stallumbau
Die Höhe hast du nicht hergeschrieben und die Gebäudeausführung (Stein- oder Holzbau usw.) Das erste, was funktionieren muss ist ein ordentlicher Luftaustausch. Bei Vollspaltenboden = viele Tiere auf wenig Platz in geschlossenen Gebäuden wird das eine Herausforderung. Und wenn du die nicht schaffst, dann wird das ganze nie ein Geschäft, weil du zu viel mit Krankheiten zu tun hast.
Fütterung geht auch mit Silokamm oder Rundballenverteiler und ähnlichem. Solche Geräte gibt es auch mit Aufsatz zu Kf dazudosieren. Damit kannst du die Arbeit beim füttern auch erleichtern.
Und der Futtergang in der Breite wird wohl nicht notwendig sein, da lässt sich einiges an Platz für die Tiere = Tierwohl abzweigen. Oder gleich den Futterplatz aussen an das Gebäude anhängen und drinnen ausreichend Liegfläche machen.

Gottfried

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Oak antwortet um 04-04-2019 22:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stiermast Stallumbau
Es ist ein MassivBau aus den 80ern mit massivdecke ca 3,50m
Natürlich wäre eine schrapperbahn mit liegebuchten günstiger zu errichten aber dann wäre auch für weniger Tiere Platz und mehr Arbeitsaufwand. 70 Tiere würde ich schon gerne Füttern.
Lieber würd ich für eine optimalen Luftaustausch sorgen

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eklips antwortet um 04-04-2019 23:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich mische mich da mangels brauchbarer Kenntnisse nicht viel ein, bloß eine Bemerkung zum Vollspaltenboden: Ob das im Jahr 2019 als zukunftsweisendes Konzept anzusehen ist, erlaube ich mir anzuzweifeln.


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Oak antwortet um 04-04-2019 23:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Seh ich schon so, gesetzlich erlaubt, saubere Tiere und weniger Arbeitsaufwand, Sind doch eh gummiert die Spalten

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Vollmilch antwortet um 05-04-2019 07:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gesetzlich erlaubt ist vieles. Langfristig muss man sein Produkt auch verkaufen können.

LG Vollmilch

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milchviehbetrieb antwortet um 05-04-2019 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Auf jeden Fall einen Vollspaltenboden, alles andere rentiert sich nicht. Das Argument von Vollmilch mit dem verkaufen können versteh ich nicht ganz, muss ich sagen. Es gibt in Ö sicher nicht viele normale stiere die auf Stroh oÄ stehen. Programmstiere ausgenommen. Wäre aber auch eine Überlegung wert, hat sich bei uns jedoch nicht ausgezahlt. Im Endeffekt will jeder leben und der Konsument nichts bezahlen, solangs keiner zahlt steht der Stier die 18-20 Monate lang gut auf Spalten.

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179781 antwortet um 05-04-2019 21:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ohne die genauen Voraussetzungen zu kennen, fällen die Aussagen wie von milchviehbetrieb unter "nicht nachgedacht"
So wie der Fragesteller schreibt wird wahrscheinlich für ihn ein Umbau auf Spaltenboden die passende Lösung sein. Es gibt aber genau so Betriebe, die die passenden Voraussetzungen haben, Stiere auf Stroh zu mästen, für die ist die Aussage "rentiert sich nicht" dann genau falsch. Also bitte ein wenig mehr nachdenken, bevor man anderen seine eigene Meinung als die alleinige Wahrheit hineindrücken will.

Gottfried

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MUKUbauer antwortet um 05-04-2019 21:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sprich mal mit deinen Abnehmern mit dennen du Rechnest das die die Tiere kaufen
Es gibt Regionen wo ohne Programm das Vermarkten schwierig wird, da muß ich Vollmilch schon recht geben, wenn schon Geld in die Hand genommen wird dann würde ich Versuchen das ganze Bio tauglich zu machen, das sind Vollspalten nicht zb. wer weiß was Irgendwem in 5-10 Jahren einfällt und dann kannst nochmal Anfangen mit Auslauf bauen oder Liegefläche
oder bei dem hohen Grünlandanteil auch über Kalbinnenmast etc. Nachdenken

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meki4 antwortet um 05-04-2019 21:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mir ist die Mast auf Stroh schon lieber - aber wir Kalbinnenmäster sind ja die Gelackmeierten, weil wir keine Prämie bekommen, obwohl wir großteils tierfreundlich arbeiten.
Wenn Stroh da ist aus eigenem Getreidebau würde ich schon zukunftsweisend bauen.
Es kann ev. mal sein, das die NGO´s und ähnliche populär machen, das man Fleisch von Spaltentieren nicht mehr essen soll - so ähnlich wie bei Eiern aus Batteriehaltung.
Ich will nicht schwarzmalen, aber über so ein worstcase sollte man schon auch denken.
Wenn kein oder viel zuwenig Stroh da ist, ist es einfacher mit Gülle.
BG M.

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179781 antwortet um 06-04-2019 08:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die Haltung auf Vollspaltenboden wird sicher nicht untersagt werden können, dazu ist sie zu stark verbreitet. Aber zusätzliche Auflagen sind zu erwarten. Deshalb beim Bau gleich daran denken.
Und in der Vermarktung wird man mit solchen Tieren immer auf der Billigschiene unterwegs sein müssen. Das muss einem auch gleich am Anfang klar sein. Da kommt in nächster Zeit mit dem Brexit schon eine markante Änderung auf uns zu. Die Briten werden ihre Importe in Zukunft aus Commonwealth Staaten decken und das führt u. a. bei Rindfleisch und Milch zu gravierenden Vermarktungsproblemen = Preisreduktionen in der EU.
Dann ist es gut wenn man mit besserer Qualität einen Marktvorteil hat.

Gottfried

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Oak antwortet um 07-04-2019 23:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Stiermast Stallumbau
Für mich kommen schon eher nur vollspalten in Frage, großes güllelager vorhanden.
Hab in der Region schon einige große "teure" Neubauten (200 und mehr mastplätze) mit vollspalten gesehen. Viehhändler ist auch kein Problem. Stiermast mit 1/3 mais 2/3 grassilage sollte doch funktionieren weil energiekraftfutter doch sowieso günstiger ist als eiweiss.
Ich bin auch aus Kosten und arbeitstechnischen Gründen gegen den mischwagen, so kann man befreundete aushelfen leichter die Aushilfe machen lassen

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Vollmilch antwortet um 08-04-2019 07:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich würde Alternativen zum Vollspaltenboden bei der Planung jedenfalls ernsthaft in Betracht ziehen.
Mischwagen muss eh jeder selbst wissen, wie willst du Silo entnehmen, Futter verteilen, Kraftfutter vorlegen?

LG Vollmilch

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Oak antwortet um 09-04-2019 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Evtl. später einen Auslauf zu machen kann ich mir vorstellen, ansonsten kommt für mich tatsächlich nur Vollspalte in Frage.

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