Kompostieren für Anfänger

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Vollmilch 07-10-2018 20:12 - E-Mail an User
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Hallo!

Ich bin am überlegen, ob ich meinen " Mist" nicht zukünftig kompostieren sollte. Als Ausgangsmaterial steht Kälbermist, Futterreste und Grünschnitt zur Verfügung.

Habt ihr Tipps, wie man da am besten vorgeht?

Die Miete würde ich mit dem Miststreuer auf- und umsetzen. Wie oft soll man umsetzen? Ist es sinnvoll auch im Winter umzusetzen?

Vielen Dank im voraus für sachdienliche Hinweise!

LG Vollmilch

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KaGs antwortet um 07-10-2018 20:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Was ist bei dir beim "Grünschnitt" so alles dabei?
Bei mir fällt einiges an Rasenschnitt an, das war nur ein Gatschhaufen. Seitdem ich mit der Zange des Forstanhängers den Haufen etwas umrühre, wurde es gleich besser! Teilweise schon eine schöne Erde. Ist nur eine Notlösung natürlich.

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Vollmilch antwortet um 07-10-2018 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grünschnitt sind bei mir einige Ladewagen Wiesengras.

LG Vollmilch

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zehentacker antwortet um 07-10-2018 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Du brauchst Strukturmaterial, Strauchschnitt, Stroh, Hackschnitzel oder ähnliches, sonst wird das kein Kompost sondern Gatsch. Es soll immer Luft zum Material kommen. Eher trocken, wie zum Beispiel die Gartenerde im Sack. In meiner Gegend ( Langenlois) beschäftigen sich ein paar Gewerbebetriebe und auch Biowinzer damit, du kannst ansehen kommen. Umsetzen mit Miststreuer geht.
LG ferd


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Richard0808 antwortet um 08-10-2018 05:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Fahre meine Feldmieten auch mit dem Miststreuer aufs Feld und streue es auf einen Haufen.
Der Mist geht schneller ab, und die Futterreste werden mit meinem Kälbermist gut vermischt.

Ich erkenne den Unterschied auch schnell weil die Feldmieten im Winter mit dem Kipper ausgebracht werden( gefrorene Brocken in Winter sind mir zu gefährlich fürs Streuwerk) und diese Haufen um einiges länger brauchen zum abgehn.

Für Kompost müsste man sicher öfter umstapeln oder durch den Streuer lassen, ist mir dan aber zu aufwändig.


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Vollmilch antwortet um 08-10-2018 06:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Morgen!

Vielen Dank für eure Erfahrungen!

An Struktur würde es (glaube ich) nicht mangeln. Im Gegenteil, zuviel Struktur ist ein Teil des Problems, das ich lösen will.

So wie Richard das beschreibt, hätte ich das vor. Die Frage ist vor allem, wie oft man umsetzen soll?
Der Kompost sollte nach spätestens 8 Monaten fertig sein, ist ein umsetzen im Winter empfehlenswert oder "sticht" man da den Rotteprozess ab?

LG Vollmilch

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Franz0312 antwortet um 08-10-2018 08:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Willst du echten Kompost machen? Oder nur gut verrotteten Mist für deinen Mais?
Also ich werde meinen "Sommermist" jetzt dann als Miete anlegen, abdecken und im Frühjahr dann 1-2x im Abstand von 2 Wochen wenden.
Mein Ziel dabei, den Strohreichen Kälber und Abkalbeboxmist, sowie die Futterreste gut anzurotten. Hat letztes Jahr so gut funktioniert.
Im winter wenden würde ich auch abraten. Gefrohrener Mist hat ortentlich beschädigungspotenzial!

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Vollmilch antwortet um 08-10-2018 08:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gut verrotteter Mist für den Mais ist die Mindestanforderung. Schöner krümeliger Kompost (am besten abgesackt) das Wunschdenken! ;-)

LG Vollmilch

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Peter06 antwortet um 08-10-2018 09:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Stallmist mit höherem Strohanteil ist ideal für die Kompostierung geeignet. Wichtig ist, eine gute Mischung herzustellen, um einerseits das optimale C-N-Verhältnis von 1:30 zu erreichen, andererseits durch Beimischung von"hitzigem" Material (Grünschnitt, geshredderter Heckenschnitt mit hohen Blattanteil o.ä.) die Kompostierung in Gang zu bringen. Als Zusatz kann (soll) man fertigen Kompost, Erde und, besonders empfehlenswert, Gesteinsmehl einmischen.
Angesetzt wird die Miete mit Kippmulde oder Frontlader, die Maße der Miete an die Grösse des Umsetzers anpassen, und gleich einmal durchfahren (lassen), diesen Vorgang dann so alle 14 Tage wiederholen. Abdecken der Miete mit Vlies, damit die optimale Feuchtigkeit bestehen bleibt.
Ich würde empfehlen, sich die Dienste eines Mietenumsetzers zu sichern, (Maschinenring etc.) der idealerweise in Deiner Gegend unterwegs ist. Alles andere bringt grossen Arbeitsaufwand, und/oder unbefriedigende Ergebnisse
Es braucht etwas Erfahrung, um die optimalen Voraussetzungen zu schaffen, eben die passende Feuchtigkeit, die richtige Temperatur und die Struktur des Ausgangsmaterials, um zu verhindern, dass das Zeug weder verfault noch verschimmelt
Nach 3 bis 4-maligem Umsetzen ist nach 6 bis 8 Wochen das Ergebnis zu bestaunen....

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xaver75 antwortet um 08-10-2018 09:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo, weil es zum Thema passt, was sind die bei Euch üblichen Std.-Sätze beim Kompostwenden?
Hab mal so eine Zeile wenden lassen, bin auch von der Wirkung überzeugt, aber bei 180 Euro pro Std. räum ich lieber mit dem Hoftrac ein paar mal durch.

mfg

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mittermuehl antwortet um 08-10-2018 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich kompostiere seit Jahren Schafmit-Pferdemist (15-18 GVE ... Späne und Stroh als Einstreu)-Grünschnitt (Absammelmulcher)- Laub - Wollreste-Asche.... eigentlich alles.

Grasreste sollten mit anderem Material immer durchmischt werden, sonst faulen sie leicht. Wolle brauch seine Zeit und sollte auch feiner eingearbeitet werden. Abgedeckt wird nur gelegentlich mit Stroh... Aber ich pflanze im April-Mai auf den frisch umgesetzten Haufen Speisekürbise, die im Sommer alles mit ihren Blättern bedecken und beschattet. Im Oktober wird geerntet und die Mieten wieder umgesetzt. Der Kürbis kommt auch mit recht frischem Mist zurecht. Er reduziert halt stark den Stickstoff... Aber ich kann Kürbis gut ab Hof verkaufen...

Ich wende die Haufen mit meinem Frontlader in der Regel somit 2 mal pro Jahr. Da ich sehr kurze Wege zu meinem Flächen haben reicht beim Umsetzen teilweise sogar die Mulde. Ich mische dabei immerauch ältern Kompost zum frischen dazu.

Das Material wird recht schön und läßt sich auch gut verkaufen . Es ist aber sicher schlauer den Großteil auf den eingen Flächen auszubringen.

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Franz0312 antwortet um 08-10-2018 12:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wo ist denn das Problem bei 180€h?
Der braucht doch nicht stundenlang zum wenden einer Miete.
Also ich hatte heuer im Frühjahr das wendegerät von meinem Nachbarn, aber ich werd mir das in Zukunft lieber machen lassen.


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Vollmilch antwortet um 08-10-2018 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!

Anscheinend führen viele Wege nach Rom!

Einen Kompostwender kenne ich keinen in der Nähe, wird sich bei den paar Tonnen auch nicht auszahlen. Und ich denke durch den Miststreuer kann ich das auch schnell durchlassen. Und Zeit habe ich ja auch.

In 8 Wochen muss der Kompost nicht fertig sein, alle 14 Tage umsetzen erscheint mir jetzt mal recht intensiv. Aber zweimal im Herbst und einmal im Frühjahr würde mir gut ins Konzept passen.

Danke für die Ratschläge, gerne noch mehr!

LG Vollmilch

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eklips antwortet um 08-10-2018 13:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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3 mal durch den Miststreuer - viel kann da nicht mehr schiefgehen. Beim geschilderten Material hätte ich weniger Angst vor Gatsch oder "Abstechen" der Rotte, sondern eher, dass sich der Mist selber "verbrennt", also austrocknet und man hat einen Schimmelhaufen. Da muß rechtzeitig umgesetzt werden.

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