Antworten: 23
niki13000 21-06-2018 10:15 - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Da wir an die Berglandmilch liefern und seit heuer leider kein Round Up mehr spritzen dürfen brauchen wir eine gute Alternative. Kann mir bitte jemand ein gutes Spritzmittel für Ampfer am Grünland zur Punktbekämpfung empfehlen? Danke



peter.z(cgu8) antwortet um 21-06-2018 11:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Zuerst vielleicht ein Kurs absolvieren der den korrekten umgang und Einsatz von Pflanzen schutzmittel aufzeigt?
Die einzige Berechtigung meiner Meinung hat ein Totalherbizit im Grünland nur bei einer Totalsanierung. Oder hast du die Blacken mit dem Pinsel bekämpft. Fröhlich mit RoundUp Einzelstockbekämpfung durchführen, alles Stirbt ab und eine Schöne Lücke entsteht die platz für andere unkräuter und ungräser bietet.
Und da wundert ihr auch wiso die Landwirtschaft immer in der Kritik steht.
Gruss von einem Schweizer Berufskollegen


johannes.s(qd435) antwortet um 21-06-2018 11:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Kann mich nur an meinen Vorredner anschließen.
Totalherbizid hat meiner Meinung nach sowiso nirgends etwas verloren.

Ampfer bekämpfen wir im Grünland zuhause am Betrieb durch:

#Förderung einer dichten Gransnarbe (Nachsäen, richtig beweiden)
#(Frühjahrs)beweidung
#Vermeidung von Verdichtungen. Konkret: Reifendrücke senken, kein Silieren mehr mit dem Feldhäcklsler, Gülle möglichst alles verschlauchen, nicht mehr als 3 Schnitte
#Vermeiden von Bodenverletzungen(Ampfersamen sind 50-70 Jahre lang keimfähig, Außerhalb von verdichteten, verletzten Böden keimt er aber kaum.)
#Kein Überdüngen der Flächen (der Ampfer holt sich die "zuvielen" Nährstoffe mit der Pfalwurzel aus den tiefen Bodenschichte, wo sie nichts verloren haben und sie die Gräser nicht mehr erreichen können).




frank100 antwortet um 21-06-2018 11:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
https://www.lagerhaus.at/unkraeuter-im-gruenland+2500+1066730


ijl antwortet um 21-06-2018 12:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Harmony SX ist mit 45g/ha registriert
Für solche Fragen gibt's das AGES Pflanzenschutzregister- da steht eigentlich alles!


golfrabbit antwortet um 21-06-2018 18:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Wenn man bei Einigen so mitliest, scheint das RoundUp - Verbot bei uns Bauern doch nicht so unbegründet.
Harmonie SX in punktueller Einzelpflanzenbekämpfung (Rückenspritze) reicht ein Mischungsverhältnis von 0.15 g/ l Spritzbrühe - Farbmittel nicht vergessen!
Mit Dochtstreichverfahren 0,38g/l, beim Rotowipereinsatz1,13g/ l Wasser - Wartezeit 14 Tage.
Hannes
Ps.: Die Schnitthäufigkeit mit der Ampfervermehrung zu verknüpfen scheint zumindest diskussionswürdig - Seehöhe, Lage, Düngung und Pflanzenbestand sind für die Nutzungshäufigkeit eindeutig relevanter.


ANDERSgesehn antwortet um 21-06-2018 21:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Probiers mal mit einer
Handschaufel voll
Branntkalk.


179781 antwortet um 21-06-2018 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Die Schnitthäufigkeit kann in dem Thema einen deutlichen Einfluss haben. Wenn man sehr spät mäht, wird der Ampfer stark unterdrückt und dadurch weniger. Natürlich ist das auf Intensivgrünland schlecht möglich, weil der Aufwuchs dann im Futterwert stark abfällt. Wer seine Flächen nicht mit dem vorrangigen Ziel höchstmögliche Menge Futter bewirtschaftet, kann den Pflanzenbestand daran anpassen und bringt durchaus brauchbares Futter zusammen.
@anders: meinst du die Handschaufel Kalk als Punktbekämpfung?

Gottfried


peter.z(cgu8) antwortet um 22-06-2018 06:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
@Gottfried nach deiner Theorie wird der Ampfer weniger wenn man Spät mäht? Was ist den mit den Ampfersamen, diese haben ja dan die Chance zu versamen.


Vollmilch antwortet um 22-06-2018 08:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Was immer alle gegen den Ampfer haben?
Ist Harmony SX "besser" als Roundup?

LG Vollmilch


fgh antwortet um 22-06-2018 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Zwecks dem Roundupgejaule und dem gleichzeitigen Verweiß auf fehlende fachliche Kenntnis... bitte noch mal drüber nachdenken... - Bei Rotowipper ist meistens Glyphosat im Einsatz - wenn man die Punktbekämpfung mit Rotowipper oder Ampferbesen macht, entsteht da auch kein Loch bei jedem Punkt, sondern es wird so wie es sein soll nur die Pflanze kaputt.
Harmony SX wirkt ziemlich gleich, eher schlechter, hat aber den Vorteil, dass man es auch mit der Rückenspritze (Ampferbesen ist relativ teuer) ausbringen kann, da es nur den Ampfer umbringt.

Das mit dem seltenen Schnitt kann ich bestätigen - meine Biodiversitätsfläche ist von selbst ampferfrei geworden.
Im Holunder wo ich im Frühjahr teils 3-wöchentlich mulchen muss, vermehrt er sich trotz der vielen Schnitte.


günther.p(45p9) antwortet um 22-06-2018 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Hallo Golfrabbit,

Welches Farbmittel verwendest du, wie viel je Liter Spritzbrühe und wo kann ich es beziehen?

lg Günther


mittermuehl antwortet um 22-06-2018 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
@peter.z(cgu8) "Spät mähen" ist sicher relativ? Am meisten schädigt es Ampfer wenn er gemäht wird wenn die Pflanze entwickelt ist aber die Samen noch so unreif sind das sie bei dem Schnitt nicht in eine Notreife gehen können. Ein Siloschnitt am 30. April ist sicher sehr früh. Ein erster Heuschnitt am 15 Juni sicher zu spät.




179781 antwortet um 22-06-2018 12:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Richtige oder falsche Schnittzeitpunkte herschreiben ohne die örtlichen Gegebenheiten und vor allem den Pflanzenbestand zu kennen, ist so wie wenn man für jemand Schuhe kauft ohne seine Größe auch nur annähernd zu kennen.
Wenn man grünen Ampfer mäht, dann regt man ihn zu neuem Austrieb an und stärkt die Pflanze damit indirekt. Wenn man die Pflanzen richtig ausreifen lässt, dann geben sie den Rest des Jahres Ruhe und viele sterben überhaupt ab. Dann sollte man aber die Samenstängel abtransportieren oder man bringt noch mehr Samen in den Boden.

Gottfried




golfrabbit antwortet um 22-06-2018 18:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
@günther
Nehme einfache Lebensmittelfarbe(bevorzugt Rot, Grün hat sich nicht bewährt ;-) - ist günstig, unbedenklich und färbt tadellos.
Gibt aber auch spezielle Mittel z. Bsp. im Lagerhaus.
Hannes
Ps.: @fgh: Bez. Roundup - das Mittel wirkt 100%, ist deshalb aber für Rotowiper und Handspritze im Wiesenbestand eigentlich unbrauchbar - es vernichtet ja bei der geringsten Kontamination alles - am ehesten noch in Mais und Kartoffel wo man die Unkräuter noch relativ gut erkennen kann. HarmonieSX funkt bei richtiger Anwendung und geeigneter Witterung nicht schlecht und lässt die Nachbarn des Ampfers auch bei "Sreifschüssen" noch weiterleben.


ANDERSgesehn antwortet um 22-06-2018 20:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Ich habe einen acker, der vor
3 jahren reine ampferkultur
bis letztes jahr mit 11t kalk
Aufgebessert, war, weil die
bodenprobe es verlangte.

Im heurigen frühjahr standen
Noch auf ca. 7m2 eine grosse
Ampferpflanze.

Im frühjahr gabs dann per feldspritze:

1.5 kg spritzbares calziumcarbonat von agrotrader
1.5 liter borethanolamin
50 liter komposttee

... und jetzt ist das feld sauber/frei von ampfer



foschei antwortet um 22-06-2018 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Hallo ANDERSgesehn,
wie gross war die Fläche?
Sg Robert


ANDERSgesehn antwortet um 22-06-2018 22:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Fläche 0.25 ha

Mengen von oben
Waren aufs ha.


ANDERSgesehn antwortet um 23-06-2018 05:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Fläche 0.25 ha

Mengen von oben
Waren aufs ha.


karl.p(tys20) antwortet um 23-06-2018 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung

Ja mit der Ampferbekämpfung das ist schon eine Sache, denn wenn ich so was sehe
dann wird mir ein wenig anders ………….




Ampfer
 


xaver75 antwortet um 23-06-2018 14:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Und genau solche Flächen werden (finanziell) am besten gefördert …..

mfg


mostkeks antwortet um 23-06-2018 16:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
@karl.p(tys20)
Schaut nicht so schlecht aus, etwas zu viel Klee.
Im Waldviertel gibt es bereits 20 ha kultivierten Ampfer als Ausgangsstoff für Pharmaindustrie. Ist gar nicht so einfach da den Ampfer ertragreich und "unkrautfrei" zu halten.


179781 antwortet um 24-06-2018 00:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Was sind den das für komische Rehe auf der Weide?

Gottfried


xaver75 antwortet um 24-06-2018 01:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ampferbekämpfung
Ich kenn diese als Butterhirsche.
Dürfte sich um eine Rasse speziell für Gegenden mit ausreichend Niederschlag handeln. In trockeneren Gegenden kann man auch Rinder mit dem doppelten Gewicht weiden.,-)

mfg


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