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Kollmitz 14-01-2018 08:02 - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Bin überzeugt bei Bio sind Hörner sicher ein Thema.
Halte selbst seit 1,5 Jahren im Laufstall die ganze Herde mit Hörner, haben noch kein Problem
Herde sehr ruhig und gesund !
Beim Bau wurde natürlich auch Rücksicht genommen (Melkstand usw.)

Der Hörner-Bauer

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little antwortet um 14-01-2018 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Das enthornen ist mir eine Arbeit die mir unangenehm ist, daher züchten wir auf genetisch hornlose Tiere.
Tiere mit Horn sehen zwar impossanter aus, aber in der Herde gibt es immer mehr Unruhe als ohne Horn. Gleichzeitig besteht auch immer Gefahr das sich das eine oder andere Tier ein Horn abstreift und das sieht nicht sehr schön aus und die Schmerzen sind auch nicht ohne. Zumindest sind diese Tiere länger sehr vorsichtig und fressen weniger.
little

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JD 6120 antwortet um 14-01-2018 08:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Hab schon seit mehr als 20 Jahren keine behornten Rinder mehr. Enthornt wird bei mir grundsätzlich unter Narkose in letzter Zeit verwende ich zum besamen aber hauptsächlich genetisch hornlose Stiere.

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peter.z(cgu8) antwortet um 14-01-2018 08:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
War bis ich den Betrieb übernommen habe auch überzeugt von Hörner. Bis letzten Sommer, von 16 Kühen hate ich im Juli und August gleich vier Kühe die euterverlezungen erlitten. Eine gab gute 3 wochen Blut und machte zudem eine Euterentzündung, von den anderen 3 machten auch zwei Euterentzündung und das obwohl sie auf der Weide genügend platz haben, seit dem werden alle Kälber enthornt. Da werde ich auch auf den Hörnerfranken verzichten der in der Schweiz momentan zur Diskussion steht.
Grüsse aus der Schweiz


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KaGs antwortet um 14-01-2018 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Komisch, schon seit ewiger Zeit haben die Rinder Hörner, jetzt sollen die Rinder enthornt, bzw. hornlos sein, um in die "tierfreundlichen" Aufstallungen Platz zu haben. "TIerfreundlich" dieses Wort geistert hier immer rum, und dann werden den Kühen die Hörner abgeschnitten.
Werden den Hochlandrindern auch die Hörner abgeschnitten?

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MC122 antwortet um 14-01-2018 09:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Haben selbst eine gemischte Herde. Eigene Nachzucht hat Hörner und die Zukauftiere meist keine weil man nur schwer welche mit Hörner bekommt. Das sich die Tiere mit den Hörnern verletzen kann ich nicht bestätigen.

Meist sind die Rangkämpfe mit Hörner viel weniger extrem als die ohne Hörner. Bei den Hörnern wird immer nur mit dein Köpfen ein wenig zusammengestoßen. Die Kühe ohne Hörner arbeiten immer voll gegen den Bauch der Kontrahentin.

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Landbauer antwortet um 14-01-2018 09:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Kann MC122 nur zustimmen. Läuft bei mir genau gleich. Aber jeder soll machen wie er will. Bin aber fest überzeugt, dass behörnte Rinder für den Handel (Bio, zurück zum Ursprung, Lungaumilch oder was es sonst noch alles gibt) sehr interessant wird. Und der Konsument lässt sich wieder ver..... und der Handel steht als oberster Tierschützer da.

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179781 antwortet um 14-01-2018 11:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
"Seit ewiger Zeit haben die Rinder Hörner...." stimmt nur mit Einschränkungen.
1. Waren die Rinder seit ewiger Zeit nicht in Stallungen mit begrenztem Platzangebot eingesperrt.
2. Hat es in der Geschichte immer wieder Gattungen gegeben, die ohne Hörner ausgekommen sind. Die Vorgänger der Angus und Gallloway Tiere waren schon Jahrtausende ohne Hörner. Die Wikinger hatten hornlose Rinder (die Vorgänger der heutigen Fjällrinder) eine Vorgängerrasse der Pinzgauer (aus Irland "importiert") hatte einen gegenüber anderen Rassen siginifikant höheren Anteil an genetisch hornlosen Individuen. Das sind nur ein paar Beispiele.

Aber das ist alles Geschichte. Für was wir uns heute interessieren, ist der Umgang mit der Stallhaltung. Hier funktioniert das mit behornten Tieren nur dann halbwegs, wenn man alle Verhältnisse da drin danach ausrichtet. Wer das machen will, kann es tun.
Es bleibt die Tatsache übrig, dass mit hornlosen Rindern in vieler Hinsicht einfacher zu arbeiten ist.

Gottfried

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mfj antwortet um 14-01-2018 14:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern

Nun Freunde, der behornten und unbehornten Tiere.

Ich bin schon durch viele Ställe gekommen, und habe etliches gesehen.
Das Märchen – dass behornte Tiere im Laufstall keine Probleme bereiten, braucht ihr mir auf alle Fälle nicht erzählen.

Ich habe genug „Flanken“ von Tieren gesehen, die malträtiert waren – einhornige, stumphornige usw. von extremen Verletzungen ganz zu schweigen.

Für eine behornte Laufstallhaltung ist die Laufstallform aus meiner Sicht - entscheidend.
Ein Laufhof wo Fressgitter und Liegebereich trennt, ist für behornte Tiere ideal. Aber auch „unterbesetzte“ Laufställe eignen sich.
Dies ist aber teuer und aufwändig und ökonomischer Unsinn – der Regelfall ist es nicht. Im westlichen Bereich – wo alpine Lagen herrschen, ist umbauter Raum teuer.

Eine homogene Herde ist natürlich ebenfalls eine gute Voraussetzung, Rangkämpfe zu unterbinden, aber selbst bei Nachbesetzungen mit eigener Nachzucht ist es schon oft ein Problem. Eine Rangkuh wird dem trächtigen Jungrind erstmal die Leviten lesen, egal ob die zugekauft, oder aus der eigenen Jungviehbox kommt.

Sollte es eine Rinderrasse geben, welche auf Rangkämpfe verzichtet – bitte ich um Nachricht.
BV, HF und FV fallen jedenfalls nicht darunter !

Wer meint, nach 2 Jahren einen Erfahrungswert abgeben zu können, wird sich noch umschauen. Der Melkstand ist das kleinste Problem, ein Fressgitter mit üblichen Breiten reicht mal schon nicht aus.

Für Bio sehe ich aber auch nur diesen Weg. Bio spricht und betet ja ganz klar von Ursprünglichkeit, Naturbelassenheit und keine künstlichen Eingriffen.
Enthornen passt nicht in diese Ideologieform, genauso wenig wie Antibiotika und Spaltenboden.

Bio bekommt ja eine höhere Investitionsförderung – da müssten „großzügige Ställe für behornte Tiere“ - Standard sein.

Dass Bio – Anbindeställe noch toleriert ist eh ein Fake, und eine Watsche an alle Konsumenten – die sich Tierwohl im Preisgefüge von Bio, was kosten lassen…




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Neuper1 antwortet um 15-01-2018 12:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Ich finde Hörner im Laufstall sind eine Katastrophe.
Und spreche aus langjähriger Erfahrung.


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xaver75 antwortet um 15-01-2018 13:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Interessant wird es, wenn der Handel wieder auf Natursprung setzt. Gehört auch irgendwie zu artgerechter Haltung,-)

mfg

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Ziegenbua antwortet um 15-01-2018 13:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Auch Kühe sollten das Recht haben untereinander aufzureiten. In Zeiten der künstlichen Befruchtung und Embryotransfer ist auch hier der Nachwuchs sicher.
Die vergeblichen Bemühungen der Maststiere werden ja regelmäßig durch frische Einsteller in der Nachbarbox belohnt.
So tolerant wird der Kunde wohl sein...

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179781 antwortet um 15-01-2018 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Richtig beobachtet Xaver.
Auch Kühe haben ein Recht auf Sex.

Gottfried

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meki4 antwortet um 15-01-2018 20:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Wer von euch ist so nett, und schreibt diesbezüglich ein Mail an die jaNatürlich Manager.
Dann können wir um eine Kiste Bier wetten, das innerhalb von 2 Jahren bei den Biobauern die künstliche Besamung verboten sein wird.
LG M.

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thomas.t3 antwortet um 15-01-2018 20:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hörner bei Rindern
Moooment mal !

So einfach ist das mit dem Natursprung nicht. Zuerst muss man feststellen, um welche Sexualität handelt es sich. Stellt euch vor, ein homosexueller Stier kommt zu'ner Kuh! Geht ja gar nicht.... am Ende wird der von dieser heterosexuellen Kuh vergenusswurschtelt und will das nicht.
Also, beten, dass man nicht allzu viele homosexuelle Tiere in seiner Herde hat, ansonst kann man die Bude zusperren.
!Außer, man akzeptiert, dass lesbische Kühe auch ein Recht auf Fortpflanzung haben, und man erlaubt ihnen die künstliche Befruchtung. (Was ich mir wiederum ganz gut vorstellen kann)

Ps: was ich noch vergessen hatte: Es kann aber der Fall sein, dass wir vor uns einen Stier sehen, aber im Inneren eine Kuh steckt. Also im falschen Körper geboren und gefangen (Transgender-Kuh/Stier?) dann kann es sein, dass der Pimmel ab muss und wir hinten ein zweites Loch bohren müssen. Also nur weil er vorher auf einen Stier stierig war, ist er nicht homosexuell, weil er ja in Wirklichkeit eine Kuh ist.
Also ich hör jetzt mal auf, weil das hört sich schon komisch an, was ich da von Tieren schreibe...


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