Hackschnitzelheizung oder was sonst?

Antworten: 17
martin.s(3d6120) 10-01-2018 22:09 - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Guten Abend,

was würdet ihr heutzutage errichten? Hackschnitzelheizung oder Erdwärme?
Beheizt werden sollen ein Bauernhaus a 150 m2, fürm Stall ein Warmwasserboiler und eventuell für die Zukunft ein weiteres Haus auch ca. 150-200m2.
Wald a 20 ha ist vorhanden (grossteils Fichte).

LG



Steira antwortet um 10-01-2018 22:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Hallo,
Da du ja 2o ha Wald selber hast würd sich die Hackschnitzelheizung schon anbieten! Sollte sich auch leicht ausgehn!
Erdwärme wäre da die moderne Alternative wenn kein Wald vorhanden ist, soweit meine Meinung!

MFG A STEIRA


KaGs antwortet um 10-01-2018 22:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Kommt drauf an, ob bestehendes Haus oder Neubau! Im Neubau wird die Erdwärme die Nase vorne haben. Hackschnitzelheizung mit allen Nebenkosten kostet auch ganz schön.
Selber eine WP, bin stromverbrauchsmäßig recht zufrieden, natürlich auch allgemein.
Ob eine WP besser ist, da muss der Energieausweis die nötigen Daten liefern. Einfach eine WP einbauen, ohne den Energiebedarf zu kennen, das wird nichts. Wenn mehrere Häuser beheizt werden ist eine Hackschnitzlanlage nicht verkehrt, bei 20 ha Wald wird immer was anfallen.


JAR_313 antwortet um 11-01-2018 07:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
hallo,

wie wird die Wärme im Bauernhaus verteilt?! - Heizkörper sind für eine Wärmepumpe eher nachteilig (hohe Vorlauftemperaturen)

Das weitere Haus benötigt dann eine eigene Wärmepumpe - wenn man die Kosten der beiden Pumpen addiert wird man von der Schnitzelheizung nicht weit weg sein.

Arbeit hat man halt mit der Stromheizung gar keine mehr


mittermuehl antwortet um 11-01-2018 08:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Wie alt ist das Haus. Wo steht das Haus (höhe). Womit wird jetzt geheizt. Wieviel wurde bisjetzt verheizt?

Wenn mit Erdwärme geheizt werden sollte würde ich auf jeden Fall zumindest einen Stückgutkessel mit einbinden. Es macht dann plötzlich Freude heizen zu gehen und Strom zu sparen.


Interessierter antwortet um 11-01-2018 11:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Ich denke auch über eine Änderung der Heizung nach. Was würdet ihr Vorschlagen statt einer Stückgutheizung bei halbwegs sanierten Altbauwohnungen. Kein Wald, Gasanschluss und Kamin schon vorhanden aber noch kein Kessel, Pellets oder Hackgut kaufen ? 35-40 kw Heizlast,
Räumliche Voraussetzungen für Hackgut oder Pellets sehr gut, keine Investitionen in Gebäude notwendig. Hackgut, Pellets geringe Transportwege.


wickinger83 antwortet um 11-01-2018 11:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Interessierter dann würd ich auf Gas oder Pellets gehen. Ist ehere ein rechenbeispiel mit deinen gegebenheiten was auf längere sicht günstiger kommt.
mfg wickinger


Neuer antwortet um 11-01-2018 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Wie Mittermühl meint, neben einer vollautomatischen Wärmepumpenanlage mit geringem Platzbedarf und absolut sauberem Technikraum ohne notwendigem Kamin einen Stückgutkessel hinzustellen, halte ich für idiotisch.
Kachelofen oder offener Kamin im Wohnbereich - ja unbedingt, aber doch kein redundantes Zentralheizungssystem.


Wurm antwortet um 11-01-2018 12:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Also wenn ein Gasanschluss vorhanden ist würde Ich (wir in der Firma) nur einen Gaskessel empfelen.

Du bist bei Hackgut bzw Pellets auch immer von den Fossilen Preisen abhängig!


Wurm antwortet um 11-01-2018 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
@Martin

Ich an deiner Stelle würde eine Hackgutanlage machen Holz ist vorhanden und Warmwasser bereitung im Winter könnte mit eine WP problematisch werden bei gleichzeitigen Heizbetrieb.
Vorallem wird es bei dir vermudlich im Winter schön kalt sein wenn du nur Fichten Wald hast vermude Seehöhe 800m und Höher oder??


qwert antwortet um 11-01-2018 15:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
warum macht ihr nicht eine Pellet Brenner Nachrüstung beim Stückgut Kessel, die ist am Billigsten, Puffer dazu der richtig ist und ihr spart im Jahr viel Geld und Ruhe Zeiten, den bei den Wärme Pumpen wird nur versprochen aber nichts gehalten, siehe letzten Winter Jänner Februar in Vorarlberg Tirol.
lg. qwert


mittermuehl antwortet um 11-01-2018 16:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
@ Neuer ... Er will 300-350 qm (teilweise Altbau?? unbekannten Datums und mit unbekannter Heizung) mit einer Anlage beheizen. Er hat selber 20 ha Wald. Da macht jeder Holzheizung zur Unterstüzung Sinn. Vom Kachelofen bis zum Holzvergaser in einem Heizhaus. Wenn er alles neu baut und eine Wäremerückgewinnung hat reichen ein zwei "Schwedenöfen" und eine WP. Wenn es ein echtes altes Bauernhaus ist wird er mit einer reinen WP + Schwedenofen traurig ausschaun. Solange man keine Daten der Gebäude und eine Heizlastberechnung (womit wird jetzt geheizt) hat ist klein Vorschlag idiotisch. Ich habs vielleicht nicht so mit Kühen und Schweinen und Glaskugelraten aber ich habe etwas Ahnung von Haustechnik ;)


Neuer antwortet um 11-01-2018 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Entschuldige, Mittermühl, "idiotisch" war ein blöder Ausdruck von mir. Wollte dich nicht beleidigen damit!

Du hast insofern recht, als dass bei 20 ha Wald und möglicherweise einem alten, schlecht gedämmten und mit Heizkörpern ausgerüstetem Bauernhaus und zusätzlich einem zweiten Objekt auch für mich nur eine zentrale HSH in Frage käme. Unterstützt durch Solaranlage eventuell (ich würde meine nicht mehr hergeben wollen, auch wenn sie sich niemals rechnen wird!)

Aber ich bleibe dabei, wenn ein Objekt geeignet ist für Wärmepumpe (gedämmt, Fußbodenheizung) dann nur Wärmepumpe (am besten Tiefbohrung oder Flächenkollektor, keine Luftwärmepumpe) kombiniert mit PV Anlage und Kachelofen/Kamin. Auf keinen Fall würde ich einen Stückgutkessel daneben hinstellen!


KaGs antwortet um 11-01-2018 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Kann eigentlich eine normale Hackschnitzlheizung auch mit Pellets betrieben werden, ohne dass größere Umbauten nötig sind?
Wäre nämlich sehr flexibel, wenn mal keine ordentlichen Hackschnitzel greifbar sind. Wird bei eigenem Wald eh nicht das große Problem sein, weil da mehr auf Qualität geachtet wird, während bei Zukauf mehr oder weniger die Katze im sack gekauft wird. Pellets wären da sicherer, weil sie eine gewisse Norm erfüllen müssen.
Aber, wie schon erwähnt, in einem Neubau mit max. Heizlast von 6 KW wird das eh kein Thema sein, Wegen der Stromabhängigkeit werden alle Heizsysteme außer dem Kachelofen Probleme haben, den der Notstrom vom Traktor wird der empfindlichen Steuerung nicht recht gut tun.
Hätte es auch mal nicht geglaubt, dass ein Gerät (WP) in der Größe wie ein Gefrierschrank ein Haus warm halten kann, und auch nicht lauter ist wie ein Kühlschrank.


jfs antwortet um 11-01-2018 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Klar kannst eine HG Heizung mit Pellets betreiben. Aber wennst selber HG erzeugst, dann weißt auch wenn ein Engpass droht. Denn eine Vorlaufzeit von mind. einem Jahr wirst beim eigenen Holz auch brauchen um trockene Ware zu haben. Also hast Zeit genug um z.B. Brennholz, Faserholz etc. zuzukaufen.


mittermuehl antwortet um 11-01-2018 22:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
@Neuer Die WP sind im Moment sehr in Mode weil viele Planer sich das Leben leicht machen. Bei mir in der Nähe hat jemand ein Glashaus das sowohl als Schauraum als auch für Zitrusfrüchte gedacht ist mit einer Luft/Luft-WP ausgetattet. Der muß das Teil im Winter auch mal auf 22 C hochbringen. Bei -12 C ein elektrischer Spaß.

Ein Stückgutkessel zum anschieben ist sicher keine elegante Lösung. Sie ist meist billig und man kann sich helfen wenn die Stromrechnung durch die Decke geht. Aber jeder normale Ofen hilft auch.

Aber da Martin uns nichts über seine Gebäude sagt, ist es eh nur Glaskugelraten


anton.h(43g37) antwortet um 12-01-2018 08:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Ich find die Anfrage fast beispielhaft in der Landwirtschaft.
Selbst Holzerzeuger sein,
>mit anderen Rohstoffen heizen
>schimpfen dass unser Rohstoff zu wenig kostet
>verlangen dass andere auf unseren Rohstoff umsteigen
>und nicht mit gutem Beispiel voran gehen.
So sollte es nicht sein.
Ich hätte Verständniss wenn es finanziell sehr weit auseinander geht, was es in diesem Fall scheinbar nicht tut.
Bin selbst Landwirt und Gewerbetreibender ( für die welche mich jetzt zereissen wollen )


Peter06 antwortet um 13-01-2018 10:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackschnitzelheizung oder was sonst?
Jo, Anton,
genau so ist es.

Die meisten der lieben Agrarökonomen vergessen, dass ein wesentlicher Teil der Aussendarstellung der Landwirtschaft auch durch ihr eigenes Verhalten als Konsument geprägt wird.

Billigst-Lebensmittel aus dem Grossmarkt, aber den Bauernmarkt im eigenen Dorf nur vom Vorbeifahren kennen, Biomasseheizungen sind viel zu teuer, aber jammern, dass der Holzpreis am Boden ist; mir ist schon klar, dass einem das eigene Hemd näher ist als der Rock des nächsten, bäuerlichen Produzenten, aber gerade die Vorteile der persönlichen Beziehungen, der kurzen Wege, der Versorgungssicherheit, sollten auch in solche Überlegungen einfliessen.....


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