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ewald.w(88y8) 08-01-2018 15:22 - E-Mail an User
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der steuerabsetzbetrag für eltern mit kinder bis 18 j ist nun fix--da pauschalierte landwirte keine lohn-einkommenssteuer bezahlen werden diese wohl auf diese staatliche begünstigung verzichten müssen........dumm gelaufen finde ich

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JD 6120 antwortet um 08-01-2018 16:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Welche Steuer willst denn bei einer pauschalierung absetzten??? Brauchst ja nur umsteigen in die regelbesteuerung!

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Vollmilch antwortet um 08-01-2018 16:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja, aber schaun wir mal was wirklich kommt, ganz fertig ist man da anscheinend noch nicht, siehe orf.at: "Am Mittwoch werden er und Familienministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) erste Details präsentieren und zum Beschluss vorlegen. Darin enthalten sein wird auch ein Vorschlag, wie nicht steuerzahlende Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher und Familien mit Kindern über 18 von dieser Maßnahme profitieren können, hieß es aus dem Finanzministerium"

Nach den bisherigen Aussagen des Finanzministers würde ich aber keine Negativsteuer erwarten.

LG Vollmilch

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mittermuehl antwortet um 08-01-2018 17:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Herr Kurz ist mit dem Satz "Leistung muß sich auszahlen" in den Wahlkampf gegangen. Damit hat er die steuerliche Entlastung von den "Leistungssträgern" gemeint. Das sind nach seiner Defintion nicht Menschen die viel arbeiten sondern Menschen die viele Steuern zahlen. Die wenigsten Landwirte sind in dem Modell Leistungsträger sondern Förderungsempfänger (das Gegenteil eines Leistungsträges). Deshalb werden sie durch eine steuerlicher Entlastung gei Kindern kaum einen Mehrgewinn haben. So etwas hätte es nur bei einer Kindergelderhöhung gegeben . Aber 2/3 der Österreicher haben sich klar für eine steuerliche Entlastung der oberen Einkommen entschieden. Herr Kurz hat auch angekündigt wie er diesen Verlust an Steuergelder ausgleichen will. Mit Einsparungen in der Verwaltung und bei Förderungen.

Die Regierung wird erst dann die Karten auf den Tisch legen wenn die wichtigen Landtagswahlen geschlagen sind. Könnte sonst blöd ausgehen.

Der Spruch "Landwirte zahlen kleine Steuern" stimmt nicht. Ein pauschalierter Landwirt kann nichts von der Steuer absetzen und zahlt für alles MWST. Ich denke das die meinsten Landwirte so mehr Steuern zahlen als so manchen internationale Kaffeehauskette in Österreich.


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Vollmilch antwortet um 08-01-2018 18:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nicht 2/3 der Österreicher, sondern 2/3 der gültigen Stimmen.... Nur der Korrektheit wegen! ;-)

LG Vollmilch

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KaGs antwortet um 08-01-2018 19:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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"Ein pauschalierter Landwirt kann nichts von der Steuer absetzen und zahlt für alles MWST."

Dafür darf er sich aber die 12% Mwst. behalten, die er vom Käufer seiner Produkte erhält.

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ijl antwortet um 08-01-2018 19:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich weiß nicht wie das bei euch ist
Aber bei mir sind's 13%

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179781 antwortet um 08-01-2018 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Keine Einkommenssteuern zahlen, aber trotzdem Absetzbeträge kassieren wollen! Wie nennt man Leute, die nicht ins System einzahlen, aber Geld davon kassieren wollen?

Gottfried

PS: Es gibt sehr wohl auch pauschalierte Betriebe, die Einkommenssteuerpflichtig sind. Etwa weil die Höhe ihres Einheitswertes annähernde dem entspricht was sie verdienen.

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mittermuehl antwortet um 08-01-2018 19:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Vollmilch .... hat wieder Recht ;)

Alle anderen auch.

Ja - es gibt Leute die kaum etwas an Steuern zahlen und deren Kinder auch unterstützt werden könnten. Anscheinend ist in dieser Runde so ein Denken nicht angebracht. Ich bitte aber auch dann bei der Meinung zu bleiben wenn die, die hier kaum ins System einzahlen auch weniger Landwirtschaftsförderung bekommen. Die Steuersenkung soll ja über weniger Förderungen (Kindergärten, Landwirtschaft, Wohnbau) gegenfinanziert werden.

2/3 der Wähler haben so gewählt. Mal sehen wie sie in 5 Jahren wählen werden.

Ja .. ein Landwirt darf sich die 13% behalten und zahlt auf alle Investititionen 20% Mwst. .... Auch in der Pauschalierung zahlt er etwas Steuer. Zunmindest ich. Steuerfrei ist er nicht. Es wird ihm nur glaubhaft gemacht.

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KaGs antwortet um 08-01-2018 19:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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"Ich weiß nicht wie das bei euch ist
Aber bei mir sind's 13%"

O.k. Hab die 12% noch in den Fingern. So genau schaue ich die Holzabrechnung an! ggg

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Vollmilch antwortet um 08-01-2018 19:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo mittermuehl!

Du erwähnst immer wieder, dass auch bei den Subventionen der Landwirtschaft gespart werden wird. Hast du dafür eine konkrete Quelle? Ich gehe auch davon aus, dass aufgrund der GAP - Reform nach 2020 weniger Fördermittel zur Verfügung stehen und damit auch der Kofinanzierungsbetrag des Bundes sinkt aber ich bin mir recht sicher, dass man das Programm "ausfinanzieren" wird.
"Reduktion von Förderungen" als Programm der derzeitigen Bundesregierung würde ich noch nicht auf die Landwirtschaft beziehen. Kann mich natürlich täuschen!

LG Vollmilch

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mittermuehl antwortet um 08-01-2018 20:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Vollmilch ....

Herr Kurz an angekündigt das er seine Steuerreform über Kürzungen der Subventionen machen wird. Warm sollte er bei den bei 97% der Bevölkerung unpopulären Landwirtschaftsförderungen eine Ausnahme machen? Oder glaubt ihr das eine Kürzung der Mindestsicherung bei ein paar 1000 Asylwerbern da alles Richten wird?

Er hat auch Angekündigt das das nach dem Brexit weniger Geld in der EU-Kasse sein und das die Nettozahler nicht mehr zahlen werden. Das bedeutet das die EU weniger Förderungen vergeben wird.

Herr Kurz wird natürlich vor den ganzen Landtagswahlen nicht die Katze aus dem Sack lassen. Asylwerber dürfen nicht Wählen (ist auch gut so). Deshalb schadet es nicht ihnen schon mal die Bezüge zu kürzen. Bringt sicher auch Wählerstimmen.

Wer bei Arbeitslosen und Sozialhilfempfängern kürzt muß auch bei der Landwirtschaft kürzen. 3% Bauern sind eine kleine Wählerschicht die in der Liste-Kurz nicht so wichtig sind. Die Mehrheitsbevölkerung liebt die "Förderungsschmarotzer am Traktor" nur wenig und gönnt ihnen die Förderung nicht.

Du magst recht haben das es bis 2020 so weiter laufen wird und man sich dann auf die "neuen Bedingungen" ausreden wird. Aber wenn ich für mich die Sache zu ende denke werden die Förderungen deutlich weniger ODER die Auflagen noch viel Lustiger...

Herr Kurz hat klar gesagt das er alles umbauen will. Leistungsträger die viele Steuern bringen sollen entlastet werden. Dafür sollen Subventionen gekürzt werden. Der Markt soll belebt werden und es richten. Die Wirtschaft soll so stärker werden damit mehr Steuern in die Kasse kommen. Kann funktionieren. Aber es ist nicht sicher das es nur Gewinner geben wird. Das hat der Wähler gewählt. Anscheinend haben sich 2/3 der Gesellschaft für Leistungsträger gehalten.

Ich für meinen Teil bin froh das ich auch ohne Landwirtschaftsförderung irgendwie über die Runden kommen würde. Wäre halt nicht lustig. Aber da meine Kundschaft in der Direktvermarktung aus Leistungsträgern und Steuerzahlern besteht könnte sein das sie etwas mehr Geld bei mir lassen. Für mich persönlich ist der Weg von Herrn Kurz durchaus auch positv. Ist halt ein Sozialexperiment.

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Vollmilch antwortet um 08-01-2018 21:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!

Also du hast auch nichts konkreteres! Die Bedeutung der Landwirtschaft ist aus meinem bauernzentrischen Weltbild heraus größer als ihr Bevölkerungsanteil und auch in der Liste Kurz sind landwirtschaftliche Interessenvertreter wesentlich stärker vertreten als nach dem Anteil in der Bevölkerung.

Gespart wird dort, wo es populär ist (z.B. "Ausländer") ob und wieviel das bringt oder gescheit ist, ist vermutlich nebensächlich, Hauptsache populär!

LG Vollmilch

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Juglans antwortet um 08-01-2018 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@all: Die "Agrarsubventionen" sind in den letzten 20 Jahren auf ca. 40 % des ursprünglichen Wertes gefallen. Die brauchen gar nicht gekürzt werden. Alleine durch die Inflation sind es bis 2020 wieder 10 % weniger.
Also bitte bei der Realität bleiben.
mfg

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ewald.w(88y8) antwortet um 08-01-2018 21:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@vollmilch
so sind nun mal die weltbilder verschieden--deins ist bauernzentriert, meins war immer sozioökonomisch und da stell ich nun mal fest, dass den besser situierten gegeben und der ärmeren schicht genommen wird.
mfg

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Vollmilch antwortet um 08-01-2018 21:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Ewald!

Soll das heißen, wir Bauern bekommen zukünftig mehr? ;-)

LG Vollmilch

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mittermuehl antwortet um 08-01-2018 22:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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So zum Nachdenken vor dem Einschlafen. Vor einem Jahr wurde in unserer Gegen eine Wirtschaft verkauft. 40 ha. Ein Bekannte wollte kaufen und nahm mich mit. Es stellte sich heraus das die ganze Wirtschaft gerade an einen "Finazdiensleister Dr.X" verkauft worden war und er die lästigen alten Gebäude los werden wollte. Wald und Wiesen wollter zu 99% behalten. Alles bereits in einer Stiftung geparkt. Ich wurde als Bau. Ing. für ein Gutachten vorgestellt. Ich kam mit einem Auto mit Wiener Kennzeichen. Dr. X hatte den Hof blind gekauft und sah ihn mit mir auch das erste mal von innen (wo er ihn gerade weiter verkaufen wollte). Ich hab ihm auf einige Mängel hingewiesen. So kamen wir ins Reden. Dr. X hat mir lachend erzählt das er alle Bauern locker überboten habe. Das die finazkraft der Bauern lächerlich sei. Das sie für die Wirtschaft absolut vernachlässigbar sind. Das sie nicht zum Bruttonationalprodukt beitragen. Das sie nur Förderungen bekommen. Das sie keine Steuern zahlen. Das sie ein Relikt sind für die in der Wirtschaft kein Platz ist. .... Dr. X (und seine Stiftung) ist einer der Leistungssträger für den diese neue Regierung inkl. Steuerreform abgestimmt ist. Ich habe die Befürchtung das Menschen wie Dr. X der neuen Regierung näher stehen als ein paar Bauernvertreter.

Aber ich mag mich täuschen. Natürlich sind fesche Bauern nett im Wahlkampf anzusehen. Sie vermitteln ein Gefühl von Heimat und Gesundheit. Einige meiner Nachbarn sind im Wahlkampf für die "gute Sache" unterwegs. Und es schadet auch nicht wenn die 3% etwas Symphatie aufbauen. (Wir können es brauchen. Nur fürchte ich das nach der Wahl die waren anliegen der Bauern nicht wichtig sein werden.

Wie lautet der Name des Landwirtschaftministeriums noch mal?

@Vollmilch .. ich verstehe das dein Weltbild Bauernlastig ist. Das ist deine Umgebung. Machen wir zwei mal einen Tagesausflug nach Wien und ich zeige dir eine andere Welt. Die Welt einer Mehrheit. Zumindest von der Mehrheit die jetzt gut Vertreten wird.

@Juglas ... es ist egal wieviel Förderung wir wirklich bekommen (bei mir sind es noch 4-5000€/Jahr auf die ich zur Not verzichten kann). In der Öffentlichkeit wird das Gefühl erweckt das wir mit den Förderungen als Made in deren Speck leben. Es wird Neid gegen Minderheiten geschürt.

@ewald ... Den Ärmeren wird nicht genommen. Da ist nichts mehr zu holen. Es wird halt nur den "Besseren" gegeben. Den Leistungsträgern halt, die ein "mehr" verdienen. Und in dem Weltbild "Steuerzahler" sind Landwirte keine Leistungsträger. Man wird uns nicht wegnehmen. Man wird uns nichts geben. Wer auch ohne Förderung durchkommt wird bestehen. Wer sie braucht hat ein Ablaufdatum das sich gerade Verkürzt. Oder er hat schnell eine neue Idee für seinen Betrieb.

Wisst ihr woran ihr einen 60 jahre alten "Leistungsträger" erkennt. Nicht am Auto , Nicht am Anzug. And der Arbeit seines Zahnarztes.






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Harpo1 antwortet um 08-01-2018 23:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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An alle Förderungsschreiber!!!!!
Ich halte eure Einstellung zu Ausgleichszahlungen nicht mehr aus Ihr wollt der ganzen Welt erklären das die Bauern Ausgleichszahlungen bekommen.
Im Wahrheit dient dieses System nur den Konsumenten den bei den Produktpreisen kann kein Bauer nur irgendwas erzeugen von den vielen Tierschutz und Pflanzenbau Auflagen gar nicht zu reden.
Wenn alle den Bauern die Ausgleichszahlungen nicht gönnen werden allen Mist von der ganzen Welt fressen müssen
Gute N

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mittermuehl antwortet um 09-01-2018 06:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Harpo .... Das bestreitet hier keiner. Es geht um das Bild in der Öffentlichkeit. Und die wird gerade in Leistungsträger und Förderungswerber eingeteilt.

Langszeitarbeitlosen wird gerade eine Berufsförderung gestrichen (Aktion 20 000). Da wurde ihr neuer Arbeitsplatz im sozialen Bereich für zwei Jahre gefördert. Die haben das Geld nichts für "Nichtstun" bekommen sondern als Gehalt für einen realen Arbeitsplatz. Was ist die Landwirtschaftsförderung anderes? Wir sind ja auch nicht faul sondern erfüllen einen wichtigen Aspekt in der Gesellschaft.

Die neue gewählte Regierung will aber keine Förderungen und Umverteilung. Sie will das eine gut laufende Wirtschaft und ein freier Markt alles regelt. Und vielleicht funktioniert es auch. Aber es wird sichern nicht so weiter gehen (in der Landwirtschaft) wie bisher. Der Wähler wollte eine starke Veränderung.

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mostkeks antwortet um 09-01-2018 08:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mittermühl ja der freie Markt den wir ja alle wollen... so mit Angebot und Nachfrage?

Warum haben wir keinen freien Markt am Arbeitsmarkt? Wers am billigsten macht bekommt den Job? Und jeder darf sich am Weltmarkt an Arbeitskräften bedienen?
Wir dürfen ja nicht mal am Weltmarkt Dünger und Futter einkaufen! Und den Mexikaner zum Melken bekomm ich auch nicht.

Oft habe ich das Gefühl man erhofft sich durch das Sparen im LW-Bereich dass der Immobilienmarkt etwas auflebt. Es gibt immer noch weniger Grund zu kaufen, als Nachfrage da wäre.

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ewald.w(88y8) antwortet um 09-01-2018 09:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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durchschnittliche bauernfamilie, so mit drei kindern:
pauschalierte ,eben kleine bekommen nix,
kinder der grossen, dh einkommenssteuerpflichtige über 60 ha bzw 120 Viehheinheiten holen sich 4500 euro-mal 18 jahre--gut 80000 euro einkommenssteuer zurück.
es geht aus sozialpolitischer sicht in eine "merkwürdige" richtung .
mittermühl hat es gut beschrieben.
möglicherweise schnappen künftig die grossen tüchtigen den kleinen nicht nur die pachtgründe, sondern auch noch die kinder weg :-)

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mittermuehl antwortet um 09-01-2018 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mostkeks ..... Ich verteidige diese Richtung unserer Regierung nicht. Ich beschreibe sie nur wie sie sich mir persönlich darstellt. Ich gebe ihr vielleicht für dieses Experiment eine Chance, melde aber meine Bedenken an.

Noch ein Fall für die Leistungsträger. Studenten zahlen keine Steuern. Deshalb sind sie keine Leistungsträber. Deshalb werden jetzt Studiengebühren eingeführt (ist keine neue Steuer - das hat Herr Kurz versprochen). Für einen Leistungsträger-Vater wird die Studiengebühr zu verkraften sein zumal er ja durch die Steuerentlastung real mehr Geld bekommtz. Eltern die keine Leistungsträger sind (= wenig Steuern zahlen) werden durch eine Studiengebühr belastet.

Es ist fraglich ob uns diese Politik alle zu Leistungsträgern und starken Steuerzahlern macht.


ABER noch ist die Regierung etwas planlos. Die NÖ-Hanni hat im September noch versprochen das es in NÖ durch die "Aktion 20 000" dieses Jahr 4000 Arbeitsplätze für Langzeitarbeitsdlose geben wird. Jezt schweigt sie im Moment zur Einstellung des Programms. Sollte sie bei der Wahl jetzt starkt verlieren werden sie und die anderen Länderorganisationen wohl einen kleinen Kurswechsel im Bund anstreben. Gewinnt sie und die anderen türkisen Landesfürsten so wird es so kommen wie angekündigt. Auch das entscheidet der Wähler.

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Ziegenbua antwortet um 09-01-2018 15:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die Studiengebühr sollte für jeden engagierten Studenten selbst ohne elterliche Finanzspritze zu verkraften sein. Außerdem gäbe es für nicht mit schwerverdienenden Eltern gesegnete Studenten immer noch die Studien- und Wohnbeihilfe (genügend Willen = Leistung bei den Prüfungen vorausgesetzt)

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mittermuehl antwortet um 09-01-2018 16:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Ziegenbua .. .Was - du hast Studien und Wohnbeihilfe bekommen anstatt Studiengebühr zu zahlen ?? Denk mal drüber nach wie sehr du gefördert wurdest und was der Sozialstaat in dich investiert hat. Und ausgerechnet du setzt dich für Studiengebühren ein?

Natürlich kann ein Student selber 1000€/Jahr aufstellen. Es wird nur für den ein Problem sein dessen Eltern nicht in der Liga "Leistungsträger mit Steuergutschrift" sind. Vor dem Gesetzt müssen die Eltern das zahlen.

Aber jeder wie er meint. Wir können es nicht ändern. Zumindest nicht in den nächsten 4 Jahren.

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Juglans antwortet um 09-01-2018 18:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@all: Kann es sein dass viele von euch ein Brett vor dem Kopf haben? Für den Staat sind Menschen die arbeiten und Geld verdienen der Idealzustand. Sozialauswüchse wie wir sie in der Vergangenheit hatten gehören schleunigst abgestellt. Ich muß mich auch bemühen damit ich Geld verdiene. Warum sollte man das dann den anderen nicht zumuten können.
Der Staat sagt mit seiner neuen Gesetzgebung nichts anderes als: Leutln hackelts was und schauts dass dabei was verdients. Es steht jedem frei so fleißig zu sein , dass er in den Genuss des Kinderfreibetrages kommt.
mfg

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Hans_Gr antwortet um 09-01-2018 20:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Lieber Junglans! Du unterliegst bei deinem Gedankengang und deinen Aussagen einem großen Fehler: Das wie du es meinst mit sich Bemühen und hackelts was funktioniert jedoch nur dann, wenn jeder und jede die gleichen Chancen und Möglichkeiten hat. Alleine das ist schon nicht möglich. In unserer Gesellschaft gibt es auch Schwächere, auf die sollen und müssen wir auch Acht geben. Das wiederum ist für mich eine Selbstverständlichkeit und in weiterer Folge eine Charaktersache. Ich wünsche dir niemals, dass du, sei es durch einen Schicksalsschlag oder andere Umstände dich in einer Situation wiederfindest, ob es noch ein Morgen geben wird, oder wie das Morgen sein wird. Auf jemanden der auf dem Boden liegt ist ein Leichtes draufzusteigen. Denke mal darüber nach......Ich könnte dir aus meiner Erfahrung in einem ausserlandwirtschaftlichen Beruf einige Fälle sagen.....die haben niemals geglaubt dass solch unvorhergesehenes passieren wird,......bei uns doch nicht, sie wurden eines Besseren schmerzlichst belehrt. LG Hans

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Juglans antwortet um 09-01-2018 21:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Lieber Hans: Sozial ist ja gut und schön. Nur kann ich den Blödsinn nicht mehr hören dass man alle Armen unterstützen soll so dass es Ihnen am Ende besser geht als denen die Arbeiten. Wenn ich mich in meiner Umgebung umsehe sind 75% derer die Arbeitslos und/oder arm sind selber schuld weil faul und/oder dumm.
Und ich bin der festen Überzeugung dass es diesen Personen schlechter gehen soll als denen die sich bemühen.
Die 25 % wirklichen Sozialfälle gehören natürlich bestmöglich unterstützt.
mfg
p.s.: Die 75% sind durch ungefähre Zählung in meinem Dorf herausgekommen, wobei ich glaube in Städten sind es noch mehr

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Hans_Gr antwortet um 09-01-2018 21:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Lieber Junglans! Ich habe nie davon geschrieben dass es wie du es nennst " Ihnen besser gehen soll als jenen die Arbeiten". Es zeichnet eine Gesellschaft aus wie sie mit ihren Schwächeren umgeht. Zu deinen Zahlenangaben kann ich nichts und werde ich nichts sagen, da mir eine seriöse Datengrundlage fehlt. Ob die wie du sie wieder nennst "dumm und faul sind" und deswegen selber schuld weil sie deswegen arm sind......weiß ich auch nicht. Hinter die Kulissen kann ich nicht blicken. Möglicherweise sagen auch viele: "Die Bauern sind dumm, schau die arbeiten noch bis in die späte Nacht hinein und am Wochenende werkeln sie auch noch wie verrückt. Es liegt immer im Auge des Betrachters.
Es empfiehlt sich immer mal einen Blick aus einer anderen Perspektive auf die Sache zu nehmen. Nun wünsche ich noch eine Gute und Geruhsame Nacht, Hans

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Ziegenbua antwortet um 10-01-2018 08:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mittermuehl: ich hab weder studiert noch Beihilfen in Anspruch genommen. Ganz im Gegenteil, es ging sich bereits mit 18 der Führerschein und ein Auto aus, aus geringfügigem Nebenverdienst während der Schulzeit und jeweils 2 Monaten durchgehend in den Sommerferien.
Natürlich müssen Studenten mit aktueller Lebenseinstellung gegen Gebühren sein, lässt sich doch weder der 3-wöchige Urlaub in Südostasien mit Ferialjobs noch die obligatorische Amerikareise (früher wohl als Statussymbol, neuerdings um sich zu versichern dass Trump wohl wirklich so böse ist wie man hierzulande immer hört) allein vom Taschengeld anno Studiengebühreneinführung finanzieren.
Du kannst es drehen und wenden wie du willst, es wird nichts daran ändern dass die neue Regierung die Finanzlöcher der letzten stopfen muss. Dass diesmal jene angezapft werden, welche früher verhätschelt wurden halte ich dabei für einen Kollateralschaden - um nicht zu sagen für gerecht.

@Hans_Gr:
Ob ein Mensch dumm ist lässt sich daran erkennen was er mit dem nicht selbst verdienten Geld anstellt. Wenn man im Urlaub in ein Kaffee geht wo im Separe Spielautomaten stehen kann man das ganz gut erkennen. Ebenso an der Tankstellentheke. Vielleicht ist ja die Zahl jener welche daheim daumendrehend darauf warten dass ihnen ein Job zufliegt in der Stadt größer, in meiner Region kann man aber ganz gut erkennen warum diverse Menschen mit dem Monats"gehalt" nichtmal bis zum 10. auskommen.

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Vollmilch antwortet um 10-01-2018 08:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Was sind bitte "Studenten mit aktueller Lebenseinstellung"?

LG Vollmilch

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mittermuehl antwortet um 10-01-2018 10:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Einfach aufpassen das man sich nicht durch Neid und Vorurteil leiten läßt. Das sind schlechte Ratgeber. Denkt mal nach welche Voruteile und welcher Neid gegen Landwirte im der Bevölkerung umgehen. Und auch wir bekommen Förderung und zahlen wenig Steuer. "Leistung" wird im Moment mit "Steuerleistung" und nicht mit "Arbeitsleistung" übersetzt.



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Peter06 antwortet um 10-01-2018 10:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Aus den Aussagen vom "Ziegenbua" spricht die typische, leider weit verbreitete Bildungsfeindlichkeit, die mit den Absichten der neu gewählten Regierung natürlich Zulauf und Bestätigung gefunden hat. Weil es ja nicht sein kann, dass ein 25-jähriger noch immer kein eigenes Einkommen hat, während andere sich schon mit 18 alles mögliche selbst finanzieren können. Wozu man überhaupt in der Welt herumreisen muss, anstatt in seinem Heimatort fleissig zu hackeln, und jedes andere als das eigene Lebensmodell der "Fleissigen" und "Tüchtigen" ist sowieso abzulehnen.

Bitte nicht falsch verstehen, ich bin selbstverständlich dafür, dass sich Fleiss, Einsatz und Tüchtigkeit natürlich lohnt, der gesamte Fortschritt unserer humanen Gesellschaft beruht auf der Tatsache, dass sich immer wieder Menschen gefunden haben, die mehr getan haben, als notwendig. Dieser Antrieb ist essentiell für den Fortbestand aller unser Errungenschaften, nur sollte es für Jeden möglich sein, seine eigene Vorstellungen eines gelungenen Lebens zu verwirklichen.

Die Feinde dieses Modells sind aber keineswegs die sozial Schwachen, die Studierenden, die eben etwas länger brauchen, die Arbeitslosen, die einen Job, der 150 km entfernt ist nicht annehmen, die Alleinerziehende mit Halbtagsjob, die Grossfamilie mit nur einem Einkommen, die chronisch Kranken, die nur eingeschränkte Erwerbsmöglichkeiten haben, die Asylwerber ohne Chancen auf ein eigenes Einkommen, der 58-Jährige, der keine Chance auf eine Anstellung in seinem Fachgebiet hat, aber noch 7 Jahre bis zur Pension, nein, sie alle gefährden nicht den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

Vielmehr ist das der Möbelkonzern, der auf Grund der sog. "Gruppenbesteuerung" keine Steuern und Sozialabgaben in Österreich bezahlt, aber dadurch sämtliche kleinen Möbelhäuser fertiggemacht hat, es sind die internationalen Konzerne, die zwar horrende Gewinne machen, aber nichts davon zurückfliessen lassen, es sind die unzähligen Steuerschlupflöcher, die sich natürlich nur die Privilegierten richten können, wenn sie ihr Vermögen in Stiftungen oder im Ausland parken, es sind die enormen Einkommen aus Vermögensgewinnen, die keine Steuern und Sozialabgaben leisten, es sind die Grossverdiener im öffentlichen Bereich, die Pensionsprivilegien in Bundesbahn und anderen staatsnahen Betrieben; die Liste kann man natürlich noch länger fortführen.

Interessanterweise lassen sich gerade die Angehörigen der sog. Mittelschicht in diesen Karren der Meinungsbildung einspannen, weil sie sich nicht etwa vom Grosskapital betrogen fühlen, sondern die hierarchisch vermeintlich unter ihnen Stehenden für die eigene angespannte Situation verantwortlich machen.


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mittermuehl antwortet um 10-01-2018 10:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Peter06 .. Danke ..... meine Zusammenfassung deiner Mitteilung: "Nicht nach unten neidig treten - nicht nach oben hoffend buckeln".

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Ziegenbua antwortet um 10-01-2018 11:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Vollmilch:
Die weite Welt zu erkunden ohne sich jemals gefragt zu haben wie es hinterm Hausberg ausschaut.
Als Raucher plötzlich für das Rauchverbot in Lokalen demonstrieren, nebenbei aber in Amsterdam im Kaffeehaus das Selbe konsumieren was in Österreich verboten ist.
Prüfungen nach erhältlichen Punkten gewichten, egal ob der Studienrichtung bzw. dem Fortschritt dienlich, ein Semester mehr oder weniger, was solls, arbeiten kann man ja ohnehin noch bis man 70 ist.
Bachelor ist geschafft, war halb so schlimm wie erwartet, während dem Masterstudium hat man endlich wieder Zeit das Leben zu geniesen. Dann beginnt ja schließlich der Ernst des Lebens.

@mittermuehl: Es geht mir nicht ums nach unten treten, vielmehr halte ich die Kritik an der Regierung während der Vorstellungsphase für zu früh bzw. in den meisten Punkten auch unbegründet. Irgendwas muss geändert werden, sonst hätte die Bevölkerung ja auch anders gewählt. Es haben sich ja schon bei den vorherigen Wahlen immer wieder Kleinigkeiten verändert, welche teils positiv teils negativ waren. Warum sollte man erwarten dass andere Parteien bzw. Personen an den Hebeln gleich weiterwurschteln wie bisher? Mag gut sein dass es Leute gibt die damit zufrieden waren, ich für meinen Teil stehe Veränderungen grundsätzlich positiv gegenüber, egal von welcher Partei sie kommen. Meist betreffen sie mich ohnehin nicht persönlich, über diese versuche ich mich dann auch weder zu ärgern noch zu freuen, diese welche mich betreffen sehe ich mir natürlich genauer an und wende mich bei Bedarf an etwaige Vertretungen.
Studenten haben seit jeher eine sehr potente Vertretung, wenn man aber von Beginn an auf Konfrontationskurs geht (und schon demonstriert bevor das Wahlergebnis amtlich ist) darf man sich aber nicht wundern wenn der Gegenüberstehende sich nicht gerade bemüht auf die Anliegen mancher Gruppierungen einzugehen.

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Vollmilch antwortet um 10-01-2018 14:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich gestehe, ich habe mich mit den Studiengebühren nicht beschäftigt. Ich halte nur jede Maßnahme, die den Zugang zu Bildung erschwert für nachteilig.

Wenn diese Gebühren ALLE gleichermaßen betreffen ("faule" und "fleißige", hohes und niedriges Einkommen) wäre es eine besonders "bescheidene" Lösung!

Gegen rauchende, demonstrierende, in Amsterdam kiffende Studenten habe ich nichts.

LG Vollmilch

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mittermuehl antwortet um 10-01-2018 16:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Ziegenbua ..... Wir scheinen wohl verschieden Lebenserfahrungen zu haben. Ich stehe veränderungen gundsätzlich nicht postiv oder negativ gegenüber. Ich will vor der Veränderng wissen was da besser werden soll. "Katz im Sack" ist nicht so meines. Und die Ankündigen der neuen Regierung sind nicht so klar. Natürlich sind wir alle für Weltfriede, Gerchtigkeit und Wohlstand für alle ... und etwas mehr Wohlstand für besonderes Tüchtige. Aber ich beneide dich um deinen Optimismus in diese neue Regierung.

Kann sein das meine Zweifel daran liegen das ich ein paar der Herren in einen privateren Ramen persönlich erlebt haben.



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eklips antwortet um 11-01-2018 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zur Ausgangsfrage gibt es ja inzwischen von kompetentesten Stellen ganz glasklare Antworten, z.B. von Finanzminister Löger (Vorsicht bei der Rechten Schreibung dieses Namens): " Wenn der Ansatz ist, über die Entlastung die Möglichkeit zu geben, wieder Freiraum zu schaffen, dann gehen wir davon aus, dass auch im Sinne des Leistungsbezuges es gelingen soll, hier eine gesamtheitlich gute Lösung zu geben."

Löger öffnet uns auch ganz gut die Augen darüber, was sein Vorgänger für ein Blindgänger im Sinne des Wortes war: Der hat einfach über eine Milliarde an "Nichtverbrauch" der Ministerien komplett übersehen und jetzt, wo ein kompetenter am Werk ist, kann man das Geld sogar nutzen.

Bezüglich Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist seitens der neuen Nicht-Landwirtschaftsministerin eigentlich auch schon das meiste auf Schiene: "Vor allem (weil) viele Touristen zu uns kommen, weiß man, dass in Österreich Umweltschutz ein Herzensanliegen ist. Und, dass wir natürlich auch sehr viel noch zu tun haben. Und dass das vor allem, wenn wir in Rankings zurückfallen, für uns nichts ist, auf das wir uns ausruhen und sagen: Na, es ist eigentlich eh egal."

Wir werden in nächster Zeit nich viel Freude an den klaren Aussagen und dem Gratiskabarett haben.

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golfrabbit antwortet um 11-01-2018 09:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Walter...sehr gewiefte Schreibweise im letzten Satz - aus "nich" kann sich jeder mittels "O" oder "T" das für seinne Begriff Passende selbst aussuchen - glasklar.

Hannes

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eklips antwortet um 11-01-2018 09:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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oh danke für den Hinweis. In diesem Fall ist es gut, dass ich den Tippfehler nicht mehr korrigieren kann (mein verbogener, zu breiter Mittelfinger, einst beim Heuschwanz eingeklemmt).


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