Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen

Antworten: 19
mittermuehl 29-06-2017 13:06 - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Was meint ihr?

https://www.youtube.com/watch?v=WfSOyyK1ZdM


Ich kann ihn verstehen. Habe auch solche Problem. Müll und Dosen im Futter.

Nur sind 2% Landwirte und 98% Badegäste. Wie da ein offener Streit ausgeht ist klar. Die Gemeinde wird sich nach dem Wähler richten.

So er Glück hat wird er die Fläche an die Gemeinde verpachten dürfen. Mit Pech muß er verkaufen.

Wäre er schlau gewesen hätte er Liegen vermiete und Bier verkauft.

Abgesehen davon das es nicht gerade eine ordentlich Düngung war ;)


mitmart antwortet um 29-06-2017 15:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Vielleicht kann er die Fläche ja einzäunen und Mangalizas dort züchten :-D


Century antwortet um 29-06-2017 16:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Wenn er die Fläche selbst vermietet hätte, hätte er sicher eine auf den Deckel bekommen.

Ich glaub es war schon richtig so- jetzt kann er ein paar m² gut verkaufen^^



Fallkerbe antwortet um 29-06-2017 19:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Ich würde die Fläche auf gar keinen Fall verkaufen,
entweder die Fläche um gutes Geld an die gemeinde verpachten,
oder, je nach Lage, einen Campingplatz mit Kiosk und Badesteg eröffnen.

mfg


179781 antwortet um 29-06-2017 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Richtig hat er es gemacht, weil er einen Möscha Verteiler drauf hat. Bessere Nährstoffausnutzung und geringere Geruchsbelästigung.
Falsch ist wahrscheinlich, dass er die Wiese unbedingt an seine Kühe verfüttern will und damit Milch erzeugt, die kaum jemand wirklich braucht. Mit Liegewiese und Kiosk ist sicher wesentlich mehr Geld vom ha zu machen.

Gottfried


Juglans antwortet um 29-06-2017 23:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Verdienen wirst du wahrscheinlich mehr. Aber der Soziale Abstieg - er muß sich ja in Zukunft mit den Freizeit Bobos rumschlagen und dafür seine Kühe abschaffen wiegt wahrscheinlich so schwer, dass die Entscheidung pro Kuh ausgehen wird.
mfg


jakob.r1 antwortet um 30-06-2017 07:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
@juglans... Grüß Dich --- Wieso sozialer Abstieg? Es gibt viele Betriebe die sich mit den Einnahmen der "Freizeit Bobos" die Milchviehhaltung weiterhin leisten können.
Da er ja wohl nicht nur die eine Wiese haben wird, kann er ja bei der Kuhhaltung bleiben.
Beste Grüße
Jakob


179781 antwortet um 30-06-2017 07:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Ja schon jakob. Aber ein "sozialer Abstieg" ist es für viele Berufskollegen trotzdem, wenn einer anstatt die Kuhzahl alle 10 Jahre zu verdoppeln mit etwas anderem Geld dazuverdienen möchte. Noch dazu, wenn er sich dann dazu herablassen muss, direkt von den Freizeit Bobos zu kassieren.

Gottfried


fgh antwortet um 30-06-2017 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Buttersäure wäre auch ne tolle Sache gewesen... natürlich um Wildschäden zu vermeiden *g*


xaver75 antwortet um 30-06-2017 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Bin da ganz beim Gottfried. Ich möchte auch lieber selber entscheiden, was auf meinen Flächen passiert-)
Und nehme dabei gern in Kauf, dem "sozialen Aufstieg" zu entgehen (Kuhzahl konstant).


einfacherbauer antwortet um 30-06-2017 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
kenn ich. leider steht man alleine da und vorallem die gemeinde hält sich schön warm raus. niemand will anecken und die kleinste sache die man dagegen macht ist das schlimmste überhaupt.

das hauptproblem ist das niemand mehr eigentum anerkennt. selbst das garten abschliessen wollen aber alle anderen auf die pelle rücken


fgh antwortet um 30-06-2017 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Stimmt... kenne das von einem Wanderweg bei unserer Gemeinde - der Weg wird ein wenig überdimensional genutzt, sprich die Leute busweise dort hingeschickt und natürlich drehen die Buse in der Wiese um, beim Kürbis ist das Feld weit rein leer, Mais fehlen die Stritzel, Obst gibt es im Hofbereich auch keines und natürlich die ganze Strecke voll Mühl.
Besitzer ist machtlos - Gemeinde hat Klage eingereicht und foglich fährt der Zug drüber... - ich lerne für mich nur draus! - Niemlas einen Wanderweg zulassen, weil wennst den dann mal weg haben willst, aus welchem Grund immer und wenns eben auch geändert Verhältnisse sind, bist immer der Blöde....


mittermuehl antwortet um 01-07-2017 10:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Natürlich haben die Normalbürger die Bedürfnisse der Landwirte aus den Augen verloren. Bauern sind ja eine Minderheit geworden.

ABER auch die Bauern haben die Bedürfnisse der Normalbürger aus den Augen verloren. Abgesehen von ein paar Direktvermarkter oder Urlaub-am-Bauernhof-Betrieben haben die meisten ja keinen "Kundenkontakt". Weil die Kunden ja meist der Großhandel und die Industrie ist.

Die Gesellschafft verstädtert. Und Stadtmenschen rennen am Wochenende im Wald rum oder gehen baden - grillen usw. Hätte mir in meiner Jugend jemand gesagt das Radfahren im Wald verboten ist, ich hätte gelacht. Aber Dinge ändern sich.

Der gute Gülle-Bauer hat mit seiner Wiese am Badesse eine Goldgrub. Und er füllt sie mit Gülle. Er könnte auch gegen Windmühlen kämpfen. Auch sinnlos. Ich finde es schade das er so eine Chance nicht gesehen hat und sich gegen seine Kundschaft (und das sind die Mitbürger ja) gestellt hat. ------------ und ja - ich hab auch solche Müllprobleme aber leider keinen so idealen Badestrand auf meinem Grund

Ich bin zu 100% Direktvermarkter und habe deshalb besonders viel Kontakt zu "Naturlieben Städtern". Ich habe viel eingezäunt und halte im gegenzug gezielt eine Fläche und einen Weg für Spaziergänger und Badegäste (kleiner Bach) offen. Nicht viel anderes als ein Wildschweinschutz. Man kann Wochenendwütige Städter nicht wegsperren... man kann sie nur Umleiten .... wie Wildscheine oder Wasser ;)


179781 antwortet um 01-07-2017 13:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Wenn alle Bauern ihren Beruf mit so viel Verstand wie mittermuehl leben würden, dann wäre so manches leichter.
Und der Vergleich mit Wildschweinen oder Wasser ist gut. Hört sich zwar fürs erste etwas krass an aber passt.

Gottfried


xaver75 antwortet um 01-07-2017 14:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
@Gottfried
Wenn man so wie Mittermühl und teilweise auch wie Du den Betrieb auf Dirrektvermarktung, Einstellpferde, Schule am Bauernhof, ect. ausgerichtet hat, mit gut gemachten Webseiten beworben, muss man zwangsläufig auch akzeptieren, das von Zeit zu Zeit irgendwo wer umadumriasslt. Ich betreibe keine Direktvermarktung, melke keine Städter, hab keine Einstellpferde und daher auch kein Interesse, das überall herumgeparkt wird, der "Scheiss"-Hund 100 Meter links und rechts vom Weg Radau macht, ...


mittermuehl antwortet um 01-07-2017 15:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
@xaver ......

Wir alle melken Städter - auch du. Oder produzierst du nur für den Eigenbedarf und hast einen Hobbybetrieb? Die Leute die uns da neven sind in jedem Fall auch unsere Kunden.

Nur habe ich halt mehr Kundenkontakt und verstehe diese Menschen etwas besser. Ich bemerke auch wie sich die Erwartungshaltung der Kunden zur Landwirtschaft verändert hat.






xaver75 antwortet um 01-07-2017 15:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
@mittermühl
Genau aus dem Grund, da ich auf meinem Hof meine Ruhe haben möchte, betreibe ich keine Direktvermarktung. Was hab ich von zB. 3 Milchkundschaften je 1 lt, bei 80ct wird gejammert, weil ich von der Molkerei eh nur die Hälfte bekomm, wenn man nicht mind 5 Minuten ihre Problemchen anhört oder ihnen bei jedem Blödsinn was sie erzähln recht gibt ist man unhöflich.
nein danke
Das nicht-Dorfvolk kennt halt meist den Unterschied zwischen mein und dein nicht (mehr), weil wir Bauern so viele Förderungen bekommen, sollten wir uns auch mehr gefallen lassen.
Und genau solche wie ich es bin, bieten eine Plattform für offenere, liberalere, sozialere Charaktere, welche diese Chancen auch nutzen. Find ich in Ordnung.
Wenn ein Grundbesitzer nicht will, das seine Flächen wie öffentliche genutzt werden, ist das zu akzeptieren. Ich geh auch nicht in Nachbars Schwimmbad baden.


einfacherbauer antwortet um 01-07-2017 16:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
@gottfried

langfristig hätte ich auch anstatt gülle einen kleinen hänger oder stand für die leute aufgestellt mit gewissen hinweisen aber nicht JEDER ist für die vermarktung mit kundenkontakt geeignet. viele bauern wollen nciht viel was anderes sehen als ihre kühe und den hof.

man muss immer beide seiten beleuchten.

und wenn du schon mal das vergnügen hattest mit staatsanwaltschaft, anzeigen, verleumdungen, beschimpfungen, zeitungsartikel u co (wude sogar mal in einem fremdenführer als spazierweg ausgeschildert einmal quer durch die felder) nur weil jemand seinen hund mit bestimmtheit auf deinem grund kacken lassen will dann wirst auch du die sache anders sehen anfangen


179781 antwortet um 01-07-2017 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Wir kennen das auch, mit Spaziergängern und Radlern die entlang der Felder und Wiesen wandern und die Dosen mit den Flügeln ins Gras werfen usw. Neulich hat eine lärmende Gruppe Erwachsen mit Kindern auf einer Länge von etwa 150 m fast alle Glockenblumen von einem blühenden Rain abgerissen. Es gibt eben Leute, die glauben sie sind alleine auf der Welt.
Aber ein Großteil der Leute ist zumindest lernfähig, wenn man ihnen entgegenkommt und mit ihnen redet.
Bei dem konkreten Fall mit der Gülle wird das aufgrund der Vielzahl der Menschen nicht mehr möglich gewesen sein. Wenn der Bauer kein Geschäft aus der Badewiese machen will, was ja auch verständlich ist, dann wäre die einfachere Lösung die mit dem Wildschweinschutz gewesen. Ein ordentlicher Festzaun mit drei Drähten herum, ein Leistungsstarkes Zaungerät dran und eine entsprechende Anzahl an Rindern auf die Weide. Die Tiere preiswert und gesund gefüttert, ein gutes Bild von der Landwirtschaft gemacht und die Fremden trotzdem ausgesperrt. Gleich drei Fliegen mit einem Schlag.

Gottfried


Hans1970 antwortet um 02-07-2017 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Gülle gegen Badegäste - Schutz der eigenen Flächen
Warum muss ein Landwirt alles dulden, auch wenn er das nicht will? Bei manchen Antworten hier denke ich, wenn ein Landwirt ein Grundstück an einem Platz, welches für die Allgemeinheit auch ganz nett wäre, hat, so soll er alles dulden. Das ist auch die Meinung von vielen Nicht-Landwirten. Wär den Artikel gelesen hat und nicht nur das Video anguckt, liest, das er versucht hat, den Badegästen zu erklären, das dies Privatbesitz ist, er die Benützung anderer nicht mag, er das Grundstück einzäunte, er sogar eine Kuh wegen wahrscheinlich gefressenem Müll notschlachten lassen musste. Jeder soll das Eigentumsrecht des Anderen akzeptiern.
Habe selber ein Grundstück, welches von zwei Seiten mit einer Siedlung eingegrenzt ist. Zum Glück ist die Gemeinde bei der Umwiedmung (waren nicht meine Flächen) meine Wunsch nach einem 5m breiten Grünstreifen als Pufferstreifen nachgekommen. Und trotzdem gibt es immer wieder mal das ein oder andere Problem mit den Siedler. Staubbelastung beim Mädrusch, Verschmutzung des Schwimmingpools durch Frässtroh ( der Pool muss ja fast direkt neben dem Feld gebaut werden), der andere beklagt sich ja schon Donnerstag abend, wenn ich an diesem Tag Getreide dünge mit Gülle, weil es ja da das ganze Wochenende stingt( das Wochenende beginnt bei manchen ja anscheinend schon Freitag früh).
Ich hab die Erfahrung gemacht, das jene, die mich beim Bau Ihres Hauses oder Garten bei Feldarbeiten fragten, ob sie kurzzeitig nach abernte des Feldes schnell was lagern dürften dort, oder ob ich einen Teil des Gartens vielleicht mit der Kreiselegge bearbeiten kann zur Einebnung, was ich auch machte zum Zweck einer guten Nachbarschaft, das genau diese Personen danach die Schlimmsten sind. Es ist dies aber keine Verallgemeinerung der Siedler, mit den allermeisten komme ich sehr gut aus.
Aber das Verständniss für fremdes Eigentum ist schon ganz klar stark gesunken. Hab schon manschen Jogger aus dem Feldweg zurückbeordert auf die Strasse, damit er mir nach ende des Feldweges nicht durchs lange Gras läuft.
Aber es ist so, wie bei allen Menschen, erklärt man Ihnen die Sicht dazu meinerseits, verstehen es die einen und die anderen sind halt unbelehrbar. Denke, der Güllebauer, wie er im Netz jetzt genannt wird, hatte auch die Nase voll von der vermüllten Wiese, welcher vor jedem Schnitt zu reinigen hatte. Mir tut der Kerl so richtig Leid, den er ist jetzt der Depp der Nation, weil er sein Eigentum schützte, indem er seine Wiese düngte mit dem Nebeneffekt, das die Leute von der Wiese verschwanden. Denkt euch selber mal alle in diesen Landwirt rein. Fragt euch selber, ob ihr sowas wirklich geduldet hätte


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