Anträge der Wahlplattform FB&UBV an die Vollversammlung der LK-Niederösterreich

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dorni 09-04-2017 22:17 - E-Mail an User
Anträge der Wahlplattform FB&UBV an die Vollversammlung der LK-Niederösterreich
Resolution zur Vollversammlung am 3. 4. 2017



1) Auszahlung der Fördergelder nach einer AMA-Vorortkontrolle
Landwirtschaftliche Betriebe kommen oft in finanzielle Schwierigkeiten, wenn sie aufgrund einer AMA-Kontrolle die Ausgleichzahlungen nicht termingerecht erhalten. Wir fordern daher, dass auch nach einer AMA-Vorortkontrolle die Auszahlung in vollem Umfang zum regulären Auszahlungstermin erfolgt! Sollte die Kontrolle zahlungswirksame Sanktionen ergeben, könnten diese auch im Nachhinein verrechnet werden.


2) EU-Kommission besteht auf Pflanzenschutzmittel-Verbot für Greening-Flächen
Die EU-Kommission will den Einsatz von Pflanzenschutzmittel auf ökologischen Vorrangflächen vollständig verbieten. Das würde den Anbau von Körnerleguminosen einschränken und die Versorgung mit einheimischem, GVO-freiem Eiweiß massiv gefährden. Außerdem würden wir auch die Wertschöpfung verlieren und die CO2-Bilanz durch den Import von Eiweißfutter verschlechtern. Da dieses Verbot eine Änderung innerhalb des laufenden Programmes ist und kurzfristig viele Bauern in Schwierigkeiten bringt, ist schon aus Gründen der Planungssicherheit für eine ganze Periode diese Änderung abzulehnen. Deshalb fordern wir, dass diese neue Regelung nicht in Kraft tritt.



3) AMA-Gütesiegelprogramm
Palmölprodukte sind ethisch, moralisch, wirtschaftlich und klimabezogen schwer bedenklich, darum fordern wir die Herausnahme von Palmölprodukten aus dem AMA- Gütesiegelprogramm. Ebenfalls sollte in Zukunft unbedingt darauf geachtet werden, dass AMA-Gütesiegelprodukte nicht als Lock- bzw. Aktionsangebote des Handels missbraucht werden.


4) Ernährungssouveränität
Die Ernährungssouveränität ist unbedingt sicherzustellen, gerade in diesen, sehr spannungsgeladenen Zeiten. Österreich kann nur krisensicher sein, wenn die heimische Landwirtschaft imstande ist, unsere Bevölkerung zu 100 % mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen. Deshalb muss unbedingt der Bedarf und die notwendige landwirtschaftliche Nutzfläche, um diesen Bedarf ohne jeglichen Import zu decken, erhoben werden.

5) Zuchtviehabsatz
Durch die angespannte Lage in der Türkei und die noch immer aufrechten Rußlandsanktionen ist zu befürchten, dass in naher Zukunft der Zuchtviehabsatz stark unter Druck kommt. Da der Zuchtviehverkauf für viele Betriebe ein wichtiger Einkommenszweig ist, sollte die LK Niederösterreich den Zuchtverband unterstützen und auf die zuständigen Ministerien einwirken, dass baldigst neue Märkte erschlossen werden, die einen Zuchtviehabsatz auf einem rentablen Preisniveau ermöglichen.


Leider wurde alles von der Mehrheitsfraktion abgelehnt!


Ferdi 197 antwortet um 09-04-2017 23:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Anträge der Wahlplattform FB&UBV an die Vollversammlung der LK-Niederösterreich
Eigene Ernährungsversorgung sollte selbstverständlich sein, wir müssen ja nicht wie bei vielen Produkten mehr als 120% produzieren u. dann diese am Weltmarkt verschleudern.

Sondern die Landwirtschaft sollte breiter aufgestellt werden, bez. der Vielfalt der Produzierten Produkte (evtl. mit Förderungen usw.).
Viele benötigte Produkte, die in unserem Land auch produziert werden können, soll es ermöglicht werden z.B. Hendlfleisch, Putenfleisch, Gemüse, Obst, Fisch usw. zu produzieren.

Als Beispiel ist Fisch: Div. Behörden boykottieren massiv die Bauvorhaben eben für Fischproduktion, also dort muss mal angesetzt werden. Das Ökosoziale Forum will die Eigenproduktion von Fisch von unter 10% auf über 30% heben, wie soll das funktionieren wenn man keine Teiche bauen darf?
So etwas soll mir mal einer sagen, diese Behörden / Institutionen boykottieren sich ja gegenseitig mit einer Vielzahl an Gutachten, div. unerfüllbare Auflagen, usw. (reine Verwaltungsbeschäftigung) oder?
Klar das das viele nicht mitmachen u. diese Produktion eben dann nicht verwirklichen, manchmal auch nur als Zusatzeinkommen z.B. für die Milchwirtschaft.
Zu den Zuchtkälber Exporten sind die Politischen Vertreter in Brüssel u. die im EU-Rat dort überall mitstimmen 100% schuld.
Die Russland Sanktionen werden immer wieder mit Österreichischer 100% Zustimmung verlängert, wir haben dadurch Mrd. Euro Einbußen, sei es die Export Orientierte Industrie od. auch eben die Landwirtschaft u. keiner Ändert etwas daran.
In Wirklichkeit ist es reine Kriegstreiberei gegen den "MARKT in RUSSLAND" das stört halt eine Weltmacht mit ihren verbündeten, leider spielt bei diesen Wirtschaftskrieg die EU mit den Vertretern der nationalen Politiker im EU - RAT dort voll mit.
Da kann man nur DANKE sagen oder?




fgh antwortet um 10-04-2017 07:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Palmöl ist für mich kein Thema der Landwirtschaft! Das ist Klimaschutz und EU-Thema.
Wofür die ganzen Klimagipfel gut sind, frage ich mich schon lange, die einen wissen nicht mehr welche Filter sie wo einbauen sollen und die Anderen Heizen für's Palmöl fröhlich den Regenwald ab.
Für Produkte aus Ländern die mit Hilfe von der Rodung von Regenwald entstehen - so wie vor allem Palmöl, aber auch Soja - sollten EU-Weit Importverbote verhängt werden bzw. weltweit der Handel! Aber dafür sitzen die Konzerne scheinbar zu tief in den Regierungen...



G007 antwortet um 10-04-2017 13:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@fgh

"Aber dafür sitzen die Konzerne scheinbar zu tief in den Regierungen"

Nicht nur die Regierung ist im Filz der Konzerne gefangen sondern auch die bäuerliche Interessensvertretung.

Daher ist die Frage im anderen Diskussionsbeitrag über Auer und Schultes hinfällig.
Die beiden rudern nur so dahin und sind vor lauter Interessenskonflikte zu keinen richtungsweisenden Entscheidungen mehr fähig!


Grosswaging antwortet um 10-04-2017 21:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zuchtviehexport nach Russland ist von den Sanktionen nicht betroffen, nur Fleischexport.
Bitte sorgfältiger recherchieren.

Außerdem sind die von den LK- Vollversammlungen beschlossenen Resolutionen sowieso für die Katz und die von FB&UBV eigebrachten Anträge meistens Wünsche an den Osterhasen.


G007 antwortet um 10-04-2017 21:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Grosswaging
Du musst sorgfältiger recherchieren(:!

Auch die LK Vollversammlungen sind für die Katz!!!
Reiner Diskutierklub und zum Dampfablassen für die Funktionäre.


fgh antwortet um 10-04-2017 22:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Schwierige Frage - was ist mehr für die Katz? Minderheiten die dauerhaft kämpfen und aufschreien oder eine Großmacht die jahrelang blind gewählt wird wo sich alles verschlechtert, aber bekanntlich hätte alles noch schlechter kommen können...
Agrardiesel ein Beispiel: Die Finanz stellt uns als Hiezöltanker hin und wir brauchen das nur wegen den kleinen Strukturen aber nirgends anders in der EU zahlen die Bauern soviel Mineralölsteuer wie wir - durch die klein strukturierte nicht konkurrenzfähige Landwirtschaft können wir uns das leisten....
Umfrage bestätigt, dass die Bauer selbst keine Größenbeschränkungen wollen... das zeigt nur, dass der Drang zu wachsen so groß war, dass es jetzt zu viele Große und zu viele im Wachstum stehende gibt, die bei einer Größengrenze bei den Förderungen sterben würden....


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