Rindermaststall

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GigiR 26-12-2016 20:00 - E-Mail an User
Rindermaststall
Hallo,
Bin am Planen einen neuen Maststall für Stier/Kalbinnen und Kälber!
Kälber sollen mit ca 250-300 kg in den Stall kommen, Großteils die Eigenen vom Mutterkuhbetrieb. Geplant wäre ein 15x15 m Gebäude mit darunterliegenter Grube sowie einen Flachdach mit Boden auf einer Seite für Stroh und Heuballen. Unterbau natürlich aus Beton, Dach aus Panele oder ?Trapezblech?, Nur weiß ich noch nicht wie die Wände entstehen sollen? Würde das ganze so hell wie möglich gestalten wollen und auch so einfach wie möglich ! Wer hat Erfahrungen mit Rundholz oder Fertigteilen aus Holz?
Stahlbau und Panele in der Rindermast? Verträgt sich das?
Es sollen ca. 30 GVE platz finden, Fütterung mit Grassilageballen und ein kleiner Teil Maissilage sowie Heu, möglichst extensiv!
Wieviel sollte ich pro GVE rechnen? Realisiert sollte das ganze in einem Jahr werden, also beginn Herbst 2017.
Bin für alle Anregungen Dankbar!

LG
einfacherbauer antwortet um 26-12-2016 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ich würde eher frage: Heu, minimal Maissilage u extensiv...verträgt sich das?

Steira antwortet um 26-12-2016 21:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermaststall
Hallo,
Er wird wahrscheinlich die Arbeit extensiv meinen so wie ich das lese?
Ich würde aber meinen das bei 15x15m mehr Stück Vieh Platz hätten? oder täusch ich mich da?
Ich schätze das bei viel Eigenleistung plus eigenes Holz trotzdem die 6stellige Marke geknackt wird, weiß aber nicht was derzeit Beton usw kostet.....
Warum baut man ein Quadrad und nicht ein Rechteck? Müsste doch mehr Platz entstehen.

MFG A STEIRA


179781 antwortet um 26-12-2016 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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15 x 15 ist für einen Stall ein eigenartiges Maß. Einreihig werden die Boxen zu tief, Mit Futtergang in der Mitte für Spalten sehr breit, für Einstreu zu schmal. Zuerst sollte einmal geklärt werden, ob die Tiere auf Spalten oder auf Einstreu gehalten werden, dann kann man die richtige Maße planen.

Gottfried

GigiR antwortet um 26-12-2016 22:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hi,
Geplant wäre er so:
In der Mitte 4m Futtergang, Links und rechts je drei Boxen, Vorne 2,5m Fress/liegebereich und dann 3m Spalten, also Gesamte Box hätte 5,5x5m, Fress/Liegebereich befestigt, evtl zum entmisten bzw zum wegschieben von dreck mit Kippmulde oder ähnlichen. Stroh will ich eigentlich sowenig wie möglich weil sonst Zuviel in die Gülle kommt.....

LG

Vollmilch antwortet um 27-12-2016 07:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Morgen!

4m Futtergang finde ich etwas zu schmal, wenn beidseitig gefüttert werden soll.
Bei der Bestandesgröße würde ich es eher einreihig angehen, hängt natürlich von deinen Platzverhältnissen ab.

LG Vollmilch

hans.m(wx812) antwortet um 27-12-2016 08:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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4 m Futtertisch finde ich ok. Habe den Stall so ähnlich wie du planst. Was mich beim mittigen Futtertisch stört ist, wenn du einen Ballen hinführst und die Reifen nicht sauber sind, hast den Dreck am Futtertisch. Beim ausmisten ist eine Länge auch einfacher. Aber kenne deine Platzverhältnisse (flach, hanglage?)nicht. Bei mir wars leider vom Platz nicht anders möglich.

Riiitsch antwortet um 27-12-2016 08:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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äh blöde Frage: ist das nicht verkehrt herum? Fress/Liegebereich in einem wird doch eine rießen Sauerei, viel Arbeit zu reinigen, und warum sollen die Tiere auf die Spalten gehen scheißen? Vielleicht hab ichs auch falsch verstanden.

Wäre eine längliche Halle mit Stroh hinten und Fütterung evtl nur über Raufen vorne nicht die billigere Lösung? Vorteil wäre 1 Güllekeller über die gesamte Länge statt 2, oder eine plane Fläche zum Abschieben. Auch der raschen Umnutzung der Halle würde kein Futtertisch im Weg stehen.

LaLi antwortet um 27-12-2016 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich würde auch eher sagen das wenn dann der Fressbereich mit spalten gemacht wird!
In den meisten Fällen ist es so und hat sich auch so bestätigt!

Mfg Thomas

fgh antwortet um 27-12-2016 18:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Im Fressbereich scheißens am meisten, also wenn dann dort die Spalten.

Lotti12 antwortet um 27-12-2016 21:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Mach den Stall 15m breit .
Denn Futtertisch 5m und die Boxen auch jeweils 5m
Baue Selbstfanggitter ein
Wenn du fürs Tierwohl noch etwas tun willst, überziehe die hintere Hälfte Boxen mit Gummeauflagen auf den Spalten
Das Ganze mit Güllkeller Slalom
Saubere ,trockene Tiere mit wenig 'Arbeit
Wenn du etwas mit Stroh machst ,musst du es auch wirklich in großer Menge zu Verfügung haben.
Alles Andere ist halbherzig

179781 antwortet um 27-12-2016 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei 5 m Boxentiefe bei Vollspalten kommst du bei richtiger Belegung auf ein Freß- Liegeplatzverhältnis von 1,3 und mehr. Da sind Selbstfangfressgitter genau das
Falscheste. Einfache Nackenriegel oder schräge Stangen als Unterteilung passen da besser dazu. Ausserdem ist bei so einem System eine TMR Grundvoraussetzung dass die Mast funktioniert und der Fragesteller hat aber eher etwas extensives im Sinn.

Gottfried

karin.l2 antwortet um 27-12-2016 22:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Gottfried ! Warum braucht man ds Tmr LG.

179781 antwortet um 27-12-2016 22:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn mehr Tiere in der Box sind als Fressplätze am Trog, nur dann sind Spaltenboxen mit 4m und mehr in der Tiefe sinnvoll. Dann musst du aber bei Mastrindern, wo zum Grundfutter Kraftfutter gegeben werden muss, eine Mischration machen, sonst bekommen die schwächeren zu wenig vom Kf und es gibt immer Raufereien beim Füttern.

Gottfried

karin.l2 antwortet um 27-12-2016 23:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermaststall
Danke

Lotti12 antwortet um 28-12-2016 21:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermaststall
Hallo!
ZU meinen Boxen mit 5m
Mann muß ja die Boxen nicht bis aufs letzte anfüllen
Warum sollten die Tiere nur auf Stroh mehr Platz haben
Aber es kann ja zum Glück jeder tun und lassen was er will

179781 antwortet um 28-12-2016 23:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die richtige Belegung ist aber wichtig, damit die Spalten sauber bleiben. Das heißt jetzt nicht, so wie wir es früher gelernt haben, möglichst viele Tiere hineinzustopfen. Aber wenn deutlich zu wenige drin sind, dann verdrecken die Spalten und damit auch die Tiere. Weil der Mist nicht mehr ausreichend durchgetreten wird.

Gottfried

johannes.r4 antwortet um 29-12-2016 11:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermaststall
Servus. Unbedingt die Tierschutzmassnahme "Strohhaltung" miteinplanen. Pro GVE bis € 180,-. das heisst, pro Mastplatz ca. € 100,-. Kompensiert die Mutterkuhprämie, und das Stroh das du brauchst wird auch bezahlt. Die eingestreute Liegefläche muss mindestens ein Ausmass von 40% der geforderten nutzbaren Gesamtfäche aufweisen. Bis 350kg LG 3m2 davon mind. 1,2m2 eingestreut. Bis 500kg LG 3,6m2, davon 1,5m2 eingestreut, und über 500kg LG 4,2m2 davon 1,7m2 eingestreut. Ansonsten würde Ich die männlichen Tiere kastrieren, und Ochsen- und Kalbinnenmast raten. Bei Ochsen viel weniger Unruhe.
Beim Kaltstall hast Du halt nicht so eine hohe Zunahme im Winter, dafür weniger Grippe.
3 Seiten geschlossen und der Futtertisch offen. Wände unbedingt bis ca. 2,5m Beton. Plane einen Treibgang mit ca. 80cm Breite im hinteren Bereich ein. Schau einmal in eine PATURA Katalog. Da gibt es Baupläne. Je schneller Du baust, desto schneller kannst Du wieder etwas verkaufen.

Riiitsch antwortet um 29-12-2016 15:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermaststall
@Johannes: warum würdest du 2,5 m hohe Betonwände machen?

GigiR antwortet um 29-12-2016 20:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermaststall
Hi,
Danke Vorerst für die vielen Anregungen! Da hab ich ja noch einiges zu begutachten.....

LG

179781 antwortet um 29-12-2016 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rindermaststall
"Beim Kaltstall hast Du halt nicht so eine hohe Zunahme im Winter, dafür weniger Grippe"

Richtig muss das heißen:
Beim Aussenklimastall hast du im Winter bessere Zunahmen, weil die Tiere kaum einmal krank werden.
Die Rechnung, dass die Tiere mehr Futterenergie brauchen, weil sie damit Körperwärme erzeugen müssen, greift erst ab etwa 5 - 10 Grad Minus. Darüber werden die Rinder durch die überschüssige Wärme der Biogasanlage Pansen versorgt.
Eine richtige Bauausführung ist natürlich schon Voraussetzung. Nur die Wände weglassen, damit der Wind durchpfeift, kann nicht funktionieren.

Gottfried

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