Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen

Antworten: 10
User Bild
FXST 04-07-2016 15:41 - E-Mail an User
Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
Käse, der zehn Minuten lang brennt, Käse mit Stärke, Kreide oder Seife - in Russland greift manch skrupelloser Hersteller zu allem nur Denkbaren auf der Suche nach einem Ersatz für Milch. Denn die ist wegen der jüngst verlängerten EU-Sanktionen und des russischen Einfuhrverbots für westliche Lebensmittel Mangelware im Land.

„Es gibt ein Milchdefizit“, sagt Wadim Semikin von Institut für Agrarmarktstudien in Moskau. Acht Millionen Tonnen zu wenig waren es seiner Schätzung nach im vergangenen Jahr. Auch die russischen Behörden räumten schon im April ein, dass es immer mehr Produkte „zweifelhafter Qualität“ und immer mehr „gefälschten Käse“ auf dem Markt gebe.

„Liste der Ehrlichen“

Die für landwirtschaftliche Produkte zuständige Aufsichtsbehörde veröffentlicht seit diesem Jahr eine „Liste der Ehrlichen“: Firmen, die tatsächlich noch Milch bei der Herstellung von Joghurt oder Eis verwenden. Andere dagegen würden die Milch nicht nur mit Wasser strecken, sondern mit „Stärke, Kreide, Seife, Backpulver, Kalk oder sogar Zement“, warnte die Behörde erst vergangene Woche.

Erstaunlicherweise ist die Zustimmung zu einem Verbot europäischer Produkte in Russland sogar noch gestiegen. In einer Umfrage des unabhängigen Instituts Lewada im Juni sagten 40 Prozent, sie seien für ein solches Verbot. Im März 2015 waren es 21 Prozent gewesen.

 

User Bild
Ferdi 197 antwortet um 04-07-2016 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
Man sollte halt nicht auf die Kriegstreibereien von der Berliner + Brüsseler "Garde" hören u. sich massiv wehren das wenigstens für Österreich die Sanktionen sofort aufgehoben werden.
Zypern ist diese Woche schon dabei das umzusetzen.
Wo sind die Politiker mit Rückgrat wie z.B. dazumal der Hr. Fiegel usw.??????




User Bild
Vollmilch antwortet um 05-07-2016 06:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
Wer ist "Hr. Fiegel"?

LG Vollmilch

User Bild
beglae antwortet um 05-07-2016 06:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
Die landwirtschaftlichen Betriebe in Russland haben nach Angaben des nationalen Statistikdienstes von Januar bis Mai 2016 insgesamt 6,27 Mio. t Milch erzeugt. Das waren 2,8% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die wachsende Produktion resultierte dabei ausschliesslich aus der höheren Milchleistung der Kühe, die im Mittel um 4,9% auf 2'485 kg je Tier anstieg. Der Milchkuhbestand wurde zum Stichtag 1. Juni 2016 von den Moskauer Statistikern mit 3,35 Millionen Tieren angegeben, was innerhalb von zwölf Monaten einer Abnahme von 1,4% entsprach. Nicht berücksichtigt sind bei diesen Zahlen die Hofwirtschaften, die gut 40% der russischen Rinderhaltung auf sich vereinigen.
 


User Bild
JD 6120 antwortet um 05-07-2016 08:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
@vollmilch Leopold Figl 1. Bundeskanzler der 2. Republik.

User Bild
Vollmilch antwortet um 05-07-2016 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
Ah!.... Aso...Alles klar.

Ok. Jetzt kenn ich mich aus.

LG Vollmilch

User Bild
G007 antwortet um 05-07-2016 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
Wer nicht weiß, wer der Figl war, für dem war schon vor Jahren die Schule gratis und umsonst!!

User Bild
Vollmilch antwortet um 05-07-2016 12:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
Da hast recht G007, für dem (sic!) war die Schule jedenfalls teilweise umsonst.

LG Vollmilch

User Bild
rotfeder antwortet um 05-07-2016 21:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
Hallo!
Es ist unwahrscheinlich, das Russland keine Milchprodukte zu kaufen bekommt. Wenn nicht die EU den Käse liefert, so gibt es doch noch sogenannte Lobbyisten, die das gewünschte besorgen, und wenn es den Umweg über Bangladesch macht. Wenn das Geld keine Rolle spielt, bekommt man fast immer etwas zu kaufen.

User Bild
179781 antwortet um 05-07-2016 22:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
Das ständige Getue um die Sanktionen verstellt bei den meisten den Blick darauf, was da wirklich los ist.
Putin will mit Hochdruck die Importe von Agrarprodukten verringern und die Produktion im Inland fördern. Das wollen - nebenbei bemerkt - die Mehrheit unserer Bauern auch so. Für diesen Zweck sind die Sanktionen ein hochwillkommenes Mittel. So kann er der eigenen Bevölkerung vormachen, dass die dumme und böse EU Schuld an er Versorgungskrise ist und er selbst als Retter auftreten. Im Ackerbau wirkt diese Strategie einigermassen, in der Tierhaltung wird es wohl sehr lange dauern, bis sich deutlich etwas bewegt.
Das viel größere Problem ist, dass die Russen massive wirtschaftliche Probleme haben und ganz einfach schauen müssen, wie sie mit dem Geld über die Runden kommen. Deshalbwird auh bei Importen aller Art zurückgehalten.

Gottfried

PS: Ich habe auch nicht gewusst, wer der Fiegel ist, da habe ich zuerst eine lokale Bauernbundgröße aus dem Reich des Glatzerten vermutet..

User Bild
Vollmilch antwortet um 06-07-2016 07:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
Mit Bauernbundgröße hattest du ja recht.

Mit deinem Beitrag zum russischen Importierten imho auch.

LG Vollmilch

Bewerten Sie jetzt: Sanktionen führen in Russland zu Milchengpässen
Bewertung:
5 Punkte von 2 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;513023





Landwirt.com Händler Landwirt.com User