Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?

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Riewo 21-02-2016 09:34 - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
Guten Morgen,
mit Einführung der Quote wurden noch kein Wert geschaffen, gedoch als die Handelbarkeit beschlossen wurde, wurde der Quote ein Wert verliehen ähnlich eines Wertpapiers.

Somit war die Abschaffung der Quote eine Zwangsenteigung um die Bauern auf dem ALTAR der Weltwirtschaft zum Wohle anderer Branchen geopfert.

JEDOCH WIE DUMM es ist einer der 3 Standsäulen der Wirtschaft zu opfern wird sich noch herausstellen.
Den bekanntlich steht ein Tisch auch nicht auf 2 Beinen auch wenn die 2 dicker werden.

Wäre es mit Rechten Dingen zugegangen hätte der Ausgeber dieser Wertpapiere alle zurückkaufen müssen.(klar das das nicht leistbar gewesen wäre und somit hat man die Enteigung beschlossen)

Mach als AG das mit deinen Anlegern....

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thomas.t3 antwortet um 21-02-2016 10:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
Die haben ihre Eu-Verordnungen schon so machen lassen, dass Klagen keine Chance haben!
Normal sollten die eh mit Klagen zugehäuft werden! Naja den Bauern zieht man das Geld so richtig aus der Tasche, die sollen kuschen und weiter arbeiten...
Bis zur nächsten Wahl haben sie alles vergessen und wählen den selben Schrott wieder..

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rusticus antwortet um 21-02-2016 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?

von wem wurde den bauern geld aus der tasche gezogen?

so wie ich das verstehe, haben bauern etwas "geschenkt" bekommen und anschließend an andere bauern verkauft.
ich gehe davon aus, dass jene die ständig nach solidarität und zusammenhalt schreien, ihre quoten kostenlos weitergegeben haben - alles andere wäre ja profitgier wie bei den bösen konzernen, banken,....





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thomas.t3 antwortet um 21-02-2016 10:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
Troll?



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rusticus antwortet um 21-02-2016 10:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?

deine einsicht kommt zwar spät, aber sie erklärt deine immer grotesker werdenden einträge.



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thomas.t3 antwortet um 21-02-2016 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
Verkünde deine super intelligenten Aussagen auf Versammlungen usw wo immer möglichst viele Bauern auf einmal sind!

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tiroler antwortet um 21-02-2016 11:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
man sollte vielleicht sich mit dem strache gut stellen,den nächsten bundeskanzler.
laut umfrage vom profil 33% bei den nächsten wahlen!
tendenz steigend !

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Lammperl antwortet um 21-02-2016 11:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
@ Riewo
Komisch vor 2 Tagen warst du noch voll zufrieden mit dem Milchpreis und das du keine Quote mehr kaufen mußt!
Und heute bedauerst du das sie abgeschafft wurde, vielleicht auch deshalb das du 7,5 Jahre umsonst geschuftet hast?

Aber ich geb dir auch Recht , es war eine Zwangsenteignung für euch Milchbauern!
Und Ihr könnt vieleicht noch klagen die 3 Jahre sind noch nicht vorrüber, vielleicht finden sich noch Mutige gegen das System aufzustehen!

Den Rübenbauern wird es auf kurz oder lang gleich gehen ihre Anteile beim Rübenbauernbund werden auch verfallen ca 1800 Euro/ ha.

Im großen und ganzen können wir uns bei unserer tollen Ver(tretung) bedanken!

LG Lammperl



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179781 antwortet um 21-02-2016 12:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
Die Quote hat bei ihrer Zuteilung nichts gekostet. Die hat man damals nach der Liefermenge der Vorjahre zugeteilt bekommen. In dem betroffenen Zeitraum war ich - als Lehrling bei den Eltern angemeldet - beim Bundesheer. Deshalb haben die einen Antrag stellen können und zu den etwa 60.000 kg noch 10.000 dazubekommen. Aber es hat wie gesagt niemand etwas dafür bezahlen müssen. Was anderes war dann mit der Handelbarkeit. Da war dann je nach Nachfrage aus eigenem Ermessen einen Preis dafür zu bezahlen. Und jeder der mitgedacht hat, hat gewusst, dass das irgendwann zu Ende sein wird und der "Wert" wieder bei Null. Deshalb ist das Getue um Enteignung usw. ganz einfach falsch. Die Quote war ein Lieferrecht aber nie ein Eigentum.

Gottfried

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Rautnig antwortet um 21-02-2016 12:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
Hallo miteinander!

Finde die Diskussion spannend, vor allem deshalb, weil es doch ziemlich lange gedauert hat, bis sich jemand ernsthaft mit dem Thema Eigentumsrecht der Milchquote beschäftigt.

Interessant ist vor allem der Ansatz, das die Quote kein Eigentum darstellt bzw. dargestellt hat, weil sie kostenlos zugeteilt wurde.

Das würde dann in der Praxis bedeuten, das die Gemeinde über den Grund des Bauern eine Straße entschädigungslos bauen darf, wenn dieser den Hof in Form einer Schenkung(Übergabe) erhalten hat??!!

Und noch eine Frage: Wie kann bzw. darf ich etwas verkaufen, das nicht mir gehört??

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eklips antwortet um 21-02-2016 12:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
Dass die Quote nie Eigentum gewesen wäre, ist eine interessante Information.
Für viele ist mit etwas, was ihnen gar nicht gehört hat eine schöne und vielfach auch verdiente Abfertigung beim Abschied aus der Milchproduktion entstanden oder eine Starthilfe für den Umstieg auf MuKuh.


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Lammperl antwortet um 21-02-2016 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
Gottfried hört sich gut an aber Rautnig hat auch Recht, weil wie kann man was verkaufen das einen nicht gehört?

Die Quote wurde nicht verschenk sondern zugeteilt nach gelieferter Milch in den 80ern.
Also war ein Leistung dahinter! Nicht Finanziell sonder mit Milch.

LG Lammperl

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Mogwai antwortet um 21-02-2016 12:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
Ja dann sollten alle ihre Abfertigung zurückzahlen oder still und leise sein :-)


Aber darum gehts ja nicht, sondern warum die Quote abgeschafft wurde.



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179781 antwortet um 21-02-2016 12:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
@rautnig: Wenn die Gemeinde den Grund dem Bauern irgendwann kostenlos zur Nutzung überlassen - und nicht als Eigentum übergeben - hätte, dann wäre deine Überlegung durchaus richtig.
Bei der Quote ist es eben so, dass die immer nur ein Recht war, die entsprechende Menge zu liefern. Ein Eigentumsanspruch, wie etwa bei einem Wertpapier, das man dem Emittenten irgendwann abgekauft hat, hat dabei meines Wissens nie bestanden. Wenn überhaupt ein Entschädigungsanspruch für den Verlust eines Wertes entstanden ist, dann könnte der höchstens gegen den geltend gemacht werden, von dem eine Quote gegen Bezahlung erworben wurde. Das wird aber vor Gericht auch nie durchgehen, weil eben bei jedem, der selbständig als Unternehmer agiert, soviel Verstand vorausgesetzt wird, dass er die zukünftige Entwicklung realistisch einschätzen kann. Und aus diesem Grund hat man schon seit Jahren wissen müssen, dass die Quote abgeschafft wird.
Aber es wäre durchaus interessant, das einmal von einem Juristen durchleuchten zu lassen.

Gottfried

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Vollmilch antwortet um 21-02-2016 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
Hallo!

Wenn ich mich nicht irre, würde dieses Thema eh juristisch behandelt. Es kann aber jeder der mag ein neues Gutachten einholen und/oder einen Prozess anstreben.

Ich habe die Quote immer nur als Lieferrecht gesehen, finanziellen Wert hatte sie ja nur für den Verkäufer. Beim Quotenkauf war mir und vielen anderen klar, dass ab 2015 die Investition abgeschrieben sein müsste.

Sollte die Abschaffung der Quote unrechtmäßig erfolgt sein, könnte man sie einfach auch entsprechend aufstocken ( vertausendfachen).

LG Vollmilch

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pluto. antwortet um 21-02-2016 13:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
"Somit war die Abschaffung der Quote eine Zwangsenteigung ...."

Bist du ein professioneller Märchenerfinder?

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Rautnig antwortet um 21-02-2016 13:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
@ Gottfried: wollte nur darauf hinweisen, das es im Falle eines Eigentumsrechtes egal ist, ob es durch Schenkung, Zuteilung oder Kauf entstanden ist.
Wir(ich und einige Mitstreiter) beschäftigen uns schon seit 3 Jahren mit diesem Thema.
Aus einer Anfragebeantwortung des BMLUFW haben wir erfahren, das die Milchquote nicht vom Recht des Eigentums erfasst ist. Basis dafür ist ein EU-Gerichtshofurteil (Bostock-Urteil) aus dem Jahre 1993, wo dies eindeutig so festgestellt wurde. Problem bei der Sache: Damals war die Quote eben nicht handelbar. Bei Aufgabe der Milchprodukion fiel die Quote in die Nationale Reserve und wurde neu aufgeteilt, dies änderte sich mit dem Jahr 1994, wo die Quote handelbar wurde und somit auch einen realen Wert darstellte und auch als solche bewertet wurde. Außerdem darf man nicht vergessen, das die Quote als Sicherstellung für aushaftenden Kredite gedient hat und der Staat in den letzten Jahren für den Verkauf von Lieferrechten Einkommenssteuer kassiert hat. Seit dem Bostock Urteil gibt es in dieser Angelegenheit keine neuen Entscheidungen auf EU-Ebene.
Übrigens: Die Milchquote wurde eigentlich schon im Jahr 2004 abgeschafft und 11mal um ein Jahr verlängert. Die 3 Jahres Frist kann hier also nicht mehr greifen, jedoch ist die Frage zu stellen, ob unsere Berufsvertretung der Informationspflicht nachgekommen ist.
Am ehesten ist die Milchquote mit einem wohlerworbenen Recht zu vergleichen, ähnlich einem Pensionsanspruch. Hier gilt einen Verjährungsfrist von 30 Jahren.
Somit besteht noch die Chance, rechtlich etwas zu erwirken!!

LG

Manfred Muhr

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pluto. antwortet um 21-02-2016 13:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
"Das würde dann in der Praxis bedeuten, das die Gemeinde über den Grund des Bauern eine Straße entschädigungslos bauen darf, wenn dieser den Hof in Form einer Schenkung(Übergabe) erhalten hat??!!"

Kurz und bündig: Nein!

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Steyrcvtfan antwortet um 21-02-2016 16:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
Klage hin oder her, hätte nie gelaubt das nach so kurzer quotenfreien Zeit, die Probleme und Sorgen kommen. Siehe Teletext gestern. Brauchen keine Vertretung mehr.

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G007 antwortet um 21-02-2016 16:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
@Steyrcvtfan
Zum gestrigen Teletext Thema, vor einem Jahr hat der besagte nur Chancen gesehen in der Abschaffung der Milchquote, gestern hat er schon ganz anders geäußert.
Beim dem von der Landwirtschaft gefürchteten TTIP Abkommen wird er sich genauso verhalten!
In Deutschland sagt man Wendehals dazu.

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birgmann antwortet um 21-02-2016 17:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Warum wurde eigendlich nicht geklagt gegen die Abschaffung der Quote ?
In Österreich brauchen wir keine Windräder mehr aufstellen, wir haben schon genug von Denen. Leider liefern sie keinen Strom nicht.

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