Registrierkassenpflicht - Direktvermarktung

Antworten: 7
JD6230 18-07-2015 19:11 - E-Mail an User
Registrierkassenpflicht - Direktvermarktung
Hallo,

wie löst ihr das Problem mit der Registrierkassenpflicht bei der Direktvermarktung - ab EUR 7500 EUR bar-Umsätze pro Jahr, muss eine entsprechende Kasse angeschafft werden

bin auf der Suche nach einer sinnvollen Lösung
die Kosten dafür sollten natürlich im Rahmen bleiben


traun4tler antwortet um 18-07-2015 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Registrierkassenpflicht - Direktvermarktung
Hallo!
Punkt 1: Bei uns in OÖ sind im September Wahlen - da können wir "Dank" abstatten und die Mehrheitsverhältnisse ins Wanken bringen!
Punkt 2: Überprüfen ob wir noch weiter direkt Vermarkten - Kosten - Nutzenrechnung
Punkt 3: Wir haben ein altes, bewährtes Registrierkassensystem auf den Waagen - da werden wir schauen wie es mit dem Adaptieren aussieht.
Die Umsatzgrenze ist viel zu niedrig angesetzt - so entfesselt man die Wirtschaft - siehe Stellungnahmen der WK - hat man von der LWK dazu etwas gehört??
Sorry, aber das Thema regt mich auf!
Sepp

anderson antwortet um 18-07-2015 22:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Registrierkassenpflicht - Direktvermarktung
Hallo,
beim Thema Registrirkassa wird jedes Gegenargument mit dem Totschlagargument "Hast du was zu verbergen?" vernichtet und zur Ausrede abgestempelt. Ich freue mich auf Bons, deren Belegwert minimal höher als der Wert des Papiers ist. Hurra auf einen Liter Milch...
mfg
anderson

179781 antwortet um 18-07-2015 22:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Registrierkassenpflicht - Direktvermarktung
Ein durchaus richtiger Ansatz bei der Steuerreform ist halt auch, genauere Erfassung bei den Einkünften zu machen. Die Registrierkassenpflicht ist ein Teil davon. Bei den bäuerlichen Direktvermarktern ist es natürlich ein unnötiger Aufwand, weil die haben ja bisher auch schon ihre Einnahmen sauber aufgezeichnet und in der Steuererklärung angegeben.

Gottfried

sisu antwortet um 19-07-2015 01:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Registrierkassenpflicht - Direktvermarktung
179781!
Vollkommen richtig, verstehe auch nicht warum man sich dagegen wehrt eine Rechnung(Kassabon) auszustellen. Wird in allen Branchen so gehandhabt warum sollten hier wieder Ausnahmen gemacht werden.

JD6230 antwortet um 19-07-2015 02:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Registrierkassenpflicht - Direktvermarktung
ich hab ja kein problem damit. hab bis jetzt alles ordnungsgemäß aufgezeichnet, der sv gemeldet und jährlich die differenz zur höchstbeitragsgrundlage nachbezahlt.

was mich stört an dem ganzen ist, dass ich umsatzsteuerlich pauschaliert bin, und einkommensteuerlich pauschaliert bin (muss meine umsätze nur der SV melden).
also wo will ich steuern hinterziehen?

Für mich stellt sich jetzt eher die Frage, welches System/Gerät soll ich mir anschaffen?


baerbauer antwortet um 19-07-2015 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Registrierkassenpflicht - Direktvermarktung
jeder hat die möglichkeit aus freien stücken in die ein-ausgaben rechnung oder die doppelte buchhaltung umzusteigen. bei der ust kann auch jeder in die ust-regelbesteuerung umsteigen. dann braucht man auch nicht mehr jammern wenn sich die ust-sätze ändern. übrigens: normalerweise fällt man bei >30tst umsatz automatisch in die ust-regelbesteuerung, da hat die landwirtschaft sowieso schon eine erleichterung.
meiner meinung nach gehört das ganze besteuerungssystem vereinfacht und die gesamten sonderausnahmen (oder oft auch vereinfachungen genannt) für sämtliche berufsgruppen (jede berufsgruppe hat da irgendwo spezialregeleungen) vereinheitlicht. aber dann fallen einige berufe ziemlich weg (steuerberatung, förderberatung, etc.). mir macht nur sorgen, wieviele leute (branchen) es in ö gibt, die eigentlich indirekt vom staat bezahlt werden bzw.nicht produzierend arbeiten, da der staat eine soooooooooooo komplexe verwaltung vorschreibt. zb. förderungen aller art und deren abwicklung, energieeffizienz (vorschreibung gewerbebetriebe, privathaushalte), sinnlose bauvorschriften (mind. 9 verschiedene+jede gemeinde), jeder muss einen kanalanschuss haben und kleinkläranlagen werden schwer genehmigt (verdeckete förderungen), .......
und wenn ich bedenke dass google heute genau das nutzerverhalten jedes handys, internetanschulsses etc. weiß, dann frage ich mich warum es der staat nicht schafft mit einem knopfdruck ssämtliche verbrauchsmengen (psm, dünger, milch, espressos, etc) zu haben? wo kein wille da kein weg. gläsern sind wir leider schon, ob wir es wollen oder nicht. die registrierkassa ist da wieder nur ein kleiner baustein, der das system wieder verkompliziert und einen kleinen teil der bevölkerung auf die palme treibt (- aber es schafft arbeit, die man wieder einkalkulieren muss) ich finde es nur traurig dass da gezielt nix gemacht wird - es wird nur gemacht was jemanden an der macht hält und nicht was gut fürs volk ist.


barneyvienna antwortet um 19-07-2015 14:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Registrierkassenpflicht - Direktvermarktung
hallo JD6230, falls Du Direktvermarkter auf Bauernmärkten (im Freien) bist, kommt die
\"kalte Hand Regel\" zum Tragen - Registrierkassenpflicht ab 30.000 €/a .
Ich liege mit meinen Umsätzen knapp über dieser Grenze (Messeverkauf, Nichtbäuerliches Produkt) und spiele mit dem Gedanken, absichtlich WENIGER zu verkaufen, damit ich die
kalte Hand Regel nutzen kann.....
Ich gratuliere dieser Regierung, die die Unternehmer dazu bringt, statt Umsatzmaximierung
eine Umsatzreduzierung anzustreben.
Weiters bin ich sicher, dass alle \"Kleingrobbler\", die sich gerade so übers Jahr wurschteln und
dem Arbeitsamt noch nicht zur Last fallen, aufhören müssen, selbständig zu sein.(sind bestimmt viele).
- Ich warte noch bis Ende des Jahres, dann erkundige ich mich nochmals über die aktuellen
Umsatzgrenzen und beantrage beim FA die \"kalte Hand Regel \".

l.G. Hermann

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