Bekämpfung Wurzelunkräuter

Antworten: 11
schellniesel 12-07-2014 17:39 - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
Hallo!!

Ich bin grad am überlegen welche Strategie nun die beste ist...

Folgendes:

Hab durch die enge ölkürbis FF einiges an Wurzelunkräutern!
Hauptaugenmerk liegt bei der Bekämpfung von Ackerwinde u Disteln!

Da ich die Winde u ein paar Disteln Heuer auch im WW hab.die waren bei der herbizidbehandlung noch nicht da bzw war mir ein zweiter Herbizid Einsatz zu Stadium 39 zu heikel aufgrund halmverkürzer Maßnahmen u fungizidbehandlung innerhalb kurzer zeit!

Da diese Kollegen auch im ölkürbis gar nicht bekämpfbar sind will ich nach der ww Ernte mittels totalherbizid eben meine wurzelünkräuter zu Laibe Rücken!!

Nun stellt sich mir die Frage wie am besten!

Einfach nach dem drusch ca 14 Tage warten bis die Unkräuter angewachsen sind?

Oder doch nach dem drusch seichten grubberstrich um mit dem totalherbizid auch gleich dann das ausfallgetreide mitzunehmen!

Da das ganze dann auch gute 4 Wochen nach Ernte in Anspruch nimmt...

Welche Begrünung mit Ende August sinnvoll??

Alternative zu Senf u ölrettich!
Ersteres schon zu oft im Einsatz zweiteres is letzten Winter nicht abgefroren...

Ackerbohnen u an zweite begrünungsparter wär noch gefragt!

Dank euch schon mal für Tipps u Anregungen!

Lg Andreas


falkandreas antwortet um 12-07-2014 18:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
Mach eine anständige Bodenbearbeitung mit Pflug und deine Probleme mit den Wurzelunkräutern lösen sich von selbst, und murkse nicht immer mit der Mulchsaat herum!


Josefjosef antwortet um 12-07-2014 18:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
Serwus,

schau doch mal, in welchem Wuchsstadium (Blattmasse) deine Unkräuter mit dem Mittel deiner Wahl am besten bekämpft werden. Danach würde ich mich in erster Linie richten.
Das Grubbern verzögert zeitlich alles.
Eine extrem flache Bodenbearbeitung, wie zb. "striegeln" könnte nach der WW Ernte eine gute Idee sein. Dann kommt auch Ausfallgetreide zum Keimen, in kurzer Zeit.
gruß
Josef




frank100 antwortet um 12-07-2014 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
Erstens hättest du im Stadium 39 ohne Probleme noch Dicupur drunter mischen können.
Ich würde keine Stoppelbearbeitung machen die Diestel müssen mindestens 30 cm hoch sein bei der Bekämpfung.



Jophi antwortet um 12-07-2014 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
Hallo Andreas !

Hör da mal auf mich.
Zuerst mußt Du mal unterscheiden, sind die Disteln und Ackerwinden soviele, daß Du eine Flächenspritzung machen mußt, oder geht das auch mit der Rückenspritze.
Wenn es mit der Rückenspritze zu machen ist, dann hättest die Spritzung schon vor vier Wochen ausbringen sollen.
Aber das ist ja nun vorbei, auf Stoppelbearbeitung und Mulchsaat verzichtest Du heuer mal ganz.
Sagst dem Mähdrescherfahrer, daß er heuer mal etwas höhere Stoppeln stehen lassen soll.
Das Stroh entweder ganz fein hächseln oder abfahren.
Dann wartest Du bis beide Unkräuter wieder gut Blattmasse gebildet haben, so etwa zwei Wochen.
Dann führst Du eine Flächenspritzung durch, gegen die Ackerwinde reichen 5 ltr. Glyphosat nicht aus, da mußt Du 1 ltr. Starane oder entspr. Menge Mais Banvel zugeben.
Nach der Spritzung besser 6 als 4 Wochen keine Bodenbearbeizung durchführen.
In den kommenden Jahren schaust Du dann im Weizen, ob Du die Wurzelunkräuter nicht mit der Rückenspritze kriegen kannst.
Wenn ja, suchst Du Dir einen richtig heißen Tag aus, konzentrierst das Wuchsstoff M Mittel hoch und seifst die Disteln und Windenknöteriche richtig ein.
Und dann schau sie Dir nochmal gut an, vielleicht machst Du auch noch ein Foto, denn Du wirst sie nie wiedersehen.

hoffe Dir geholfen zu haben. Walter


schellniesel antwortet um 12-07-2014 20:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
@falkandreas

Danke aber der Pflug kommt so schnell nicht mehr zum Einsatz!!


Danke an die anderen!!

Also hab ich mir fast gedacht das eine BB eher kontraproduktiv sein wird!

Ich werde denke ich gänzlich auf eine Begrünung verzichten und mich nur der Bekämpfung der Unkräuter annehmen!!

Da ich aber doch irgendwie bodenbedeckung Durchwurzelung usw haben will....

Winterharte Begrünung u im Frühjahr wieder ein glyphosat!?!

Davon will ich dann doch etwas Abstand nehmen...

Mittel zum Zweck wäre Clinc da ich das grad in ausreichender Menge lagernd habe aufgrund der nicht durchführbaren vorauflaufbehandlung im ölkürbis...

Aber das war ein anderes Thema;-)

MfG Andreas


schellniesel antwortet um 12-07-2014 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
@ frank100

Naja die empfohlenen 10 Tage Wartezeit hab ich nicht annähernd hinbekommen...

@walter

Die bugelspritze hat vor zwei Wochen die Krisenherde etwas entschärft awa um eine flächrnspritzung komm ich nicht herum!!

Ja das maisbanvel werd ich noch beimischen das war auch schon mein Gedanke...

Dank dir!

Heuer also mal brache auf den Äckern;-)

MfG Andreas


ANDERSgesehn antwortet um 12-07-2014 20:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
wie jophi schreibt, nur 5l kyleo
und die Sache ist gegessen!

(gründlich spritze reinigen nicht vergessen !!!)




frank100 antwortet um 12-07-2014 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
@schnellniesel
was meinst du mit 10 tage wartezeit?


schellniesel antwortet um 13-07-2014 13:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
@frank100

Bei halmkürzern wie z.b camposan wird empfohlen danach Minimum 10 Tage keine Herbizidmaßnahmen durchzuführen!!

Da ich jz aber auch schon von anderen Kollegen gehört habe das viele das sogar schon in einer tankmischung ausgebracht haben denk ich mir ist es dann doch nicht so heikel!!

Bayer sichert sich da eben ab...

Egal da ich aber Heuer auch jedesmal gleich auch mit harnstoff mitgedüngt hab bei jeder psm Behandlung war mir das für heuer einfach zu heikel!!

Awa egal ich werd Heuer mal zumindest da nix anrühren und mich nur der unkrautbekämpfung annehmen!

MfG Andreas


may antwortet um 13-07-2014 13:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
Ackerwinde und Distel sind typische Kandidaten für Dicopur M, Clinic u. Co haben wenig Wirkung
Mein Vorschlag (tw. auch schon oben erwähnt): höhere Stoppel falls möglich - wachsen lassen bis es schön grün ist - Dicopur - wirken lassen - Grubbern und Zwischenfrucht (Senf, ...)


MUKUbauer antwortet um 13-07-2014 15:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bekämpfung Wurzelunkräuter
Na herlich - der wirft ein das man mit dem Pflug eh alles zusammen bringt der andere kommt der Empfehlung ein nicht für die Anwendung registriertes Mittel zu nehmen und dann wundern wenn die Gesetze wieder Strenger werden ...

das einzige Wuchsstoffhältige Präperat was nach der Ernte zugelassen ist ist wie von anders Geschrieben Kyleo

Winde muß mindestens 20cm länge haben dann geht das schon ... auch mit Clinic - jedoch Ammonsulfat zumischen (saures Wasser)

und ich würde dann auch eine Begrünung noch machen, nix tun bis April 2015 wär mir zu lange ...

Und Andreas hatte schon recht, ihr unterschätzt die Wuchststoffe sogar was das Schadenpotential bei Getreide angeht

was am besten Gegangen ist punkto Begrünung etc. war die Anwendung vor Ernte, aber weil dann viele immer alles niedergejaucht haben und eben Wahlen waren etc. ist diese Anwendung leider verboten ... (ausgenommen Vermehrungsbestände, da durfte man das vorher auch schon nicht)


Bewerten Sie jetzt: Bekämpfung Wurzelunkräuter
Bewertung:
5 Punkte von 2 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;449540




Landwirt.com Händler Landwirt.com User