Gewessler 20-08-2013 20:49 - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Wunder - noch vor der Wahl wurden die Antibiotikaleitlinien veröffentlicht, die dann ab 01.September gelten.
z.B.: Antibiotisches Trockenstellen der Kühe ohne vorher eine bakteriologische Milchuntersuchung durchgeführt zu haben, ist nicht mehr erlaubt usw.

http://www.kuhdoktor.at/files/BMG_Leitlinie_Umgang_antibakteriell_TierarzneimittelVersion_24.7.2013.pdf

Was sagen eure Tierärzte dazu?


pacific antwortet um 21-08-2013 10:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Hallo,
wenn auch eher nicht ganz zum Thema hätte ich dazu (antibiot.Trockenstellen) eine Frage an Dr. Gewessler:
Wirkt sich das antibiotische Trockenstellen negativ auf die Biestmilchqualität aus? Gibt es da Erfahrungswerte?
pacific


wildduck antwortet um 21-08-2013 15:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Was sollen sie sagen?







freidenker antwortet um 21-08-2013 17:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
>Antibiotisches Trockenstellen der Kühe ohne vorher eine bakteriologische Milchuntersuchung durchgeführt zu haben, ist nicht mehr erlaubt usw.


auf welcher seite kann ich das nachlesen?


Drauhexe antwortet um 21-08-2013 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Ich habe zwar nur Ziegen, aber meine TGD- Tierärztin ist super - die würde nie ein Antibiotika verschreiben, ohne Untersuchung inkl. Antibiogramm! Gesetz hin oder her!

Von ihr hab ich auch gelernt, dass man keine Wurmkur ohne vorherige Kotprobenuntersuchung macht und nach der Wurmkur nochmals zur Kontrolle eine Probe anschaut! Wie ich auch auf einem Seminar gehört habe, ist es in manchen Ländern inzwischen auch verboten Antiparasitika ohne vorherigen Befund zu verwenden!

Danke für die Info!

Liebe Grüße
Drauhexe




mfj antwortet um 22-08-2013 07:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien

@Gewessler

...ich hab bis jetzt noch nichts gehört.

Es wird darauf ankommen, wie es die Tierärzte letztlich handhaben.

Vielleicht reicht ja als „bakteriologische Milchuntersuchung“ auch eine Zellzahluntersuchung aus dem LKV aus... ;-)
Erhöhte Zellzahl beim letzten Gemelk, und der Trockensteller ist verschrieben.

Wir müssen doch nichts aus dem Nähkästchen plaudern – wenn der TDG keine Dokumentation mehr will, soll er solche Leitlinien beschließen.
Das gleiche wird für das „Reserve-Antibiotika“ gelten.

Frage: Welcher zeitgemäße und überlebensfähige Milchviehbetrieb – hat kein Reserve-Antibiotika in seinem Arzneischrank ?

Antwort: Da wo der Tierarzt gegenüber wohnt !


@Drauhexe – Du hast von der milchwirtschaftlichen Praxis keinen Tau !!



Drauhexe antwortet um 22-08-2013 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
@mfj: mag schon sein, dass ich von der milchwirtschaftlichen Praxis zu wenig weiß. Eine "Ahnung" hab ich schon länger was da so vor sich geht!

Soviel habe ich jedenfalls schon verstanden, dass erhöhte Zellzahlen in der Milch auf jeden Fall eine bakteriologische Untersuchung der Milch nach sich ziehen sollten! Und auch ein dazugehöriges Antibiogramm - soferne ein euterpathogener Keim nachgewiesen werden konnte. Es soll ja auch noch andere Ursachen geben die die Zellzahl in der Milch erhöhen. Oder stimmt das nicht? Achja, und da soll es ja noch verschiedene Keime geben!

Deine Aussagen, dass der Landwirt ohnehin "Reserve-Antibiotika" in seinem Arzneischrank stehen hat, dass weiß ich beispielsweise. Und dass auch diverse Tierärzte nicht langer herumdoktern und lieber gleich das Antibiotika rausrücken - das weiß ich auch!

Was für ein Problem hast Du eigentlich?


kraftwerk81 antwortet um 22-08-2013 12:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Was man nicht vermischen darf ist eine akute Euterentzündung und Trockenstellen.

Bei zweiterem sollte ein vorheriger Milchtest sowieso Standard sein. Ob ein LW das Risiko bei einer Trockenstellung ohne TS eingehen will, muss m.M. aber beim Tierhalter bleiben.

Akute Sachen muss man (TA) sowieso sofort behandeln ohne die Auswertung der BU abwarten zu können. Ist halt oft Glückssache und Feeling vom TA die richtigen AB zu nehmen. Trotzdem zieh ich VOR einer Behandlung eine Milchprobe.


mfj antwortet um 22-08-2013 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien

@Drauhexe – erhöhte Zellzahlen können auch durch Hitze, Stress, Brünstigkeit und noch 100 andere nette Sachen erhöht sein, und morgen wieder verschwunden sein.
Da nützt eine Untersuchung mal gar nichts.

Schreib doch keinen solchen Quatsch über Antibiogramm und das andere. Die Brützeit von Viertelgemelken dauert rund 48 Std.. Bis dahin ist jede Kuh z.b. bei einer Coli-Infektion hinüber – im besten Fall... zumindestens das Viertel.

Jeder Milchviehhalter, der kein Reserve-Antibiotika für solche Fälle hält – handelt nicht nach dem Tierwohl....sondern reitet den blöden Amtsschimmel – der von Tuten unnd Blasen keine Ahnung hat.
Fachlich versierte Milchviehhalter halten sich von jedem Fall eine Rückstandsprobe auf, dass bei Bedarf nachjustiert werden kann.

Die Leitlinien des Bundesministeriums sind Klopapier für die Praxis. Ich weiss nicht wem man da imponieren will, oder welche Verbeugung da wer gefordert hat.
Auf alle Fälle praxisuntauglich und für "ahnungslose" Konsumenten geschrieben....



Drauhexe antwortet um 22-08-2013 14:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Lieber mfj!

Es ging ja hauptsächlich um das Trockenstellen und nicht um aktue Euterentzündungen. Kannst ja in den Leitlinien nachlesen, dass im akuten Fall der Tierarzt (!) das auch ohne BU entscheiden kann und behandeln kann!
Aber so viel Zeit wird der gestresste Herr Landwirt ja hoffentlich noch haben um das Ergebnis einer BU abzuwarten bevor er seine Kuh trockenstellt soferne es nur um eine erhöhte Zellzahl geht!

Meines Wissens ist es so, dass der Tierhalter Antibiotika nicht einfach nach seinem Ermessen verabreichen darf, sondern nur nach Verordnung duch den Tierarzt. Und das hat sehr wohl einen Sinn. Schön langsam frag ich mich, wozu da eigentlich überhaupt noch einer Veterinärmedizin studiert. Wo doch ein recht hoher Anteil der Bauernschaft die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat!

Dass es natürlich auch Tierärzte gibt, die sich sehr nach den Wünschen des Bauern richten, das weiß ich selber. So kommt er ja auch an sein "Reserve-Antibiotika". Solche Tierärzte kenne ich übrigens auch. Da braucht man nur anzurufen, holt das Zeug ab und kriegt auch keinen Beleg. Sehr praktisch!
Sind im übrigen auch die absolut kompetenten Tierärzte - bei denen gibt es ja auch ein paar schwarze Schäfchen...

Nun ja, auch das ist für mich hier sehr aufschlussreich. Wundern tu ich mich inzwischen über gar nichts mehr! Bin nur heilfroh, dass ich mich mit Milchprodukten selbst versorge!

@gewessler: gehört es zur guten veterinärmedizinischen Praxis dass eine Kuh mit Antiobiotika trockengestellt wird? Oder gibt es auch Kühe die einfach nur so trockengestellt werden? Und wenn sie immer mit Antibiotika trockengestellt werden müssen - warum?

Beste Grüße
Drauhexe


walterst antwortet um 22-08-2013 16:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Heut komme ich aus dem Staunen nicht heraus!

Das Brechen von Regeln - so dachte ich als aufmerksamer Leser der Expertisen in diesem Forum - wäre doch ein absolutes Monopol dummer, seh- und leseschwacher Biobauern, wie ich es bin. Sich an Regeln zu halten, ist doch nur etwas für Amtsschimmelreiter.

Nein, ich werde nun eines besseren belehrt. Der versierte Milchviehhalter habe doch selbstverständlich rechtswidrig "EIN Reserveantiobiatika" auf Lager (obwohl bereits Ein Antibiotikum oder mehrere Antibiotika reichen würden). Noch dazu für eine banale Colimastitis, die ich bisher bei einem versierten Milchbauern gar nicht vermutet hätte, der doch alle für so etwas prädisponierenden Faktoren in fachlicher Souveränität ausschliesst, die perfekte Fütterung bietet, sich beim Infektions-Hauptfaktor Stall- und Melkhygiene nicht den Schimmer einer Blöße gibt und aufgrund seiner Rundumdieuhranwesenheit im Stall ausreichend Zeit hat, die Diagnose zu stellen und rechtzeitig frisches Therapeutikum auf legalem Wege zu besorgen.

Was man nicht alles noch lernen kann!


edde antwortet um 22-08-2013 16:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
die österreichische Milchwirtschaft hat jedenfalls ein qualitätskriterienproblem, und in der folge eben unausweichlich ein antibiotikaproblem.
bei diesen drakonische milchgeldeinbussen über 250000 zellen, ohne ausreisserregelung wie in Bayern wird sich der antibiotikaeinsatz bei tendenziell weiter steigenden herdengrössen unausweichlich erhöhen,alles andere ist billiges gequatsche.

@drauhexe

es wäre rücksichtsvoll von dir, wenn du zu Themen schreibst die du auch verstehst.

mfg


Drauhexe antwortet um 22-08-2013 18:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
.....


naturbauer antwortet um 22-08-2013 19:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
@Gewessler,
weiß ich nicht was da mein Tierarzt sagt, weil ich den nie brauche zum Trockenstellen.



mfj antwortet um 22-08-2013 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien

Jetzt ist es wieder schön im Forum.

walterst knabbert noch an seinem „Bubentrauma“ und schreibt einfühlsam über seinen Bio-Minderwertigkeits-Komplex...

...und Drauhexe kneift sich ständig selbst ins Bein – um endlich auch mal „anecken“ zu dürfen.

Ich habe für solche Fälle immer größte Nachsicht, bin ich doch Vater von drei halbwüchsigen Kinder, die ebenso jeden Baum rauf- und runterfallen... den sie gerade finden.
Höchst amüsant – wie mache Fachthemen aufarbeiten, dazureimen und laienhaft beurteilen.
Da sieht man dann schon, wie „Meinungen“ in unserer Gesellschaft Wurzeln schlagen, und garkein Boden da ist.

Anscheinend haben die „Ausstehenden“ tatsächlich keine Ahnung von landw. Hausapotheken.
Das totschweigen nützt der Lw. aber auch nichts. Dadurch kommen erst solche praxisfremden Leitlinien zum Zug.

Drauhexe – woher hat der Arzt die Gewissheit, dass sein Patient die verschriebenen Tabletten auch selber zuhause einnimmt und nicht hortet...und später zweckentfremdet ?




edde antwortet um 22-08-2013 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Landwirte werden mit Gewissheit künftig mehr denn je Ziel für brokratische Begehrlichkeiten sein, denn sie haben zwei entscheidende Nachteile:

Landwirte sind Einzelkämpfer,
und Landwirte können ihren Betriebsstandort nicht verlagern!


mfj antwortet um 23-08-2013 08:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien

Nachdem wir jetzt die „Rotkäppchen-Episode“ mit Drauhexe und eine Neuauflage über „das tapfere Schneiderlein“ mit walterst - hinter uns haben, bleibt die Frage:

Auszug aus den Leitlinien...
· Diagnostische Maßnahmen
Die Befunde, auf denen die Entscheidung für den Einsatz des Antibiotikums beruhte, müssen jederzeit
bei einer amtlichen Kontrolle vorgelegt werden können (Ergebnisse der klinischen Untersuchung,
der epidemiologischen Erhebungen, der mikrobiologischen Diagnostik, der Sensitivitätsprüfung
bzw. allfällige pathologisch-anatomische Befunde).


1) Frage: Ist das Ergebniss des LKV eine epidemiologischen Erhebungen oder eine mikrobiologischen Diagnostik ?

2)Frage: Sensitivitätsprüfung...wer kann die sicherer machen – als der 24 h Milchviehhalter ?




biolix antwortet um 23-08-2013 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Hallo !

raus reden hilft jetzt nicht mehr viel...

Das schreibt jetzt einer der meint "Bio gaukelt etwas vor.."...

Ja die konv. LW braucht nichts "vorgaukeln".. es ist anscheinend echt ärger als angenommen... daher wundert es jetzt keinen mehr das der TGD geschaffen wurde und die Kontrollen immer mehr verschärft werden..

tg biolix


tomsawyer antwortet um 23-08-2013 12:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
mf, geht's Dir noch gut ? Weil Du Reserveantibiotika zuhause hast, kann man nicht auf andere Bauern schließen daß die auch eine haben.
Ich hab kein Reserveantibiotika zuhause und meine Nachbarrn sicher auch nicht ! Eigentlich gehört bei Dir eine Amtstierärztliche Kontrolle gemacht, denn Eutertuben, die nicht vom einen Tierarzt für eine gewisse Kuh verschrieben sind, sind verboten!
Außerdem ist es eine Blödheit Eutertuben bei einer Kuh zu verwenden , wenn man gar nicht weiß ob das Antibiotikum für diese Erreger helfen. Außnahmen sind Akutfälle, wo man keine Zeit verlieren kann, wie zb bei Coli Mastits.
mf, wennst so große Probleme mit der Eutergesundheit hast, mußt halt einen Profi einladen, der einmal alles genau unter die Lupe nimmt was Du vielleicht falsch machst !
Ich habe über 8000 kg Milch/Kuh und habe im Wirtschaftsjahr 2012/2013 eine durchschnittliche Zellzahl von 83 000 Zellzahl gehabt bei einer reinen Fleckviehherde , musst halt die Schwarzbuntkühe ausmerzen, dann hast gleich weniger Zellzahl 1


mukuh_farmer antwortet um 23-08-2013 14:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
"mf, geht's Dir noch gut ?" Selten so eine charmante Umschreibung gelesen, mir würden da andere Ausdrücke einfallen...

Nur zum Kopfschütteln, mehr nicht...

@edde, meine Molkerei hat die Ausreißerregelung für über 250.000 Zellen, halt nur einmal in 12 Monaten.

Und noch etwas, ich weis, keiner will es hören, aber laut der Lehrmeinung und dem was bei allen Schulungen (nicht nur der Kammer, sondern auch der VetMed) erzählt wird: alles über 150.000 ist problematisch.
Problematisch, für die die sich gleich aufregen, problematisch heisst "ein Auge darauf haben", muss ja keine Entzündung sein, den wie mf auch richtig sagt, 100 und mehr Gründe kann es geben, aber ich werde gleich als inkompetenter Vollpfosten bezeichnet der null Tau von der modernen Milchwirtschaft hat und nicht weis wie richtige Milchwirtschaftler arbeiten ;)


mfj antwortet um 23-08-2013 14:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien

@biolix – hast wohl wider mal keine Zeit zum lesen.

Die Richtlinie gilt ab 01.Sept. 2013...also gibt es keinen Grund in den Vor-Gehorsam zu treten ;-)

Dein Stichwort „Bio“ ist übrigens eine nette Steilvorlage:

- Möchtest Du mal die hier vertretenen Konsumenten aufklären – dass Bio kein Antibiotika verwendet, oder besser gesagt – es einfach so seinen Kunden suggeriert ?

- Möchtest Du mal den hier vertretenen Konsumenten klarmachen, was die Witzregel – „doppelte Wartezeit“ bedeutet.
Natürlich mit vielen Ausnahmen bei Entwurmungen, Impfungen etc. wo die Tiere sonst aus der Wartezeit gar nicht mehr herauskommen.

- Möchtest du mal den hier vertretenen Konsumenten berichten, wer die „doppelte Wartezeit“ kontrolliert – und wie sie kontrolliert wird – wenn es nicht mehr nachprüfbar ist, und nur auf Angaben der Tierhalter beruht ?

- Möchtest Du mal den hier vertretenen Konsumenten berichten, was ein Biobetrieb macht, wo mehr als 3 Behandlungen/Tier durchgeführt werden.

Diese Liste könnte noch um einiges fortgesetzt werden. Leider vermute ich aber, dass selbst diese einfache Fragen nicht beantwortet werden.


@Ikarus – ich weiß nicht wem du geantwortet hast, mir jedenfalls nicht.
Denn wer es nicht zustande bringt – drei Buchstaben für einen Nick zu schreiben – braucht hier auch nicht als „Oberlehrer“ erscheinen.

Ansonsten sind deine Ausführungen von einer „großen Unerfahrenheit“ geprägt – die sich im Leben eines Milchviehhalters noch deutlich ändern werden.
Aber jeder darf hier protzen und schön reden wie er will – die Zeit...wird das ganze Spektrum von schwierigen Krankheiten bringen, und dann schlägt es auf jedem Hof die „dreizehn“...besonders für jene die nicht vorbereitet sind.

In Österreich gibt es sicher Gebiete, wo es eine örtlich sehr nahe und intensive tierärztliche Betreuung für Großvieh gibt...aber dass wird sich auch noch ändern.
Damit ändern sich auch die Verhaltensweisen und die gewohnten Vorgänge.

Also nicht mit Steinen werfen – solange man im Glashaus sitzt !

P.S.
Die Wahrheit zu schreiben ist kein Vergehen, aber so tun als ob es anders wäre...ist Verlogenheit !!




biolix antwortet um 23-08-2013 19:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Nabend !

also irgend ein human Antibiotika zu nehmen mfj ist heute schon verboten !

Steilvorlage auf was ?? Einer der Verbotenes tut, Andere wieder runter zu machen, das kannst nur du...

Wo suggeriert der Biolandbau das er keine Antibiotika verwendet ?

Wartezeiten sind leicht zu kontrollieren, macht der Biokontrollor auch, oder z.b. die letzte Bio AMA Kontrolle hats auch getan..

Auf Angaben der Tierhalte beruht ?? wie komst auf das, bei uns schreibt der Tierarzt bei jeder Behandlung einen Behandlungsschein mit Ohrmarken Nummer.. noch dazu kommt bei d er Quartalsabrechnung das auf die Rechnung.. das komtm in die Biomappe und kann jeder nach kontrollieren..

Wo ist das Problem mal ein Tier konventionell zu vermakrten das mehr als 2 mal Antibiotika bekommen hat ? also wir haben damit überhaupt kein Problem..

Und den "Oberlehrer" gibst du in vielen threats, daweil scheinst ein ober Bücher zu sein..;-((

g biolix




mfj antwortet um 24-08-2013 07:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien

@Verstehnix, Weisnix, Verdrehnix, Glaubnix und Sehnix....zusammengefasst - unser lieber Biolix !

Ich dachte immer, dass deine Sehschwäche das „linke Auge“ betreffen würde...nein, es sind beide Augen betroffen.

Wer eben nur mit „Tastsinn“ durch die Lande galoppiert, bekommt halt an jedem Strauch eine gewischt...interessant wird´s dann – wenn es der jenige als Anfeuerungsruf oder Aufmunterungspatsch vernimmt ;-))

1 Frage: Wie blind darf ein Funktionär sein ?
2 Frage: Wie viel Blödsinn darf ein Funktionär schreiben ?
3 Frage: Wie verlogen (Biomappe...) ohne rot zu werden - ist für einen Funktionär noch tragbar ?




Drauhexe antwortet um 24-08-2013 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Lieber mfj!

Du bist ein sehr unhöflicher Mensch und zudem noch sehr arrogant! Das ist eigentlich sehr schade, denn so mag keiner wirklich mit Dir diskutieren!

Vielleicht solltest einmal darüber nachdenken, dass in Wirklichkeit Du der Dumme bist.




mfj antwortet um 24-08-2013 16:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien


"Schluchz und seufz...." - hab ich Euch jetzt die Schneid abgekauft ?


naturbauer antwortet um 24-08-2013 23:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
mir nicht mfj.


Gewessler antwortet um 25-08-2013 14:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Endlich Regen - also Zeit zum Antworten:

@pacific: Trockenstellen- Biestmilchqualität? wenn vor dem Trockenstellen eine Entzündung oder ähnliches vorgelegen ist und durchs antibiot. Trockenstellen eine Heilung oder Besserung eingetreten ist dann ja im positiven Sinn. Verschlechterung der Qu. nicht möglich, denn das AB muß nach vier Wochen abgebaut sein - also bei sechs Wo. TS - Zeit kann kein Einfluß mehr vorhanden sein.
@ drauhexe: AB Trockenstellen ist meiner Meinung nach beim Auftreten von Staph. aureus in der Herde prinzipiell bei allen Tieren durchzuführen und auch fachlich gerechtfertigt, da ja nur ein kleiner Teil der infizierten Tiere erkannt werden kann. Eine nachgewiesene Infektion bedeutet meiner Erfahrung nach immer, dass mindestens fünf weitere Kühe unerkannt infiziert sind!
@ naturbauer: in der BRD habt ihr schon lange die Leitlinien, auch in Ö ist der Tierarzt nicht beim TS dabei, machst du aber auch immer eine Bakteriologische Milchuntersuchung vor dem Trockenstellen?
@mfj: schreib so Sachen bitte nicht öffentlich, denn da ist vieles gesetzwidrig! Diagnose - Prognose- Therapie so lautet die Reihenfolge - eine Diagnose zu stellen ist eine dem Arzt oder Tierarzt vorbehaltene Tätigkeit!!!! Ich gib dir recht, dass du sicher eine Krankheit mit Deiner Erfahrung erkennst, womöglich noch sicherer als mancher Tierarzt, dennoch darfst du keine Diagnose erstellen. Aber ich bin völlig unvoreingenommen, was ich mir in meinem Alter erlauben darf, wir können den Tierarzt völlig abschaffen, sowie den Steuerberater, die Politiker, die Landmaschinenmechaniker. Sei ehrlich kannst du dir einen "lebensfähigen Milchviehbetrieb" vorstellen, der ohne arbeitsteilige Wirtschaftsweise funktionieren kann (also: kein Baumeister, kein Viehhändler, kein Metzger, kein Tierarzt, kein Arzt, keine LW Kammer, keine Berufsvertretung, keine Molkerei....was kannst du alles weglassen?)
In der Steiermark gibt es einen selbsternannten Professor, der die Landwirte mit einem Vorrat für ein Monat an Medikamenten ausstattet (ist eine Grauzone diese Monatsregelung), wenn dann eine akute Mastitis auftritt, sendet der Landwirt ein Foto ein und der Herr Professor ordnet dann via SMS die Therapie an. Das ist nicht mein Verständnis einer guten Veterinärpraxis, aber laut deinen Statements dein Verständnis davon-oder? Gerne lade ich dich ein in mein Labor zu kommen und mir bei der Bakteriologie zu helfen, ich lerne gerne was dazu. Aber nehmen wir einmal die Emotion aus der Diskussion - der Vertreter der bayrischen Landeskontrollverbände, hat eine Liste an seine Landwirte herausgegeben, welcher Tierarzt besonders preisgünstig ist, der teuerste Kollege, war der, der die Leitlinien eingehalten hat, also nach jeder Behandlung mit Antibiotika, wieder zu den Landwirten gefahren ist und die, nun auch in Österreich verpflichtend zu dokumentierende Therapiekontrolle durchgeführt hat. Du gibst mir sicher Recht, wenn ich hier sage, dass das nicht gratis sein kann(bei umsonst können wir diskutieren), wie das nun die bundesländerübergreifend tätigen Kollegen händln werden, da bin ich gespannt, besonders am Mastsektor, wenn der Kollege aus dem Industrieviertel in Schärding beim Schweinemäster zeitnah die Therapiekontrolle durchzuführen hat? Oder der Kollege aus der Grazer Gegend das Kalb mit der Nabelentzündung in Admont am nächsten Tag nachbehandeln soll, weil der LW nicht beim TGD ist usw. Unsere Praxis liegt in einem sehr viehreichen Gebiet, daher kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass unsere Kunden keine Medikamentenvorräte besitzen und die Leitlinien für uns kein Problem darstellen, wir haben bisher schon danach gearbeitet.
Wovor ich aber wirklich Angst habe, ist, dass das nordische Modell kommt, sowie das ja bisher immer war (Tierschutz ....) da im Norden um bei der Mastitis zu bleiben, Staph. aureus nahezu keine Rolle spielt, jedoch 80% E. coli Infektionen auftreten. Ich bezweifle hier die Fachkompetenz der Politik und ihrer Berater, hier Differenzierungen vorzunehemen, allzu oft war das ja in der Vergangenheit leider die Regel.

f.g.



Drauhexe antwortet um 25-08-2013 14:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Danke für die Info!


naturbauer antwortet um 25-08-2013 20:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
@Gewessler,
ich mach keine Bakteriologische Milchuntersuchung vor dem Trockenstellen.

Man muß wissen, dass ich die Standplätze im Sommer bei Weidegang jeden Tag wasche. Dazu halbregelmäßig, je nach dem ob der TA zum Besamen kommt als Beispiel jetzt, ich die Gummimatten desinfiziere. Genauso kommt kein Kalb in eine ungewaschene Kälberbox etc. Sehr arbeitsintensiv, aber wirkungsvoll.
Diese Reinlichkeit hat mir vor vielen Jahren ein damals schon älterer Amtstierarzt angeraten. Mit Erfolg.
Aber wer wäscht schon um Mitternacht eine Kälberbox weil umgestallt werden muß, weil eine Kuh früher als erwartet gekalbt hat. Egal ob heuer bei der Hitze, oder im Winter bei satten Minusgraden, Reinlichkeit geht vor.


pacific antwortet um 26-08-2013 15:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
@Gewessler: Donk schee fürs Erklärn! :-)


mfj antwortet um 26-08-2013 19:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien

@Gewessler – da hast Du mich völlig falsch verstanden.
Ich will weder Mechaniker, Steuerberater noch Oppositionspolitiker abschaffen, geschweige denn Tierärzte.
Was ich geschrieben habe - kommt eben aus der Misere heraus, dass wir fast keine „guten Groß-Tierärzte“ mehr haben, und die vielen Milchviehhalter aus der Not längst eine Tugend gemacht haben.

Es mag in Österreich noch Gebiete geben, wo es so eine Top-Versorgung, so wie bei Euch in Oberösterreich gibt.
Dazu noch so ein umfangreiche und engagierte Gemeinschaftspraxis wie Deine. Aber das ist doch längst nicht mehr die Regel.
Und ich muss Dir nichts erzählen, wie die Nachfolge an der Uni-Wien bei Großtierärzten aussieht.

In unserem Tal gibt es überhaupt keinen Tierarzt mehr. Wir haben zwar 4 allgemeine Arztpraxen für unsere zweibeinigen Gäste, die vierbeinigen werden mehr oder weniger aus Deutschland betreut.

Unser österr. TGD Tierarzt ist rund 70 km entfernt (dazwischen zwei Pässe mit 1900m), da kannst Du Dir vorstellen welche Freude der hat – eine Diagnose vor Ort für eine „hundsnormale Mastitis“ zu machen.
Der hat soviel Freude, dass er garnicht kommt, oder in 3-4 Tagen wenn sein Terminbuch voll ist...wenn die Euterentzündung so gut wie gelaufen ist.
Und über die Alpversorgung schreibe ich hier lieber nichts, wenn das normale schon aufstößt.
Die Qualität des deutschen Tierarztes möchte ich hier gar nicht näher beschreiben, aber er ist wenigstens soviel, dass man Med´s abholen kann.

Bei uns haben sich die Landwirte längst damit arrangiert, sich selber helfen kann – bei denen läufts...und die anderen müssen halt nehmen was kommt...
Ja, ich kenne das nordische Modell der BRD, und da läuft es ähnlich. Die Tierärtze fahren ihren Versorgungs-Runden, betreuen noch Spezialtherapien, besprechen Therapien und das andere muss der Landwirt selber machen, und macht er auch.
Infusionen, Einlagen, Spülungen sind längst aus der Hand gegeben, über Euterentzündungen/Behandlungen spricht schon gar niemand mehr.
Und einen Tierarzt für einen Trockenstehphase zu involtieren, gleicht schon einer Kapitulation ;-))

Noch was, für unseren „schüchternen und entsetzten Forumsteilnehmer“.
Kein wirtschaftlich denkender Landwirt, setzt liebend gerne Antibiotika ein. Erstens ist es teuer und zweitens sind die Wartefristen nicht zu verachten.
Hier ist gerade bei Milch der wirtschaftliche Faktor längst entscheidend. Hemmstoffmilch-Milch landet alle im Gulli.
Während im MuKu-Betrieb das Kalb lustig weiter an der Hemmstoffmilch nuckelt, wird sich jeder Milchviehbetrieb zweimal überlegen - ob er eine Verschleppung riskiert.




naturbauer antwortet um 27-08-2013 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Und jetzt? Wo sind die gar so Gscheiten? Wie regeln die so eine Misere? Hät´s gern gewußt.


Gewessler antwortet um 29-08-2013 02:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
@mfj:sry - aber das sind ja furchtbare zuaständ - was sagt denn da die LW Kammer und die Tierärztekammer (Sbg?) . Spannend ist ja noch, dass es für Absolventen der LW Fachschulen wie Raumberg, Wieselburg etc. noch Aufnahmetests für Interessenten an der Vet med gibt, statt dass das Maturazeugnis gilt, denn derjenige Absolvent hat sicher mehr Ahnung von LW als mancher Professor!

lg
f


naturbauer antwortet um 05-09-2013 10:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Antibiotikaleitlinien
Gewessler, auch nur wieder übliches bla bla.
Denk dir nix "ihr" macht trotzdem ungeniert weiter wie bisher.
Unsereiner geht eben unter.


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