Milchsinnspruchsuche

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krähwinkler 16-08-2013 16:21 - E-Mail an User
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Unlängst habe ich mich in diesem handverlesenen Forum über die milchfeindliche Grundstimmung in halblustigen Bevölkerungskreisen erleichtert.
Ich hole jetzt zum kulturellen Gegenschlag aus. Wer kennt Sinnsprüche, die etwas mit Milch zu tun haben? Beispielsweise: Milch und Brot färbt die Wangen rot!





walterst antwortet um 16-08-2013 22:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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MIlch macht müde Männer munter...
die Milch macht´s...
Danke! Milch!
....

wie und gegen wen soll der kulturelle Gegenschlag genau geführt werden?

Warum sollte jemand einen bisher noch nicht bekannten Milch-Spruch hier posten, anstatt ihn einer Marketingfirma zu verkaufen?

wichtig ist auf jeden Fall, die Konsumenten aufzuklären, wie Milchprodukte WIRKLICH gemacht werden, z.B.:
 


helmar antwortet um 16-08-2013 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Milch hat alles was man braucht!
Mfg, Helga



krähwinkler antwortet um 17-08-2013 10:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Deine Sinnsprüche fallen unter die Kategorie Slogan und greifen auf den Erfahrungsschatz höchstens einer halben Generation zurück. Um richtig fette, alte Weisheiten würde ich bitten!

Auf deine Frage, gegen wen hier ausgeholt werden soll, kann ich nur antworten, dass ich es mit einer subjektiv wahrgenommen wachsenden Zahl von als Milchkriikern getarnten Veganern zu tun habe, die so was von unzgänglich für Aufklärung über Milch sind, dass ich denen nur mit Sprüchen aus der guten, alten, seligen Zeit kommen kann.

Ich rüste für meinen sehr privaten Feldzug auf. Ich bin ja keine Kammer, keine Molkerei, kein Milchbauer, kein Markenartikler.


walterst antwortet um 17-08-2013 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich bin gespannt, wieviel wirklich fette alte Weisheiten hier auftauchen werden.

In der Zeit vor den letzten 1-2 Generationen musste man für die Milch m.M. nach keine Sinnsprüche erfinden. Da hat sich der Sinn der Milch selbst erklärt und Milch war selber ein Maßstab für Gesundheit, Reichtum, Wohlsein....


tch antwortet um 17-08-2013 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Trink viel Milch, die ist gesund macht die Möp.e groß und rund

tch


krähwinkler antwortet um 17-08-2013 13:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja das ist jetzt mein Problem in diesem Forum, dass wirklich steinalte Leute eher hier nicht schreiben. Wir Halbalten sind ja schon von der Schärdinger-Müller-Danone-Werbung verbildet.


tch antwortet um 17-08-2013 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dein Problem sind nicht die anderen....
Was hältst Du davon dass Du einfach Deinen Arsch bewegst und "alte" Menschen besuchst und selbst befragst?

Dein Eröffnungsposting ist der Beweis dafür das nicht nur Weintrinken ..........

tch


walterst antwortet um 17-08-2013 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@melanchton

und die ganz Alten haben sich um dieses Thema entweder wenig kümmern müssen (zu Zeiten von Ablieferungszwang) oder sind von den Milchwirtschaftsfonds-Sprüchen verbildet (wobei nicht automatisch jeder Spruch schlecht war)

Wenn Du wirklich ganz alte Sinnsprüche suchst oder Umschreibungen der Bedeutung der Milch, dann schaust am besten ins Alte Testament. Da kommt die Milch nicht so selten vor und die dürften für Deine Zwecke auch alt genug sein.


Restaurator antwortet um 17-08-2013 13:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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es ist ein land in dem miclh und honig fliessen.
man hat ...etwas ... mit der muttermilch eingesogen.



Fallkerbe antwortet um 17-08-2013 14:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Naja,
diese "alte Zeit" ist nur mit viel naivität als "gute alte zeit" zu betrachten.

Was soll daran gut gewesen sein?
Hungerphasen, alle paar jahre ein Krieg, unzureichende medizinische versorgung, keine soziale absicherung,
Schlechte hygiene, hohe kindersterblichkeit, eine mächtige Religionsdiktatur, die die menschen noch zusätzlich unterdrückt...usw



helmar antwortet um 17-08-2013 15:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Fallkerbe....100% Zustimmung. Es gibt recht wenige welche, obwohl es manche sofort könnten, nämlich jene mit etwas Grund und Boden, so leben wie in der "guten alten Zeit".....
Mfg, Helga


krähwinkler antwortet um 17-08-2013 18:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hier posten wohl in erster Linie Benzinbrüder und keine Milchmädchen!

Wäre Jesus in Deutschland zur Welt gekommen, würde das Abendmahlmenü anders zusammengesetzt gewesen sein. Sauermilch und Brot nehm ich an! Aber wir Europäer haben ja noch keine gscheite Religion gestiftet. Oder vielleicht doch? Den Kapitalsmus? Der bringt ja Milch und Honig zum Fließen.





Neudecker antwortet um 17-08-2013 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dieser Spruch war um 1955 auf einer Zündholzschachtel zu lesen: "Milch für sich ein Jeder braucht und noch mehr Milch für den der raucht" Liebe Grüße euer Neudecker


Restaurator antwortet um 17-08-2013 21:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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keine milchsinnsprüche im link, aber höchst interessant und jede menge argumente:
 


rotfeder antwortet um 17-08-2013 21:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Ich bin von der älteren Generation, und kenne noch so Sprüche von meiner Kindheit.
Ich hoffe, der ist nicht zu defftig, z.Beispiel :" Willst du von hinten in die Mutter,
verwende deutsche Markenbutter"


Christoph38 antwortet um 18-08-2013 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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In der guten alten Zeit waren unsere Vorväter extrem gefordert die Milch an den Mann zu bringen.
Der Taglöhner der für ein Lackerl Milch und ein Batzerl Butter einen ganzen Tag schwere Arbeit geleistet hat und wo es noch galt den passenden Marketingspruch zu entwickeln.

Mitten in der Hungernot mit Sinnsprüchen Milch zu vermarkten, war sicher sehr schwierig, da die Leute einfach zu 1000% das Produkt wollten und am Sprücherl wenig Interesse zeigten.
Vielleicht aus 3 mach 1 Aktionen: Wer 2 lt Milch nimmt und 1 Sprücherl, zahlt nur 1 lt ?

Ohne Milch krepiert dein Kind.
Du lebst nur einmal, trink Milch.
Lieber Milch trinken als sterben.


frederic antwortet um 18-08-2013 18:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Man(n) sollte aber auch vor übermäßigem Milchkonsum warnen, wie z.B. hier



 


walterst antwortet um 18-08-2013 19:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mit ein Problem ist sicher, dass wir hier im Forum zumindest im Vordergrund mehrheitlich männlich besetzt sind und da überwiegend die Vorzüge der Milch in der Kinderernährung, der Krankenversorgung und bei der Speisenherstellung heute und in früheren Jahrzehnten weniger geläufig sind.
Kurz, bei der Sinnspruchsuche fehlen einfach die ExpertInnen


AnimalFarmHipples antwortet um 19-08-2013 12:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zitat :

"Auf deine Frage, gegen wen hier ausgeholt werden soll, kann ich nur antworten, dass ich es mit einer subjektiv wahrgenommen wachsenden Zahl von als Milchkriikern getarnten Veganern zu tun habe, die so was von unzgänglich für Aufklärung über Milch sind, dass ich denen nur mit Sprüchen aus der guten, alten, seligen Zeit kommen kann."

Merkwürdiger Weise habe ich auf meine in diesem Forum schon mehrfach gestellte Frage noch nie eine Antwort bekommen, nämlich 1. ob es wirtschaftlich machbar ist, Milch zu produzieren, ohne Stiere und ausgediente Milchkühe in die Wurst zu schicken und 2. um wieviel mehr der Liter dann kosten müßte.
Ich kenne viele Leute, die mit Milch das Problem haben, daß die Produktion Hand in Hand mit der Fleischerzeugung geht, und auch einige, die nur deshalb inzwischen vegan leben, obwohl sie gegen "rinderschonende" Milch überhaupt nichts hätten.
Vielleicht krieg ich ja diesmal eine Antwort ?
Oder wißt Ihr schon gar nimmer wie alt Kühe eigentlich werden können ?


walterst antwortet um 19-08-2013 13:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@afh

kannst Du Dein Modell näher beschreiben? Was sollte mit männllichen Rindern und Altkühen geschehen in Deinem Modell?


AnimalFarmHipples antwortet um 19-08-2013 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das "Modell", wie Du es nennst, ist doch eh selbsterklärend; meine Fragen betreffen die Machbarkeit.


walterst antwortet um 19-08-2013 13:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ich stehe vielleicht auf der Leitung, deswegen meine Frage. Also was genau soll mit männlichen und Altkühen passieren?
Über die Machbarkeit kann ich mir wenig Gedanken machen, wenn ich die Eckpunkte nicht kenne.


AnimalFarmHipples antwortet um 19-08-2013 14:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dann muß ich hier wohl auf Deine Expertise verzichten.


Christoph38 antwortet um 19-08-2013 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ afh
Machbar ist es sicher Milch zu produzieren ohne Stiere und Altkühe in die Wurst zu schicken, die Frage ist nur ob der Konsument bereit ist den Preis dafür zu zahlen.

Es hilft ja wenig, wenn nur einige "rinderschonende Konsumenten" bereit sind den Mehrpreis zu zahlen, wenn dann die "Normalkonsumenten" abspringen.

Ein möglicher Ausweg könnte darin liegen, die Stiere bereits als Kälber zu schlachten und die Kühe deutlich früher in die Wurst zu schicken, als Jungkuh sozusagen. ;-)
Wenn man Stiere und Altkühe (bis sie das zeitliche segnen) durchfüttert wird der Bauer der jetzt 20 Kühe hat in Zukunft nur mehr 6 Kühe halten und 14 Altkühe u. Stiere, somit der Milchpreis auf das 5fache ansteigen müssen.

Eine besonders pragmatische Lösung könnte auch sein, die Stiere und Altkühe irgendwo ins ferne Ausland zu verfrachten, nach dem Modell der Auslagerung der Käfighennenhaltung.


AnimalFarmHipples antwortet um 19-08-2013 14:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Na wenn dann wär solche Milch ja ein Nischenprodukt und es tät keine Rolle spielen, daß sie etwas mehr kostet als Sojamilch. Sozusagen der Preis für das gute Gewissen.
Die Frage ist ob das wirtschaftlich machbar wäre und wenn ja, wie man dann den Preis für diese Milch kalkulieren müßte?
Oder scheitert das daran daß man mit der Zeit einfach zu viele Stiere und Kühe mitfüttern müßte, vor allem wenn ja kurz- bis mittelfristig nur von einer beschränkten Abnahmemenge ausgegangen werden muß ?
Aber mal angenommen man fände für soetwas einen langfristigen verläßlichen Vertriebspartner, der zumindest eine Mindestabnahmemenge garantiert. Geht oder geht nicht ?

Ich weiß, die Frage klingt für Euch wsch. einigermaßen naiv, aber sie beschäftigt mich schon eine Zeitlang, weil eigentlich mein Vegetarismus "den Tieren zuliebe" inkonsequent ist, in meinem Bekanntenkreis aber zunehmend Veganer sind, die tatsächlich nicht wenig für rein pflanzliche Milchersatzprodukte ausgeben.


Christoph38 antwortet um 19-08-2013 15:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@afh meine Kostenschätzung habe ich hingeschriebn, das 5 fache, weil a) eben sehr viele Stiere/Altkühe mitgefüttert werden müssen und b) die Erlöse für Stiere/Altkühe wegfallen

den langfristigen verlässlichen Vertriebspartner wird man meiner Meinung nach nicht finden, weil es in der Landwirtschaft Usus ist, dass der Handel sich am Erzeuger abputzt


walterst antwortet um 19-08-2013 15:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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es ist mir klar, dass meine Einwürfe verzichtbar sind, aber trotzdem: Deswegen habe ich ja nachgefragt, weil afh offensichtlich das System noch nicht sehr weit durchgedacht hat. Wann ist der ethisch richtige Zeitpunkt für die nicht an der Milchproduktion beteiligten Rinder, aus dem Leben zu scheiden oder geschieden zu werden? Das ist ja die Kernfrage für eine Kostenschätzung.
Die Altersversorgung von unfruchtbar gewordenen aber lebensfrohen Kühen stelle ich mir nicht ganz billig vor. Auch so ein 15 Jahre alter Stier dürfte seinen Reiz haben.
Für 10 produzierende Kühe wird man ein ordentliches Anwesen benötigen, um die Verwandtschaft mitfüttern und medizinisch versorgen zu können.


AnimalFarmHipples antwortet um 19-08-2013 15:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Im Rechnen war ich noch nie gut, mein Mathelehrer hat mich eher gnadenhalber bei der Matura durchgelassen ;-)
Aber in Bio war ich, so wie überall sonst auch, sehr gut (sodaß ich trotz des Genügend in Mathe auf einen Matura-Notenschnitt von 1,2 gekommen bin).
Und mein Bio-Lehrer sagte immer: "Kinder, die Milch ist nur fürs Kalb - und fürn Kaffee."
Die Kaffeemilch darf vermutlich schon was kosten.

Aber die Frage -wo ich wahrscheinlich einfach logisch net durchsteig- ist, etwas anders gestellt :

Wenn ich für 20 Rindviecher Futter habe und mit einer Kuh anfange, dann müßte doch immer zumindest eine Kuh Milch geben können, die ich dann um den bis zu 20-fachen Preis regulärer Milch verkaufen kann ?
(mal vorausgesetzt, es gibt wen, der mir das auch zahlt.)
Oder geht sich nichteinmal das aus, weil an irgendeinem Punkt mit hoher Wahrscheinlichkeit alle 20 Rindviecher Stiere oder Pensionistenkühe sind ?
Aber selbst wenn ich manchmal 20 trockene Rindviecher durchfüttern muß - hab ich nicht die Kosten dafür ohnehin schon herinnen und brauch nur warten, bis eins abgeht, um wieder produzieren zu können ?

Die Zahl 20 ist jetzt rein willkürlich, aber versteht Ihr was ich meine ?


Restaurator antwortet um 19-08-2013 16:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@afh:
ich würde vermuten, dass solche milch anfangs noch finanzier- und verkaufbar wäre, aber mit jedem weiteren jahr des geschäftsmodells wird sie teurer.
man kann hier zur veranschaulichung stellvertretend ruhig die "katzenpyramide" zum thema vermehrung nehmen.
wenn man eine methode entwickelt, dass - bis auf die zukünftig benötigten kühe - nur stierkälber zur welt kommen, dann könnte man die kosten noch überschaubar halten.
falls sich die wissenschafter dieses themas annehmen, dann wird es wahrscheinlich zu einer lösung kommen, dass die kühe eine genetisch bedingte totgeburt haben.
die nahrungs"philosophen" der internationalen konzerne sprechen ja auch schon über nutztiere mit weggezüchteter hirnrinde, da damit die leidensfähigkeit entfällt.
ich denke: wer mit dieser "erbsünde" nicht leben kann / will, muss darauf verzichten.
für mich stellt sich auch die frage: wie weit gehen wir mit der idee anderen (lebewesen) keinerlei leid zufügen zu wollen? einerseits ist das völlig ausserhalb der natur, andererseits: wo ziehen wir die grenze?
"schonen" wir nur die nächsten verwandten (also die vom quastenflosser abstammen), erweitern wir den schutz auf alle die vom panzerfisch abstammen oder sind alle eukaryoten schutzwürdig?
im letzteren fall könnten wir dann aber auch keine pflanzen mehr essen. aber es erfüllen auch diese alle kennzeichen des lebens von nahrungsaufnahme, stoffwechsel, vermehrung und reizbarkeit.
die gezogene grenze ist immer eine willkürliche, wobei in unserer kultur diese sozusagen "hinter" den uns gleichsten gezogen wird.
auch buddhisten essen ihre vegane nahrung niemals mit gier, sondern "beschämt", reis usw. sind nur die primitiven energieträger die genutzt werden müssen auf ihrem weg zu ....... lichtnahrung????????
ich persönlich halte auch nichts von diesem modeveganismus bei dem bloss eine menge dumpfpflaumen es cool finden, sich mit was exotischem zu schmücken. vorgestern war's ein kampfhund, gestern ein tattoo, heute veganismus, morgen vielleicht eine grüne kluppe auf der nase. bei den vielen geht es ja nur ums anderssein und hat keinerlei auf echter hirnaktivität basierenden hintergrund.
aber insgesamt, glaube ich, wird die gesellschaft eher richtung veganer nahrung entwickelt werden, damit die einnahmen - ausgabenrechnung jener, die uns bloss als arbeitsnutztiere in ihren internationalen konglomeraten sehen, optimiert werden kann.


Restaurator antwortet um 19-08-2013 16:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@afh:
wenn man EINE kuh für die milch hält und davon ausgeht, dass sie 15 jahre milch gäbe, nach diesen 15 jahren stirbt und jedes jahr EIN kalb bekommt, dann hast du im ersten jahr 1 zusätzliches rind, im 2, jahr ein 2., usw. im 15. jahr hast du das maximum mit 15 zusätzlich zu fütternden rindern erreicht.
diese zahl bleibt dann konstant, weil die neue milchkuh ersetzt dann die erste und für jedes weitere kalb dieser zweiten milchkuh stirbt das jeweils älteste der ersten kuh weg.
also musst du in meinem beispiel ab dem 15. produktionsjahr 16 kühe versorgen.
für mich berührt deine überlegung noch einen ganz anderen bereich: das könnte die lösung für nicht mehr genutzte almen sein und für verbuschendes - weil für intensivproduktion nicht geeignetes, aber botanisch wertvoll - grünland? hier könnten naturschutz- und tourismusgelder zum einsatz kommen, wodurch deine "vegane" milch wieder leistbarer wird.


golfrabbit antwortet um 19-08-2013 16:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@AFH
Walterst hat schon angefragt, auch mich würde interessieren: Wann ist der Zeitpunkt gekommen einen Abgang zu verbuchen? - wenn das Tier im Optimalfall sanft entschlummert,
- wenn der Hausverstand einsetzt und man ein Alttier von seinen Gebrechen(incl. Schmerzen..) erlöst,
- oder erst nach erfolgloser Aufbietung aller heuzutage möglichen medizinischen Mittel, weil einfach nicht sein kann was nicht sein darf?


sturmi antwortet um 19-08-2013 16:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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"...weil eigentlich mein Vegetarismus "den Tieren zuliebe" inkonsequent ist, in meinem Bekanntenkreis aber zunehmend Veganer sind, die tatsächlich nicht wenig für rein pflanzliche Milchersatzprodukte ausgeben."
@Afh
In letzter Konsequez müßtest du auf Lichtnahrung umsteigen, oder?! ;-)
MfG Sturmi



AnimalFarmHipples antwortet um 19-08-2013 17:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich mag jetzt bewußt keine Diskussion über Vegetarismus bzw. Veganismus draus machen, dazu hab ich ohnehin schon in anderen Threads Stellung bezogen.
Aber Fakt ist :
Es wird nicht wenig Geld für Milchersatzprodukte ausgegeben, was auf einen gewissen Markt schließen läßt.
Und: Als ich vor 28 Jahren Vegetarier geworden bin, war das noch etwas sehr Exotisches; heute kann man allein schon mit dem Wort Vegetarier den Sturmi aus der Fassung bringen ...
Und daraus ergibt sich meine Frage, ob man als Milchbauer aus den beiden Fakten nicht ein Geschäft machen könnte ?
(Die Sinnhaftigkeit einer medizinisch indizierten Euthanasierung steht auch beim von mir angefragten "Modell" außer Frage; der Hinweis darauf, daß mit zunehmendem Alter vermutlich auch die Kosten der tiermedizinischen Vesorgung steigen, ist aber sicher gut.)


Drauhexe antwortet um 19-08-2013 18:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mit Kühen kann das nicht klappen, aber mit Ziegen. Jedem Veganer seine Ziege. Die Ziege gibt auch Milch ohne jemals Kitze gehabt zu haben! Und das nicht mal wenig und über Jahre hindurch!

Liebe Grüße
Drauhexe


walterst antwortet um 19-08-2013 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchsinnspruchsuche
Die nächste Frage - wenn erlaubt: Sind für die Verwandschaft der Milchkuh auch Tierschutzstandards einzuhalten? z.B. artgerechte Haltung? Das heisst Haltung in einer Herde und keine Sterilisation? Dann würde nämlich die Anzahl der "Nebentiere" etwas rasanter ansteigen, als oben vorgerechnet.

Der 20 fache Milchpreis dürfte gelinde gesagt "sehr optimistisch" angenommen sein. Statt laufender Nebeneinnahmen aus der MIlchviehhaltung exponentiell steigende Kosten. Deswegen habe ich ja blöd zu den Eckdaten des Systems gefragt.


mostkeks antwortet um 19-08-2013 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@afh
Hab kurz schon drüber nachgedacht und das Hauptproblem ist: Ohne Kalb keine Milch!
Finanzierbar wäre das ganze weil man die "Pensionstiere" nicht in der Intensität einer Milchkuh halten und füttern bräuchte.

Nur würde mich Interessieren: Ist die Qualität eines Kuhlebens von der Dauer abhängig? Also ich für mich denk mir lieber bis 70 und das gesund als dann noch 20 Jahre mit PEG-Sonde und O2... (Vielleicht denke ich auch so, weil ich noch keine 60 bin)
Für meine Kühe heißt das Die Jugend auf der Weide (Obwohl das die Aufzuchtzeit um 2-3 Monate verlängert. Auch für die Kühe Auslauf + Weide obwohl sie das meiste Futter im Stall bekommen und einen Stall wo ich mich bemüht habe dass er halbwegs passt für meine Damen. Das Ende sieht so aus dass sie noch ein paar Monate mitlaufen dürfen (meist bis zum Herbst) und dann im nächstgelegen Schlachthof (nicht im Bestbietenden) nach einem Kurzen, direkten Transport ihr Ende finden. Dass sie dorthin nicht begleitet werden liegt am zu hohem Aufwand (glaub ich halt). Die Verabschiedung erfolgt deshalb am LKW.
Die Stierkälber werden einfach verkauft und ihrem Schicksal überlassen.

Wann ist deiner Meinung nach der Zeitpunkt sich von den Tieren zu verabschieden? Wenn sie sich trotz Unterstütung nicht mehr rühren können? Wenn sie nicht mehr im geliebten Herdenverband mitkönnen...

Was mich auch noch interessieren würde: Halten Vegetarier/ Veganer die das töten von Tieren verweigern fleischfressende Haustiere? Ich bin nähmlich der Meinung dass die Mäuse zB grausamer sterben als unsere Schweine am Hof.

LG




walterst antwortet um 20-08-2013 09:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchsinnspruchsuche
Übrigens: Wie hätte eine Betriebsauflösung auszusehen, z.B. wenn sich ein erfolgreicher Ethik-Milcherzeuger in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet?
Schnell mal den Tierarzt holen und 10 MIlchkühe plus 100 Stück Nachkommen einschläfern?


Christoph38 antwortet um 20-08-2013 09:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchsinnspruchsuche
am besten wird sein, der "rinderschonende Konsument" hält sich seine Kuh selber ...

nachdem die erste Tierliebe abgekühlt ist, kommt nach ein paar Monaten bei Nacht u. Nebel ganz dezent der Tiertransporter und holt die mitten in der Laktation stehende Kuh ab und bringt sie ...


kolli antwortet um 20-08-2013 10:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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mit den rindviechern wirds nicht funktionieren, mit ziegen könnts allerdings wirklich gehen.

mittels stammzellen und gentechnik sollte das problem aber in zukunft lösbar sein.


kolli antwortet um 20-08-2013 12:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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in der eiproduktion könnte es möglich sein, ohne schlachtung zu produzieren.
das wär doch wirklich eine geschäftsidee.



Peter06 antwortet um 20-08-2013 12:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja! Die ganze Welt als ein einziger Gnadenhof, Nutztiere mit natürlichem Ablaufdatum, Schosshunderln, die von ihren Besitzern nicht zu-Tode-geliebt wurden, wilde Raubtiere, denen man in Trainingscamps den Fleischkonsum und Jagdinstinkt abgewöhnt hat, dazwischen lauter glückliche, erlöste Menschen...

Das ist das Werbeprospekt der Zeugen Jehovas



Christoph38 antwortet um 20-08-2013 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchsinnspruchsuche
es tauchen bei dem Ethikprojekt jede Menge ethische Fragestellungen auf

Was wenn einer von den lieben Stierchen wild und agrressiv wird, trotzdem weiter füttern ?, einschläfern ?, Sexualtherapie ?,


kolli antwortet um 20-08-2013 16:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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könnte der sarkasstische ton von uns nichtvegetarieren bei diesem thema eine folge des schlechten gewissens sein?


mostkeks antwortet um 20-08-2013 16:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@kolli
Ganz bestimmt! Drum fühlen wir uns auch gestört, wenn neben uns jemand vegetarisch isst. Ist ja eine der Theorien von div. Tierschützern und auch irgendwo bei PETA zu lesen. genauso wie die Diskrepanzen zwischen Haustiere lieben und andere Tiere essen.

Ich sehe das anders. Unsere Haustiere sind sehr gute Partner. Sie geben uns Zuwendung, Unterhaltung, Milch und wenn es sein muss auch Fleisch. Deshalb als kleines Dankeschön ein annehmbares Leben einen raschen Tod und keine Quälerei.
Für mich gehört auch dazu dass man diese Produkte nicht für Spekulationen oder gar Müll missbraucht. Ich kann zB Leute nicht ausstehen, die das Fettranderl beim Speck wegschneiden und wegwerfen. Sollens halt nur ein halbes Stück essen, wenn das ganze zu viele Kalorien hat.


Drauhexe antwortet um 20-08-2013 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchsinnspruchsuche
Jetzt möchte ich noch ganz gerne was dazu einbringen, einfach vielleicht zum besseren Verständnis auch für Vegetarier und Veganer!

Ich selber war vor über zwanzig Jahren für zwei Jahre Vegetarierin. Einfach weil ich Fleisch nicht unbedingt brauche und mir die Viecher einfach leid getan haben. Obwohl zwar sehr ländlich aufgewachsen, hatte ich mit richtiger Landwirtschaft nur soviel zu tun, dass ich jeden Abend zum Bauern gehen musste/durfte um die Milch zu holen. Habe dort nie mitgekriegt, ob irgendwann mal was geschlachtet wurde.

Das änderte sich, als ich mit meiner Familie einen Hof kaufte. Wir hätten eigentlich sehr gerne eine Kuh gehabt, trauten uns aber als komplette Laien nicht drüber und so wurden aus der Wunschkuh fürs erste mal drei Ziegen. In erster Linie war ich ja an der Milch interessiert. Die Ziegen bekamen natürlich Kitze und die mussten dann letztendlich auch einmal geschlachtet werden. Für mich als damals "Fast-Stadtmensch" war das wirklich sehr, sehr schwer! Ich kann mich noch gut erinnern, dass mir schon Tage bevor es soweit war sehr flau im Magen war. Dennoch habe ich es geschehen lassen. Selber töten, das hätte ich damals auf keinen Fall geschafft!
Ich war damals schon wieder Fleischesserin und habe mir dann irgendwann mal gedacht, dass es doch eigentlich ein Wahnsinn ist Fleisch zu kaufen wenn man zuhause Fleisch produziert. Und dann habe ich es nach fünf Jahren doch geschafft, sogar mal ein geschlachtetes, bei uns geborenes Kitz zu essen!
Auch mit den Hühnern habe ich es letztendlich geschafft und ich habe sogar irgendwann mal dann meine Jagdprüfung gemacht und die Jagd auch ausgeübt. Ich bin ohnehin der Meinung, dass die Jagd eigentlich die "humanste" Art der Fleischbeschaffung ist.
Jeder der Fleisch isst, sollte in der Lage sein, seine Nahrung selber zu töten. Dann bleiben auch keine Reste zurück die zu minder zum Essen sind!

Aber was ich natürlich verstehe: wie soll jemand, der mit dem Töten von Tieren in seinem Leben nie etwas zu tun hatte, auch gar nie die Gelegenheit dazu hatte, mit der derzeitigen Haltung und Schlachtung von Tieren zurechtkommen? Mich wundert es nicht, wenn viele Leute zu Veganern, etc. werden. Ich kann sie gut verstehen! Sie sind einfach so weit entfernt von diesen Dingen! Ich denke, dass der eine oder andere "rohe" Bauer sich mal in so ein Leben hineinversetzen sollte. Damit ist vielleicht einfach auch für mehr Toleranz gegenüber Veganern gesorgt. Umgekehrt gilt natürlich dasselbe!

Beste Grüße
Drauhexe


kolli antwortet um 20-08-2013 22:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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afh hat normal gefragt, weder provokant noch moralisch herablassend. trotzdem reizt diese frage uns nichtvegetarier. naiv war die frage ja auch nicht, immerhin hat jemand festgestellt, dass bei ziegen die milchproduktion ohne schlachtung im prinzip möglich wäre. afh hat darauf hingewiesen, dass es hier nachfrage geben könnte.
wirtschaftsunternehmen geben ein vermögen aus, um trends und bedürfnisse zu erforschen um darauf reagieren zu können. natürlich erzeugen wirtschaftsunternehmen auch bedürfnisse - aber das ist eine andere geschichte.

ich hab mich mal kundig gemacht, ob eine eiproduktion ohne schlachtung im prinzip möglich wäre.
die gesetzlichen rahmenbedingungen verbieten eine zwangsmauser. wobei der begriff zwangsmauser nicht genau definiert ist. eine unterstützte natürliche mauser, die dem jahresrhythmus entspricht, und eine legepause von 7 bis 8 wochen verursacht, sollte möglich sein. zumindest lt. bioland, was ich im netz gefunden habe.
es könnte also eine herde im prinzip mehrjährig gehalten werden. der natürliche abgang müsste dann halt ersetzt werden, und das könnte auch das grösste problem darstellen. durch die fehlende leerstehzeit des stalles und die laufende ergänzung des abgangs könnte ein hygieneproblem entstehen. dem könnte man durch eine jährliche auffrischung der impfungen entgegenwirken. es gibt durchaus erfahrungen mit einmaliger mauser. mehrmalige mauser mit bestandesergänzung findet aber in der praxis nicht statt. (zumindest nicht in grösseren herden)
durch die bestandesergänzung würde man althennen ein weiterleben nach der ersten legeperiode ermöglichen.
es gäbe keine schlachtung, nur natürlichen abgang. die durchschnittliche legeleistung einer solchen herde ist schwer abzuschätzen. die legeleistung in der zweiten legeperiode liegt ca. 15% unter der leistung der ersten periode. für die folgenden perioden habe ich keine zahlen gefunden. ein solcherart produzeites ei würde das doppelte oder dreifache eines normalen freilandeies kosten, nach meiner einschätzung.

es erstaunt mich, dass es dieses geschäftsmodell bisher nicht gibt. ich bin nämlich auch der meinung vom afh, dass es eine nachfrage geben würde.


Restaurator antwortet um 20-08-2013 22:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@kolli:
ein problem könnte auch sein, dass gerade für leute die vegan / vegetarisch leben die art der haltung ein grund für ihren schritt zum vegetarismus war. man müsste dann diesen tieren auch ganze almen oder täler zur verfügung stellen könen.
zu den hühnern: die haben immerhin eine lebenserwartung von 6 - 7 jahren. bei 800 von geburt weg angelegten eiern hiesse das durchschnittlich 100 eier / jahr. da aber mit zunehmendem alter die anfangs hohe legetätigkeit nachlässt müsste man sich seinen stock auf 7 jahre verteilt aufbauen.
wenn man dann mit 6 oder 7 gehegen nach jahrgängen arbeitet, dann kann es keine hygienischen probleme geben.
problematischer ist wiederum die tatsache, dass bei der nachbrut knapp mehr als die hälfte hähne schlüpfen - wo dürfen die alt werden???? die nachbarn freuen sich garantiert ;)
zurück zur kuh:
einfacher wäre es kühe mit totgeburt tierärztlich / von einem tierschutzverein zertifizieren zu lassen, abzumelken und diese milch an vegetarier zu verkaufen. die menge wäre zwar klein, aber es würde sich gleich einmal ein preis bilden und zeigen ob tatsächlich ein markt vorhanden ist.


tch antwortet um 20-08-2013 23:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Irgendwie wird das etwas kindisch.....

Wie ist das jetzt mit den Milchsprüchen? Gibts keine alten Bauern die man fragen kann?

Es muss doch einen Grund haben warum bei diversen LW Festln kaum Milch ausgeschenkt wird.
Wenn schon der Bauer kaum Milch trinkt, warum soll der Verbraucher es machen?

tch


AnimalFarmHipples antwortet um 21-08-2013 09:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zitat :

"einfacher wäre es kühe mit totgeburt tierärztlich / von einem tierschutzverein zertifizieren zu lassen, abzumelken und diese milch an vegetarier zu verkaufen. die menge wäre zwar klein, aber es würde sich gleich einmal ein preis bilden und zeigen ob tatsächlich ein markt vorhanden ist."

Mein Argument gegen Milch ist aber nicht, daß sie dem Kalb weggenommen wird (das war der Spruch von meinem Bio-Lehrer); sprich: Die Milch wird für mich nicht besser, solang sie untrennbar mit Fleischproduktion verbunden ist.
Ein Argument der Sojamilchfraktion ist übrigens, daß Methangas aus Kuhmägen eine nicht unmaßgebliche Rolle beim Treibhauseffekt spielt; da versagt sogar "mein Modell", zumal ja auch bei uns Soja angebaut wird.
Und so teuer ist Sojamilch auch gar nicht, kostet nur in etwa das Dreifache von Kuhmilch.
Somit: Echt keine Ahnung, wieviel Nachfrage nach "rinderfreundlicher Milch" es tatsächlich gäbe.
Allerdings fahren auch Veganer Auto, insofern kann es schon auch sein, daß jemand trotz des Methangas-Arguments sehrwohl "rinderfreundliche Milch" kaufen würde. Und zumeist ist man ja nicht bloß aus einem Grund Veganer oder Vegetarier.


kolli antwortet um 21-08-2013 12:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ad restaurator:
die info mit den 800 angelegten eiern ist mir neu. woher hast du diese info?
bzw. ist diese anzahl genetisch fixiert, oder gibts da noch züchterischen spielraum?

bei meinem modell würde ich nur hennen verwenden, welche von legebetrieben ausgestallt werden. diese haben bereits etwa 300 eier gelegt. es wäre also eine art gnadenhof für hühner, welche ansonsten nach einer legeperiode geschlachtet würden. wenn deine info stimmt, würden diese hühner für die restl. 4 bis 5 lebensjahre noch etwa 400 bis 500 eier legen können. das würde im schnitt etwa 100 eier je jahr ergeben.

wenn man bedenkt, dass ein bioei in etwa 50 cent kostet (bei billa und spar), dann kann ich mir schon vorstellen, dass ein solches "gnadenhofei" für einen euro vermarktet werden könnte. Das sollte auch betriebswirtschaftlich interessant sein.

mit dem kauf solcher eier würde der konsument das weiterleben einer henne ermöglichen, die ansonsten geschlachtet würde - ein ziemlich starkes argument für vegetarier, finde ich.
die idee könnte auch medial gut transportiert werden. das problem mit den männl. küken würde sich gar nicht ergeben, weil eben nur althennen verwendet werden.

ich würde eine solche idee zusammen mit den tierschutzorganisationen starten, dann müsste ich mir um das marketing auch nicht mehr kümmern. die tierschutzorganisationen kontrollieren das modell.

ein nischenmodell, aber es könnte funzen.


Restaurator antwortet um 21-08-2013 13:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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auf diese information bin ich in meiner hühnerliteratur gestossen. nachdem ich alte rassen halte ist da natürlich auch entsprechend sehr alte literatur dabei - was aber nicht heisst, dass diese falsch wäre, ganz im gegenteil, das wäre alles super-bio :)
vielleicht haben sie auch nur zusammengerechnet wieviele eier ein huhn durchschnittlich bis zu seinem tod legt.
bei meinen sulmtalern passtd as jedenfalls: 3 jahre 180 eier und dann kontinuierlich abnehmend bis zum tod immer weniger, kommt also hin.
bei legehybriden scheint das auch zu passen. im ersten jahr 300 eier, im zweiten um 200, dann noch 4 - 5 jahre mit weiter abnehmender legetätigkeit. wird also auch auf die 800 insegsamt hinauslaufen.


walterst antwortet um 21-08-2013 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eine Milchproduktion mit Rindern ohne eine Fleischnutzung (oder überschüssige Tiere dafür abzugeben) ist aus meiner Sicht nicht möglich.
Zumindest würde sich die ursprüngliche Absicht einer ethisch einwandfreien Produktion ins genaue Gegenteil verkehren. Riesige Fleischberge ohne sie für menschliche Ernährung zu nutzen zur Entsorgung zu bringen, kann kein ethisches Ziel sein.
Wer einige Minuten konzentriert das Gedankenspiel betreibt, kann zu keiner anderen Auffassung kommen.


muku8 antwortet um 21-08-2013 14:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ahf

vegetarian is the Indian Word for a lausi hunter,....;-))))

sorry, hat jetzt sei müssen,..gggg

muku, grasfresser,...


AnimalFarmHipples antwortet um 22-08-2013 07:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Is eh gut ;-)


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