Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!

Antworten: 12
Karl9105 10-03-2013 20:10 - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!
Hohe Auflagen und niedrige Preise bedrohen die Existenz der heimischen Geflügelbauern!

Beim Thema Einheitswert/Pauschalierung, Vieheinheitsschlüssel,
Besatzdichte Regelung, usw.,... wird man vertöstet.

Anstatt, dass die Politik (inklusive AMA) die aktuellen Skandale nützt und die österreichische Branche nachhaltig stärkt, wird unnötig diskutiert und die Konsumenten noch mehr verunsichert. Im schlimmsten Fall bekommt die Branche weder die notwendige Lösung bei der Besatzdichte, noch ein Zugeständnis beim Einheitswert!

Die österreichische Geflügelwirtschaft steht mit dem Rücken zur Wand.

Diese Woche setzt erstmalig die Firma WECH die Produktion von Truthahnfleisch aus,
und reagieren so auf die Zunahme von Billigimporten aus den benachbarten Ausland.

Doch die politisch Verantwortlichen haben den Ernst der Lage noch nicht erkannt.
Weil wir das nicht länger hinnehmen können, müssen wir gemeinsam aktiv werden.

Darum laden wir Sie/Dich hiermit herzlich ein zur

INFORMATIONSVERSAMMLUNG DER GEFLÜGELBAUERN
am Dienstag, den 12. März 2013, ab 17.00 Uhr (Einlass ab 16.00 Uhr)
in der Europa-Halle am Messegelände in 3250 Wieselburg.

Als vor einem Jahr die Schweinehalter um die Regelungen für die Sauenhaltung(Abferkelkorb)
gekämpft hat, waren 1.000 Bauern in der Europahalle in Wieselburg versammelt.
Das Ziel der Schweinebauern wurde erreicht. Die Politik hat reagiert.

Es ist nun höchst an der Zeit, das auch die Geflügelwirtschaft ein deutliches Signal setzt.

lg
Karl9105


Haa-Pee antwortet um 10-03-2013 21:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!
ich hab mich auch mal näher mit hähnchen mast und legehennen haltung beschäftigt.
mich haben aber die enormen invest summen für so eine geflügel anlage gleich mal abgeschreckt.
und was mcih noch abgeschreckt hat ist diese wirtschaftliche verkettung und meiner meinung nach knebelung.

abhängig vom geflügelabnehmer wie hubers landhendl der auch gleich das futter und die hendln vorfinanziert das ist kein unternehmertum sonder meiner meinung nach ein sklaventum!

mit diese hohen investitonen eigentlich nur einem abnehmer "ausgeliefert" zu sein und was man so gehört hat ist die landhendl firma ned zimperlich zu seinen produzenten ! so nach dem motto "friss oder stirb"......



sturmi antwortet um 11-03-2013 06:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!
@karl
Es gibt die Schweine- u. Rinderbörse. Es wird Zeit das Ihr Hendlbauern eine Geflügelbörse gründet, sonst bleibt ihr der "Sklaven" eurer Handelspartner!
MfG Sturmi



Karl9105 antwortet um 11-03-2013 07:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!
@sturmi

es gibt ja schon die GGÖ (GeflügelmastGenosschaft Österreich)!
(Einkauf Verkauf der Tiere, Futtermittelpreis Verhandlungen, Betriebsmittel Einkauf,Vertretung gegenüber der Schlachthöfe,...... und wichtig Lobbying;)

Das Problem ist nur:
Es gibt nicht mehr viele Schlachthöfe in Österreich wo man sein Geflügel zur Schalchtung geben kann.
Genauer gesagt gibt es nur mehr zwei Namhafte Schlächterein die heißen -
Hubers Landhendl(OÖ) und WECH Kärntner Bauerngeflügel.

Das größte Problem ist der Handel!
Er lässt nach wie vor den Etikettenschwindel zu.
Mit AMA Gütesiegel u. GEN frei produziert lockt man den Kunden zum Einkaufsregal.
Im Regal liegt Billigfleisch v. Ausland neben Österr. Ware zum Dumpingpreis

Nun was wird der Kunde letztlich kaufen?

lg
Karl9105


Gratzi antwortet um 11-03-2013 08:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!
wartet noch ein bischen, bald kommt Putenfleisch Made in USA .
Haben sie erst von ein paar Wochen in Fernsehen erklärt......das Produktion unter 500 Ha, nichts bringt. Diese Flächen hat man nur zum "Ausgedienge"


Hans1900 antwortet um 11-03-2013 08:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!
@haapee: Sklaventum ist schon bei den Haaren herbeigezogen! Jeder der einen Vertrag abschliesst kennt die Bedingungen und wird wohl auch damit zufrieden sein - dann darf es später kein Jammern geben!!
Übrigens die Hühner Mastställe schiessen bei uns wie die Schwammerl aus dem Boden und ich kenn auch keinen Mäster der jammert also wird es wohl schon passen zumindest bei der Hühnermast bei der konv. Putenmast kenne ich keinen österr. Mäster.


Karl9105 antwortet um 13-03-2013 07:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!




Großer Teilnehmer-ERFOLG bei der gestriegen Versammlung der Geflügelbauern in Wieselburg!

1.000 Geflügelbauern aus ganz Österreich zeigten gemeinsame Stärke.

Gemeinsam mit Futtermittelfirmen, Brütereien u. Schlächterein wurden die Anliegen u. Probleme
dieser Branche besrpochen. Abschließend wurde einen Petition verlesen
und von allen Anwesenden Unterzeichnet.

lg
Karl9105


HBler antwortet um 13-03-2013 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!
@Karl
kannst du diese Petition hier rein stellen, würde mich interessieren


Christoph38 antwortet um 13-03-2013 16:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!
sehe ich auch ähnlich wie haapee

wo man von 1 Abnehmer abhängig ist, kann man sich leicht ausmalen zu wessen Gunsten der Vertrag ist, abgesehen davon sobald man investiert hat, hilft auch kein Vertrag, wenn der Abnehmer "Änderungsvorschläge" hat


G007 antwortet um 13-03-2013 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!
@Karl9105

An wem willst du die Petition senden?

An die Politik - da wirst Du nichts erben
An die handelsketten - die werden Dich auslisten


Hans1900 antwortet um 13-03-2013 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!
@Christoph: Welche Verträge schliesst du ab woran sich der Abnhemer nich hält? Ich würde sagen 10 Jahresverträge sind Standart und danach sollte der Stall abbezahlt sein.



Karl9105 antwortet um 13-03-2013 20:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Die heimische Geflügelbranche kämpft um ihre Zukunft!
Beschlossene Petitionen fordern Politik zum Handeln auf,........

Die österreichischen Geflügelbauern können und wollen die prekäre Situation am heimischen Markt nicht länger hinnehmen. Ein deutliches Signal hierfür war gestern eine Großveranstaltung betroffener Landwirte auf dem Wieselburger Messegelände. Angesichts der sich zuspitzenden wirtschaftlichen Lage hatten die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG), die Geflügelmastgenossenschaft (GGÖ) und die Qualitätsgeflügelvereinigung (QGV) betroffene Landwirte zur Diskussion eingeladen. Über 1.000 Geflügelbauern waren dem Ruf gefolgt und forderten die Politik auf, endlich zu handeln.

Österreichische Qualitätsprodukte werden von Billigimporten verdrängt

Grund für den Ärger der Branche ist, dass österreichische Qualitätsprodukte aufgrund extremer Wettbewerbsverzerrungen preislich kaum mehr mit Billigimporten aus Nachbarländern mithalten können. Dies hat bereits dazu geführt, dass heimische Betriebe die Einstallung von Putenküken erstmals in der Geschichte wochenweise aussetzen. Das ist ein deutliches Anzeichen, dass die Existenz der gesamten Branche bedroht ist.

Petition fordert Umsetzung des "All In One"-Programms der QGV

Das Signal der gestrigen Veranstaltung an die Politik war klar und deutlich: Nur wenn neuen und fairen Standards in der Geflügelhaltung zur Durchsetzung verholfen wird, haben die österreichischen Landwirte auch in Zukunft eine Chance, nicht unter die Räder der Billigproduktion in Nachbarstaaten zu kommen. So fordert die von GGÖ und ZAG ins Leben gerufene Petition die Umsetzung des "All In One"-Programms der QGV. Das in Kooperation mit zahlreichen Fachtierärzten entwickelte Programm zielt darauf ab, die Auflagen für die Geflügelmastbetriebe an die Gesundheit der Tiere zu koppeln, anstatt sich auf eindimensionale Faktoren zu beschränken. Die damit verbundenen Verbesserungen sollen auch für die Konsumenten sichtbar kommuniziert werden.

Robert Wieser, Obmann der GGÖ, erklärte im Rahmen der Veranstaltung, dass das "All In One"-Programm "die kontinuierliche Verbesserung der Tiergesundheit und der Lebensmittelsicherheit im Sinne der Konsumenten und der Tiere" vorantreiben soll. Nur damit, so Wieser, könne "in Zukunft die Produktion von qualitativ hochwertigen Geflügelprodukten in Österreich erhalten werden, so wie sich das die heimischen Konsumenten wünschen". Auch Dr.Martina Glatzl, Obfrau der QGV, betonte, dass Tiergesundheit und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch seien: "Je mehr in einem Betrieb auf die Gesundheit der Tiere geachtet wird, desto hochwertiger ist das Produkt. Letztendlich profitieren davon die Erzeuger, die Tiere und die Konsumenten gleichermaßen." Österreich könnte hier eine Vorreiterrolle einnehmen: "Die Politik hätte die einmalige Chance, nach einer Antibiotika-Datenbank auch Tiergesundheitsindikatoren einheitlich zu überwachen und gegebenenfalls zu sanktionieren. Hier wären wir wieder meilenweit vor den EU-Nachbarländern", so Glatzl.

Klare Lebensmittel-Kennzeichnung und faire Einheitswertberechnung gefordert

Die auf der Versammlung anwesenden Tierhalter Forden eine fachlich argumentierte Gleichstellung der geflügelhaltenden Betriebe mit anderen Sparten der österreichischen Tierhaltung im Zuge der Neuberechnung der Einheitswerte.


Karl9105


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