Antworten: 21
Baum5 06-01-2013 15:00 - E-Mail an User
TGD
Hab vor ca 3 Wochen eine Milchprobe ins TGD Labor geschickt, bei einen 4tel gemelksprobe sah die Milch deutlich verändert aus, etwas gelb mit Flankerl, nun das Ergebnis aus dem Labor "vollkommen in Ordnung" Der Tierarzt erhielt vor 3 Tagen den Befund und überbrachte uns Kopfschüttelnd das Ergebnis.


Shalalachi antwortet um 06-01-2013 17:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
komisch. Was sagt das Labor dazu? hams da was verwechselt?


Baum5 antwortet um 06-01-2013 18:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
muß erst nachfragen,die Kuh ist wieder in Ordnung, aber über 400.000 Zellzahl , mal sehen was da im Labor los war.



golfrabbit antwortet um 06-01-2013 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
Eine Kuh mit 400000 Zellzahl, noch dazu wenn nur 1 Viertel betroffen ist, ist nicht wirklich in Ordnung.
Normalerweise bekommt man bei Probenversand bis Mittwoch noch in derselben Woche das Ergebnis - nach 3 Wochen braucht man es doch nicht mehr.


kraftwerk81 antwortet um 06-01-2013 20:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
was hat das mit dem tgd zu tun?
milchproben dauern bei uns 3-4 tage - ergebnis per mail


Gewessler antwortet um 06-01-2013 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
@baum5: da muß ich nun schon, als einer der das von der Pieke auf gelernt hat, und das 1000 fach jährlich selber macht etwas dazusagen:
a. gibts einmal Verwechslungen, das beginnt bei der Abnahme - rechts mit links verwechselt etc.
b. schlampige Entnahme: Röhrchen gerade halten, statt schräg, nicht oder zu wenig genau desinfiziert
c. kein Schalmtstergebnis angegeben (CMT)
d. Antrag unleserlich ausgefüllt - oder gar nicht ausgefüllt
e. Versandprobleme (ungekühlt, zu lange, Verpackung gebrochen, Milch ausgelaufen...)
f. Verwechslung im Labor (heutzutage mit barcodes nahezu unmöglich)

Nun zu den Erregern: z.B. E. coli und Staph. aureus sitzen ganz tief im Eutergewebe und werden u.U. gar nicht oder zumindest in sehr geringen Mengen ausgeschieden, daher ist es wichtig einen Vorbericht mitzuliefern, damit man die Untersuchungsmethoden dahingehend adaptieren kann (andere Nährböden, PCR....).
Bei der herkömmlichen Untersuchungsmethode wird auch nur eine ganz kleine Öse zum Ausstrich verwendet, das heißt, dass nur eine sehr geringe Menge zur Untersuchung gelangt - daher ist es wichtig die Probenröhrchen auch bis zur Markierung zu füllen.
Der Vorbericht ist auch weiters nötig um eben im Labor zu entscheiden, ob man die Probe zentrifugiert, oder eben nur einen Ösenausstrich anfertigt (Vorbehandlung womit usw.)
Bei verschmutzen Proben ist es oft nur sehr schwer möglich, den Erreger zu identifizieren, da die Schmutzkeime das Ganze überwuchern.
Dann gibt es Erreger, die brauchen zum Wachstum einige Wochen ( Mykoplasmen).
Die Untersuchung wird auch nur für Aerobier und fakultative Aerobier durchgeführt.
g. e-mail Versand hat nicht funktioniert!
h. Tierarzt hat das Ergebnis vergessen vorbeizubringen

Auf alle Fälle aber sollte dein Tierarzt sich einmal mit Milchproben auseinandersetzen und nicht einfach den Kopf schütteln, denn das zeigt absolute Ahnungslosigkeit - Dr. muß nicht nur für Doktor stehen.
Solche Aussagen sind eines Tierarztes unwürdig, er hat da AUFKLÄRUNGSPFLICHT
So lieber Baum das ist nur ganz kurz das Wichtigste, darüber könnte ich noch Stunden reden (Toxine, Anaerobier, Mykoplasmen, ....) Das Labor kann sicher am Wenigsten für eine negative Probenauswertung und auch eine negative Untersuchung bedeutet ein Ergebnis!
Also ev. Probe wiederholen, einmal schauen wann die Probe eingelangt und abgearbeitet wurde, Fehler sind menschlich, was mich nur wundert, warum Du nach einer Woche nicht schon nach dem Ergebnis nachgefragt hast? Hoffentlich heilt das Viertel - das wünsch ich euch von Herzen(der Kuh und Dir) - aber halt mich auf dem Laufenden - das interessiert mich ( muß jetzt eh noch eine Milchprobe ausstreichen) 22:30

lg
franz

PS.:400.000 Zellen sind für Dich i.O.- hab ich das schon richtig verstanden?


tomsawyer antwortet um 07-01-2013 07:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
@ Gewessler :
hätte dazu auch noch ein paar Fragen :
könnte Baum die Kuh vor der Probeentnahme bereits behandelt haben ?
Wenn Schmutzkeime vorhanden sind und dadurch das Ergebniss verfälscht ist, kann ich daß am Befund sehen ?
Bei uns gibts in der Nähe ein großes neues Labor, mein Tierarzt will die Proben aber wo anders verschickt haben ( Uni Wien ) was können die Wiener was andere nicht können ?


kreilreinhard antwortet um 07-01-2013 19:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
Hallo!
Mach eine neue Probe gib sie über nacht in den Gefrierschrank und sende sie ein.
Der Sta. aurius ist so leichter zu erkennen, faqlls dieser Keim ist.
mfg Kreil


Baum5 antwortet um 07-01-2013 19:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
Dr.Gewessler, die Punkte sind sicher in Ordnung, Punkt b, könnte etwas schlampig entnommen worden sein. Hatte im Herbst eine Probe in Wien mit dem Ergebnis- Koagulaose - neg Staphylokokken, die dauerte 3 Wochen, aber das wusste ich, es geht nicht schneller, jetzt gibts volles Program nach jeder Kuh Melkzeug desinfizieren und das Euterpflegemittel Calgodip auf die Zizen aufsprühen. Auch das Impfprogramm ist in Anspruch genommen worden. Laut Auskunft der Laborantin, sie kann sich an die Proben noch gut erinnern- weil eine farblichverändert war, aber es war kein Erreger mehr feststellbar, sie meinte vielleicht war die Probe zu lang unterwegs.


Gewessler antwortet um 07-01-2013 21:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
@ikarus: zur Frage der Vorbehandlung: deshalb ist ja der ordentlich ausgefüllte Untersuchungsantrag wichtig! I.a. funktioniert eine Untersuchung (bakt.- zytologische) erst wieder eine Woche nach der letzten Behandlung. (bei PCR ist das anders)
Schmutzkeime werden immer ausgewiesen! Sollte aber doch noch eine Kolonie zur Auswertung kommen können, wird natürlich versucht werden, das zu diagnostizieren, aber wie gesagt eine saubere Probenentnahme ist Grundvoraussetzung! Prof. Glawischnig hat jeden Studenten hochkant hinausgeworfen, der die Milchprobenentnahme nicht fehlerfrei beherrscht hat!

Zu einem Labor hat man als Tierarzt immer ein Vertrauensverhältnis, man wächst so im Lauf der Zeit zusammen. Jedes Haus hat halt so seine eigenen Methoden und man hat seine Ansprechpartner. jedenfalls ist das Milchlabor in Wien sicher eines mit Weltruf, denn Frau Prof. Ehling - Schulz ist eine der Kapazitäten schlechthin. Weiters hat Wien mit Spergser und Prof. Rosengarten die anerkanntesten Spezialisten am Mykoplasmensektor - da sind die Wiener Weltspitze (was man von den österr. Politikern nur beim Geldausgeben behaupten kann)
Welches andere neue Labor meinst Du? Die Labormethoden müssen ja am Befund angegeben sein also z.B.: Durchführung nach SOP 140 od. Zyto nach nicht akkreditierter Methode usw. Da kann man dann die Arbeitsmethoden der einzelnen Häuser erkennen.

fg


Gewessler antwortet um 07-01-2013 22:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
@kreilreinhard: da machst es dir zu einfach. Nochmals ganz deutlich: Sta. aureus sitzt ganz tief im Gewebe , ist ein Biofilmbildner und wird sehr sehr wenig ausgeschieden!
Man kann natürlich mit chromogen Agar und aufgetauter Milch arbeiten, bei den 3M Nachweistests wird dazu auch noch ein ml als Probenvolumen genommen statt einiger yl bei der Öse also die tausendfache Menge wird dabei untersucht, braucht aber viel EDrfahrung das Ergebnis richtig deuten zu können!!!!
Wir in unserer Praxis 63 Sta. aureus Stämme gefunden; um das einmal deutlich zu machen einen Chinesen, einen Japaner, einen Syrer, einen Afghanen, einen Bayern, einen Ami, einen Indianer....alles von der Spezies Homo sapiens und doch alle grund verschieden. Einen besonders aggresiven, einen Pfarrer, einen Schwulen usw.
Deshalb ist auch impfen so schwer und vielleicht auch nur sinnvoll, wenn man vorallem die Kalbinnen vor der Geburt impft - aber haben wir die Gewißheit, dass die Tiere nicht Staph. Milch zum Tränken bekommen haben, als Kalb?
Pasteurisiert ihr auch schön eure Mast - milch oder verfüttert ihr die sowie so nicht?
Kommt sie eh in die Gülle oder kommen die Erreger in die Dünndarmlymphknoten?

Du beschreibst zwar eine anerkannte elegante Nachweismethode, die jeder einfach durchführen kann, doch ist noch lange nicht gesagt, dass du den Keim beim ersten Mal auch findest - glaub ma des bitte, ich hab des oanfach scho zu oft gemacht.
Wir haben natürlich den Vorteil, dass wir eine akute Mastitis sofort diagnostizieren können, i.A. dauert das ein bis zwei Tage, um die meisten Erreger nachweisen zu können, da eben der Versand entfällt und die Probe eben ganz zeitnah zur Untersuchung kommt. Vielleicht sollte sich euer Tierarzt einmal mit dem beschäftigen und zumindest die Akutfälle selber ausstreichen, das wäre ein Quantensprung in seiner Diagnose und muß leicht erlernbar sein, ich habs ja als 12 jähriger auch schon können!


Gewessler antwortet um 07-01-2013 22:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
@baum: ich hab einen teil der Fragen ja schon bei den anderen erklärt, aber: ich wollte nur ausdrücken, dass sehr viele Fehler bei der Milchprobenenuntersuchung geschehen können, von der Entnahme (beim TGD Lehrfilm wird ein Kapitalfehler gemacht- wir wären von Glawischnig des Hauses verwiesen worden - aber auch durch Fehler wird man klug) bis zum Versand, bis zu Fehlern im Labor. Ich wollte Dir jetzt nicht Fehler unterstellen, beileibe nicht, ich entschuldige mich wenn das so rübergekommen ist!
Die Rohmilchqualität wurde mir halt schon in die Wiege gelegt und ist mir ein ganz wichtiges Anliegen, denn auch ich lebe von eurer hervorragend gewonnenen Milch (und das gar nicht so schlecht, mir macht es nix aus wenn ich 15 Stunden und auch länger tägl. dafür arbeiten muß)

Bei den KNS verstehe ich die Aussage des Labors allerdings nicht, denn die sitzen in den Milchgängen, es werden sehr viele Erreger ausgeschieden, sie sind innerhalb von 24 Stunden nachzuweisen und spielen im Mastitisgeschehen eigentlich eine untergeordnete Rolle. Eine Behandlung ist oft fragwürdig- wir behandeln diese Tiere meist gar nicht, denn das heilt von alleine meist aus, was ja dann vorallem bei den Homöopathen zu Hochs führt und als Beweis für diesen Schmarrn herhalten muß. Also 3 Wochen für eine Untersuchung ist sehr fragwürdig - da stimmt was beim Versand nicht- fürs Labor sind das nämlich Kinkerlitzchen.

Vom Sprühen halte ich einmal bei einem Staph. aureus Geschehen einmal rein gar nix! denn es gilt einmal den Keimdruck im Stall und auf dem Euter und der Zitze zu vermindern. Daher - Liegebereich trocken und wirklich sauber gestalten, Spalten bzw. Planbefestigte Laufflächen oft reinigen, damit die Tiere möglichst wenig in den Liegebereich einbringen können. Nicht am Boden vormelken, Euter rasieren und erst einmal mit einem Jodpräparat, das auch einen hohen Anteil an pfleg. Substanzen hat (Glycerin , Lanolin...) dippen. erst nach ein bis zwei Monaten bzw. wenn die Zellzahl sich wieder beruhigt hat auf ein zwei Komponenten Mittel auf Milchsäurebasis umsteigen.
Den Dippbecher täglich reinigen (vorallem mit Lauge!) trocken aufbewahren, denn Jäger und Keime vertragen keine Trockenheit.
beim Sprühen hast eben einen Sprühschatten, es stimmt schon, dass du beim Dippen ev. Keime verschleppen kannst- aber glaub mir dadurch, dass du perfekt die Zitze vorm Melken gereinigt hast, mit Euterwolle oder trockenem Papier, dadurch den Keimgehalt schon einmal um 80% reduziert hast, ist der Rest sowieso im Tank - also eine Verschleppung eher unwahrscheinlich - sonst hätten nicht so viele Betriebe damit beste Erfahrungen.

Warum zwei Komponenten Mittel? Wenn der Keimdruck im Betrieb gesenkt wurde, dann bewährt es sich kurz wirksame Des. Mittel einzusetzen, damit sich auf der Ziotze wieder die natürliche Keimflora ansiedeln kann, denn nach vier Stunden sollte bei der heutigen Melktechnik, der Strichkanal wieder verschlossen sein (Keratin).

so jetzt gn8 hoffe euch geholfen zu haben, Beitrag nicht Korrekturgelesen, daher ev. Biolixismus möglich! Sry im Vorhinein - für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!


Baum5 antwortet um 08-01-2013 19:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
Herr Dr. Gewessler,bedanke mich für den Bericht,ist sicher für viele ein Thema,soviel ich weiß,sind im Flachgau sehr viele Betriebe betroffen,inzwischen eine Epidemie.Werden Ihre Ratschläge befolgen,von einigen Damen werden wir uns aber verabschieden müssen.
Gruß Baum 5


Gewessler antwortet um 08-01-2013 19:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
@baum5: Epidemie?
dazu wäre ja der TGD da, dassihr das in den Griff bekommt!
Frage habt ihr mit Umwelt oder mit Kuhassoziierten Erregern zu kämpfen?

f


kraftwerk81 antwortet um 09-01-2013 00:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
@baum5,

von einer epidemie im flachgau kann nicht die rede sein. im gegenteil die abgänge aufgrund von euterproblemen und die durchschnittliche zellzahl sind lt. lkv sogar gesunken. also bitte mit derlei begriffen nicht so sorglos um sich werfen!

wechselst einfach den ta und gehst zum karasek in obertrum, die haben ihr eigenes labor und das funzt zur vollsten zufriedenheit.

aktuelle kontrolluntersuchung am do hingebracht und heut vormittag war die sache abgehakt.


kraftwerk81 antwortet um 09-01-2013 00:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
mach alle paar wochen ku und weiss bescheid über die situation in den eutern - solltest du dir ev. auch anfangen - dann wird aus deinem mysterium bald eine überschaubare sache.




Baum5 antwortet um 09-01-2013 14:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
Habe mich bei der Slzb.Veterinärdirektion mal erkundigt,ob und in welchen Ausmas die Viruserkrankung (Aureus) ein Thema ist,sehr wohl wurde mir gesagt,man braucht ein gutes Nervenkostüm,vom Finanzielen ganz zu schweigen.Hörte vom Viehhändler zunehmende Abgänge durch den Erreger,in der Molkerrei ein Thema,erhöhte Zellzahlen.Ein wenig Überblick hat man auch bei der Milchleistungskontrolle,wir werden sehn.

Kraftwerk, also Tierarzt haben wir vor 10-12 Jahren gewechselt, hatten Karasek,sind mit dem jetzigen sehr zufrieden.Ich gehe schon etliche Jahrzehnte in den Stall und weiß worüber ich rede,bin nicht ganz blöd.







Baum5 antwortet um 09-01-2013 15:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
Dr.Gewessler,es soll ein Umweltkeim sein, ein schon mehrmals behandeltes Rind geht dieser Tage seinen letzten Weg.


kraftwerk81 antwortet um 09-01-2013 16:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
Warum beschwerst Dich dann wenn Du mit dem TA zufrieden bist? Das widerspricht sich irgendwie und warum heisst das Thema TGD wenns eigentlich gar nicht drum geht?

Dass Staph. Aureus ein Thema ist bestreitet ja keiner - ca. 35% aller Euterentzündungen hab ich die Tag mal gelesen! Und noch dazu besch.. zu behandeln. Du schreibst aber von einem unbekannten Keim der scheinbar um sich greift.


Baum5 antwortet um 09-01-2013 16:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
Kraftwerk du bist lustig,lies mal was du schreibst!


Baum5 antwortet um 09-01-2013 17:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
Enschuldigung,kam falsch rüber,Karasek war mal,vor 10-12 Jahren unser Tierarzt,der hat sich benommen,deshalb gewechselt..


Gewessler antwortet um 09-01-2013 21:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
TGD
@baum: hiatz teats do nit streiten, des bringt gor nix- bleib ma sachlich - ok?

also Staph aureus wird in den alpinen Gebieten (Bayern, Österreich, Schweiz, Südtirol) bei den bakt. zyt. Milchuntersuchungen zu nahezu 60 -70 % nachgewiesen. Das ist ein kuhassoziierter Erreger - d.h. der lebt ganz normal auf der Euterhaut (auch bei uns Menschen, da vorallem in der Nase).
Ich frag deswegen, denn dann kann man schon einmal sagen woher die Infektionen kommen, beim Sta. aureus kann die Infektion nur ab dem Melkzeitpunkt stattgefunden haben, denn der Strichkanal ist nur ca. eine halbe Stunde nach dem Melken noch offen, ganz sicher aber sollte er vier Stunden nach dem Melken wieder verschlossen sein - also in der Zeit mußt Du die Ursache der Infektion suchen.
Wir behandeln eine Staph. aureus Infektion nur, wenn es zu einer Intoxikation mit Fieber etc. kommt, sonst nur beim Trockenstellen. Aber Vorsicht, der Hundling ist ein Biofilmbilder und nur wenn die Kuh wirklich super trockengestellt werden kann, kann man den Erreger auch bekämpfen (also boid netta zwoa Hadern vo Haut intn obihängan) sonst kann der Erreger auch Jahrelang in seinem Biofilm wunderbar leben und es kann sein, dass er wieder auf die Idee kommt und aus seinem Haus auswandert und neuerlich Gewebe infiziert, das macht er auch wenn die Kuh stierig ist, bei abruptem Futterwechsel immer wenn Streß für die Kuh da ist, wie Verkauf, Almauftrieb....
Am Besten aber bekämpfst du den Hund indem du ihm keine Chance gibst beim Melken ins Euter zu gelangen - also Vormelken- Reinigen( trocken!!!!) -gut Anrüsten - zügig Melken- Abnehmen und sofort also unmittelbar nach der Melkzeugabnahme, Dippen - Melkzeug Zwischendesinfizieren. BOXENHYGIENE und ja nicht auf den Boden Vormelken!!!
alles klar?
f
PS.: hab Betriebe , die haben (hatten) bei allen Kühen Staph. aureus und können damit gut leben, kaum ZZ über 100.000 nur muß man halt ständig auf der Hut sein und sehr oft Milchuntersuchungen durchführen - dazu ist ja der TGD da!


Bewerten Sie jetzt: TGD
Bewertung:
4 Punkte von 2 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;377890




Landwirt.com Händler Landwirt.com User