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mosti 21-12-2012 19:56 - E-Mail an User
hamsterrad
hat sich wieder ein neuer sklave ein riesiges hamsterrad von der bank ausgeborgt. betrieb kappl, 100 glückliche vollgaskühe???


Schaf_1608 antwortet um 21-12-2012 20:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
Habe den Bericht auch gesehen und mir anschließend die wirklich tolle Homepage angesehen...
Der Stall sieht ja toll aus, zum Glück waren die Baukosten nicht angegeben...

Ich sag ja immer, dass jeder seine eigenen Entscheidungen treffen muss und ohne hier die Seite vom Betriebsleiter zu hören kann man nicht urteilen. Aber auch ich finde es etwas gewagt bei 27ha Eigenfläche und 25ha Pachtfläche einen neuen Stall für 100 Kühe bauen, zumal er zurzeit ja nicht einmal halb voll ist...

Würde gerne die Gründe für diese Entscheidung erfahren, weil irgendetwas haben sie sich sicher dabei gedacht ;-)

glg


heumax antwortet um 21-12-2012 20:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
Na mosti hättst a gern a so an Stall. Der Neid könnt an fressn.
Aber geh doch wieder mit da rotn Kuah demonstriern, du bischt jo so a befreiter Sklave.
Schon mehr als primitiv der Familie Kappl solche Unterstellungen zu machen, das du dich halt nicht übernimmst - das könnte teuer werden.



Aequitas antwortet um 21-12-2012 21:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
Also der Stall schaut ja fein aus, und mit dem Fütterungsroboter und ordentlichen Melkstand ist die Stallarbeit ja auch noch erträglich. Und mit 6 Arbeitskräften gehts ja auch flott.

Laut der Homepage ja auch sehr hochwertige Tiere am Betrieb mit guter Lebensleistung.

Bedenken hätt ich aber wie schon geschrieben mit der Fläche, da muss schon noch was ordentlich dazu kommen und hoffentlich ist da nicht eine Biogasanlage oder anderer Turbobauer in der Nähe.

Keine Ahnung wies da mit der Finanzierung ausschaut, kann sein das sie das meiste fleissig erspart haben, oder eine gute Fruchtfolge (Baugrund, etc) oder Fremdfinanziert, keine Ahnung ich kenn die Leute nicht und alles was man schreibt ist eine Mutmassung.

100 Kühe machen aber auch in einen modernen Stall genug Arbeit, Labmagenverdrehung, Gebärparäse usw , da tut sich oft was, und wenn die älteren 2 Generationen nicht mehr so können wirds vielleicht noch eine Spur stressiger werden.

Im Umkreis hat ein Betrieb für fast 200 Kühe gebaut, fesch fesch, aber ich würd nicht tauschen mögen,..





179781 antwortet um 21-12-2012 22:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
Der Stall sieht gut aus und dürfte auch von der Funktionalität in Ordnung sein. Die Finanzierung wird wohl eher nicht das große Risiko sein. Das sind sicher tüchtige Leute und wenn der Stall voll ist, dann kommt da auch ordentlich Geld herein. Bedenken hätte ich wegen der Fläche, Mit 27 ha eigener Fläche und alles andere zukaufen. Dafür geht schon ein Brocken Geld drauf.

Und wovon ich nicht recht überzeugt bin, ist der Fütterungsroboter. Die vielgepriesene Arbeitsersparnis kann ich nicht sehen. Die meiste Arbeitszeit beim fütteren braucht man um das Futter aus dem Silo heranzubringen. Gerade im Winter, wenn man mit Eis oder Schnee im Silo zu tun hat. Das muss man beim Roboter genauso machen. Wenn es einmal im Futtermischwagen ist, dann ist das Ausbringen nur mehr eine Angelegenheit von Minuten Ob sich dafür der technische Aufwand lohnt? Und im Sommer werden die auch ihre Erfahrungen machen. Da dürfen sie die zwischengelagerte Silage in den Dosierbehältern gleich mit Propionsäure behandeln, sonst gibt es nur warmes Futter.

Gottfried


Tyrolens antwortet um 21-12-2012 22:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
Zum Glück ist der Silo überdacht. Wenn du täglich drei mal Futter vor legst, brauchst du alleine für die Fahrerei mit dem Mischwagen gut 45 Min. Das sind pro Woche immerhin schon über 5 Stunden.


servusdiewadln antwortet um 22-12-2012 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
@Tyrolens
du musst dir den beitrag noch mal durchlesen, der mischwagen fährt von selber


@mosti
jemand der mit seinem tun und leben zufrieden ist, muss nicht ständig andere kritisieren.
deine beiträge offenbaren viel mehr über dich als über jene, von denen du schreibst.



Haa-Pee antwortet um 22-12-2012 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
die familie scheint voll für die kühe zu leben.
mit den hohen leistungen war es sicher möglich geld zu verdienen.
der neue stall sieht schick aus und soll auch einem neuen zeitgemässen arbeitsplatz entsprechen.
sehe nicht ein warum man sich vor lauter sparerei um überhaupt rentabel zu sein in irgendwelchen "blech rundholz hütten" seinen lebensunterhalt verdienen soll.

finanzierung dürfte mit den niedrigen zinsen sicher kein problem sein.

sorgen würd ich mir eher machen wg der knappen fläche und immerhin arbeiten da 5-7 personen am betrieb!
irgendwann sind auch die arbeitsgreise "unter silo" dann schauts arbeitsmässig sicher anders aus!


Rob1 antwortet um 22-12-2012 14:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
@ Gottfried : Ich finde die Fütterungsroboter toll, Milchviehfüttern mit einer guten Leistung geht nicht so einfach wie Mutterkühe fütterm ,bei den Mutterkühe komm ich mit zwei verschiedene Futtersorten aus , bei Milchkühen kannst gleich 5 und mehr Sorten haben ( Gras- Maissilage, Stoh, Heu Rübenpressschnitzel, Biertreber, Kraftfuttersorten ) glaub nicht daß im Sommer die Erhitzung von Silage so ein Problem sein wird, es werden ja einige Blöcke rausgeschnitten und nur einer wird vermischt die anderen bleiben ja ganz. Ich schneide auch im Sommer für 3- 4 Tage Futter raus und hab kein Problem. Ein Fütterungsroboter kommt für mich fünfmal schneller ins Haus als ein Melkroboter.
Wo ich mrt Gedanken mache ist, dieser Betrieb wird sicher fleißig sein aber braucht man hundert Kühe zum überleben ? Ich hab für dreißig Kühe gebaut und hab eine schöne Summe Milchgeld im Monat, dann noch andere LW Einkünfte : Wald, Fremdenverkehr also ich bin zufrieden.

Wünsch allen ein schönes Weihnachtsfest !


supa1 antwortet um 22-12-2012 17:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
Viele dieser Aussagen sind richtig. Viele sind nur Vermutungen. Die Familie Kappel hat sicher einen Plan wie das Futter zu beschaffen ist oder ob Futterflächen (ab 2014 ) zu bekommen sind. In dieser Region ist es möglich zu relativ vernünftigen Preisen zu pachten. Ich werde mir ein Bild vor Ort machen, bei den Tagen der offenen Stalltüren und dann mit den Bauern reden.


Christoph38 antwortet um 22-12-2012 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
Ich gönne jedem seinen 100 Kühe Stall, bin auch keinem neidig wenn das Konzept aufgeht, im Gegenteil ich gönne diesen Leuten den Erfolg.
Auch muss man generell sehr froh sein, dass es Leute gibt die beträchtliche Geschäftsrisiken auf sich nehmen.
Die andere Seite des Erfolges besteht darin, dass man womöglich in der Arbeit fast erstickt und ein finanzielles Desaster eintritt. Gerade gestern die Pleite im Radio von einem 100 Mann Bauunternehmern, in kürzester Zeit aufgestellt.

Persönlich bin ich eher risikoscheut eingestellt und damit bisher auch gut gefahren.


179781 antwortet um 23-12-2012 14:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
Noch einmal zu dem Begriff Hamsterrad
Der in dem Bericht vorgestellte Betrieb sieht bis auf die mangelhafte Flächenausstattung ganz ordentlich aus. Diese Leute werden es schon schaffen.
Es gibt aber auch andere. Ein Sohn eines sehr tüchtigen Milchbauern aus unserer Umgebung war auf einem Betrieb mit 100 Milchkühen auf Praktikum, ein guter Freund hat einen solchen als direkten Nachbarn und meine Frau hat Kinder von einem solchen in der Schule. Und bei allem, was man da hört kommt heraus, dass die alle unter eher menschenunwürdigen Bedingungen leben.

Gottfried


Rocker45 antwortet um 24-12-2012 11:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
Die These, dass Großbetriebe mit über 70 Kühen automatisch überschuldet und Arbeitsintensiv sind, hält sich äußerst hartnäckig bei so manchem hier...


zehentacker antwortet um 24-12-2012 12:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
hamsterrad
Ob wer unter menschenunwürdigen Bedingungen lebt, hat zumindest in Österreich mit seiner persönlichen Lebenseinstellung zu tun.


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