hans_meister 15-11-2012 09:26 - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Die Fakten für den neuen Einheitswert liegen auf dem Tisch. Ist da etwas Gutes gelungen oder ist alles nur schlechter geworden?


leitnfexer antwortet um 15-11-2012 09:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Hallo!
Natürlich ist da "etwas gelungen", die Frage ist halt aus wessen Sicht? Für die Bauern(wohl eher weniger) oder für die Grünen, AK, Agrarlobby,.... ?
Die Zukunft wird es bestimmt zeigen.


zehentacker antwortet um 15-11-2012 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?

Guten Tag!

Landwirtschaft ist ganz klar ein Unternehmen, was sonst? Eindeutig so zu betrachten wie jedes andere Wirtschaftsunternehmen auch. Die Steuern und Sozialversicherungsabgaben von einen Hotel nach den Zimmern zu berechnen, eines Lebensmittelgeschäftes nach den Quadratmetern und das noch wie es bei der Landwirtschaft der Fall ist nach historischen Wirtschaftlichkeitsberechnungen, jeder würde darüber den Kopf schütteln. Kein Arbeitnehmer und kein anderer Wirtschaftstreibender zahlt nach meinen Wissensstand so seine Steuern und Abgaben.
Wie alle anderen Betriebe Ein,- und Ausgabenrechnung oder Bilanz.
f





321 antwortet um 15-11-2012 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
http://www.noebauernbund.at/fileadmin/newsletter/
20121114101308_bb_info_15_12_einheitswerte_und_pauschalierung_hin.pdf


Christoph38 antwortet um 15-11-2012 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Wie hier in den Forumsdiskussionen schon hellseherisch vorhergesagt wurde, nun in der BB-Aussendung: "Das Schlimmste konnte jedoch verhindert werden."

Gleich noch kräftig übertreiben dass man künftig Steuern und Abgaben vom Verkehrswert hätte zahlen müssen, als Horrorszenario, gratuliere.

Interessant auch für viele Grünlandbauern, dass die sofortige Umstellung auf das Regionalmodell erfolgreich verhindert wurde.


oberlenker antwortet um 15-11-2012 12:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Wer wird den nach so einer Sau...ei noch zur Wahl gehen ?? Eh koana mehr !!!!! Des wü i Hoffa !!!


baerbauer antwortet um 15-11-2012 13:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
@zehentacker:
ja sehe ich auch so, aber dann soll nach tatsächlichen Einkommen SV+ Steuern bezahlt werden. Ich zahl dtz. in der Gunstlage für ca. 15ha Ackerland (Ackerbau) +Gestetten+etwas Wald, in Summe 19ha über 9tsd SV.... Wenn ich diesen SV Beitrag mit einen Angestellten vergleiche, dann hinkt es sehr, denn der Angestellte hat einen sehr guten verdienst, den man mit den 15ha Ackerbau nie erwirtschaften kann.
Wenn, dann alles angleichen und nicht nur damit der Staat wieder irgendwelche Steuerlöcher stoft.
lg



helmar antwortet um 15-11-2012 17:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Wann hat es eigentlich die letzte tatsächliche Einheitswertfestellung gegeben? Hat sich nicht sehr oft der Bauernbund gegen Veränderungen, Buchführungspflicht etc. ausgesprochen und es auch als seine Leistung/Erfolg verkauft wenn alles beim Alten geblieben ist? Auch die Politik muß den Kompromiss suchen..........und hätte es nicht verschiedene Klagen bis zum Verfassungerichtshof gegeben, wär wohl wieder nichts passiert......
Mfg, Helga


zehentacker antwortet um 15-11-2012 17:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?

Hallo Baerbauer!

Selbstverständlich darf nicht der Einheitswert, sondern muss das tatsächliche Einkommen als Bemessungsgrundlage herangezogen werden.

MfG ferd


zehentacker antwortet um 15-11-2012 18:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?

Hallo Helmar!
Ein großer Teil unserer sogenannten Bauernvertreter hat doch ausserbetriebliche Einkünfte. Wo, denk drüber nach.
Der Spruch vom Hemd näher als Rock hat seine Berechtigung, auch bei den Bauernvertretern.


helmar antwortet um 15-11-2012 18:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Und wo sitzt der Wurm deswegen? Wie in jeder Partei in der Parteipolitik.........wer brav sich hochdient bei allerlei Genossen gehört vielleicht mal zu den Bossen....
Mfg, Helga


__joe007 antwortet um 15-11-2012 18:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
hochdient ? oder


http://www.youtube.com/watch?v=VsGTzRk7mzw
 


helmar antwortet um 15-11-2012 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Naja......die Landjugend kann schon das erste Stuferl bedeuten....;-).
Mfg, Helga


zehentacker antwortet um 15-11-2012 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?

Guten Abend!

Boss, da werden vielleicht Ideen erwartet, ist nicht gut. Ganz ruhig drei, vier Nebenjobs, da ein paar Tausend usw.


179781 antwortet um 15-11-2012 20:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Diejenigen, die durch die neue Regelung mehr Steuern bezahlen dürfen, werden sich nicht freuen, ist ja ganz klar. Auf der anderen Seite hat man doch nicht erwarten könnnen, dass das auf Dauer so weitergeht, dass da nicht wenige Betriebe, die ganz gut verdienen, das alles steuerfrei einstecken dürfen. Wenn man von der Politik Gerechtigkeit erwartet, dann ist die neue Regelung ein Schritt in diese Richtung.

Gottfried


walterst antwortet um 16-11-2012 08:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
die Ergebnisse werden scheinbar unterschiedlich bewertet: (ich weiss nicht, was die Bauernbündler schon wieder an Auers und Wlodkowskis Meisterstücken zu meckern haben)

Kommentar unten, Hauptartikel im Link (man lese genau: landwirt.com wird als Quelle genannt)

Rechnungsbesen

Es gibt eine neue Bauernregel: Wenn's kommt, dann kommt's dick. Schlechte Preise, gestrichene Förderungen und vor allem neue Besteuerungsregeln brachten bei vielen steirischen Bauern das Fass zum Überlaufen.

Und nun geht es rund im Bauernbund: Ganze Ortsgruppen drohen, aus dem hierzulande 47.000 Mitglieder starken ÖVP-Bund auszutreten, weil man sich zu wenig vertreten fühlt. Andererseits wars für Funktionäre auch schon lustiger als in Zeiten von EU-Geldkürzungen und SPÖ-Dauerbeschuss.

Doch vor allem bei der neuen Besteuerung ist es für die Betroffenen wenig tröstlich, wenn Agrarfunktionäre beteuern, dass ohne hartes Verhandeln wohl alles noch viel schlimmer gekommen wäre. Zu groß ist die Angst vor bürokratischem Aufwand, und dass hinter jeder Stalltür bald ein Finanzbeamter lauern könnte.

Dass kleineren Betrieben, die ihre Flächen oft ohnehin nur noch für "Gottes Lohn" bewirtschaften, dieses Szenario erspart bleibt, ist indes sinnvoll. Dass große, mit Umsätzen wie ein mittlerer Gewerbebetrieb, bald ihre Einnahmen und Ausgaben aufzeichnen müssen, ebenso.

Sie erreichen den Autor unter

ulrich.dunst@kleinezeitung.at
 


Christoph38 antwortet um 16-11-2012 08:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Ich bin jedenfalls schon gespannt, bei welcher baldigen Gelegenheit uns als nächstes der Spruch "Alles hätte viel schlimmer kommen können" wieder präsentiert wird.

Schön langsam ist der Punkt erreicht, wo der Spruch nicht mehr voll seine beabsichtigte Wirkung erzielt, sondern zu einem Synonym für Verhandlungsversagen wird.

Irgendein Horrorszenario wird sich wohl immer finden lassen, womit man einen Scheiss im Vergleich als Pluspunkt verkaufen kann:

a) Lieber Bauer du hättest gestern bei einem Unfall tot sein können, daher ist ...... schmerzlich, aber halb so schlimm.
b) Soviele Beziehungen gehen heute in die Brüche, sodaß man froh sein muss, wenn nur ...
c) Die armen Bauern in den Entwicklungsländern, während bei uns trotz .... keiner verhundern muß.
d) usw

Alternativ könnte man einem Negativposten was positives gegenüberstellen:
e) Der Umgang mit Vieh und Natur und die schöne Landschaft, macht es für die Bauern erträglich, dass ....
f) Viele Bauern geniessen der Vorteil freier Zeiteinteilung, daher ist die neue Auflage ...
g) ...



Bauernschmied antwortet um 16-11-2012 12:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Interessant ist es wirklich, wie es immer wieder möglich ist, gescheiterte Verhandlungen als großen Erfolg zu verkaufen. Wir waren einst doch 7% in der Landwirtschaft tätig und bald werden es nur mehr zwei Prozent sein. Natürlich trägt die Technisierung einen Großteil dazu bei, aber es ist schon die wegweisende Politik, nicht nur in Österreich sondern in ganz Europa. Leider haben unsere Vertreter nur mehr das Ganze in Sicht und niemand mehr rein land u. forstwirtschaftliche Interessen (Bauernbund muss starke Gewerkschaft der Bauern sein). Mit zwei Prozent der Wähler ist es halt nicht möglich erfolgreicher Politiker zu sein. Leiter nimmt man unsere top ausgebildeten Jung-Bauern und -Bäuerinnen (Facharbeiter- Meister- Agrar Ing. ex.) die Möglichkeit ihren Berufstraum in Zukunft zu leben. Stirbt der Bauer stirbt der ländliche Raum mit seiner Kultur.Natürlich ist es zumutbar top ausgebildete Bauern u. Bäuerinnen ab einen gewissen Betriebserfolg od. Größe od. Umsatz eine Buchführung zu machen.
Aber ist es wirklich ein Erfolg? Wenn mann von 100.000 € EHW auf 75.000 € EHW bei gleichzeitig höheren Berechnung des EHW und der daraus folgenden Einkommensberechnung von 39% auf 42% herunter verhandelt und weiters jeden Tag ein 15 ha Betrieb zubetoniert wird ezetera, ezetera.
Unsere Bauernhöfe sind nur eine Leihgabe von ehemaligen Generationen für zukünftige Generationen.
Wir leben auch nur vom Geld, dass man uns verdienen lässt.
LG Ökofranz



 


weizenfeld antwortet um 16-11-2012 12:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
@ Bauernschmied
Gerade weil die Bauern eine solide und gute Ausbildung haben soll es selbstvertändlich für JEDEN sein, Aufzeichnungen zu führen. Ab gewissen Einheitswert-/ Umsatzgrenzen sollen diese Aufzeichnungen auch zur Gewinnermittlung verwendet werden.

Ich finde das Modell der Teilpauschalierung ein sehr gutes Verhandlungsergebnis und eine enfache und praktikable Form der Gewinnermittlung, die wirklich allen Bauern zumutbar ist.

Warum soll ein Bauer keine Steuern zahlen?? Er/Sie tut das ohnedies nur dann, wenn ein Einkommen erwirtschaftet wird.



Boku74 antwortet um 16-11-2012 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
SIEHE DAZU:FPÖ-Jannach: SPÖ und ÖVP schaffen gesetzliche Basis zur massiven Belastung der österreichischen Bauern!Wien (OTS) - "Mit der Änderung des Bewertungsgesetzes schaffen SPÖ und ÖVP die Grundlage für eine massive Belastung der österreichischen Landwirtschaft. Das Bewertungsgesetz bildet die Grundlage zur Neufeststellung der Einheitswerte", so der freiheitliche Agrarsprecher Harald Jannach."Leider führt diese Änderung für die meisten heimischen Landwirte zu einer massiven Erhöhung der Einheitswerte und damit zu einer ebensolchen Erhöhung fast aller Abgaben und Steuern", analysiert Jannach, denn der Einheitswert bildet die Grundlage für fast alle steuerlichen, sozialversicherungsrechtlichen und sonstigen Abgaben von Landwirten."Wenn die Einheitswertsumme aller Betriebe - vorsichtigen Schätzungen zufolge - durchschnittlich um 10 % steigen soll, bedarf es keinen Kenntnissen im Steuerrecht, um zu erkennen, dass die gesamten Belastungen für viele Betriebe weit höher ausfallen werden. Manche mögen unter diese 10 %-Grenze fallen, jedenfalls gibt es definitiv für keinen Landwirt eine Reduktion seines Einheitswertes", sieht Jannach einen krassen Widerspruch zur tatsächlichen Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft.Im gestern von ÖVP und SPÖ beschlossenen Bewertungsgesetz wurde zudem der Hektar-Höchstsatz von 2289 Euro auf 2400 Euro erhöht, die Vieh-Einheitenzuschläge angehoben, die Obergrenze der Vollpauschalierung auf 75.000 Euro gesenkt und der Gewinnermittlungssatz von 39 % auf 42 % erhöht. Außerdem werden öffentliche Gelder(Förderungen) zur Bewertungen hinzugerechnet.Die Zahlen der Statistik Austria belegen, dass sich im Jahr 1995 das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen auf 22.248 Eurobelief, und sich bis zum Jahr 2010 auf lediglich 22.863 Euro erhöht hat. "Das Einkommen in der Landwirtschaft hat in den letzten 15 Jahren um mehr als 30 Prozent abgenommen", legt Jannach die realistischen Zahlen auf den Tisch. Ebenso verweist Jannach auf die Agrarstrukturerhebung 2010, die 173.317 land- und forstwirtschaftliche Betriebe ausweist. Im Vergleich zur letzten Vollerhebung 1999 bedeutet das einen Rückgang um 44.191 Betriebe (-20,3 Prozent). "Seit dem EU-Beitritt reduzierte sich die Betriebsanzahl damit um 27,5 Prozent", so Jannach."Allein aufgrund dieser dramatischen Einkommensentwicklung und des fortschreitenden Bauernsterbens ist es unverantwortlich, der Landwirtschaft weitere Belastungen aufzuerlegen", fordert Jannach eine Entlastung der österreichischen Landwirtschaft.Jannach erinnert nochmals an das von Landwirtschaftsminister Berlakovich und den Bauernbundvertretern beschlossene Belastungspaket für die Bauern: "Die Erhöhung der Abgabe für land- und forstwirtschaftliche Betriebe kostet jährlich 10 Mio. Euro, durch die Streichung des Agrardiesels verlieren die Bauern 50 Mio. Euro pro Jahr, die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge belastet die Bauern bis 2017 mit zusätzlich 85 Mio. Euro und die Immobilienertragssteuer wird die Landwirtschaft mit geschätzten 150 Mio. Euro belasten."Die Landwirtschaftskammern und Bauernbundvertreter im Nationalrat machen sich zu Handlangern und Mittätern dieser fortgesetzten reinen Bauernschröpf-Aktionen der Bundesregierung", so Jannach abschließend.



RichardGier antwortet um 16-11-2012 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Die Tante Jolesch zum sog. Verhandlungserfolg : `` Gott soll einen hüten vor allem , was noch ein Glück ist . `´


Steirer8102 antwortet um 16-11-2012 19:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?

Einheitswert anheben, Pauschalierung verschlechtern usw. - all das sind Maßnahmen, die zu weiteren Belastungen für die Bauern führen und das muss abgestellt werden!!! Hier haben unsere "Bauernvertreter" völlig versagt! KEIN einziger Berufsstand, der durch Arbeiterkammer oder auch Wirtschaftskammer und andere verteten ist, würde auch nur annähernd so eine Belastung akzeptieren!

Einkommensverluste für Arbeiter in 2-steliger Höhe, so wie es die Bauern in den letzten Jahren erfahren mußten, würden zu Generalstreiks ungeahnten Ausmaßes führen!!

Unsere Vertreter aber sind ja mit den regierenden Politikern verhabert! Es geht ihnen nicht um echte Interessensvertretung der Bauern sondern in erster Linie um die Erhaltung der eigenen Macht und die gutbezahlten eigenen Jobs.

Die Forderung, die Pauschalierung abzuschaffen, übersieht einen wesentlichen Aspekt:

Die Mehrheit aller kleinen Bauern sind Nebenerwerbsbauern! Diese MÜSSEN zusätzlich arbeiten gehen, weil sie aus dem kleinen Betrieb nicht genug Geld für die Familie erwirtschaften können. Mit dem aus dem Arbeitslohn bereits versteuerten Geld werden die Zinsen für die Investitionen am Hof (Stall, Traktor usw.) bezahlt und alle anderen Kosten sowieso! Unterm Strich wird also der Hof durch Zuschuß aus dem Arbeitseinkommen am Leben erhalten! Durch die Pauschalierung zahlen viele Bauern zwar nur wenig oder keine Steuern! Aber die meisten machen in Wahrheit ja Verluste, die nicht geltend gemacht werden!

Bei Wegfall der Pauschalierung würden all diese Betriebe Steuerrückvergütungen vom Staat erhalten!
Zusätzlich entsteht ein unnötiger hoher Arbeitsaufwand durch die Buchführung! (Es gaht ja nicht nur ums Rechnungen sammeln sondern diese müssen auch verbucht werden, es muss eine Buchhaltung geführt werden und das bei Betrieben, die sich nicht Sekretätin und Buchhalterin leisten können!)
Und dem Staat erwachsen zusätzliche weitere Kosten mit der laufenden Einhebung, Prüfung und zusätzlichen Kontrollen vor Ort.

In Summe würden alle verlieren! Das weiß die Finanzministerin auch und daher bleibt die Pauschalierung!

Was aber das eigentliche Versagen der Bauernvertreter ist, ist daß es zu weiteren Belastungen kommt! Die Erhöhung des Steuersatzes auf 42%! Die erhöhte SV usw.

Es ist längst an der Zeit, dass sich die Bauern zusammentun und diese Politik so nicht länger hinnehmen!


tch antwortet um 16-11-2012 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Ab welcher Betriebsgrösse "muss" eine Betrieb ohne Nebenerwerb lebensfähig sein?

tch


Haa-Pee antwortet um 16-11-2012 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
die pauschalierung rechnet sich im allgemeinen ohnehin nur bei erfolgreichen intensiven tierhaltungsbetrieben der rest oder eher extensiv geführte betriebe sind mit der doppelten buchhaltung meist besser gestellt wenn sie suzessive investieren!

der aspekt der rückerstattung der mehrwertsteuer(20prozent bei jeder rep, jedem neuen traktor,dem neuen mähdrescher,beim neuen dach usw)sollte unbedingt berechnet werden!

ausserdem in einem schlechten jahr sinken auch sozialversicherungsbeiträge bis zur mindestbeitragsgrundlage ab!
in guten jahren ist man aber durchaus "gezwungen" steuerlich absetzbare investitionen zu tätigen um nicht zuviel an sozbeiträgen und eksteuer zu zahlen!




baerbauer antwortet um 17-11-2012 00:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
@haapee
kann man als vollpauschalierter (klein) Betrieb freiwillig in die Ein-Ausgabenrechnung oder Buchführung wechseln wobei dann auch die SV und Est nur aufgrund des Gewinn berechnet wird?
Ich glaub des lassens nicht zu, oder macht es schon wer?
lg
Christian


cowkeeper antwortet um 17-11-2012 10:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Ja kann man, mit allen vor- und Nachteilen.
Kurz: Die Option bei der MwSt. bringt was bei größeren Investitionen, und man hat 5 Jahre "Bindung". Aber auch hier wurde, wie ich rausgelesen habe was geändert. Aber es reicht E/A-Rechnung.
Zur Einkommenssteuer und SV- Option brauchst Teilpausch. oder Buchführung. Erheblich komplizierter. Erheblich risikoreicher, dass man plötzlich rel. viel Steuer und SV zahlt. Und man kommt fast nicht mehr raus.

lg cowkeeper


Thuban antwortet um 18-11-2012 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Es ist gelungen, die Pauschalierung langfristig sicherzustellen. Nur dürfen wir dafür alle höhere Abgaben bezahlen. Es steht jedoch jedem Landwirt frei, von sich aus zur Buchführung zu wechseln. Die Abgaben sind hier sicher gerechter und vor allem für extensive und Nebenerwerbsbetriebe niedriger. Der höhere Aufwand wird auch durch bessere finanzielle Übersicht belohnt. Und das Argument, dass wir Bauern halt zu deppert sind, um Aufzeichnungen zu führen, sollten wir wirklich nicht durchgehen lassen. Nicht mal unseren eigenen Vertretern!!!


walterst antwortet um 18-11-2012 12:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
"Abgeräumt wie ein Christbaum" regt sich ein Steirer schon wieder unnötig auf. Muss wohl ein Linkslinker, ein FPler, UBVler oder so was sein, ich kenn ihn nicht. Auf jeden Fall kennt er sich sicher nicht aus, der agrarpolitische Jungspund.

Aufruhr bei Bauern: „Wie
abgeräumter Christbaum“

Für heftige Verstimmungen unter den Bauern sorgen Reformen bei Steuern und Förderungen.

CLAUS ALBERTANI

Wir werden abgeräumt wie ein Christbaum“, ärgerte sich der Knittelfelder Matthias Kranz. Und im Zuge der geplanten Reformen im Agrarbereich sei es von einer „Umverteilung von den Hörndlbauern zu den Körndlbauern“ gekommen, „wir wurden für Niederösterreich geopfert“. Derart massive Vorwürfe musste sich der Chef des ÖVP-Bauernbundes Gerhard Wlodkowski beim Landesbauernrat in Graz anhören.

Auch aus den Reihen der Obstbauern kamen pessimistische Stimmen, die jüngst vom Nationalrat beschlossenen strengeren Steuerregelungen seien untragbar. Dazu komme Druck von einer weiteren Seite: Der Handel dränge sich mit sehr viel Kapital in den Markt und versuche, selbst die Produktion von Obst und Gemüse zu übernehmen. Der Bauernbund müsse das verhindern, so die schlichte Forderung.

Wlodkowski hielt tapfer dagegen, unterstützt unter anderen von Landesrat Hans Seitinger und Fritz Grillitsch: Seit Jahren gebe es einen Kampf „der Linken, unterstützt von der SPÖ, gegen die Bauern“. In den Verhandlungen sei es den ÖVP-Vertretern gelungen, so manche geplante Grauslichkeit zu verhindern, so Grillitsch. Allerdings dürften die Bauern nicht glauben, „dass sich die Welt nicht verändert, es keine Wirtschaftskrise und keinen Markt gibt“, warnte Seitinger.

Indirekte Unterstützung kam dazu vom Präsidenten des deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied: In Deutschland gebe es bereits „fünf grüne Umweltminister (Landesräte), sie können sich vorstellen, was das für uns Bauern bedeutet“. Nur starke Solidarität und Kampfbereitschaft unter den Bauern könnten auf Dauer dagegen helfen.




helmar antwortet um 18-11-2012 12:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Also bei den Parolen nix neues......., oder? Der über Jahrzehnte gepflegte Erfolg des Bauernbundes Änderungen zu verhindern, und wenn es doch zu Kompromissen kommen mußte, die den Bauern erwachsenden Nachteile den "Linken aller Art" unterzujubeln, ist nun daran, zu Ende zu gehen. Vieles wurde sehr lange auf die lange Bank geschoben, und leider ist es so dass sich eigentlich so gut wie jeder als Verlierer sieht. Und die treue Parteiorganisation der ÖVP, der Bauernbund, bekommt die Prügel............er hat sie nicht immer verdient, aber für eines schon.......dafür dass er eine Stärke vorgetäuscht hat welche ihm sehr lange abhanden gekommen ist. Und das begann 1995, als halt nimmer die Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer, Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund vom Milcheinzugsgebiet bis zur Packungsgröße alles aushandeln und vorschreiben konnten.......und wie man sieht, die Welt steht immer noch...
Mfg, Helga


ANDERSgesehn antwortet um 18-11-2012 19:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?

hier, das gesetzlich abgesegnet wird:

lg
ANDERSgesehn.

ps: steuerfrei11t€ /anno, umgerechnet
14gehälter mit 785€, mit teilweise mehr
als 40wochenstunden in der kategorie
vom existenzminimum.




reiterlechner antwortet um 20-11-2012 20:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Viele Grünland- u. Berg-Bauern fühlen sich nicht mehr vertreten von unser "eigenen" Vertretung!

Einerseits sind die Interessen der kleinen Bauernschar untereinander schon sehr unterschiedlich und unsere Vertreter kommen meist aus nicht Vieh haltenden Betrieben - Klar wer täglich mind. 2 mal seine Tiere betreuen/ melken muß kann nicht zeitgleich in den Büros Verhandlungen führen!

Daher finden sich die Interessen der Grünland- u. Bergbauern wenig vertreten!

Obendrein ist die Verunsicherung unter den Bauern sehr groß, weil ja nicht klar ist, wie es weiter geht!
Vieles ist im Umbruch!
Gut in anderen Bereichen gibt es gar keine Förderungen,.... und alles regelt der Freie Markt,
aber würde ich keine Förderungen bekommen, so hätte ich bei gutem Betriebserfolg (Glück vorausgesetzt) am Jahresende eine schwarze Null - Dies weiss ich, weil ich schon ( freiwillig nur für mich) Buch führe!

So wie es aussieht, werden die Förderungen weniger, die Belastungen mehr!

Gut es hätte ja noch schlimmer kommen können -
Dies ist wenig Trost, wenn ich von Haus aus, im Idealfall mit nur wenig Betriebsgewinn rechnen kann. Es stellt sich für mich schon die Frage ob es Sinn macht all die viele Arbeit und das Risiko - Unvorhersehbares gar nicht einkalkuliert sich anzutun!

Ich für mich und meinen Betrieb mit insgesamt ca. 80 ha muß mich schon fragen, soll ich im nächsten ÖPUL einsteigen und mich für weitere Jahre verpflichten!? (Mit 40 Jahren habe ich auch andere Möglichkeiten gutes Geld zu verdienen - aber den eigenen Hof gibt man nicht so leicht auf!

Was ist, wenn die Kraftfutterpreise weiter steigen und mein Produkt im Preis nicht entsprechend steigt!
Na Hallo! Dann ist der Verlust vorprogrammiert!
Na Hallo! Was mach ich dann? Aussteigen, zurückzahlen, durchtauchen- und wie lange!?

Bei mir im NÖ- Berggebiet sind noch relativ viele Bauern aktiv, aber es hören jetzt doch viele auf!
Vermutlich mehr als die verbleibenden Bauern dazupachten wollen!
Dabei sind die Pachtpreise schon jetzt sehr niedrig! (zwischen 0 bis max. € 100,-- pro ha Wiese)
Gut der Wald wird zunehmen! Dies ist ja auch kein Schaden für die Umwelt!

Es gibt auch die erfolgreichen Bauern (mich zählt man auch dazu), deren Betriebe wachsen und anscheinend gedeihen und offensichtlich auch Geld verdienen!
Aber zu welchem Preis? Wenn auf einem Hof nicht mehrere Generation fleißig am Hof mithelfen, Einkommen, Pension und Förderung zusammen legen, ist das Geld nicht da und auch die Arbeitskräfte fehlen! Der Bauer die Bäuerin sind überlastet und es ist nicht mal richtig Zeit krank zu sein und sich auszukurieren. Was ist die Folge?

Sind die Kinder halbwegs intelligent, so werden sie sich die Entscheidung nicht einfach machen, ob sie den Hof weiter führen wollen und können, aber selbst dann, wenn sie sich für den Beruf als Landwirt berufen fühlen, so werden sie es sehr sehr schwer haben einen Partner zu finden, der intelligent ist und die Interessen teilt und den Hof gemeinsam weiter führen möchte.

Diese Schwierigkeit, diese Zwickmühle in der die bäuerliche Jugend steckt muß bis zum Konsumenten, der gesamten Bevölkerung transportiert werden. Dann kann das Image, der Preis und vieles andere besser werden!
Die Verantwortlichen in der österr. Politik erkennen dies aber nicht oder interessieren sich dafür gar nicht, weil sie ihre eigenen Interessen (Förderungen im Ackerbereich/ möglichst mit Eigenjagd erhalten) verkrampft im eigenen Klientel verteidigen und auch gegenüber der SPÖ verkaufen müssen!

Dann erscheinen einem selbst herbe Verluste, ja fast schon wie ein ehrbarer Erfolg!














ANDERSgesehn antwortet um 21-11-2012 00:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?

@reiterlechner

irgendwie bekommt man das gefühl
nicht los, dass eine polit. farbe etwas
zu viel dreck am stecken hat und die
andere farbe mit intelligenzlosen haß
nur eine nasenlänge denkt, also eine
nette niveauvolle verhandlungsgrundlage.

parteisoldaten werden ihr wahlzuckerl
im mund mit bombiger stimmung zergehen
lassen und das blindgefertigte kreuzerl machen .....




komposti antwortet um 21-11-2012 07:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Dass es einmal kommen musste, war klar. Die wahscheinlichen Erhöhungen sind sicher im Rahmen.
Schwierig wird es für Betriebe mit intensiever Tierhaltung und deren Obergrenzen. Auch die 60 ha
Regelung wird viele Betriebe treffen - diese finde ich als ungerechteste Grenze- da immer auf spezifische und örtliche Gegebenheiten Rücksicht genommen werden sollte. ( 60 ha Grünland ums
Haus ?? 60 ha Ackerbaubetrieb im Steinfeld ?? ) Am Ende kommt sicher heraus -- der Fleissige
wird wie immer zur Kasse gebeten. Nächster Effekt bei sinkender Vollpauschalierung - für alles wird
eine Rechnung verlangt. Das betrift aber dann nicht nur die Landwirtschaft. Endeffekt mehr Geld im
SVB und Steuersackl--weniger Geld bleibt für Investitionen. Nächste Struktuänderungen stehen bevor.
Meinen Enkeln rate ich nur, lernen, lernen, lernen, einen vernünftigen Beruf ausüben und 5- 6 Wochen Urlaub und soz. Erungenschaften geniessen . Am Wochenende im eignen Wald spazieren gehen.
NS Wir sind ein Vollerwerbsbetrieb mit einigen Standbeinen.


sturmi antwortet um 21-11-2012 08:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
Geh ihr Suderer, für moderne, leistungsfähige, innovative, gewinnbringende, motivierte, lern- und anpassungsfähige, mit spass an der sache habende, etwas rechnen könnende (© MF) Bauern ist die Gegenwart und auch die Zukunft rosig! ;-))
@kuchner
Jawohl, lernen, lernen, lernen ist auch für meine Söhne der richtige Weg!
MfG Sturmi





HBler antwortet um 21-11-2012 09:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswert NEU - ist da etwas gelungen oder nur schlechter geworden?
@kuchner
"Meinen Enkeln rate ich nur, lernen, lernen, lernen, einen vernünftigen Beruf ausüben und 5- 6 Wochen Urlaub und soz. Erungenschaften geniessen . Am Wochenende im eignen Wald spazieren gehen. "

Im Wald spazieren gehen meinst du, aber mit der Motorsäge in der Hand !! oder ?


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